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  1. #941
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    Zitat Zitat von Don Jusi;2169839
    [B
    Entweder sind linksseitige Radwege gefährlich, oder nicht. [/B]
    Sind sie, daher ist es umso unverständlicher, dass die Radfahrerin trotzdem sogar verbotswidrig so fährt, als wäre es einer...

    RREbi
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    Die meisten Menschen der Welt wären glücklich, wenn
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  2. #942
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    Zitat Zitat von RREbi Beitrag anzeigen
    Sind sie, daher ist es umso unverständlicher, dass die Radfahrerin trotzdem sogar verbotswidrig so fährt, als wäre es einer...

    RREbi
    Ja sapperlott, was sollen die unaufgeklärten auch anderes denken bei den vielen linksseitigen, benutzungspflichtigen Radwegen???
    Gruß, DJ

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    "Wir haben in Deutschland keine Radwegebenutzungspflicht!" Ulrich Kasparick, ehem. parlamentarischer Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums

  3. #943
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    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Ja sapperlott, was sollen die unaufgeklärten auch anderes denken bei den vielen linksseitigen, benutzungspflichtigen Radwegen???
    Wenn ich meine Alltagserfahrungen nehme, frage ich mich sowieso, wieviele Radfahrer überhaupt denken beim Radfahren?

    RREbi
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  4. #944
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    "Ich fahre nicht auf der Straße, wenn kein Radweg da ist fahre ich lieber auf dem Bürgersteig."
    "Aber das ist doch verboten."
    "Das ist mir egal, bei den Autos ist es mir viel zu gefährlich."
    "Und wenn kein Gehweg da ist?"
    "Dann fahre ich mit dem Auto."
    "Ist das nicht gefährlich?"
    "Da bin ich sicher, ich hab ja nen Gurt."


  5. #945
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    Zitat Zitat von toxy Beitrag anzeigen
    "Ich fahre nicht auf der Straße, wenn kein Radweg da ist fahre ich lieber auf dem Bürgersteig."
    "Aber das ist doch verboten."
    "Das ist mir egal, bei den Autos ist es mir viel zu gefährlich."
    "Und wenn kein Gehweg da ist?"
    "Dann fahre ich mit dem Auto."
    "Ist das nicht gefährlich?"
    "Da bin ich sicher, ich hab ja nen Gurt."
    ....und eine (für andere tödliche) Blechschüssel drumrum.
    .
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  6. #946
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    Zitat Zitat von RREbi Beitrag anzeigen
    Sind sie, daher ist es umso unverständlicher, dass die Radfahrerin trotzdem sogar verbotswidrig so fährt, als wäre es einer...
    Was meinst du mit "unverständlich"?
    Die geübte Praxis des Radwegfahrens oder Schein(un)sicherheiten suggerierende Zeitungsartikel wie der obige?!?
    treten statt tippen?
    -> http://forumsoetzi.5freunde.net/

  7. #947
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    Zitat Zitat von zwanzich Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit "unverständlich"?
    Die geübte Praxis des Radwegfahrens oder Schein(un)sicherheiten suggerierende Zeitungsartikel wie der obige?!?
    Jeder mit ausreichend Radlererfahrung weiss, wo die Tücken von linksgeführten Radwegen liegen. Dann fahre ich erst recht nicht entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung darauf herum, wenn mich das Gesetz nicht dazu "zwingt".

    RREbi
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  8. #948
    klappradl Gast
    Zum Thema linkseitiger benutzungspflichtiger Radweg.
    So einen bin ich heute gefahren. Ein Auto kommt von links und will rechts abbiegen, der andere kommt mir entgegen und will auch rechts abbiegen (also dahin, wo der ersten herkommt). Der mir entgegenkommende sieht mich und wartet, der von links kommende freut sich und fährt los ohne nach rechts zu blicken. Er hat mich nicht erwischt, war aber knapp. Und das war ein Anlieger,der eigentlich wissen sollte, dass der Radweg in beide Seiten benutzungspflichtig ist.

  9. #949
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    Zitat Zitat von RREbi Beitrag anzeigen
    Jeder mit ausreichend Radlererfahrung weiss, wo die Tücken von linksgeführten Radwegen liegen. Dann fahre ich erst recht nicht entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung darauf herum, wenn mich das Gesetz nicht dazu "zwingt".
    Also RREbi, nennst Du eine 16-jährige ausreichend Rad-erfahren?

    Ich verstehe Dich aber auch so immer weniger. Du müsstest als Jurist doch wissen, wie wenigen Menschen die komplexen Radverkehrsregeln vertraut ist. Falls Du der Meinung bist, dass diese sich eben besser darum zu bemühen haben, dann fang bitte gleich mal bei den Polizisten und (anderen) Anwälten an! Uns kommen immer wieder Berichte zu Ohren, in denen bspw. Polizisten Radfahrer auffordern, auf dem "Radweg" zu fahren, obwohl dieser A: untauglich ist, B: das Blauschild schon seit drei Straßeneinmündungen nicht mehr wiederholt wurde. So etwas ist unserem Webmaster bereits dieses Jahr schon passiert und ich hoffe, Du nimmst Deinen Spruch zurück. Meiner Meinung gibt es nichts bescheuerteres, als bundesdeutsche Radverkehrspolitik!
    Gruß, DJ

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  10. #950
    Mount Ti Gast
    Ich bin heute wieder geradelt ohne auch nur im geringsten Streß mit einem Autofahrer oder Polizisten zu haben - so wie immer...
    Achso ein paar "Sonntagsradler" haben mich und ich sie gefährdet, auch wie immer eigentlich...

  11. #951
    Katze80 Gast
    Zitat Zitat von Mount Ti Beitrag anzeigen
    Ich bin heute wieder geradelt ohne auch nur im geringsten Streß mit einem Autofahrer oder Polizisten zu haben - so wie immer...
    Achso ein paar "Sonntagsradler" haben mich und ich sie gefährdet, auch wie immer eigentlich...
    Na Mount Ti Schatz wieder auf Stenkerfeldzug .


    Probleme mit deinem Schatzi

  12. #952
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    Zitat Zitat von klappradl Beitrag anzeigen
    Zum Thema linkseitiger benutzungspflichtiger Radweg.
    So einen bin ich heute gefahren. Ein Auto kommt von links und will rechts abbiegen, der andere kommt mir entgegen und will auch rechts abbiegen (also dahin, wo der ersten herkommt). Der mir entgegenkommende sieht mich und wartet, der von links kommende freut sich und fährt los ohne nach rechts zu blicken. Er hat mich nicht erwischt, war aber knapp. Und das war ein Anlieger,der eigentlich wissen sollte, dass der Radweg in beide Seiten benutzungspflichtig ist.
    Ach es geht noch viel einfacher:
    selbe Situation nur gibt es den von links kommenden nicht. Der Entgegenkommende zieht mit 50-60 Sachen rum, erwischt mich fast frontal, klassischer Abgang über die Motorhaube, gut 10 m weiter wieder aufgekommen.Zitat: Ich habe Sie nicht gesehen. Bei schnurgerader Straße ohne Hindernisse bei blauem Himmel Freitags 13 Uhr meinte er wohl eher: "Ich war mir sicher dass ich Vorfahrt hatte." Ich denke das Problem liegt auch darin, dass sich viele auch der Vorfahrtsregeln bzgl Radwegen nicht im klaren sind...

  13. #953
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    Folgendes Gerichtsurteil steht in der aktuellen TOUR (abgetippt):

    Recht & Verkehr -- Zeichen lesen

    Fährt man auf dem Radweg, muss man Verkehrsschilder beachten -- selbst wenn sie schlecht sichtbar sind. Im vorliegenden Fall überquerte eine Radfahrerin, die auf dem Radweg unterwegs war, eine vorfahrtsberechtigte Abbiegespur und stieß mit einem Auto zusammen. Sie reichte Klage gegen den Pkw-Lenker ein mit der Begründung, er hätte durch ein dort angebrachtes Warnlicht und das Schild "Radfahrer kreuzen" besonders aufmerksam sein müssen. Sie selbst habe das "Vorfahrt achten"-Schild auf Ihrer Fahrbahn nicht sehen können, da es vom Blattwerk überwuchert gewesen sei. Vom Landgericht wie vom Oberlandgericht wurde ihr jedoch wegen Vorfahrtsverletzung die alleinige Haftung auferlegt. Nach Ansicht des Gerichts seien Radwege als "andere Straßenteile" im Sinne der StVO anzusehen; deshalb müssten auf die Fahrbahn einbiegende Radfahrer äußerste Sorgfalt aufbringen und bei Unübersichtlichkeit sogar absteigen. Für den PKW-Fahrer sei sie wegen Büschen auf dem Grünstreifen erst sehr spät sichtbar geworden, so dass ihn kein Mitverschulden treffe; die auf Radfahrer hinweisenden Schilder beründeten für ihn keine Wartepflicht. (LG Köln, Urt. v. 24.4.3007 - 4 I 123/06; OLG Köln, Beschl. v. 29.8.2007 - 20 U 107/07).
    Die Radfahrerin kann gar nichts dafür, der Autofahrer auch nur wenig. Schuld an diesem Unfall hat der unsägliche Zustand und auch erst das Vorhandensein des Radwegs! Typisch Köln, mach endlich hinne Siggi!

    Für mich sind diese Storys ein klares Zeichen, keinerlei unbekannte Radwege mehr zu benutzen zu dürfen!

    (Geht auch in den Prügelknabenfred)
    Gruß, DJ

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  14. #954
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    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    @RREbi: Erkläre, wie so ein Spruch einhergeht mit der Tatsache, dass es wohl zigtausende linksseitige Radwege, oft auch noch ohne Furtmarkierungen gibt und ein Autofahrer beim besten Willen nichts ahnen kann! Immerhin scheint ja der Weg breit genug gewesen zu sein, dass man ihn in Fahrtrichtung benutzen darf. Und Kinder gibt es auch noch, die MÜSSEN den Gehweg benutzen!

    Entweder sind linksseitige Radwege gefährlich, oder nicht.
    Habe denen jetzt das hier geschrieben:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich beziehe mich auf Ihren Polizeibericht vom 25.01.08

    25.01.2008 | 10:56 Uhr
    POL-BOR: Bocholt - Radfahrerin bei Unfall leicht verletzt
    Erneuter Fall des "verbotenen Linksfahrens"

    http://www.presseportal.de/polizeipr...zei_borken/rss

    Ich muss sagen, dass nicht nur ich über diese Mitteilung regelrecht schockiert war. Dabei geht es nicht darum, dass Sie der Falschfahrerin auf dem Rad gefährliche Leichtsinnigkeit unterstellen. Falschfahren ist immer gefährlich. Geisterradeln macht überdies korrekt fahrenden Radfahrern das Rad fahren unnötig riskant.

    Ich finde es aber diskriminierend, wie Sie die Autofahrerin, die sicher nicht nach rechts geschaut hat, derart in Schutz nehmen konnten!? Das ist ein völlig falsches Beispiel, denn die Kfz-Lenkerin konnte doch überhaupt nicht erkennen, ob da ein Radweg ist oder nicht, geschweige denn in welche Richtungen dieser freigegeben oder gar benutzungspflichtig ist. Ich kenne kaum korrekt erstellte Radwege, die an allen Furten deutlich markiert sind. Was wäre zudem gewesen, wenn Kinder, die ja den Gehweg benutzen müssen, ins Auto gefahren wären?

    Ist Ihnen quer durch die Bundesrepublik eigentlich schon mal aufgefallen, wie viele linksseitige Radwege -- oft auch noch gemeinsame Rad- und Fußwege -- nicht nur vorhanden, sondern sogar benutzungspflichtig sind? Unserer Meinung ist das völlig falsche Verkehrsplanung, die auch überhaupt nicht mit der StVO konform ist, betrifft aber wohl zigtausende von Radwegen. Ist linksseitiges Radfahren wirklich so gefährlich, wie Sie angeben, bitte ich Sie, bei den Verkehrsbehörden und -planern hierzu vorstellig zu werden. Denn diese Gefahr ist real vorhanden, wird aber viel zu oft erzwungen, so dass es nicht verwunderlich ist, wenn ein Teenager nicht mehr durchblickt, dass er jetzt hier nicht (mehr) fahren darf.

    Ich bitte um eine entsprechende Gegendarstellung in allen Medien, in denen diese Polizeimeldung veröffentlicht wurde und Rückmeldung.

    Vielen Dank!

    .
    Gruß, DJ

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  15. #955
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    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Folgendes Gerichtsurteil steht in der aktuellen TOUR (abgetippt):

    Recht & Verkehr -- Zeichen lesen

    Fährt man auf dem Radweg, muss man Verkehrsschilder beachten -- selbst wenn sie schlecht sichtbar sind. Im vorliegenden Fall überquerte eine Radfahrerin, die auf dem Radweg unterwegs war, eine vorfahrtsberechtigte Abbiegespur und stieß mit einem Auto zusammen. Sie reichte Klage gegen den Pkw-Lenker ein mit der Begründung, er hätte durch ein dort angebrachtes Warnlicht und das Schild "Radfahrer kreuzen" besonders aufmerksam sein müssen. Sie selbst habe das "Vorfahrt achten"-Schild auf Ihrer Fahrbahn nicht sehen können, da es vom Blattwerk überwuchert gewesen sei. Vom Landgericht wie vom Oberlandgericht wurde ihr jedoch wegen Vorfahrtsverletzung die alleinige Haftung auferlegt. Nach Ansicht des Gerichts seien Radwege als "andere Straßenteile" im Sinne der StVO anzusehen; deshalb müssten auf die Fahrbahn einbiegende Radfahrer äußerste Sorgfalt aufbringen und bei Unübersichtlichkeit sogar absteigen. Für den PKW-Fahrer sei sie wegen Büschen auf dem Grünstreifen erst sehr spät sichtbar geworden, so dass ihn kein Mitverschulden treffe; die auf Radfahrer hinweisenden Schilder beründeten für ihn keine Wartepflicht. (LG Köln, Urt. v. 24.4.3007 - 4 I 123/06; OLG Köln, Beschl. v. 29.8.2007 - 20 U 107/07).
    Die Radfahrerin kann gar nichts dafür, der Autofahrer auch nur wenig. Schuld an diesem Unfall hat der unsägliche Zustand und auch erst das Vorhandensein des Radwegs! Typisch Köln, mach endlich hinne Siggi!

    Für mich sind diese Storys ein klares Zeichen, keinerlei unbekannte Radwege mehr zu benutzen zu dürfen!

    (Geht auch in den Prügelknabenfred)
    Hm, vielleicht müsste man dem Gericht für so ein Urteil sogar dankbar sein. Es orientiert sich ja am Gesetz und so gesehen deckt es eigentlich nur mal wieder den Korrekturbedarf daran auf. Es zwingt den Radfahrer dazu, abwechselnd Straßenteile und "andere Straßenteile" zu benutzen. Also permanet umzudenken, im Sinne der StVO. Ist das zumutbar?

  16. #956
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    Das nächste Beispiel: "Ordnungsgemäß" = in Kauf nehmen einer größeren Gefahr.

    46-Jähriger wird leicht verletzt
    Zu einem Zusammenstoß zwischen einem Pkw-Fahrer und einem Radfahrer kam es am Samstag in Nördlingen in der Nürnberger Straße. Ein 72-jähriger Pkw-Fahrer fuhr aus einer Grundstückszufahrt und übersah einen ordnungsgemäß auf dem Radweg fahrenden 46-Jährigen. Dabei wurde der Radfahrer leicht verletzt.
    Quelle

  17. #957
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    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Folgendes Gerichtsurteil steht in der aktuellen TOUR (abgetippt):



    Die Radfahrerin kann gar nichts dafür, der Autofahrer auch nur wenig. Schuld an diesem Unfall hat der unsägliche Zustand und auch erst das Vorhandensein des Radwegs! Typisch Köln, mach endlich hinne Siggi!

    Für mich sind diese Storys ein klares Zeichen, keinerlei unbekannte Radwege mehr zu benutzen zu dürfen!

    (Geht auch in den Prügelknabenfred)
    Mit dem Urteil würde ich losgehen und denjenigen auf Schadenersatz verklagen, der es versäumt hat, die Verkehrszeichen freizuschneiden.

    RREbi
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  18. #958
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    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Also RREbi, nennst Du eine 16-jährige ausreichend Rad-erfahren?
    Das ist nicht eine Frage des Alters, sondern wie lange jemand schon Rad fährt und in der Lage ist zu erkennen, dass das Befahren von solchen Radwegen schlicht mit Gefahren verbunden ist, vor allem dann, wenn man dort nicht fahren darf. Ich gestehe der jungen Radfahrerin gerne zu, dass es um 16.10 h auch in Bocholt schon dunkel war und die Orientierung dadurch ohnehin erschwert gewesen sein dürfte.
    Du müsstest als Jurist doch wissen, wie wenigen Menschen die komplexen Radverkehrsregeln vertraut sind.
    Das könnte auch daran liegen, dass Radfahren gerne mit rechtsfreien Räumen gleichgesetzt wird. Wer sich nicht auskennt, sollte besser zu Hause bleiben...:-)

    Meiner Meinung gibt es nichts bescheuerteres, als bundesdeutsche Radverkehrspolitik!
    Die gibt es auch nicht. Es gibt Bundesgesetze wie die StVO, aber die Radverkehrspolitik wird auf kommunaler Ebene - also wie ein Flickenteppich - gemacht.

    RREbi
    Geändert von RREbi (27.01.2008 um 11:39 Uhr)
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  19. #959
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    Jepp, ich hab mich mal mit einem unterhalten der hin und wieder mit dem "Dorfsheriff" aneinandergerät. Er fährt vor sich hin, neben ihn fährt ein Polizeiauto und man ruft ihm zu: "Da ist ein Radweg!"
    Er antwortet: "Das ist kein Radweg, das ist eine Zumutung!"
    Er war damals gerade 16 und hatte es wohl kapiert...

    Felix

  20. #960
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    aus dem radsport-forum.de:
    "27.01.2008

    Radfahrer - Freiwild für die Polizei???

    Radrennfahrer scheinen ja nicht nur durch die Doping Problematik ein
    negatives Image zu haben sondern werden selbst von der Polizei als besoffene Unfallverursacher gesehen

    Am 11.1.2008 fuhr ich mit dem Rennrad von der Arbeit nach Hause. Um 19 Uhr
    erreichte ich den Kreisverkehr bei Donaueschingen Mitte (bei Autohaus Ford).
    Ich fuhr dort Richtung Parkschwimmbad auf der Vorfahrtstrasse. Rechts von
    der Vorfahrtstrasse sah ich 2 Autos von der Stadtkirche herunterfahren. Das
    erste Auto ordnete sich links zum Linksabbiegen ein und hielt auf der
    vordersten Haltelinie auf dem roten Streifen des Rad- und
    Fußgängerüberweges. Eigentlich hätte er vor dem roten Streifen halten
    müssen. Das hintere Auto fuhr rechts an dem wartenden Auto vorbei und bog
    ohne zu stoppen rechts ab. Ich erkannte die Gefahr noch rechtzeitig und zog
    abrupt nach links rüber, um dem Auto auszuweichen. Bremsen hätte nichts mehr
    genützt. Durch das abrupte Links rüber ziehen befand ich mich auf der linken
    Fahrbahnseite und zog dann wieder auf die rechte Straßenseite rüber. Ich bin
    dann ohne zu stoppen weiter gefahren und hob kurz die Hand, um dem
    Autofahrer zu signalisieren, was er da eigentlich gemacht hatte. Der
    Autofahrer fuhr daraufhin links an mich ran und öffnete das Fenster der
    Beifahrerseite. Er gestikulierte wild und sagte etwas zu mir, ich habe ihn
    aber nicht verstanden. Darauf überholte er mich, zog rechts rüber und
    bremste abrupt. Da ich dieses Verhalten des Autofahrers nicht vorhersehen
    konnte, fuhr ich fast ungebremst auf das hintere Heck des Autos. Ich prallte
    mit dem vollen Körper auf das Heckteil, wurde durch die Wucht wieder zurück
    katapultiert und landete auf der Strasse. Ich bin dann wie in Trance kurz
    aufgestanden. Dabei konnte ich mithören, wie der Fahrer des darauf folgenden
    Autos - wohl ein Kollege des Unfallverursachers - ausstieg, den
    Unfallverursacher mit „Du“ ansprach und zu ihm sagte, er müsse sich keine
    Sorgen machen, da er gerne Zeuge spielen würde. Der Unfallverursacher und
    sein hinter ihm fahrender Kollege machten weder Anstalten, die Polizei oder
    den Krankenwagen anzurufen, noch gaben sie mir bei gefrierenden Temperaturen
    eine Decke. Der befangene Zeuge sagte zu mir ich solle die Polizei selber
    anrufen, wobei ich aber wegen Gefühlsstörungen in den Händen das Handy gar
    nicht mehr bedienen konnte. Der Unfallverursacher stand bei seinem Auto im
    Hintergrund, wohl mit schlechten Gewissen, da ihm jetzt erst bewusst wurde,
    was er angerichtet hatte. Währenddessen spielte sich sein „Zeuge“ ziemlich
    auf und beschuldigte mich, mitten auf der Strasse gefahren zu sein.

    Dabei hatte ich ja keine andere Wahl, als auf die linke Fahrspur zu ziehen,
    um nicht schon an der Kreuzung mit dem späteren Unfallverursacher zusammen
    zu stoßen. Dieser befangene Zeuge war eigentlich nur provozierend zu mir,
    beschimpfte mich als Simulant und als Verkehrsfrevel, während der
    Unfallverursacher nie was sagte.

    Ich zitterte am ganzen Leib, lag mit ärgsten Schmerzen am Boden und heulte
    schon, weil mir keiner Helfen wollte. Vermutlich haben dann andere vorbei
    fahrende Autofahrer den Notruf ausgeführt. Es vergingen sage und schreibe
    über 16 Minuten bis der Rettungswagen kam, dies obwohl der Rettungsdienst
    nur 2 Minuten von der Unfallstelle entfernt stationiert ist!

    Die Polizei, die ebenfalls nur 2 Minuten vom Unfallort entfernt stationiert
    ist, kam darauf hin auch.

    Soweit zum Unfallhergang. Es vergingen 7 Tage ohne dass sich die Polizei bei
    meldete um nach dem genauen Unfallhergang zu fragen. Da sich die Polizei von
    selber nicht meldete erstattete ich per Email eine Anzeige wegen übelster
    Verkehrsgefährdung und Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung und gröbste
    Nötigung im Straßenverkehr und Körperverletzung

    10 Tage später bekam ich eine Einladung zum Revier. Zunächst dachte ich es
    ging um die Unfallvernehmung meinerseits. Ich dachte ich bin im falschen
    Film als ich hörte es geht um ein Bußgeldverfahren gegen mich!

    Begründung: Unfallteilnehmer sah mich beim Überholen im Rückspiegel dass ich
    die Hand hob und hielt darauf an! Und ich sei dann in sein Auto hinein
    gefahren!

    Dazu folgende Bemerkung: es war draußen dunkel und mein 10 Watt
    Frontstrahler stellt alles in den Schatten speziell meine Hand (schwarze
    Handschuhe). Aber da der 64 jährige Autofahrer ja angeblich mich überholte
    konnte er seine ganze Aufmerksamkeit mit seiner halbrunden Lesebrille dem
    Rückspiel widmen und mich dort in den Fokus nehmen obwohl der Autofahrer
    eigentlich mich (mein Schweinwerferlicht) gleich aus dem Blickwinkel hätte
    verlieren müssen.

    Wie bescheuert muss die Polizei überhaupt sein dies zu glauben?

    Eine Befangenheit zwischen dem Polizisten und dem Geschäftsführer des
    einzigen Sportgeschäftes in diesem Raum wird von vielen angenommen.

    Das wird durch das verhalten Polizisten am Unfallort verstärkt. Ich war
    schockiert über die erste Frage des anwesenden Polizisten (über 20 min. nach
    dem Unfall) ob ich Alkohol getrunken hätte. Dieses Verhalten war für mich
    sehr demütigend und erniedrigend, da ich schwer verletzt am Boden lag, nicht
    zugedeckt bei einer Temperatur von ca. 0 Grad! Ich hätte in dieser Situation
    eigentlich Hilfe erwartet.

    Und wie sagt man so schön die Polizei dein Freund und Helfer!"

    Mit Ausnahme der plumpen Verallgemeinerungen, die er aus seinem konkreten Erleben ableitet, eine interessante Geschichte - so kann es auch gehen.

    RREbi
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