PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Austausch von Lenker, Gabel, Vorbau????



Börde-Pedaleur
11.11.2008, 08:10
Hallo,
ich benötige mal den Rat der Technikexperten. Ich fahre ein Principiarahmen mit einer Isaac-Carbongabel. Weitere Komponenten sind ein Tune-Vorbau und ein Syntace-Lenker. Mein Rad geht nun ins fünfte Jahr und hat 70.000 km gelaufen. Ich frage mich, ob ich die genannten Teile aus Sicherheitsgründen mal tauschen muss? Das Rad hat bisher keinen Sturz mitgemacht. Die Sichtprüfung sagt, dass die Teile noch in Ordnung sind. Nach Herstellerangaben hätten sie aber schon längst getauscht werden müssen. Die Händler wollen eh nur verkaufen. Aber einen bitter bösen Sturz durch Lenkerbruch oder so möchte ich schon vermeiden. Meine Frage ist also, ab wann wird die Benutzung, der zumeist gewichtsoptimierten Teile zu einem Risiko, das über das grundsätzliche Risiko
(also z.B. Materialfehler) hinausgeht?
Mir ist schon klar, dass ich keine Garantie gegen Versagen kriegen kann, aber vielleicht gibt es wirkliche Erfahrungswerte?

Danke
Börde-Pedaleur

Patrice Clerc
11.11.2008, 08:15
Nach Herstellerangaben hätten sie aber schon längst getauscht werden müssen.Echt - hast du da eine Quelle?


Mir ist schon klar, dass ich keine Garantie gegen Versagen kriegen kann, aber vielleicht gibt es wirkliche Erfahrungswerte?Mir hat mal ein ehemaliger Schweizer-Spitzenprofi, der heute in Zürich ein renommiertes Fahrradgeschäft betreibt, gesagt, dass Lenker eigentlich "ewig" halten würden und vorzeitiger Austausch ohne äussere Schäden nicht notwendig sei.

Eine Garantie, dass ein Lenkerbruch nicht passiert, kanns aber nicht geben. Selbst ein neuer Lenker kann theoretisch auf der ersten Ausfahrt brechen; z. B. bei einem Material- oder Verarbeitungsfehler.

105
11.11.2008, 09:58
(..)
Mir hat mal ein ehemaliger Schweizer-Spitzenprofi, der heute in Zürich ein renommiertes Fahrradgeschäft betreibt, gesagt, dass Lenker eigentlich "ewig" halten würden und vorzeitiger Austausch ohne äussere Schäden nicht notwendig sei.(..)
Ich kann da nix konkretes beitragen, aber wenn ich bedenke dass an Alurahmen gern mal die Kettenstrebe bricht, weil sie nach x0.000 km versprödet, dann möchte ich einen (sicherlich dünnwandigeren) Lenker & Vorbau nicht so lange fahren.

-> nach 5 Jahren fliegen die Teile bei mir raus, egal wie gut sie aussehen.

just my 2 cents

RobBj123
11.11.2008, 10:29
Nach 70000km würde ich auch mal über einen Austausch der Teile nachdenken...


...dass Lenker eigentlich "ewig" halten würden und vorzeitiger Austausch ohne äussere Schäden nicht notwendig sei.

Das kann garnicht sein. Aluminium ist nicht dauerfest, deshalb MUSS jeder Lenker irgendwann brechen. Vielleicht hat er einen alten Stahllenker gemeint, da kann das hinkommen.

Patrice Clerc
11.11.2008, 10:53
Nach 70000km würde ich auch mal über einen Austausch der Teile nachdenken...

Das kann garnicht sein. Aluminium ist nicht dauerfest, deshalb MUSS jeder Lenker irgendwann brechen. Vielleicht hat er einen alten Stahllenker gemeint, da kann das hinkommen.Nein. Dauerfest hin oder her: es kommt halt darauf an, wie das Zeugs konstruiert wurde. Wenns für 200'000 km reicht, dann ist nach 70'000 km halt noch kein Handlungsbedarf gegeben.

Andererseits sind 70'000 km ja auch eine Menge Holz, die nicht nach alle paar Monate erreicht werden. Ein Austausch nach 70t km sollte sich demnach auch finanziell vertreten lassen.

Patrice Clerc
11.11.2008, 10:56
Mein Posting soll niemanden überreden, mit unsicherem Material unterwegs zu sein. Aber:

Ich kann da nix konkretes beitragen, aber wenn ich bedenke dass an Alurahmen gern mal die Kettenstrebe bricht, weil sie nach x0.000 km versprödet, dann möchte ich einen (sicherlich dünnwandigeren) Lenker & Vorbau nicht so lange fahren.Weder Lenker noch Vorbau sind dünnwandiger als ein Rahmen. Dann kommt hinzu, dass der Rahmen geschweisst wird (was auf einen Lenker schon mal nicht zutrifft). Der Vorbau wird geschweisst, ist aber viel dickwandiger als ein Rahmen.

Jule
11.11.2008, 11:09
Das kann garnicht sein. Aluminium ist nicht dauerfest, deshalb MUSS jeder Lenker irgendwann brechen. Dauerfestigkeit ist doch nicht prinzipiell für den einen Werkstoff gewährleistet und für den anderen nicht. Für die Dauerfestigkeit spielt v. a. die Belastung eine Rolle und damit die Konstruktion als solches, welche die Spannungsquerschnitte bzw. -flächen bestimmt. Der Werkstoff an sich liefert den Festigkeitswert für die Rechnung, spielt daher schon eine entscheidene Rolle, schließt aber *von vornherein* weder aus noch ein, dass eine Konstruktion im Dauerfestigkeitsbereich liegt.

105
11.11.2008, 11:14
Mein Posting soll niemanden überreden, mit unsicherem Material unterwegs zu sein. Aber:
Weder Lenker noch Vorbau sind dünnwandiger als ein Rahmen. Dann kommt hinzu, dass der Rahmen geschweisst wird (was auf einen Lenker schon mal nicht zutrifft). Der Vorbau wird geschweisst, ist aber viel dickwandiger als ein Rahmen.
OK, beim Vorbau haste wohl recht, aber beim Lenker bin ich mir da nicht so sicher. Und wenn ich sehe wie der flext (und einige Vorbauten auch), dann ist da mehr Bewegung als in ner Kettenstrebe (die ja auch nicht immer an der Schweißnaht brechen, sondern manchmal auch mittendrin).

Wie gesagt, kann jeder machen wie er will, aber für ~ EUR 150 überlege ich da nicht.

Patrice Clerc
11.11.2008, 11:29
OK, beim Vorbau haste wohl recht, aber beim Lenker bin ich mir da nicht so sicher. Und wenn ich sehe wie der flext (und einige Vorbauten auch), dann ist da mehr Bewegung als in ner Kettenstrebe (die ja auch nicht immer an der Schweißnaht brechen, sondern manchmal auch mittendrin).Der Alurahmen wird dennoch geschweisst und muss aus einem schweissfähiges Material und entsprechend nachbehandelt sein, was zumindest Auswirkungen auf die Dauerfestigkeit haben kann. Man hört eigentlich von mehr Rahmen-, als von Lenkerbrüchen (OK, das ist eine reine Hinterkopfstatistik und braucht nicht korrekt zu sein).


Wie gesagt, kann jeder machen wie er willNatürlich. Aber andererseits muss man sich auch nicht wegen jeder Kleinigkeit virtuell in die Hosen machen.

Wieso erst nach 70t km austauschen, wieso nicht nach 10t km? ;)

Jule
11.11.2008, 11:38
OK, beim Vorbau haste wohl recht, aber beim Lenker bin ich mir da nicht so sicher. Und wenn ich sehe wie der flext (und einige Vorbauten auch), dann ist da mehr Bewegung als in ner Kettenstrebe (die ja auch nicht immer an der Schweißnaht brechen, sondern manchmal auch mittendrin).

Wie gesagt, kann jeder machen wie er will, aber für ~ EUR 150 überlege ich da nicht. Ist natürlich eine persönliche Entscheidung, denn man kann ja nicht fragen: Wann brichst du? Leichtbauteile würde ich aufgrund der geringeren konstruktiven Sicherheit auf jeden Fall "regelmäßig" wechseln.
Kommt auch bissl auf's Fahrverhalten an, auf Kilometer 10 und von ganz alleine bricht i. A. - Materialfehler ausgeschlossen - nix, dazu braucht es schon entsprechende Belastungen. Also Leichtteile aus dem Profisportbereich wären nicht meine 1. Wahl.

105
11.11.2008, 12:09
(..)Natürlich. Aber andererseits muss man sich auch nicht wegen jeder Kleinigkeit virtuell in die Hosen machen.

Wieso erst nach 70t km austauschen, wieso nicht nach 10t km? ;)
Richtig, und es hängt außer vom Material auch sicher noch von weiteren Faktoren ab. Aber lieber virtuell in die Hose gemacht als real mächtig auf die Fre**e gelegt :)

Und: ich würde diese Teile niemals 70tkm fahren ;)

RobBj123
11.11.2008, 12:10
Nein. Dauerfest hin oder her: es kommt halt darauf an, wie das Zeugs konstruiert wurde. Wenns für 200'000 km reicht, dann ist nach 70'000 km halt noch kein Handlungsbedarf gegeben.
Richtig, ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass es eine Grenze geben muss - und das schließt eine ewige Haltbarkeit eben aus.


Dauerfestigkeit ist doch nicht prinzipiell für den einen Werkstoff gewährleistet und für den anderen nicht. Für die Dauerfestigkeit spielt v. a. die Belastung eine Rolle und damit die Konstruktion als solches, welche die Spannungsquerschnitte bzw. -flächen bestimmt. Der Werkstoff an sich liefert den Festigkeitswert für die Rechnung, spielt daher schon eine entscheidene Rolle, schließt aber *von vornherein* weder aus noch ein, dass eine Konstruktion im Dauerfestigkeitsbereich liegt.
Trotzdem kann eine Aluminiumkonstruktion nicht dauerfest sein. Die meisten Dinge werden fast ewig halten, eben weil sie ausreichend groß dimensioniert siind. Aber so ein Leichbaulenker ist normalerweise am Limit konstruiert. Und da alle Aluminiumbauteile nur eine begrenzte Anzahl an Lastwechseln aushalten können, halten sie auch nicht ewig.

105
11.11.2008, 12:16
Ist natürlich eine persönliche Entscheidung, denn man kann ja nicht fragen: Wann brichst du? Leichtbauteile würde ich aufgrund der geringeren konstruktiven Sicherheit auf jeden Fall "regelmäßig" wechseln.
Kommt auch bissl auf's Fahrverhalten an, auf Kilometer 10 und von ganz alleine bricht i. A. - Materialfehler ausgeschlossen - nix, dazu braucht es schon entsprechende Belastungen. Also Leichtteile aus dem Profisportbereich wären nicht meine 1. Wahl.
Jepp, ist bei mir auch so, aber die Grenze ist fließend. Die Kategorie 'nicht leicht dafür unkaputtbar' gibt es wohl nicht.

Und ein 90kg Fahrer der gern mal nen Sprint hinlegt zieht sicher kräftiger als eine 58kg Bergziege.

-> also muss jeder selber entscheiden ob / wann er die Teile auswechselt. Dass ein Hersteller durchaus nicht ganz uneigennützig den regelmäßigen Austausch empfiehlt ist auch klar.

trecka.de
11.11.2008, 12:30
Dauerfestigkeit ist doch nicht prinzipiell für den einen Werkstoff gewährleistet und für den anderen nicht. Für die Dauerfestigkeit spielt v. a. die Belastung eine Rolle und damit die Konstruktion als solches, welche die Spannungsquerschnitte bzw. -flächen bestimmt. Der Werkstoff an sich liefert den Festigkeitswert für die Rechnung, spielt daher schon eine entscheidene Rolle, schließt aber *von vornherein* weder aus noch ein, dass eine Konstruktion im Dauerfestigkeitsbereich liegt.

Das ist ein Irrtum.
Aluminiumkteile sind nie dauerfest, ich kann durch große Querschnitte den Bruch nur hinauszögern, brechen wird es aber irgendwann dann doch.
Bei Stahl gibt es eine regelrechte Dauerfestigkeitsgrenze, d.h. bleibe ich unter dieser Spannung kann das Teil unendlich viele Lastwechsel ertragen, ist also dauerfest und hält ewig.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dauerfestigkeit

Börde-Pedaleur
11.11.2008, 16:00
[QUOTE=Patrice Clerc;2491307]Echt - hast du da eine Quelle?

Ja. Bei meinem Rad war zu jeder verbauten Komponente ein Beipackzettel, der darauf aufmerksam macht, dass die Teile (z.B. Vorbau und Carbongabel) nach 2 Jahren bzw. x Kilometer (<20.000km) zu wechseln sind.

Börde-Pedaleur

Jule
11.11.2008, 18:04
Die Kategorie 'nicht leicht dafür unkaputtbar' gibt es wohl nicht. Nee, wenn's Material an der falschen Stelle ist, wird das Teil auch nicht haltbarer. Man muss letztendlich den Konstrukteuren/Herstellern mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungswerten vertrauen. Mir käme trotzdem keine ultraleichte (und v. a. teure) Grenzkonstruktion ans Rad, weil ich mich nicht sicher fühlen würde.

@RobBj123, trecka.de
Pardon, ich lag daneben. Kubisch flächenzentriertes Kristallgitter - wird so sein. Aber die Zeitfestigkeit kann für ausreichend ertragbare Lastwechsel stehen. Ihr habt Recht.

clamwinner
11.11.2008, 18:24
Wahrscheinlich werde ich mein Rad weit vor 70.000km komplett tauschen. Aber ich kann soviel sagen, dass ich bereits mit meinem alten Rad aus den 90ern ohne Federgabel (MTB) 15 Jahre gefahren bin und über 100.000km drauf sein müssen, da das Rad von 2 Leuten permanent benutzt wurde, jaja, damals konnten sich die Brüder noch einigen.

Mittlerweile ist es verkauft, da ist noch die erste Sattelstütze, der erste Lenker dran, die 10. Kette und das x. Ritzel, aber der Rahmen hält noch, bis auf einen Kettenriss neulich nix passiert.

Prinzipiell kann man sowas nicht pauschal sagen, Wettkampfalu, dünnwandiges Zeug reagiert sicher anders, es kommt aufs Fahrergewicht an etc etc.

Es gibt Rahmen, die brechen bereits nach einem Jahr und nichtmal 5000km und welche, die halten ewig. Meistens tauscht man das zeug eh, bevor es auseinanderfällt und wenn ich überlege, 70.000km bei extrem intensiven Fahren würde bei mir 10 Jahre halten. Da hab ich sicher schon 2x mein Rad gewechselt.

PAYE
11.11.2008, 19:37
Hallo,
ich benötige mal den Rat der Technikexperten. Ich fahre ein Principiarahmen mit einer Isaac-Carbongabel. Weitere Komponenten sind ein Tune-Vorbau und ein Syntace-Lenker. Mein Rad geht nun ins fünfte Jahr und hat 70.000 km gelaufen. Ich frage mich, ob ich die genannten Teile aus Sicherheitsgründen mal tauschen muss? Das Rad hat bisher keinen Sturz mitgemacht. Die Sichtprüfung sagt, dass die Teile noch in Ordnung sind. Nach Herstellerangaben hätten sie aber schon längst getauscht werden müssen. Die Händler wollen eh nur verkaufen. Aber einen bitter bösen Sturz durch Lenkerbruch oder so möchte ich schon vermeiden. Meine Frage ist also, ab wann wird die Benutzung, der zumeist gewichtsoptimierten Teile zu einem Risiko, das über das grundsätzliche Risiko
(also z.B. Materialfehler) hinausgeht?
Mir ist schon klar, dass ich keine Garantie gegen Versagen kriegen kann, aber vielleicht gibt es wirkliche Erfahrungswerte?

Danke
Börde-Pedaleur

Ich finde es eine prima Orientierung, dass Syntace 10 Jahre Garantie auf seine Alu-Vorbauten, -Lenker und -Sattelstützen gibt.

Z.B. hier:
http://syntace.de/index.cfm?pid=3&pk=407

http://syntace.de/index.cfm?pid=3&pk=878

http://syntace.de/index.cfm?pid=3&pk=1603

Man sollte also davon ausgehen, dass solche Aluteile die üblichen Beanspruchungen in dem 10 Jahreszeitraum auch aushalten können. Inweitweit das für deine verbauten Teile gilt, ist natürlich offen. Aber es macht doch Hoffnung, nicht?!

bianchicorse
17.03.2013, 11:05
Hallo,

ich fahre ein Bianchi Presto von 2001 mit etwa 50-60.000km auf der Uhr. Und wurde "normal" benutze (nur Umfaller bisher)

Das Rad fährt noch absolut super, aber mittlerweile mache ich mir einen Kopf (nicht zuletzt dadurch was man in Foren und Zeitschriften immer so aufschnappt), ob ich nicht Gabel (Eine Carbongabel mit Stahlschaft von Bianchi), Vorbau und Lenker austauschen soll?

Was meint Ihr zum Thema? Wie würdet Ihr verfahren?

(Ich habe mir einen günstigen CC-Rahmen zugelegt, denn ich evtl. (kostengünstig) aufbauen möchte. "Nüchtern" betrachtet würde es wahrscheinlich mehr Sinn machen, Laufräder und Gruppen (Ultegra; funktioniert tadellos) vom Bianchi am CC-Rahmen zu montieren. Aber irgendwie hänge ich am Bianchi..)

a x e l
17.03.2013, 13:17
Hallo,

mein Ansatz wäre folgender:

1. Carbongabel mit Stahlschaft: Wenn eine Sichtprüfung nach Ausbau am Schaft keine Verformung/Risse aufweist und
die Gabelschäfte völlig in Ordung sind, v.a. an den Übergängen zu den Ausfallenden, die oft aus Alu sind, dann hätte ich wenig Bedenken, die weiter zu fahren.

2. Vorbau, Lenker, Sattelstütze dürften aus einer Aluminiumlegierung sein. Aluminium ist nicht dauerfest:

http://de.wikipedia.org/wiki/Materialermüdung

Auszug: Werkstoffe mit kubisch flächenzentriertem Kristallgitter wie z. B. Aluminium zeigen diesen Grenzwert übrigens nicht. Hier ist auch bei geringen Belastungsamplituden „auf Dauer“ mit Ermüdungserscheinungen zu rechnen.

Weil die Belastungen bei Verwendung schwer abzuschätzen sind, raten die Hersteller zum regelmäßigen Austausch. Das dient ihrer Absicherung und jeder von uns würde an deren Stelle auch so handeln. Wenn Syntace 10 Jahre Garantie gibt, bezieht sich das nicht auf normalen Verschleiß. Wenn nach dem Bruch von einem Teil der Betreffende das Teil noch einschicken kann, so erhält er ggf. ohne weitere Überzeugungsanstrengungen Ersatz. Bei einem schwerwiegenden Unfall-und bei enem Bruch von den o. g. Teile ist das nicht unwahrscheinlich, wird der Hersteller hier genauer hinschauen, falls Forderungen gestellt werden.

Wenn es eine der hochfesten Aluminiumlegierungen ist, wie man sie im Fahrradleichtbau häufg verwendet, so reagieren die empfindlich auf Verformung, was zu Rissen führen kann. D.h. Teile abbauen und prüfen, ob an den Klemmstellen Spuren vorhanden sind. Auch tiefere Kratzer führen zu hohen Spannungen und später zu Rissen. Ist der Lenker frei von Korrosion durch Schweiß o. Salz (Winterfahrten)? Auch hochbelastete Flugzeigteile, bei denen Belastungen nicht abzuschätzen sind, werden durch regelmäßige Prüfungen auf Weiterverwendung geprüft.

Einbau der Teile unter Berücksichtigung der Drehmomentgrenzwerte.

Alternativ, wenn man sich darum keinen Kopf machen möchte, kauft man halt für um die 100-200 Euro die Teile neu und hat Ruhe.