PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ältere Bremshebelbefestigungen, schädigen sie den Lenker entscheidend?



Rüganer
12.06.2007, 14:36
Hallo

Ich fahre noch die Shimano 600 Bremshebel. Diese werden über eine Schraube ohne verbreiterte Klemmfläche (wie bei den STIs) vorne (Kontaktstelle mit Lenker ) angebracht.
Demzufolge müssen sehr hohe Klemmkräfte auf gebarcht werden um diese ausreichend am Lenker zu befestigen. Zudem schrabt die Schraube mit ihrer relativ winzigen Klemmfläche bei jeder Bewegung auf den Lenker.

Ich vermute, dass das schädlich für den Lenker sein kann, auch wenn bisher alles gut gegangen, beschäftigt mich trotzdem die Frage: Beeinflusst diese Klemmung den Lenker entscheidend von der Sicherheit negativ?

Gibt es eventuell Möglichkeit diese Bremsgriffe upzugraden mit schonenden Klemmungen?


Grüße
Rüganer

pasta basta
12.06.2007, 14:46
Wow, ich hätte wetten können, dass Du inzwischen alle Bauteile durchgenommen hättest, aber - Gratulation!

Verwende doch einen dickwandigen Lenker, der dann sicher ein bisschen resistenter ist. So wie damals.

pinguin
12.06.2007, 15:06
Das Ding hat doch schon wieder Kultpotenzial. Wie machst du das immer? :D

Antwort: Ich fahre diese Hebel ebenfalls... Ich habe die Bandagen sogar noch ausgedünnt (Leichtbauwahnsinn) und reisse da dran wie an anderen Hebeln auch. Lenker ist ein relativ leichter 7075er Syntace... Das Zeug hält...

Beast
12.06.2007, 15:07
Coladose, Plättchen ausschneiden, zwischen Schraube und Lenker packen, gut is'.

Rüganer
12.06.2007, 15:12
Wow, ich hätte wetten können, dass Du inzwischen alle Bauteile durchgenommen hättest, aber - Gratulation!

Verwende doch einen dickwandigen Lenker, der dann sicher ein bisschen resistenter ist. So wie damals.

Habe sie derzeit an einem 3 T Forma SL und einem 3 T Start.

Problematisch auf Dauer?

Rüganer
12.06.2007, 15:19
Das Ding hat doch schon wieder Kultpotenzial. Wie machst du das immer? :D

Antwort: Ich fahre diese Hebel ebenfalls... Ich habe die Bandagen sogar noch ausgedünnt (Leichtbauwahnsinn) und reisse da dran wie an anderen Hebeln auch. Lenker ist ein relativ leichter 7075er Syntace... Das Zeug hält...

Bei mir hält es auch seit einer Weile. Die Frage ist halt bloß ob man von einer geringeren Lebensdauer des Lenkers ausgehen muss


Die Frage hat mich halt interessiert, seit dem ich vor 7000 km die Dinger am Lenker verbaut habe.

Zudem wird ein Lenker im Forum als ein sensibles Teil gehandelt (zurecht wie ich meine).


Grüße
Rüganer

Rüganer
12.06.2007, 15:20
Coladose, Plättchen ausschneiden, zwischen Schraube und Lenker packen, gut is'.

Die Plättchen mögen zwar die Kratzer vermeiden, reduzieren aber wahrscheinlich nicht den Druck auf den Lenker, wohl eher im Gegenteil?!?

Beast
12.06.2007, 15:25
Die Plättchen mögen zwar die Kratzer vermeiden, reduzieren aber wahrscheinlich nicht den Druck auf den Lenker, wohl eher im Gegenteil?!?

Häh?

Das Problem ist doch die punktuelle Belastung, die verteilst Du mit den Plättchen. Zwar nicht grossflächig, aber zumindest so, dass keine scharfkantige oder punktuelle Belastung stattfindet.

Besenwagen
12.06.2007, 15:30
Das Ding hat doch schon wieder Kultpotenzial. Wie machst du das immer? :D


Rügen ist halt nicht so groß :D



@Rüganer: Stell dir nicht immer solche Fragen und fahr dafür mehr ;) :ü

Langsam wirds lächerlich

Rüganer
12.06.2007, 15:32
Häh?

Das Problem ist doch die punktuelle Belastung, die verteilst Du mit den Plättchen. Zwar nicht grossflächig, aber zumindest so, dass keine scharfkantige oder punktuelle Belastung stattfindet.

Das Drehmoment werde ich mit den Aluplättchen gewiss nicht entscheidend herunter setzen, ich vermute sogar eher das Gegenteil.

Rüganer
12.06.2007, 15:33
Alles klar, fass mal zusammen, ist nicht so schlimm.

Vielen Dank ! :)

Beast
12.06.2007, 15:34
Das Drehmoment werde ich mit den Aluplättchen gewiss nicht entscheidend herunter setzen, ich vermute sogar eher das Gegenteil.

:rolleyes:

Ok, Du willst es nicht verstehen.

Rüganer
12.06.2007, 15:40
:rolleyes:

Ok, Du willst es nicht verstehen.

Was ist ein sich verformendes Aluplättchen gegen den stabilen Klemmklotz eines normalen STI Hebels ?!?

pinguin
12.06.2007, 15:41
http://img.photobucket.com/albums/v170/pingu-in/ALAN/V03-7000g/IMG_3416.jpg

Rüganer
12.06.2007, 16:03
http://img.photobucket.com/albums/v170/pingu-in/ALAN/V03-7000g/IMG_3416.jpg



Die Schellen meinte ich nicht sondern die Schraube, die den Gegendruck gegen die Schelle aufbaut und bei normalen STIs durch den kleinen Klotz an ihrer Spitze eine doppelt bis 3 fach so große Klemmfläche hat.

In meinem entspricht es dem rechten Bremshebel.

klappradl
12.06.2007, 16:05
Die Schellen meinte ich nicht sondern die Schraube, die den Gegendruck gegen die Schelle aufbaut und bei normalen STIs durch den kleinen Klotz an ihrer Spitze eine doppelt bis 3 fach so große Klemmfläche hat.
Hä? Die Schraube berührt den Lenker gar nicht.

pasta basta
12.06.2007, 16:05
Die Schellen meinte ich nicht sondern die Schraube, die den Gegendruck gegen die Schelle aufbaut und bei normalen STIs durch den kleinen Klotz an ihrer Spitze eine doppelt bis 3 fach so große Klemmfläche hat.

In meinem entspricht es dem rechten Bremshebel.

Aber die Schraube wird doch vom Lenker weggezogen?

Carazow
12.06.2007, 16:07
Was ist ein sich verformendes Aluplättchen gegen den stabilen Klemmklotz eines normalen STI Hebels ?!?

ein nichts, eine made im speck, ein staubkorn im universum, eine zecke im pelz des ewigen, ein atom am rande des nervenzusammenbruchs, ein ein ein... schlußendlich nicht mehr und nicht weniger als ein rüganer, oder???

zwinker zwinker

hartmut

Rüganer
12.06.2007, 19:09
Hä? Die Schraube berührt den Lenker gar nicht.

Ganz sicher? (ich bin es mir nämlich nicht.)

Nur woraus resultiert das unterschiedliche Klemmverhalten?

Unterschiedlicher Klemmmechanismus oder unterschiedliche Materialien der Grundkörper der Hebel?

Döbel
12.06.2007, 19:22
Lenkerband drüber und gut ist.

UweR
12.06.2007, 20:02
Hi, treffen wir uns nach dem naviboard also hier auch... :) Ich find´die Fragen Klasse!

Die originale Schraube berührt den Lenker tatsächlich nicht. Garantiert nicht. Sie wird aber auch nicht vom Lenker weggezogen - vielmehr bleibt sie unverändert an ihrem Platz. Der Bremsgriff hält am Lenker durch eine Verspannung von Schelle und Kontaktpunkten des Griffgehäuses.

Was Alu strukturell sehr schwächt sind Oberflächenbeschädigungen (Kerbwirkung, am Ehesten vergleichbar mit der Weiterreißfestigkeit von Stoffen) und Wechselbelastungen (hier nicht relevant). Durch Unterlegen von Colablech verhindertest du wirksam das Verkratzen des Lenkers an den Kontaktpunkten. Wären deutliche Kerben zu erkennen, sollte der Lenker getauscht werden, sonst nicht.

"Nur woraus resultiert das unterschiedliche Klemmverhalten?

Unterschiedlicher Klemmmechanismus oder unterschiedliche Materialien der Grundkörper der Hebel?"

Der Klemmmechanismus ist derselbe. Kann eine bessere Reibpaarung sein (recht unwahrscheinlich) oder eine andere Geometrie des Hebelgehäuses (z.B. weiter auseinanderliegende Kontaktpunkte). Unsere älteren Ergopower (8-fach) Hebel müssen auch ziemlich angeknallt werden, subjektiv fester als DA STI Hebel (9-fach).

Grüße, Uwe


Bei 12 Bar bröseln mir die Lendenwirbel weg...

Rüganer
12.06.2007, 20:18
Hi, treffen wir uns nach dem naviboard also hier auch... :) Ich find´die Fragen Klasse!

Die originale Schraube berührt den Lenker tatsächlich nicht. Garantiert nicht. Sie wird aber auch nicht vom Lenker weggezogen - vielmehr bleibt sie unverändert an ihrem Platz. Der Bremsgriff hält am Lenker durch eine Verspannung von Schelle und Kontaktpunkten des Griffgehäuses.

Was Alu strukturell sehr schwächt sind Oberflächenbeschädigungen (Kerbwirkung, am Ehesten vergleichbar mit der Weiterreißfestigkeit von Stoffen) und Wechselbelastungen (hier nicht relevant). Durch Unterlegen von Colablech verhindertest du wirksam das Verkratzen des Lenkers an den Kontaktpunkten. Wären deutliche Kerben zu erkennen, sollte der Lenker getauscht werden, sonst nicht.

"Nur woraus resultiert das unterschiedliche Klemmverhalten?

Unterschiedlicher Klemmmechanismus oder unterschiedliche Materialien der Grundkörper der Hebel?"

Der Klemmmechanismus ist derselbe. Kann eine bessere Reibpaarung sein (recht unwahrscheinlich) oder eine andere Geometrie des Hebelgehäuses (z.B. weiter auseinanderliegende Kontaktpunkte). Unsere älteren Ergopower (8-fach) Hebel müssen auch ziemlich angeknallt werden, subjektiv fester als DA STI Hebel (9-fach).

Grüße, Uwe


Bei 12 Bar bröseln mir die Lendenwirbel weg...

Hallo

GRÜß DICH ! :)
Ja, hier bin ich schon etwas bekannter als im Naviboard :D.

Danke nochmal für deine Antworten im Naviboard als auch hier! :)

Vielleicht hat ja die "Plastik" der STIs einen besseren Grip auf dem Lenker als das Metall.

Wer weiß :kweetnie:

Grüße
Rüganer

Besenwagen
12.06.2007, 20:31
Hallo

GRÜß DICH ! :)
Ja, hier bin ich schon etwas bekannter als im Naviboard :D.

Danke nochmal für deine Antworten im Naviboard als auch hier! :)

Vielleicht hat ja die "Plastik" der STIs einen besseren Grip auf dem Lenker als das Metall.

Wer weiß :kweetnie:

Grüße
Rüganer


:Applaus: :Applaus: :Applaus: :Applaus: :Applaus: :Applaus:

Du - der Post - einfach Wahnsinn.

pinguin
13.06.2007, 07:59
Also... Ich hab' schon Bremsgriffe aller Generationen in Fingern gehabt. Da hat sich nie was gelöst. Ich habe mich auch niemals darum gekümmert... Lenker sind nicht gebrochen, wurden nicht gekerbt usw.

Im Rahmen meiner Leichtbauschellensuche habe ich viel altes Material und die lustigsten Konstruktionen gesehen. Das Zeug hat alles Jahre und Jahrzehnte auf dem Buckel gehabt und gab nie Anlass zur Klage.

Seit der Eingangradlerei schenke ich der Bremskörperbefestigung am Lenker verstärkte Aufmerksamkeit - ich reisse halt erheblich mehr und öfter an den Hörnern.

Ich nehm nen Inbus und knalle die Schraube fest. Mit Verlängerung teilweise. Bis es einmal richtig knackt in der Schelle. Dann weiß ich, da gibts kein Spiel mehr - das Ding sitzt bombenfest...

Einmal im Jahr kontrolliere ich den Schraubensitz mit Inbus (ohne Verlängerung). Wenn sich da nix nachdrehen läßt, dann ist das eine Verbindung, die mich aushält.

Rüganer
13.06.2007, 09:22
Also... Ich hab' schon Bremsgriffe aller Generationen in Fingern gehabt. Da hat sich nie was gelöst. Ich habe mich auch niemals darum gekümmert... Lenker sind nicht gebrochen, wurden nicht gekerbt usw.

Im Rahmen meiner Leichtbauschellensuche habe ich viel altes Material und die lustigsten Konstruktionen gesehen. Das Zeug hat alles Jahre und Jahrzehnte auf dem Buckel gehabt und gab nie Anlass zur Klage.

Seit der Eingangradlerei schenke ich der Bremskörperbefestigung am Lenker verstärkte Aufmerksamkeit - ich reisse halt erheblich mehr und öfter an den Hörnern.

Ich nehm nen Inbus und knalle die Schraube fest. Mit Verlängerung teilweise. Bis es einmal richtig knackt in der Schelle. Dann weiß ich, da gibts kein Spiel mehr - das Ding sitzt bombenfest...

Einmal im Jahr kontrolliere ich den Schraubensitz mit Inbus (ohne Verlängerung). Wenn sich da nix nachdrehen läßt, dann ist das eine Verbindung, die mich aushält.

Na dann habe ich mal Vertrauen.

Danke und Gruß an alle
Rüganer :)