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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sattelposition



obisk
25.10.2008, 00:06
Wie weit soll ich denn meinen Sattel nach vorne bzw. nach hinten schieben?
Manche fahren ja ohne Versatz in der Sattelstütze. Ist das nicht zu weit vorne?
Da ich mir eine neue kaufen werde, wäre es schön mal zu hören wo ich mich hinsetzen soll.

sachs dreigang
25.10.2008, 12:38
hallo,

" Einstellen der Sattelposition
Wichtig zur guten Kraftübertragung auf das Pedal ist die Position des Sattels zur Stellung des Pedals. Dazu bringen wir die Kurbelarme in die horizontale Stellung, setzen uns auf das Fahrrad und legen das Lot in der Mitte des Knies an, nun sollte das Lot genau durch die Mitte der Pedalachse laufen. Stimmt die Position des Sattels nicht, müssen wir den Sattel nach vorne oder nach hinten schieben. In manchen Fällen müssen wir sogar die Sattelstütze gegen eine stark gekröpfte tauschen oder gegen eine, die genau in der Mitte des Rohres geklemmt wird."


http://www.rad-karlsruhe.de/techniktipps.php?content=position


noch besser:
http://www.vc-daeniken.ch/tipps/sitzposition/sitzposition.html

gruss

sachs dreigang

B-17
25.10.2008, 16:15
http://www.sheldonbrown.com/kops.html

Lord Vader
25.10.2008, 16:41
Ich bin bei meinem Rad nicht nach Lehrmeinung vorgegangen, sondern hab den Sattel einfach nach Gefühl eingestellt. Also einfach auf den ersten Fahrten mit neuem Rad/neuen Komponenten die richtigen Schlüssel mitnehmen.
Ob das so richtig ist weiß ich nicht, aber falsch kanns auch nicht sein, nach sechs Stunden fühl ich mich immer noch wohl auf dem Rad.

clamwinner
25.10.2008, 18:44
Das sind halt so die Standardvorgaben. Als ich mit der Frage in den Laden kam, ob die eine Sattelstütze ohne Kröpfung da haben, damit ich auch mit dem MTB bessere Kraftübertragung habe, guckten die nur und meinten "Da brauchen 'se einen neuen Rahmen, ohne offset gibts das nicht". Quatsch natürlich.

Um sein Rad auf den Körper etwas zu standardisieren, ist das ok, aber ich hab z.B. keine horizontale Sattelstellung, sondern der Sattel zeigt ein wenig nach vorn unten, find ich deutlich angenehmer.

Also ist Experimentieren angesagt.

pirat
25.10.2008, 19:17
aber ich hab z.B. keine horizontale Sattelstellung, sondern der Sattel zeigt ein wenig nach vorn unten, find ich deutlich angenehmer.

Also ist Experimentieren angesagt.

Oh ja, kann ich nur bestätigen! Habe das seit diesem Jahr auch ausprobiert. Bin jetzt viel glücklicher und kann viel längere strecken ohne Probleme fahren, wie schon gesagt, deutlich angenehmer!!!

Volksbänkler
25.10.2008, 19:40
Sattelposition ist wirklich unterschiedlich. Während ich mich auf geraden Stützen wohlfühle, gibt es Freunde, die nur mit Versatz fahren können. Ich finde es angenehm, wenn ich ein wenig weiter vorne sitze und richtig schön von oben Druck auf das Pedal geben kann.

Ich habe eine Aussage irgendwo gelesen, dass die Tendenz dazu geht, dass Fahrer mit hoher Frequenz eher den Sattel weiter vor stellen, da durch den daraus resultierenden längeren Auszug der Sattelstütze der Hüftwinkel verkleinert wird. Bei Fahrern mit niedriger Frequenz entsprechend genau umgekehrt.

Kann dies an den verschiedenen Fahrertypan meiner Freunde bestätigen. Ist wirklich so, dass die Kurbler eher vorne sitzen, die Treter eher hinten.

clamwinner
25.10.2008, 20:01
Sattelposition ist wirklich unterschiedlich. Während ich mich auf geraden Stützen wohlfühle, gibt es Freunde, die nur mit Versatz fahren können. Ich finde es angenehm, wenn ich ein wenig weiter vorne sitze und richtig schön von oben Druck auf das Pedal geben kann.

Ich habe eine Aussage irgendwo gelesen, dass die Tendenz dazu geht, dass Fahrer mit hoher Frequenz eher den Sattel weiter vor stellen, da durch den daraus resultierenden längeren Auszug der Sattelstütze der Hüftwinkel verkleinert wird. Bei Fahrern mit niedriger Frequenz entsprechend genau umgekehrt.

Kann dies an den verschiedenen Fahrertypan meiner Freunde bestätigen. Ist wirklich so, dass die Kurbler eher vorne sitzen, die Treter eher hinten.



Ich bin ewig lang am Crosser mit einem 10mm Versatz gefahren an der Stütze, am MTB hab ich einen 45mm Versatz (!!!!!!) und mich immer gefragt, wieso ich am Crosser viel mehr Druck draufbekomme aufs Pedal, beim MTB dagegen schon nach 50km Knieschmerzen habe und auf dem Sattel rumrutsche, um das zu kompensieren, bis ich endlich mal auf den Dreh kam, dass da was unterschiedlich ist. Somit auch mal ein Auge auf die Sattelstütze geworfen, die wirds bei mir auch am MTB sein.

TTBeiDerArbeit
25.10.2008, 20:46
Ich bin bei meinem Rad nicht nach Lehrmeinung vorgegangen, sondern hab den Sattel einfach nach Gefühl eingestellt. Also einfach auf den ersten Fahrten mit neuem Rad/neuen Komponenten die richtigen Schlüssel mitnehmen.
Ob das so richtig ist weiß ich nicht, aber falsch kanns auch nicht sein, nach sechs Stunden fühl ich mich immer noch wohl auf dem Rad.

In der Regel fühlt man sich auch mit einer Position, wo der Sattel zu weit vorne sitzt wohl. Das ist nicht sonderlich belastend für das Knie. Ist ja auch kein Wunder, entspricht es doch anähernd der Zeitfahrposition.
Allerdings macht eine Zeitfahrposition nur Sinn, wenn man auch sehr aerodynamisch auf dem Rad sitzt.
Auf dem normalen Renner jedoch verschenkt man mit so einer Position Kraft.
Die Hebel ist schlicht und einfach nicht optimal eingesetzt.

Ich habe aus Unwissenheit mit einer geraden Stütze mein "Laufbahn" auf dem Renner begonnen. Als mir dann jemand sagte, ich sitze zu weit vorn, habe ich den Sattel wie es optimal sein müsste nach hinten auf die Stütze geschoben. Ich bekam Knieprobleme und dachte son Mist, hätte ich doch bloß nicht auf diesen Ratschlag gehört.
Der Clou bei der Sache ist aber, das man einegeschliffene Sitzpositionen nicht schlagartig ändern darf. Kleine Schritte von höchstens 0,5 cm sind nötig um sich langsam an die Sitzposition zu gewöhnen. Die Sättel sind so auf meinen geraden Stützen in den letzen 2 Jahren von ca. mittig nun etwa 2 cm nach hinten auf meinen geraden Sützen gewandert.


Sicherlich und das will ich nicht in Abrede stellen, gibt es Fahrer, wo das Verhältnis Unter/Oberschenkellänge eine gerade Stütze mit darauf mittig montierten Sattel erfordert.
Auch gibt es Leute, die finden so wie ich keine/kaum eine Sattelstütze wo der Sattel nicht irgendwo auf Anschlag sitzen würde. Die Kröpfung vieler Rennstützen liegt nämlich bei ca. 2,5 cm. Auf so einer Stütze würde mein Sattel aber relativ weit vorn sitzen.
Wie gesagt, was genau passt ist eine Frage der Hebelverhältnisse. Aber bestimmt 80 Prozent der Fahrer sind mit einer gekröpften Stütze besser bedient. Ich habe daher auch kein Verständnis dafür, wenn Rennradanbieter versuchen verkorkste Rahmengeometrien (zu lange Oberrohre) mit geraden Stütze (weiter vorn sitzen) auszugleichen oder wenn sie versuchen 28 Zoll Rahmen für kleine Menschen (unter 1,65 m) anzupassen, wo von der Sitzposition ein 26er Rahmen sehr viel mehr Sinn machen würde.
Gerade Damenrennrahmen sind teils sehr verkorkste Geometrien. Oder mein anderes Paradebeispiel sind die Canyon Roadliterahmen (die günstigste Serie). Aber auch Rose hat solche Modelle im Angebot.

Grüße
TT

TTBeiDerArbeit
25.10.2008, 20:53
Ich bin ewig lang am Crosser mit einem 10mm Versatz gefahren an der Stütze, am MTB hab ich einen 45mm Versatz (!!!!!!) und mich immer gefragt, wieso ich am Crosser viel mehr Druck draufbekomme aufs Pedal, beim MTB dagegen schon nach 50km Knieschmerzen habe und auf dem Sattel rumrutsche, um das zu kompensieren, bis ich endlich mal auf den Dreh kam, dass da was unterschiedlich ist. Somit auch mal ein Auge auf die Sattelstütze geworfen, die wirds bei mir auch am MTB sein.

So weit ich weiß, haben MTB und Rennrad unterschiedliche Sitzrohrwinkel.

Das Rennrad ist für gekröpfte Stützen optimiert, das MTB eher für gerade.

Wenn du also auf dem MTB und Renner ein und die selbe Stütze fährst bei gleicher Sattelposition, sitzt du auf dem MTB weiter hinter dem Innenlager als beim Renner.

Und da du sogar den Sattel beim MTB noch weiter hinten montiert hast und zudem so einen extremen Wechsel zwischen den Sitzpositionen hast, wundert es mich nicht, dass du Knieprobleme bekommst.

medias
25.10.2008, 20:55
Recht hast du, nur viele haben sich einfach optisch daran gewöhnt, genauso wie an Sloping.
Eine gscheite Geo braucht eine Stütze mit Versatz, sonst passt der Rahmen nicht.

obisk
25.10.2008, 21:43
hallo,

" .......

http://www.rad-karlsruhe.de/techniktipps.php?content=position


noch besser:
http://www.vc-daeniken.ch/tipps/sitzposition/sitzposition.html

gruss

sachs dreigang

leider weiss ich nicht von wo bis wo ich messen soll. Wo ist den die Satteloberkante? an der Spitze, in der Mitte , in Sattelrohrverlängerung oder am hinteren Ende des Sattels?
Soll ich also irgendwie schräg von der Pedalachse zum Sattel messen?

????????????????????

sachs dreigang
25.10.2008, 23:30
hallo,

http://www.vc-daeniken.ch/tipps/sitzposition/sattel.jpg


Dazu bringen wir die Kurbelarme in die horizontale Stellung, setzen uns auf das Fahrrad und legen das Lot in der Mitte des Knies an, nun sollte das Lot genau durch die Mitte der Pedalachse laufen. Stimmt die Position des Sattels nicht, müssen wir den Sattel nach vorne oder nach hinten schieben.

gruss

sachs dreigang

q314
26.10.2008, 00:11
leider weiss ich nicht von wo bis wo ich messen soll. Wo ist den die Satteloberkante?

man nimmt m.W. den Punkt, an dem das Sattelstützen-Rohr durch die Sitzfläche stoßen würde, wenn die Sattelstütze entsprechend lang wäre. Sitzhöhe ist der Abstand zwischen diesem Punkt und dem Zentrum der Tretlagerwelle - Meßrichtung ist genau parallel zur Stütze.

sachs dreigang
26.10.2008, 00:36
hallo,

eventuell stehe ich ja auf dem schlauch, aber was um alles in der welt wollt ihr da permanent messen ?

sattelhöhe einstellen (ferse, nicht ganz durchgedrücktes bein, etc, sollte bekannt sein) rauf mit dem a.rsch auf den sattel, lot fällen (mitte knie, pedalachse, bei waagerechter kurbelstellung), sattel nach vorne, hinten, oder so lassen, wenn es denn passt(sprich, das lot durch die pedalachse fällt). fertig ist die laube.

gruss

sachs dreigang