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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mit was fettet ihr euer Innenlager ?



spelze
05.01.2009, 07:34
Moin und verschneiten Neues-Jahr-Gruß an alle Erwachten.

Was nehmt ihr zum Fetten vom Innenlager, damit noch weniger Nässe oder Dreck reinkommt ?

Ich habe bisher wegen der leichten Handhabung immer weißes Sprühfett benutzt, da ich mit irgendwelchen Pasten schwer an die entsprechenden Stellen komme.

Grüße aus Münster

marvin
05.01.2009, 08:32
a) Wo willst Du bei modernen Innenlagern fetten?
b) um Wasser abzuhalten, tut es im Grunde jedes normale Fett.
c) Sprühfett enthält oftmals flüchtige Lösemittel, die mitunter kontraproduktiv wirken.

EDIT: mal abgesehen vom Auseinanderbauen und Nachfetten nicht auseinanderbaufähiger HollowtechII-Einheiten (http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?t=149226). :D

Italiano
05.01.2009, 08:52
shimano lagerfett bei bike24 :D die schalen mit montagepaste shimano montieren

Beast
05.01.2009, 09:29
Was nehmt ihr zum Fetten vom Innenlager, damit noch weniger Nässe oder Dreck reinkommt ?



Grundsätzlich hat Marvin ja schon korrekt getextet, ich beziehe mich aber noch mal auf den fett markierten Text der aus meiner Sicht wohl dein Hauptbedürfnis ist.

Für solche Anliegen verwende ich normalerweise Sprühwachs. Früher von Sonax, inzwischen von einer anderen Firma (Name gerade nicht zur Hand).

Ist aber eigentlich nicht notwendig. Ich verwende das nur im Winter um ein besseres Gefühl zu haben.

Hochpass
05.01.2009, 09:44
Welches Innenlager ist es denn?
In der Regel kommt da nur Fett auf die Gewinde zur Montage. Bei machen Innenlagern sogar auf das ganze Gehäuse (bei mir) weil z.B. die Shimano Patronenlager im Rahmen häufig gammeln. Ist aber in der Regel nur ein optischer Mangel, den man nur bei ausgebautem Lager sieht.

Also: Wichtig sind die Gewinde und da kannst du das billiste Fett dran machen, was du hast. Nimm reichlich, was zu viel ist drückt sich weg.

PAYE
05.01.2009, 14:30
Welches Innenlager ist es denn?
In der Regel kommt da nur Fett auf die Gewinde zur Montage. Bei machen Innenlagern sogar auf das ganze Gehäuse (bei mir) weil z.B. die Shimano Patronenlager im Rahmen häufig gammeln. Ist aber in der Regel nur ein optischer Mangel, den man nur bei ausgebautem Lager sieht.

...

Auch Campa Innenlager gammeln durchaus, wenn man sie einige Jährchen am häufig gebrauchten Renner im Rahmen lässt, ohne sie je raus zu nehmen (was dann auch nur mit Aufwand machbar ist, evt. sogar nur mit Zerstörung der Lagerschale wie am Foto):

http://forum.tour-magazin.de/attachment.php?attachmentid=127128&d=1231162244

Jemand hier im Forum sagte mal: "...sieht aus wie eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg ..."
Ist übrigens ein Campa Icarus/Centaur Cartridge Lager. ;)
Funktioniert hat es noch einwandfrei trotz des "optischen Makels" ... :D

hate_your_enemy
05.01.2009, 14:35
schaut ziemlich trocken verbaut aus das Ding — bei mir ist da wohl immer schon auch noch ne schön dicke speckschicht mit LMX außen rum :P damits richtig schmotzt wenn mans ins Tretlagergewinde dreht.

übrigens — das Fett was hier im Forum IMMER empfohlen wird:

CASTROL LMX

gibts bei ATU für 8 Euro oder so (ne richtig fette Packung — hält bei mir etwa ein halbes Jahr)

PAYE
05.01.2009, 14:41
schaut ziemlich trocken verbaut aus das Ding — ...

Ich erinnere mich noch an den Einbau:
Fett war wohl nur auf den Kontaktflächen zwischen Lager und Lagerschalen drauf.
Übrigens steckte das Innenlager in einem Alu-Rahmen mit Alu-Stütze. Kann eigentlich kein Rost sein (woher denn auch?), muss also reiner Dreck sein. Allerdings erstaunlich viel davon! :eek:

Eintritt mutmaßlich durch:
1. Schlitz im Sitzrohr im Bereich der Sattelklemme
2. Wasserablaufbohrung unterm Tretlagergehäuse
3. ?
4. Rost!!! (da doch eine Stahlhülse)

Beast
05.01.2009, 15:05
3. ?

Kondensfeuchtigkeit? ;)

hate_your_enemy
05.01.2009, 15:40
und alu oxidiert doch auch — oder bin ich da falsch informiert. besonders gerne vom salz im winter ...

die hülse ist doch aus stahl — oder seh ich das auch falsch. hab noch keinen magneten drangehalten ...

Gismo834
05.01.2009, 16:23
Mmmh...in der Bedienugsanleitung zu meinem meinem Chorus Tretlager (passend zu 11 fach) steht man solle das Gewinde der Lagerschalen mit Loctite bestreichen, so das das Gewinde komplett abgedichtet wird. Da stand nix von Fett. Hatte mich sehr gewundert.
Wie seht ihr das ? Ich habe es montiert wie in der Anleitung :rolleyes:

hate_your_enemy
05.01.2009, 16:51
O-Ton von meinem Radhändler:

Die von Campa sind Schisser, die kleben alles fest anstatt zu fetten ...

na ja, hast halt jetzt die Garantie, dass dein Lager nicht so schnell aus deinem Rahmen fällt.

philischen
05.01.2009, 18:32
Die Campa Anleitung kommt mir schon komisch vor... Wobei die wissen sollten wies geht. Vorallem, warum soll denn das Gewinde der LAGERSCHALEN abgedichtet werden??? Die Lager selber liegen doch nach außen hin in den Lagerschalen. Kann also höchstens zum Schutz vor festkorrodieren der Lagerschalen im Rahmen sein... Und da würde Fett auch reichen :)

Lone Wolf
05.01.2009, 18:45
Ich erinnere mich noch an den Einbau:
Fett war nur auf den Kontaktflächen zwischen Lager und Lagerschalen drauf. Da die Hülse aus Alu ist, sah ich -damals- keinen Grund, da Fett drauf zu schmurgeln. Übrigens steckte das Innenlager in einem Alu-Rahmen mit Alu-Stütze. Kann eigentlich kein Rost sein (woher denn auch?), muss also reiner Dreck sein. Allerdings erstaunlich viel davon! :eek:

Eintritt mutmaßlich durch:
1. Schlitz im Sitzrohr im Bereich der Sattelklemme
2. Wasserablaufbohrung unterm Tretlagergehäuse
3. ?

Gerade wenn zwei unterschiedliche Metalle miteinander verbaut werden ist Vorsicht geboten. Man spricht von Kontaktkorrosion. Bei Alu und Stahl ist Stahl das edlere Material. Die beiden Metalle wirken wie Kathode und Anode wenn dann noch ein korrosives Medium wie Salzwasser dazu kommt ist die Korrosion vorprogrammiert. Ein zähes Fett verhindert einen direkten Kontakt der beiden Metalle.
Die Kombination Stahlrahmen und Alu Sattelstütze (geht natürlich auch umgekehrt) ist ohne Fett als "Trennmittel" auch prima um Korrosion zu züchten.

bernhard67
05.01.2009, 20:05
Vorallem, warum soll denn das Gewinde der LAGERSCHALEN abgedichtet werden???
Als Langfristlösung ist Schraubensicherung gar nicht dumm. Fett wird mit der Zeit ausgewaschen. Hinzu kommt, daß sich die rechten Lagerschalen bei italienischer Norm gerne selbständig lösen.

Ich habe ich genügend Erfahrung mit verkorrodierten Verschraubungen an alten Autos. Mit Schraubensicherung behandelte Gewinde lassen sich aber auch nach vielen Jahren noch problemlos lösen. Etwas sorge würde mir das große Gewinde machen - bei so einem Riesengewinde wird "Schraubensicherung mittelfest" schon ziemlich fest!

Gismo834
06.01.2009, 08:46
Vorallem, warum soll denn das Gewinde der LAGERSCHALEN abgedichtet werden???

Das Abdichten bezog sich auf die Verwendung von Loctite auf dem Gewinde.
Die schreiben das, damit sich eine vernünftige Festigkeit einstellt, das Loctite alle Gewindegänge bedecken soll ohne das Sauerstoff mit eingeschlossen wird.
Also nicht einige Gewindegänge auslassen.

Die Lager werden laut Anleitung auch nur Handfest eingedreht.
Ich denke so sollte sich das ganze auch wieder lösen lassen.

PAYE
06.01.2009, 08:54
...
Die Lager werden laut Anleitung auch nur Handfest eingedreht.
Ich denke so sollte sich das ganze auch wieder lösen lassen.

Die alten Campa Innenlager hatten 70 Nm (!) Drehmoment zum Einschrauben vorgegeben! Das ist schon deutlich mehr als "handfest". :D

Hochpass
06.01.2009, 10:11
Die alten Campa Innenlager hatten 70 Nm (!) Drehmoment zum Einschrauben vorgegeben! Das ist schon deutlich mehr als "handfest". :D

Er war in seinem früheren Leben mal Wasserpumpenzange. :respekt:

fossa
06.01.2009, 11:22
Moin und verschneiten Neues-Jahr-Gruß an alle Erwachten.

Was nehmt ihr zum Fetten vom Innenlager, damit noch weniger Nässe oder Dreck reinkommt ?

Ich habe bisher wegen der leichten Handhabung immer weißes Sprühfett benutzt, da ich mit irgendwelchen Pasten schwer an die entsprechenden Stellen komme.

Grüße aus Münster

ausser CASTROL LM/LMX gibt es z.b. noch SHELL RETINAX HD2, damit kleister ich bei mir alles was mit lagern/verschraubung zutun hat zu, was übersteht "einfach" abwischen. das innenlager bestreiche ich auch, damit es nicht so aussieht wie hier gesehen ;)

Chelm
06.01.2009, 13:00
Die alten Campa Innenlager hatten 70 Nm (!) Drehmoment zum Einschrauben vorgegeben! Das ist schon deutlich mehr als "handfest". :D

Campa schreibt: wenn Loctite verfügbar ist, dann reicht ein handfestes Anziehen. Wenn kein Loctite verfügbar ist, so sind die Lagerschalen mit 35 Nm anzuziehen.

Aber ich kenne auch die 70 Nm von den Patroneninnenlagern, aber auch da gab es schon die Loctite-Variante mit 30 Nm.

Bör&Bestla
07.01.2009, 09:57
Gerade wenn zwei unterschiedliche Metalle miteinander verbaut werden ist Vorsicht geboten. Man spricht von Kontaktkorrosion. Bei Alu und Stahl ist Stahl das edlere Material. Die beiden Metalle wirken wie Kathode und Anode wenn dann noch ein korrosives Medium wie Salzwasser dazu kommt ist die Korrosion vorprogrammiert. Ein zähes Fett verhindert einen direkten Kontakt der beiden Metalle.
Die Kombination Stahlrahmen und Alu Sattelstütze (geht natürlich auch umgekehrt) ist ohne Fett als "Trennmittel" auch prima um Korrosion zu züchten.

Ich habe während meines Studiums gelernt das Oberflächen chemisch nicht durch Wälzlagerfett getrennt werden können. Dafür gibt es je nach Materialmix entsprechende Montagepasten. Oder haben sich die Grundlagen der Chemie in den letzten Jahren geändert? Oder haben die Physikalischen und Chemischen Grundlagen am Fahrrad keine Wirkung?

bernhard67
07.01.2009, 10:34
Ich denke mal, daß es nur die abdichtende Wirkung des Fetts ist, die hier zum tragen kommt, sonst nichts. Und dauerhaft hält das eh nicht vor. Mir sind schon mehrere Tretlager so festkorrodiert, daß ich sie nur mit dem im Schraubstock eingespannten Lagerwerkzeug und unter Benutzung des Rahmens als Hebel mit Ach und Krach rausbekommen habe. Und die Gewinde hatte ich gut gefettet.

Lone Wolf
07.01.2009, 17:41
Ich habe während meines Studiums gelernt das Oberflächen chemisch nicht durch Wälzlagerfett getrennt werden können. Dafür gibt es je nach Materialmix entsprechende Montagepasten. Oder haben sich die Grundlagen der Chemie in den letzten Jahren geändert? Oder haben die Physikalischen und Chemischen Grundlagen am Fahrrad keine Wirkung?


An den Stellen an denen ein zähes Fett ist kann sich kein Salzwasser breit machen. Ohne Salzwasser ist aber die chemiche Reaktion zwischen den beiden Metallen erheblich geringer. Ich bin kein Chemiker, ich weiß nur, dass es in der Praxis so funktioniert.

Seppo
15.07.2009, 22:44
Hat jemand Erfahrungen mit Wasserpumpenfett oder Fett aus dem Bootsbereich?
Könnte mir gut vorstellen, dass dies Kontaktkorrosion vorbeugen könnte.

Nomade
16.07.2009, 10:00
Also ich benutze gar nicht so viel Fett. Ich bevorzuge lieber Kupferpaste für die Gewinde. Verhindert das Festrotten und eliminiert störende Knackgeräusche. .

KönigJohan
16.07.2009, 10:02
castrol lmx für alles am fahrrad.

supertester
22.07.2009, 15:17
Nach den Empfehlungen hier, habe ich mir auch mal eine Tube Castrol LMX gekauft und bin begeistert. Hält grandios, ist durch seine grüne Farbe gerade auf weißem Rahmen sehr gut sichtbar: Man muss nicht raten wie viel Fett noch drauf ist.

In den letzten 4-6 Wochen habe ich wahnsinniges "Glück" mit Regen. Wenn es Schauern gibt, dann kriege ich die auch sicher mit. Da das Pedros Kettenöl natugemäß Regen nicht dauerhaft standhält, dachte ich daran die Kette mal locker mit etwas LMX zu bestreichen?

Hat dazu schon jemand Erfahrungen? Ist LMX gut für die Kette?

Grüße, Philipp

xrated
22.07.2009, 15:35
Unglaublich was hier alles durcheinander gewürfelt wird. Der Gewindekleber dient nicht gegen Korrossion sondern wenn das Tretlagerrohr am Rahmen nicht plangefräst ist, kann man nicht voll anziehen ohne das es verkantet. Ist der Rahmen plan, kann man voll anziehen und braucht keinen Gewindekleber.

P.S.
in der Regel ist jedes gewöhnliche Lagerfett wasserresistent
P.P.S
Fett auf der Kette, daß müsste man dann schon einkochen, damit es an die richtigen Stellen kommt

OCLV
22.07.2009, 16:06
Wenn Streusalz auf der Straße liegt nehme ich das Zeug auch gerne mal DÜNN auf der Kette. Vorher an der Oberfläche sauber machen (Fett ist ja noch in den Rollen drin - normalerweise) und dann dünn mit dem Finger auftragen, Kette ein wenig durchdrehen, dass es besser anhaftet und danach leicht abwischen (aber nicht wieder richtig sauber machen) und Öl drauf.

So hat man einen ganz guten Schutz gegen das Streusalz und die Kette ist nicht so ausgelaugt. Im Normalbetrieb braucht man das aber nicht. Die Profi-Mechaniker machen das bei nassen Frühjahrsrennen auch hin und wieder.

fossa
22.07.2009, 16:12
Hat dazu schon jemand Erfahrungen? Ist LMX gut für die Kette?


ich habe mir mal so eine superhyper kettenpampe mischung gemacht, das war auch unter anderem LMX und motoröl drin, weil du das sonst nicht sinnvoll verteilen kannst, ausser so wie xrated geschrieben hat. das habe ich 'nem freund erzählt der aus der chemie kommt, der hat sich den arsch weggelacht, weil ein guter rotwein und ein guter weißwein zusammen nicht unbedingt ein alkoholfreies weizen ergeben, oder?

(ich schmier nix mehr, bisschen silikonspray wenn's quietscht, fertig. komischerweise halten die ketten jetzt länger bei mir, wo ich sie nicht mehr so beachte)

OCLV
22.07.2009, 17:21
Fett einkochen würde ich bei so einer dünnen Kette lassen. Die wird dann so steif, dass die nicht mehr richtig schaltet.

K,-
22.07.2009, 18:10
Kette ein wenig durchdrehen, dass es besser anhaftet

:confused::confused::confused:

K,-
22.07.2009, 18:11
(komischerweise halten die ketten jetzt länger bei mir, wo ich sie nicht mehr so beachte)

Kaputt geflegt?

Dukesim
22.07.2009, 19:57
Kaputt geflegt?

wenn man übereifrig ist kann das durchaus passieren(habe das selbst so erfahren müssen). ich habe festgestellt, dass wenn man zu viel öl verwenden, einem viel mehr dreck an der kette hängen bleibt, und der sand macht einem ja jede kette schnell kaputt(darum ist ja im regen fahren so schlimm).als ich fleißig wöchentlich geölt hatte habe ich mich ständig über den lauten und leicht sandigen antrieb gewundert.
wenn man schon pflegt, dann muss man es richtig machen und wenig öl verwenden und die kette putzen(nach regenfahrten). als schönwetterfahrer (meine kette ist dieses jahr kein einziges mal nass geworden:Applaus:) muss man tatsächlich fast überhaupt nicht "pflegen". einmal im monat ganz leicht nachölen recht da(verwende da das teflon plus von finishline).

OCLV
22.07.2009, 22:00
:confused::confused::confused:

Kurbel in Tretrichtung ein paar mal durchdrehen, dass das Fett richig angedrückt wird.

fossa
22.07.2009, 23:14
Kaputt geflegt?

glaub schon

xrated
23.07.2009, 14:26
Fett einkochen würde ich bei so einer dünnen Kette lassen. Die wird dann so steif, dass die nicht mehr richtig schaltet.

Das muss man ja nicht gleich auf 100Grad erhitzen (und selbst wenn, die Kette ist aus Stahl) aber im kalten Zustand bekommst du das nie in die engen Zwischenräume wo es hin soll. Und vor allem bekommste das schlecht von den Innenlaschen raus.

supertester
24.07.2009, 18:02
Ihr fettet einmal im Monat? Darf man Fragen bei welcher Kilometerleistung?

Bin eben 110km gefahren. Kette hatte vorher richtige Ölkur hinter sich. Da kommt der ganze Dreck mal raus. Bei Abfahrt war sie normal geölt. Jetzt ist sie furztrocken. Rad fährt immer noch OK, aber beim Schalten merkt man es irgendwann doch. Da ich irgendwie immer ein wenig in Regen komme, muss ich schon alle 300km nachölen. Und eben nach jeder etwas längeren Regenfahrt.
Ich trage immer so viel Öl auf, dass es beim schnellen Drehen der Kurbel auf dem Ständer gerade nicht wegfliegt.

Ich dachet daran nur LMX zu nutzen, sonst nichts. Es gibt ja diese Geschichten um den Einsatz von etwa Vaseline bei Profis. Warum also kein LMX?

Lone Wolf
24.07.2009, 19:02
Castrol LMX ist super um Lager zu schmieren aber nicht für die Kette. LMX ist ein zähes Fett und kriecht nicht. Das muß es aber können um dahin zu gelangen wo es hin soll, zwischen Rolle und Bolzen und zwischen den Kragen von Innenlasche und Außenlasche. Nur hier kann der Schmierstoff die Reibung der Kette reduzieren. Außen auf der Kette dient Öl oder Fett höchstens als Korrosionsschutz.
Wer jetzt denkt dünnes Nähmaschinenöl sei gut liegt falsch. Das Zeug ist zwar extrem dünnflüssig und kriecht in feinste Ritzen, aber es hält dem Druck nicht stand der in der Kette entsteht.

OCLV
24.07.2009, 20:16
Castrol LMX ist super um Lager zu schmieren aber nicht für die Kette. LMX ist ein zähes Fett und kriecht nicht. Das muß es aber können um dahin zu gelangen wo es hin soll, zwischen Rolle und Bolzen und zwischen den Kragen von Innenlasche und Außenlasche. Nur hier kann der Schmierstoff die Reibung der Kette reduzieren. Außen auf der Kette dient Öl oder Fett höchstens als Korrosionsschutz.
Wer jetzt denkt dünnes Nähmaschinenöl sei gut liegt falsch. Das Zeug ist zwar extrem dünnflüssig und kriecht in feinste Ritzen, aber es hält dem Druck nicht stand der in der Kette entsteht.

NUR dafür (bei Streusalz) nehme ich das Fett. Aber auch nicht dick drauf, sondern DÜNN!
Für alles andere ist ein hochwertiges Öl das Mittel der Wahl.

@ xrated: das Fett soll ja auch nicht tief eindringen, denn da ist ja schon welches drin. Es soll nur verhindern, dass das Fett was schon drin ist ausgespült wird. Quasi als Schutzpanzer.

Koga-Jan
26.07.2009, 16:18
Bin ich der einzige, dem aufgefallen ist, daß das LMX-Fett sich etwas "sandig" anfühlt? Ich habe dies erst bei einer Tube festgestellt, als ich meine Pedale geöffnet und geschmiert hatte. Habe dann etwas neues Fett auf einem Blatt Papier aufgetragen. Und siehe da: fühlt sich sandig an, es war sogar ein kleines Sandkorn drin, das definitiv nicht vorher an meinen Fingern klebte.

Habe dann eine neue Tube LMX gekauft, laut Poduktionsdatum auf dem Tubenfalz vom November 2008 (einen Monat älter als die erste) und auch deren Inhalt fühlt sich rauh bis fein-sandig an.

Im Gegensatz dazu ist mein mindestens 5 Jahre altes Castrol LM absolut geschmeidig ohne sandiges Gefühl.

Bin da etwas ratlos, denn meinen Lagern möchte ich nur gutes tun und "Schleifpasten-LMX" möchte ich ungern verwenden.

Produktionsprobleme?

OCLV
26.07.2009, 17:43
Ist mir noch nie aufgefallen. Hab das auch schon mehrfach in der Hand verrieben.
Geh es einfach reklamieren bei ATU und hol dir ne neue Tube.

Koga-Jan
26.07.2009, 17:50
Ist schon die zweite Tube. Die erste habe ich bei Louis gekauft (Motorradzubehör) und den Beleg leider weggeworfen.

Die zweite stammt von ATU aus einer anderen Stadt und ist genauso "komisch". Werde ich wohl reklamieren, aber wenn die 3. dann genauso sandig ist?

Ich benutze jetzt mein LM, das ist wenigstens nur fettig.