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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hollowtech II Reibung???



CubeHPC
03.08.2007, 11:05
Grüße,

ich bin vor kurzem auf ein Dura Ace Hollowtech Tretlager umgestiegen. Nun fällt mir auf, dass beim Drehen der Kurbel im Leerlauf das Lager wesentlich schwerer läuft als bei älteren Modellen bzw. die Kurbel deutlich schneller zum Stehen kommt.
Ist das normal???

npk
03.08.2007, 11:07
Das ist das gleich, was ich gestern wohl von meinem GXP Innelager berichtet
habe.

Ja, es ist normal das die ganzen außenliegenden Systeme schwerer rollen.
So hat es mit der Olli gesagt.

Beast
03.08.2007, 11:10
Grüße,

ich bin vor kurzem auf ein Dura Ace Hollowtech Tretlager umgestiegen. Nun fällt mir auf, dass beim Drehen der Kurbel im Leerlauf das Lager wesentlich schwerer läuft als bei älteren Modellen bzw. die Kurbel deutlich schneller zum Stehen kommt.
Ist das normal???

Habe das gleiche Problem bei meinem kürzlich aufgebauten Rad. Ich war am überlegen da das Lager noch mal zu lösen und mit etwas weniger Drehmoment anzuziehen. Schön ist das jedenfalls nicht... :ü

Cyclomaster
03.08.2007, 11:11
Das gibt sich mit der Zeit!

PolarSun
03.08.2007, 11:13
Das gibt sich mit der Zeit!

Das hat meine Oma auch immer gesagt ...

:D

Beast
03.08.2007, 11:28
Das hat meine Oma auch immer gesagt ...

:D

Deine Oma schraubt Tretlager?

:respekt:

PolarSun
03.08.2007, 11:30
Deine Oma schraubt Tretlager?

:respekt:

Meine Oma kann noch ganz andere Sachen!

showdown
03.08.2007, 11:31
Das gibt sich mit der Zeit!Wieviel Zeit denn ? :D

Ultegra Schalen, gut 9TKm, laufen genauso nicht besonders leicht wie am ersten Tag. :)

Cyclomaster
03.08.2007, 11:33
Wieviel Zeit denn ? :D

Ultegra Schalen, gut 9TKm, laufen genauso nicht besonders leicht wie am ersten Tag. :)

Meine DA laufen nach 30000km wie schmitz katz

Cyclomaster
03.08.2007, 11:34
Haben schon mehr daruf aber so nach 20-30t km sind die wirklich leicht gelaufen.

marvin
03.08.2007, 11:38
Zu dem Thema ist die SuFu auch ziemlich ergiebig...


Drei Punkte sind zu beachten:

1. Es wird vielleicht mit der Zeit besser.

2. Man kann den Leichtlauf von Lagern nicht zwangsläufig an ihrem lastfreien Lauf beurteilen.

3. Bei HII und vergleichbaren Konstruktionen ist extrem penibel darauf zu achten, dass das Tretlagergehäuse exakt parallel ist (also anständig plangefräst wurde). Ist das nicht der Fall, kommt es innerhalb der Baugruppe "Lager-Welle-Lager" zwangsläufig zu einem Versatz, was wiederum Schwergängigkeit und - mitttel bis langfristig - Lagerdefekte nach sich zieht.

derwolf
03.08.2007, 18:29
Zu dem Thema ist die SuFu auch ziemlich ergiebig...


Drei Punkte sind zu beachten:

1. Es wird vielleicht mit der Zeit besser.

2. Man kann den Leichtlauf von Lagern nicht zwangsläufig an ihrem lastfreien Lauf beurteilen.

3. Bei HII und vergleichbaren Konstruktionen ist extrem penibel darauf zu achten, dass das Tretlagergehäuse exakt parallel ist (also anständig plangefräst wurde). Ist das nicht der Fall, kommt es innerhalb der Baugruppe "Lager-Welle-Lager" zwangsläufig zu einem Versatz, was wiederum Schwergängigkeit und - mitttel bis langfristig - Lagerdefekte nach sich zieht.


Jo!

Meine Erfahrungen imt außenliegenden Lagern:

Plangefrästes Trettlagergehäuse vorausgesetzt!!

Wieviel Druck kommt von außen auf die Lagerschalen, also Montage der Kurbeleinheit (bei Race-Face mittels dünnenSpacern und Elastomer-Ring), sehr difficil..
Dann welche Lager sind verbaut??
Race Face Deus XC am MTB innerhalb 4000km 4 x verreckt
seither Acros Innenlager TOP:Applaus:

Am Renner Dura Ace sauber vom Fachmann eingebaut und die Kurbel entsprechend sanft auf Passung gebracht, lief anfangs etwas zäher, wird aber nach gerade mal 500Km richtig schön leicht, natürlich nicht mit 4-Kant-Lager zu vergleichen, aber voll in Ordnung (und ich bin pingelig was das angeht).

Zum Tip die Lagerschalen zu lösen:heulend: Himmel hilf!!!

Die werden mit entsprechendem Drehmoment angezogen und gut ists.

Wichtig ist, dass alles Plan ist und die Kurbeleinheit die Lager nicht staucht (also kein seitlicher Druck auf die Lagerschalen), sondern nur anliegt, mehr brauchts auch nicht!
Kann auch nicht jeder Händler korrekt...am Neu-MTB (Race Face Kurbel/Lager) damals kam nach der ersten Ausfahrt das Lagerfett rausgequetcht, da der "Schrauber" die Einbauanleitung nicht durchgelesen hatte und einen zu dicken Elastomerring verbaute und somit das Lager unter Druck setzte , was ein sehr schwergängiges Lager erzeugte.

Also bei Unsicherheit, ab zum Schrauber deines Vertrauens, Trettlagergehäuse nachschneiden lassen (Stahl und ALU Rahmen) und Kurbeln sauber montieren (lassen). Klemmschrauben (der Kurbel auf der Verzahnung) ab und an mit den angegebenen 12-15 nm nachziehen (mehrmals im Wechsel, da sich meist eine lockert/weniger Zug hat, wenn die Andere noch angezogen werden kann), nicht das sich die Linke mal selbständig macht:D .
Wichtig: nicht zu verwechseln mit der Aufziehschraube (Handfest)!!!!

Wolf

Brunolp12
03.08.2007, 19:54
Thema taucht hier zyklisch auf.

Eine Frage blieb für mich bisher aber ungeklärt: Was ist bei Carbonrahmen mit eingeklebten Aufnahmen für die HTII Lager ? Müssen die auch plangefräst werden oder sind diese von vornherein irgendwie justiert/ausgerichtet ? Oder ist dies bei verschiedenen Herstellern/Modellen unterschiedlich ?

marvin
03.08.2007, 20:32
Thema taucht hier zyklisch auf.

Eine Frage blieb für mich bisher aber ungeklärt: Was ist bei Carbonrahmen mit eingeklebten Aufnahmen für die HTII Lager ? Müssen die auch plangefräst werden oder sind diese von vornherein irgendwie justiert/ausgerichtet ? Oder ist dies bei verschiedenen Herstellern/Modellen unterschiedlich ?
Je nach Konstruktion (und natürlich Fertigungssorgfalt) ist das Fräsen bei Carbonrahmen eher noch wichtiger. Meist sind ja Aluhülsen eingeklebt - mal durchgehend, mal nicht. Geplant werden kann (und soll) das auch. Nur so ist sichergestellt, dass ggf. minimale Fertigungstoleranzen egalisiert werden.

Brunolp12
03.08.2007, 20:38
Geplant werden kann (und soll) das auch. Nur so ist sichergestellt, dass ggf. minimale Fertigungstoleranzen egalisiert werden.

meinst Du ? Man könnte doch diese Hülsen schon vorher sehr sauber ausfräsen/drehen (was weiss ich) und dann vor und während des Aushärtens mit einer Art Lehre das ganze exakt ausrichten, oder stell ich mir das jetzt zu einfach vor ? (die zweite Frage ist dann, obs denn jemand täte...)

marvin
03.08.2007, 21:59
meinst Du ? Man könnte doch diese Hülsen schon vorher sehr sauber ausfräsen/drehen (was weiss ich) und dann vor und während des Aushärtens mit einer Art Lehre das ganze exakt ausrichten, oder stell ich mir das jetzt zu einfach vor ? (die zweite Frage ist dann, obs denn jemand täte...)
Ja genau.. obs jemand tut ist die Frage...
Und wie gesagt - mitunter ist das ja auch keine durchgängige Hülse mehr, sondern nur noch zwei Gewindeeinsätze. Und dass die immer absolut exakt eingeklebt wurden, möcht ich nicht garantieren müssen.

Und das nächste Problem ist dann der Lack. Meist sind die Hülsen ja mitlackiert. Da können die vorher noch so exakt gefertigt worden sein - einen 100% planen Lackauftrag bekommt man sowieso nicht hin, der gehört also sowieso runter.