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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Campa Record 9-fach Ergos???



carlito
17.09.2003, 15:53
Hallo beisammen,
ich habe ein Problem mit meiner Campa Record 9-fach Schaltung.
Drückt man den großen Hebel, um hinten auf ein größeres Ritzel zu schalten, bewegt sich das Schaltwerk immer ein klein wenig zu weit und schleift leicht am übernächsten Ritzel.
Wenn man dann den kleinen Daumenhebel am Ergopower nur ganz leicht (!!!) drückt -ohne die Rasterung zu betätigen-!!! Bewegt sich das Schaltwerk wieder zurück und läuft perfekt.
Diese, etwas nervige Prozedur muß bei jedem Gangwechsel wiederholt werden.
Auf die kleineren Ritzel schaltet es allerdings problemlos. Das Rad wurde komplett neu aufgebaut, alle Züge und Hüllen sind neu und funktionieren perfekt. Auch das Schaltwerk, bzw. die Feder ist O.K. Das Schaltauge am Rahmen ist gerichtet und perfekt gerade. Alle Campa Teile sind max 1000km gefahren.
Daher nehmen ich an, dass das Problem an dem Ergopower-Hebel liegt.
Hat jemand ein ähnliches Problem, bzw. eine Idee wie man das Problem in den griff bekommt?
Beste Grüße Carlito.

procycling
17.09.2003, 15:56
welchen Lenker benutzt du?

floh
17.09.2003, 17:56
welche züge sind am rad verbaut? weisen die schaltkabel evtl. eine geschliffene oberfläche auf (zb bei jagwire oder nokon)? dann könnte das problem dort herrühren, denn sobald eine litze abplatzt - was bei verschliffenen kabeln eben verdammt leicht geschieht - , klemmt das ganze system.

procycling
17.09.2003, 18:11
Ich glaub hier liegt das Problem in der Zugverlegung...

Wenn die Züge irgendwo hängen (zum Beispiel im oder m Lenker,oder am Rahmen..)

Sausewind
17.09.2003, 18:28
Hallo Carlito,

ich kenne das Problem. (Nicht Campa)Züge neu oder gefettet, richtig? Wenn Du Glück hast, gibt sich das nach ca. 200 km, warte mal so lange ab. Ansonsten Innen- und Aussenzüge komplett ersetzen.

Dazu auch folgender Beitrag, erst ein paar Tage alt:

http://www.dkverlag.de/tour/showthread.php?postid=100232#post100232

carlito
18.09.2003, 11:35
Besten Dank für die Antworten,
leider werde ich damit nicht so recht glücklich. Ich bin echt sicher, dass die Züge in Ordnung sind. Es sind zwar standard-Züge, aber sie sind sehr ordentlich verbaut und die Zugverlegung ist auch sehr penibel beachtet worden.
Also, wie kann es an der Zugverlegung liegen, wenn der Ergopower-Hebel mehr Seil einholt, als er eigentlich sollte um auf den nächsten gang zu schalten??
Sobald ich die Daumentaste ein klein wenig berühre zieht das Schaltwerk den Zug auch problemlos auf das untere Ritzel zuück und alles läuft sauber.
Ich dachte eher an eine Feder, oder irgendwie eine schlecht (schwergängig) funktionierende Mechanik im innern der Ergos???
Der Lenker ist von 3TTT und für Campa geeignet.
Vieleicht hat ja noch jemand eine Idee??
Besten Dank und Grüße. C.

messenger
18.09.2003, 12:31
Ob die Leichtgängigkeit des Schaltsystems ok ist, kann man leicht prüfen:

Den großen Hebel leicht drücken (ohne daß es rastet) und wieder loslassen. Das Schaltwerk muß sich aus eigener Kraft wieder zurückbewegen. Auf mehreren Gängen ausprobieren.

Gruß mess.

Sausewind
18.09.2003, 12:46
Original geschrieben von carlito
Besten Dank für die Antworten,
leider werde ich damit nicht so recht glücklich. Ich bin echt sicher, dass die Züge in Ordnung sind. Es sind zwar standard-Züge, aber sie sind sehr ordentlich verbaut und die Zugverlegung ist auch sehr penibel beachtet worden.
Also, wie kann es an der Zugverlegung liegen, wenn der Ergopower-Hebel mehr Seil einholt, als er eigentlich sollte um auf den nächsten gang zu schalten??
Sobald ich die Daumentaste ein klein wenig berühre zieht das Schaltwerk den Zug auch problemlos auf das untere Ritzel zuück und alles läuft sauber.
Ich dachte eher an eine Feder, oder irgendwie eine schlecht (schwergängig) funktionierende Mechanik im innern der Ergos???
Der Lenker ist von 3TTT und für Campa geeignet.
Vieleicht hat ja noch jemand eine Idee??
Besten Dank und Grüße. C.

Im Prinzip ist das richtig so. Beim Runterschalten, also auf ein grösseres Ritzel, wird immer ein wenig "überschaltet" damit die Kette schnell und zuverlässig klettert. Der Ergopower ist so konstruiert. Eine Spiralfeder wirkt der Rückstellfeder des Schaltwerks entgegen, greift am Rasteinsatz an. Der Aluminiumgußring, in dem dieser Rasteinsatz liegt und der auch die Federn für die Rasterung aufnimmt, ist ebenfalls drehbar, nur einen ganz kleinen Drehwinkel, im Griffkörper gelagert und wird ebenso mittels Feder wieder zurückgestellt. Diese Federkraft ist aber wesentlich schwächer. Bei Betätigung des grossen Hebels (runterschalten) dreht sich also dieser Ring samt Rasteinsatz ein kleines Stück bis an einen Anschlag, dann erst schaltet die Rasterung einen Schritt weiter, die Kette klettert, und wenn man nun den Hebel wieder loslässt, schwingt der ganze Mechanismus diesen kleinen Weg wieder zurück. Sehr schwer zu erklären. Man kann es aber fühlen, zerlegt man den Hebel, natürlich auch sehen. Dann wirds verständlich. Diese "Überschalten" erfolgt wie gesagt nur in eine Richtung.
Hat man nun minimal zu viel Reibung im Bremszug, das kann auch durch zähes Fett passieren, reicht die Federkraft nicht mehr aus, um den "Überschalter" zurück zu stellen. Dann muss man mit dem Daumenhebel nachhelfen. Aber wie gesagt, meist gibt sich das nach kurzer Zeit.
Eine weitere Möglichkeit wäre z.B. falsches oder zu viel Fett in der Mechanik des Hebels nach einer Demontage und Wartung. Aber wenn ich Dich richtig verstanden habe, ist das bei Dir nicht der Fall....oder?

Sausewind
18.09.2003, 12:47
Original geschrieben von messenger
Ob die Leichtgängigkeit des Schaltsystems ok ist, kann man leicht prüfen:

Den großen Hebel leicht drücken (ohne daß es rastet) und wieder loslassen. Das Schaltwerk muß sich aus eigener Kraft wieder zurückbewegen. Auf mehreren Gängen ausprobieren.

Gruß mess.

Jo....wie man sieht, gehts auch kurz. :D

Racing Postal
18.09.2003, 12:58
Probier erst mal das aller einfachste. Drehe die Einstellschraube am Schaltwerk eine viertel Umdrehung im Uhrzeigersinn. Hat bei mir bis jetzt, bei dem gleichen Problem, immer geholfen.