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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ritchey - Kalloy ; oversized Lenker



Misch
08.08.2003, 12:30
Hallo ich bin´s nochmal.
das Rad für das ich mich interessiere, hatte ja unter anderem folgende Komponenten:

Lenker: Ritchey Competition
Vorbau: Ritchey Alu

Jetzt habe ich von einem anderen Anbieter das gleiche Rad mit (Zitat: )
"besseren Anbauteilen von Kalloy ( Vorbau 4-fach geschraubt, Lenker: oversized)"
gefunden, zum gleichen Preis.

Kann mir jemand etwas zum Vergleich Ritchey-Kalloy sagen?

Und was bringt ein "oversized" Lenker, respektiv wann bringt er etwas? Und wie macht sich das in den Ausmaßen bemerkbar?

Vielen Dank für Eure Hilfe,
Christian

23x6
08.08.2003, 12:42
Moinsen,

ob Ritchey oder Kalloy sollte meiner Meinung nach nicht das ausschlaggebende Kaufargument sein. Nebenbei frage ich mich, was an Kalloy besser sein soll als an Ritchey - ich würde eher sagen, dass es umgekehrt ist.

Vorbau 4-fach geschraubt bedeutet nix anderes, als dass der Lenker im Vorbau mit vier Schrauben fixiert wird - das ist bei dem normalen Ritchey Comp- bzw. Pro-Vorbau aber auch nicht anders. Lenker oversized heisst, dass das Lenkerrohr einen grösseren Durchmesser hat als "normal". Dieses Verfahren wird bei Alu verwendet, um bei weniger Gewicht eine vergleichbare Steifigkeit und Bruchsicherheit wie bei Stahl zu erreichen (deswegen sind 99,9% aller handelsüblichen Alurahmen "oversized"). Einen "oversized"-oversized-Alu-Lenker würde ich zu gerne einmal sehen, kannst Du davon ein Bild posten? *gg*

Was für Dich viel wichtiger ist als "oversized"-Lenker (ich rolle mich gleich ab hier *lol*) die 4-fach fixiert werden sind folgende Fragen:

1. Wie lang ist der Vorbau? Welche Vorbaulänge brauche ich?
2. Wie breit ist der Lenker? Welche Lenkerbreite brauche ich?

Befrag' Deinen Händler mal dazu und poste dann bitte hier wieder das Zitat - verspricht lustig zu werden...

HTH! ;)

Misch
08.08.2003, 15:48
Ich werde das Rad bestellen und mir zuschicken lassen - dann sollte ich wohl sinnvollerweise zuerst bei einem Fachhändler meines Vertrauens die benötigte Vorbaulänge und Lenkerbreite ermitteln (lassen), nehme ich an? Maße wie Körpergröße reichen nicht aus?

Ich habe mir sagen lassen der Kalloy-Vorbau sollte "bulliger, massiger" sein. Falls das ebenfalls Eurer Meinung nach nicht stimmen sollte, ich würde mich über Aufklärung freuen!

23x6
08.08.2003, 16:16
Es wäre ein grosser Unfug, erst das Rad zu bestellen und dann die Masse festzustellen. Falls Du dann Lenker und Vorbau tauschen musst, kannst Du Dich auf Zusatzkosten von >100 Öre einstellen. Und das kann ja nun nicht Sinn der Sache sein. Daher: Erst messen bzw. besser ausprobieren, dann kaufen! Davon ab wird sich der Fachhändler Deines Vertrauens extrem wundern, wenn Du ihn Deine Körpermasse bzw. -verhältnisse nehmen lässt und dann wieder entschwindest.

Im Moment frage ich mich, wie weit Du über Rahmen, ihre Masse und üblichen Bauweisen informiert bist. Vielleicht solltest Du Dir erst etwas Wissen aneignen, bevor Du irgendwelche Kompletträder bestellst. Weisst Du überhaupt, welche Rahmenhöhe Du benötigst? Denn in Abhängigkeit von der Rahmenhöhe ändern sich die anderen Masszahlen, die z. B. die Vorbaulänge beeinflussen können.

Im Regelfall sollte IN ETWA gelten: Das Oberrohr ist etwas kürzer als die nach deutschem Mass gemessene Rahmenhöhe (populäres Beispiel: Rahmenhöhe 56 cm, Oberrohrlänge 55,3 cm). Von der Oberrohrlänge und Deinem Körperbau hängt wiederum die Länge des Vorbaus ab. Die Lenkerbreite dagegen orientiert sich grob an Deiner Schulterbreite.

Um die Sache zu verdeutlichen: Ich bin 180 gross und fahre auf einem 56 cm hohen Rahmen mit 54,5 cm Oberrohrlänge einen 100 mm langen Vorbau mit einem 440 mm breiten Lenker, dazu eine Sattelüberhöhung von 120 mm. Daraus kannst Du folgendes schliessen:

1. Ich sitze vergleichsweise aufrecht auf dem Rad (denn: Oberrohr vergleichsweise kurz, dennoch "nur" den üblichen 100 mm-Vorbau), d. h. bei lotrechtem Blick aus dem Sitzen sehe ich meine Vorderrradnabe hinter dem Lenker. Das ist von mir so gewollt, da ich dazu neige, am Berg im Sattel zu bleiben statt in den Wiegetritt zu gehen, also: Mich am Lenker "hochzuziehen", d. h. mit den Armen zu arbeiten. Dazu eignet sich eine aufrechte Sitzposition besser als eine flache.

2. Ich habe recht breite Schultern (denn üblich sind 400 mm oder 420 mm breite Lenker), bin also ein ziemlicher Schrank und damit zum (Strassen-)Radsport an sich ungeeignet. *g* Durch den breiteren Lenker entlaste ich meinen Brustkorb und vereinfache mir damit die Atmung. Ausserdem wirkt sich ein breiter Lenker positiv auf den Geradeauslauf aus, da Lenkbewegungen verzögert übertragen werden. Dies erlaubt eine genauere Dosierung der Lenkkräfte, verzögert aber gleichzeitg das spontane Ansprechverhalten, was von vielen Fahrern als negativ empfunden wird.

3. Ich liege mit meiner Schritthöhe (knapp 83,75 cm) genau zwischen zwei Rahmenhöhen. Ich wähle den kleineren Rahmen (weil steifer und wendiger), gleiche den Längenunterschied aber durch Vorbau, Sattelstellung, Sitzhöhe und Positionierung des Vorbaus (Stichwort: Spacer) wieder aus.

Was den Kalloy-Vorbau angeht, so kann ich mir über bullig oder nicht kein wirkliches Urteil erlauben. Allerdings ist reine Masse kein Indiz für Qualität oder Steifigkeit. Ich persönlich benutze in der Regel Ritchey-Anbauteile und habe vor allem qualitativ bisher keine Probleme.

So... Wenn Du (noch) Fragen hast - nur zu. Es gibt hier aber auch noch weitaus kompetentere Leute als mich, die können sich vielleicht auch zu Deinem "Markentick" äussern.

Misch
08.08.2003, 16:49
Hallo 23x6,
Schulterbreite, Größe und Schritthöhe kann ich ja selber messen. Bei Deiner 83,75cm Angabe frage ich mich, ob es wirklich auf Viertel-cm ankommt.

Ich messe 43, 184 und 88 cm (so ziemlich ungefähr in etwa exakt vielleicht). Mein Bruder, der genauso groß ist wie ich fährt einen 56er-Rahmen. Das reicht mir Laie (das hast Du unschwer und richtig bemerkt) eigentlich an Information.
Schwerer Fehler?

Der Fachhändler, den ich im Sinn habe, verkauft selber keine Räder.

Auf jeden Fall danke ich Dir soweit für Deine Hilfe!

SF_
08.08.2003, 17:33
Bei Neulingen sollte man evtl. darauf hinweisen, daß im Tour-Test die Ritchey-Teile (Kombination Vorbau-Lenker) z. T. schon unbelastet zerbröselt sind, wenn man sie mit dem (maximalen) spezifizierten Anzugsmoment laut Anleitung montiert hat.

Diese Mitteilung wird nun wahrscheinlich eine Flut erzürnter Beiträge erzeugen, weil Ritchey hier im Forum sehr beliebt ist.

Windfänger
08.08.2003, 18:08
Original geschrieben von CD727
Kann mir jemand etwas zum Vergleich Ritchey-Kalloy sagen?

Ritchey hat den besseren Namen, Kalloy ist billiger.

Kalloy heißt glaub' ich "Korean-Alloy", jedenfalls stammt das Zeuch aus Asien. Soll kein Nachteil sein, aber einige sind ja der festen überzeugung, von da kommt nur Schrott.

(Und was werkelt da so fleissig in der grauen Kiste unterm Schreibtisch?!? Naja. Ich bin jedenfalls froh, das meine Computerteile nicht aus Italien stammen ;) )

Ritchey bietet übrigens auch verschiedene Qualitätsstufen an, die sich - wie die Gruppen bei Campa oder Shimano - zumindestens im Preis und Gewicht unterscheiden,. Insofern wäre es auch gut zu wiessen, was für Teile es denn jetzt genau sind (WCS, Pro oder Comp).


Und was bringt ein "oversized" Lenker, respektiv wann bringt er etwas? Und wie macht sich das in den Ausmaßen bemerkbar?
Ein "oversized" Lenker hat das Klemmmass (Rohrdurchmesser in der Lenkermitte) 31,8mm, alle anderen haben 25,8 oder 26mm

Wie beim Rahmen heißt das: Leichter und steifer. Steifigkeit ist generell mal gar nicht so schlecht, aber auf Holperstrassen heißt dasr auch, dass die Unterlenkerhaltung nicht mehr so "gefeder"t ist, weil der Lenker nicht mehr so schön flexen kann.

Misch
08.08.2003, 18:12
SF: Vielen Dank. Das heißt dann wohl einfach mit gesundem Radlerverstand zu Werke gehen!

Windfänger: Vielen Dank. Es geht um die Frage

Lenker: Ritchey Competition
Vorbau: Ritchey Alu

oder

Kalloy,

wobei ein Händler mir sagte, Kalloy sei "besser" bei gleichem Preis.

Kaeptn B
08.08.2003, 18:31
Wie hat Windfänger so schön geschrieben?

>Ritchey hat den besseren Namen, Kalloy ist billiger.

>Kalloy heißt glaub' ich "Korean-Alloy", jedenfalls stammt das >Zeuch aus Asien. Soll kein Nachteil sein, aber einige sind ja der >festen überzeugung, von da kommt nur Schrott.

Ritchey hat sicher den besseren Namen, aber wer sagt, dass die nicht bei Kalloy fertigen lassen??? Von Profile z.B. weiß ich, dass die u.a. bei Kalloy, Zoom, Hsin Lung usw. fertigen lassen...

23x6
08.08.2003, 20:28
Original geschrieben von CD727
Schulterbreite, Größe und Schritthöhe kann ich ja selber messen. Bei Deiner 83,75cm Angabe frage ich mich, ob es wirklich auf Viertel-cm ankommt.

In der Tat, Du kannst es selbst messen. Auf Viertel-cm kommt es in der Regel sicherlich nicht an, ich wollte damit nur verdeutlichen, dass es - rein vom rechnerischen her - durchaus Menschen gibt, die zwischen zwei Standardrahmenhöhen liegen.


Ich messe 43, 184 und 88 cm (so ziemlich ungefähr in etwa exakt vielleicht). Mein Bruder, der genauso groß ist wie ich fährt einen 56er-Rahmen. Das reicht mir Laie (das hast Du unschwer und richtig bemerkt) eigentlich an Information.
Schwerer Fehler?

Bei 43 cm Schulterbreite würde ich zu einem 440 mm-Lenker tendieren. Besser ist es. Bei 88 cm Schrittlänge ist - wie gesagt, rein rechnerisch - 56 cm Rahmenhöhe deutlich zu klein (es sei denn, die 56 cm sind italienisch gemessen), da sollten es schon 58 cm sein. Hängt aber auch immer von den persönlichen Präferenzen und der genauen Rahmengeometrie ab.


Der Fachhändler, den ich im Sinn habe, verkauft selber keine Räder.

Ein Fahrradfachhändler, der keine Fahrräder verkauft? Wie bitte?

23x6
08.08.2003, 20:33
Original geschrieben von SF_
Bei Neulingen sollte man evtl. darauf hinweisen, daß im Tour-Test die Ritchey-Teile (Kombination Vorbau-Lenker) z. T. schon unbelastet zerbröselt sind, wenn man sie mit dem (maximalen) spezifizierten Anzugsmoment laut Anleitung montiert hat.

Ritchey ist mir an sich völlig wumpe, ich bekomme die Teile nur sehr preisgünstig. Aber was heisst "zum Teil" und was "zerbröselt"? Entweder zerlegt es die Teile immer, wenn es sich um einen Konstruktionsfehler handelt - oder eben nicht.

Desweiteren sei die Frage erlaubt, wer etwas mit dem angegebenen MAXIMALEN Anzugsmoment anschraubt - dem sei der Gang in die Klapse empfohlen. Maximales spezifiziertes Anzugsmoment und empfohlenes Anzugsmoment sind zwei vollkommen unterschiedliche Paar Schuhe - oder ziehst Du die Schrauben Deiner Autoräder etwa mit dem maximal möglichen Drehmoment an, bis sich das Gewinde zerlegt?

Nix gegen Tests und auch nix gegen Tests in der Tour, jedenfalls nicht im allgemeinen - aber der beste Test nutzt nix, wenn er sich nicht an der Realität orientiert.

Misch
09.08.2003, 03:31
Lieber 23x6, vielen Dank soweit!

Frage: was ist denn genau der Nachteil, wenn man
- bei weniger Schulterbreite ein 440 mm-Lenker nimmt, und was ist der Nachteil wenn man
- bei mehr Schulterbreite einen 400 mm-Lenker fährt?

Jaja, Fach"händler" war natürlich das falsche Wort, eher Fachmann in Fachgeschäft.

Jetzt bekam ich noch eine Sattelstütze von 20 Gramm weniger für 8 Euro mehr angeboten, ich nehme mal an, daß das eher nicht weltbewegend ist. Oder sollte man das Rad um jedes mögliche Gramm reduzieren?

23x6
09.08.2003, 06:38
Moin,

den Nachteil eines zu schmalen Lenkers wirst Du das erste Mal bemerken, wenn Du beim Fahren richtig Luft benötigst. Ein für Deine Schulterbreite zu schmaler Lenker führt dazu, dass Du die Arme nicht parallel zueinander halten kannst - im Falle eines zu schmalen Lenkers stehe sie stets in einem spitzwinklingen Dreieck. Damit verengst Du Deinen Brustkorb und erschwerst Dir die Atmung. Ein zu breiter Lenker hat primär physiologische Nachteile, d. h. Du musst Deine Arme zu weit spreizen und findest keine angenehme Griffposition am Lenker.

Das, was ich hier ausführe, kannst Du auch ohne Fahrrrad selber testen: Male Dir die zur Diskussion stehenden Lenkerbreiten auf ein A3- oder A2-Papier auf, lege das Papier vor Dir auf den Schreibtisch und greife den virtuellen Lenker. Und dann verharre 10 Minuten in dieser Position - und bedenke dabei, dass Du nicht unter Last stehst bzw. Kraft aufbringen musst.

Und was die Sattelstütze angeht: Die paar Gramm nutzen Dir nichts, wenn Du keinen Punch in den Beinen hast. Leg' den Differenzpreis lieber in zwei ordentlichen Trinkflaschen, einer Radkarte Deiner Umgebung oder einem Ersatzschlauch an. Oder für andere Dinge, die Dir Freude bereiten. Diese ganze Grammrechnerei ist mehr lächerlich als alles andere.

HTH!

Misch
12.08.2003, 10:56
Hallo,
ich habe mir jetzt die Rahmendaten schicken lassen, um sie mit denjenigen des Rades meines Bruders vergleichen zu können, weiss allerdings jetzt nicht genau wie es gemessen wurde. Ich denke Ihr wißt das. Gibt´s z.B. irgendwo im Internet ein Bild, wo das illustriert ist?

Sind es die Maßen der Innenseiten oder der Außenseiten des Rahmens?


Rh: 56 cm ( 73,5 Grad )
Oberrohr: 56,5
Lenkkopf: 12,5 mit 73 Grad Neigung

Vielen Dank für Eure Geduld!
Christian

SF_
12.08.2003, 18:34
Original geschrieben von 23x6


Ritchey ist mir an sich völlig wumpe, ich bekomme die Teile nur sehr preisgünstig. Aber was heisst "zum Teil" und was "zerbröselt"? Entweder zerlegt es die Teile immer, wenn es sich um einen Konstruktionsfehler handelt - oder eben nicht.

Desweiteren sei die Frage erlaubt, wer etwas mit dem angegebenen MAXIMALEN Anzugsmoment anschraubt - dem sei der Gang in die Klapse empfohlen. Maximales spezifiziertes Anzugsmoment und empfohlenes Anzugsmoment sind zwei vollkommen unterschiedliche Paar Schuhe - oder ziehst Du die Schrauben Deiner Autoräder etwa mit dem maximal möglichen Drehmoment an, bis sich das Gewinde zerlegt?

Nix gegen Tests und auch nix gegen Tests in der Tour, jedenfalls nicht im allgemeinen - aber der beste Test nutzt nix, wenn er sich nicht an der Realität orientiert.


Offensichtlich hattest Du meinen Beitrag nicht verstanden. Bei der Produktentwicklung eines Lenkers bzw. Vorbaus sollte man nach der Berechnung und Konstruktion, wobei auch die Anzugsmomente für die Schrauben bestimmt werden, eine Prüfung an einer Vorserie durchführen. Hier wird dann eine bestimmte Stückzahl einer Montage so unterzogen, wie dies vom Konstrukteur spezifiziert wurde. Ich habe nun leider nicht das Tour-Heft vor mir liegen. Wenn ich mich richtig erinnere, war im Falle von Ritchey ein Bereich vorgegeben. Dies würde bedeuten, daß dann die Montage + nachfolgende Gebrauchstests für verschiedene Drehmomente (zumindest mit minimalem und maximalem angegebenem Wert) durchzuführen sind. Werden die Tests erfolgreich durchlaufen, kann mit dieser Montageanleitung die Gebrauchsanweisung für den Kunden erstellt werden. Die Werte aus der Gebrauchsanleitung sind bei der Montage für den Kunden bindend. (Das Wort "empfohlen" finde ich in diesem Zusammenhang übrigens als zu schwach, auch wenn dies in manchen Gebrauchsanweisungen steht mag. Fakt ist allerdings, daß der Hersteller jede Haftung ablehnen kann, wenn du von diesen Angaben abweichst. Ich finde deshalb den Begriff "spezifiziert" besser.) Der Kunde kann sich dann darauf verlassen, daß er beim Anziehen der Schrauben mit Drehmomentzahlen aus der Gebrauchsanweisung eine entsprechend dem Stand der Technik sachgerechte und ingenieurmäßig ausgelegte Montage vorgenommen hat, die dem bestimmungsgemäßen Gebrauch des technischen Produkts entspricht. Dies gilt sowohl beim Anziehen mit dem Minimalwert als auch mit dem Maximalwert. (Dieser Maximalwert hat also nichts mit Maximalwert zu tun, den der Monteur mit seiner Muskelkraft + gerade vorhandenen Werkzeug zufällig erzeugen kann und liegt auch i. a. niedriger als der maximal zulässige Wert der für die Schraube alleine gilt.) Einschränkungen sind hier natürlich möglich, so wäre beispielsweise denkbar, daß ein Hersteller für verschiedene Lenkerserien nur verschiedene Teilmengen des prinzipiell für den Vorbau "erträglichen" Drehmomentes spezifiziert. Drehmomente außerhalb des vom Hersteller spezifizierten Bereichs sind – je nachdem was man für Maßstäbe anlegt - Bastelei oder Pfusch. Das muß noch lange nicht heißen, daß deswegen ein Unfall passieren muß – man tastet sich eben sicherheitstechnisch in einen nicht erkundeten Bereich vor. Z. t. ist dies auch durchaus praktikabel, ich schleppe auf einer Radtour auch keinen Drehmomentschlüssel mit mir herum. Bei einer Fehlkonstruktion kann natürlich eine zusätzliche fehlerhafte Montage wieder dazu führen, daß eine (undefinierte) Gebrauchsdauer erreicht wird anstatt das die Konstruktion "platzt". Mir ist es allerdings lieber, wenn so ein Schrott sofort bei der Montage abbricht.
Im speziellen Falle von R. scheint dies wohl so zu sein, daß die Teile hier im Forum sehr populär sind und auch keine größeren Ausfallraten berichtet wurden. Damit scheint die Bastellösung i. a. zu funktionieren. Ich selber kaufe jedenfalls von so einer Firma nichts – auch wenn zugegebenermaßen die Ergebnisse der meisten anderen Hersteller auch nicht gerade berauschend waren. (Hier kann man sich aber immer noch damit trösten, daß der dynamische Test evtl. zu hart war.)

Misch
12.08.2003, 21:21
Einen "oversized"-oversized-Alu-Lenker würde ich zu gerne einmal sehen, kannst Du davon ein Bild posten? *gg*

Befrag' Deinen Händler mal dazu und poste dann bitte hier wieder das Zitat - verspricht lustig zu werden...


Antwort: der Rohrdurchmesser ist schon ca. 2-3 mm größer, es wird deswegen auch eín passender Vorbau für diese Lenker verwendet.

23x6
12.08.2003, 22:29
Original geschrieben von SF_
Offensichtlich hattest Du meinen Beitrag nicht verstanden.

Ich mache mir in diesem Fall - und das sage ich Dir ganz ehrlich - nicht einmal mehr die Mühe, ihn (meine: den neuen Beitrag) zu lesen. Denn ohne auch nur einen Absatz, der das von Dir geschriebene logisch untergliedert, ist es mir viel zu umständlich, Sinn in den Buchstabensalat zu bringen. Das soll aber nicht heissen, dass Du inhaltlich nicht richtig liegen könntest, also bitte nicht falsch verstehen.

Merke: Nach logischen Gesichtspunkten gegliederte Beiträge vereinfachen dem Lesen die Lektüre und das Nachvollziehen des Gesagten und wirken sich positiv auf die Diskussionsfreude aus. Am Bildschirm gilt das noch mehr als auf dem Papier. Sorry, wenn das jetzt nach Klug********rei klingt, aber es ist eben so.

23x6
12.08.2003, 22:30
Original geschrieben von CD727
Antwort: der Rohrdurchmesser ist schon ca. 2-3 mm größer, es wird deswegen auch eín passender Vorbau für diese Lenker verwendet.

AFAIK ist der Rohrdurchmesser aller Alulenker um 2-3 mm grösser als bei Stahllenkern und daher im Vergleich immer "oversized". Darum ging's mir.

Misch
13.08.2003, 00:47
Ok, das wusste ich nicht.
Ich habe nur die Antwort des Händlers gepostet, nach der Du gefragt hattest.

Gruß,
Christian