PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bitte um eure Hilfe/Rat (lang)!!!



radverückter
06.04.2005, 20:51
Hallo miteinander,
bin wirklich am Verzweifeln, seit nunmehr über 1 1/2 Jahre andauernde Knieprobleme lassen kein richtiges Radtraining zu.
Bin 25 Jahre, habe 2001 mit dem Rennradfahren begonnen und bin etwa 2500-3000 km im dem Jahr gefahren, 2002 ca. 6000 km und 2003 ca. 9-10000 km. Ende Juli 2003 bekam ich dann während eines Marathons (Arber 250 km) nach etwa 3 Std. Knieprobleme, fuhr aber zu Ende und machte mir noch keine großen Gedanken darüber. Danach ließ ich es etwa 3 Wochen ruhiger angehen und fuhr Ende August die Wendelsteinrundfahrt (165 km), bei der ich auch nach ein paar Std. Fahrtzeit wieder die Knie schmerzten. Leider stellte ich dann erst Ende September 03 fest (ich könnte mich in den A.... beißen), dass mir der Sattel um 2-3 cm runtergerutscht ist, was ich natürlich sofort korrigiert habe. Ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass das kurz vor dem Arber passiert sein muß, da mein Radl zu der Zeit ein lästiges Knattern von sich gab und ich ständig rumgeschraubt habe (auch Sattelstütze). Dabei habe ich wahrscheinlich die Sattelklemme nicht richtig angezogen od. vielleicht auch da schon versehentlich zu tief gestellt. In der Folgezeit (Sept. 03 - Jan. 04) bekam ich dann regelmäßig nach 2-3 Std. Fahrtzeit (mit der Zeit immer früher) Knieschmerzen in beiden Knien. Ende Januar 04 hab ich dann endlich eingesehen, dass es so keinen Sinn mehr hat, an ein regelmäßiges Training (wollte 2004 richtig angreifen .. Marathons u. a. Ötzi, Jedermannrennen) war nicht mehr zu denken.
Anfang Feb. 04 war ich zum 1. Mal beim Arzt. Röntgen war in Ordnung, mit ein paar Drehbewegungen und Hin- und Herschieben der Kniescheibe diagnostizierte er Chondropathia patellae (Knorpelreizung/Knorpelerweichung). Außerdem werden die Kniescheiben bei der Bewegung nach außen gezogen bzw. näher an den Knorpel als auf der Innenseite (aber da bin ich ja nicht der einzige). Knorpeltabletten und 4 - 6 Wochen max. leichtes Training hat er mir empfohlen, daran hab ich mich auch gehalten. Ab Anfang April versuchte ich es wieder mit kleineren Ausfahrten (1-2 Std., hohe Trittfrequenz), jedoch weiterhin die gleichen Probleme. Im Juli ging ich wieder zum Arzt, gleiche Diagnose, dann 10 x 2 Spritzen (Zeel) pro Woche je Knie, jedoch ohne nennenswerte Wirkung. Kontrolltermin Ende September, gleiches Ergebnis wie zuvor. Kernspint erbrachte auch nix neues. Arzt meinte, ich solle weiterhin Krafttraining (mache ich schon seit April 04) für Beinmuskulatur (Oberschenkelinnenseite usw.) machen und über mehrere Monate Knorpeltabletten nehmen. Wirds dann nicht besser, rät er zu einer Operation (nach "Viernstein" od. so ähnlich, wie immer das man auch schreibt).
2004 bin ich etwa 1000-1500 km gefahren (max. 2 Std.,hohe Trittfrequ.) Mitte März 05 hab ichs wieder mit kürzeren Ausfahrten probiert, leider wieder die gleichen Probleme.
Weiß gar nicht mehr, wie ich die Beschwerden beschreiben soll, man kann sagen, rundum die Knieschneibe (mal dahinter, mal links, mal rechts, usw.) ein Ziehen/Brennen während des Fahrens, oft aber auch erst 1-2 Tage später.
Operation ist für mich, wenn überhaupt, der allerletzte Ausweg.

Bin am verzweifeln, wer hat noch Ratschläge?
Bin für jeden (ernsthaften) Tipp dankbar.

:heulend: :heulend: :heulend: :heulend: :heulend: :heulend: :heulend:

may85
06.04.2005, 21:11
hi

da ich zeitweise auch schon mit knieproblemem zu kämpfen hatte, die aber zum glück diese saison weg sind kann ich das gut nachvollziehen

ich habe zwar keine ahnung/erfahrung damit, weiß nicht ob es hilft oder sinnvoll ist, aber wie sieht es denn mit alternativen, wie zum beispiel akkupunktur aus, evtl, hilft ja auch ultraschall oder so ...

viel erfolg bei der heilung und trotzdem ne gute saison
mfg may

deshoog
06.04.2005, 21:32
Hi radverückter,

ich quäle mich ebenfalls seit August letzten Jahres mit Knieproblemen rum. Bei mir fing es beim Radurlaub im Schwarzwald an und kam dann 14 Tage später bei ner normalen Ausfahrt im flachen Berliner Umland richtig zum Vorschein. Die Schmerzen waren bei jeder Beugung bzw. Streckung des Beins im Bereich der Kniescheibe zu spüren, so stark, dass jede Bewegung, auch bei quasi null Belastung beim Treten sehr schwer fiel.
Die Schmerzen sind bei mir nur rechts im Bereich der Kniescheibe. Ich würde sagen, die Schmerzen sind AUF der Kniescheibe (vermutlich), genauer gesagt im oberen Bereich, obwohl eine so exakte Lokalisierung kaum möglich ist. Ein Arzt diagnostizierte letztes Jahr eine Entzündung des Knorpels, ebenfalls nach kurzem Abtasten, und verordnete 6x Physiotherapie zur allgemeinen Stärkung der Muskulatur im rechten Bein bzw. im Bereich der Kniescheibe. Röntgen oder irgendwelche anderen Untersuchungen wurden nicht gemacht. Die Physiotherapie hat bislang nichts sinnvolles gebracht.
Nach eigener Diagnose bin ich eigentlich der Meinung, dass bei mir irgendwas mit den Sehnenansätzen an der Kniescheibe nicht in Ordung ist. Aber ich bin leider kein Arzt... :ü
Bei normaler Bewegung tritt der Schmerz nicht auf, richtig trainiert habe ich schon seit Monaten nicht mehr. Am Montag saß ich mal wieder auf dem Rad und hab 8 km auf der freien Rolle gefahren, bei 9,6km Durchschnitt (d.h. quasi null Belastung), dabei hab ich glücklicherweise nix gespürt.
Manchmal kommt es zu einem kurzzeitigen Schmerz, wenn ich z.B. mit verschränkten Beinen am Schreibtisch sitze oder auf irgend eine Art und Weise etwas Druck auf die Kniescheibe ausübe, dabei v.a., wenn das Bein angewinkelt ist. Dieser drückende Schmerz, der noch verstärkt wird, wenn man mit der Hand über die Kniescheibe fährt, vergeht aber schon nach wenigen Sekunden wieder, sobald die Belastung wieder weg ist.
Ich will demnächst mal wieder zum Arzt (diesmal ein anderer, zwecks zweiter Meinung), vielleicht kommt ja da was sinnvolles bei raus.

Meine Empfehlung an Dich: suche einen anderen Arzt auf zwecks zweiter Meinung, am besten natürlich einen Spezialisten fürs Knie.

Du beschreibst, dass die Schmerzen beim Fahren auftreten. Kommt es denn auch beim Sitzen, laufen oder so wie bei mir vor?


Gruß und gute Besserung
deshoog

klappradl
06.04.2005, 22:12
Versuchs mal mit einem anderen Arzt.

Beast
06.04.2005, 22:31
Ist das Knie schon mal gespiegelt worden?


(Bei mir war es vor 5 Jahren der Meniskus)

radverückter
06.04.2005, 22:43
Erstmal danke erstmal für eure Antworten/Vorschläge.

an deshoog:
Kann nicht generell sagen, dass die Beschwerden nur beim Fahren auftreten. Oftmals spüre ich während des Radelns noch gar nichts, auch die Stunden danach nicht, sondern erst im Laufe des nächsten Tages, dass ist wirklich unterschiedlich. Nur z. B. 35 km am letzten Freitag locker gefahren, schon Beschwerden beim Fahren. Am Montag gleiche Strecke, während der Fahrt spürte ich nichts, erst am Dienstag. Die Probleme beim Sitzen mit abgewinkelten Knien kenn ich nur zu gut, wobei das mittlerweile/derzeit besser ist als letztes Jahr. Solange ich mich nicht aufs Rad setzte, klingen die Beschwerden mit der Zeit ab bzw. sind gering, fahre ich aber ein bißchen, gehts wieder von vorne los. Wohlgemerkt, seit über einem Jahr fahr ich grundsätzlich nur in kleinen Gängen max. 2 Std. spazieren (von Mitte Okt. - Mitte März gar nicht).
Donnerstag nächster Woche bin ich bei einem anderen Arzt, wobei ich recht wenig Hoffnung habe, dass mir der was neues erzählt, aber was anderes bleibt mir kaum übrig.

Kennt jemand einen Kniespezialist im Raum Ingolstadt?

Nein, Kniespiegelung ist noch nicht gemacht worden. Was wird da genau gemacht? Laut Arzt, bei dem ich bisher war, Meniskus in Ordnung.


Gruß
Christian

Thunderbolt
07.04.2005, 06:50
Habe auch seit 5 Wochen Knieprobleme ähnlicher Art.

Nachdem die nach 3 Wochen nicht von alleine weggegangen sind, habe ich einen guten (selten!) Orthopäden besucht.

Der meinte kein Problem, kein Athrose, nur Pattellasehne gereizt.
Also 6 x Physio.
Skeptisch, weil Krankengymnastik war bei mir immer nur verlorene Zeit.

Dann habe ich mir einen guten (selten!) Physiotherapeut gesucht.
Und der hat sich dann richtig Zeit genommen und mich ein Loch in den Bauch gefragt.

Und siehe da, das Knie (und die Achillessehnenreizung) ist nur ein Symptom und es kömmt wahrscheinlich von der Brustwirbelsäule und von den schon ewig schmerzenden Muskelansätzen an der Hüfte.

Da gehen wir jetzt gezielt ran und es hilft!

Was ich sagen wollte

- gute Leute suchen, mittelmässige meiden
- ganzheitlichen Ansatz suchen

Gute Besserung

CU
Ralf

Matz
07.04.2005, 07:25
Wenn keine defekte (Meniskusriß etc.) vorliegt, könnte es wie schon von Ralf geschildert an einem Beckenschiefstand oder anderer Fehlstellung des Bewegungsapparates liegen.

Ich haate leider weniger Glück und musste mich einer Meniskus-OP (Kernspin zeigte Innenmeniskus gerissen, während der OP wurde dieser genäht und eine Schleimbeutelfalte entfernt) unterziehen, habe aber vorher einen Chiropactor aufgesucht und ich muss sagen das dieser mir auf alle Fälle etwas geholfen hat.
Ein Verusch ist es allemale Wert.

Gute Besserung
Matz

P.S. Alternative Heilmethoden helfen nicht immer und jedem, aber meiner Meinung nach immer einer OP vorzuziehen.

P.S.

calrisian
07.04.2005, 07:39
Hallo Christian,

also kurz meine Geschichte, bei mir traten diese Probleme auf, bevor ich mit dem Radfahren angefangen habe. Hab jetzt 5 Op's hinter mir und fahre trotzdem Ötzi usw. Und ich hab Chondropatellarer Schaden retropatellar. Bei mir ist ein leichter Beckenschiefstand und das Schienbein steht schief, deshalb zieht Kniescheibe nach außen und reibt sich auf.

Also als 1. sofort Kraftübungen an Fitneßgeräten einstellen, es bringt nix, wenn du nen Knorpelschaden hast und ständig das Gelenk neu belastet wird. Deshalb unbedingt zu einem Spezialisten, google doch mal rum. Im Zweifelsfall Uniklinik Freiburg, in die Orthopädische Sprechstunde, entweder Dr. Erggelet oder Dr. Steinwachs. Allerdings bis zu nem halben Jahr Wartezeit.

Bei einer Spiegelung wird durch minimalen Einsatz, also kleiner Schnitt ne Kamera eingeführt, damit man das Knie von innen sehen kann.

Ich kann dir nur raten derzeit eine Stunde max. kleinste Gänge im GA1 Bereich zu fahren, nur dass das Knie bewegt wird, auf keinen Fall belasten.

Wenn du noch Fragen hast, schreib mir doch ne mail

alexander.gajo@gmx.de

corrente
07.04.2005, 08:26
Knieschmerzen hatte wohl jeder von uns schon mal, kann auch an der falschen Sitzhöhe und Pedalstellung liegen. Oder einfach mal die dicken Übersetzungen zu Hause lassen. :Bluesbrot

Mac
07.04.2005, 08:32
Hallo radverückter,

dehnst du dich nach dem Training? Wie du das beschreibst, klingt es ganz genau wie die Beschwerden, die ich auch an beiden Knien hatte. Wegbekommen (nicht ganz, aber fast. Auf jeden Fall gar kein Vergleich mit den Beschwerden vorher) habe ich das ganz einfach durch Dehnübungen. Für die Knievorderseite ist da die Übung, wo man aufrecht steht, sich an einen Fuß packt und diesen dann hochzieht bis zum Po oder wie weit es halt geht... Also mir hat das jedenfalls geholfen, ganz ohne Arzt, Spritzen und OP. Viel Glück...

Mac

orca
07.04.2005, 08:41
@ radverrückter

Retinaculumspaltung nach Viernstein

scheint bei Deinem Problem eine sehr gängige und sehr oft durchgeführte Operationsmethode zu sein.
Hierbei werden die Außenbänder gespalten. Folge ist, dass die Kniescheibe bei Belastung nicht mehr soweit nach außen gezogen werden kann - sie verläuft dann wieder da, wo sie sollte, eher mittig und auch erhöhter Knorpelverschleiss im Außenbereich ist damit weitgehend beseitigt (Falls bereits Knorpelschaden, dann vermutlich Knorpelteilchen im Gelenk, die Verschleiss bewirken - Kniespülung bei der Operation und Glattfräsen der Knorpeloberfläche).

Operationen sollten aber der letzte Schritt sein...

orca
07.04.2005, 08:42
Hallo radverückter,

... Für die Knievorderseite ist da die Übung, wo man aufrecht steht, sich an einen Fuß packt und diesen dann hochzieht bis zum Po oder wie weit es halt geht... Also mir hat das jedenfalls geholfen, ganz ohne Arzt, Spritzen und OP. Viel Glück...

Mac

Bei Knieschäden und wohl auch sonst wird von dieser Übung abgeraten, da sie die Gelenkkapsel sehr stark beansprucht.

Daniel20
07.04.2005, 09:40
Hallo, ich kann natürlich (weil kein Arzt) keine fundierte Empfehlung abgeben, deswegen versuche ich mal einen Tipp in eine ganz andere Richtung zu geben...

Und zwar lese ich immer davon, dass du BEIM Arzt warst. Ich weiß zwar nicht, ob es bei dir so etwas in der Nähe gibt, aber ich gehe bei Problemen immer in ein SPORTKRANKENHAUS hier 70km von mir entfernt in Hellersen (Gummersbach). Ich bin es leid, zu irgendwie Sportorthopäden zu gehen, die mir einfach nicht helfen können, weil sie hauptsächlich die Knie von alten Omas behandeln, die ja meistens noch weitaus größere Probleme haben als wir Sportler.
Da ich auch Tennis spiele, war ich auch einmal dort, als ich unvergleichliche Schmerzen im Ellenbogen hatte (es war kein Tennisarm) und die Orthopäden bei mir vor Ort Tennispause von 4 Wochen empfohlen haben. Davon wurde es natürlich nicht besser, also bin ich dort ins Krankenhaus gefahren, der jagt mir da 3 verschiedene Spritzen in den Arm, gibt mir Tabletten für 3 Wochen und ZACK, seitdem ist alles wieder in bester Ordnung.
Ich habe einem Kumpel ebenfalls genau diesen Tipp gegeben, weil er Knieschmerzen hatte und er ist dorthin gefahren und 3 Wochen später war das mehrmonatige Problem gelöst...

Es gibt dort halt Ärzte, die sehen den ganzen Tag nichts anderes als Ellenbogen, andere Ärzte sehen den ganzen Tag nur Knie, weitere andere Ärzte sehen den ganzen Tag nur Füße, die sind dann natürlich wesentlich spezialisierter und können einem dann im Zweifel wesentlich differenzierter helfen als normale Orthopäden.

So, das ist mein Ratschlag.

Grüße

C40
07.04.2005, 10:52
Hallo, ich kann natürlich (weil kein Arzt) keine fundierte Empfehlung abgeben, deswegen versuche ich mal einen Tipp in eine ganz andere Richtung zu geben...

Und zwar lese ich immer davon, dass du BEIM Arzt warst. Ich weiß zwar nicht, ob es bei dir so etwas in der Nähe gibt, aber ich gehe bei Problemen immer in ein SPORTKRANKENHAUS hier 70km von mir entfernt in Hellersen (Gummersbach). Ich bin es leid, zu irgendwie Sportorthopäden zu gehen, die mir einfach nicht helfen können, weil sie hauptsächlich die Knie von alten Omas behandeln, die ja meistens noch weitaus größere Probleme haben als wir Sportler.
Da ich auch Tennis spiele, war ich auch einmal dort, als ich unvergleichliche Schmerzen im Ellenbogen hatte (es war kein Tennisarm) und die Orthopäden bei mir vor Ort Tennispause von 4 Wochen empfohlen haben. Davon wurde es natürlich nicht besser, also bin ich dort ins Krankenhaus gefahren, der jagt mir da 3 verschiedene Spritzen in den Arm, gibt mir Tabletten für 3 Wochen und ZACK, seitdem ist alles wieder in bester Ordnung.
Ich habe einem Kumpel ebenfalls genau diesen Tipp gegeben, weil er Knieschmerzen hatte und er ist dorthin gefahren und 3 Wochen später war das mehrmonatige Problem gelöst...

Es gibt dort halt Ärzte, die sehen den ganzen Tag nichts anderes als Ellenbogen, andere Ärzte sehen den ganzen Tag nur Knie, weitere andere Ärzte sehen den ganzen Tag nur Füße, die sind dann natürlich wesentlich spezialisierter und können einem dann im Zweifel wesentlich differenzierter helfen als normale Orthopäden.

So, das ist mein Ratschlag.

Grüße

..absolut richtig. Bei Knieproblemen als Sportler immer zum Spezialisten. Ich kann aus eigener Erfahrung (Kreuzbandriß 1990 beim Skifahren) sagen, daß man beim normalen Orthopäden schlecht beraten ist. Bei mir haben 2 Ärzte keinen Kreuzbandriß festgestellt. Erst ein Kniespezialist (ca. 1 Jahr nach dem Unfall) diagnostizierte die Verletzung. Selbst in der Klinik wo ich operiert worden bin, konnten nur 2 der 5 Ärzte eine Schublade feststellen!

Gruß C40

Reha
07.04.2005, 11:02
Hallo

Eine 2. Meinung würde ich auf jeden Fall einholen. Such dir einen Arzt der manualtherapeutisch arbeitet, ie Beinachse und Beckenstatik beurteilen kann. Die geäußerten Beschwerden scheinen "funktioneller Natur " zu sein. D.h. Muskel - Sehnen - Bandstrukturen sind überlastet. Eine s.g. Chondropathia patellae haben viel, die Knieschmerzen haben und wo das Röntgen unauffallig ist. Ich glaube nicht dass die Beschwerden durch den Knorpel bedingt sind. dafür spricht dass sämtliche Behandlungen im Kniegelenk(Zeel, Knorpelaufbausubstanzen) keinen Effekt hatten. Ohne genaue Untersuchung kann mandas schwer beurteilen, aber Therapien wie Physiotherapie (auch Manualtherapie zur Behandlung von Verkettungssyndromen d.h. vom Fuß bis zur Wirbelsäule behandeln), Elektrotherapie(Phonophorese, Iontophorese, Reizstrom), Massagen(Querfriktionen) sind geeignet.
Dehnübungen sind ebenfalls hilfreich, die Belastung fürs Knie ist zu vernachlässigen. Nach Schmerzrückgang solltest du aber schon weiter Kräftigungsübungen für die Beinmuskulatur und Rumpfmuskulatur durchführen.

Ideal ist es, wenn du zu einem Spezialisten gehst, ein angeschlossenes Institut für Physiotherapie zur koordinierten Therapie eignet sich am Besten. Akupunktur, Neuraltherapie könnte der Arzt auch durchführen, bewährt sich oft.

Hoffe du findest bald Hilfe

CIAO :6bike2: