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  1. #1
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    Unhappy Warum reagieren Autofahrer so agressiv auf Rennradfahrer???

    Hi, (wahrscheinlich gibt's da schon ein Thema zu, habe keins gefunden)

    ich bin irgendwie leicht schockiert. Gestern bin ich mit meinem, neuen, heißgeliebten Rennrad zu einer kleinen Abendtour gestartet. War auch Alles super, bis ich wieder in die Stadt fuhr.

    Erst stellten sich mir drei aufgepumpte fiese Typen absichtlich in den Weg (Radweg Rheinpromenade), die mussten schließlich ausweichen (der Aufprall wäre weich gewesen, weiß nicht was die schlucken um so auszusehen).
    Als ich später auf einer großen, leeren, zweispurigen Rheinuferstraße unterwegs war, hat mir ein BMW der links abbiegen wollte, absichtilich praktisch den Weg abgeschnitten und ist vor mir um die Kurve. Das war verdammt knapp! Gott sei Dank klemmte meine Pedale und ich war noch nicht eingeklickt.

    Warum reagieren alle so agressiv auf Rennradfahrer? Sehen wir sooo arrogant aus? Oder war nur ein schlechter Tag?Habt ihr da Tipps sowas zu vermeiden (wenn das geht)?

  2. #2
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    Zitat Zitat von waveboarderx Beitrag anzeigen
    Warum reagieren alle so agressiv auf Rennradfahrer?
    evtl. weil viele von denen einen Brösel an der Schallmei haben?
    Schwachmaten aller Länder vereinigt euch hier im TF

  3. #3
    Avatar von UK_Uli
    UK_Uli ist offline Windschattenspender des Besenwagens
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    da kommen zwei Sachen zusammen 1) Düsseldorf die Leute in der Gegend haben den Ruf etwas arrogant zu sein. 2) BMW Fahrer die haben auch einen schlechten Ruf.
    Mein Eindruck ist auch das die oft provozieren bis zu einer gewissen Grenze - die haben dann auch Angst um ihren Autolack - Ich denke es dauert für einen Neuling eine gewisse Zeit bis man die einzelnen Situationen einschätzen kann - lass dich also nicht entmutigen.

  4. #4
    MixMaster Gast
    Zitat Zitat von waveboarderx Beitrag anzeigen
    (wahrscheinlich gibt's da schon ein Thema zu, habe keins gefunden)
    ...ist jetzt nicht Dein Ernst? Erste Rennrad-Saison?

  5. #5
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    Weil sie nicht akzeptieren können das sie mit
    100.000W für 1400kg 25.000EUR ausgegeben haben
    und in der Stadt oft langsamer sind als
    250W für 90kg die 200 EUR gekostet haben.

  6. #6
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    Autufahrer unterschätzen leicht die Geschwindigkeit von RR-Fahrern.
    Ausserdem fühlen sie sich sicher, ihnen kann ja nichts passieren, daß es beim Radler um ernsthafte Verletzungen und schnell auch um Leben und Tod geht, ist ihnen meist nicht wirklich bewußt. (Auch wenn sie es eigentl. wissen, aber in solchen Situationen ist es im Hirn eben nicht präsent.)

    Fußgänger sind in einem ganz anderen Modus. Die bringen es fertig auf dem Radweg zu stehen, dich anzuglotzen und wenn du ran bist, dann so zu erschrecken, als hätten sie dich nie gesehen.

    Meiner Erfahrung nach hilft folgendes: Bei Fußängern frühzeitig und mehrfach nutzen, in der Stadt defensiv, extrem Aufmerksam und eher langsam fahren. Hauptstraßen meiden.

    Irgendwie warte ich aber noch auf die Beispiele für Aggressivität. Was du beschreibst ist ja wirklich Alltag.

  7. #7
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    Toboxx hat nebenan im Strauss-Kahn-Thread diesen interessanten Link gepostet: http://www.wired.com/wiredscience/20...ower-corrupts/

    Es ist ein Macht-Spiel.
    "For instance, when the psychologists asked the subjects (in both low- and high-power conditions) how they would judge an individual who drove too fast when late for an appointment, people in the high-power group consistently said it was worse when others committed those crimes than when they did themselves. In other words, the feeling of eminence led people to conclude that they had a good reason for speeding — they’re important people, with important things to do — but that everyone else should follow the posted signs."

    In seiner eigenen Wahrnehmung ist der Autofahrer mächtiger, also wichtiger als Du Wurst auf dem Fahrrad. Seine Anwesenheit auf der Strasse ist wichtig, weil er der mächtigere ist, Deine Anwesenheit auf der Strasse ist unwichtig und für ihn eine Belästigung.
    Hier nicht mehr aktiv. Kontakt: https://mucradblog.wordpress.com/

  8. #8
    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Orfitinho Beitrag anzeigen

    Irgendwie warte ich aber noch auf die Beispiele für Aggressivität. Was du beschreibst ist ja wirklich Alltag.
    Autofahrer überholt dich hupend an der nächsten roten Ampel springt er und sein Beifahrer mit nem Baseballschläger aus dem Auto und laufen auf dich zu in der Absicht dich zu verprügeln.

    Hab ich schon erlebt

  9. #9
    MixMaster Gast
    Zitat Zitat von girofan Beitrag anzeigen
    Autofahrer überholt dich hupend an der nächsten roten Ampel springt er und sein Beifahrer mit nem Baseballschläger aus dem Auto und laufen auf dich zu in der Absicht dich zu verprügeln.

    Hab ich schon erlebt

    LKW Fahrer mit Anhänger zieht während des Überholens nach rechts auf 5cm an den Straßengraben ran, so dass ich unweigerlich rein muss, um nicht überfahren zu werden und als ich drin lieg, freudiges Hupen...

  10. #10
    OCCP Gast
    Wenns richtig eng wird......gar nicht mehr diskuttieren.....sofort Fuß raus und in die Tür treten
    Wenn es um die Gesundheit geht nenne ich das Selbstverteidigung.

    Manche Zeitgenossen verstehen das einfach nicht anders.
    Die sind alle so gestresst weil sie ständig im Stau stehen und dafür noch einen Haufen Kohle hin geblättert haben.
    Aber das es immer die dicken Autos sind stimmt so auch nicht. Es geht quer durch alle Schichten und Modellklassen.
    Und das schlimme ist einfach das es jeden Tag immer mehr Autoswerden. Folge ist, dass der Stress der Insassen noch weiter steigt, weil die Staus noch zahlreicher und länger werden
    Darüber nachdenken das man ja auch mal das Fahrrad benutzen könnte tun diese Menschen ja nicht. Hauptsache lange im Stau gestanden.......und die Schuld , bzw. den Frust dann beim Radfahren suchen , bzw. auslassen.

    Wie gesagt....ich wehre mich in Zukunft. Wenn ich noch dazu in der Lage bin.........

  11. #11
    Avatar von UK_Uli
    UK_Uli ist offline Windschattenspender des Besenwagens
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    oft hilft demonstratives anschauen des Nummerschildes - um die zu beruhigen - und wundern sich das 3 ecken später der radfahrer da ist um sich mit denen freundlich zu unterhalten -

  12. #12
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    Zitat Zitat von martl Beitrag anzeigen
    In seiner eigenen Wahrnehmung ist der Autofahrer mächtiger, also wichtiger als Du Wurst auf dem Fahrrad. Seine Anwesenheit auf der Strasse ist wichtig, weil er der mächtigere ist, Deine Anwesenheit auf der Strasse ist unwichtig und für ihn eine Belästigung.
    Völlig richtig! Dieses Phänomen erkenne ich jeden Tag auf dem Weg in die Arbeit mit meinem Auto. Jeder der einen Geschäftswagen fährt glaubt, dass er wichtiger ist, als jedes andere kleine Würstchen ohne Geschäftswagen oder mit einem kleinerem Geschäftswagen.

  13. #13
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    Zitat Zitat von OCCP Beitrag anzeigen
    ...Und das schlimme ist einfach das es jeden Tag immer mehr Autoswerden. Folge ist, dass der Stress der Insassen noch weiter steigt, weil die Staus noch zahlreicher und länger werden
    Darüber nachdenken das man ja auch mal das Fahrrad benutzen könnte tun diese Menschen ja nicht.
    Darüber nachdenken wie man den Verkehr reduzieren könnte gibt es viele. Gerade den Berufsverkehr könnte man schlagartig reduzieren, indem die Firmen ihren Mitarbeitern die Möglichkeit anbietet, anstatt in angemieteten Büros von zu Hause aus zu arbeiten. Dies würde der Firma Geld sparen und dem Mitarbeiter Zeit und Geld.

  14. #14
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    Weil es wahrscheinlich zu wenige Autofahrer gibt, die selbst Rennrad fahren
    Gruß Zander
    Biete: nix

  15. #15
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    wie jeder von uns habe ich auch so meine Erfahrungen mit Autofahrern... und verhältnismäßig oft wird man von solchen Fahrern bedrängt oder gefährdet, die mit ihren Blagen in einem VW Sharan (oder ähnlichem Gefährt) unterwegs sind.

    Oft eben auch Frauen am Steuer... die ja angeblich passiver und entspannter fahren sollen.
    Das war vielleicht mal der Fall - muß aber schon einige Jahre her sein.

    Was mich immer fertigmacht, sind die Überholer auf der Landstrasse. Die kommen dir entgegen, scheren aus und überholen dann auf deiner Spur ein langsameres Auto (alles spielt sich mit 100 km/h oder mehr ab...), ziehen dann ein paar Meter vor dir wieder nach rechts auf ihre Fahrspur 'rüber.

    Und nun erzähl mir bitte keiner, dass die nicht sehen, dann ihnen ein Radfahrer entgegen kommt...

  16. #16
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    Zitat Zitat von waveboarderx Beitrag anzeigen
    Warum reagieren alle so agressiv auf Rennradfahrer? Sehen wir sooo arrogant aus? Oder war nur ein schlechter Tag?Habt ihr da Tipps sowas zu vermeiden (wenn das geht)?
    Hast Du vielleicht ein Profitrikot angehabt? Die haben im Moment eine schlechte Presse. Da wird dann offenbar gerne nachgetreten.

    Ich bin vor kurzem mal mit einem Milram-Trikot rumgefahren. So gegen zehn Uhr morgens kam ich an einem Festplatz vorbei, wo die freiwillige Feuerwehr gerade Büdchen etc. aufbaute. Einer der Feuerwehrleute hat sich dann - mit der Bierflasche in der Hand!!! - am Straßenrand aufgestellt und mir "Doping, Doping..." hinterhergerufen.

    Krassestes Erlebnis der letzten Zeit war allerdings ein Autofahrer, der neben mir herfuhr und zornesrot zum Fenster rausbrüllte, dass er mich das nächste Mal umbringen würde (ich hatte an der roten Ampel wohl rechts überholt). Frau und Kind mit im Auto.

  17. #17
    Avatar von UK_Uli
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    Eine weitere Gruppe sind die älteren Autofahrer die die Strassen oft als ihr Eigentum betrachten (ich zahle Strassensteuer -du Radfahrer nicht) daneben gibt es viele die dann aggressiv werden wenn ein Radweg vorhanden ist und dieser nicht genutzt wird - viele Autofahrer sind auch der Meinung das Radfahrer nichts auf Strassen verloren haben - es ist ja auch erschreckend wie viele von denen auf den Gehwegen rumfahren.

  18. #18
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    Na ja,

    ein bisschen greift hier auch das Phänomen der selektiven Wahrnehmung. Die 100 Autos, die dich artig umkurvt haben, hast du nicht abgespeichert.

    Und die Rheinpromenade bei dem Wetter, da kann man maximal gaaanz langsam ausrollen aber nicht ernsthaft fahren. Auch wenn eine Hälfte als Radweg ausgewiesen ist, turnen hier immer Leute rum. Hin und wieder halt auch fiese, aufgepumpte

    Die meisten Autofahrer sind übrigens keine A..lö..er, sondern nur unachtsam, unbeholfen oder unsicher. Ausnahmen gibts natürlich immer.

    Nicht ärgern lassen!

  19. #19
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    Okay danke für eure vielen Antworten.

    Es war natürlich nicht meine erste Rennradfahrt und klar ist mir auch schon komisches Zeugs passiert. Wurde zum Beispiel aus dem Seitenfenster mit "nimm nen Radweg du blödes A...." bedacht etc.

    Aber das mich bewusst jemand so abdrängt war ein krasses Erlebnis.

    Die Stadt war nämlich echt leer (fahre glaube ich mehr als vorsichtig).
    In D-Dorf habe ich das sonst eigentlich nie erlebt daran kann's nicht liegen, hier fahren auch so viele Rennrad. War auch ein Auto mit Neusser Kennzeichen (hust).

    Hatte ein team saeco-Trikot an, das kann vielleicht echt sein, dass Leute da rot sehen :-)

  20. #20
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    Ich denke, meist ist das Problem, dass die Autofahrer selbst kein Rad fahren und auch nicht im Geiste eine große Radrunde durchgehen. Wenn man Zeit hat, muss man ihnen einfach erklären, WARUM die Straße und nicht der Radweg geeignet ist, das verstehen sie. Leider kann man es halt nicht jedem beibringen. Dickes Fell anlegen ist am Ende das Einzige was hilft.

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