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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ritchey WCS-Pedale warten



Oxi
14.08.2003, 17:01
Habe mir über eBay ein paar Ritchey WCS SPD-Pedale
besorgt. Da sich diese aber recht zäh drehen die Frage,
ob sich die Achseinheit zerlegen und neu schmieren lässt,
und wenn ja, wie und ob dies erfolgsversprechend ist.

Schöne Dank
Oxi

effedeluxe
14.08.2003, 17:04
Original geschrieben von Oxi
Habe mir über eBay ein paar Ritchey WCS SPD-Pedale
besorgt. Da sich diese aber recht zäh drehen die Frage,
ob sich die Achseinheit zerlegen und neu schmieren lässt,
und wenn ja, wie und ob dies erfolgsversprechend ist.

Schöne Dank
Oxi
die müssen sich immer erst einlaufen. nach 100km laufen die normalerweise perfekt. zumindest wars bei den alten spd immer so.

gruss effe

Oxi
14.08.2003, 17:10
ne, is leider nicht.

habe die jetzt schon 1.500 km gefahren und langsam die Hoffnungh aufgegeben ;-(

Waren auch schon gebraucht.

messenger
14.08.2003, 17:19
Ist normal (jedenfalls nach Ritcheys Ansicht). Irgendwann laufen sie leicht, dafür bekommen sie dann Radialspiel.:(

So leicht und schön sie sind, so besch...n ist das Lager. Aufmachen geht theoretisch schon: Außen die Inbusmade raus - Gummikappe ab - und dann überlegen, mit welchem Werkzeug man wohl die Muttern ab und vor allem wieder zugekontert bekommt. Ist mir nix zu eingefallen, lieber Finger weg!

Beim Fahren merkt man von dem miesen Lager eher nichts. Mit RR-Schuhen kann es sein, daß der Stand auf dem Pedal ein wenig kippelig ist, da helfen Gummistopper a la Uralt-SPD oder an die Sohle geklebt.

Shimano-Platten funktionieren bei mir übrigens nicht vernünftig (andere behaupten das Gegenteil).

Gruß mess.

effedeluxe
14.08.2003, 17:27
vielleicht hat der vorbesitzer die dann zu eng eingestellt?

naja....also wenn du noch die spd hast:
mach die kleine plastikkappe aussen weg...also die schraube aufdrehen. da soll man dann das spiel einstellen können.

hab das aber noch nich gemacht.

gruss effe

tomso
14.08.2003, 21:39
Hatte mal die gleichen Teile, hatte mit viel Mühe die seitlichen, schwarzen Plastikteile abgekriegt, an die Lagereinstellung bin ich trotzdem nicht rangekommen, wüsste auch kein Werkzeug, mit dem man das schafft. Eigentlich schade, etwas wartungsfreundlicher konstruiert könnten das durchaus ein paar brauchbare und leichte Pedale sein.



Gruß
tomso

HarryM
14.08.2003, 23:57
Hallo Oxi,

ich fahre auch die Ritchey-WCS und habe die Achse schon mal ausgebaut:
dazu mußt Du die Inbusschraube neben der Staubschutzkappe entfernen, anschließend letztere irgendwie heraushebeln, am besten mit einem kleinen Schraubendreher. Wenn Dir das ohne größere Verletzungen gelingt, brauchst Du eine 8mm-Stecknuß, um die Mutter zu lösen, mit der der Pedalkörper auf der Achse gehalten wird. Da der Außendurchmesser der Nuß normalerweise zu groß für die Bohrung im Pedalkörper ist, muß Du die Nuß auf das passende Maß zurechtdrehen.

Nach lösen der Mutter, kannst Du jetzt die Achse herausnehmen und die Lager neu fetten, aber am (vertikalen) Lagerspiel läßt sich nichts einstellen, da es sich um zwei Nadellager handelt.

Wenn sich das Pedal nur schwer dreht, dann wurde die Mutter zu fest angezogen und presst die Kunststoff-Unterlegscheibe/-Dichtung zu sehr auf den Pedalkörper. Andererseits kann ein zu lockeres Anziehen dazu führen, daß sich die (nichtgekonterte)Mutter durch die Pedalumdrehungen weiter lockert.

Ich persönlich bervorzuge eine etwas straffere Einstellung, weil dann das Pedal beim Ausklicken nicht nach unten wegkippt und der Wiedereinstieg schneller klappt.

Aber trotzdem: sehr wartungsfreundlich sind die Teile nun wirklich nicht, ich jedefalls habe nach erstmaliger De- und Wiedermontage die Staubschutzkappen weggelassen und durch 'ne Packung Fett ersetzt.


Gruß

Harry

tomso
15.08.2003, 15:32
Die Nuss abgedreht! Respekt! So viel Action hab ich nicht gebracht oder mir fehlt die nötige Ausrüstung....

Gruß
Tomso

HarryM
15.08.2003, 21:45
Hallo Tomso,

soviel Ausrüstung braucht es eigentlich gar nicht:
eine Bohrmaschine, einen speziellen Schraubstock, in dem man diese fixiert und besagte 8mm-Nuss (sollte mindestens 2cm lang sein): Die spannt man in das Bohrfutter, so daß noch ca. 1 cm herausschaut, schaltet auf Dauerlauf und hält mit einer Eisenfeile drauf. Aber nur soviel abtragen wie unbedingt nötig und dabei beachten, daß sich die Bohrung im Pedalkörper konisch verjüngt.
Am besten immer wieder die Paßgenauigkeit überprüfen.

Ein Werkzeug für den werkstattmäßigen Dauereinsatz erhält man auf diese Weise natürlich nicht.

Tip: wenn man gedenkt, das Pedal öfter zu zerlegen, sollte man nach dem ersten Wiedereinbau der Achse eine zusäztliche Unterlegscheibe (d =ca. 1mm) unter der Mutter anbringen. Dadurch rückt diese weiter nach außen, wo die abgedrehte Nuß mehr "Fleisch" hat.


Gruß

Harry


P.S.:
Aber eigentlich gehört zum Lieferumfang eines Pedals auch ein Werkzeug zur Demontage (so kenne es ich zumindest von Shimano oder VP)

Oxi
18.08.2003, 09:50
Vielen Dank für die Tipps,

scheint mir aber doch etwas viel Aufwand mit zweifelhaften
Erfolgsaussichten. Zudem die Achsen eh schon ein gewisses Spiel
haben.

Fazit: Weiterfahren und irgendwann was gescheites kaufen, oder?

Oxi