Umfrageergebnis anzeigen: Welche Maßnahmen helfen, Pendlerströme, Emissionen, Verkehrsinfarkte zu verringern?

Teilnehmer
86. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Nachverdichtung der Großstädte

    5 5,81%
  • ÖPNV verbessern

    54 62,79%
  • ÖPNV verbilligen

    45 52,33%
  • Industrie raus aus der City

    5 5,81%
  • Citymaut (z.B. 3 km Radius um die Innenstadt)

    24 27,91%
  • Radverkehrswege optimieren

    60 69,77%
  • Radfahrerakzeptanz verbessern

    61 70,93%
  • Sprit teurer machen (50 Cent/Liter)

    5 5,81%
  • Sprit teurer machen (1,- Euro/Liter)

    17 19,77%
  • Fahrgemeinschaften fördern

    33 38,37%
  • Industrie, Infrastruktur + Wohnungen aneinander ausrichten

    19 22,09%
  • mehr grün in den Städten, nicht alles zubauen

    23 26,74%
  • flacher bauen (Durchlüftung der Städte, weniger Menschen/m²)

    7 8,14%
  • Carsharing (fördern, nutzen)

    32 37,21%
  • E-Automobilität (nutzen, fördern, vorantreiben)

    31 36,05%
  • gar keine Autos in den Innenstädten

    22 25,58%
  • Tempo 40 auch an Hauptverkehrsachsen

    10 11,63%
  • Tempo 30 auch an Hauptverkehrsachsen

    16 18,60%
  • Großindustrie nicht in die Städte

    14 16,28%
  • Großstadtwachstum stoppen

    8 9,30%
  • neue Industrie in geringer bebaute Regionen mit guter Verkehrsanbindung

    9 10,47%
  • Ich hab noch mehr Ideen und schreibe das im Thread

    5 5,81%
Multiple-Choice-Umfrage.
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Ergebnis 41 bis 60 von 1374
  1. #41
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    Zitat Zitat von big-foot Beitrag anzeigen
    Als grüner junger Westmensch empfand ich Dresden z.B. als echte Wohltat, kein (Plastik) Müll, keine Leuchtreklame, schlichte Verpackungen in den Lebensmittelläden, kein Verkehr, dafür herrliche Wanderungen in der sächsischen Schweiz.

    Trotzdem gelang es mir nicht, meine Verwandten von derem Glück zu überzeugen;
    Echt nich? Komisch .....
    "J'ai la peau douce dans mon bain de mousse." (A. Jacotey)

  2. #42
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    Das Thema Emissionen wird sich in sehr wenigen Jahrzehnten erledigt haben. Daran, dass der klassische Verbrennungsmotor fertig hat, besteht kein seriöser Zweifel mehr.
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  3. #43
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    Zitat Zitat von seankelly Beitrag anzeigen
    Echt nich? Komisch .....
    Ja komisch


    Aber es war nicht nur unser naiver Blick von draußen auf die Gesellschaft, sondern es gab ja so Leute von "Innen" wie Bahro, die uns beeindruckt haben, mit dem Wunsch aus einer Synthese von beiden Systemen kleinbürgerliches Sein und Denkweisen zu überwinden, Aufteilung der Arbeit abzuschaffen, Teilhabe aller Menschen an Wissenschaft und Kunst zu ermöglichen, ökologisches Verhalten zu fördern usw. - gut, jetzt wird es politisch. Punkt.
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  4. #44
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    Die Bequemlichkeit des Menschen wird aber oft vergessen.
    Bei mir kommen die meisten Kollegen die im Umkreis von 5 km wohnen mit dem Auto.
    Was ich mir immer anhören kann im Winter wenn ich dem Rad komme😂.
    Vieles geht gar nicht in die Köpfe rein.

  5. #45
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    Zitat Zitat von Chemiker69 Beitrag anzeigen
    Die Bequemlichkeit des Menschen wird aber oft vergessen.
    Bei mir kommen die meisten Kollegen die im Umkreis von 5 km wohnen mit dem Auto.
    Was ich mir immer anhören kann im Winter wenn ich dem Rad komme😂.
    Vieles geht gar nicht in die Köpfe rein.
    In der (ernsthaften) Stadt(verkehrs)planung eigentlich nicht. Dass Veränderung nur als Evolution laufen kann, und gleichzeitig zu Restriktionen auch positive Veränderung herbeigeführt werden muss, ist da Grundsatz.

    Letztlich ist es aber auch eine Frage der Meinungsbildung. Die Allzugemütlichen wird man erst dann für lebensfreundlichere Konzepte bekommen, wenn die zaghaft positiv Gestimmten sich mit den jetzt schon Überzeugten vereinigen, und so umweltfreundlichere Konzepte auch mehrheitsfähig werden.

    Also muss ich Anreize schaffen, und Alternativen bieten, bevor ich "ins Fleisch schneiden" kann.

    Und was man nicht vergessen darf: Man muss einfach viel ausprobieren. Vieles, das hier diskutiert wird, steckt im Nebel. Der Nebel muss weg. Und vieles muss man halt einfach mal auf Mikroebenen ausprobieren. So what.

    Das kann ein superpreiswertes Fahrradparkhaus in Offenburg sein, Testphasen mit Lastenrädern in der Paketauslieferung, eine multimodulare Ausleihstation in einem Viertel mit großen Parkraumproblemen usw. usf.. Erfreulich ist, dass solche Modellversuche mittlerweile bundesweit enorm zunehmen. Zeithistorisch betrachtet rennt da schon einiges an spannenden und zukunftsträchtigen Aktionen, und das stimmt mich insgesamt positiv.

    Machen halt, nicht nur klagen. Und vor allem nicht im "Geht nicht" verharren.
    "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es." Kästner

  6. #46
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    Wenns beim Thema Verkehrsinfarkt nicht nur um Städte geht, hätte ich ne wahnsinnig neue und revolutionäre Idee:
    eine Quote für Güter-Transporte auf der Schiene. Bin ja sonst nicht so für Reglementierung, aber ich sehe da nur Vorteile. Abgesehen davon, dass man dann auf das bike24-Paket (durch beliebigen anderen online-shop zu ersetzen) vielleicht einen Tag länger warten müsste. Aber ganz ehrlich - who cares?
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  7. #47
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    Zitat Zitat von seankelly Beitrag anzeigen
    Wenns beim Thema Verkehrsinfarkt nicht nur um Städte geht, hätte ich ne wahnsinnig neue und revolutionäre Idee:
    eine Quote für Güter-Transporte auf der Schiene. Bin ja sonst nicht so für Reglementierung, aber ich sehe da nur Vorteile. Abgesehen davon, dass man dann auf das bike24-Paket (durch beliebigen anderen online-shop zu ersetzen) vielleicht einen Tag länger warten müsste. Aber ganz ehrlich - who cares?
    Zu den Ursachen der unzureichenden Verlagerung https://www.google.be/amp/s/amp.welt...hance-hat.html
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  8. #48
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    Zitat Zitat von big-foot Beitrag anzeigen
    Zu den Ursachen der unzureichenden Verlagerung https://www.google.be/amp/s/amp.welt...hance-hat.html
    OK, die Gründe sind zum großen Teil wirtschaftlicher Natur, sprich: die Bahn ist zu teuer. Genau deswegen bräuchte es ja eine politisch festgelegte Quote. So wie in der Schweiz z.B.
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  9. #49
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    Zitat Zitat von big-foot Beitrag anzeigen
    Kann mich noch gut an die Diskussionen mit meinem Onkel und seiner Familie Anfang der Achtziger auf dem Balkon in seinem Plattenbau erinnern, die endeten jedesmalig damit, dass wir reingehen mussten, weil der in der Parterre „mithörte“

    Als grüner junger Westmensch empfand ich Dresden z.B. als echte Wohltat, kein (Plastik) Müll, keine Leuchtreklame, schlichte Verpackungen in den Lebensmittelläden, kein Verkehr, dafür herrliche Wanderungen in der sächsischen Schweiz.

    Trotzdem gelang es mir nicht, meine Verwandten von derem Glück zu überzeugen;
    Ich hätte es der Verwandschaft schwer übelgenommen, wenn sie hier mit der Bahn angereist wäre. Von so einem Passat oder Benz in der Strasse, konnte man im Kollektiv noch eine Weile zehren . Für 50 West bekam man auch sofort einen Werkstatttermin .

  10. #50
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    Zitat Zitat von martinek1977 Beitrag anzeigen
    Ich hätte es der Verwandschaft schwer übelgenommen, wenn sie hier mit der Bahn angereist wäre. Von so einem Passat oder Benz in der Strasse, konnte man im Kollektiv noch eine Weile zehren . Für 50 West bekam man auch sofort einen Werkstatttermin .
    Haha, genauso so war es auch, erste Reise mit der Bahn, wurden wir insbesondere von den Cousins gebeten, doch beim nächsten Mal mit Vaters Audi 100 zu kommen - haben wir gemacht
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  11. #51
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    Die Grafik zeigt doch wo man bei einem Großteil der Arbeitnehmer ansetzen kann - ein Mensch sitzt vor einem Computer und arbeitet. Bin ich im Büro, kommuniziere ich digital mit anderen Arbeitnehmern (Email/Skype/etc). Muss ich dafür wirklich ins Büro fahren bzw. pendeln?
    Mein Arbeitgeber denkt um und gestattet mir Homeoffice solange es keine notwendigen Termine mit Kollegen im Büro gibt. Damit rutsche ich von den +50km / 4% in die 0km / 5%.

    Und zum Thema E-Mobilität sollte man sich zum aktuellen Stand der Technik mal genau ansehen, wie die Gesamt-Ökobilanz einer Batteriezelle aussieht...
    Geändert von Designalized (22.04.2017 um 10:40 Uhr)

  12. #52
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    Zitat Zitat von martinek1977 Beitrag anzeigen
    Linn- ich lebe in Dresden, arbeite seit 15 Jahren in Meissen. Der Arbeitgeber ist öffentlich. Wie du liest, ist der auch im Kapitalismus angekommen... . Wünsche- naja, mit braunem Hals oder kurzem Rock etwas mehr... . Der Arbeitgeber ist dabei nicht böse, untersteht gewissen Kräften , Personalquotierung nennt man das in grossen Landeshauptstadt... . Aber allgemein - wer, der im Eigenheim Schulden für die nächsten 25 Jahre vereint, kann heute schwören, dass sein Arbeitzplatz in 10 Jahren noch am gleichen Orte liegt ? Und jener der Frau gleich noch mit... .
    Du solltest die richtige Schreibweise kennen.


    Wie zb Weißwasser, bei Großschrift WEISSWASSER.
    Die zur Wahrheit wandern, wandern allein.

  13. #53
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    Zurück zum Thema. Ohne weiteres Abschweifen.
    "Ich schaute vom Affen zum Menschen und vom Menschen zum Affen und konnte kaum sagen, wer was ist."

  14. #54
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    Zitat Zitat von Chemiker69 Beitrag anzeigen
    Die Bequemlichkeit des Menschen wird aber oft vergessen.
    Bei mir kommen die meisten Kollegen die im Umkreis von 5 km wohnen mit dem Auto.
    Was ich mir immer anhören kann im Winter wenn ich dem Rad komme��.
    Vieles geht gar nicht in die Köpfe rein.
    Radfahren verbrennt Fett und spart Geld, Autofahren macht Fett und verbrennt Geld.

    Kannste ja mal deinen Kollegen erzählen.
    Geändert von Coswiger (22.04.2017 um 13:28 Uhr)
    Die zur Wahrheit wandern, wandern allein.

  15. #55
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    Wen es interessiert: Stadtplanung am Beispiel von München: https://www.muenchen.de/rathaus/Stad...eitlinien.html

    Unten auf der Seite ein pdf zum Download.

    Hier drei Szenarien "München 2040": https://www.muenchen.de/rathaus/Stad...nftsschau.html

    auch hier unten pdf zum Downloaden.

    Edit: Und noch speziell zum Thema Mobilität: die Inzell-Initiative https://www.inzellinitiative.de/akteure.html

    Dort finden sich "eigentlich" so gegensätzliche Partner wie BMW, ADAC, BUND, Green City usw. Das ist ein Dach für alle möglichen Mobilitätsprojekte von der Optimierung grüner Wellen bis hin zu multimodalen, kommunalen Sharing-Projekten http://www.city2share.de/inhalte.html
    Geändert von rumplex (22.04.2017 um 15:49 Uhr)
    "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es." Kästner

  16. #56
    Avatar von fassa
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    Zitat Zitat von rumplex Beitrag anzeigen
    Dort finden sich "eigentlich" so gegensätzliche Partner wie BMW, ADAC, BUND, Green City usw. Das ist ein Dach für alle möglichen Mobilitätsprojekte von der Optimierung grüner Wellen bis hin zu multimodalen, kommunalen Sharing-Projekten http://www.city2share.de/inhalte.html
    Klar ist da BMW mit drin. Die wollen nur sichergehen, dass ihr Carsharing-Business mit integriert ist. Aber durch dieses Modell von Carsharing spart man keinen einzigen Kilometer des MIV, eher im Gegenteil.
    Zitat Zitat von elmar Beitrag anzeigen
    Fassa ist mein Held.

  17. #57
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    Zitat Zitat von Abstrampler Beitrag anzeigen
    Zurück zum Thema. Ohne weiteres Abschweifen.
    Siehst Du
    Wind ist erst wenn die Schafe keine Locken mehr haben.Du kannst mich mal da, wo der Frosch die Locken hat

  18. #58
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    Zitat Zitat von fassa Beitrag anzeigen
    Klar ist da BMW mit drin. Die wollen nur sichergehen, dass ihr Carsharing-Business mit integriert ist. Aber durch dieses Modell von Carsharing spart man keinen einzigen Kilometer des MIV, eher im Gegenteil.
    Es geht nicht nur um Carsharing, sondern um die Wahlmöglichkeit aus vielfältigen Fortbewegungen an einem Platz.

    Also: U-Bahn, Bus, Fahrrad, Pedelec, E-Lastenrad, E-Auto. Integriert ist noch UPS mit E-Lieferverkehr (Lastenräder).

    Der Test läuft in Wohnquartieren, die einen hohen Parkdruck haben, von daher steht natürlich das Thema Carsharing als Angebotsalternative zum eigenen Auto etwas im Mittelpunkt.

    Hier ein wenig mehr: https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/...GE/4111178.pdf

    Projektlaufzeit vier Jahre.

    Das Projekt läuft im Verbund der Innzell-Initiative, da ist BMW auch seit Anbeginn dabei. Ausschließen kann man die nu nicht in München...

    Edit: Hier die Projektbeschreibung der TU Dresden, da wirds weniger marketinlastig inhaltlich klarer: https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/...GE/4111178.pdf
    Geändert von rumplex (22.04.2017 um 17:39 Uhr)
    "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es." Kästner

  19. #59
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    Zitat Zitat von fassa Beitrag anzeigen
    Klar ist da BMW mit drin. Die wollen nur sichergehen, dass ihr Carsharing-Business mit integriert ist. Aber durch dieses Modell von Carsharing spart man keinen einzigen Kilometer des MIV, eher im Gegenteil.
    Doch, da werden Kilometer gespart, da Benutzer von Carsharing auch auf andere Verkehrsmittel zurück greifen, siehe

    http://www.umweltbundesamt.de/themen...ing#textpart-1

    Unter Umweltvorteile
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  20. #60
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    Zitat Zitat von Chemiker69 Beitrag anzeigen
    Die Bequemlichkeit des Menschen wird aber oft vergessen.
    Bei mir kommen die meisten Kollegen die im Umkreis von 5 km wohnen mit dem Auto.
    Kenn ich genauso. Passt auch zu dieser Grafik, die mich trotz allem ziemlich überrascht hat:
    Stimmt das echt?

    29% fahren nicht mal 5 km zur Arbeit? 49 % fahren keine 10 km??

    Was heißt das für mich? Da die meisten Menschen durchaus in der Lage sind, sich alternativ zum Auto (Fahrrad, E-Bike, per pedes) fortzubewegen, müsste der Anteil der Autofahrer im Berufsverkehr dramatisch niedriger sein. Zumal "nahe bei der Arbeit" i.d.R. auch heißt, dass hier eine akzeptable ÖPNV-Verbindung vorliegt (je kürzer die Strecke, desto billiger und desto geringer die Wahrscheinlichkeit, umsteigen zu müssen).

    Ich hab es im Nachbarfred ja schon zig mal geschrieben, dass man bzgl. des Staus, der Abgasprobleme, der Parkraumprobleme zu allererst mal bei den Pendlern mit geringen Anreisewegen ansetzen muss. Die Grafik untermauert das mehr als deutlich.

    Wie vorgehen?

    Pendlerpauschale erst ab km 3 oder 5 beginnen lassen? Parkplätze in größeren Firmen zuvorderst (also nahestmöglich am Firmeneingang) an die Weit-Pendler vergeben? (das wäre ein Favorit von mir, aber Freunde macht man sich da keine) Oder aber eine Verzichtserklärung der Mitarbeiter, nicht mit dem Auto zu kommen (sondern per Rad, Bus, als Mitfahrer beim Kollegen)? Prämie 100,- Euro p.a.!?!? Wenn man sich das vorstellt, wäre das immer noch erheblich billiger als ein Firmenparkplatz zu bauen/zu mieten. Aber: Ein Fernpendler wird damit eben benachteiligt.

    Zitat Zitat von martinek1977 Beitrag anzeigen
    ... Aber allgemein - wer, der im Eigenheim Schulden für die nächsten 25 Jahre vereint, kann heute schwören, dass sein Arbeitzplatz in 10 Jahren noch am gleichen Orte liegt ? Und jener der Frau gleich noch mit...
    Genau das ist ganz oft der Fall! Bei mir ebenso. In einer Firma wurden Arbeitsplätze abgebaut, in einer anderen auch, bei meiner Frau ebenso, in der Nähe ergab/ergibt sich rein gar nichts, wenn man 50 ist, geht sowieso nicht mehr viel mit dem Wechsel....

    Außerdem bin ich unbedingt der Meinung, dass man seinen Wohnort nach seinen Bedürfnissen aussuchen soll, nicht nach der Nähe zum Arbeitgeber, wenn einem die Umgebung so gar nicht zusagt. Das macht man nur in der Not und diese entvölkerte im Osten jahrelang ganze Landstriche. Die persönlichen Bedürfnisse sind neben den eigenen Vorlieben (Stadtmensch, Naturmensch, Mischung zwischen beidem) u.a. Nähe zu Krankenhäusern, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten inkl. Apotheken (bei mir bleibt am Wochenende zuallermeist das Auto komplett still!), Freunde, Sportvereine, nächste Verwandte inkl. Eltern/Großeltern...

    Wenn das alles passt und der Arbeitgeber, der günstigerweise nur 5 km entfernt stationiert war, dann 20 km weiter zieht, halte ich es für völlig vermessen, auch nur darüber nachzudenken, dass man bitteschön aus Umweltgründen umziehen soll. Selbst wenn man dazu bereit wäre, kann es sein, dass in 10 Jahren die Situation erneut anders ist. Sich eine Mietwohnung zu nehmen, um flexibel zu bleiben, ist zwar pro Arbeitgeber, aber oft kontra Familie/Freunde und vor allem ist es eine massive Kapitalvernichtung. Das muss man einfach verstehen.
    ,
    Geändert von Don Jusi (22.04.2017 um 19:33 Uhr)
    Gruß, DJ

    Cycleride - eine Initiative von Radfahrern für praxistaugliche Radverkehrspolitik.
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    "Wir haben in Deutschland keine Radwegebenutzungspflicht!" Ulrich Kasparick, ehem. parlamentarischer Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums

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