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  1. #1
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    Angry Linksseitiger Radweg bei Nacht

    Letzte Nacht ist es mir wieder mal passiert.

    In meiner Wohnung war es heiß, ich hatte mich den ganzen Tag vor allem geärgert... Also habe ich mich abends um 10 auf mein Fahrrad gesetzt und bin von Berlin Richtung Norden gefahren. Wunderschön, kaum Verkehr, Radwege habe ich gemieden, wie ich das bei Nacht eignentlich immer mache, weil ich mich dabei viel sicherer fühle.

    Morgens kurz vor 4 habe ich dann an einer Tankstelle eine Trinkflasche mit Kaffee befüllt und bin zurück Richtung Berlin.

    Zwischen Schönerlinde und Pankow bin ich dann doch auf den linksseitigen, gut ausgebauten Radweg gewechselt. Ich wollte einfach ein bißchen Tempo rausnehmen, meinen Kaffee austrinken und noch ein wenig den Geräuschen des Waldes lauschen.

    Da kam mir in einer Kurve ein Auto entgegen. Der Fahrer hatte es wohl nicht für möglich gehalten, daß ihm ein Licht links von seiner Spur entgegenkommen könnnte. Er bremste und riß sein Steuer nach rechts, anscheinend um links von mir zu fahren. Zum Glück bremste er, besann sich wohl seiner Seitenmarkierung und fuhr nicht in den Graben. (Sonst hätte sich das Auto garantiert auf mich überschlagen)

    Ich war angehalten, der Autofahrer kam dann auch zum stehen, stieg aus und beschimpte mich auf das übelste, ich solle gefälligst auf der rechten Seite fahren usw.

    Mein Fazit: Ich werde bei Dunkelheit sicherlich keine linksseitigen Radwege mehr befahren. In der Theorie war mir das Problem ja immer bewußt. Dazu kommt natürlich auch noch, daß Autoscheinwerfer nach rechts böße blenden...
    Aber jetzt reicht es mir endgültig

    Ich hoffe, die Petition bewirkt irgendwas.

    Dramato
    Nur was der Augenblick erschafft, das kann er nützen.
    Faust I, Nacht

  2. #2
    Isarrider ist offline Für mehr Rücksicht im Straßenverkehr
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    Mann oh Mann

    Bei mir sagen immer viele Leute "wie kann man nur Nachts fahren"
    Von einem gutem Licht haben die noch nichts gehört!
    Bin für mindestens 10 Watt!!

  3. #3
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    Zitat Zitat von Isarrider Beitrag anzeigen
    Mann oh Mann

    Bei mir sagen immer viele Leute "wie kann man nur Nachts fahren"
    Von einem gutem Licht haben die noch nichts gehört!
    Bin für mindestens 10 Watt!!
    Bei Dunkelheit kann man doch am besten fahren. Mit so großen Seitenabstände werde ich sonst nie überholt. Kann auch daran liegen das mein Licht nicht ganz gerade am Rad montiert ist.
    "Der Sieg in einem Wettkampf kennt kein Spiegelbild." Herr Dr. Rosen

  4. #4
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    Zitat Zitat von Isarrider Beitrag anzeigen
    Mann oh Mann

    Bei mir sagen immer viele Leute "wie kann man nur Nachts fahren"
    Von einem gutem Licht haben die noch nichts gehört!
    Bin für mindestens 10 Watt!!
    Bei Nacht fahren macht richtig Spaß

    Aber es gibt eben auch ganz andere Gefahren, als bei Tag...
    Alleine bei der Ausfahrt vorgestern / gestern hatte ich bei 140 km außer dem irritierten Autofahrer noch:

    - 1 Wildwechsel Wildschwein (wer ganz rechts fährt auf freier Straße bei Nacht ist selbst scchuld. Durch das Licht bemerkt man Autos ja früh genug)

    - 1 LKW, der eine Straßenteilungsinsel vor einer Linkskurve links gefahren ist, um die Kurve mit mehr Geschwindigkeit schneiden zu können

    Im Allgemeinen habe ich das Gefühl, daß Autofahrer und LKW Fahrer mit größerem Abstand überholen und langsamer an einem vorbeifahren, als bei Tag.

    Gutes Licht (Komme mit meiner Ixon gut zurecht) und gute Sichtbarkeit sind lebensnotwendig bei Dunkelheit!
    Nur was der Augenblick erschafft, das kann er nützen.
    Faust I, Nacht

  5. #5
    klappradl Gast
    Zitat Zitat von Dramato Beitrag anzeigen
    Da kam mir in einer Kurve ein Auto entgegen. Der Fahrer hatte es wohl nicht für möglich gehalten, daß ihm ein Licht links von seiner Spur entgegenkommen könnnte. Er bremste und riß sein Steuer nach rechts, anscheinend um links von mir zu fahren. Zum Glück bremste er, besann sich wohl seiner Seitenmarkierung und fuhr nicht in den Graben. (Sonst hätte sich das Auto garantiert auf mich überschlagen)
    War wohl etwas abgelenkt oder Nachtblind oder beides. Und dafür bestimmt zu schnell unterwegs. Viele Autofahrer sollten nachts besser nicht fahren.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Dramato Beitrag anzeigen
    Zwischen Schönerlinde und Pankow bin ich dann doch auf den linksseitigen, gut ausgebauten Radweg gewechselt. Ich wollte einfach ein bißchen Tempo rausnehmen, meinen Kaffee austrinken und noch ein wenig den Geräuschen des Waldes lauschen.

    Da kam mir in einer Kurve ein Auto entgegen. Der Fahrer hatte es wohl nicht für möglich gehalten, daß ihm ein Licht links von seiner Spur entgegenkommen könnnte. Er bremste und riß sein Steuer nach rechts, anscheinend um links von mir zu fahren. Zum Glück bremste er, besann sich wohl seiner Seitenmarkierung und fuhr nicht in den Graben. (Sonst hätte sich das Auto garantiert auf mich überschlagen)

    Ich war angehalten, der Autofahrer kam dann auch zum stehen, stieg aus und beschimpte mich auf das übelste, ich solle gefälligst auf der rechten Seite fahren usw.

    Mein Fazit: Ich werde bei Dunkelheit sicherlich keine linksseitigen Radwege mehr befahren. In der Theorie war mir das Problem ja immer bewußt. Dazu kommt natürlich auch noch, daß Autoscheinwerfer nach rechts böße blenden...
    Aber jetzt reicht es mir endgültig

    Ich hoffe, die Petition bewirkt irgendwas.

    Dramato
    Also das werde ich mir als Musterbeispiel nehmen. Daran hätte ich nie im Traum gedacht. Aber es erscheint irgendwie logisch, da wir ja das Rechtsfahrgebot haben. Da muss man gar nicht so viel zu schnell sein. Mal kurz etwas zu ausgiebig mit dem Radio beschäftigt und schon irritiert einen das Licht rechts von der eigenen Fahrspur!!!

    Ich stelle mir das bildlich vor und könnte kreischen vor Lachen, was die RWBP für Sachen bewirkt!!! .

    Sollten wir nach Berlin eingeladen werden, erzähle ich dieses Beispiel dem versammelten Ministerium persönlich, versprochen!!
    .
    Gruß, DJ

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    "Wir haben in Deutschland keine Radwegebenutzungspflicht!" Ulrich Kasparick, ehem. parlamentarischer Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums

  7. #7
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    Na ja, das ist dann immer der kleine Schatten Pech im großen Gück:
    Kein Unfall, kein polizeiliches Unfallprotokoll und kein medienwirksamer Aufmacher
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  8. #8
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    Ich habe mir gerade nochmal Gedanken gemacht, was ich an Radwegen (besonders Überland) bei Nacht besonders gefährlich finde:

    Durch den flachen Scheinwerferwinkel kann kein Radfahrer (auch nicht bei 15 km/h) die wirkliche Höhe von Bordsteinen, wie sie bei fast allen Straßeneinmündungen vorkommen abschätzen. Das selbe gilt für Schlaglöcher, Wurzelschäden usw.

    Radwege besitzen keine seitliche Führungsmarkierung! Dadurch fährt man immer ins Ungewisse. (Besonders in Kurven)

    Bei plötzlich auftauchenden Tieren (jede Nacht sieht man irgendwo Katzenaugen im Gebüsch oder auf dem Radweg sitzen) hat man keine Möglichkeit großräumig auszuweichen.

    Mit meinem Vertrauen in die Qualität der benutzungsplichtig ausgeschilderten Radwege ist es nicht so gut bestellt. (Beispiel von meiner nächtlichen Ausfahrt vorgestern: Zwischen Basdorf und Wandlitz mündet ein Radweg 20 Meter nach einem 237er Schild direkt hinter einem Bahnübergang im märkischen Sand.)
    Bei der gegenwärtigen Ausschilderungspraxis würde ich jedesmal einen Sturz riskieren, wenn ich einen mir unbekannten Radweg benutzen würde.

    linksseitige Radwege halte ich nach meinem Erlebbnis oben bei Duunkelheit sowieso für indiskutabel!


    Eigentlich finde ich muß der Gesetzgeber die Benutzung von Radwegen bei Nacht verbieten.
    Geändert von Dramato (10.08.2007 um 02:15 Uhr) Grund: falscche Schildernummer...
    Nur was der Augenblick erschafft, das kann er nützen.
    Faust I, Nacht

  9. #9
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    Laut Niederländisches Gesetz sollte ein schiebender Radfahrer sogar rechts der Strasse schieben. Das wegen der roter Reflektor hinten am Rad. Linksseitige Radwege sind hier recht unüblich, ich schätze weniger als 5% vom totalen Radwegbestand.
    BRM Serie Maastricht:
    14. März 200km Rundum Aachen
    4. April 200km&300km Ardennendreieck
    1. Mai 400km Maas-Semois
    23. Mai 600km Rundum die Eifel

  10. #10
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    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Also das werde ich mir als Musterbeispiel nehmen. Daran hätte ich nie im Traum gedacht. Aber es erscheint irgendwie logisch, da wir ja das Rechtsfahrgebot haben. Da muss man gar nicht so viel zu schnell sein. Mal kurz etwas zu ausgiebig mit dem Radio beschäftigt und schon irritiert einen das Licht rechts von der eigenen Fahrspur!!! .
    Ich denke mir das im Winter jedes Mal wenn ich früh im Dunkeln an die Arbeit fahre. Aber auf der Straße, Bundesstraße, wäre halt weit gefährlicher.

  11. #11
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    Zitat Zitat von Dramato Beitrag anzeigen
    Ich habe mir gerade nochmal Gedanken gemacht, was ich an Radwegen (besonders Überland) bei Nacht besonders gefährlich finde:

    Durch den flachen Scheinwerferwinkel kann kein Radfahrer (auch nicht bei 15 km/h) die wirkliche Höhe von Bordsteinen, wie sie bei fast allen Straßeneinmündungen vorkommen abschätzen. Das selbe gilt für Schlaglöcher, Wurzelschäden usw.

    Radwege besitzen keine seitliche Führungsmarkierung! Dadurch fährt man immer ins Ungewisse. (Besonders in Kurven)

    Bei plötzlich auftauchenden Tieren (jede Nacht sieht man irgendwo Katzenaugen im Gebüsch oder auf dem Radweg sitzen) hat man keine Möglichkeit großräumig auszuweichen.

    Mit meinem Vertrauen in die Qualität der benutzungsplichtig ausgeschilderten Radwege ist es nicht so gut bestellt. (Beispiel von meiner nächtlichen Ausfahrt vorgestern: Zwischen Basdorf und Wandlitz mündet ein Radweg 20 Meter nach einem 237er Schild direkt hinter einem Bahnübergang im märkischen Sand.)
    Bei der gegenwärtigen Ausschilderungspraxis würde ich jedesmal einen Sturz riskieren, wenn ich einen mir unbekannten Radweg benutzen würde.

    linksseitige Radwege halte ich nach meinem Erlebbnis oben bei Duunkelheit sowieso für indiskutabel!



    um heim zu kommen endet bei mir jede fahrt am abend mit einer überlandfahrt auf einer unbeleuchteten, vielbefahrenen landstraße mit nem linksseitig angebrachten radweg.

    ohne zu dramatisieren behaupte ich, dass ich, wenn ich diesen radweg immer befahren würde, schon mehrfach im graben gelandet wäre. das problem ist das licht. trotz 5+10W sehe ich auf der leicht welligen straße absolut nichts. von ampeln aufgestaut kommt mir in der regel ein haufen von 5-10 fahrzeugen hintereinander entgegen, weshalb sich dieser blindflug erst nach ner halben minute erledigt hat. wenn einzelne autos (oder der erste des fahrzeughaufens) auf mich zukommen, hab ich häufig das problem, dass die fahrer viel sehen wollen und auch noch ihr fernlicht einschalten und wegen mir noch nie abgeblendet haben. dann ists auch egal, ob ich 10 oder 30 km/h fahre. in beiden fällen stand ich mit dem rad schon mitten auf nem grünstreifen, obwohl ich den weg gut kenne.

    auf der straße fühle ich mich sehr wohl und werde in großem abstand und zu 95% hupfrei überholt. zur orientierung hab ich die seitenlinie der straße und einen nahezu schlaglochfreien belag. dort fahre ich mitlerweile auch mit meinem ollsten klapprad lieber als auf dem radweg. die formulierung "lieber" ist an dieser stelle eigentlich falsch, denn ich schaffe es einfach nicht den radweg zu benutzen, sondern müßte absteigen und schieben.

    die von dir aufgezählten punkte kann ich allesamt unterschreiben.

  12. #12
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    Zitat Zitat von büttgen Beitrag anzeigen
    Bei Dunkelheit kann man doch am besten fahren. Mit so großen Seitenabstände werde ich sonst nie überholt. ...

    Kann ich bestätigen. Mit ordentlicher Lichtanlage hat man absolut seine Ruhe.

    Muß ja nicht gleich eine rote Luxeon 1-Watt LED nach hinten sein

  13. #13
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    Also bei aller Liebe zum Radfahren und Radsport, der vorliegende Fall kommt mir doch arg konstruiert bzw. dramatisiert vor. Ich denke nicht, daß er in irgendeiner Weise geeignet ist, in Richtung RWBP zu argumentieren. Wer sich von einem Fahrradlicht in der beschriebenen Weise irritieren läßt, sollte seine Eignung zur Führung eines Fahrzeugs ernsthaft in Frage stellen.
    Meine Erfahrung als (Rad)Pendler, der mindestens ein Drittel seiner Arbeitswege im Dunkel fahren muß, widerspricht dem Geschilderten jedenfalls.

    Nicht falsch verstehen. Ich will hier niemanden an die Karre.

    • Der Mensch besteht zu 65% aus Wasser. Der Rest ist Einstellung.

    • "Niemand hat das Recht zu gehorchen." (Hannah Arendt)

  14. #14
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    Zitat Zitat von haus-klaus Beitrag anzeigen
    Also bei aller Liebe zum Radfahren und Radsport, der vorliegende Fall kommt mir doch arg konstruiert bzw. dramatisiert vor. Ich denke nicht, daß er in irgendeiner Weise geeignet ist, in Richtung RWBP zu argumentieren. Wer sich von einem Fahrradlicht in der beschriebenen Weise irritieren läßt, sollte seine Eignung zur Führung eines Fahrzeugs ernsthaft in Frage stellen.
    Meine Erfahrung als (Rad)Pendler, der mindestens ein Drittel seiner Arbeitswege im Dunkel fahren muß, widerspricht dem Geschilderten jedenfalls.

    Nicht falsch verstehen. Ich will hier niemanden an die Karre.
    Der Fall kommt mir sehr realistisch vor und kenne diese Situation auch.
    "Der Sieg in einem Wettkampf kennt kein Spiegelbild." Herr Dr. Rosen

  15. #15
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    Ich hatte nichts anderes erwartet.Danke!

    • Der Mensch besteht zu 65% aus Wasser. Der Rest ist Einstellung.

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  16. #16
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    Exclamation

    Ein Mitglied von uns hat mich gebeten:

    Hab gerade den Post im Tour-Forum gelesen, aber kein Interesse mir dort
    nur deshalb einen Account anzulegen:

    Könntest du den Kollegen dort darauf hinweisen, daß er auch einen
    Beinaheunfall bei der Polizei melden kann und sollte!

    Schließlich handelt es sich offensichtlich um eine Gefahrenstelle.
    Hierüber sollte die Polizei zumindest eine Meldung schreiben.

    Eigentlich sind sie nach VwV-StVO zu §2 Rn 29[1] ja auch dazu angehalten
    sich der Sache anzunehmen.
    Auf jeden Fall wäre es gut, wenn der Vorgang "offiziell" wird, gerade
    wenn wir uns mal darauf berufen wollen. Das ist wieder so ein Fall wo
    man die Polizei gebrauchen kann. Tun werden die nichts, aber es wird
    amtlich. Und eine StVB kann sich auch nicht rausreden, daß sie von
    nichts wußten, wenn es dann mal zu einem Unfall kommt.

    Er soll ruhig ein wenig überdramatisieren. "Völlig perplex, daß mich der
    Autofahrer angeschrien hat", "ich dachte ich halte mich an die StVO",
    "bei Benuzung dieses Radwegs muß ich ja um meine Sicherheit fürchten"

    [1] " Die Straßenverkehrsbehörde, die Straßenbaubehörde sowie die
    Polizei sind gehalten, bei jeder sich bietenden Gelegenheit
    die Radverkehrsanlagen auf ihre Zweckmäßigkeit hin zu prüfen
    und den Zustand der Sonderwege zu überwachen. Erforderlichen-
    falls sind von der Straßenverkehrsbehörde sowie der Polizei
    bauliche Maßnahmen bei der Straßenbaubehörde anzuregen. "
    Gruß
    Patrickl.
    Sind tolle Tipps, den letzten Absatz [1] kannte ich so noch gar nicht...

    Danke Patrick! Einen Account hast Du übrigens schnell angelegt und es lohnt sich, oder Jungs?!?
    ,
    Gruß, DJ

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  17. #17
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    Zitat Zitat von haus-klaus Beitrag anzeigen
    Also bei aller Liebe zum Radfahren und Radsport, der vorliegende Fall kommt mir doch arg konstruiert bzw. dramatisiert vor. Ich denke nicht, daß er in irgendeiner Weise geeignet ist, in Richtung RWBP zu argumentieren. Wer sich von einem Fahrradlicht in der beschriebenen Weise irritieren läßt, sollte seine Eignung zur Führung eines Fahrzeugs ernsthaft in Frage stellen.
    Meine Erfahrung als (Rad)Pendler, der mindestens ein Drittel seiner Arbeitswege im Dunkel fahren muß, widerspricht dem Geschilderten jedenfalls.

    Nicht falsch verstehen. Ich will hier niemanden an die Karre.
    Ich verstehe was du meinst, kann dir aber versichern, daß es sich so abgespielt hat.
    Natürlich kommt so ein Fall nicht sonderlich häufig vor. Und die meisten Unfälle auf Radwegen passieren wohl bei Tag, innerstädtisch, an Kreuzungen...
    Aber es ist passiert, glücklichherweise mit gutem Ausgang, und es kann auch wieder passieren.
    Keine Ahnung, warum der Autofahrer sich von meiner Lampe irritieren ließ. Müdigkeitet, kurz mal unaufmerksam wegen Radio...
    Ich bin auf dem Land aufgewachsen und weiß, daß nicht jeder, der nachts am Steuer sitzt auch nüchtern ist.

    Ich habe diesen Fred eröffnet, weil ich sauer war auf die RWBP, die meine Sicherheit (zumindest das subjektive Empfinden) extrem eingeschränkt hatte.
    Außerdem wollte den Lesern kurz ins Bewußtsein rufen, daß es diese Art von Gefahren wirklich gibt.

    Es ist auch nochmal ein Unterschied, ob man im Herbst / Winter im mehr oder weniger stetigen Pendelverkehr fährt, oder mitten in der Nacht, wo einem nur alle 10 oder 20 Minuten ein anderer Verkehrsteilnehmer begegnet. (Im Allgemeinen führt das ja sogar zu mehr Respekt auf beiden Seiten, was durchaus positiv ist)

    Als Hauptargumentationsstrang für die Gesetzgebung halte ich diesen Fall auch nicht für repräsentativ genug. Aber als Nebenargument finde ich die mangelnde Sicherheit auf Radwegen bei Nacht wichtig.

    Nix für ungut!
    Dramato
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    Faust I, Nacht

  18. #18
    Avatar von Cyclomaster
    Cyclomaster ist offline Am Frankensekt is noch kanner verreckt.
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    Zitat Zitat von Ivo Beitrag anzeigen
    Laut Niederländisches Gesetz sollte ein schiebender Radfahrer sogar rechts der Strasse schieben. Das wegen der roter Reflektor hinten am Rad. Linksseitige Radwege sind hier recht unüblich, ich schätze weniger als 5% vom totalen Radwegbestand.
    Also bei uns sind etwa 50% der Benutzungspflichtigen Zweirichtungs Radwege auf der Linken seite.

  19. #19
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    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Ein Mitglied von uns hat mich gebeten:

    Zitat:
    Hab gerade den Post im Tour-Forum gelesen, aber kein Interesse mir dort
    nur deshalb einen Account anzulegen:

    Könntest du den Kollegen dort darauf hinweisen, daß er auch einen
    Beinaheunfall bei der Polizei melden kann und sollte!

    Schließlich handelt es sich offensichtlich um eine Gefahrenstelle.
    Hierüber sollte die Polizei zumindest eine Meldung schreiben.

    Eigentlich sind sie nach VwV-StVO zu §2 Rn 29[1] ja auch dazu angehalten
    sich der Sache anzunehmen.
    Auf jeden Fall wäre es gut, wenn der Vorgang "offiziell" wird, gerade
    wenn wir uns mal darauf berufen wollen. Das ist wieder so ein Fall wo
    man die Polizei gebrauchen kann. Tun werden die nichts, aber es wird
    amtlich. Und eine StVB kann sich auch nicht rausreden, daß sie von
    nichts wußten, wenn es dann mal zu einem Unfall kommt.

    Er soll ruhig ein wenig überdramatisieren. "Völlig perplex, daß mich der
    Autofahrer angeschrien hat", "ich dachte ich halte mich an die StVO",
    "bei Benuzung dieses Radwegs muß ich ja um meine Sicherheit fürchten"

    [1] " Die Straßenverkehrsbehörde, die Straßenbaubehörde sowie die
    Polizei sind gehalten, bei jeder sich bietenden Gelegenheit
    die Radverkehrsanlagen auf ihre Zweckmäßigkeit hin zu prüfen
    und den Zustand der Sonderwege zu überwachen. Erforderlichen-
    falls sind von der Straßenverkehrsbehörde sowie der Polizei
    bauliche Maßnahmen bei der Straßenbaubehörde anzuregen. "
    Gruß
    Patrickl.


    Sind tolle Tipps, den letzten Absatz [1] kannte ich so noch gar nicht...

    Danke Patrick! Einen Account hast Du übrigens schnell angelegt und es lohnt sich, oder Jungs?!?
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    O.K.
    Wie gehe ich am besten vor?
    - kann ich diesen Vorfall bei meiner Polizeidienststelle eine Straße weiter hier in Berlin melden, oder muß ich dazu herausfinden, welche Zuständig ist (Möglicherweise Wandlitz)
    - macht es Sinn, dort persönlich hinzugehen, oder reicht auch ein mail?
    - Wie meldet man einen beinahe-Unfall? Anzeige gegen Unbekannt? Ich weiß nur, daß es ein Audi war und beim Kennzeichen ein Barnimer. Nicht mal die Farbe weiß ich.
    - Fotos von der Stelle und evtl. Kilometerangabe vom Ortsschild kann ich machen.
    - Kann mich jemand beim Verfassen unterstützen (v.a. Gesetzesstellen oder Gerichtsurteile beisteuern, evtl. gegenlesen PM oder Mail)


    @Patrickl: Danke für den Tip!
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    Faust I, Nacht

  20. #20
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    Zitat Zitat von Dramato Beitrag anzeigen
    Als Hauptargumentationsstrang für die Gesetzgebung halte ich diesen Fall auch nicht für repräsentativ genug. Aber als Nebenargument finde ich die mangelnde Sicherheit auf Radwegen bei Nacht wichtig.

    Nix für ungut!
    Dramato
    OK!
    Ich danke dir für die sachliche Antwort. Wir haben uns verstanden.

    • Der Mensch besteht zu 65% aus Wasser. Der Rest ist Einstellung.

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