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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : integrated headset - Meinungen?



flutsch
22.04.2007, 17:35
Sind integrierte headsets wirklich so übel? In diesem Text (http://www.chrisking.com/pdfs/Int%20Headsets%20Explained.pdf) werden diese ja so richtig schlecht gemacht.

Eure Meinung?

Lone Wolf
22.04.2007, 18:16
Bei einem integrierten Steuersatz bei dem das Lager direkt ins Steuerrohr kommt, ist eine Beschädigung des Rahmenrohrs denkbar. Bei einem semiintegrierten Steuersatz bei dem Lagerschalen eingepresst werden sehe ich keine Nachteile. Die Schale kann ausgetauscht werden. Fahre einen semiintegrierten Steuersatz im MTB und da bekommt das Teil schon einiges ab und funktioniert trotzdem bestens.

flutsch
22.04.2007, 19:00
Die Probleme sind bei RR identisch mit denen beim MTB?
Der Artikel tönt doch recht vernichtend. So als würden solche headsets (wie wird das eigentlich in übersetzt) gerade mal ein zwei jahre halten und der rahmen dann auch hin sein.

Mobi
22.04.2007, 19:20
Die Probleme sind bei RR identisch mit denen beim MTB?
Der Artikel tönt doch recht vernichtend. So als würden solche headsets (wie wird das eigentlich in übersetzt) gerade mal ein zwei jahre halten und der rahmen dann auch hin sein.

Also ich habe einen integrierten Steuersatz am Renner und am Crosser. Beim RR seit 4 Jahren und 50000 km z.T. im Winter null Probleme und nur einmal die untere Lagereinheit gewechselt. Im Gegensatz dazu hatte ich auch mal einen Rahmen mit einem konventionellen Steuersatz der sich ständig lockerte. Ih sehe da kein grundsätzliches Problem. Wenn der Rahmen schlecht vorbereitet ist hat man ein Problem in beiden Fällen haben

flutsch
22.04.2007, 19:23
ok, danke.
ich habe nun anhand der deutschen übersetzung doch einiges gefunden über die suche :Applaus: :Angel: - besser spät als nie.

Rüganer
22.04.2007, 20:37
Ich habe nach meinen Erfahrungen mit integrierten Steuesätzen die Schnautze voll. Wenn die Lager und die Ausfräsung im Steuerrohr von den Maßen auf den zehntel mm nicht überein stimmen (was normale Produktionschwankungen sind), gibt es nur Ärger. Bei meinem Stevens, wurde wegen der Geschichte die Steuersatzaufnahme nachgefräst, mit mäßigen Erfolg, zwar ist noch keine Schwergänigkeit und auch kein Klappern zu spüren, trotzdem sind 2000 km nach der Aktion, Rasterungen der Lager in der Steuersatzaufnahme und Grate an Konen zu sehen. Das deutet wiederum darauf hin, dass einerseits wohl leichtes nicht spürbares Spiel ist aber zudem es so fest ist bzw. die Lager verkanten, so dass Konen und Lager gegeneinander reiben. :ü :frusty2:

Algera
22.04.2007, 20:38
Verständlich, daß Chris King abwertend über integrierte Steuersätze schreibt.

Negative Erfahrungen habe ich mit dieser Technik allerdings nicht gemacht. Sowohl mein Straßenrad (LOOK 585) als auch mein Crossrad (ALAN Cross Matrix Ultral) sind mit integrierten Steuersätzen ausgestattet. Probleme: Keine. :)

bergfloh
23.04.2007, 09:12
Ich habe nach meinen Erfahrungen mit integrierten Steuesätzen die Schnautze voll. Wenn die Lager und die Ausfräsung im Steuerrohr von den Maßen auf den zehntel mm nicht überein stimmen (was normale Produktionschwankungen sind), gibt es nur Ärger. Bei meinem Stevens, wurde wegen der Geschichte die Steuersatzaufnahme nachgefräst, mit mäßigen Erfolg, zwar ist noch keine Schwergänigkeit und auch kein Klappern zu spüren, trotzdem sind 2000 km nach der Aktion, Rasterungen der Lager in der Steuersatzaufnahme und Grate an Konen zu sehen. Das deutet wiederum darauf hin, dass einerseits wohl leichtes nicht spürbares Spiel ist aber zudem es so fest ist bzw. die Lager verkanten, so dass Konen und Lager gegeneinander reiben. :ü :frusty2:


Das Problem mit abgenutzten Gabelkonen hatte ich auch nach kurzer Zeit.

Rüganer
23.04.2007, 09:33
Das Problem mit abgenutzten Gabelkonen hatte ich auch nach kurzer Zeit.

Bei mir sind Spuren an sämtlichen Steuersatzteilen zu erkennen. Spuren, die darauf hindeuten, dass die Geschichte gegeneinander gerieben hat bei der Drehbewegung. Zu fest ist er nicht. Denn drehe ich nur eine viertel Umdrehung lockerer, hat das Ding Spiel.

Im Rahmen von der Steuersatzfaufnahmefräsegeschichte habe ich auch einen neuen Steuersatz bekommen, der von den Maßen (Aufdruck Winkel, Durchmesser) identisch ist, aber im Außendurchmesser schon um 0,5 bis 0,1 mm sich unterscheiden und schon der mit dem größten Durchmesser hat leichtes Spiel gehabt. Das meine ich mit den Produktionsschwankungen. Da gibt es Fehler sowohl bein Ausfräsen als auch bei der Größe der passenden Lager.

bergfloh
23.04.2007, 10:40
Nach dem ganzen Ärger fahre ich jetzt einen Roy Hinnen mit einem bewährten Chris King Steuersatz - die nächsten 20 Jahre sollte Ruhe sein. Wäre schön, wenn die Radhersteller auch wieder umdenken würden.

settembrini
23.04.2007, 10:49
Ich finde es schade,dass sich der integrierte Steuersatz flächendeckend durchgesetzt hat. War aber abzusehen, da die Hersteller dadurch Materialkosten einsparen können.
Ich habe seit kurzem notgedrungen auch zum ersten Mal ein Rad mit integriertem Steuersatz. Ist aber nicht zum Dauereinsatz (Training etc.) bestimmt, von daher hoffe ich keine Probleme zu bekommen.
Die bessere Lösung ist aber ganz klar der gute alte klassische Steuersatz a la Principia, Trek, Litespeed, Colnago und noch ein paar andere wenige Hersteller, die daran festhalten.

showdown
23.04.2007, 11:35
Es scheint sofort plausibel: wenn (bei integriert) Ärger, dann schnell richtig.

Schön wäre natürlich, wenn man objektive Zahlen dazu hätte, wieviel Prozent der integrierten auffällig werden und wieviele nicht.

Setzen die Mega-Versender wie Rose insgeheim darauf, daß ihre Räder mit voll-integriertem nur an der Wand hängen und ab und an zur Eisdiele geschoben werden ? :ü

bergfloh
23.04.2007, 13:01
Vielleicht setzen sie darauf, dass sich heutzutage jeder alle zwei Jahre ein neues Rad kauft und das alte verscherbelt.

rider
23.04.2007, 13:06
Vielleicht setzen sie darauf, dass sich heutzutage jeder alle zwei Jahre ein neues Rad kauft und das alte verscherbelt.
Vielleicht setzen sie aber auch darauf, dass in Foren ein paar alte Waschweiber hysterisch herumkreischen und das Problem wohl gar nicht existiert.

Die halbe Radnation fährt mittlerweile (semi-)integriert - die meisten ohne Probleme. Und auch früher, als es nur "konventionelle" Steuersätze gab, fuhren die meisten ohne Probleme, aber nicht alle.

Ich habe den Eindruck, heutzutage seien Steuersätze grundsätzlich robuster als vor 20 Jahren. Damals hat ein Campi Record gerade mal eine, vielleicht zwei intensive Rennsaison mit einigen Regenfahrten überstanden. Da scheint mir die Lebensdauer heutiger Steuersätze besser zu sein.

Rüganer
23.04.2007, 14:38
Vielleicht setzen sie aber auch darauf, dass in Foren ein paar alte Waschweiber hysterisch herumkreischen und das Problem wohl gar nicht existiert.



Die halbe Radnation fährt mittlerweile (semi-)integriert - die meisten ohne Probleme. Und auch früher, als es nur "konventionelle" Steuersätze gab, fuhren die meisten ohne Probleme, aber nicht alle.


Ich habe den Eindruck, heutzutage seien Steuersätze grundsätzlich robuster als vor 20 Jahren. Damals hat ein Campi Record gerade mal eine, vielleicht zwei intensive Rennsaison mit einigen Regenfahrten überstanden. Da scheint mir die Lebensdauer heutiger Steuersätze besser zu sein.

1.

semiintegrierte stehen nicht zu Diskussion:

weil Schalen (oder Schale und Lager als Art Patrone) eingepresst werden

2.

Wie schön, dass man da aber nur den Steuersatz tauschen musste und nicht gleich den ganzen Rahmen.

3.

Seit dem Industrielager in den konventionellen Steuersätzen in Einsatz kommen, gibt es keine Probleme mehr. Shimano 600 und Dura Ace Steuersätze sind über jeden Zweifel erhaben. ;)

4.

Zudem geht es weniger um die Robustheit der Steuersätze sondern eher um die Rahmen, die bei einem Defekt schrottreif sind.

Rahmen (mit vollintegrierten Steuersätzen), die es heute gibt, wird es in 10 Jahren kaum noch gebraucht geben, weil sie schrottreif sind, nur wegen des Steuersatzes, ansonsten wären sie ja noch top.

5.

Ein Einzelphänomen ist es wohl kaum, wenn die beiden anderen Stevensfahrer in unseren Verein auch mit klappernden Steuersätzen um her fahren.

6.

Wenn ich die Wahl habe:

FINGER WEG von VOLLINTEGRIERT, wenn ihr euren Rahmen mehr als 5 Jahre fahren wollt. Bei unsauberer Verarbeitung weiß man nie wie der Hersteller reagiert und selbst wenn der kulant ist, hätte man sich das ganze Getausche und Umgebaue ersparen können.


Übrigens Hersteller mit guten (teils bei einigen Modellen) Steuersatzlösungen bei Rennrädern im Rahmen(set)preisbereich bis 500 € im Internethandel :

Quantec
aktuelle: Cucuma z.B. Luna
Radon
Trek
Cube
Curtis Bikes
Cicli B Crook
Surly

El Barto
23.04.2007, 15:39
Hallo
also es gibt doch 3-Arten von Steuersätzen.
Ich habe einen "Ahead-Set" heisst das nun voll, oder semi-integriert?
Weil der wurde auch schonmal getauscht..

fausto-coppi
23.04.2007, 15:57
Daß es fast nur noch Rahmen für voll-integrierte Steuersätze gibt, war bei mir ein Argument für einen Maßrahmen, da ich dort selbst entscheiden konnte, was für einen Steuersatz ich haben möchte. Ich hab einen klassischen (Ahead-)Steuersatz gewählt.

Rüganer
23.04.2007, 18:27
Hallo
also es gibt doch 3-Arten von Steuersätzen.
Ich habe einen "Ahead-Set" heisst das nun voll, oder semi-integriert?
Weil der wurde auch schonmal getauscht..

Frag lieber nicht, es gibt so viele verschiedene Arten und Unterarten von Steuersätzen, dass da eh keiner mehr einen Plan hat.

Gut sind die wo die Lager bzw. Kompaktlagereinheiten nicht direkt in den Rahmen gelgt werden sondern in eine Schale rein gelegt werden, die zuvor eingepresst wurde.

Das ist bei klassischen Gewindesteuersätzen, konventionell Ahead und semiintegriert (auch eine Aheadform) der Fall.

Ahead ist heutzutage eigentlich alles. Hier wird das Steuersatzspiel über den Vorbaudeckel eingestellt und der Vorbau auf dem Gabelschaft fest geschraubt.

Bei den Gewindesteuersätzen wird das Steuersatzspiel über
über die obere obere Steuersatzschale eingestellt und der Vorbau dann mit seinem Schaft und einem Konus im Gabelschaft gesichert.


Bei konventionell Ahead (z.B. Chris King) aber auch bei klassischen Steuersätzen wird eine Steuersatzschale in den Rahmen eingepresst. Die Schale an sich liegt außerhalb des Steuerohres.

Bei semiintegrierten Steuersätzen wird ebenfalls eine Schale eingepresst. Diese ist aber bis auf eine ganz Schmalen Rand, der sich an der Steuerrohrkante abstützt nicht zu sehen wenn alles eingebaut ist. Die eigentlich Schale wurde nämlich im Steuerrohr versenkt eingebaut.

In diese ganzen Schalen werden in fast allen Fällen dann verschieden artige Lager eingelegt. Kommt es zu Komplikationen müssen nur die Schalen wieder ausgetrieben und neue eingepresst werde. Da Schalen und Lager aber bereits passend konstruiert worden sind, ist die Fehlerwahrscheinlichkeit von vorne herein geringer.

Bei vollintegrierten Steuersätzen gibt es keine Schalen mehr. Hier baut die einen Hersteller die Rahmen und andere die Steuersätze. Hier wird das Lager direkt in das Steuerrohr rein gelegt. Das Rahmenmaterial ist direkt die Lagerschale. Ist hier was nicht sauber gefräst oder kommt es sonst wie zum Schaden, hast du eine Versuch nachzufräsen. Dabei wird aber die gehärtete Oberfläche abgetragen und die ganze Geschichte noch seinsibler. Die Lagereinheiten aus Stahl sitzen direkt auf einer unpassenden Fräsung aus weichen Alu. Der Rahmen ist schlicht weg Schrott wert. Mag sein, dass er nach dem Versuch noch 10000 km hält, aber das ist ja keine Distanz für einen Rahmen mittlerer Gewichtsklasse, der ingesamt 50000 bis 100000 km halten sollte.


Mich kotzt es jetzt noch, an dass ich damals noch nicht diese Unterscheidungen von Steuersätzen kannte. Ich habe extra ein Rahmen bei meinen Händler gekauft mit der Bemerkung einen haltbaren und passenden Rahmen zu bekommen. Bekommen habe ich für 500 € ein Stevensaspin in Größe 58 (als 1,75 m Person) und eine Steuersatzsystem, was nur Ärger macht.

flutsch
23.04.2007, 19:02
das schlimmste ist, du wartest auf dein bestelltes rad und überbrückst das halt mit lesen - fahren kannst du ja nicht.
und dann wirst du immer "schlauer" und vergleichst immer mit dem rad, das du bestellt hast.
dann findest du tausende von dingen, die du anderes machen würdest, wenn du es vor der bestellung gewusst hättest.

also drückt mir die daumen mit meinem zukünftigen integrierten steuersatz.

denn davon habe ich leider vom händler nicht mitbekommen.

cone-A
24.04.2007, 08:25
Integrierte Steuersätze fallen für mich in eine Kategorie wie Carbonhinterbauten. Der Hersteller bzw. Händler spart sich einen Haufen Arbeit.

Ob die Technik Sinn hat oder nicht, mag dahingestellt sein. Unbestreitbar bleibt, daß beide Modelle auch mal ein Problem machen können. Bei klassischen Steuersätzen holt man den alten raus, fräst das Steuerrohr nach, nimmt bei der schlimmsten Katastrophe halt einen Reparatursteuersatz und fährt den Rahmen lustig weiter. Bei integrierten Steuersätzen schmeißt man halt den Rahmen weg.

Wer also bei den integrierten Steuersätzen keinen echten Vorteil sieht (die niedrige Bauhöhe mag - wenn man sich die Spacertürme ansieht - wohl von keinem gewollt sein), warum also ein völlig unnötiges Risiko eingehen, nur damit der Radmonteur die Kiste schneller zusammengeschwartet hat?

Gruß cone-A

ossifumi
24.04.2007, 08:31
Gerade im RR-Technikbereich musste man in den letzten Jahren feststellen:

Mancher "Fortschritt" ist ein Rückschritt.

Bestens n.m.M. an den erwähnten vollintegrierten Steuersätzen und den Campa-Teilen 2007 zu sehen (und zu spüren).

Rüganer
24.04.2007, 09:16
Integrierte Steuersätze fallen für mich in eine Kategorie wie Carbonhinterbauten. Der Hersteller bzw. Händler spart sich einen Haufen Arbeit.

Ob die Technik Sinn hat oder nicht, mag dahingestellt sein. Unbestreitbar bleibt, daß beide Modelle auch mal ein Problem machen können. Bei klassischen Steuersätzen holt man den alten raus, fräst das Steuerrohr nach, nimmt bei der schlimmsten Katastrophe halt einen Reparatursteuersatz und fährt den Rahmen lustig weiter. Bei integrierten Steuersätzen schmeißt man halt den Rahmen weg.

Wer also bei den integrierten Steuersätzen keinen echten Vorteil sieht (die niedrige Bauhöhe mag - wenn man sich die Spacertürme ansieht - wohl von keinem gewollt sein), warum also ein völlig unnötiges Risiko eingehen, nur damit der Radmonteur die Kiste schneller zusammengeschwartet hat?

Gruß cone-A

Die Bauhöhe teilintegrierter, also auch Schalensteuersätze, ist doch mit 3 mm mehr als vollintegriert zu vernachlässigen.