PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eure Empfehlung: Brilen mit Antifog-Beschichtung oder Antifog-Mittel behandeln?



1tacx
14.04.2008, 14:00
Hallo,

ich besitze eine Briko Switcher Radbrille, die im Kauf recht teuer war, und seit kurzem zusätzlich eine günstige Casco SX-20 Sportbrille, die ich ruhigeren Gewissens auch beim Kayaksport aufsetzen mag, sollte sie mal baden gehen.

Bei den Fühjahrstouren, besonders bei denen um 12 °C und kälter, nervt mich immer, daß sowohl bei der günstigen als auch bei der teuren die Gläser beschlagen. Was hilft wirksam dagegen? Soll ich mir eine neue Radbrille zulegen und dabei darauf achten, daß sie von innen eine Antifogbeschichtung hat, oder ist es vielleicht sogar wirksamer sie selber mit Antifogmitteln zu behandeln?

Ich hatte mir mal von einem Freund eine Briko Endure Pro Brille ausgeliehen, deren Gläser eine Antibeschlagausrüstung hatten. Bei dieser Brille ist mir aber äußerst unangenehm aufgefallen, daß sie besonders bei einsetzender Dämmerung, entgegenkommende Autolichter gedoppelt dargestellt hat, Es schien so, als würde das Licht an der inneren Antifogschicht zusätzlich gebrochen, so daß ein Zweitbild entsteht. Das fand ich sehr irritierend. Sollte dies typisch für Antifogbeschichtungen sein, würde ich die Behandlung mit Antifogmitteln vorziehen. Die müßte man wahrscheinlich nach jedem Putzen, also vor jeder Fahrt erneuern, oder? Aber die kältebedingte Kondensation der Atemluft am kalten Brillenglas kommt ja auch nur bei den besagten Temperaturen zustande, so daß im Sommer eine Behandlung entfallen könnte.

Was sind eure Erfahrungen?

Carazow
14.04.2008, 14:20
ich fahr´ an meiner m-frame im winter mit "vented" gläsern (mit kleinen lüftungsschlitzen). das funktioniert auch beim crossen sehr gut...

hartmut

1tacx
14.04.2008, 14:56
Beim Surfen fällt auf, daß große renommierte Marken wie Oakley, Smith, Uvex oder Briko nur ganz vereinzelt Gläser mit Antifog-Schicht anbieten. Während dies viele noname-Angebote bereits serienmäßig haben.

Das legt die Vermutung nahe, daß das Schlagwort "Antifog" bei vielen Brillen einen Marketingvorteil verschaffen soll und es oftmals mit der Funktionalität dieser Beschichtungen nicht allzu weit her ist, oder es mit den oben beschriebenen optischen Einbußen verbunden ist.

Was könnt ihr zu diesen Beschichtungen sagen? Funktionieren sie oder taugen ventilierende Brillengläser mehr, die immer stärker auf den Markt drängen? Aber beim Kayakfahren werden aufgrund der vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten wohl auch die ventilierten Gläser nur bei starkem Gegenwind nicht beschlagen, oder?

varenga
14.04.2008, 15:33
Nachdem ich schon in Breitenworbis und gestern in Steinfurt auf der Abfahrt mich mehr mit den Ohren als mit den Augen in der Abfahrt orientieren mußte:

Gibts es auch Anti-Fog für Glasbrillen? Ich als armer Nichtsnutz kann mir keine 300 Euro Brille mit geschliffenen (-5 Dioptrien) leisten und bin daher drauf angewiesen, meine echten Glasbrillengläser vor dem Anlaufen/Beschlagen zu schützen.

Gibts da was? Und wenn ja: Zerstört das dann meine einfache Entspiegelung?

Gruß,

Varenga

a x e l
14.04.2008, 15:44
Hallo,

das Problem löse ich, indem ich ein einfaches Spülmittel, also nicht Palmolive von Tante Tilly (die Senioren wissen, wovon ich schreibe) nehme und einen Tropfen auf den Gläsern verreibe und trocken poliere, bis die Schlieren weg sind.

Die Tenside verhindern ein Beschlagen recht zuverlässig.

Axel