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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Campagnolo 2007er Bremse doch schlechter?



Rex500
18.04.2007, 23:16
Leif Hostes Ridley hinten: Record 2007

http://www.cyclingnews.com/photos/2007/apr07/roubaix07/tech/index.php?id=/photos/2007/tech/features/hoste_ridley_roubaix/gbHosteRidley10

und vorne, wo die Bremskraft richtig zählt: Record 2006! :D

http://www.cyclingnews.com/photos/2007/apr07/roubaix07/tech/index.php?id=/photos/2007/tech/features/hoste_ridley_roubaix/gbHosteRidley09

Crossfahrer1
18.04.2007, 23:34
uß keinen speziellen Grund haben.Vielleicht war gerade eine vordere von 2006 noch rum gelegen....
Was mir allerdings bei meinen Bremsen auffällt ist, dass die beim Abbremsen aus hohen Geschwindigkeiten heraus,ziemlich anfangen zu pfeifen.....
Das hatte ich noch mit keiner andren Bremse.

Noize
19.04.2007, 06:58
Also Pfeifen tun meine 2007er Records nicht.

Was sie aber tun ist, dass sie hammermäßig zupacken und zwar dermaßen, dass ich aufpassen muss nicht kopfüber abzusteigen..

Rüganer
19.04.2007, 07:16
Also Pfeifen tun meine 2007er Records nicht.

Was sie aber tun ist, dass sie hammermäßig zupacken und zwar dermaßen, dass ich aufpassen muss nicht kopfüber abzusteigen..

Das erklärt doch einiges ...

Ich fahre auf einem Renner (Stadtschlampe), weil ich das Material nicht anders hatte, vorne Shimano und hinten Koolstop Bremsbeläge. Die Shimanobeläge bremsen eindeutig schlechter während die Koolstop ordentlich zu packen. Da brauche ich mir auch keine Sorgen machen Kopf über abzusteigen, zudem ist die Bremsleistung zwischen beiden Bremsen dadurch fast ähnlich beim normalen Abbremsen. (Hintergrund: Bremsleistungsverteilung vorne hinten bei gleichem Material 60:40 )

robelz
19.04.2007, 07:33
(Hintergrund: Bremsleistungsverteilung vorne hinten bei gleichem Material 60:40 )

Lern Bremsen, dann haste vorn deutlich mehr als 60% (Vollbremsung über 80%)...

Rüganer
19.04.2007, 07:42
Lern Bremsen, dann haste vorn deutlich mehr als 60% (Vollbremsung über 80%)...

Du lass deine selten bescheidenen Bemerkungen.

Die Werte, die ich genannt habe sind die, die dir jeder Fahrschullehrer nennt und daher auch eher allgemein bekannt sind. Solche bekannten Werte nimmt man, wenn es nicht um die Zahlen an sich geht, sondern nur um ein mehr und weniger darzustellen.

Ansonsten, habe ich die Bremsbeläge nicht so gewählt, weil ich Angst habe eine Überschlag zu machen, sondern weil hinten eine gute Open Pro Felge drin ist und vorne eine billige Trekkingfelge (T 219) und zudem der Verschleiß vorne geringer als hinten ist.
(Hintergrund: Shimanobeläge = Felgenkiller)

robelz
19.04.2007, 07:54
Du lass deine selten bescheidenen Bemerkungen.

Die Werte, die ich genannt habe sind die, die dir jeder Fahrschullehrer nennt und daher auch eher allgemein bekannt sind. Solche bekannten Werte nimmt man, wenn es nicht um die Zahlen an sich geht, sondern nur um ein mehr und weniger darzustellen.

Ansonsten, habe ich die Bremsbeläge nicht so gewählt, weil ich Angst habe eine Überschlag zu machen, sondern weil hinten eine gute Open Pro Felge drin ist und vorne eine billige Trekkingfelge (T 219) und zudem der Verschleiß vorne geringer als hinten ist.
(Hintergrund: Shimanobeläge = Felgenkiller)

Dann hat der Fahrlehrer entweder keine Ahnung, ODER er hat Dir einen Wert für leichtes Anbremsen genannt. Dann nämlich strebt man 50/50 an. Bei griffigem Asphalt und einer Vollbremsung am Limit kann man den Anteil der Hinterrad als sehr guter Motorradfahrer sogar auf 0 reduzieren...

Rüganer
19.04.2007, 07:59
Dann hat der Fahrlehrer entweder keine Ahnung, ODER er hat Dir einen Wert für leichtes Anbremsen genannt. Dann nämlich strebt man 50/50 an. Bei griffigem Asphalt und einer Vollbremsung am Limit kann man den Anteil der Hinterrad als sehr guter Motorradfahrer sogar auf 0 reduzieren...

dann haben mir mehrere Fahrlehrer falsche Werte genannt (einer ist sogar in unseren Verein)


Im übrigen siehst du es auch an der Dimensionierung und teils Art der Bremsen bei PKW und Motorrad, wo das meiste der brauchbaren Bremsleistung sitzt.


Aber wenn du sagts, dass man 50/50 anstrebt, dann habe ich ja alles bei meinen Bremsen richtig gemacht :D

martl
19.04.2007, 07:59
Ihr redet aneinander vorbei, glaube ich. Rüganer meint wahrscheinlich, welche Bremslastverteilung er *anstrebt*, wenn er beide Bremshebel gleich stark zieht, Roblez spricht von der maximal möglichen Bremsleistung.
Ich behaute mal, ihr seid beide schief gewickelt :)
Bei zwei unabhängigen Bremsen kann man die Bremskraft zwischen 100/0 und 0/100 beliebig wählen. So grobmotorisch ist doch niemand, dass er immer gleich stark an beiden Hebeln zieht...

Ob man irgendwelche Fahrlehrer-Faustformeln vom Auto/Motorrad auf das Fahrad übertragen kann (oder muß), bezweifle ich mal stark, die physikalischen Gegebenheiten sind beim Fahrrad anders (höherer Schwerpunkt). Die maximale Bremsleistung beim Fahrrad hast Du dann, wenn das Vorderrad so stark bremst, dass das HR gerade nicht abhebt. Da dann auf dem HR keine Gewichtskraft mehr wirkt, habe wir dann vorne 100%.

robelz
19.04.2007, 08:02
Bei zwei unabhängigen Bremsen kann man die Bremskraft zwischen 100/0 und 0/100 beliebig wählen. So grobmotorisch ist doch niemand, dass er immer gleich stark an beiden Hebeln zieht...

Ob man irgendwelche Fahrlehrer-Faustformeln vom Auto/Motorrad auf das Fahrad übertragen kann (oder muß), bezweifle ich mal stark, die physikalischen Gegebenheiten sind beim Fahrrad anders (höherer Schwerpunkt). Die maximale Bremsleistung beim Fahrrad hast Du dann, wenn das Vorderrad so stark bremst, dass das HR gerade nicht abhebt. Da dann auf dem HR keine Gewichtskraft mehr wirkt, habe wir dann vorne 100%.

Ich gehe davon aus, aus beiden Bremsen zusammen die maximale Verzögerung zu erzielen. Dann habe ich eben bei einer Vollbremsung eine Verteilung der Bremskraft von etwa 80/20 oder 85/15. Darüber ist es tatsächlich möglich, beim Ausreitzen (anheben des Hinterrades) den Anteil der HR Bremse auf 0 zu reduzieren...

robelz
19.04.2007, 08:03
Fahrlehrer haben übrigens diese Information:


Welche Bremse ist die beste?

Grundsätzlich ist dies abhängig von der Bremsverzögerung. Bei einer Bremsverzögerung von 2 m/s² (schwache Bremsung) ist die Bremswirkung gleich - jeweils 50 % Vorder- und 50 % Hinterradbremse. Bei einer Vollbremsung (8 m/s²) übernimmt die Vorderradbremse 82,5 % der Bremskraft und die Hinterradbremse 17,5 %. Bei wesentlich höherer Verzögerung - sofern die Fahrbahn griffig und trocken ist, wird die Bremsverteilung komplett auf die Vorderradbremse übertragen und im Extremfall wäre ein Überschlag die Folge.

Rüganer
19.04.2007, 08:07
Ihr redet aneinander vorbei, glaube ich. Rüganer meint wahrscheinlich, welche Bremslastverteilung er *anstrebt*, wenn er beide Bremshebel gleich stark zieht, Roblez spricht von der maximal möglichen Bremsleistung.
Ich behaute mal, ihr seid beide schief gewickelt :)
Bei zwei unabhängigen Bremsen kann man die Bremskraft zwischen 100/0 und 0/100 beliebig wählen. So grobmotorisch ist doch niemand, dass er immer gleich stark an beiden Hebeln zieht...

Ob man irgendwelche Fahrlehrer-Faustformeln vom Auto/Motorrad auf das Fahrad übertragen kann (oder muß), bezweifle ich mal stark, die physikalischen Gegebenheiten sind beim Fahrrad anders (höherer Schwerpunkt). Die maximale Bremsleistung beim Fahrrad hast Du dann, wenn das Vorderrad so stark bremst, dass das HR gerade nicht abhebt. Da dann auf dem HR keine Gewichtskraft mehr wirkt, habe wir dann vorne 100%.

wie auch immer:

Es ging nur darum darzustellen, dass beim gleichen Material die Vorderradbremse effektiver abbremst.

Und im Stadtverkehr, wo ich auf dem Weg zur Uni bin und andere Sachen als das Fahren im Kopf habe, hat sich meine eher materialschonende Auslegung auch in der Fahrpraxis positiv bemerkbar gemacht.

ossifumi
19.04.2007, 08:08
Dann habe ich eben bei einer Vollbremsung eine Verteilung der Bremskraft von etwa 80/20 oder 85/15. Darüber ist es tatsächlich möglich, beim Ausreitzen (anheben des Hinterrades) den Anteil der HR Bremse auf 0 zu reduzieren...

Ja, schon richtig.

Aber da Du gerade den Motorrad-Rennsport ansprichst: Das Anheben des HR beim Anbremsen ist nicht optimal, denn eine leichte Bremswirkung am HR trägt deutlich zur Stabilisierung des Bikes beim Bremsvorgang bei und wird deshalb von den Fahrern angestrebt.

Dies sollte man auch beim RR so handhaben - die VR-Bremse mit der meisten Verzögerung und die HR-Bremse zum leichten Verzögeren und zusätzlich zur Stabilisierung und Steuerbarkeit.

Rüganer
19.04.2007, 08:15
Guck mal selbst die Bild verbreitet 60:40.

http://www.sportbild.de/sportbild/formel1/technik/bremsen.html

Damit ist es doch allgemein gültig und bekannt. :rolleyes:

robelz
19.04.2007, 08:16
Dies sollte man auch beim RR so handhaben - die VR-Bremse mit der meisten Verzögerung und die HR-Bremse zum leichten Verzögeren und zusätzlich zur Stabilisierung und Steuerbarkeit.

Keine Frage, so handhabe ich das Ganze ja auch. Davon spricht man ja bei den 85/15 auch. Aber gut, ich fahre auch nicht mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass irgendwann mal Material ersetzt werden muss, weil ich zu fest die Bremse gedrückt habe...

ossifumi
19.04.2007, 08:22
Keine Frage, so handhabe ich das Ganze ja auch.

Das lässt den Kenner/Könner erahnen.....:applaus:

Du könntest dem ganzen noch die Krone aufsetzen, wenn Du vor der Kurve hart vorne anbremst und hinten ganz leicht entlastest (80/20) und dabei schon leicht einlenkst. Dadurch kommst Du hinten in ein kontrolliertes Driften und kannst das Bike mit dem HR schon in Kurvenrichtung anstellen....;)

robelz
19.04.2007, 08:25
Das lässt den Kenner/Könner erahnen.....:applaus:

Du könntest dem ganzen noch die Krone aufsetzen, wenn Du vor der Kurve hart vorne anbremst und hinten ganz leicht entlastest (80/20) und dabei schon leicht einlenkst. Dadurch kommst Du hinten in ein kontrolliertes Driften und kannst das Bike mit dem HR schon in Kurvenrichtung anstellen....;)

Ich übe noch :Applaus:

ossifumi
19.04.2007, 08:29
Ich übe noch :Applaus:

Ich hoffen doch inständig, Du übst nicht ausgerechnet mit dem guten LITESPEED ?!:biggrin:

Orchid
19.04.2007, 08:36
Also Pfeifen tun meine 2007er Records nicht.

Was sie aber tun ist, dass sie hammermäßig zupacken und zwar dermaßen, dass ich aufpassen muss nicht kopfüber abzusteigen..



Also dem kann ich nur beipflichten.
Bin noch nie ne Bremse gefahren die so zupackt ( besser als 9FachDA, Record Dual Pivot oder 06er Record ). Die dinger verzögern sowas von krass und pfeiffen tut da auch nichts Olli.
Ach so ja, fahre sie mit den regulären Belägen auf Ksyrium ES, Ksyrium SL und Nucleon.

Frodo
19.04.2007, 09:16
Guck mal selbst die Bild verbreitet 60:40.

http://www.sportbild.de/sportbild/formel1/technik/bremsen.html

Damit ist es doch allgemein gültig und bekannt. :rolleyes:

:Applaus: :Applaus: :Applaus: :Applaus: :Applaus: :Applaus:

Wenn es in der Bild gestanden hat, dann stimmt es natürlich zweifelsohne!!!



F. :D :D :D

holle
19.04.2007, 09:23
wenn es gerade ums bremsen geht:

für campa neutron die orginal 2007 campa bremsbeläge drauflassen oder coolstop nehmen?
haben beide die gleiche bremsleistung?
falls ja, sind die coolstop "felgenschonender" (bei neutron-nicht allgemein)?
gruß H.

müsing-jarifa
19.04.2007, 10:12
wenn es gerade ums bremsen geht:

falls ja, sind die coolstop "felgenschonender" (bei neutron-nicht allgemein)?
gruß H.

Klar sind die Koolstop felgenschonender, weil sich die da die Gummis schneller aufbrauchen:
Merke:
Campa will Felgen verkaufen - also sollen die Felgen schneller abnutzen
Koolstop will Bremsklötze verkaufen - also sollen hier die Bremsklötze schneller abnutzen.
:D :D :D
Von der Bremswirkung jedenfalls merke ich keinen Unterschied!

Frodo
19.04.2007, 10:14
wenn es gerade ums bremsen geht:

für campa neutron die orginal 2007 campa bremsbeläge drauflassen oder coolstop nehmen?
haben beide die gleiche bremsleistung?
falls ja, sind die coolstop "felgenschonender" (bei neutron-nicht allgemein)?
gruß H.

Du kannst die Campabeläge ruhig drauflassen. Die Neutronfelge wirst Du nicht kaputt kriegen. Ich hab seit 4 Jahren einen Satz Protons nur bei schlechtem Wetter und im Winter im Einsatz und die Felge ist immer noch top in Schuß.


F.

Rüganer
20.04.2007, 00:43
:Applaus: :Applaus: :Applaus: :Applaus: :Applaus: :Applaus:

Wenn es in der Bild gestanden hat, dann stimmt es natürlich zweifelsohne!!!



F. :D :D :D

sag ich doch :D :D :D

zu mindestens ist das Verhältnis 60:40 beim Bremsen kein Unbekanntes in der Allgemeinheit

Mount Ti
20.04.2007, 01:04
sag ich doch :D :D :D

zu mindestens ist das Verhältnis 60:40 beim Bremsen kein Unbekanntes in der Allgemeinheit

Das ist bei einem F1 Rennwagen und bei einem Auto vielleicht richtig hat aber absolut nichts mit der Praxis auf 2 Rädern zu tun.

Prometeo
20.04.2007, 09:03
Das ist bei einem F1 Rennwagen und bei einem Auto vielleicht richtig hat aber absolut nichts mit der Praxis auf 2 Rädern zu tun.

Richtig.

Beim Sportmotorrad stimmen 60:40 nicht. Wenn man da die Hinterradbremse allein drückt, blockiert das Rad, aber bremsen tut die Fuhre kaum. Wenn man die vordere Bremse stark drückt entlastet sich das Hinterrad so, dass sie nicht mehr bremst. Entsprechend ist die hintere Bremse soft abgestimmt um ein fatales Blockieren zu verhindern. Deshalb legt man beim Bremsen nur mehr den Fuss auf die hintere und konzentriert sich auf die Vordere. Bremsverteilung ab 80:20 bis 100:0.

Wie @ossifumi schreibt hilft die Hintere Bremse aber zur Stabilisierung des Bikes, weshalb die wenigsten hinten nicht bremsen.

Beim Rennrad ist es etwas anders, weil prozentual mehr Gewicht auf dem Hinterrad liegt und die Reifen weniger Kraft übertragen. Niemand bremst vor einer Kurve so stark dass das Hinterrad anhebt, beim Motorrad geht das locker. Daher ist die Hintere Bemse nützlicher als beim Motorrad, ich schätze ich mal 60:40 bis 90:10

Prometeo
20.04.2007, 09:03
Das ist bei einem F1 Rennwagen und bei einem Auto vielleicht richtig hat aber absolut nichts mit der Praxis auf 2 Rädern zu tun.

Richtig.

Beim Sportmotorrad stimmen 60:40 nicht. Wenn man da die Hinterradbremse allein drückt, blockiert das Rad, aber bremsen tut es kaum. Wenn man die vordere zieht entlastet sich das Hinterrad so, dass es nicht mehr bremst. Entsprechend ist die hintere Bremse soft abgestimmt um ein Blockieren zu verhindern. Man legt beim Bremsen bloss beiläufig den Fuss drauf und konzentriert sich voll auf die Vordere. Bremsverteilung 80:20 bis 100:0.

Wie @ossifumi schreibt hilft die Hintere Bremse aber zur Stabilisierung des Bikes, weshalb man hinten mitbremsen.

Beim Rennrad ist es anders, weil mehr Gewicht auf dem Hinterrad liegt und die Reifen weniger Kraft übertragen. Niemand bremst vor einer Kurve so stark dass das Hinterrad anhebt, beim Motorrad geht das locker. Ich schätze 60:40 bis 90:10

ossifumi
20.04.2007, 09:11
Beim Rennrad ist es etwas anders, weil prozentual mehr Gewicht auf dem Hinterrad liegt und die Reifen weniger Kraft übertragen. Niemand bremst vor einer Kurve so stark dass das Hinterrad anhebt, beim Motorrad geht das locker.
Beim RR jedenfalls nicht gewollt.

Aber bei einer ruppigen und schnellen Abfahrt und paar ordentlichen Huckeln in der Anbremszone kann bei einem RR durchaus das HR abheben, wenn man vorne ordentlich auf der Bremse "steht". Und dann wird die ganze Fuhre wirklich sehr instabil und flattrig....

Prometeo
20.04.2007, 09:13
Beim RR jedenfalls nicht gewollt.

Aber bei einer ruppigen und schnellen Abfahrt und paar ordentlichen Huckeln in der Anbremszone kann bei einem RR durchaus das HR abheben, wenn man vorne ordentlich auf der Bremse "steht". Und dann wird die ganze Fuhre wirklich sehr instabil und flattrig....

Ja, das ist wahr. Und je steiler runter es geht, umso einseitiger die Bremsverteilung.

ossifumi
20.04.2007, 09:19
Ja, das ist wahr.
Für solche HR-Abheb-Aktionen fallen mir spontan der mittlere Teil vom Randa und die Abfahrt von Galilea nach es Capdella ein......da ging mir schon öfter die Düse 1:100....

rider
20.04.2007, 09:23
Ja, das ist wahr. Und je steiler runter es geht, umso einseitiger die Bremsverteilung.Wobei anzumerken ist, dass die Wirkung der Hinterradbremse in allen Situationen deutlich verbessert werden kann, in dem man den Arsch auf dem Sattel weit nach hinten verschiebt und den Kopf nach unten drückt.

Das bringt den Schwerpunkt nach unten und hinten und belastet das Hinterrad deutlich mehr und erschwert ein Drehen über das Vorderrad.

Wenn man natürlich - wie es auch in der Galerie ein paar Beispiele hat - mit weit nach vorn geschobenem Sattel und dennoch kurzem, aufrechtem Lenker fährt (=hoher Schwerpunkt relativ weit vorne) und einfach so bremst, dann ist das Hinterrad beim Bremsen schnell unwirksam. ;)

Prometeo
20.04.2007, 09:30
Wobei anzumerken ist, dass die Wirkung der Hinterradbremse in allen Situationen deutlich verbessert werden kann, in dem man den Arsch auf dem Sattel weit nach hinten verschiebt und den Kopf nach unten drückt.

Das bringt den Schwerpunkt nach unten und hinten und belastet das Hinterrad deutlich mehr und erschwert ein Drehen über das Vorderrad.

Wenn man natürlich - wie es auch in der Galerie ein paar Beispiele hat - mit weit nach vorn geschobenem Sattel und dennoch kurzem, aufrechtem Lenker fährt (=hoher Schwerpunkt relativ weit vorne) und einfach so bremst, dann ist das Hinterrad beim Bremsen schnell unwirksam. ;)

Wie wahr. :gut:

Motorradrennfahrer schieben beim Bremsen den Arsch nach hinten und beim Beschleunigen wieder nach vorn. Und bei dem tiefen Gewicht eines Rennrades ist die Gewichtsverteilung noch viel wichtiger als beim Motorrad.

martl
20.04.2007, 09:33
Bisschen Allgemeinwissen zum Bremsen :D

Was unterscheidet die Autobremsanlage von der beim Fahrrad (oder Motorrad): Beim Auto ist die Bremskraftverteilung fest eingestellt :rolleyes: Deswegen kann man sich die 60:40 in der Diskussion schlicht einsalzen :D

ein zweispuriges Fahrzeug bleibt richtungsstabil, wenn die Vorderachse blockiert. Beim einspurigen Fahrzeug ist es die Hinterachse. Deswegen sind PKWs so eingesellt, dass immer zuerst die Vorderachse blockiert.

ossifumi
20.04.2007, 09:35
Motorradrennfahrer schieben beim Bremsen den Arsch nach hinten und beim Beschleunigen wieder nach vorn.

Normalerweise stellst Du Dich beim Rausbeschleunigen in die Rasten...

Prometeo
20.04.2007, 09:39
Normalerweise stellst Du Dich beim Rausbeschleunigen in die Rasten...

Klar, und drückst den Körper nach vorne. Wenn Du Dich hingegen am Lenker nach vorne ziehst schlägt er aus.

ossifumi
20.04.2007, 09:48
Klar, und drückst den Körper nach vorne. Wenn Du Dich hingegen am Lenker nach vorne ziehst schlägt er aus.

Genau so isses.

B-17
20.04.2007, 22:24
Beim Auto ist die Bremskraftverteilung fest eingestellt :rolleyes: Deswegen kann man sich die 60:40 in der Diskussion schlicht einsalzen :D



So ganz fest eingestellt ist sie aber bei Autos nicht:

http://www.audi4ever.at/lexikon/lexikon_b.html

Habe auf die Schnelle nur diesen Audi Link gefunden, ist aber ein allgemeingültiges Lexikon. Unter Bremskraftverteiler ist die Erklärung.

Dies ist besonders wichtig bei Autos mit einer großen Zuladungsmöglichkeit, z. B. Kombis im ursprüglichen Sinne. Die sogenannten Lifestyle Kombis transportieren dagegen eher leichte (Mode) Waren oder auch nur Luft :rolleyes: