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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Polar CS 400



robu
17.08.2007, 14:57
Ich mache an meinem SC 400 folgende Feststellung bei der Angabe der prozentualen Steigung oder Gefälle.
Die Angabe schwankt total auch bei längerer Fahrt und liefert keine brauchbare Information. z.B. bei einer längeren Steigung von ca. 5 % kann die Angabe zwischen 2 % und 8% liegen.
Oder was soll die Angabe z.B. Steigung 12 % Gefälle 13 %, wenn es maximal nur 8 % waren.
Bei Polar komme ich nicht weiter - werde zum Winter hin den Computer zur Überprüfung einschicken:

killy
17.08.2007, 16:22
Hi,
könnte mir denken, das die Schwankungen durch die Art der Höhenmessung bedingt sind.
Bei Polar wird die Höhe ja durch Luftdruckmessung bestimmt, primitiv gesagt je dünner je höher und umgekehrt.
Da der Luftdruck ja auch wetterbedingt stark schwankt, gibts da halt immer wieder mal Fehler.
Habs bei der S725 schon öfter gehabt, dass mein Heimatort am Ende einer Ausfahrt plötzlich 50-100 m höher lag als beim wegfahren.:eek:
Der Luftdruck hat sich halt in der Zwischenzeit verändert.
Je kleiner die abgefragten Teilstrecken sind, um so stärker wirken sich die Fehler dann auch aus.
Bei ner Gesamtstrecke von 100 km macht das in der Summe nicht viel aus, aber wenn du die Steigung von 2 oder 3 km Teilstrecke wissen willst, könnte ich mir vorstellen, dass die Messgenauigkeit für exakte Angaben nicht ausreicht.

Wie gesagt, nur eine Vermutung, lasse mich da gerne berichtigen.
Gruß

robu
22.08.2007, 11:31
Die Antwort bekomme ich auch von Polar - aber wie kann der Druck innerhalb weniger Sekunden so schwanken - angenommene Steigung 5 % / Schwankung dann so zwischen 3% und 8 %. / Das kann dann nicht sein

Brunolp12
22.08.2007, 11:44
wie wird die Steigung denn überhaupt bestimmt ?

Denk nicht, dass der Tacho ne Vorrichtung enthält, die die Neigung bestimmt. Folglich wird er die Steigung aus der Höhendifferenz und der zugleich dabei zurückgelegten Strecke bestimmen. Somit sind also 2 Sensoren involviert:
Der Tachosensor und der Höhenmesser.

Ist die Frage: Was beobachtest Du sonst ? Sind diese Signale normalerweise zutreffend und verlässlich ?

LukeNRG
22.08.2007, 12:13
Hi,
ich glaube, dass das ein grundsätzliches Problem ist. Zum einen wird die Höhendifferenz barometrisch gemessen. Zum Anderen spielt noch der zurückgelegte Weg eine Rolle. Ich denke dass da ein gleitender Durchschnitt über die letzten 10Sec berechnet wird ähnlich der HF. Also wird immer die Höhendifferenz Aktuell und vor 10 Sekunden genommen und der in dieser Zeit zurückgelegte Weg.

Nur doof dass der Höhensensor nur ganze Meter angeben kann. Also z.B. 80m ü.n.N. Anstelle von 80,4. Eine genauere Auflösung macht wohl durch die Ungenauigkeit des Messprinzip keinen Sinn.

Bei einer Steigung von 5% und einer Geschwindigkeit von 20km/h mal folgendes Beispiel:

In 10sec legt man bei 20km/h eine Strecke von 55,56 Meter (Periode lassen wir mal weg) zurück! Gleichzeitig steigt man auf der Strecke um 2,78m. 2,78m kann der Höhensensor nicht ausgeben. Also gibt er 3m aus. Schwubs haben wir bei 3m Höhenunterschied auf 55,56 Meter eine Steigung von 5,399%

Ich denke, dass man bei diesem Fehler nicht viel machen kann. Klar kann man das beispielhafte 10sec Intervall größer wählen, allerdings ist dann die Frage, ob Steigungen z.B. bei Crossern überhaupt noch erfasst werden. Auch soll es ja die aktuelle Steigung und nicht die Durchschnittssteigung anzeigen...

Gruß LukeNRG

P.S. Keine Ahnung ob bei Polar 10sec, 50m oder sonst was als "Messintervall" verwendet werden. Allerdings denke ich, dass jetzt jeder das grundlegende Problem nachvollziehen kann.

Brunolp12
22.08.2007, 12:44
hmmm, ich denk aber, dass der Steigungs-% Algorithmus intern die Höhenmessung ungerundet verwenden sollte.

Allerdings ist die Frage, wie genau die Nachkommastellen dieser Messung sind. Auch würde mich mal interessieren, ob so ne Barometer-Druckdose nicht z.B. auch Erschütterungsempfindlich sein könnte ?!

Bei geringer Geschwindigkeit und/oder wenig Höhendifferenz (damit besonders ungenauer Wert) zwischen zwei Messpunkten ists dann wohl zunehmend schwierig, einen brauchbaren %-Wert zu bekommen.
Aber ich weiss nicht, ob man damit die beschriebenen Schwankungen des Wertes erklären kann ... mir ist das so auch noch nicht aufgefallen, muss mal drauf achten.

Litening2004
22.08.2007, 12:54
Also bei meinem CS 600 habe ich genau das gleiche Problem. Da hier der HAC 5 aber auch nicht anders reagiert hatte, gehe ich davon aus, dass die Steigung nicht vernünftig ermittelt werden kann.

Muss man denn wirklich zu jedem Zeitpunkt wissen, wei steil es ist? ich zumindest habe das ganze jetzt einfach ausgeblendet. ;)

LukeNRG
22.08.2007, 12:55
hmmm, ich denk aber, dass der Steigungs-% Algorithmus intern die Höhenmessung ungerundet verwenden sollte.

Allerdings ist die Frage, wie genau die Nachkommastellen dieser Messung sind. Auch würde mich mal interessieren, ob so ne Barometer-Druckdose nicht z.B. auch Erschütterungsempfindlich sein könnte ?!

Das Berechnen ist nicht das Problem, sondern das Messen! Die Auflösung der der gängigen Druckdosen ist nicht genauer. Außerdem muss man ja auch beachten, dass die Dose über die Jahre einiges Aushalten muss. Sage nur Schweiß, Staub, Erschütterungen etc. pp.

Gruß LukeNRG

Brunolp12
22.08.2007, 13:01
ich hab nochmal ein bisschen mit Zahlen (und Gedanken) experimentiert:

man braucht mindestens eine Radumdrehung, damit der Tachosensor Geschwindigkeit bzw. zurückgelegte Strecke registrieren kann.

Ich gehe ungefähr von einem Radumfang von 2000 mm aus (der Einfachheit halber)

hat man auf dieser Strecke eine Höhendifferenz von 100mm überwunden, so ist der Weg 5% steil gewesen

hat man auf dieser Strecke eine Höhendifferenz von 180mm überwunden, so ist der Weg 9% steil gewesen

in diesem Falle würde also eine Differenz von 80mm eine Schwankung zwischen 5 und 9% ausmachen. So genau muss man den Höhenmesser erstmal hinkriegen ! Das ist wohl fast nicht möglich

Isaac
22.08.2007, 13:19
Für eine vernünftige Höhenmessung ist ein GPS nötig.

Eine baromtrische Höhhenmessung kann nur Näherungswerte angeben und zeigt die % verzögert an.

Auch die Gesamthöhenmeter sind baromtrisch gemessen niedriger als die mit dem GPS ermittelten.

Da kommt dann wohl nur Garmin Edge in Frage, wenn da nicht der imense Stromverbrauch wäre.

Nobody is perfect!

LukeNRG
22.08.2007, 13:26
Für eine vernünftige Höhenmessung ist ein GPS nötig.

Eine baromtrische Höhhenmessung kann nur Näherungswerte angeben und zeigt die % verzögert an.

Auch die Gesamthöhenmeter sind baromtrisch gemessen niedriger als die mit dem GPS ermittelten.

Da kommt dann wohl nur Garmin Edge in Frage, wenn da nicht der imense Stromverbrauch wäre.

Nobody is perfect!

Hi,
aber Du weißt schon, dass GPS eine Genauigkeit von +/- 10m in der Höhe hat. Was Koordinaten angeht ist GPS, so es die Amis wollen, sehr genau. Deshalb hat der Edge 305 auch eine zusätzliche Druckdose... :Applaus:

Gruß LukeNRG

P.S. Yepp! Nobody ist perfect...

Isaac
22.08.2007, 13:32
Hi,
aber Du weißt schon, dass GPS eine Genauigkeit von +/- 10m in der Höhe hat. Was Koordinaten angeht ist GPS, so es die Amis wollen, sehr genau. Deshalb hat der Edge 305 auch eine zusätzliche Druckdose... :Applaus:

Gruß LukeNRG

P.S. Yepp! Nobody ist perfect...

Nein das mit der Druckdose bei dem Edge ist mir neu.

Ich hab das CS im Einsatz und das hat glaub ich keine.

Das mit den +- 10 m mag sein. Wenn man dann aber eine Auswertung über Magic Maps fährt dürfte die Sache sehr genau werden.


PS:

Manchmal spiele ich mit dem verwegenen Gedanken ganz ohne Tacho, Höhenmessung und Pulsmessung zu fahren. Was für ein Gedanke.
Fährt das Fahrrad dann überhaupt noch ?