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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : RR-Refien für Waldwege



F-Racer
10.11.2002, 13:48
Hallo Leute, mit welchen Reifen kann man bei schönem/trockenem Wetter Waldwege fahren ohne größere Gefahr zu gehen nach den ersten 100m nen Platten zu haben.
Also richtige Wald und halt Schotterwege, wie es manchmal auch solche Radwanderwege gibt. Kann man da auch normale RR-Refien nehmen, oder müssen das welche mit mehr als 25 mm Breite und Stollenprofil sein, oder reicht vielleicht auch ein Conti Grand Prix?

Wäre euch wirklich sehr verbunden, wenn ihr mir bald antworten könntet!

Lance 4 ever
10.11.2002, 14:52
das wird schwierig, mit rennreifen auf waldwegen ist nur im notfall zu empfehlen.
platten gibts mit normalen reifen (z.b. GP3000) praktisch keine, auch auf waldwgen.

kannst ja versuchen, ob ein schmaler radquer-reifen durch deine RR-bremsen bzw. Rahmen und Gabel passt.

hollandrad
10.11.2002, 15:09
Der Platten ist wahrscheinlich das kleinere Übel. Der Reifenquerschnitt ist doch so gering, daß ein kräftiger Schlag auf die Felge durchschlägt. Mit passierte es mal auf Kopfsteinpflaster. Der Felgenrand war nach außen gebogen.

Graf Cannondale
10.11.2002, 16:41
Auf Schotter oder gestampftem Lehm kann man ruhig mit dem GP3000 langheizen. Jedoch sollten die Wege keine Schlaglöcher aufweisen. Ansonsten geht das super!!


Gruß Graf Cannondale

crockz
10.11.2002, 20:14
Wassup.

Also ich hab jetzt auf meinem Winterrad den Hutchinson Exel in 25 mm. er hat bei mir auch schon bei Waldwegpassagen mit Wurzeln, Steinen, Matsch gehalten.
Bei dem ganzen hat meine Felge (Mavic Open Pro),36Speichen weder hoehen noch seitenschlag bekommen

Viele Gruesse
Philipp

MacGyver
10.11.2002, 20:23
Das Thema interessiert mich auch: was haltet ihr von 28mm Reifen mit Pannenschutz (Conti Gator Skin), oder lieber ein einen Schwalbe Marathon, 32mm, 500g (Pannenschutz ist wahrscheinlich aus Blei gefertigt), dicke Laufradfläche, dicke Seitenwände, mit Profl, Laufleistung 20000 km, billig.

Graf Cannondale
10.11.2002, 21:04
Original geschrieben von MacGyver
Das Thema interessiert mich auch: was haltet ihr von 28mm Reifen mit Pannenschutz (Conti Gator Skin), oder lieber ein einen Schwalbe Marathon, 32mm, 500g (Pannenschutz ist wahrscheinlich aus Blei gefertigt), dicke Laufradfläche, dicke Seitenwände, mit Profl, Laufleistung 20000 km, billig.
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Mieser Reifen! Bretthart und schmerzhaft! Der Marathon federt bei 4 Bar weniger als ein 23mm bei 8.5 Bar. Eigentlich federt dieser Reifen überhaupt nicht. Wer den Marathon fährt kann schon einmal Sterne sehen wenn er durch ein Schlagloch fährt. Außerdem rutscht der Marathon schnell weg. Der Marathon ist eine einzige Katastrophe.

Gruß Graf Cannondale

RainerS
10.11.2002, 21:28
da hab ich aber ganz andere erfahrungen gemacht! der marathon ist ist ein super schlechtwetter- und schotterpistenreifen. bei 6 bar federt der vollkommen ausreichend, schlaglöcher und bordsteine sind echt kein problem. bin ich jahrelang im winter und bei schlechtem wtter gefahren. mittlerweile hab ich einen laufradsatz mit 25er city marathons in der ecke stehen, der passt gerade noch durch die bremse und in die gabel und ist in dieser jahreszeit erste wahl. tüs r.

Opa-Bernie
10.11.2002, 22:11
Original geschrieben von RainerS
da hab ich aber ganz andere erfahrungen gemacht! der marathon ist ist ein super schlechtwetter- und schotterpistenreifen. bei 6 bar federt der vollkommen ausreichend, schlaglöcher und bordsteine sind echt kein problem. bin ich jahrelang im winter und bei schlechtem wtter gefahren. mittlerweile hab ich einen laufradsatz mit 25er city marathons in der ecke stehen, der passt gerade noch durch die bremse und in die gabel und ist in dieser jahreszeit erste wahl. tüs r.

... das kann ich nur bestätigen. Auf meinem Alltagsrad fahre ich ich den Reifen das ganze Jahr über. Die vielen Glasscherben haben ihm bisher nichts anhaben können. Sie hinterlassen in der Oberfläche Einschnitte. Mit einer Nadel puhle ich die Scherbe raus und weiter kanns gehen. Nach ca. 10.000 km ist das Profil weg und ein Wechsel ist fällig.

Gruß Bernd

Bergsprinter
11.11.2002, 11:59
...du niemals eine 32mm Reifen in ein normales Rennrad bekommst. Das passt sicher nicht.
Die Hutchinson haben aber schlechte Qualität, nach höchstens 3 Monaten sind die ganz brüchig. Holt Euch für solche Scherze lieber den 25mm Conti Grand Prix. der hält ewig und macvht einiges mit. Und euer Rad sieht noch nach Rennrad aus!
BS

theodor
11.11.2002, 12:27
Original geschrieben von MacGyver
Das Thema interessiert mich auch: was haltet ihr von 28mm Reifen mit Pannenschutz (Conti Gator Skin), oder lieber ein einen Schwalbe Marathon, 32mm, 500g (Pannenschutz ist wahrscheinlich aus Blei gefertigt), dicke Laufradfläche, dicke Seitenwände, mit Profl, Laufleistung 20000 km, billig.

ich würde den panaracer tserv in 28 mm empfehlen, wenn er durch Gabel und in den Hinterbau paßt. Wiegt 300 gr. und ist recht pannensicher. Ich fahre selbigen auf dem Reiserad mit Rigida DP18 Felgen auch jede Forststraße ohne Probleme.

Gruß

theodor

Windfänger
11.11.2002, 12:32
Original geschrieben von hollandrad
Der Platten ist wahrscheinlich das kleinere Übel. Der Reifenquerschnitt ist doch so gering, daß ein kräftiger Schlag auf die Felge durchschlägt. Mit passierte es mal auf Kopfsteinpflaster. Der Felgenrand war nach außen gebogen.
In dem Fall kann es passieren, dass der Schlauch dabei in der zwischen Boden und Felge flachgedrückten Reifenwulst eingeklemmt wird. Häufige Folge: zwei parallele, längliche Löcher ("Schlangenbiss"), also Platten.

IMHO wahrscheinlicher als ein Schaden an der Felge, jedenfalls ist mir das schon ein paar Mal passiert, die Felge (hochprofil) aber bislang ganz geblieben; das hängt sicherlich von Felge, Felgeninnendbreite, Schlauch, Reifen, Reifenbreite usw. ab.

SF_
11.11.2002, 19:05
Wege bei denen keine scharfkantigen Steine o. ä. hervorstehen (z. B. festgefahrene Erde) können praktisch mit jedem Reifen befahren werden. Bei weichem Untergrund bekommt man sogar weniger Platten als auf Asphalt, weil Scherben und Dornen in den Boden anstatt in den Mantel gedrückt werden.

Kritisch wird es, wenn scharfkantige Steine, harte Äste o. ä. auf die Seitenflanken greifen. Hier sind Reifen mit unverstärkten Seitenwänden (und das sind wahrscheinlich die meisten Rennradreifen) empfindlich. Besonders bei Anstiegen, bei denen auf scharfkantigen Steinen Mal durchgerutscht wird, ist die Gefahr groß, sich die Seitenflanken zu durchschneiden.

Meine persönlichen Erfahrungen mit aktuellen Reifen (Wolber "Invulnerable" mit Stahlgürteleinlage war wohl zu gut):
- Schrott: Grand Prix, Marathon (MTB-Version, überwiegend nur auf Straße gefahren)
- Mittel: Michelin Axial Carbon
- Gut: Specialized Turbo Armadillo

Auf Straße ist wahrscheinlich der Axial Carbon haltbarer, weil es ein Slick ist.

Wer einen Schlangenbiß bekommt, hat den Reifen nicht stark genug aufgepumpt. Für schlechtes Gelände am besten mit dem Maximaldruck aufpumpen (Turbo Armadillo z. B. 8,5 bar). Vorsicht bei langen Abfahrten mit Dauerbremsen - wenn die Felgen extrem heiß sind, sollte man eine Pause einlegen.

Eine Felge ist mir nur einmal gebrochen und die war zu stark abgebremst => Wandstärke kontrollieren. Ansonsten kann man bei einem stabilen Laufrad auch Mal Treppen herunterfahren, ohne gleich eine 8 zu kassieren (z. B. Mavic Pro, 36 Speichen, Campa-Hochflanschnabe). Ich bin der Ansicht, daß man ein Laufrad stärker belastet, wenn man mit sehr hoher Geschwindigkeit in ein Schlagloch knallt.

Die Reifenbreite ist außer auf Sand wenig relevant. Ich fahre z. Zt. 23 - 622. (Bei lockerem Sand sind wahrscheinlich sehr breite, schlecht aufgepumpte, profillose Reifen gut - habe es selber noch nie ausprobiert.)

Beim Berghochfahren in ca. 20 bis 30 cm hohem Schnee oder Schrägfahren an glitschigem Hang sind Slicks sehr schwer zu fahren. Auf trockenen Wegen, die keine Sandwege sind, ist das Profil egal.

Mein Tip für nicht allzu harte Wege: vorne Michelin Axial Carbon, hinten Specialized Turbo Armadillo.

Noch ein Tip: besonders bei Nicht-Slicks ab und zu Mal den Reifen durchschauen und mit Nagel, Anreißnadel o. ä. Splitter und Steinchen aus dem Mantel herauspulen.

F-Racer
12.11.2002, 19:39
Danke erstmal! Wie sieht es denn mit dem Abrollwiderstand auf Asphalt aus?

SF_
13.11.2002, 19:29
Original geschrieben von F-Racer
Danke erstmal! Wie sieht es denn mit dem Abrollwiderstand auf Asphalt aus?

Der Axial Carbon hat nur 8 bar Nenndruck. Beim Turbo Armadillo und Grand Prix ist der Nenndruck 8,5 bar (alles bezogen auf 23-622). Rein subjektiv kann ich trotzdem nicht sagen, daß der Axial Carbon schlechter läuft - eher läuft der Turbo Armadillo ein wenig schlechter, was aber nichts heißen muß. Viel wichtiger für mich ist, daß z. B. alle 3 auch bei Regen nicht so rutschig sind. (Es gab früher einen Panaracer Tour Guard, der war beim Pannenschutz gut, den empfand ich bei Regen als sehr rutschig).

F-Racer
13.11.2002, 20:45
Und wie sieht es mit Preis- Leistung aus???
Weil ich soviel Geld auch nicht habe und Armadillo und Axial Carbon sind ja doch ziemlich teuer!

Windfänger
13.11.2002, 21:09
Original geschrieben von SF_

Wer einen Schlangenbiß bekommt, hat den Reifen nicht stark genug aufgepumpt.

Mit steigendem Luftdruck sinkt zwar die Wahrscheinlichkeit, aber kein Luftdruck ist hoch genug um bei jeder Aufschlaghärte zu verhindern, dass der Reifen bis zur Felge durchgedrückt wird - sofern das Laufrad nicht aus brüchigen Leichtbaumaterialien ist und vorher kaputt geht natürlich.

SF_
13.11.2002, 22:12
Original geschrieben von F-Racer
Und wie sieht es mit Preis- Leistung aus???
Weil ich soviel Geld auch nicht habe und Armadillo und Axial Carbon sind ja doch ziemlich teuer!

Kann mich nicht so gut erinnern, aber ich glaube der Armadillo ist ungefähr genau so billig wie der Grand Prix (Ich kaufe immer gleich bergeweise Mäntel ein - das reicht dann sehr lange, habe deshalb leider auch noch einige Grand Prix). Vor allem muß man die Lebensdauer berechnen. Die hat bei der Bereifung natürlich eine große Streuung. Aber zumindest bei mir ist ein Faktor vier an Einsatzdauer am besten Rad gegenüber dem Grand Prix nicht unrealistisch. Dies ist was anderes als Lebensdauer, weil ich die bedenklichen Mäntel mit den Stadträdern weiter fahre bis sie dann völlig kaputt sind. Wenn man nur Straße fährt ist das natürlich anders, da ist der Unterschied nicht so groß. Es gibt übrigens auch relativ sehr günstige Bezugsquellen für den Axial Carbon ... schau doch mal in die hier viel bescholtenen Anzeigen in der "Tour".

F-Racer
14.11.2002, 21:11
In welchem Online-Shop bekommt man diesen tollen Specialized Armadillo? Axial Carbon habe ich schon mal irgendwo gesehen!!!

SF_
14.11.2002, 21:53
Original geschrieben von F-Racer
In welchem Online-Shop bekommt man diesen tollen Specialized Armadillo? Axial Carbon habe ich schon mal irgendwo gesehen!!!

Meinen ersten habe ich aus dem Brügelmann-Katalog gekauft. Als ich dann beschlossen hatte, daß die für Waldwege relativ gut sind, war er nicht mehr im Katalog. Ich habe dann meinen örtlichen Händler gefragt und der hat gesagt er bestellt mir 10 Stück über ein befreudetes Geschäft. Waren dann zuerst die Falschen (heißen auch Turbo aber ohne Armadillo) - Hatte dann zwischenzeitlich die Axial Carbon bei Brügelmann bestellt. Dann hat mir mein Händler ca. 6 Stück Turbo Armadillo beschafft - die anderen 4 sind wohl im Zwischenhandel steckengeblieben. Hat aber insgesamt mehr als 6 Monate gedauert. Mein Händler ist eben kein Specialized-Händler und mag die Reifen wohl nicht (klar, wenn jeder damit rumfährt verkauft er weniger Grand-Prix 3000). Wenn Du die Reifen aktuell brauchst, solltest Du es deshalb anders machen als ich. Die Webseite von Specialized ist:

www.specialized.com

Hier kannst Du einen Händler in Deiner Nähe ausfindig machen. Falls Du kein Englisch kannst, dann gib Bescheid. Dann helfe ich Dir beim Heraussuchen.
Falls Du nichts in Deiner Nähe hast, kannst Du auch Mal bei Brügelmann nachfragen. Die haben mir auch schon exotischere Dinge beschafft. Auch Einzelstücke mit niedrigem Stückpreis - allerdings gibt es dann bei einwandfreier Ware kein Umtauschrecht.

Die Axial Carbon sollte es eigentlich "überall" geben. Ein Fahrradhändler, der nichts von Michelin besorgen kann, ist mir noch nicht vorgekommen. Bei dem Preis sollte auch ein einzelner bestellbar sein.

Ich würde übrigens sowie erst Mal nur einen nehmen. Es kann ja sein, daß Du andere Erfahrungen machst als ich, und den schlecht findest. Es gibt ja hier auch Leute, die den Marathon gut finden, für den ich mich gar nicht begeistern kann.

SF_
14.11.2002, 22:25
Mir ist doch was Schlechtes am Axial Carbon eingefallen und das sind die Farben. Ich meine damit nicht die kitschigen gelben Streifen, sondern das Schwarz. Wenn der Axial Carbon ein Loch hat, das den Mantel aufreißt, aber der Schlauch ist noch ganz, kann man es bei Verwendung von schwarzen Schläuchen nicht erkennen. Bei mir ist ein Riß (Ursache: scharfkantige Felsstücke) im gelben Bereich entstanden, der ist dann mit der Zeit in den schwarzen Bereich reingelaufen. Ohne den gelben Streifen hätte ich das zunächst nicht gemerkt und den Reifen nicht gewechselt, obwohl man nach dem Demontieren sogar gegen Licht ein kleines Loch im schwarzen Bereich erkennen konnte. Ich wäre also bis zum Platten weitergefahren.
Nach ein paar 1000 km sollte man ihn also eigentlich ausbauen und gegen Licht betrachten - bin ich aber viel zu faul dazu.

Ich fahre diese Saison trotzdem den 2. - bisher ohne Probleme und kann nur wiederholen, daß er bei mir viel länger läuft als erfahrungsgemäß die Grand Prix. (Die Erfahrung bezieht sich nicht auf Grand Prix 3000, ob die merklich haltbarer sind als die normalen Grand Prix kann ich nicht beurteilen.)

F-Racer
15.11.2002, 20:43
Soweit ich weiß, habe ich einen Specialized Händler in meiner Nähe. Wie teuer ist denn eigentlich der Specialized Turbo Armadillo?