Seite 72 von 122 ErsteErste ... 226268697071727374757682 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1.421 bis 1.440 von 2437
  1. #1421
    Registriert seit
    Sep 2004
    Ort
    Erde
    Beiträge
    17.186
    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Da dürfte sich niemand mehr durch "der fährt ja mitten auf der Fahrbahn" provoziert fühlen.
    Stattdessen fühlt er sich nun anders provoziert: "jetzt hat er schon einen Streifen für sich und fährt trotzdem nicht drauf. Na warte, dem werde ich..."

    Tolle Änderung. Nein danke!

    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    RREbi hat insofern unrecht mit:
    Zitat Zitat von RRebi
    Radfahrer spielen in der Aussage zunächst keine Rolle, die nun überwiegend dort mit einem geringeren als dem gesetzlich vorgeschriebenen Seitenabstand überholt werden und das m.E. kein Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ist.
    Nein, hat er nicht.
    Wir haben bei uns im Ort so ein Teil seit ein paar Jahren - ich halte mich selbstredend nicht dran. Huperei ist normal, Gezeter beim Überholen obendrein.
    Wer sich aber brav stricheln läßt (falls er denn nicht ohnehin den freigegebenen Fußweg nutzt), wird natürlich regelmäßig fein geschnitten!

    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    ...denn die Sicherheit des motorisierten Verkehrs dürfte ja eher größer werden.
    Dabei sollte doch die Sicherheit das Radverkehrs größer werden.

    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Dass mitunter die Sicherheit von Radfahrern sinkt, was ja noch nicht bewiesen ist (lassen wir die FGSV mal machen), könnte dann höchstens an der Gesamtfahrbahnbreite liegen - wie 50er m.E. richtig bemerkte.
    Nö. Es ist das Revierdenken, das durch ein vorhandenes neues Radlerrevier noch gestärkt wird. Siehe oben.

    Aber dass dir wieder einmal eine RVE im Grundsatz gefällt, ist auffällig! Vermutlich wirst du es in Zukunft aber wieder mal abstreiten...

    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Seid Ihr alle geschlossen der Meinung, hier nichts dagegen zu tun, wenn es selbst vom ADFC gefordert wird?
    Ich stell mir gerade lebhaft vor, wie es in der Öffentlichkeit ankommt, wenn ein Radlerverein (IC) dem anderen (ADFC) jetzt auch noch die Kompetenz in Grundsatzfragen streitig macht...
    treten statt tippen?
    -> http://forumsoetzi.5freunde.net/

  2. #1422
    Registriert seit
    Apr 2004
    Ort
    Region Stuttgart / BaWü
    Beiträge
    7.850
    Zitat Zitat von zwanzich Beitrag anzeigen
    Nö. Es ist das Revierdenken, das durch ein vorhandenes neues Radlerrevier noch gestärkt wird. Siehe oben.

    Aber dass dir wieder einmal eine RVE im Grundsatz gefällt, ist auffällig! Vermutlich wirst du es in Zukunft aber wieder mal abstreiten...
    Wo habe ich geschrieben, dass ich das als RVE sehe? Schrieb doch "motorisierter Verkehr"! Dass uns das mitunter ebenfalls nützlich sein bzw. zumindest nicht schaden könnte, ist nun mal meine Betrachtungsweise.

    Deine Erfahrungen im Dorf beruhen evtl. auf die Mentalität dort gepaart mit dem freigegebenen Fußweg, auf dem alle anderen radeln?

    Ich stell mir gerade lebhaft vor, wie es in der Öffentlichkeit ankommt, wenn ein Radlerverein (IC) dem anderen (ADFC) jetzt auch noch die Kompetenz in Grundsatzfragen streitig macht...
    Das machen wir schon lange, war schließlich eine der Hauptgründe für unsere IC-Gründung. Dennoch würde ich das unsere hohen Tiere beim ADFC, die ebenfalls bei uns Mitglied sind, intern anregen/klären lassen. Wir brauchen nicht noch was offizielles/öffentliches, was uns wieder gemeinsam lächerlich macht.
    .
    Gruß, DJ

    Cycleride - eine Initiative von Radfahrern für praxistaugliche Radverkehrspolitik.
    www.Cycleride.de
    - Fragen und Antworten: kontakt@cycleride.de


    "Wir haben in Deutschland keine Radwegebenutzungspflicht!" Ulrich Kasparick, ehem. parlamentarischer Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums

  3. #1423
    Registriert seit
    Apr 2005
    Ort
    Fribourg
    Beiträge
    14.943
    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    brauchen nicht noch was offizielles/öffentliches, was uns wieder gemeinsam lächerlich macht.
    .
    Mein Blog: bikesboardsandphotos
    Suche: Defekten Rahmen aus Columbus MAX

  4. #1424
    Registriert seit
    Sep 2004
    Ort
    Erde
    Beiträge
    17.186
    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Wo habe ich geschrieben, dass ich das als RVE sehe?
    Egal, wie du es siehst. Es ist eine RVE.

    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Schrieb doch "motorisierter Verkehr"! Dass uns das mitunter ebenfalls nützlich sein bzw. zumindest nicht schaden könnte, ist nun mal meine Betrachtungsweise.
    Wissen wir doch.
    Wenn man dich aber auf den Glauben an Vorteile von RVE anspricht, streitest du dies für gewöhnlich aber gern mal ab.

    Aber das wird ja auf kurz oder lang eh wieder passieren.

    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Deine Erfahrungen im Dorf beruhen evtl. auf die Mentalität dort gepaart mit dem freigegebenen Fußweg, auf dem alle anderen radeln?
    Aha.
    Worauf das beruht, liegt doch auf der Hand, wenn man stärker bedrängt wird als zuvor ohne Strichelchen - bei gleicher Mentalität und unveränderter Fußwegfreigabe wohlgemerkt.

    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Dennoch würde ich das unsere hohen Tiere beim ADFC, die ebenfalls bei uns Mitglied sind, intern anregen/klären lassen.
    Wenn die Tiere "hoch" sind, müßte es doch eigentlich der beste und einfachste Weg sein, im Namen des ADFC argumentativ verwertbare "Fakten" zu schaffen. Jedenfalls besser als über 20 Jahre alte "Untersuchungen" wieder auszubuddeln und in irgendwelchen Rennradforen auseinanderzufieseln.

    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Wir brauchen nicht noch was offizielles/öffentliches, was uns wieder gemeinsam lächerlich macht.
    Oh Einsicht, sehr löblich.

    Gegen "nicht noch was" wüßte ich was.... du weißt schon.
    Geändert von zwanzich (05.02.2009 um 15:34 Uhr)
    treten statt tippen?
    -> http://forumsoetzi.5freunde.net/

  5. #1425
    Registriert seit
    Apr 2008
    Ort
    hier und da
    Beiträge
    936
    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    --> "Daraufhin benannte der ADFC in einem Schreiben an die Kommunalen Spitzenverbände konkrete Forderungen für Fahrradmaßnahmen im Rahmen des zweiten Konjunkturprogramms. Laut ADFC könnten zum Beispiel mehr und bessere Fahrradabstellanlagen an Schulen aufgestellt werden sowie bereits geplante Radwege schneller realisiert werden."

    Soweit ich das verstanden habe, ist die offizielle Haltung des ADFC mittlerweile sehr kritisch und eher ablehnend gegenüber Radwegen, wobei aber wohl Einzelne im ADFC von dieser neuen Glaubensrichtung noch nicht so ganz überzeugt sind. Dieser Widerspruch zwischen obigem Zitat und der offiziellen Linie ließe sich nur dann auflösen, wenn es sich bei den geplanten Radwegen um nicht straßenbegleitende und somit auch um nicht benutzungspflichtige handeln sollte. Dagegen hätte wohl keiner was.


    Zitat Zitat von RREbi Beitrag anzeigen
    Ich habe dem Landkreis gerade mal eine Mail geschickt und denen mitgeteilt, dass das erste Fazit bezeichnenderweise nur aus der Sicht von Autofahrern geschrieben wurde. Radfahrer spielen in der Aussage zunächst keine Rolle, die nun überwiegend dort mit einem geringeren als dem gesetzlich vorgeschriebenen Seitenabstand überholt werden und das m.E. kein Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ist.

    RREbi
    Man sollte fairerweise berücksichtigen, dass an keiner Stelle etwas zur Führung des Fahrradverkehrs erwähnt wurde. Ich gehe daher zunächst einmal davon aus, dass durch derartige Striche keine besondere Regelung für Radfahrer impliziert ist, dass ich mich da als Radfahrer zumindest rechtssicher auf der Fahrbahn bewegen kann, soll und darf. Dass einzelne Autofahrer das vielleicht fehlinterpretieren könnten, steht auf einem anderen Blatt.

    (Begrenzungs-) Striche gibt es übrigens schon lange auf den meisten Straßen, zumindest den breiteren. Durch diese ist die Fahrbahn definiert, die ja auch für Radfahrer gilt. Was sich auf den Seiten jenseits dieser Striche befindet, ist keine Fahrbahn. Da die Begrenzungsstriche normalerweise auf dem Asphalt aufgebracht sind, entsteht rechts davon immer ein mehr oder weniger breiter Streifen, der zwar noch asphaltiert ist, der aber nicht mehr Teil der Fahrbahn ist. Autos dürfen da nicht, Fahrräder dürfen, müssen aber nicht da fahren. Wenn jetzt hier durch eine andere Gestaltung des Fahrbahnrandes erreicht werden soll, dass der Autoverkehr etwas langsamer wird, so sehe ich da zunächst einmal noch keinen grundsätzlichen Widerspruch zu meinen Interessen als Radfahrer. Das Problem des zu dichten Überholens sehe ich eher in der Gesamtbreite, die sich ja nicht ändert, und in der Wahl meiner Fahrspur mit dem Rad, die ich eben nicht so wählen darf, dass ich in Bedrängnis kommen kann. Bei einer optisch schmaleren Fahrbahn wird ja vielleicht von mehr Autofahrern akzeptiert, dass sie mich da gerade jetzt nicht überholen können. Meine Interessen als Radfahrer sähe ich nur dann missachtet, wenn ich per Benutzungspflicht auf den Bereich rechts dieser Markierung verbannt werden sollte. Dann wär' das auch in meinen Augen Mist. Aber davon war ja nicht die Rede, oder habe ich da was übersehen?

  6. #1426
    Registriert seit
    Sep 2008
    Ort
    Münster / im Ruhrgebiet
    Beiträge
    205
    Bei der FGSV finden sich einige Informationen zur neuen Landstraßenrichtlinie.

    Im wesentlichen geht es darum, vier verschiedenen "Arten" von Landstraßen (von autobahnähnlich bis zur kleinen Straße) ein charakteristisches Aussehen zu geben. Und da ist man auf die Idee gekommen, für die kleinen Straßen diese neuartige Fahrbahnmarkierung zu verwenden. Um Radfahrer ging es da wohl nicht im besonderen, auch wenn man freilich auch an diese als Straßenbenutzer denken sollte (und womöglich auch getan hat). Die Ähnlichkeit mit den sog. Schutzstreifen für Radfahrer innerorts (außerorts sind diese zumindest derzeit nicht zulässig) dürfte eher zufällig sein.

    Auf wikipedia habe ich noch ein Bild mit Schutzstreifen außerorts auf Menorca gefunden. Das sieht (abgesehen von der roten Farbe) schon so ähnlich aus wie die neuartige Fahrbahnmarkierung in Deutschland.

  7. #1427
    Registriert seit
    Sep 2002
    Ort
    z.Zt. Hannover, GER
    Beiträge
    5.665
    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    RREbi hat insofern unrecht mit:
    ...denn die Sicherheit des motorisierten Verkehrs dürfte ja eher größer werden. Dass mitunter die Sicherheit von Radfahrern sinkt, was ja noch nicht bewiesen ist (lassen wir die FGSV mal machen), könnte dann höchstens an der Gesamtfahrbahnbreite liegen - wie 50er m.E. richtig bemerkte.
    Wieso soll die Sicherheit der Radfahrer dort steigen, wenn die Sicherheit des motorisierten Verkehrs größer werden dürfte? Dieser behauptete Kausalzusammenhang ist mir noch nicht klar.
    Zur Sicherheit der Radfahrer ist festzustellen, dass das sehr wahrscheinlich nicht im Prüfungsauftrag der TU Berlin steht, ergo in dieser Richtung gar nicht untersucht wird und so ein mal wieder völlig einseitiges Untersuchungsergebnis das Licht dieser Welt erblicken wird. Die FGSV lasse ich nur machen, wenn ich die Prüfparameter kenne; einfach von der Annahme sich leiten zu lassen, die werden das schon richtig machen, ist eher einer schwäbischen Obrigkeitsgläubigkeit zuzuschreiben? Meine subjektive Erfahrung ist - die man sicherlich bei einem bischen Willen objektivieren könnte - , dass viele Autofahrer beim Überholen eines Radfahrers aus welchen Gründen auch immer, den linken Asphaltstreifen sich nicht zu befahren trauen (also nicht nach links über die gestrichelte Linie fahren) und angesichts der Gesamtfahrbahnbreite den gesetzlich vorgeschriebenen Seitenabstand nicht einhalten.
    Ich wiederhole gerne meine Frage, wie eine solche Markierung die Sicherheit von Radfahrern erhöht.
    Ich werde mal die beiden namentlich gennannten Uni-Mitarbeiter anmailen und mir das erklären lassen
    ;-)
    Diese einmütige, positive Beurteilung des Tests macht mich eher misstrauisch...

    RREbi
    Geändert von RREbi (05.02.2009 um 18:25 Uhr)
    Yes, we can. Change can happen.

    Ubi bene ibi patria.

    Die meisten Menschen der Welt wären glücklich, wenn
    es ihnen so schlecht ginge wie den Deutschen.

    On ne voit bien qu'avec le coeur. L'essentiel est invisible pour les yeux.

  8. #1428
    Registriert seit
    Sep 2004
    Ort
    Erde
    Beiträge
    17.186
    Zitat Zitat von echter50er Beitrag anzeigen
    Dieser Widerspruch zwischen obigem Zitat und der offiziellen Linie ließe sich nur dann auflösen, wenn es sich bei den geplanten Radwegen um nicht straßenbegleitende und somit auch um nicht benutzungspflichtige handeln sollte.
    Vor allem ließe er sich auflösen, wenn der ADFC seine neue Philosophie mal in die Breite trüge.

    Forderungen à la ADFC sehen topaktuell auch nur so aus:

    "Dafür müssen Radfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer anerkannt und ihre Bedürfnisse bei der Planung, wie beispielsweise von Ampelschaltungen oder von Abstellanlangen berücksichtigt werden. Zudem forderte der ADFC auf dem Verkehrsgerichtstag flächendeckend Geschwindigkeitsreduzierungen."


    Ich les' da nix von Fahrbahnnutzung oder Beseitigung der BP.


    Zitat Zitat von echter50er Beitrag anzeigen
    Man sollte fairerweise berücksichtigen, dass an keiner Stelle etwas zur Führung des Fahrradverkehrs erwähnt wurde. Ich gehe daher zunächst einmal davon aus, dass durch derartige Striche keine besondere Regelung für Radfahrer impliziert ist, dass ich mich da als Radfahrer zumindest rechtssicher auf der Fahrbahn bewegen kann, soll und darf. Dass einzelne Autofahrer das vielleicht fehlinterpretieren könnten, steht auf einem anderen Blatt.
    Gut beobachtet und scharf gedacht!

    Aber:
    Zitat Zitat von echter50er Beitrag anzeigen
    oder habe ich da was übersehen?
    Eine kleine, aber entscheidende Kleinigkeit: in der derzeitgen StVO geht das Ding aalglatt als "anderer Radweg" oder "rechter Seitenstreifen" im Sinne des §2 (4) StVO durch. Und damit ergeben sich die angesprochenen Probleme mit Oberlehrern und Knappüberholern.

    Diese Teststrasse kenn ich. (von Texas 1 km nach Westen und dann links ) Da ist sowas von der Hund verfroren, da gibt es natürlich keine negativen Erfahrungen - wenn es denn überhaupt eine nennenswerte Zahl von Erfahrungen gibt
    treten statt tippen?
    -> http://forumsoetzi.5freunde.net/

  9. #1429
    Registriert seit
    Sep 2008
    Ort
    Münster / im Ruhrgebiet
    Beiträge
    205
    Zitat Zitat von zwanzich Beitrag anzeigen
    Aber:

    Eine kleine, aber entscheidende Kleinigkeit: in der derzeitgen StVO geht das Ding aalglatt als "anderer Radweg" oder "rechter Seitenstreifen" im Sinne des §2 (4) StVO durch. Und damit ergeben sich die angesprochenen Probleme mit Oberlehrern und Knappüberholern.
    Was solche Leute sich einbilden, weiß man nie. Aber rechtlich trifft das sicher nicht zu. Denn "baulich angelegt und nach außen erkennbar für die Benutzung durch den Radverkehr bestimmt" (Definition der "anderen Radwege" in Zu § 2 Rn. 30 VwV-StVO) ist so ein Teil sicher nicht. Und um einen Seitenstreifen kann es sich auch nicht handeln, der ein solcher ist "nicht Bestandteil der Fahrbahn" (§ 2 I StVO), muß also von ihr durch eine Fahrbahnbegrenzung (Zeichen 295, durchgezogene Linie) abgetrennt werden.

  10. #1430
    Registriert seit
    Sep 2004
    Ort
    Erde
    Beiträge
    17.186
    Zitat Zitat von _Fabian_ Beitrag anzeigen
    Was solche Leute sich einbilden, weiß man nie. Aber rechtlich trifft das sicher nicht zu. Denn "baulich angelegt und nach außen erkennbar für die Benutzung durch den Radverkehr bestimmt" (Definition der "anderen Radwege" in Zu § 2 Rn. 30 VwV-StVO) ist so ein Teil sicher nicht. Und um einen Seitenstreifen kann es sich auch nicht handeln, der ein solcher ist "nicht Bestandteil der Fahrbahn" (§ 2 I StVO), muß also von ihr durch eine Fahrbahnbegrenzung (Zeichen 295, durchgezogene Linie) abgetrennt werden.
    Nö.
    Blanke Theorie, wie du selbst ja weißt. Die allerwenigsten "echten Radwege" entsprechen ja auch nur im entferntesten den Zeilen, die du hier ja so trefflich zitierst, sind aber dennoch und vor allem reichlich vorhanden.
    Den Rest spar ich mir.
    Fahr einfach mal mehr Rad und halte die Augen offen, dann kapierste schon.
    Geändert von zwanzich (05.02.2009 um 19:22 Uhr)
    treten statt tippen?
    -> http://forumsoetzi.5freunde.net/

  11. #1431
    Registriert seit
    Sep 2008
    Ort
    Münster / im Ruhrgebiet
    Beiträge
    205
    Zitat Zitat von zwanzich Beitrag anzeigen
    Nö.
    Blanke Theorie, wie du selbst ja weißt. Die allerwenigsten "echten Radwege" entsprechen ja auch nur im entferntesten den Zeilen, die du hier ja so trefflich zitierst, sind aber dennoch und vor allem reichlich vorhanden.
    Den Rest spar ich mir.
    Fahr einfach mal mehr Rad und halte die Augen offen, dann kapierste schon.
    Ich hab' durchaus kapiert. Bloß schriebst Du, "das Ding [ginge] aalglatt als "anderer Radweg" oder "rechter Seitenstreifen" im Sinne des §2 (4) StVO durch" und ich habe dargelegt, warum es das nicht tut (dafür ist selbst ein Aal nicht glatt genug). Daß in der ganz persönlichen StVO mancher Autofahrer (und sicher z.T. auch Radfahrer) manches anders zu sein scheint, ist mir übrigens auch schon aufgefallen.

    Außerdem ist es ein ziemlich durchschaubarer Schachzug, erst in der Antwort auf echter50er etwas hinsichtlich der Rechtslage zu behaupten, und als ich das Gegenteil dargelegt habe, plötzlich zu behaupten, daß es Dir nur um die Praxis gehe.
    Geändert von _Fabian_ (05.02.2009 um 19:53 Uhr)

  12. #1432
    Registriert seit
    Sep 2004
    Ort
    Erde
    Beiträge
    17.186
    Zitat Zitat von _Fabian_ Beitrag anzeigen
    Ich hab' durchaus kapiert. Bloß schriebst Du, "das Ding [ginge] aalglatt als "anderer Radweg" oder "rechter Seitenstreifen" im Sinne des §2 (4) StVO durch" und ich habe dargelegt, warum es das nicht tut (dafür ist selbst ein Aal nicht glatt genug).
    Dann haste das andere ja auch kapiert - und doch wieder nicht.
    "Andere Radwege" sind praktisch alles, was auch nur ansatzweise nach "für Radfahrer gemacht" aussieht, nur ohne blaues Blech dran.
    Eben so, wie vor 1998 der "gemeine Radweg" auch.

    Bauvorschriften für RVE haben in diesem Lande noch eine erwähnenswerte Bedeutung gehabt. Und jetzt, wo ein zartes Pflänzchen der Bedeutung spriessen könnte, werden die VwV kurzerhand entsprechend novelliert, so einfach ist das.

    Das ist übrigens auch der Grund, weshalb DJs messerscharfe Streifen-Abgrenzungsversuche zu nix führen.

    Zitat Zitat von _Fabian_ Beitrag anzeigen
    Außerdem ist es ein ziemlich durchschaubarer Schachzug, erst in der Antwort auf echter50er etwas hinsichtlich der Rechtslage zu behaupten, und als ich das Gegenteil dargelegt habe, plötzlich zu behaupten, daß es Dir nur um die Praxis gehe.
    Schach? Verfolgungswahn?
    Du solltest das mal therapieren lassen.

    "baulich angelegt und nach außen erkennbar für die Benutzung durch den Radverkehr bestimmt" ist feinstes Kautschuk.
    Soviel zu "Rechtslage".
    treten statt tippen?
    -> http://forumsoetzi.5freunde.net/

  13. #1433
    Registriert seit
    Apr 2004
    Ort
    Region Stuttgart / BaWü
    Beiträge
    7.850
    Zitat Zitat von zwanzich Beitrag anzeigen
    Fahr einfach mal mehr Rad und halte die Augen offen, dann kapierste schon.

    Dann haste das andere ja auch kapiert - und doch wieder nicht.

    Schach? Verfolgungswahn?
    Du solltest das mal therapieren lassen.
    OT: Hast Du eigentlich Deine Grinsesmileys im Arbeitsspeicher abgelegt?

    Ansonsten: Fabian hat damit völlig recht:

    Ich hab' durchaus kapiert. Bloß schriebst Du, "das Ding [ginge] aalglatt als "anderer Radweg" oder "rechter Seitenstreifen" im Sinne des §2 (4) StVO durch" und ich habe dargelegt, warum es das nicht tut (dafür ist selbst ein Aal nicht glatt genug).
    Es gibt genügend Leute (20 und mich eingeschlossen), die benutzen nicht mal echte Radwege mit RWBP. Warum sollen sie dann breite Seitenstreifen als "andere Radwege" erkennen? Ich tu's jedenfalls nicht.

    @RREbi: Der *eventuelle* Sicherheitsgewinn für Radfahrer besteht im einen aus der reduzierten Geschwindigkeit von Kfz. Zum anderen daraus, dass Autofahrer nicht dem Überholzwang unterliegen, selbst bei Gegenverkehr noch äußerst knapp am Radfahrer vorbeizufahren, da dieser (hoffentlich) weiter links fährt - und völlig offenslichtlich auch legal (nicht-offensichtlich ist das auch heute schon legal (80-cm-Regel) ) .

    Aber wie ich schrieb: Das ist nur eine Mutmaßung. Ich weiß auch nicht mehr als Ihr, weil das Ding neu zu sein scheint.
    .
    Gruß, DJ

    Cycleride - eine Initiative von Radfahrern für praxistaugliche Radverkehrspolitik.
    www.Cycleride.de
    - Fragen und Antworten: kontakt@cycleride.de


    "Wir haben in Deutschland keine Radwegebenutzungspflicht!" Ulrich Kasparick, ehem. parlamentarischer Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums

  14. #1434
    Registriert seit
    Sep 2004
    Ort
    Erde
    Beiträge
    17.186
    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    OT: Hast Du eigentlich Deine Grinsesmileys im Arbeitsspeicher abgelegt?
    Solltest vielleicht gerade du mehr nutzen.
    Ist'n ganz brauchbarer Ersatz für Gestik und Mimik, die sich ja bekanntlich schwierig tippen lassen. Es sei denn, man setzt gezielt auf Verwirrung und Mißverständnisse.

    ->

    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Es gibt genügend Leute (20 und mich eingeschlossen), die benutzen nicht mal echte Radwege mit RWBP. Warum sollen sie dann breite Seitenstreifen als "andere Radwege" erkennen? Ich tu's jedenfalls nicht.
    Ich schon - auch wenn ich sie nicht benutze.

    Das "neue" Ding unterscheidet sich nämlich praktisch nicht von den reichlich aufgepinselten Strichel-Streifen gleicher Breite - wenn man von den nicht mehr als solchen erkennbaren Piktogrammen absieht.

    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Zum anderen daraus, dass Autofahrer nicht dem Überholzwang unterliegen, selbst bei Gegenverkehr noch äußerst knapp am Radfahrer vorbeizufahren, da dieser (hoffentlich) weiter links fährt - und völlig offenslichtlich auch legal (nicht-offensichtlich ist das auch heute schon legal (80-cm-Regel) ) .
    Ich schrieb's schon: nö.
    Das Gegenteil ist der Fall. Hupereien, Pöbeleien und gefährliche Manöver haben gegenüber streifenlosen Zeiten deutlich zugenommen.
    treten statt tippen?
    -> http://forumsoetzi.5freunde.net/

  15. #1435
    Registriert seit
    Sep 2008
    Ort
    Münster / im Ruhrgebiet
    Beiträge
    205
    Zitat Zitat von zwanzich Beitrag anzeigen
    Schach? Verfolgungswahn?
    Du solltest das mal therapieren lassen.
    Nö, ich glaube eher, das Spiel, das hier manchmal gespielt wird, heißt "Wie behalte ich recht".

    "baulich angelegt und nach außen erkennbar für die Benutzung durch den Radverkehr bestimmt" ist feinstes Kautschuk.
    Soviel zu "Rechtslage".
    Das zweite Kriterium ja, das erste nicht. "Baulich angelegt" heißt, daß da Baumaterial verwendet worden sein muß. Würde man 75 cm je Fahrbahnrand pflastern statt asphaltieren, könnte das Kriterium zutreffen. Bei einer weißen Linie sicher nicht.
    Geändert von _Fabian_ (05.02.2009 um 21:56 Uhr)

  16. #1436
    Registriert seit
    Nov 2005
    Beiträge
    747
    Zitat Zitat von zwanzich Beitrag anzeigen

    Eine kleine, aber entscheidende Kleinigkeit: in der derzeitgen StVO geht das Ding aalglatt als "anderer Radweg" oder "rechter Seitenstreifen" im Sinne des §2 (4) StVO durch. Und damit ergeben sich die angesprochenen Probleme mit Oberlehrern und Knappüberholern.
    Ich hätte diese Linie jetzt nicht als Schutzstreifen gesehen:

    Aus den VwV zu Zeichen 340 Leitlinie:

    II.

    Schutzstreifen für Radfahrer

    [...]

    3. Außerorts scheidet die Markierung von Schutzstreifen aus.

    Die Probleme werden allerdings voraussichtlich dieselben sein.

  17. #1437
    Registriert seit
    Sep 2008
    Ort
    Münster / im Ruhrgebiet
    Beiträge
    205
    Eben habe ich noch eine Seite mit Maßen dazu gefunden. Der abmarkierte Streifen soll (einschließlich Linie) 75 cm breit sein, also viel schmaler als ein sog. Schutzstreifen innerorts (mindestens 125 cm).

    Gedacht ist er also sicher nicht als Schutzstreifen für Radfahrer - was manche Autofahrer meinen, weiß man nie.

  18. #1438
    Registriert seit
    Sep 2008
    Ort
    Münster / im Ruhrgebiet
    Beiträge
    205
    noch 'was Anderes:

    Die BASt hat gerade ein interessantes Projekt am Laufen:

    Nutzerverhalten im Zusammenhang mit der Regelung Benutzungspflicht von Radwegen (77.487)*

    1997 wurde mit der 24. Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) die allgemeine Radwegebenutzungspflicht abgeschafft und nunmehr auf solche Radverkehrsanlagen beschränkt, auf denen mit Verkehrszeichen 237, 240 oder 241 die Benutzungspflicht ausdrücklich anzuordnen ist. Voraussetzung für eine Kennzeichnung als Benutzungspflichtig ist dabei unter anderem die Einhaltung von qualitativen und quantitativen Mindeststandards. In der Praxis werden die Anforderungen für eine Anordnung der Benutzungspflicht unterschiedlich gehandhabt. So führte dies in der jüngsten Vergangenheit im Umkehrschluss oftmals dazu, dass bei Nichterreichen der Mindeststandards die Benutzungspflicht aufgehoben wurde. Ziel des Projekts ist eine Erhebung zum Umgang mit der Regelung durch die kommunalen Behörden. Dabei ist besonderes Augenmerk darauf zu legen, welche Probleme bei der Anordnung oder Aufhebung der Benutzungspflicht von Radverkehrsanlagen auftauchen und welche Aspekte sowohl aus praktischer als auch aus juristischer Sicht besonders zu beachten sind. Des Weiteren stellt sich die Frage, in welchem Maße die Anwendung der rechtlichen Regelung zur Übereinstimmung mit den Einsatzkriterien für Radverkehrsanlagen nach dem technischen Regelwerk führt. Neben den Regelungen der StVO und der VwV-StVO sollen dabei auch die für den Bau von Radverkehrsanlagen relevanten Finanzierungsrichtlinien und deren Auswirkungen behandelt werden.
    Und dieses könnte auch interessieren:

    Unfallrisiko, Konfliktpotenzial und Akzeptanz der Verkehrsregelungen von Fahrradfahrern (82.262)*

    Angesichts eines wachsenden Verkehrsaufkommens erhöhen sich die Anforderungen für Radfahrer in erheblichem Maße. Zudem verändern sich auch die Ansprüche von Radfahrern, bedingt durch veränderte Lebenseinstellungen, Motive und Kompetenzen. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche neue Regelungen und Verkehrsführungen für den Radverkehr entwickelt und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit sowie der an sie zu richtenden verkehrstechnischen Anforderungen und Einsatzbedingungen analysiert. Es ist jedoch zu beobachten, dass Radverkehrsführungen und -regelungen von Radfahrern oftmals nicht angenommen oder akzeptiert werden. Im Hinblick auf das hohe Unfallrisiko von Radfahrern und das verkehrspolitische Ziel der Bundesregierung, die Rolle des Radverkehrs zu stärken, ist es erforderlich, die Radverkehrsführungen und -regelungen zu optimieren und damit deren Akzeptanz bei den Nutzern zu erhöhen. Ziel des Projektes ist es daher, unter Berücksichtigung aller Nutzungsansprüche an den Straßenraum, Kenntnisse über die Akzeptanz unterschiedlicher Radverkehrsanlagen und -regelungen durch Radfahrer zu erarbeiten und das Unfall- und Konfliktrisiko von Fahrradfahrern unter Berücksichtigung der Radverkehrsführungen und -regelungen sowie der tatsächlich genutzten Verkehrsfläche abzuschätzen und geeignete Maßnahmen abzuleiten. Von den Ergebnissen werden wichtige Hinweise für die Entwicklung angemessener Maßnahmen zur Beeinflussung des Verhaltens von Radfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern sowie verkehrstechnische Gestaltungsempfehlungen zur Sicherung des Radverkehrs erwartet.
    Geändert von _Fabian_ (05.02.2009 um 21:55 Uhr)

  19. #1439
    Registriert seit
    Apr 2008
    Ort
    hier und da
    Beiträge
    936
    Zitat Zitat von _Fabian_ Beitrag anzeigen
    noch 'was Anderes:

    Die BASt hat gerade ein interessantes Projekt am Laufen:
    ...
    Und dieses könnte auch interessieren:
    Beide Projekte werden <*extern bearbeitet>. Wenn man wüsste von wem, könnte man ja vielleicht aus der tatsächlichen Praxis heraus unterstützend beitragen. Könnte die Sache deutlich beschleunigen und Fehler vermeiden helfen.

    Die Beschreibungen der Projekte sind zwar etwas geschwollen formuliert, aber wenn man sie in Normalsprache übersetzt, liest sich das etwa so:
    "Verdammt, da läuft was schief mit den Radwegen, so wie sie umgesetzt und so wie sie oft nicht akzeptiert werden. So war das ja überhaupt nicht gedacht. Wie kann da was verbessert werden?"

    Eigentlich eine vernünftige Fragestellung, wäre da nicht aus der Formulierung '... ist es erforderlich, die Radverkehrsführungen und -regelungen zu optimieren und damit deren Akzeptanz bei den Nutzern zu erhöhen.' schon eine vorgefasste Meinung herauszuhören, bei der das Fehlen besonderer Radverkehrsführungen als optimale Lösung gar nicht erst als mögliches Ergebnis der Untersuchungen in Erwägung gezogen wird. Bei einer wirklich ergebnisoffenen Untersuchung muss aber auch so etwas herauskommen dürfen.

    Außerdem sind solche Projekte immer gerne ein Vorwand, erst mal nichts zu ändern, bis die Projekte abgeschlossen sind. Dabei haben wir den Mist jetzt wirklich schon lange genug.

  20. #1440
    Isarrider ist offline Für mehr Rücksicht im Straßenverkehr
    Registriert seit
    Feb 2003
    Ort
    nähe München
    Beiträge
    1.352
    Welche Vor oder Nachteile diese Streifen auch bringen, die Rutschgefahr wird in diesem Bereich erhöht, gerade bei Nässe.

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 28
    Letzter Beitrag: 28.09.2013, 12:43
  2. Unterforum "Radverkehrspolitik"?
    Von seep im Forum Forum Intern
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 25.04.2012, 06:51
  3. Radverkehrspolitik im neuen Jahrzehnt
    Von +Berggott+ im Forum Dies & Alles
    Antworten: 39
    Letzter Beitrag: 22.01.2010, 13:49
  4. Deutschland
    Von medias im Forum Dies & Alles
    Antworten: 65
    Letzter Beitrag: 03.12.2006, 11:39

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •