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  1. #161
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    Zitat Zitat von zwanzich Beitrag anzeigen
    Das dürfte ziemlich sicher diese Stelle hier sein, zwischen Kaltenbrunn und Garmisch:
    http://goo.gl/maps/Sthor
    Abgesehen davon, dass der besagte Radweg mal links, mal rechts, mal gar nicht an der Fahrbahn langführt, ist er in Richtung GAP nicht nötig, weil man mit RR in Richtung bergab (!) GAP locker im Autoverkehr mitschwimmt.
    Alle Aufregung ist also schlicht für die Katz, in der Sache falsch und zeigt einmal mehr, dass ein willkürlicher kleiner Ausschnitt taugt, die Leute anzuheizen, aber nicht aufzuklären.
    Danke für die Aufklärung. Ja, ich glaube, dort wars.
    Es hat aber im anderen Forum auch jemand mittels "Vogelperspektive" / Google Maps gezeigt, daß der "Radweg" bspw. nicht wirklich Fahrbahn- begleitend ist, seltsame Haken schlägt (und was man halt so, als nicht- Ortskundiger aus dieser Vogelperspektive sehen kann).
    Du kannst aber sicher sein, daß das den dort versammelten "Blech- Taliban" völlig gleichgültig war/ist. Das Thema wird dort auf einer völlig anderen Ebene behandelt. So ist es bspw. nicht verwunderlich, wenn dort jemand das knappe Überholen, anhupen und mit der Wisch-/Wasch Anlage besprühen von Radlern vollkommen legitim findet.


    Zitat Zitat von zwanzich Beitrag anzeigen
    Alle Aufregung ist also schlicht für die Katz, in der Sache falsch und zeigt einmal mehr, dass ein willkürlicher kleiner Ausschnitt taugt, die Leute anzuheizen, aber nicht aufzuklären.
    Übrigens, der User, der das Foto gemacht und dort den Beitrag gepostet hat, der ist sogar Moderator in dem Forum .
    Geändert von Brunolp12 (21.08.2012 um 21:47 Uhr)
    Zitat Rolf Aldag:
    ... Olli Kahn - der ist angemeiert, weil man ihm sagt, 'da fehlen zehn Milliliter', nimmt den Becher und haut ihn an die Wand. Jeder Radrennfahrer wäre für zwei Jahre gesperrt worden. Jeder Radrennfahrer.

  2. #162
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    Zitat Zitat von Brunolp12 Beitrag anzeigen
    Übrigens, der User, der das Foto gemacht und dort den Beitrag gepostet hat, der ist sogar Moderator in dem Forum .
    Warum so überrascht?

  3. #163
    Avatar von fassa
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    Zitat Zitat von Bursar Beitrag anzeigen
    Warum so überrascht?
    Jenau, Du weeßt doch, wie die Mods hier druff sinn.
    Dumm sein und Arbeit haben:
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    (Gottfried Benn)

  4. #164
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    Zitat Zitat von martl Beitrag anzeigen
    Ich kann dir einen Erfahrungsbericht von der Lothstrasse zur FH vor geben. Das ist eine riesig breite, recht wenig befahrene Strasse, auf jeder Fahrbahnseite haben zwei Autos nebeneinander bequem Platz. Wegen der Uni viel Radverkehr. Die Strasse ist aber auch für den Fernverkehr ausgeschildert.

    Da war jahrzehntelang völlig entspanntes Radeln möglich. Seit zwei Jahren gibt es Radstreifen. Die werden von Kunden des Kiosks und des Getränkemarktes als erweiterte Parkzone genutzt, als Anmarschraum zum Einparken sowieso, und neuerdings kommen einem darauf die ersten Geisterradler entgegen, gerne auch Nachts ohne Licht.
    Hab ich da noch nie erlebt. Da fahr ich aber auch nur tagsüber durch.
    "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es." Kästner

  5. #165
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    Zitat Zitat von Matt_8 Beitrag anzeigen
    Mit so einem blauen Schild ist der Weg ein "echter" Radweg (was soll eigentlich das "echt" bedeuten?) und somit erstmal auch benutzungspflichtig (von bestimmten Ausnahmen mal abgesehen). Deine Aussage 3. ist meiner Meinung nach also falsch.
    Tut mir leid, wenn meine Ausdrucksweise zuweilen für Verwirrung sorgt. Es ging doch in meinem Beispiel darum, dass ein Autofahrer mich auf einen Radweg verscheuchen wollte, der keiner war.

    Ich versuche es mal so rum:

    Für (viele) Autofahrer ist ja (fast) alles, was asphaltiert ist und außerorts neben der Fahrbahn sichtbar ist, ein Radweg, egal, ob es ein Gehweg ist (wie bei mir), ein Feldweg, ein Trampelpfad etc.... Das sind alles keine Radwege (bzw. falsch(e) angenommene bzw. "unechte" - blöde Ausdrucksweisen aber ich möchte diesmal nichts auslassen).

    Wenn dann tatsächlich mal ein *echter* Radweg vorhanden ist, ist dieser dennoch *grundsätzlich* nicht benutzungspflichtig, weil Radwegbenutzungspflichten ja die Ausnahme sind (sein sollen) und eine Radwegbenutzungspflicht laut Hr. Kasparick in der Anhörung zur Petition gegen die RWBP in Deutschland ja gar nicht existiert. Dieses absolutistische Gerede ist zwar Quark, wie wir (wohl) alle wissen, aber dennoch sollte man da ruhig mal dran festhalten finde ich. Schließlich kam die Aussage quasi vom Bundesverkehrsministerium.

    Zu den *echten* Radwegen gesellen sich dann leider noch die blau beschilderten Konsorten mit Benutzungspflicht. Aber die sind ja angeblich nur die Ausnahme (faktisch die Regel).

    Kann man das so besser verstehen?
    .
    Gruß, DJ

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    "Wir haben in Deutschland keine Radwegebenutzungspflicht!" Ulrich Kasparick, ehem. parlamentarischer Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums

  6. #166
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    Wir haben hier im Städtchen auch auf einigen Straßen diese 'Radstreifen'. Als ich mir gestern Abend noch ein wenig die Beine vertrat, sah ich einen Radfahrer - es war schon zappenduster - ohne Licht links(! - rechts ist keiner) auf diesem Radstreifen fahren... Ein würdiger Bewerber für den Darwin-Award.
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  7. #167
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    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Für (viele) Autofahrer ist ja (fast) alles, was asphaltiert ist und außerorts neben der Fahrbahn sichtbar ist, ein Radweg, egal, ob es ein Gehweg ist (wie bei mir), ein Feldweg, ein Trampelpfad etc.... Das sind alles keine Radwege (bzw. falsch(e) angenommene bzw. "unechte" - blöde Ausdrucksweisen aber ich möchte diesmal nichts auslassen)
    Um mal einen Autofahrer aus dem anderen Forum zu zitieren:
    Wenn die Strasse schlecht ist darf ich auch nicht einfach den Bürgersteig benutzen. Radfahrer haben auf der Strasse nix verloren
    Zitat Rolf Aldag:
    ... Olli Kahn - der ist angemeiert, weil man ihm sagt, 'da fehlen zehn Milliliter', nimmt den Becher und haut ihn an die Wand. Jeder Radrennfahrer wäre für zwei Jahre gesperrt worden. Jeder Radrennfahrer.

  8. #168
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    Zitat Zitat von Brunolp12 Beitrag anzeigen
    Um mal einen Autofahrer aus dem anderen Forum zu zitieren:

    Na ja, such Dir hier mal Beiträge, die Autofahrer verteidigen, sind auch nicht so viele. Und "Militanz" bzw. Komplettignoranz ("nur ich weiß bescheid!") wirst Du hier genauso finden.....
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  9. #169
    Avatar von fassa
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    Bei dem ganzen Gequatsche in dem Motor-Talk-Forum freue ich mich auf die Massen von E-Bikes und Pedelecs. Dann werden sehr viele feststellen müssen, dass viele Radwege mit den Dingern nicht befahrbar sind, wegen der Geschwindigkeit, die die Dinger erreichen.
    Dumm sein und Arbeit haben:
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    (Gottfried Benn)

  10. #170
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    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Tut mir leid, wenn meine Ausdrucksweise zuweilen für Verwirrung sorgt. Es ging doch in meinem Beispiel darum, dass ein Autofahrer mich auf einen Radweg verscheuchen wollte, der keiner war.

    Ich versuche es mal so rum:

    Für (viele) Autofahrer ist ja (fast) alles, was asphaltiert ist und außerorts neben der Fahrbahn sichtbar ist, ein Radweg, egal, ob es ein Gehweg ist (wie bei mir), ein Feldweg, ein Trampelpfad etc.... Das sind alles keine Radwege (bzw. falsch(e) angenommene bzw. "unechte" - blöde Ausdrucksweisen aber ich möchte diesmal nichts auslassen).

    Wenn dann tatsächlich mal ein *echter* Radweg vorhanden ist, ist dieser dennoch *grundsätzlich* nicht benutzungspflichtig, weil Radwegbenutzungspflichten ja die Ausnahme sind (sein sollen) und eine Radwegbenutzungspflicht laut Hr. Kasparick in der Anhörung zur Petition gegen die RWBP in Deutschland ja gar nicht existiert. Dieses absolutistische Gerede ist zwar Quark, wie wir (wohl) alle wissen, aber dennoch sollte man da ruhig mal dran festhalten finde ich. Schließlich kam die Aussage quasi vom Bundesverkehrsministerium.

    Zu den *echten* Radwegen gesellen sich dann leider noch die blau beschilderten Konsorten mit Benutzungspflicht. Aber die sind ja angeblich nur die Ausnahme (faktisch die Regel).

    Kann man das so besser verstehen?
    .
    Sorry, aber das ist für mich immernoch rhetorischer Mist. Mit solchen schwammigen Definitionen wirst du bei einer ernsthaften Diskussion kein Land sehen und nur Nebenkriegsschauplätze um irgendwelche Begrifflichkeiten eröffnen.

    Wenn ein blaues Schild da steht, ist der Weg ein Radweg.
    Alles andere sind für mich keine Radwege, sondern Gehwege, die ggf. für die Nutzung per Rad frei sind.

  11. #171
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    Zitat Zitat von Brunolp12 Beitrag anzeigen
    Danke für die Aufklärung. Ja, ich glaube, dort wars.
    Es hat aber im anderen Forum auch jemand mittels "Vogelperspektive" / Google Maps gezeigt, daß der "Radweg" bspw. nicht wirklich Fahrbahn- begleitend ist, seltsame Haken schlägt (und was man halt so, als nicht- Ortskundiger aus dieser Vogelperspektive sehen kann).
    Ich kenne die Strecke in beide Richtungen aus der Fahrbahnperspektive und kann dir versichern, dass dort für Rad _und_ Auto ganz locker ausreichend Platz vorhanden ist.
    Die Kolonne auf dem Motortalk-Foto dürfte denn auch mehr dem Wohnwagengespann geschuldet sein als dem Radler.
    Aber sei's drum.

    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Tut mir leid, wenn meine Ausdrucksweise zuweilen für Verwirrung sorgt.
    Kein Problem.
    Es wäre natürlich der Sache zweckdienlich, nicht noch einen Post hinterherzuschieben, der die Verwirrung nicht nur wiederholt, sondern nochmal verstärkt.

    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen
    Kann man das so besser verstehen?
    Nein, immer noch falsch.
    Dabei ist es ganz einfach:
    -blaubeblechte Radwege sind grundsätzlich benutzungspflichtig
    -sonstige Radwege sind es ausnahmslos nicht

    Dass ein "sonstiger Radweg" von einem Gehweg nicht (immer) eindeutig zu unterscheiden ist, steht auf einem anderen Blatt.

    Dass seitens der Autofahrer bei dieser Differenzierung Unsicherheit herrscht, ist wiederum angesichts der Flickschusterei der letzten Jahrzehnte nachvollziehbar, selbst du als 'Cyclerider' hast ja offenbar noch deine Schwierigkeiten.
    Man könnte dies freilich ganz leicht ändern ... nur wollen müsste man es.
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  12. #172
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    Zitat Zitat von zwanzich Beitrag anzeigen
    Ich kenne die Strecke in beide Richtungen aus der Fahrbahnperspektive und kann dir versichern, dass dort für Rad _und_ Auto ganz locker ausreichend Platz vorhanden ist.
    Danke für die Ergänzung.
    Aber, wie ich schon sagte, teils wurde das in der Reaktion auf den betreffenden Beitrag auch besprochen.
    Jedoch kommt man bei den Blech Taliban sowieso (auch aus ganz anderen Gründen) nicht durch.

    Wäre der Radweg so, wie auf dem kleinen Ausschnitt des Fotos, dann hätte ich ihn womöglich sogar verwendet. Darauf, daß man nur einen Auschnitt sieht, und nicht weiß, wie der Weg sonst so ist, ist aber (logischerweise) auch eingegangen worden.

    Zitat Zitat von zwanzich Beitrag anzeigen
    Die Kolonne auf dem Motortalk-Foto dürfte denn auch mehr dem Wohnwagengespann geschuldet sein als dem Radler.
    Aber sei's drum.
    Die Schuld, daß das Gespann nicht weiter kam und die Schlange auflief, die wurde dem Radler gegeben, wenn ichs recht erinnere... aber ich will hier nicht die Argumente wiedergeben, die nicht meine sind. Das lohnt nicht.
    Abhaken.

    Wollte bloß einmal mehr aufzeigen, wie real existierende PKW Lenker sich teilweise in Foren äußern.
    Geändert von Brunolp12 (22.08.2012 um 11:59 Uhr)
    Zitat Rolf Aldag:
    ... Olli Kahn - der ist angemeiert, weil man ihm sagt, 'da fehlen zehn Milliliter', nimmt den Becher und haut ihn an die Wand. Jeder Radrennfahrer wäre für zwei Jahre gesperrt worden. Jeder Radrennfahrer.

  13. #173
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    Zitat Zitat von Brunolp12 Beitrag anzeigen
    Es hat aber im anderen Forum auch jemand mittels "Vogelperspektive" / Google Maps gezeigt, daß der "Radweg" bspw. nicht wirklich Fahrbahn- begleitend ist, seltsame Haken schlägt (und was man halt so, als nicht- Ortskundiger aus dieser Vogelperspektive sehen kann).
    "Seltsame Haken" trifft es ganz gut. Aus Kaltenbrunn kommend verschwindet der "Rad-/Wirtschafts-/Sonstwasweg" nach rechts fast rechtwinkling im Grünen und du hast aus Sicht der Hauptstrasse keinen Schimmer wohin, geschweige denn, ob er irgendwann wieder zurückführen wird - zumal er bis Ortseingang Kaltenbrunn linksseitig lief und sich dann irgendwie auflöste...

    Zitat Zitat von Brunolp12 Beitrag anzeigen
    Du kannst aber sicher sein, daß das den dort versammelten "Blech- Taliban" völlig gleichgültig war/ist. Das Thema wird dort auf einer völlig anderen Ebene behandelt. So ist es bspw. nicht verwunderlich, wenn dort jemand das knappe Überholen, anhupen und mit der Wisch-/Wasch Anlage besprühen von Radlern vollkommen legitim findet.
    Klar, kennt man. Das Übliche: Verstösse der Anderen gehören geahndet, eigene wiederum sind eigentlich gar nicht möglich und falls doch mindestens legitim.
    Ist aber eigentlich als postpubertäres Heldengeschwafel nicht ernstzunehmen. Auf dieser Strecke hatte ich noch nie irgendwelche ernsteren Scherereien, am allerwenigsten von Einheimischen.
    Und selbst eine Diskussion mit der Rennleitung am Ortseingang von GAP verlief denn auch erstaunlich erfreulich...

    Zitat Zitat von Brunolp12 Beitrag anzeigen
    Übrigens, der User, der das Foto gemacht und dort den Beitrag gepostet hat, der ist sogar Moderator in dem Forum .
    Verständlich. Das Forum lebt doch von solchen Sachen und will gefüttert werden...
    treten statt tippen?
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  14. #174
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    Zitat Zitat von martl Beitrag anzeigen
    Sonst könnte jeder Autofahrer auch beschließen, eine Geschwindikeitsbeschränkung zu ignorieren, deren Sinn er nicht versteht.
    Äpfel und Birnen ergeben keinen Vergleich.

    Weil es nicht dem Verkehrsteilnehmer obliegt, das zu beurteilen, sondern der zuständigen Behörde.
    Natürlich darf, und muß!, der Radfahrer beurteilen, ob ein Blau Benutzungspflicht bewirkt, bzw. wo diese gilt. Sonst wären Bußgelder auch dann zu zahlen, wenn Richter die Unwirksamkeit bestätigen.

  15. #175
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    Zitat Zitat von Matt_8 Beitrag anzeigen
    Wenn ein blaues Schild da steht, ist der Weg ein Radweg.
    Alles andere sind für mich keine Radwege, sondern Gehwege, die ggf. für die Nutzung per Rad frei sind.
    Gut, wenn man das so sieht, ist es natürlich Quatsch was ich schreibe. Damit bin ich selbst mit Dietmar Kettler nicht konform, der meint, es wäre doch überhaupt kein Problem zu erkennen, ob ein Weg (auch) für Radfahrer vorgesehen ist oder nicht. Auch ich sehe das nicht ganz so einfach.

    Stimmt aber eben nicht und darauf zielte ich ab.

    Und Feldwege oder Waldwege hast Du vergessen.... sind auch keine Gehwege.

    Aber ich will hier nicht den Rechthaber spielen. So wie es 20 ausgedrückt hat, stimmt es 100%ig, auch wenn Autofahrer es anders sehen:

    -blaubeblechte Radwege sind grundsätzlich benutzungspflichtig
    -sonstige Radwege sind es ausnahmslos nicht
    .
    Gruß, DJ

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  16. #176
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    Zitat Zitat von dagegen Beitrag anzeigen
    Natürlich darf, und muß!, der Radfahrer beurteilen, ob ein Blau Benutzungspflicht bewirkt, bzw. wo diese gilt. Sonst wären Bußgelder auch dann zu zahlen, wenn Richter die Unwirksamkeit bestätigen.
    So ist es, danke!

    Und auch das ist ein Teil der jahrzehntelanger Flickschusterei, wie Prof. Dr. 20 schon richtig bemerkte (irgendwie muss man ihn ja über Müllermeister Dr. Ramsauer heben ).

    Klartext: Das Ganze ist so verworren, dass es am Besten ist zu sagen, man wüsste nicht, ob die RWBP hier, da und dort Bestand hätte aber man wolle schließlich auch mal wieder nach Hause. Dennoch: Dazu aufgefordert, Blauschildwege zu missachten, habe ich meines Wissens nicht.

    Gute Wege brauchen keine Benutzungspflicht.
    Wären Radwege gut, bräuchten sie keine Benutzungspflicht.
    Wären Radwege sicher, würden wir solche Themen sicher niemals diskutieren. Gefühlte 30 Mrd. Diskussionsstunden zeigen aber was anderes.
    .
    Gruß, DJ

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  17. #177
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    Wir RRler haben doch folgendes Grundproblem: Straßen werden geplant, gebaut und unterhalten, um motorisierten Verkehr von A nach B zu bringen. Radwege werden angelegt um "normalen" Radfahrern vom Kind bis zum Greis die möglichst gefahrlose Fortbewegung zu ermöglichen (Ob das immer gelingt, sei hier dahingestellt). Wir nutzen Straßen und Radwege aber als Sportstätten. Keine Frage: Wir dürfen das. Gleichwohl sind weder Straßen noch Radwege für unsere konkrete Verwendung ausgelegt. Daraus folgt für mich, das gerade wir RRler erst einmal in der Bringepflicht bezüglich Rücksichtnahme sind.
    Keine Ahnung, wieviele RRler es in Deutschland gibt. Ich schätze mal so zwischen 250 - 300 TSD. Jedenfalls sind wir gegenüber Autofahrern und "normalen" Radlern eine verschwindende Minderheit. Wir sind nicht der verkehrspolitische Nabel der Welt. Wir können weder vom Gesetzgeber, noch von der Gesellschaft erwarten, dass sie auf unsere besonderen Intressen gesonderte Rücksicht nimmt.

  18. #178
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    Zitat Zitat von Temposünder Beitrag anzeigen
    Wir RRler haben doch folgendes Grundproblem: Straßen werden geplant, gebaut und unterhalten, um motorisierten Verkehr von A nach B zu bringen. Radwege werden angelegt um "normalen" Radfahrern vom Kind bis zum Greis die möglichst gefahrlose Fortbewegung zu ermöglichen (Ob das immer gelingt, sei hier dahingestellt). Wir nutzen Straßen und Radwege aber als Sportstätten. Keine Frage: Wir dürfen das. Gleichwohl sind weder Straßen noch Radwege für unsere konkrete Verwendung ausgelegt. Daraus folgt für mich, das gerade wir RRler erst einmal in der Bringepflicht bezüglich Rücksichtnahme sind.
    Keine Ahnung, wieviele RRler es in Deutschland gibt. Ich schätze mal so zwischen 250 - 300 TSD. Jedenfalls sind wir gegenüber Autofahrern und "normalen" Radlern eine verschwindende Minderheit. Wir sind nicht der verkehrspolitische Nabel der Welt. Wir können weder vom Gesetzgeber, noch von der Gesellschaft erwarten, dass sie auf unsere besonderen Intressen gesonderte Rücksicht nimmt.
    Ich erwarte keinerlei Sonderrechte. Ich erwarte, genauso wie jeder Autofahrer und jede Oma, die zum Kaffeekränzchen ins nächste Dorf radelt, dass ich meinen Weg halbwegs bequem, sicher, ohne bleibenden Schaden am Material zurücklegen kann.

    Daran ändert sich nichts, nur weil ich statt auf dem Weg zur Arbeit zu sein, meine Rennrad-Feierabendrunde drehe.

    Und genau diese Voraussetzungen "halbwegs bequem, sicher, ohne bleibenden Schaden am Material" erfüllen 99,8% der Radwege nicht. Sie werden ausschliesslich mit Blick auf den absoluten Gelegenheits- und Freizeit-Radler geplant, der so selten Rad fährt, dass er, um nur ja vom Autoverkehr weg zu sein, allen möglichen Stuß in Kauf nimmt. Das denke ich mir nicht aus, das ist O-Ton Oberste Baubehörde (bis auf den Teilsatz mit dem Stuß).
    Das hat aber mit dem Fahrrad als Verkehrsmittel nichts zu tun.
    Geändert von martl (22.08.2012 um 14:00 Uhr)
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  19. #179
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    Zitat Zitat von Temposünder Beitrag anzeigen
    [...]Wir nutzen Straßen und Radwege aber als Sportstätten. Keine Frage: Wir dürfen das. Gleichwohl sind weder Straßen noch Radwege für unsere konkrete Verwendung ausgelegt. Daraus folgt für mich, das gerade wir RRler erst einmal in der Bringepflicht bezüglich Rücksichtnahme sind.
    Da wäre ich mir gar nicht mal so sicher, da existiert zumindest eine Grauzone. Aueßrdem stoße ich mich hier generell etwas an der Verwendung des Begriffes "Straße", wenn "Fahrbahn" gemeint ist.


    Zitat Zitat von Temposünder Beitrag anzeigen
    [...] Wir können weder vom Gesetzgeber, noch von der Gesellschaft erwarten, dass sie auf unsere besonderen Intressen gesonderte Rücksicht nimmt.
    Ja, und? Keiner möchte hier gesonderte Rücksicht. Mit einer einfachen Abschaffung der RWBP wäre allen gedient, Radfahrer wären damit ganz normale Fahrzeugführer, deren unsicherere Vertreter zusätzlich die Option hätten, den Gehweg zu benutzen.

    Aber generell: Radsport wird notgedrungen immer in einer verkehrspolitischen Grauzone stattfinden, weil es für die paar Piepel, wie du schon richtig anmerkst, niemals gesonderte Wege noch Gesetze für jede Besonderheit des Radler-Lebens geben kann.

    Das einzige was hilft, ist der §1 StVO und ein gesundes Maß an Leben und Leben lassen.

    g.
    Vergebe deinen Feinden...


    ...aber merke dir ihre Namen!


    www.oldenburgerradsportfreunde.de

  20. #180
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    Zitat Zitat von dagegen Beitrag anzeigen
    Äpfel und Birnen ergeben keinen Vergleich.
    Der Vergleich passt sogar recht gut.
    In selbigen Autoforen tummeln sich 100.000 Genies, die alle genau wissen, welches 80er-Schild berechtigt ist und welches unberechtigt. Und noch besser wissen sie, welcher Radweg benutzungspflichtig ist und welcher nicht.
    Bei anderen ist man ja immer gesetzestreuer als bei sich selber

    "ich suche mir aus, welches Blauschild gilt und welches nicht" funktioniert ganz genauso.

    Das erinnert mich, ich habe mir in der Schweiz auch mal die Mißachtung des Radweg-Hinweises selber genehmigt (Radweg war Schotter, echt grausig) und bin auf der Strasse geblieben. Die führte dann auf die Autobahn....
    Geändert von martl (22.08.2012 um 13:59 Uhr)
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