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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Drehmomentschlüssel selber kalibrieren



bbb
02.10.2007, 09:09
Hallo,
ist es möglich einen günstigen Drehmomentschlüssel, wie den von Louise, zu zerlegen und zu kalibrieren oder lassen sich diese gar nicht nachstellen?
Welche Schrauben muss man dafür ggf. lösen und wo findet man so etwas wie eine Explosionszeichnung?

marvin
02.10.2007, 09:27
Interessanter ist doch eher die Frage, wo Du das nötige (und ziemlich teure) Torsions-Prüfgerät hernehmen willst. Oder hast Du eine Werkstatt an der Hand, die sowas hat ?

Alternativ könnte man sich mit einer kleinen Bastelstunde behelfen und sich selber einen Tester bauen - quasi unter Zugrundelegung der physikalischen Definition des Drehmoments.

Aber ob das den ganzen Aufwand wert ist ?! Kopfkratz...

ramblin'man
02.10.2007, 10:23
Interessanter ist doch eher die Frage, wo Du das nötige (und ziemlich teure) Torsions-Prüfgerät hernehmen willst. Oder hast Du eine Werkstatt an der Hand, die sowas hat ?

Alternativ könnte man sich mit einer kleinen Bastelstunde behelfen und sich selber einen Tester bauen - quasi unter Zugrundelegung der physikalischen Definition des Drehmoments.

Aber ob das den ganzen Aufwand wert ist ?! Kopfkratz...

man kònnte den schlùssel doch nach gefùhl justieren, zumindest wùrde das die anti-DMS fraktion in diesem forum bevorzugen *g*

ne im ernst, das wùrd mich auch interessieren, wie du einen vergleichswert herstellen willst....

bernhard67
02.10.2007, 10:43
Hallo,
ist es möglich einen günstigen Drehmomentschlüssel, wie den von Louise, zu zerlegen und zu kalibrieren oder lassen sich diese gar nicht nachstellen?
Welche Schrauben muss man dafür ggf. lösen und wo findet man so etwas wie eine Explosionszeichnung?
Du brauchst nur eine Küchenwage, einen kleinen Eimer, was schweres, granulatartiges zum Einfüllen, z.B. Sand oder Wasser. Den Drehmomentschlüssel spannst Du mit dem Vierkant waagrecht(!!) in den Schraubstock (wenn der Vierkant nicht waagrecht steht, stecke eine Nuß auf und klemme die Nuß). Den Eimer hängst Du an den Griff des Drehmomentschlüssels. Dann stellst Du ein Drehmoment ein und füllst Du solange Sand in den Eimer, bis der Drehmomentschlüssel auslöst. Du nimmtst den Eimer und wiegst ihn auf der Küchenwage. Dann berechnest Du das Drehmoment (Gewicht in kg * 9,81 * Hebelarm in Meter = Drehmoment in Nm). Der Helbelarm ist die Strecke Aufhängepunkt des Eimers - Mitte Vierkant. Das machst Du mit verschiedenen Drehmomenten über den Meßbereich des Schlüssels vetreilt. Wenn Du sorgfältig arbeitest und eine gute Küchenwaage hast, kannst Du den Drehmomentschlüssel auf ca. 1% genau prüfen.

Aber: ein ungenauer Drehmomentschlüssel wird dadurch nicht genauer. Wenn der Mechanismus schlecht konstruiert ist, muß man davon ausgehen, daß die Werte von Auslösung zu Auslösung stark streuen.

Hochpass
02.10.2007, 10:46
Nun hast du aber die nicht ganz unerhebliche Masse des Drehmomentschlüssels vernachlässigt was mit kleinen Drehmomenten nicht ganz unerheblich ist.
Jetzt will ich mal ne anständige Fehlerrechnung sehn. Also die Masse aufintegrieren, du kennst die Formel?

Los nacharbeiten! ;)

bbb
02.10.2007, 11:27
Ich habe so ein Prüfmittel in der Werkstatt. Das ist also nicht das Problem, eher das Einstellen der Auslösemechanik.

bernhard67
02.10.2007, 11:34
Nun hast du aber die nicht ganz unerhebliche Masse des Drehmomentschlüssels vernachlässigt was mit kleinen Drehmomenten nicht ganz unerheblich ist.
Jetzt will ich mal ne anständige Fehlerrechnung sehn. Also die Masse aufintegrieren, du kennst die Formel?

Los nacharbeiten! ;)
Der Einwand stimmt, allerdings ist Dein Vorschlag praxisfremd, da Du die Massenverteilung nicht kennst. Am einfachsten ist es, die Lage des Schwerpunkts auf der Längsachse zu bestimmen und den Schlüssel zu wiegen.

Tom
02.10.2007, 11:39
Der Einwand stimmt, allerdings ist Dein Vorschlag praxisfremd, da Du die Massenverteilung nicht kennst. Am einfachsten ist es, die Lage des Schwerpunkts auf der Längsachse zu bestimmen und den Schlüssel zu wiegen.

Am einfachsten fände ich jetzt, den Unterschied im Moment zwischen "DMS senkrecht eingespannt" und "DMS waagrecht eingespannt" zu messen.

Tom

Hochpass
02.10.2007, 11:55
Der Einwand stimmt, allerdings ist Dein Vorschlag praxisfremd, da Du die Massenverteilung nicht kennst. Am einfachsten ist es, die Lage des Schwerpunkts auf der Längsachse zu bestimmen und den Schlüssel zu wiegen.
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
Von praxistauglich war keine Rede. ;) Mir reicht es wenn ich solche Probleme theoretisch löse ;)
Übrigens: Ohne Fehlerrechnung keine Fehlerabschätzung.

Hochpass
02.10.2007, 11:57
Am einfachsten fände ich jetzt, den Unterschied im Moment zwischen "DMS senkrecht eingespannt" und "DMS waagrecht eingespannt" zu messen.

Tom

Wie willst du denn ein Drehmoment auf den Schlüssel aufbringen wenn die die Gewichtskraft ausnutzen willst?
Wir brauchen eine Umlenkrolle? Müssen wir da Reibung berücksichtigen? :hmm:

Tom
02.10.2007, 12:04
Wie willst du denn ein Drehmoment auf den Schlüssel aufbringen wenn die die Gewichtskraft ausnutzen willst?
Wir brauchen eine Umlenkrolle? Müssen wir da Reibung berücksichtigen? :hmm:

Mechanik, nicht Elektrik.
Moment = Kraft * Weg. (Kraft = Gewichtskraft, Weg = Abstand Aufnahme - Schwerpunkt)
Bedingungen weiter oben beschrieben. Es geht hier nur darum, ein Moment unter Ausnutzung der Gewichtskraft aufzubringen.
Dein Beitrag ist entweder genial oder - eben nicht.

Tom

Brunolp12
02.10.2007, 12:11
man könnte den Aufbau auch drehen, so dass die Gewichtskraft des Schlüssels nicht reinspuckt und dann ne Federwaage nehmen, um eine definierte Kraft einzubringen (die könnte man ja mitm Gewicht vorher eichen).

Aber das Problem ist doch eher:
Wie justiert man den Schlüssel ausm Detlef Louis Sortiment ? Ohne Dokumentation kommt da wohl nicht weit.

Den Gedore/Rahsol kann man irgendwohin einschicken, dann wird die Justierung neu gemacht...

bernhard67
02.10.2007, 12:13
Das stimmt schon, aber dafür mußt Du was basteln. Ich hab mal zwei gebrauchte Gedore-Drehmomentschlüssel (größere Teile fürs Auto) für wenig Geld aus einer Betriebsauflösung gekauft und mit der Eimermethode geprüft. Das ist genau genug, um den Schlüssel auf seine Funktionsfähigkeit zu prüfen: bei einem Schlüsselgewicht von ca. 2 kg, 100 Nm und angenommenem Abstand Schwerpunkt - Drehpunkt von 20cm begeht man einen systematischen Fehler von ~4%. Wenn man das Eigengewicht berücksichtigt, was man tun sollte, wird es natürlich genauer. Aber man soll die Genauigkeit eines Drehmomenstschlüssels nicht überbewerten. 10% daneben sind bei den Teilen, an denen wir schrauben, auch kein Problem.

Kritischer ist eher, daß die Mechanik billiger Schlüssel unerwartete und große Streuungen aufweisen kann.

Man muß sich ohnehin fragen, wie die Hersteller zu ihren Drehmomentangaben kommen. Wenn ich z.B. die Sattelstütze nehme und der Stützenhersteller schreibt, max. 5 Nm: die Klemmkraft hängt von der Gewindesteigung ab (es gibt Klemmen mit unterschiedlichen Schraubengrößen), der Gewindereibung (gefettet oder nicht, vergammelt oder nicht) und der ausgeübte Druck ganz entscheidend von der Form der Klemmschelle. Und um den Druck geht es ja bei Carbonteilen. Da ist eine exakte Drehmomentangabe kaum möglich. Vernünftiger ist es, das Drehmoment langsam zu erhöhen, bis eine sichere Klemmung erreicht ist.

bernhard67
02.10.2007, 12:22
Mechanik, nicht Elektrik.
Moment = Kraft * Weg. (Kraft = Gewichtskraft, Weg = Abstand Aufnahme - Schwerpunkt)
Bedingungen weiter oben beschrieben. Es geht hier nur darum, ein Moment unter Ausnutzung der Gewichtskraft aufzubringen.
Dein Beitrag ist entweder genial oder - eben nicht.

Tom
Hochpaß hat zwar recht, man müßte die Reibung der Umlenkrolle berücksichtigen, aber er hat kein auch wieder unrecht, weil bei einer vernünftigen Rolle der Fehler vernachlässigbar gering ist. Laut DIN hat ein Drehmomentschlüssel auf 4% genau zu sein.

Innensechskant
02.10.2007, 12:23
Vernünftiger ist es, das Drehmoment langsam zu erhöhen, bis eine sichere Klemmung erreicht ist.
Und dafür braucht man Eines ganz bestimmt nicht: Einen Drehmomentschlüssel :Applaus:

bbb
02.10.2007, 12:38
Weiß denn jetzt jemand, ob es generell möglich ist. Einen solchen Louise Schlüssel zu kalibrieren? Wie gesagt einen Drehmomentsensor habe ich. Das Überprüfen ist nicht das Problem. Ich wollte auch keine erneute Diskussion über den Sinn eines Drehmomentschlüssels entfachen.
Und das die wirkende Kraft von der Gewindesteigung, den Oberflächen usw. abhängt, weiß ich auch.

Andi
02.10.2007, 12:42
Mich wundert, dass der wichtigste aller Sätze noch nicht genannt wurde:

Wer misst, misst Mist! :D

Lernt doch jeder MaschBauer im 1. Semester, oder?


Ciao

Andi

bernhard67
02.10.2007, 12:51
Und dafür braucht man Eines ganz bestimmt nicht: Einen Drehmomentschlüssel :Applaus:
Doch! Zumindest hilft er dabei. Nimm z.B. eine Sattelstütze oder den Vorbau. Du ziehst die Klemmschraube(n) an und prüfst. Du stellst fest: das war zu wenig. Und nun? Du öffnest die Klemmung wieder, richtest den Sattel oder den Lenker neu aus und ziehst etwas fester an. Wie machst Du das ohne Drehmomentschlüssel?


Einen solchen Louise Schlüssel zu kalibrieren? Wie gesagt einen Drehmomentsensor habe ich. Das Überprüfen ist nicht das Problem.
Ich habe grundsätzliche Bedenken, daß der Schlüssel zuverlässig immer beim selben Drehmoment auslöstet. Aber wenn Du eine Meßvorrichtung hast, kannst Du Dir zumindest eine "Umrechnungstabelle" machen: Skalenwert -- Drehmoment.

Tom
02.10.2007, 12:52
Hochpaß hat zwar recht, man müßte die Reibung der Umlenkrolle berücksichtigen, aber er hat kein auch wieder unrecht, weil bei einer vernünftigen Rolle der Fehler vernachlässigbar gering ist. Laut DIN hat ein Drehmomentschlüssel auf 4% genau zu sein.

Sagt mal, war das wirklich so kompliziert?
DMS am Vierkant senkrecht eingespannt ohne weitere Belastung: Auslösung bei / Anzeige 0 +/- x
DMS am Vierkant waagrecht eingespannt ohne weitere Belastung: Auslösung bei / Anzeige Y
--> weiter wie von Bernhard beschrieben.

Tom

siggi
02.10.2007, 13:32
-ein Laufrad am Freilaufkörper senkrecht in einen Schraubstock spannen
-ein Gewicht, welches ein definiertes Drehmoment erzeugt, an eine waagerecht stehende Speiche hängen
-dann an der Achsmutter den Drehmonentschlüssel ansetzen und ihn so lange verstellen bis er auslöst

Ich glaube, dass müsste funktionieren.

Besenwagen
02.10.2007, 15:36
Du brauchst nur eine Küchenwage, einen kleinen Eimer, was schweres, granulatartiges zum Einfüllen, z.B. Sand oder Wasser. Den Drehmomentschlüssel spannst Du mit dem Vierkant waagrecht(!!) in den Schraubstock (wenn der Vierkant nicht waagrecht steht, stecke eine Nuß auf und klemme die Nuß). Den Eimer hängst Du an den Griff des Drehmomentschlüssels. Dann stellst Du ein Drehmoment ein und füllst Du solange Sand in den Eimer, bis der Drehmomentschlüssel auslöst. Du nimmtst den Eimer und wiegst ihn auf der Küchenwage. Dann berechnest Du das Drehmoment (Gewicht in kg * 9,81 * Hebelarm in Meter = Drehmoment in Nm). Der Helbelarm ist die Strecke Aufhängepunkt des Eimers - Mitte Vierkant. Das machst Du mit verschiedenen Drehmomenten über den Meßbereich des Schlüssels vetreilt. Wenn Du sorgfältig arbeitest und eine gute Küchenwaage hast, kannst Du den Drehmomentschlüssel auf ca. 1% genau prüfen.

Aber: ein ungenauer Drehmomentschlüssel wird dadurch nicht genauer. Wenn der Mechanismus schlecht konstruiert ist, muß man davon ausgehen, daß die Werte von Auslösung zu Auslösung stark streuen.


-ein Laufrad am Freilaufkörper senkrecht in einen Schraubstock spannen
-ein Gewicht, welches ein definiertes Drehmoment erzeugt, an eine waagerecht stehende Speiche hängen
-dann an der Achsmutter den Drehmonentschlüssel ansetzen und ihn so lange verstellen bis er auslöst

Ich glaube, dass müsste funktionieren.

Da stellt es mir als täglichen Drehmomentanwender in allen Größen, Lagen und Situationen die Haare zu Berge :eek: :eek: :eek:

Theoretisch können die Ideen hier schon funktionieren, aber


hat er ja ein Prüfgerät

muss bei der 1. Methode die Kraft immer 90° zum Schlüssel stehen.

gibts bei der 2. Methode zu viele Ungenaugigkeiten.

sind das alles Bastellösungen die m. E. Pfusch sind :ü. Wenn man schon einen Haufen Geld für ein derartiges Gerät ausgibt, sollte man sich doch die 30 € für eine anständige Nach-Kalibierung leisten können. Für den Heimwerker ist das doch sowieso Unrelevant, weil der Schlüssel ja im Normalfall nicht täglich benutzt wird.



Aber: ein ungenauer Drehmomentschlüssel wird dadurch nicht genauer. Wenn der Mechanismus schlecht konstruiert ist, muß man davon ausgehen, daß die Werte von Auslösung zu Auslösung stark streuen.

:goodpost:

@bbb: Ist hinten am Schlüssel kein Plastik-Deckel und darunter eine Schraube oder dgl.?

bbb
02.10.2007, 18:23
@bbb: Ist hinten am Schlüssel kein Plastik-Deckel und darunter eine Schraube oder dgl.?[/QUOTE]

Ne, ein Plastikdeckel ist dort nicht. nur so eine Rendelschraube zum fixieren.
http://www.louis.de/_30c0b9571a8734032374e0b6ef05ac19a5/?topic=artnr_gr&artnr_gr=10003085

Falls es wirklich nicht Möglich ist das Teil neu einzustellen nehme ich wirklich Mal ein paar Messwert auf und Klebe dann eine passende Umrechnungstabelle drauf.

Besenwagen
02.10.2007, 19:15
@bbb: Ist hinten am Schlüssel kein Plastik-Deckel und darunter eine Schraube oder dgl.?

Ne, ein Plastikdeckel ist dort nicht. nur so eine Rendelschraube zum fixieren.
http://www.louis.de/_30c0b9571a8734032374e0b6ef05ac19a5/?topic=artnr_gr&artnr_gr=10003085

Falls es wirklich nicht Möglich ist das Teil neu einzustellen nehme ich wirklich Mal ein paar Messwert auf und Klebe dann eine passende Umrechnungstabelle drauf.[/QUOTE]

Ist aber ehrlich gesagt auch nicht das gelbe vom Ei :ü

Ich würd ihn ehrlich gesagt zum professionellen Kalibrierer geben. Wenn ihr in der Arbeit ein Gerät habt, muss ja auch jemand da sein, der das kann ;)

bbb
02.10.2007, 19:26
Ne, einen Kalibrierer haben wir da nicht. Das Gerät wird genutzt um mittels einer normalen Knarre Schrauben mit einem vorgegebenen Drehmoment anzuziehen.
Alle Geräte gehen zum Kalibrieren nach Extern.

marvin
03.10.2007, 09:42
Ich würd ihn ehrlich gesagt zum professionellen Kalibrierer geben.
Der "professionelle Kalibrierer" wird die freundliche Empfehlung geben, nochmal mit einem Gedore oder Stahlwille wiederzukommen, dann könnte man nochmal drüber reden.
Das Kalibrieren ist ja teurer als der ganze Louis-Schlüssel von dem hier die Rede ist.

bernhard67
03.10.2007, 10:06
Wieso Umlenkrolle? :confused:
Wenn man den Schlüssel an der Nussaufnahme so einspannt, dass er waagrecht liegt, dann wirkt seine Gewichtskraft als Drehmoment. Ganz ohne Umlenkrollen.

Mal geschätzt: der Syntace Torque Tool 1-20 N hat eine Länge von 220mm bei 385g Gewicht. Nehmen wir mal der Einfachheit halber an, dass der Schwerpunkt in der Mitte des Schlüssels liegt. Also M ≈ (0,385kg * 9.81 m/s²) * (0,22m / 2) = 0.42 Nm. Ja, das ist etwa das 10 fache der Genauigkeit dieses Drehmomentschlüssels ... aber ist das nicht trotzdem vernachlässigbar?
Der Syntace-Schlüssel, der geht von 1Nm bis 20Nm! Und da sieht man, daß man im unteren Bereich die Gewichtskraft berücksichtugen muß (bei 1Nm sind das schon 42%). Aber:ich halte das Teil für groben Unfug und habe ihn mir daher nicht gekauft, sondern die baugleiche Variante von Würth 4 - 20Nm. Ein 22cm langer Schlüssel ist denkbar ungeeignet, um ein Drehmoment von 1Nm kontroliert aufzubringen - der ist einfach dafür viel zu lang. Unter 4Nm nimmt man Drehmomentschlüssel, die wie Schraubenzieher aussehen.

Ich ja den Vorschlag mit der Eimermethode gemacht, unter Vernachlässigung des Eigengewichts. Wobei ich zugeben muß, daß die 1% etwas vollmundig sind. Im mittleren Drehmomentbereich kommt man dann auch so auf 4%.

Man kommt so ganz ohne zusätzliche Hilfsmittel aus (Eimer, Küchenwaage und Schraubstock hat ja fast jeder zuhause). Und wenn man das Eigengewicht berücksichtigt (den Schwerpunkt kann man wirklich sehr leicht hinreichend genau ermitten), wird es auch richtig genau.

Jegliche Diskussionen über den Einfluß des Eigengewichts kann man sich sparen, wenn man den Schlüssel so einspannt, daß die Gewichtskraft senkrecht zur Auslöserichtung wirkt - nur braucht man dann einen Aufbau mit Umlenkrolle.