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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ist ne Radhose für 150 Euro soviel besser?



CDR
27.06.2007, 11:00
Ich hab bis jetzt noch nie mehr als 100 Euro für eine
Radhose ausgegeben, selbst 100 Euro waren für mich schon die absolute Höchstgrenze. Im Schnitt sind es eher 80 Euro.
Sind jetzt die Dinger wirklich sovieeeel besser, d.h. ist das Delta von über 70 Euro wirklich gerechtfertigt?
Oder isses das gleiche wie mit den Brillen, etablierter Marke=unverschämtes Preisleistungsverhältnis???????

MODDERMAN
27.06.2007, 11:09
etablierter Marke=unverschämtes Preisleistungsverhältnis???????

....na klar, dass ist ein Gesetz des Marketings, oder schnöd Snobfaktor genannt.

Ein Premiumprodukt hebt sich unter anderem auch durch seinen Preis ab.
Nach BGB ist der Preis zwar keine wertbestimmende Eigenschaft, für uns konsumwillige Käufer-Lemminge aber schon, deshalb klappts.

Das soll jetzt nicht zu ketzerisch sein.............gute Klamotten (für teuer Geld) sind oft auch bequemer, durchdachter und haben bessere Materialeigenschaften wie billigeres Zeug. Ob's nur das Label ist, oder auch Passform und Qualität macht, merkst Du ja mit gesundem Menschenverstand beim Anprobieren (am besten von versiertem Kumpel, Partner/in mit beäugen lassen) Letztendlich zwingt Dich niemand zum Kauf von Produkt xy. Das mußt Du wohl sehr individuell abwägen.
Andere Qualitäten offenbaren sich dann manchmal erst auf der 100km Tour oder ein paar Wäschen.

sanzan
27.06.2007, 11:15
um deine frage zu beantworten: "nein!"

MODDERMAN
27.06.2007, 11:17
um deine frage zu beantworten: "nein!"

.....ok, Schwafelmodus aus ! :rolleyes:

Teppic
27.06.2007, 11:52
um deine frage zu beantworten: "nein!"

Es sei denn, man hat für 100,- EUR Schrott gekauft :D

BWZT
27.06.2007, 11:54
Sind jetzt die Dinger wirklich sovieeeel besser, d.h. ist das Delta von über 70 Euro wirklich gerechtfertigt?
Meiner Meinung nach nicht. 50 EUR ist okay. 70 EUR Ware sollte dann schon durch besonders hochwertige Verarbeitung und Qualitätskontrolle seitens des Herstellers bestechen, und zwar sichtbar und nicht nur beim Anpreisen durch einen Verkäufer, der selber andere Hosen trägt. Besonders was die diversen Nähte betrifft, zeichnen sich teure Radhosen nicht immer durch höhere Langlebigkeit aus, überstehen Sonneneinstrahlung, Salz/Schweiss und häufige Wäsche nicht besser als günstigere Ware. Je nach Art und Weise der Beanspruchung des Materials macht es mehr Sinn, das hohe Preissegment zu meiden, sofern Du nicht äusserst gute Erfahrungen mit einem Produkt gemacht hast.


Oder isses das gleiche wie mit den Brillen, etablierter Marke=unverschämtes Preisleistungsverhältnis???????
Genau. Ist nicht nur bei Brillen so. Betrifft auch einige Helme und Bekleidung allgemein.

Brunolp12
27.06.2007, 11:56
wenn Du mal hier im Forum über Hosen liest, dann lernst Du schnell, dass ne Hose zum Ar.sch und zum Sattel passen muß.

Wie teuer sie dabei ist, das ist nicht so wichtig. Allerdings sind grad die aufwändigen Polster oft in den kostspieligeren Hosen.

Sowas lässt sich jedoch im Laufe der Zeit (man braucht ja sowieso irgendwann mal ne neue Hose :rolleyes: ) durch Probieren selbst rausfinden...

Meine Lieblingshose (und Testsieger bei RoadBike) ist z.Zt. die Sugoi, ungefähr 140,- Euro. Edit: Benutze aber auch wesentlich günstigere Buxxen. Wenns dann doch mal am Hintern beisst, dann weiss man oft ja garnicht: is nu die Hose mies ? fahr ich schon so lange ? bin ichs einfach nicht mehr gewöhnt ? usw. ...
eine Hose, bei der sich nie und überhaupt keine Beschwerden einstellen, die hab ich noch nicht erlebt. Insofern könnte man wohl durchaus sagen: spars Dir.
Andererseits mein ich persönlich aber dennoch, Unterschiede zu bemerken... somit ists wohl die Frage, was es einem selbst wert ist und welcher Betrag für den Einzelnen "viel Geld" ist.

PAYE
27.06.2007, 12:44
Andere Qualitäten offenbaren sich dann manchmal erst auf der 100km Tour oder ein paar Wäschen[/B].

Meine Erfahrungen mit 2 sehr teuren Hosen wie Assos und Gore FI:

sie passen mir nochmals besser als die billigeren Nalini/Vaude/Castelli etc.
ABER: durch die kurz geschneiderten Hosenbeine bei den beiden sehr teuren Hosen bekomme ich direkt vor dem Abschlussgummi auf der Oberschenkel-Oberseite bei starker Sonneneinstrahlung allergische Hautausschläge! (Sonnencreme, Waschmittel, etc. scheiden aus als Ursache).
Fazit: die am besten passenden Hosen kann ich leider nur bei weniger Sonne bzw. in Verbindung mit Knielingen/Beinlingen problemlos benützen.
Bei den billigen Hosen mit dem normal lang geschneiderten Hosenbeinen treten keinerlei Probleme auf. :rolleyes:
Irgendwie gemein und ungerecht, aber halt die Realität!

Fazit: nur ein persönlicher Test einer teuren Hose wird dir Gewissheit verschaffen, was diese für dich an Vor-/Nachteilen bringt.

showdown
27.06.2007, 13:27
Nur mal ein wertfreier Hinweis vom Ökonomisten:

Preise von Gütern werden mit wachsender Entfernung von der Wettbewerbsintensität auf dem relevanten Markt nicht kostenorientiert gemacht, sondern Markt-orientiert.

Das heißt der Hersteller kalkuliert gerade nicht so, auf die Kosten einen branchenüblichen Aufschlag draufzuhauen. Sondern das Marketing testet als allererstes, noch bevor irgendwas in Serie geht, in tw. aufwendiger Marktforschung, was der Kunde maximal für das beworbene Produkt hinlegen würde. Und genau das, was die potentiellen Kunden-Versuchskaninchen an Wertschätzung so offenbart haben, schreibt der Hersteller dann als Preis aufs Etikett.

Sprich: man nimmt, was man kriegen kann. Und man kann soviel kriegen, wie der Kunde denkt, daß es wert ist. Egal ob es das wirklich ist weil etwa hohe Kosten für Qualität da drin stecken oder der Kunde das nur denkt. Wobei es naturgemäß einfacher ist, den Kunden von Qualität zu überzeugen, wenn´s auch wirklich Qualität ist. Darüber hinaus kauft man ja nun auch nicht nur das physische Produkt, sondern auch das Psycho-Getue drumrum (Image).

Damit wäre die korrekte Antwort auf die Eingangsfrage: es ist irrelevant, ob die Hochpreis-Hose rein objektiv soo toll ist wie ihr Preis. Aber der Hersteller glaubt, dem Kunden diesen Wert hat vermitteln können, so daß dieser dann auch auf dem Etikett steht und der Kunde den hohen Preis zahlt.

So einfach is dat. :)

Thorsten
27.06.2007, 13:28
Hosen sind bei mir auch Verschleissartikel. Wie schon weiter oben geschrieben, muss die zum Hintern passen. Sicherlich muss man einen gewissen Betrag anlegen, um eine gute Qualität zu bekommen, darunter geht dann nur wenig. Allerdings denke ich gibt es auch eine Obergrenze, ab der der Preis einer Hose eher ein markenpolitischer Preis wird, d.h. ab dann zahle ich für den Namen.

Momentan fahre ich am besten mit Santini Hosen, die ich mir direkt in Italien gekauft habe. Super Sitzpolster und Passform (für mich) bei einem Preis von 52,- Euro. Nach zwei Jahren sind die auch "durch", was sich aber bei dem Preis verschmerzen lässt. Ich denke mal, dass deutlich teurere Hosen auch nicht viel belastbarer sind, kenne aber auch keine Tests, bei denen man die Haltbarkeit von Hosen in KM misst.