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  1. #21
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    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Du willst gerne streiten, gell?

    Ich versuche, weiterhin sachlich zu bleiben und keine überflüssigen Diskussionen zu entfachen.
    .

    Wieso streiten? Du schreibst doch schon wieder, dass Du von einem Gehweg ausgehst und ich halte das für unzutreffend, weil es sich den Beschreibungen des TE nach nicht um einen solchen handeln kann.


    Das Ganze ist aber ein schönes Beispiel wie etwas gut Gemeintes zu Tode diskutiert werden kann.
    Im Moment kann jeder dort fahren wo er will und alles ist gut. Gut für alle Arten von Radlern, für die Gemeinde, für alle.
    Jetzt wird hingegangen und rumdiskutiert, ob der extra für viel Geld angelegte Weg denn überhaupt von Familienausflüglern und Opis mit ihren Rädern befahren werden darf. Und um dieser Unsicherheit zu begegnen, wird womöglich der Weg huschhusch etwas verbreitert und bekommt Blauschilder.
    Damit darf dann auch der Rennradler offiziell nicht mehr auf der Straße fahren. Toll.
    In der Folge wird versucht, das Schild wieder wegzuklagen, damit wieder jeder da fahren darf, wo er will.
    Ein blödsinniger Riesenaufstand dafür, dass sich am Ende irgendjemand selbst auf die Schulter klopfen kann und der Normalbürger alle für bekloppt erklärt.

    Muss das sein?

    Und Du meinst echt, ich würde mich gerne streiten?

    Denk mal darüber nach.
    "Ich schaute vom Affen zum Menschen und vom Menschen zum Affen und konnte kaum sagen, wer was ist."

  2. #22
    Holsteiner Gast
    Zitat Zitat von Abstrampler Beitrag anzeigen
    Das hat so niemand geschrieben...
    Doch...siehe Post #8!

  3. #23
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    Ich finde die Lösung der Gemeinde nahezu optimal.

    Jeder Radfahrer kann doch hier selber entscheiden wo er fahren will. Die Alternative ist nämlich ein „ausreichend breiter“, benutzungspflichtiger Radgehweg, der objektiv nur geringe Verbesserungen bringt, dann aber benutzungspflichtig ist.

    Das Verhalten der Autofahrer hat mit der Art des "Radweges" nichts zu tun. Nötigung oder Verkehrgefährdung ist auch dann nicht erlaubt, wenn man sich (wie ich) nicht an die Radgehwegbenutzungspflicht hält. Hupen beim Überholen ist übrigens außerhalb geschlossener Ortschaften zulässig und im übrigen sowieso egal – Leute die Hupen fahren einem normalerweise nicht absichtlich um. Viel gefährlicher sind die Blindfahrer, denen es „Leid“ tut, wenn sie einen umnieten.
    Ist sowieso meist nur eine Engewöhnungsphase bis die meisten Autofahrer kapiert haben, daß die Huperei nichts nützt.
    Geändert von SF_ (13.05.2012 um 11:58 Uhr)

  4. #24
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    Zitat Zitat von Blechschaden Beitrag anzeigen
    In der Gemeinde ich der ich wohne, wurde ein straßeneinseitiger Bürgerradweg ins Leben gerufen. Ein Grünstreifen trennt Fahrbahn und Bürgerradweg.
    Daraus ergebn sich ganz spontan drei grundlegende Fragen:
    1. Was ist ein "Bürgerradweg"? So etwas existiert offiziell nicht.
    2. Was heißt "ins Leben rufen"?
    3. Wie weit ist "der Weg" von der Farbahn abgesetzt?

    Was die Gemeinde dazu ausführt, ist ganz hübsch, aber nurbla-bla,

    denn:

    Zitat Zitat von Blechschaden Beitrag anzeigen
    ich habe eine rechtliche Frage zur Benutzungspflicht von Radwegen bzw "sonstigen Wegen" und bitte um Hilfe bzw. Antworten.
    Relativ einfach:
    StVO-Regeln gelten nur, wenn die Wege Teil der Strße sind. Für abgesetzte Wege gilt ein Mindestabstand zur Fahrbahn, der zwar nicht schriftlich fixiert (wie leider sehr vieles in der StVO), aber in der Rechtsprechung auf max. 5 m taxiert ist.
    Eine linksseitige Nutzung ist ohnehin nur erlaubt, sofern diese durch enstsprechende Zusatzbeschilderung ausgewiesen wird. Fehlt sie, ist links Essig.
    Fehlt ein blauer (Rad-)Lolli, ist es ein Fußweg. Sind Hinweise auf Radbenutzung vorhanden, die aber keine blauen Lollis sind, kann es sich um einen sonstigen Radweg handeln. Dann darfst du ihn zwar als Radler benutzen, aber ohne Zusatz dennoch nicht linksseitig.

    Ob das alles sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.

    Zitat Zitat von Don Jusi
    Ist ein Blauschild dran, spricht dies ein Fahrbahnverbot aus, wenn der Radweg straßenbegleitend ist und in einem Abstand von unter 5 m zur Fahrbahn verläuft (Richtwert).
    Aber auch nur grundsätzlich.
    Wenn gute Gründe vorliegen, warum der Radweg nicht zumutbar ist (und wir alle kennen die Vielfalt solcher Gründe), darf und sollte die Fahrbahn sehr wohl benutzt werden.

    Und nicht zuletzt, nie vergessen: wer hupt, hat einen gesehen und kann einen nicht mehr versehentlich planieren.
    treten statt tippen?
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  5. #25
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    Zitat Zitat von Holsteiner Beitrag anzeigen
    Doch...siehe Post #8!
    Ne?

    Ich hab's aber auch schon erklärt.
    "Ich schaute vom Affen zum Menschen und vom Menschen zum Affen und konnte kaum sagen, wer was ist."

  6. #26
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    @Abstrampler: Tut mir Leid, dass ich dich gestern angeranzt habe. Hatte die Sache auf micht bezogen, weil es ja gerade um diesen Sachverhalt geht.

    Ein Bürgerradweg ist ein Radweg, der von den Bürgern der Gemeinde gebaut wurde. Das gilt hier in der Region momentan als chic. Diese Interessengemeinschaften bauen einen Radweg in Absprache mit den entsprechenden regionalen Institutionen. Die Arbeitsleistung wird dabei von nahezu 100% von den jeweiigen Bürgern erbracht. Das sind dann meistens Radfahrer, die alles über 18 KM/H als schnell empfinden. Der erstellte Weg entsprach dann nicht den gesetzlichen Standards, daher fehlen die Schilder. In den Veröffentlichungen der Gemeinde wird der Weg dann allerdings als "Radweg" verkauft. Die meisten Menschen meinen daher, ich müsse dort mit dem Rad fahren. Nach meiner Auffassung der STVO war mir dies bislang untersagt, weil ich ja rechts auf der Straße zu fahren habe.

    Aus dem google-maps Link geht nichts brauchbares hervor. Die Straße und der Weg sind abgetrennt mit einem ca. 50 cm Grünstreifen. Mehr ist das nicht.

  7. #27
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    Zitat Zitat von Blechschaden Beitrag anzeigen
    Ein Bürgerradweg ist ein Radweg, der von den Bürgern der Gemeinde gebaut wurde. Das gilt hier in der Region momentan als chic. Diese Interessengemeinschaften bauen einen Radweg in Absprache mit den entsprechenden regionalen Institutionen. Die Arbeitsleistung wird dabei von nahezu 100% von den jeweiigen Bürgern erbracht. Das sind dann meistens Radfahrer, die alles über 18 KM/H als schnell empfinden. Der erstellte Weg entsprach dann nicht den gesetzlichen Standards, daher fehlen die Schilder. In den Veröffentlichungen der Gemeinde wird der Weg dann allerdings als "Radweg" verkauft. Die meisten Menschen meinen daher, ich müsse dort mit dem Rad fahren. Nach meiner Auffassung der STVO war mir dies bislang untersagt, weil ich ja rechts auf der Straße zu fahren habe.

    Aus dem google-maps Link geht nichts brauchbares hervor. Die Straße und der Weg sind abgetrennt mit einem ca. 50 cm Grünstreifen. Mehr ist das nicht.
    Das ist ja mal ein interessantes Ding - ein Bürgerradweg!?!?

    Deiner Beschreibung nach gehört - wenn ich alles richtig verstanden habe - der Weg 1. ganz klar zur Straße und 2. ist es ein Gehweg, der nicht mit dem Rad befahren werden darf. Übrigens auch nicht rechtsseitig, d.h. bergab.

    Fahr bloß auf der Fahrbahn und finde möglichst oft und möglichst viele Mitstreiter.

    Wie bereits erwähnt, sollte man dem Bürgermeister mal klar zu verstehen geben, dass er dafür zu sorgen hat, dass die Bevölkerung weiß, dass man hier auf der Fahrbahn fahren darf bzw. sogar muss!

    Übrigens ist der Beitrag von 20 einer der ganz wenigen (!) mit denen ich quasi 100% konform gehe.
    .
    Gruß, DJ

    Cycleride - eine Initiative von Radfahrern für praxistaugliche Radverkehrspolitik.
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  8. #28
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    [
    Wie bereits erwähnt, sollte man dem Bürgermeister mal klar zu verstehen geben, dass er dafür zu sorgen hat, dass die Bevölkerung weiß, dass man hier auf der Fahrbahn fahren darf bzw. sogar muss!
    .[/QUOTE]

    Hab ich ja. Als Antwort kam dann die Geschichte mit dem "sonstigen Weg", der ja mit dem Rad in beide Richtungen zu benutzen sei. Weil ich ihm nicht "glaube" meine Frage hier im Forum

    Das Modell des "Bürgerradwegs" gibt es wohl nur (?) in NRW. Hier ein Link:

    http://www.mbv.nrw.de/verkehr/Rad/Radwegebau/index.php

  9. #29
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    Zitat Zitat von Dramato Beitrag anzeigen
    Nachdem der Weg räumlich getrennt ist, gehört er nicht zur Straße. Ist einfach ein eigenständiger Weg. Als solcher darf er natürlich in beide Richtungen benutzt werden. Egal, ob links oder rechts davon eine Straße verläuft.
    Die Straße ist nicht für Radfahrer gesperrt, eine Bundesautobahn oder ähnliches. Also kannst Du Dich fei eintscheiden, ob Du auf der Straße, oder auf dem parallel verlaufenden Weg fahren möchtest.

    Zitat Zitat von Abstrampler Beitrag anzeigen
    So schaut´s aus. Gibt´s nichts zu diskutieren. Eigentlich alles sehr einfach.
    Wie Don Jusi vielleicht etwas kurz aber durchaus richtig schreibt: Nein, so einfach ist es nicht! Natürlich gibt es reihenweise baulich getrennte, aber dennoch straßenbegleitende (Rad-)Wege. Im Zweifelsfall kann zB der optische Eindruck entscheiden.

    Nach der Beschreibung trifft aber tendenziell die Schlussfolgerung zu: Man muss da auf keinen Fall fahren, vielleicht darf man es aber.

  10. #30
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    Zitat Zitat von Blechschaden Beitrag anzeigen
    @Abstrampler: Tut mir Leid, dass ich dich gestern angeranzt habe. Hatte die Sache auf micht bezogen, weil es ja gerade um diesen Sachverhalt geht.

    Kein Thema.

    Mit dem Wissen, dass der Weg tatsächlich mit nur einem halben Meter Abstand an der Straße entlangführt, kann ich auch Deine Unsicherheit verstehen.
    Klar, dass ist selbstverständlich keine ausreichende Trennung.
    Anhand Deiner ersten Beschreibung hatte ich das, wie andere auch, ganz anders verstanden.

    Ich weiß allerdings nicht, ob ich mich mit dem Wissen jetzt mit den glücklichen Bummelradlern und den ebenfalls glücklichen Beamten anlegen würde.
    Die Gründe hab ich oben schon geschrieben.
    Konfrontation kann eigentlich nur negative Folgen haben.
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  11. #31
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    Zitat Zitat von Abstrampler Beitrag anzeigen
    Ich weiß allerdings nicht, ob ich mich mit dem Wissen jetzt mit den glücklichen Bummelradlern und den ebenfalls glücklichen Beamten anlegen würde.
    Die Gründe hab ich oben schon geschrieben.
    Konfrontation kann eigentlich nur negative Folgen haben.
    Konfrontation ist regelmäßig, wenn Blechschaden auf der Fahrbahn fährt anstatt auf dem Bürgerradweg. Und bei 300x/Jahr halte ich eine Auseinandersetzung mit der Frage, was rechtens und sinnvoll ist, für durchaus angebracht.

    Angenommen, Blechschaden fährt auf diesem Bürgerradweg und es kommt zu einem Unfall, sagen wir mal, ein kleiner Junge (unter 11) fährt ihm bergab mit hohem Tempo direkt ins Rad und verletzt sich schwer - mit bleibendem Schaden. Der Papa engagiert nun einen erfahrenen Verkehrsanwalt, der den Weg ganz genau auseinandernimmt. Dass Blechschaden da auch nur ansatzweise glimpflich davon kommt, dürfte ausgeschlossen sein. Denn wenn er da nicht fahren darf, läuft das nicht unter Unfall sondern mitunter unter Fahrlässigkeit (die Juristen mögen mich ggfs. korrigieren).

    Und genau diese Behörden-gemachten Unsicherheiten und die in solchen Zusammenhängen bereits gefällten Urteile sind es, warum ich hier nicht einfach drüberwegsehen kann und will. Duckmäusern um des lieben Friedens Willen bringt uns nur (noch) mehr Ärger mit den Kfz-Fahrern weil schließlich alle Welt den "Bürgerradweg" befährt, einer Erfindung aus NRW ohne Rechtssicherheit.

    Die Alternative heißt nicht automatisch "Blauschild" sondern "Radfahrer frei", am besten gepaart mit dem Fußgängerschild. Wo ist das Problem?
    .
    Gruß, DJ

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  12. #32
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    Auf "Radfahrer frei" habe ich hingewiesen. Als Antwort kam dieses:

    Die Änderung der StVO, gerade mit vielen Neuerungen im Bereich der Radverkehrsführung, sollte am 01.09.2009 in Kraft treten. Die Novelle ist aber wegen eines Verstoßes gegen das verfassungsrechtlich verankerte Zitiergebot nichtig. Das bedeutet, dass weiterhin die StVO in der Fassung vor dem 1. September 2009 gilt.


    Die „alte“ StVO sah aber nicht vor, linksseitig befahrbare Radwege mit dem Zusatzzeichen „Radfahrer frei“ zu beschildern, sondern nur mit dem Verkehrszeichen 237 oder 240/241.

    Diese beinhalten eine Verpflichtung des Radfahrers, diesen Weg zu nutzen.



    Da im Kreis.......die Straßenverkehrsbehörde aber im Einvernehmen mit der Polizei und dem Straßenbaulastträger entschieden hat, diesen „Radweg“ grundsätzlich nicht zu beschildern (siehe Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes), konnten „andere“ Verkehrszeichen nicht aufgestellt werden. Dazu fehlt z. Zt. die rechtliche Grundlage. Mit einer Neufassung der Straßenverkehrsordnung ist wahrscheinlich erst Ende 2012 zu rechnen.

  13. #33
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    Zitat Zitat von Blechschaden Beitrag anzeigen
    Auf "Radfahrer frei" habe ich hingewiesen. Als Antwort kam dieses:

    Die Änderung der StVO, gerade mit vielen Neuerungen im Bereich der Radverkehrsführung, sollte am 01.09.2009 in Kraft treten. Die Novelle ist aber wegen eines Verstoßes gegen das verfassungsrechtlich verankerte Zitiergebot nichtig. Das bedeutet, dass weiterhin die StVO in der Fassung vor dem 1. September 2009 gilt.


    Die „alte“ StVO sah aber nicht vor, linksseitig befahrbare Radwege mit dem Zusatzzeichen „Radfahrer frei“ zu beschildern, sondern nur mit dem Verkehrszeichen 237 oder 240/241.

    Diese beinhalten eine Verpflichtung des Radfahrers, diesen Weg zu nutzen.

    Da im Kreis.......die Straßenverkehrsbehörde aber im Einvernehmen mit der Polizei und dem Straßenbaulastträger entschieden hat, diesen „Radweg“ grundsätzlich nicht zu beschildern (siehe Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes), konnten „andere“ Verkehrszeichen nicht aufgestellt werden. Dazu fehlt z. Zt. die rechtliche Grundlage. Mit einer Neufassung der Straßenverkehrsordnung ist wahrscheinlich erst Ende 2012 zu rechnen.
    Das ist gar nicht mal so schlecht. Die haben schon Ahnung! Und wie ich vorgestern schon mal schrieb:

    Da sind sie wieder, die Unsicherheiten aufgrund Ramsauers und Tiefensees Rumgedruckse, die RWBP vom Blauschild zu entkoppeln, sonst hätte man das so auszeichnen und damit auch die Autofahrer aussperren können.
    passt genau zu Blechschaden's Problem: Nichts genaues weiß man nicht. Den Bürger im Unklaren zu lassen und hoffen, dass nichts passiert, das ist derzeit die fast schon gängige Methode der Verkehrsplanung und -führung.

    Hier bleibt eigentlich nur die Lösung, darauf hinzuweisen, dass linksseitige Radwege besonders gefährlich sind und deshalb grundsätzlich nicht erlaubt. Ein Verbot dürfte aber auch wieder etlichen Bürgern widerstreben. Wie man es dreht und wendet, das Ding bleibt Murks.
    .
    Gruß, DJ

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  14. #34
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    Großer Gott....

    Über jede 50 Zentimeter irgendwie gearteten Wegs jedeweder Konsistenz unter besonderer Berücksichtigung potenzieller Andersseitigkeit bei Mond- und/oder Sonnenscheinigkeit sowie dessen möglicher Falschbreitigung zu diskutieren, zerfasert doch nur die Sicht auf die einzig logische Lösung:

    Aufhebung der RWBP.


    g.
    Vergebe deinen Feinden...


    ...aber merke dir ihre Namen!


    www.oldenburgerradsportfreunde.de

  15. #35
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    Zitat Zitat von greyscale Beitrag anzeigen
    Großer Gott....
    ...... die einzig logische Lösung:

    Aufhebung der RWBP.


    g.




    ...... aber bitte ab SOFORT und mit Nachschulungspflicht für alle Autofahrer.
    Die Welt ist schlecht

  16. #36
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    Bürgerradweg? Ist das nicht diese Scheisze, bei der im Lokalblatt paar Rentner mit Schippe und blauem Schild in der Pampa an einer Fahrbahn abgelichtet werden und am Ende ein holpriger mit Kies bestreuter Weg rauskommt?

    Zitat Zitat von SF_ Beitrag anzeigen
    Das Verhalten der Autofahrer hat mit der Art des "Radweges" nichts zu tun.
    Genau so ist es, für die reicht irgendwas neben der Fahrbahn, um aggressiv zu werden. Deshalb würde die Blaue Idee bei Durchsetzung den gegenwärtigen Zustand auch zementieren.
    Leute die Hupen fahren einem normalerweise nicht absichtlich um.
    Das Wort vom bellenden, aber nicht beißenden Hund gilt nicht. Oft genug werden Straftaten durch Hupen angekündigt.

  17. #37
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    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Die Alternative heißt nicht automatisch "Blauschild" sondern "Radfahrer frei", am besten gepaart mit dem Fußgängerschild. Wo ist das Problem?
    .
    Das Problem ist, dass dies eher negative, im günstigsten Fall aber keinerlei Auswirkungen auf die Häufigkeit der Konfrontationen mit den Autofahrern hat.

    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Ein Verbot dürfte aber auch wieder etlichen Bürgern widerstreben. Wie man es dreht und wendet, das Ding bleibt Murks.
    .
    Richtig. Und zwei Schilder machen den Murks nicht besser.
    Die Bürger, die den Weg unbedingt wollten, sind die letzten, die Handlungsbedarf sehen werden, obwohl sie die einzigen sind, die davon profitieren würden.
    "Ich schaute vom Affen zum Menschen und vom Menschen zum Affen und konnte kaum sagen, wer was ist."

  18. #38
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    Na ja, jedenfalls ist es bis auf Weiteres müßig, über den vorliegenden Fall zu schwadronieren.
    Lasst den Bummelradlern ihren unsicheren Bummelweg, sie wollen ihn nun mal und fahrt auf der Straße.
    "Ich schaute vom Affen zum Menschen und vom Menschen zum Affen und konnte kaum sagen, wer was ist."

  19. #39
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    Ich befuhr vorletzte Woche (ich glaube es war Freitag) die Vier-Landen-Strecke im Hamburger Süden (ich mach das 3-4 mal/Woche als Standart). Dort gehts so etwa 25-30Km direkt am Deich entlang. Auf der Stadt-auswärts gelegenen Seite ist ein Fußgängerweg mit dem dazugehörigem blauen Schild das eindeutig nur Fußgänger anspricht. Darunter des weiße Schild mit einem Fahrrad drauf und drunter das Wort "Frei". Dieses Schild ist auf dem Weg etwa alle 1-2Km angebracht (an jeder Kreuzung auch). Ihr kennt Alle diese Schilderkombi. Also auch für Autofahrahrer unmissverständlich. Zumal der Gehweg alle 500m mit einem abgesenktem Kantstein eine art Unebenheit bildet und regelmäßige Bushaltestellen weitere Gefahrenberiche darstellen. Ab 30 Kmh sehr unangenehm, vom Gegenverkehr (Fußgänger/Trekkinbiker o.ä.) mal ganz abgesehen. Trotzdem kommt es regelmäßig vor, daß ich angehupt werde. Oder duschen darf, oder abgedränt werd, odere oder oder.

    Vorletzte Woche Freitag also war es mal wieder so ein Extrem Auf-die-Spitze-Treiber. Zugegeben schlängelt sich die Straße an manchen Stücken schon etwas. Da ich aber an besagter Streck Rückenwind hatte und mein TT-Rad fuhr, hatte ich selber so um die 45/50 Kmh auf der Uhr. Die Autos dürfen streckenweise mal 80 fahren, auf dem jetzigen Stück aber nur 60 Kmh. Auf jeden Fall kam mir der Auf-die-Spitze-Treiber von hinten mit einem Sattelschlepper und Containerbrücke (nicht beladen) und fing schon von weitem mit einem Hupkonzert an. Der Gegenverkehr war recht spärlich, deshalb dachte ich nur "was fürn Affe" und fuhr ohne weitere Reaktion weiter. Kaum war er direkt hinter mir, blieb er erstmal so gefühlte 2 Min. auf seiner LKW Fanfare. Also anstatt sich auf ein Überholmanöver zu konzentrieren, lieber den Sportler penetrieren. Als er dann auch noch mit Fenster runter anfing mich zu beleidigen, musste ich darauf reagieren. Ich zeigte ihm erstmal das Schild (wir fuhren grad an einem vorbei) und danch tippte ich mir "vogelfrei" mit dem Zeigefinger gegen den Kopf. Daraufhin wurde sein Geschrei lauter und er überholte dann doch. Aber mit einem Abstand von gefühlten 20 cm. Wohlgemerkt, er fuhr einen Sattelschlepper. Dann, als er fast an mir vorbei war, zog er noch einmal absichtlich rechts rüber, so daß ich bremsen musste. Darauf gabs von mir nur den Mittelfinger. Was soll ich sonst machen? Das hatt ihn dann zu einer Vollbremsung aus etwa 30 Kmh veranlasst. Ich konnte so dann nur noch links an ihm vorbei (ansonsten hätte es geknallt). Als ich dann neben ihm war, gab er wieder Vollgas. Und hielt aber meine Geschwindigkeit. Er hatte nur noch mit Fenster runter sehr laut cholerische Anfälle mit Fingerzeig auf den Gehweg. Ich konnte ihm in seinem Geschrei nur versuchsweise vermitteln, daß er doch bitte als Berufskraftfahrer die Verkehrsregeln studieren sollte (ich blieb sachlich, er nicht). Keine Einsicht. Er fuhr irgendwann wutentbrannt schnell weiter. Trotzdem hat die ganze Sache einen Rückstau von etwa 20 Autos verursacht. Es zog sich demnach einige Km hin.

    Ich versteh es einfach nicht. Wie kann man als Berufs-Kraftfahrer nur zu solchen Aktionen bereit sein. Es war ja nun wirklich Selbstjustiz. Mir liegt es nicht daran, solche Idioten (ist ja im Grunde nichts pasiert) anzuzeigen, aber einer der auf seinen Führerschein angewiesen ist, sollte doch mehr Ruhe haben.
    Ich weiß, normal hätte ich ihn anzeigen sollen. Doch dann hätte ich ja noch mehr Ärger mit ihm. Wenn soetwas sogar bis vor Gericht geht, muss ich mich dann da auch noch mit ihm abgeben. Das ist so ein A-Loch doch gar nicht wert.

    Ich will im Grunde mit diesem Post nur zeigen : "Hunde die bellen beißen doch". Grade Choleriker können sich in ihrer Rage so hoch pushen, daß sie zum Äußersten bereit sind. Also passt auf wenn von hinten laut gehupt wird, das sind Fahrradfeinde.
    Und das sogar ausgewiesene Nicht-Fahhrradwege von den Autofahrern gar nicht erst akzeptiert werden. Da ist ein Weg neben der Straße, also muss die Fahrbahn ausschließlich für den Kraftverkehr frei bleiben. Radfahrer haben da dann nichts zu suchen.
    Die Welt ist schlecht

  20. #40
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    Unhappy

    Zitat Zitat von los vannos Beitrag anzeigen
    Ich befuhr vorletzte Woche (ich glaube es war Freitag) die Vier-Landen-Strecke im Hamburger Süden (ich mach das 3-4 mal/Woche als Standart). Dort gehts so etwa 25-30Km direkt am Deich entlang. Auf der Stadt-auswärts gelegenen Seite ist ein Fußgängerweg mit dem dazugehörigem blauen Schild das eindeutig nur Fußgänger anspricht. Darunter des weiße Schild mit einem Fahrrad drauf und drunter das Wort "Frei". Dieses Schild ist auf dem Weg etwa alle 1-2Km angebracht (an jeder Kreuzung auch). Ihr kennt Alle diese Schilderkombi. Also auch für Autofahrahrer unmissverständlich.
    Genau und deshalb bin ich auch für eine solche Kombination an "Bürgerradwegen" allein schon zur Klarstellung der Rechtslage, egal, was die Kfz'ler draus machen. Bei uns in Frickenhausen bei Nürtingen fährt gefühlt 80% der Bevölkerung mit dem Rad auf dem reinen Gehweg. Ich bekomme auch da schon ab und an Probleme allein deshalb. Umso mehr bin ich der Meinung, muss man einfach mehr korrektes und sicheres Rad fahren "vorleben". Die Autofahrer entwöhnen sich sonst noch völlig und wenn dann jemand "besonderes" kommt, der eben korrekt auf der Fahrbahn fährt, muss er sich womöglich auf werweißwas gefasst machen.

    Vorletzte Woche Freitag also war es mal wieder so ein Extrem Auf-die-Spitze-Treiber....
    Krasse Geschichte! Kenn ich ähnlich aber längst nich so heftig.

    Zugegeben schlängelt sich die Straße an manchen Stücken schon etwas. Da ich aber an besagter Streck Rückenwind hatte und mein TT-Rad fuhr, hatte ich selber so um die 45/50 Kmh auf der Uhr. Die Autos dürfen streckenweise mal 80 fahren, auf dem jetzigen Stück aber nur 60 Kmh.
    LKW sind i.d.R. auf 60 begrenzt, nur zur Info.


    Trotzdem hat die ganze Sache einen Rückstau von etwa 20 Autos verursacht. Es zog sich demnach einige Km hin.
    Auch noch etliche Zeugen, *ächz*.

    Wie kann man als Berufs-Kraftfahrer nur zu solchen Aktionen bereit sein. Es war ja nun wirklich Selbstjustiz. Mir liegt es nicht daran, solche Idioten (ist ja im Grunde nichts pasiert) anzuzeigen, aber einer der auf seinen Führerschein angewiesen ist, sollte doch mehr Ruhe haben.
    Ich weiß, normal hätte ich ihn anzeigen sollen. Doch dann hätte ich ja noch mehr Ärger mit ihm. Wenn soetwas sogar bis vor Gericht geht, muss ich mich dann da auch noch mit ihm abgeben. Das ist so ein A-Loch doch gar nicht wert.
    Was ist er nicht wert? Den Führerschein würde ich sagen!?

    Meine ehrliche Meinung ist recht eindeutig: Dadurch, dass Du selbst so eine Extremhandlung folgenlos durchgehen lassen hast, wird sich dieser Fahrer nicht ändern und beim Nächsten genauso weitermachen. Irgenwann ließt Du dann womöglich von einem Toten unter dem Sattelauflieger in der Zeitung. Ich z.B. möchte genau das nicht und zeige i.d.R. alles deftige an, wenn ich Zeugen habe. Ich zeige Extremes auch ohne Zeugen an, alleine weil ich weiß, dass die Polizei beim Fahrer vorstellig wird (und i.d.R. auch bei der Spedition). Und zu dieser Konstellation mit freigegebenen Gehwegen wäre das eine einmalige Gelegenheit, dass die Polizei klarstellt, dass der Radfahrer grundsätzlich die Fahrbahn befahren muss und nur durch das Zusatzschild ausnahmsweise und auch nur mit langsamer Geschwindigkeit auf den Gehweg darf. Denn ich bin mir sicher, dass der LKW-Fahrer (vermutlich heißt er Horst oder Detlef) das nicht weiß.

    Nächstes Mal Nummernschild notieren und auch das des nachfolgenden Fahrzeugs. Ist schwer, ich weiß. Eselsbrücken helfen. Und dann natürlich anzeigen, z.B. online und mit Fahrerbeschreibung. Deinen Stinkefinger kannste ggfs. sogar mit rein nehmen "aus Affekt".

    Ich will im Grunde mit diesem Post nur zeigen : "Hunde die bellen beißen doch". Grade Choleriker können sich in ihrer Rage so hoch pushen, daß sie zum Äußersten bereit sind.
    Richtig. Aber sie haben einen eben gesehen. "Unfall" gibt es dann nicht mehr, nur Vorsatz. Und leider passieren auch viele "Unfälle".

    Und das sogar ausgewiesene Nicht-Fahhrradwege von den Autofahrern gar nicht erst akzeptiert werden. Da ist ein Weg neben der Straße, also muss die Fahrbahn ausschließlich für den Kraftverkehr frei bleiben. Radfahrer haben da dann nichts zu suchen.
    Und das wird so bleiben, wenn weiterhin gekuscht wird und nicht breit öffentlichkeitswirksam aufgeklärt und ggfs. protestiert (an z.B. solchen Straßen wo so was immer wieder passiert). Der Detlef fühlt sich ja durch Ramsauers Radlerhetze womöglich auch noch bestärkt in seinem Handeln ("da, wieder so ein Rambo, dem zeig ich jetzt mal, was Recht und Ordnung ist, der wird sich nieee mehr auf der Fahrbahn blickenlassen, wenn ein "Radweg" da ist). Ganz einfach weil er der irrigen Meinung ist, dies sei Recht und Gesetz.
    .
    Geändert von Don Jusi (14.05.2012 um 13:27 Uhr) Grund: Affekt
    Gruß, DJ

    Cycleride - eine Initiative von Radfahrern für praxistaugliche Radverkehrspolitik.
    www.Cycleride.de
    - Fragen und Antworten: kontakt@cycleride.de


    "Wir haben in Deutschland keine Radwegebenutzungspflicht!" Ulrich Kasparick, ehem. parlamentarischer Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums

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