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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : (Sehr) Gutes Buch zum Laufradbau



Rüganer
03.09.2007, 15:47
Hallo

Ich bin auf der Suche nach einem guten Buch zum Laufradbau (als Anfänger) und wollte eigentlich schon zum guten Stück von Schraner greifen.

http://www.amazon.de/Die-Kunst-Laufradbaus-Gerd-Schraner/dp/3856541012

Mich hat dann aber die erste Rezension davon abgeschreckt, die darauf hinwies, das gerade Tipps zum Zentrieren (was ich am wichtigsten finde) zu kurz kommen.
Ist diese Kritik gerecht fertigt?

Welche Bücher empfehlt ihr?

Grüße
Rüganer

pasta basta
03.09.2007, 15:52
Gar keins, sondern den hier:

http://www.smolik-velotech.de/

bernhard67
03.09.2007, 16:06
Was soll man zum Zentrieren auch groß sagen? Da hilft nur Übung und Geduld, die Speichen nicht stark auf einmal anziehen. Das ist die halbe Miete.

Ich habe all meine Laufräder nach der Anleitung von Hans Christian Smolik gebaut. Da gab es mal in den 80ern ein Sonderheft: Tour-Werkstattheft 1. Herr Smolik hat die Infos im wesentliche auf seiner Webseite online.

Ich sehe das Thema Laufradbau überbewertet: ich hab all meine Laufräder konventionell 3-fach-gekreuzt mit DT-Comp eingespeicht und hatte nie Ärger mit Speichenbrüchen und die Laufräder liefem alle sehr sauber mußten nur sehr selten nachzentriert werden.

Titan
03.09.2007, 16:42
http://www.wheelpro.co.uk/wheelbuilding/book.php

Kostet wenig und ist gut.

Titan

kampfgnom
03.09.2007, 16:49
Schraners Buch ist sehr gut, allerdings hat der Guru halt seine eigene Einspeichstrategie die nicht jeder mag und nachvollziehen kann... Ich baue nach dem klassischen Verfahren (in meinem Fall kommt die Anleitung von Alfrink (http://www.amazon.de/Renn-Sportr%C3%A4der-Technik-Wartung-Reparatur/dp/3613011395), ein altes leicht kautziges Buch, aber amüsant ;)) und komme damit besser klar.
Zentrieren? Beachtenswert ist beim Auszentrieren von Seitenschlägen, dass Du Speichen spannst UND löst, sonst gibts Höhenschläge. Analog auch bei Höhenschlägen. Behalte immer den gesamten Rundlauf im Blick, sonst machst Du Dir Eier in die Felge.

Titan
03.09.2007, 17:22
Ist das das Buch mit Bildern von Win Hommes aus Baarn? Er war frueher mein Radsporthaendler. Er weigerte Shimano zu verkaufen und alles andere aus dem Fernost :-)

Ich war neugierig und habe das Buch von Alfrink jetzt gefunden (bin neulich umgezogen). Tatsaechlich, das ist das Buch. Dieser LRS Anleitung stammt von Hommes. Ein guter Mechaniker. mehr positives kann ich nicht ueber ihn erzaehlen.

Titan

kampfgnom
03.09.2007, 17:31
Woher die Bilder stammen weiß ich leider nicht, Autor ist Bert Alfrink, Vorwort von Joop Zoetemelk. Die Erstausgabe erschien 1980 unter dem Titel 'Race- en toerfietsen'.
War mein erstes Buch über Radtechnik ;)

kampfgnom
03.09.2007, 17:32
Würde es alleine schon aus ideellen Gründen empfehlen, schmückt jedes Buchregal...

martl
03.09.2007, 17:58
Jobst Brandt, Das Fahrrad-Rad, über GROFA, ISBN 0-9607236-4-1
oder das englische Original:
http://www.amazon.com/exec/obidos/ISBN=0960723668/1658-2878591-533620

PAYE
03.09.2007, 19:02
Jobst Brandt, Das Fahrrad-Rad, über GROFA, ISBN 0-9607236-4-1
oder das englische Original:
http://www.amazon.com/exec/obidos/ISBN=0960723668/1658-2878591-533620

Das englische Original "The Bicycle Wheel" von Jobst Brandt kann man bei Interesse auch von mir haben in sehr gutem Zustand. Ich brauche es nicht mehr dringend.
Bei Interesse PM senden.

PAYE

Gisi@gengster
03.09.2007, 23:18
Hallo

Ich bin auf der Suche nach einem guten Buch zum Laufradbau (als Anfänger) und wollte eigentlich schon zum guten Stück von Schraner greifen.

http://www.amazon.de/Die-Kunst-Laufradbaus-Gerd-Schraner/dp/3856541012

Mich hat dann aber die erste Rezension davon abgeschreckt, die darauf hinwies, das gerade Tipps zum Zentrieren (was ich am wichtigsten finde) zu kurz kommen.
Ist diese Kritik gerecht fertigt?

Welche Bücher empfehlt ihr?

Grüße
Rüganer


wenn du es ganz genau wissen willst mit den Zentrieren kann ich das Blaue Buch der Fahrradtechnik empfehlen von Park Tool da steht das gut beschrieben.

Oimrausch
04.09.2007, 10:18
Ich habe den Laufradbau vor vielen Jahren in meinem früheren Radsportclub in Ingolstadt gelernt. Nach gut 10 Jahren Systemrädern habe ich vor kurzem wieder einen selbst gebaut, um dem beginnenden Rüdesheimer bei meinen kleinen grauen Zellen zu begegnen habe ich mich zur Theorieauffrischung beim bereits erwähnten Smolik sowie Sheldon Brown im großen Netz bedient:
http://www.sudibe.de/articles/wheelbuilding/wheelbuild_d.html

Hat hervorragend geklappt und kann ich daher empfehlen - lediglich beim Thema 'Unterkreuzen' fand ich bei SB nichts verwertbares - zumindest nicht auf der deutschen Seite - das war beim Smolik klar beschrieben. Bei SB gibts auch viele Literaturquerverweise zum Thema Laufradbau - u.a. zu erwähntem Jobst Brand.

Gruß!

CiclibB
04.09.2007, 10:18
Kauf dir Schraners Buch ist auch als Bettlektüre geeignet.

Was gibt es schon großartiges übers Zentrieren zu beschreiben.

Die Anleitungen darin sind perfekt! Ich finde das Buch übrragend und jeden Pfennig wert!

Rüganer
04.09.2007, 11:04
Danke an euch für die zahlreichen Antworten! :)


Ich habe aber noch gleich eine Frage zum Einpeichen an sich.

Und zwar geht es darum, wie ich gewährleiste, dass die Speichenköpfe vernünftig am Nabenflansch anliegen?

Hier habe ich bis dato 2 Methoden gesehen Unterlegscheiben und kegelförmige Versenkungen an den Speichenlöchern des Flansches.

Ich hatte mal versucht ein Rad mit Unterlegscheiben voreinzuspeichen bin aber daran gescheitert, dass die ganze Geschichte mit den Unterlegscheiben sich ganz und gar nicht richtig hin gelegt hat. Muss man hier am Nabenflansch auch Vorarbeit leisten oder gibt es spezielle Werkzeuge um das zu bewerkstelligen?


Mit was für einen Werkzeug werden diese kegelförmigen Versenkungen gemacht?


Und auch ohne diese beiden genannten Methoden, kann man auch hin bekommen , dass die Speichenköpfe besser anliegen. Nur wie ? Irgendwie einen Schlag dem Speichenkopf verpassen ?

pasta basta
04.09.2007, 11:20
Und zwar geht es darum, wie ich gewährleiste, dass die Speichenköpfe vernünftig am Nabenflansch anliegen?

Hier habe ich bis dato 2 Methoden gesehen Unterlegscheiben und kegelförmige Versenkungen an den Speichenlöchern des Flansches.

Muss man hier am Nabenflansch auch Vorarbeit leisten oder gibt es spezielle Werkzeuge um das zu bewerkstelligen?


Mit was für einen Werkzeug werden diese kegelförmigen Versenkungen gemacht?



Die Speichenbohrungen in den Naben werden mit einem Senker bearbeitet, diese solltest Du auch nicht weiter bearbeiten. Die Speichenköpfe liegen spätestens dann vernünftig an, wenn deine Speichenspannung stimmt. Hier gibt es normalerweise keine Probleme. Schwierigkeiten (auf längere Sicht) kann es höchstens dann geben, wenn die Speichenbögen zu weit ausladen und nicht auf dem Nabenflansch aufliegen. Dies belastet den Speichenbogen sehr stark. Hier bricht die Speiche üblicherweise auch, wenn sie denn bricht.





Und auch ohne diese beiden genannten Methoden, kann man auch hin bekommen , dass die Speichenköpfe besser anliegen. Nur wie ? Irgendwie einen Schlag dem Speichenkopf verpassen ?

Das wird hier und da empfohlen. Lass es sein! Hiermit kannst Du dem Flansch auch ganz einfach den Todesstoß versetzen.

Rüganer
04.09.2007, 14:43
Die Speichenbohrungen in den Naben werden mit einem Senker bearbeitet, diese solltest Du auch nicht weiter bearbeiten. Die Speichenköpfe liegen spätestens dann vernünftig an, wenn deine Speichenspannung stimmt. Hier gibt es normalerweise keine Probleme. Schwierigkeiten (auf längere Sicht) kann es höchstens dann geben, wenn die Speichenbögen zu weit ausladen und nicht auf dem Nabenflansch aufliegen. Dies belastet den Speichenbogen sehr stark. Hier bricht die Speiche üblicherweise auch, wenn sie denn bricht.




Das wird hier und da empfohlen. Lass es sein! Hiermit kannst Du dem Flansch auch ganz einfach den Todesstoß versetzen.

Hallo

Ich habe/hatte ja 3 Laufradsätze.

Laufradbauer 1:

Bei den einen LRS wurde mit einem Senker gearbeitet und der LRS war stabil und haltbar. Es mußte wenig nachzentriert werden. (Felge Open Pro)
Als dann die Felgen fertig waren wurden die selben Naben mit Unterlegscheiben von einem Laufradbauer 2 aufgebaut. (Felge wieder Open Pro)
Der Laufradsatz ist ebenso haltbar und es ist wenig nachzentrieren nötig.

Bei beiden Methoden lagen die Speichenköpfe sehr sauber an.


Ein ganz neuer Laufradsatz wurde dann wieder von Laufradbauer 1 aufgebaut ohne Unterlegscheiben zu verwenden oder anzusenken. Felgen sind CXP 33. Die Speichenköpfe liegen IMHO nicht sauber an, trotz hoher Speichenspannung. Zudem fällt der LRS mit häufigen Seitenschlägen auf.

Daher halt meine Vermutung Unterlegscheiben bzw. Ansenken = förderlich für einen guten Laufradsatz.



Eine Frage bleibt trotzdem offen. Wie bekommt man es hin, dass man überhaupt die Speichenköpfe plus Unterlegscheiben an den Nabenflansch heran bekommt?

Ich hatte versucht wie gesagt schon mal vor einzuspeichen ganz locker und habe es nicht hinbekommen.
Und Laufradbauer 1 ist hat ebenso entnervt aufgegeben und dann halt ohne Unterlegscheiben aufgebaut.

pasta basta
04.09.2007, 14:47
Eine Frage bleibt trotzdem offen. Wie bekommt man es hin, dass man überhaupt die Speichenköpfe plus Unterlegscheiben an den Nabenflansch heran bekommt?



Dann, wenn ein schmaler Flansch mit Speichen kombiniert wird, die einen weiten Bogen machen. Dann machen U-Scheiben ja auch Sinn. Sie um jeden Preis einsetzen zu wollen, ist dagegen Quatsch, finde ich.

Rüganer
04.09.2007, 14:52
Dann, wenn ein schmaler Flansch mit Speichen kombiniert wird, die einen weiten Bogen machen. Dann machen U-Scheiben ja auch Sinn. Sie um jeden Preis einsetzen zu wollen, ist dagegen Quatsch, finde ich.

Beide Laufradsätze haben Dura Ace Naben 9X und Sapim Race Speichen und Laufradbauer 2 (Komponentix) hat mir die Unterlegscheiben für diese Naben auch empfohlen.

CiclibB
06.09.2007, 13:15
Unterlegscheib brauchst du nur wenn die Speichen zuviel Spiel im Flansch Loch haben!

Rüganer
06.09.2007, 13:51
Unterlegscheib brauchst du nur wenn die Speichen zuviel Spiel im Flansch Loch haben!

Das soll wohl bei meinen Shimano Naben der Fall sein. (laut Komponentix)

kampfgnom
06.09.2007, 14:28
Das solltest Du testen. Sind die Scheiben zu dick und Du benutzt sie trotzdem knacken Dir bestenfalls die Speichen, schlimmstenfalls die Nabenflansche...

xrated
07.09.2007, 00:34
Das ist natürlich auch abhängig von der dem Speichenbogen.

Ich wollte auch schon mal ne Seite über einspeichen und anderes schreiben. Es muss nicht immer der klassische 32 Speichen Satz sein, man kann da auch was SLR ähnliches bauen.

K,-
07.09.2007, 01:29
Das soll wohl bei meinen Shimano Naben der Fall sein. (laut Komponentix)

Und das genau ist falsch!

Rüganer
07.09.2007, 01:40
Und das genau ist falsch!

Hm, ich finde allerdings, dass die Speichenköpfe ziemlich sauber anliegen, insofern kann ich mir nicht vorstellen, was falsch daran sein soll.


Ich schreibe deswegen mal an aegkuke, wie komponentix es bei seinem LRS gemacht hat.

Rüganer
07.09.2007, 01:51
Aus:

http://www.fa-technik.adfc.de/Werkstatt/Einspeichen/

Punkt 2.2

der Speichenkopf sollte eng anliegen, sonst sind kleine Unterlegscheiben zu verwenden.

Rüganer
07.09.2007, 08:45
Bei aegluke wurde ohne Unterlegscheiben aufgebaut.


Sollten 9X und 10X vom Nabenflansch unterschiedlich dick sein :confused:

Cubeteam
07.09.2007, 09:21
Bei Shimano ist es definitiv nicht nötig.
Du gehst mal wieder unnötig tief ins Detail;)

Rüganer
07.09.2007, 13:48
Bei Shimano ist es definitiv nicht nötig.
Du gehst mal wieder unnötig tief ins Detail;)


Habe gerade noch eine Nachricht von aegluke bekommen:

"es scheint aber entgratet worden zu sein - also die bohrungen im nabenflansch"

Es scheint zumindestens, dass technische Maßnahmen am Nabenflansch von Shimano positiv für die Laufradlebensdauer sein sollen. Es sei den 2 Laufradbauer wollen ihre Kunden vergraulen.

Cubeteam
07.09.2007, 18:53
Habe gerade noch eine Nachricht von aegluke bekommen:

"es scheint aber entgratet worden zu sein - also die bohrungen im nabenflansch"

Es scheint zumindestens, dass technische Maßnahmen am Nabenflansch von Shimano positiv für die Laufradlebensdauer sein sollen. Es sei den 2 Laufradbauer wollen ihre Kunden vergraulen.

Schaden kanns natürlich nciht, aber so viel wie du denkst, macht es nicht aus.
Pro Lock Nippel, die richtige Speichenspannung, und du hast Laufräder für die Ewigkeit (genau bis zu dem Zeitpunkt, wo die Felgen durchgebremst sind)

Habe 30 Jahre alte Laufräder hier, Bombenstabil, keine Messingscheibchen oder gefräste Speichenlöcher, sind immer noch wie neu.
Wichtiger ist eher, das sie bei einspeichen 3-5 mal ordentlich abgedrückt werden.

Kannst du denn zentrieren? Wenn nein, lerne erstmal das in Ruhe, bevor du selbst mit Einspeichen anfängst

Gandalf
07.09.2007, 19:23
Bei Shimano sind doch die Bohrungen angesengt.
Und Messingscheiben verwende ich nur bei nicht unterkreuzten Speichen.

Rüganer
08.09.2007, 01:35
Schaden kanns natürlich nciht, aber so viel wie du denkst, macht es nicht aus.
Pro Lock Nippel, die richtige Speichenspannung, und du hast Laufräder für die Ewigkeit (genau bis zu dem Zeitpunkt, wo die Felgen durchgebremst sind)

Habe 30 Jahre alte Laufräder hier, Bombenstabil, keine Messingscheibchen oder gefräste Speichenlöcher, sind immer noch wie neu.
Wichtiger ist eher, das sie bei einspeichen 3-5 mal ordentlich abgedrückt werden.

Kannst du denn zentrieren? Wenn nein, lerne erstmal das in Ruhe, bevor du selbst mit Einspeichen anfängst

Das Laufrad, was ich aufgebaut habe war doch aus ausgemusterten Komponenten um erstmal ein paar Grundlagen kennen zu lernen ehe ich mich an meinen beiden guten LRS probiere.
Und es hat gut getan vorher zu üben, die kleinen Achten aus meinen guten Laufradsätzen sind nun raus zentriert :) .

K,-
08.09.2007, 02:51
Also nochmal ganz langsam:
Für das lange Leben einer Speiche ist es wichtig, dass der Speichenbogen satt am Flansch anliegt, da er sich sonst aufbiegen kann, die Speiche also versucht gerade zu werden. Dies führt unweigerlich zum Reissen der Speiche.
Daraus folgt, dass die Stärke des Flanschs einen sehr grossen Anteil an der Langlebigkeit des Rades hat. Bündiges Anliegen des Speichenkopfes ist schick, aber dann nicht notwendig, wenn die Speiche nicht mit der Zeit weiter in den Flansch eintauchen kann. Oder anders: Liegt der Kopf der Speiche bündig im Flanschloch ist die maximal z.V. stehende Fläche im Spiel, um der Zugkraft entgegenwirken zu können, die den Kopf durchs Loch ziehen will. Vergrößern kann man diese Fläche durch das Unterlegen von Scheiben, was aber zur Folge hat, das der Kopf nicht mehr bündig im Flansch liegen kann, weil an seiner statt die Scheibe liegt. Dieses Unterlegen hilft also vor allem bei zu dünnen Flanschen.
Das leichte Eintreiben des Kopfes mit gefühlvollen Schlägen erhöht nicht dessen Intelligenz, weil es kein Hinterkopf ist. Es nimmt lediglich einen Alterungsprozess vorweg. Bei diesem Prozess arbeitet sich der Kopf minimal in das Flanschloch vor. Durch die Schläge wird im diese Arbeit abgenommen und uns ein wenig nachzentrieren. Ähnliche Absicht steckt ja auch im Abdrücken.
Aber will mann wirklich aller Alterung vorgreifen? dann müßte man konsequenterweise auch eine kleine Riefe in den Flansch feilen an der Stelle, wo die Speiche ihn verläßt um der Felge entgegen zu streben. Naben, die man lange gefahren hat weisen solche auf. Und auch da,da wo der Speichenbogen mit dem letzten Stückchen seiner geschätzen Rundung die Bohrung des Flansches verläßt, gräbt er sich im Laufe der Zeit seine Furche. Also auch der Griff zur Feile mit Eile? Ich meine Nein. Ich baue mir lieber neue Laufräder und fahre sie alt.

K,-
08.09.2007, 03:00
Unterlegscheib brauchst du nur wenn die Speichen zuviel Spiel im Flansch Loch haben!


Das soll wohl bei meinen Shimano Naben der Fall sein. (laut Komponentix)


Und das genau ist falsch!


Hm, ich finde allerdings, dass die Speichenköpfe ziemlich sauber anliegen, insofern kann ich mir nicht vorstellen, was falsch daran sein soll.

Eben, genau das meinte ich. Ich fahre diese Naben schon sehr lange, ohne Scheiben. Und ich wiege.
Abgesehen davon ist das nicht der einzige Aspekt zur Langlebigkeit. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine hohe Speichenspannung, neben gescheitem Material und Sorgfalt beim Bauen, die größte Rolle spielt.

Gandalf
08.09.2007, 08:49
Und auch da,da wo der Speichenbogen mit dem letzten Stückchen seiner geschätzen Rundung die Bohrung des Flansches verläßt, gräbt er sich im Laufe der Zeit seine Furche.
Die Furche erscheint gleich, wenn man etwas Spannung auf die Speiche bringt, also schon beim Einspeichen.

Cubeteam
08.09.2007, 09:32
Die Furche erscheint gleich, wenn man etwas Spannung auf die Speiche bringt, also schon beim Einspeichen.

er meint die stelle, wo die speiche sich am nabenflansch abstützt. wenn die furche sofort auftreten würde, dürfte der flansch um einiges zu weich sein:D

Gandalf
08.09.2007, 15:48
Er meint "da wo der Speichenbogen mit dem letzten Stückchen seiner geschätzen Rundung die Bohrung des Flansches verläßt".

Und Ja: Aluminium ist weicher als Stahl.

Cubeteam
08.09.2007, 17:18
Er meint "da wo der Speichenbogen mit dem letzten Stückchen seiner geschätzen Rundung die Bohrung des Flansches verläßt".

Und Ja: Aluminium ist weicher als Stahl.

Und trotzdem hast du noch keine Furchenbildung beim einspeichen.
Vermutlich haste ne gebrauchte Nabe erwischt.
Die Furchen enstehen durch reiben der Speiche am Nabenflansch, nicht nur durch bloßes anliegen;)

K,-
08.09.2007, 19:18
Ich denke,die Wahrheit liegt in der Mitte. Wenn bei einem neugespeichtem Rad Zug auf die Speichen kommt,ist die Auflage an der diskutierten Fläche sehr klein, der Druck also sehr groß. Da beide Kontrahenten rund sind, müßen wir von einem Auflagepunkt ausgehen. Es wird schon so sein, daß sich sofort ein winzige Kerbe bildet, die sich aber erst mit der Zeit relavant bemerkbar macht. Mit dem Wachsen nimmt die Kontaktfläche zu und der Druck ab, bis es ein Gleichgewicht gibt und der Prozess zum Stillstand kommt. Reibung und SChmutz lasse ich i.M. mal aussen vor.

Gandalf
08.09.2007, 20:41
Und trotzdem hast du noch keine Furchenbildung beim einspeichen.
Vermutlich haste ne gebrauchte Nabe erwischt.
Die Furchen enstehen durch reiben der Speiche am Nabenflansch, nicht nur durch bloßes anliegen;)
Bullshit, die entstehen sofort.

Nimm mal'ne neue Nabe, speiche die fertig ein und nimm eine Speiche wieder raus...
Die Kerbe ist schon ziemlich ausgeprägt und nicht etwa winzig oder kaum sichtbar.

K,-
09.09.2007, 00:05
Bullshit, die entstehen sofort.

Nimm mal'ne neue Nabe, speiche die fertig ein und nimm eine Speiche wieder raus...
Die Kerbe ist schon ziemlich ausgeprägt und nicht etwa winzig oder kaum sichtbar.

Wird aber mit der Zeit deutlich größer.

Und im Ernst, wer kommt auf die Idee, aus einem gerade fertiggestellten Rad eine Speiche wieder rauszunehmen. Dafür haben wir ja dich.

Cubeteam
09.09.2007, 12:06
Bullshit, die entstehen sofort.

Nimm mal'ne neue Nabe, speiche die fertig ein und nimm eine Speiche wieder raus...
Die Kerbe ist schon ziemlich ausgeprägt und nicht etwa winzig oder kaum sichtbar.

Uwas für eine Nabe handelt es sich den? Ich probier das echt;)

Gandalf
09.09.2007, 12:15
Um eine Nabe mit Flanschen aus Aluminium.
Sollte nicht schwer zu finden sein.

Cubeteam
09.09.2007, 12:22
Um eine Nabe mit Flanschen aus Aluminium.
Sollte nicht schwer zu finden sein.

Doch:D
War eben im Keller mal an einer Record VR Nabe aus den frühen 90er gucken... mit OR7 eingespeicht. hat zugegeben erst seine 200KM aufm Buckel... aber keine Kerben:eek:
OK, ist Radial eingespeicht, liegt vielleicht daran, wollte da in nächster Zeit mal auf 2 fach umsteigen, weils was weich es, dann werd ich nichnmal genau drauf achten;)

Gandalf
09.09.2007, 12:38
War eben im Keller mal an einer Record VR Nabe aus den frühen 90er gucken... mit OR7 eingespeicht. hat zugegeben erst seine 200KM aufm Buckel... aber keine Kerben
Speiche rausnehmen und Foto machen :rolleyes:

P.S.
radial mit Kopf aussen?

Cubeteam
09.09.2007, 12:56
Speiche rausnehmen und Foto machen :rolleyes:

P.S.
radial mit Kopf aussen?

Später, Nacht war zu kurz:Angel:

P.S.
Ne, aussen. soll ja besser sein, auch wenns blöd aussieht

calamity joe
12.05.2013, 09:22
Gerd Schraners Buch ist immer noch DAS Standardwerk zum Thema Laufradbau. Es gibt einige weitere Optionen, die wohl mehr oder minder alle ihre Berechtigung haben. Auf das Buch von Schraner wollte ich nicht mehr verzichten, würde es auch nie mehr her geben. Ich habe von ihm für's Handwerk viel gelernt und wenn ich Laufradbau, wie von ihm beigebracht, mit dem heutigen, maschinellen Schotter vergleiche, muß ich sagen, schade um Material, Zeit und Geld. Zentrieren ist nur ein Teil des Laufradbaus, ein wichtiger zwar, aber eben nicht alles. Und das ist eine Sache des Könnens, Verstandes, Augenmaßes, der Übung und des Gefühls - wer davor Angst hat und sich durch das Gerede eines einzigen "Schreibers" über ein Buch schon so erschrecken läßt, sollte mE lieber die Finger vom Laufradbau lassen!

SAR36
12.05.2013, 10:35
Sind die anderen Beitraege nicht schon sechs Jahre alt???