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Jense
13.01.2009, 09:16
Hallo Forum

So, nun hab ich alle Teile für den Selbstaufbau meines Triathlon-, Zeitfahrrades für die Saison 2009 beisammen. Da dies mein erstes Projekt dieser Art ist, folgende Fragen:

Welches Buch, Internetseite etc. gibt für den Selbstaufbau gute Anleitung?

Auf welche "Spezialwerkzeuge" kann ausserdem nicht verzichtet werden (andere ausser Drehmomentschlüssel, Werkzeug für Kurbelmontage)

Vielen Dank für Eure Anregungen und sportliche Grüsse,
J.

philischen
13.01.2009, 09:33
Puh, das ist schwierig... Buch würde ich sagen das von der Tour "Rennrad im Selbstaufbau" heißt das glaub ich.

An deiner Stelle und aus Erfahrung mit Kunden die selbst rumschustern (:D) würde ich dir raten, das jemand der Ahnung von der Materie hat, beim Zusammenbau beisteht...

Zum Werkzeug:

Satz GUTER Inbusschlüssel: 2;2,5;3;4;5;6;8
Kabelschneider von Parktool, Pedros, usw.
Seitenschneider
Metallsäge
Sägelehre (Gabelschaft)
Feile
Nagellack oder Sekundenkleber
Fett/Carbonmontagepaste
Kettennieter

ich glaub, das wars...

cc-j
13.01.2009, 11:32
Ein guter Montageständer ist sehr hilfreich!

Meiner ist zum Beispiel Kacke weil ich das Rad kopfüber ins Sattelrohr stecken muss. Erstens muss man immer die Sattelstütze abmachen, zweitens kippelt er und wenn man nicht aufpasst fällt das Rad um, drittens ist das Einstellen der Schaltung nicht 100% ideal weil die Schwerkraft Kette und Schaltwerk in falsche Richtung ziehen und viertens muss man dauernd mit Links und Rechts umdenken...

Auch ein Kralleneinschläger für die Aheadkralle ist sehr hilfreich.

Schneide Deine Zughüllen und Züge nicht mit einem Seitenschneider, sondern benutze Spezialwerkzeug (sagt philischen ja auch schon).

Panzertape zum Befestigen der Züge am Lenker (bevor Du das Lenkerband wickelst) fehlt mir auch immer dann wenn ich es brauche...

Jochen.

philischen
13.01.2009, 11:46
Stimmt, Thema Ständer habe ich übergangen...

Ich habe den von Tacx, wo man das Vorderrad heraus macht und dort klemmt. Find ich besser als so Klemmständer, die evtl bei Carbonrahmen nicht so optimal sind. Man kann alle Teile gut montieren, nur das einstellen der VR Bremse ist nicht möglich (das ist aber auch das einzige).

http://picture.yatego.com/images/475024f0602600.7/tacx-spider-team-yat08.jpg


Und das ist so ein "Cable Cutter"

http://media.rei.com/media/674379Lrg.jpg

Thunderbolt
13.01.2009, 11:50
Lass Dir doch hier vom Forum helfen.
Dass Du es selbst machen willst, hast Du ja schon beschlossen.
Ein Rad aufzubauen ist wirklich keine Hexerei mehr.
Die Bücher sind halt mehr allgemein gehalten und manchmal veraltet.
Denk nur mal dran, wieviel verschiedene Tretlager es gibt.

Wenn Du Dir Zeit lässt, kannst Du es besser machen als mancher gehetze Profischrauber.

Wenn Du rumpfuscht und hektisch wirst, zahlst Du reichlich Lehrgeld und es wird gefährlich.

Wenn Du nicht weiterkommst, zeige einfach hier Dein Material her und frag einfach mal rum.

Werkzeug brauchst Du eigentlich nix besonderes für einmaligen Aufbau.
Es geht auch mit mehr Zeit ohne Spezialwerkzeug und ohne Montageständer.

Hast Du einen ruhigen Platz und eine Grundausstattung an Werkzeug?
Innensechskantschlüssel, guter Piano-Seitenschneider, Schraubstock?
Fett, Gewebeband?
Ist der Rahmen schon montagefertig?

magicman
13.01.2009, 11:51
kann dir diesen empfehlen
http://www.bike-discount.de/shop/a122/tacx-t3075-cyclemotion-montagestaender.html?

hier kannst du an der gabel und am hinterbau spannen.
und diesen kabelschneider
http://cgi.ebay.de/XLC-Kabelzange-cable-cutter-Kabelschneider-Zange_W0QQitemZ390002599521QQcmdZViewItemQQptZFahr rad_Zubeh%C3%B6r?hash=item390002599521&_trksid=p3286.c0.m14&_trkparms=72%3A1231|66%3A2|65%3A12|39%3A1|240%3A13 18

magicman
13.01.2009, 11:53
Lass Dir doch hier vom Forum helfen.
Dass Du es selbst machen willst, hast Du ja schon beschlossen.
Ein Rad aufzubauen ist wirklich keine Hexerei mehr.
Die Bücher sind halt mehr allgemein gehalten und manchmal veraltet.
Denk nur mal dran, wieviel verschiedene Tretlager es gibt.

Wenn Du Dir Zeit lässt, kannst Du es besser machen als mancher gehetze Profischrauber.

Wenn Du rumpfuscht und hektisch wirst, zahlst Du reichlich Lehrgeld und es wird gefährlich.

Wenn Du nicht weiterkommst, zeige einfach hier Dein Material her und frag einfach mal rum.

Werkzeug brauchst Du eigentlich nix besonderes für einmaligen Aufbau.
Es geht auch mit mehr Zeit ohne Spezialwerkzeug und ohne Montageständer.

Hast Du einen ruhigen Platz und eine Grundausstattung an Werkzeug?
Innensechskantschlüssel, guter Piano-Seitenschneider, Schraubstock?
Fett, Gewebeband?
Ist der Rahmen schon montagefertig?

ein montage ständer ist ein muß für einen radfahrer :)

TwimThai
13.01.2009, 11:59
Ich hab im letzten Jahr auch meine zwei ersten Räder zusammengebaut. Ein MTB und ein RR. Das funktioniert, wenn man Geduld und vielleicht auch nicht gerade zwei linke Hände hat sehr gut. Wichtig ist einfach ordentlich zu arbeiten, der Rest geht dann wie von selbst. Vorausgesetzt natürlich, dass der Rahmen vorbereitet ist. Also Tretlager plan geschliffen usw. Das lässt du am Besten in einem Radladen machen.

So ziemlich jeder Hersteller hat auf seiner HP eine Montageanleitung stehen, wenn etwas besonderes zu beachten, oder der Anbau komlpiziert ist. SRAM wartet für die Gruppen sogar mit sehr gut gemachten Montagevideos auf. Am "schlimmsten" fand ich bei meinem Aufbau daher das Lenkerband wickeln. ;) Aber auch das hat dann sehr gut geklappt.

In der Roadbike hat aktuell auch eine neue Serie zum RR-Aufbau gestartet. Der 1. Teil den Du verpasst hast, beschäftigte sich nur mit dem LR-Selbstaufbau, vielleicht ist das also auch eine Alternative.

Jense
13.01.2009, 12:21
für die bisherigen Antworten & Tips. Also,

einen Montageständer hab ich. Ob der zum Aufbau taugt, wird sich zeigen.

Der Rahmen kommt hoffentlich so , dass da nix mehr gemacht werden muss (Rahmenset von Canyon .... ja,ja ich weiss ;)) Gabel und Vorbau sollten montiert sein.

Laufräder sind Systemlaufräder, muss ich nicht selber aufbauen.

Grundausstattung an Werkzeug ist vorhanden.

J.

Thunderbolt
13.01.2009, 12:24
ein montage ständer ist ein muß für einen radfahrer :)

Warum? Ich fand die Dinger immer recht labberig oder gefährlich fürs Material.

Aufrecht stehend oder sitzend arbeiten ist schon gut für die Konzentration. Besser als auf den Knien rumrutschen.

Zwei Haken und etwas Seil an der Decke oder notfalls nur alte Schläuche tun es auch.

Oder gibt es eine Tätigkeit, wozu man sowas unbedingt braucht?

Beast
13.01.2009, 12:33
Oder gibt es eine Tätigkeit, wozu man sowas unbedingt braucht?

Beim Schaltung einstellen ist es schon sehr hilfreich wenn das Rad fixiert ist.

philischen
13.01.2009, 12:52
Würde ich jetzt auch sagen. Ich hab im letzten Jahr ca 50 Räder aufgebaut und wüsste nicht wie das ordentlich gehen soll ohne einen Montageständer.

Alle Vorgänge am Rahmen, bei denen man etwas "Gewalt" anwenden muss, schreien gerade zu nach einer Fixierung (Tretlagereinbau, Kurbelmontage, Schaltauge ausrichten, Steuersatz einpressen). Wie soll denn das sonst ordentlich von Statten gehen? Ich mein, GEHEN tut es auch ohne einen Ständer, ist meiner Meinung nac heher Pfusch :rolleyes:

OCLV
13.01.2009, 12:59
Habe alle meine Räder ohne Montateständer aufgebaut und eingestellt. Klar muss man sich dann mal bücken, aber im privaten Gebrauch geht das noch. Man werkelt ja nicht jeden tag dran rum.

Spezialwerkzeuge für den Radaufbau:

- Kabelschneider
- Tretlagerwerkzeug
- Rohrschneider
- Konusaufschläger
- Ritzelabnehmwerkzeuge
- Kettennieter
- Benutzung des Gehirns
- Benutzung des Gehirns
- Benutzung des Gehirns

magicman
13.01.2009, 13:05
da ich und philischen und noch abertausende mit montageständer arbeiten , haben wir kein gehirn , und ich hab gleich 2 montage ständer :heulend:

:respekt::respekt:

Thunderbolt
13.01.2009, 13:06
Würde ich jetzt auch sagen. Ich hab im letzten Jahr ca 50 Räder aufgebaut und wüsste nicht wie das ordentlich gehen soll ohne einen Montageständer.

Alle Vorgänge am Rahmen, bei denen man etwas "Gewalt" anwenden muss, schreien gerade zu nach einer Fixierung (Tretlagereinbau, Kurbelmontage, Schaltauge ausrichten, Steuersatz einpressen). Wie soll denn das sonst ordentlich von Statten gehen? Ich mein, GEHEN tut es auch ohne einen Ständer, ist meiner Meinung nac heher Pfusch :rolleyes:

Bei 50 Rädern im Jahr ist es klar. Rationelles Arbeiten. Es ging um einen einmaligen Aufbau.

Bei der Gabel-/Steuersatzmontage habe ich mir auch schon manchmal so was gewünscht. Ich denk drüber nach.

Aber auf keine Fall so einen abgewetzten Unterrohr-mit Zügen-Rahmenklemmer wie mein Händler einen hat. Da wenn Du so eine Aludose oder ein Carbonrad klemmst und ein Tretlager anziehst, musst Du doch vor Gericht wegen vorsätzlicher Sachbeschädigung.

Um eine Kurbel zu montieren, brauch ich das nicht unbedingt.

Schaltauge ausrichten ist ja wohl eher was aus der Stahlrahmenzeit oder biegt ihr noch an Alu- oder Carbonrahmen oder Schaltaugen rum? :eek:

Tretlagerein- und besonders Ausbau glaube ich nicht immer.
70 Nm ist ja gerade kein Pappenstiel.

Ich hatte schon Tretlager, die waren so fest, da hätte ich sämtliche Montageständer der Welt in Fetzen gerissen.

Clouseau
13.01.2009, 13:06
Warum? Ich fand die Dinger immer recht labberig oder gefährlich fürs Material.

Aufrecht stehend oder sitzend arbeiten ist schon gut für die Konzentration. Besser als auf den Knien rumrutschen.

Zwei Haken und etwas Seil an der Decke oder notfalls nur alte Schläuche tun es auch.

Oder gibt es eine Tätigkeit, wozu man sowas unbedingt braucht?

2 Haken an der Decke und Seil/Schläuche ist nicht labberig?

:confused: :rolleyes: :ü

Mit Montageständer kannst du auch im Sitzen arbeiten wenn es sein muss. ;)

(Hab ebenfalls diese Brücke von Tacx. Da labbert kaum was was und Vorderrad kannst auch einstellen).

Edit: Bin jahrelang auf den Knien rum gerutscht, eine fixe Montage ist definitv besser.
Es geht ja nicht nur um dem Aufbau des Rads, es bittet auch Vorteil beim Umbau, Lenkerband, Einstellarbeiten etc.
Das Tacx Dingens kostet max 100 Euro. Ihr gebt zig hunderte für die edelsten, leichtesten buntesten Teile aus
da sollte das Geld für sowas da sein, und für ordentliches Werkzeug).


Der Rest der Fragen wurde ja erschöpfend beantwortet.

Gruß

magicman
13.01.2009, 13:12
für die bisherigen Antworten & Tips. Also,

einen Montageständer hab ich. Ob der zum Aufbau taugt, wird sich zeigen.

Der Rahmen kommt hoffentlich so , dass da nix mehr gemacht werden muss (Rahmenset von Canyon .... ja,ja ich weiss ;)) Gabel und Vorbau sollten montiert sein.

Laufräder sind Systemlaufräder, muss ich nicht selber aufbauen.

Grundausstattung an Werkzeug ist vorhanden.

J.

http://www.roadbike.de/know-how/werkstatt/rennrad-selbst-aufbauen-teil-1-arbeiten-am-rahmen.280983.9.htm

cc-j
13.01.2009, 13:13
Also bei mir ist besonders wichtig:

- während der Montage, ...
- wenn ich was verbockt habe als Trost, ...
- wenn sich Erfolge einstellen, ...

... dass genug gut temperiertes leichtes Hefeweizen vorhanden ist!

:-)

Gruß
Jochen

philischen
13.01.2009, 13:15
Schaltauge ausrichten ist ja wohl eher was aus der Stahlrahmenzeit oder biegt ihr noch an Alu- oder Carbonrahmen oder Schaltaugen rum? :eek:



Klar werden Schaltaugen noch ausgerichtet. Beim Neurad doch normal. Vorallem werden bei 90% der Rahmen die Schaltaugen lose in einer Tüte mitgeliefert.
Ach ja, ich sollte vll dazu sagen, das ich bei einem Fachhändler arbeite, der keine vormontierten Räder verkauft, sondern zu 99% customized Räder aufbaut (und ich spreche von MTBs ab 700€, also nix Highend :D)

magicman
13.01.2009, 13:17
Also bei mir ist besonders wichtig:

- während der Montage, ...
- wenn ich was verbockt habe als Trost, ...
- wenn sich Erfolge einstellen, ...

... dass genug gut temperiertes leichtes Hefeweizen vorhanden ist!

:-)

Gruß
Jochen


proßt jochen

http://www.schneider-weisse.de/
:drinken2:

Thunderbolt
13.01.2009, 13:26
Klar werden Schaltaugen noch ausgerichtet. Beim Neurad doch normal. Vorallem werden bei 90% der Rahmen die Schaltaugen lose in einer Tüte mitgeliefert.
Ach ja, ich sollte vll dazu sagen, das ich bei einem Fachhändler arbeite, der keine vormontierten Räder verkauft, sondern zu 99% customized Räder aufbaut (und ich spreche von MTBs ab 700€, also nix Highend :D)

Mmmh, verstehe. Montieren ist klar. Aber der Rahmen muss doch passen.
Bei meinen Rahmen hat das immer gut gepasst.

Und ein verbogenes Schaltauge hatte ich bisher nur beim MTB nach einer Seitwärtsrolle. Das kann man provisorisch bis nach Hause richten, aber dann wird das getauscht.
Ein Schaltwerk, das während der Fahrt eine Unabhängigkeitsbewegung anzettelt muss ich nicht haben.

Ansonsten kaufen ich eigentlich für alle Arbeiten das Werkzeug.
Ich denke mal über einen Ständer nach. Bei meiner Riesen-Werkzeugsammlung kommt es darauf auch nicht mehr an.

Übrigens Fachhändler: Habt ihr wirklich alle Werkzeuge, die hier beschrieben werden? Zum Beispiel eine verstellbare Reibahle?

http://www.roadbike.de/know-how/werkstatt/rennrad-selbst-aufbauen-teil-1-arbeiten-am-rahmen.280983.9.htm?skip=1

philischen
13.01.2009, 13:35
Ja, so ne Reibahle haben wir, alles was da auf dem Bild liegt. Sogar einen Gewindeschneider für Trettlager. Und immer wenn ich im Parktool Katalog lesen was die Teile kosten und wie oft wir die brauchen wird mir ganz schlecht.

Solche Werkzeuge sind für den Hausgebrauch daheim total unsinnig. Wir schneiden Gewinde nur bei Rahmen nach bei denen das Gewinde schon etwas vermurkst ist. Bei Neuräder ist das eigentlich nie der Fall.

Nochmal zum Schaltauge: Wenn man das Auge an den Rahmen montiert, wird das nie zu 100% parallel zum Laufrad stehen. Und da mein Chef sehr pingelig (im positiven Sinn) ist, wird es eben ausgerichtet. Ist halt ein Handgriff mehr.

Lemone
13.01.2009, 13:41
Hallo,
hier ist eine Seite, die dir helfen kann.
http://www.bikec.de/technik/index.php?abfrage=technik
hier ist alles zum Thema Schaltung, Bremsen, etc.

Viel Spaß beim Basteln :)

bernhard67
13.01.2009, 13:43
Diese Werkzeuge sollte ein vernünftiger Fachhändler für die Vorbereitung eines Rahmens schon haben:

- Fräswerkzeuge für Steuersatz (Lagerschalen, Konussitz der Gabel)
- Fräswerkzeug für Tretlager
- Gewindeschneidwerkzeug für Tretlager
- Gewindeschneidwerkzeug für Schaltungsauge
- Gewindeschneidwerkzeug für Gabelschaft
- Richtkloben für Ausfallenden
- Richtwerkzeug für Schaltungsauge
- Richtwerkzeug für Umwerferbefestigung
- verstellbar Reibahle für das Ausreiben des Sitzrohrs

Hab ich was vergessen?

Privat würde ich mir davon nur das Richtwerkzeug für das Schaltungsauge zulegen (kostet ca. 20 Euro in solider Qualität von Cyclus). Das habe ich schon mehrmals gebraucht. Beim Austausch des Ausfallendes muß das neue Teil u.U. etwas nachgebogen werden.

Thunderbolt
13.01.2009, 13:46
Ja, so ne Reibahle haben wir, alles was da auf dem Bild liegt.

Mein Händler nimmt da immer einen alten Besenstiehl mit einem Blatt Schmirgelleinen. Das Werkzeug hab ich auch... :D


Sogar einen Gewindeschneider für Trettlager. Und immer wenn ich im Parktool Katalog lesen was die Teile kosten und wie oft wir die brauchen wird mir ganz schlecht.
Solche Werkzeuge sind für den Hausgebrauch daheim total unsinnig. Wir schneiden Gewinde nur bei Rahmen nach bei denen das Gewinde schon etwas vermurkst ist. Bei Neuräder ist das eigentlich nie der Fall.


Beim Auto/Motorrad gab es einen Spruch.
Wer ein Zündkerzengewinde kaputt macht soll nie wieder Werkzeug anfassen.
Heisst er ist als Mechaniker mangels Feingefühl einfach ungeeignet.

Würde ich bei Tretlagern auch mal so sehen. Sowas darf einfach nicht schiefgehen. Ich weiss, beim Händler schlägt allerhand in der Richtung auf...




Nochmal zum Schaltauge: Wenn man das Auge an den Rahmen montiert, wird das nie zu 100% parallel zum Laufrad stehen. Und da mein Chef sehr pingelig (im positiven Sinn) ist, wird es eben ausgerichtet. Ist halt ein Handgriff mehr.

Und wie messt Ihr das und zu welchem Bezugspunkt oder geht das nach Augenmaß?

Mein einziger Rahmen, der hier Nachbesserungsbedarf haben könnte, hat allerdings ein fixes Schaltauge mit nach hinten offenem Ausfallende (TT).

Edit: Habs gefunden und verstanden. Werd ich mir mal mitbestellen.
http://bike-components.de/catalog/Kontrolllehre+f%FCr+Schaltauge?osCsid=b87

CU
Thunder

philischen
13.01.2009, 13:52
Zu 1.: Ja gut äh....:D

Zu 2.: Recht hast du. Aber in einem Laden sieht man manchmal Sachen, wo mein meinte, die gibts nicht.

Zu 3.: So sieht das Cyclus Werkzeug auch. Das Schaltauge wird quasi am zentrierten Laufrad ausgerichtet. Denn da sitzen ja auch die Ritzel.

Bild:

http://www.wiggle.co.uk/images/cyclus%20gear%20hanger.jpg

bernhard67
13.01.2009, 14:10
Würde ich bei Tretlagern auch mal so sehen. Sowas darf einfach nicht schiefgehen. Ich weiss, beim Händler schlägt allerhand in der Richtung auf...

Ja, direkt von Hersteller, z.B. in Form von mit Lack zugesetzten Gewinde. Früher waren es gerade die edlen Italiener, die nicht nachgearbeitet haben. Natürlich kann man da eine Lagerschaler reinwürgen, saubere Arbeit sieht aber anders aus.

Mein Händler nimmt da immer einen alten Besenstiehl mit einem Blatt Schmirgelleinen. Das Werkzeug hab ich auch...
Ist ein 27,2er Besenstiel, oder? Aufreiben heißt, genau auf Maß aufreiben. Es geht privat auch so, aber von einem professionellen Händler erwarte ich mehr. Und wieder waren es früher gerade die hochwertigen Italiener, die nicht maßhaltig daher kamen.

Alpenmonster
13.01.2009, 14:39
Wenn Du ein Canyon-Rahmenset hast, brauchst Du das Spezialwerkzeug für die Gabel nicht. Das sollte eigenlich vormontiert eintrudeln. Speziell ist bei denen die Art, wie das Steuerlager eingestellt wird, da braucht es weder Kralle (was den Carbonschaft sowieso besonders freut) noch Expander. Den Montageständer hast Du ja, die Vorderradbremse lässt sich auch prima einstellen und zentrieren, wenn das ganze Rad fertig aufgebaut auf dem Boden steht.
Du brauchst auf jeden Fall einen Schlüssel für den Innenring der Kassette (Kettenpeitsche gleich mitbestellen, Du willst die Kassette ja wohl auch irgendwann wieder demontieren und ersetzen). Was für Pedale willst Du montieren? Hast Du die hierzu notwendigen Schlüssel? Es ist halt etwas schwierig, wenn man nicht genau weiss, welches Werkzeug Du schon besitzt. Den Tip mit den guten Inbusschlüsseln kann ich nur unterstützen, mit weichen oder unpräzisen Dingern hat man nur Ärger. Carbon-Montagepaste wäre vielleicht noch ganz gut.
Im Übrigen hat OCLV Recht: Man braucht vor allem Hirn. Überlege Dir vorher genau, in welcher Reihenfolge Du aufbauen willst und lies ALLE Montagehinweise durch. Dann merkst Du vielleicht, welche Bedingungen vor der Montage eines bestimmten Teils bereits erfüllt sein müssen. Lieber dreimal richtig denken und dann machen als einmal falsch absägen, länger wird's danach nämlich nicht mehr. Langsam und sauber arbeiten (verschleifen von Zughüllen etc.). Alles, was nachträglich korrigiert werden muss, kostet sehr viel mehr Zeit. Viel Spass!

Alpenmonster

Thunderbolt
13.01.2009, 14:59
Ja, direkt von Hersteller, z.B. in Form von mit Lack zugesetzten Gewinde. Früher waren es gerade die edlen Italiener, die nicht nachgearbeitet haben. Natürlich kann man da eine Lagerschaler reinwürgen, saubere Arbeit sieht aber anders aus.


Wie gesagt, echt schlechte Gewinde ab Hersteller kenn ich nicht.
Der Kinesis-Rahmen für 23,50 bei Ebay, den wir letzten Winter für einen Kumpel (Marke Möglichst günstig, aber kein Billigschund) aufgebaut haben, hat mich total überrascht.

Und bei Lack oder Pulver im Gewinde helfe ich mir mit einem "Reinigungs-Tretlager". Ein altes, gutes Stahl-Tretlager, dem ich drei Nuten wie bei einem Gewindeschneider eingeschliffen habe. Erst wenn das die Lack/Pulverreste ausgeräumt hat und sich bis zum Grund einschrauben lässt, wird das eigentliche Tretlager eingeschraubt. Reinwürgen ist nicht, wer soll das in fünf Jahren wieder lösen?




Ist ein 27,2er Besenstiel, oder? Aufreiben heißt, genau auf Maß aufreiben. Es geht privat auch so, aber von einem professionellen Händler erwarte ich mehr. Und wieder waren es früher gerade die hochwertigen Italiener, die nicht maßhaltig daher kamen.

Nein, etwas kleiner. Das Endmass wird durch unterschiedliche Lagen Schmirgelleinen und verschieden lange Bearbeitungszeit erreicht. :D Fachhändler halt.

Ich nehm das nur zum leichten Glätten, wenn der Rahmen neu und noch innen leicht spanig-rauh ist oder wenn Könner die noch angezogene Sattelstütz hin-und herbewegt haben. Nie Sandpapier nehmen, der Sand gräbt sich im Alu ein.

Aufreiben braucht man eigentlich nix, der Rahmen muss passen. Da fehlt dann ja dann Wandstärke. Auf keinen Fall auf nächste Grösse aufreiben.

Und zum Thema genau: Eine verstellbare Reibahle gilt im Maschinenbau als Pfusch für Montagen und Nachbesserungen, da das Ding kein runden Löcher herstellt. Eine richtige Reibahle für exakte Löcher ist immer statisch. Würde beim Rad bedeuten, man bräuchte für jeden Sattelstützendurchmesser eine echte Reibahle. Vergiss es.

philischen
13.01.2009, 15:10
Oh, Moment, ich glaub ich hab dich falsch verstanden, bzw was hab ichs nicht kapiert. Wir haben halt zwei Einsätze für die Reibahle. Einmal 27,2 und einmal 31,8. Die gängigen Maße eben. Machen wir vorallem wegen dem überflüssigen Pulver, das oben an der Sattelstützklemmung beim Pulverbeschichten in den Rahmen gekommen ist...

Beast
13.01.2009, 15:24
Und wie messt Ihr das und zu welchem Bezugspunkt oder geht das nach Augenmaß?



K,- hat dazu einen guten Tip in die Schatzkiste eingestellt.

Man kann das gut mit einem alten Hinterrad (mit Gewinde) machen das in das Schaltauge eingesetzt wird.

Im Gegensatz zu den Spezialwerkzeugen kann man damit auch an allen Stellen per Auge gleichzeitig und umfassend die Abweichung kontrollieren. :)

Thunderbolt
13.01.2009, 15:29
Oh, Moment, ich glaub ich hab dich falsch verstanden, bzw was hab ichs nicht kapiert. Wir haben halt zwei Einsätze für die Reibahle. Einmal 27,2 und einmal 31,8. Die gängigen Maße eben. Machen wir vorallem wegen dem überflüssigen Pulver, das oben an der Sattelstützklemmung beim Pulverbeschichten in den Rahmen gekommen ist...

Dann ist es halt keine verstellbare Reibahle wie auf dem Bild, so eine Reibahle mit festen Einsätzen. Wusst garnicht dass es sowas für Rahmen gibt.

Edit: Gefunden: http://www.raddiscount.de/P00761.html

Die meisten haben wenn überhaupt eine verstellbare Reibahle, die man ja früher offensichtlich dringend brauchte.

Unterschied:
Handreibahle, nicht verstellbar.
http://cgi.ebay.de/SpiHandreibahle-17-mm_W0QQitemZ250353779126QQcmdZViewItemQQptZGartenb auwerkzeuge?hash=item250353779126&_trksid=p3286.c0.m14&_trkparms=72%3A1230%7C66%3A2%7C65%3A12%7C39%3A1%7C 240%3A1318
Handreibahle, in weitem Bereich verstellbar. Erzeugt wie gesagt keine runden Löcher.
http://www.handwerker-versand.de/products/Handwerkzeug-Metall/Zerspanungswerkzeug/Reibwerkzeuge/Schnellverstell-Reibahle/Schnellverstell-Reibahlen-275-315mmSpezialstahl.html?XTCsid=c3a93c8eba469a5ca156 3ccb54dbbb4b
Besonders zum Aus- und Nachreiben kurzer Bohrungen, die normalen Genauigkeitsanforderungen genügen müssen, wie z.B. Reparaturarbeiten.


Respekt, ein Radladen mit Know-How.

Seid ihr in Nordbayern? Schick mir mal per PM euren Laden, damit ich Euch weiterempfehlen kann.

CU
Thunder

bernhard67
13.01.2009, 15:44
@Thunderbolt Die Tricks, die Du beschreibst, sind sicher machbar, nur ein Radhändler sollte die Werkzeuge haben um professionell und schnell einen Rahmen nacharbeiten zu können - Zeit ist schließlich Geld.

Die Werkzeuge mögen früher wichtiger gewesen sein. Vor 20 , 25 Jahren wurde jedes bessere Rennrad individuell aufgebaut und ein Radhändler mit gut gehendem Geschäft hatte seine Werkzeuge praktisch täglich in Gebrauch.

Privat macht es keinen Sinn, sich das Zeug zu kaufen, von dem Richtwerkzeug für das Schaltungsauge abgesehen. Wenn man sich einen Rahmen kauft, dann inkl. Vorbereitung. Bei Rose z.B. ist das bereits im Rahmenpreis enthalten, bei H&S muß man das extra bestellen.

ASCII
13.01.2009, 15:44
Hab vor kurzem auch zum ersten mal mein neues RR komplett zusammengebaut. Anleitung hauptsächlich von der Campa Page. Stell dich drauf ein, dass du einiges an Zeit brauchen wirst (hab zwei Tage gebraucht und mich danach gefragt warum das bisschen Schrauberei soviel Zeit gekostet hat - hab allerdings vom Schrauben fast Null Ahnung & kaum Erfahrung - davor hab ich höchstens mal ein Lenkerband gewickelt oder eine Kassette getauscht, das war schon die Höhe der Gefühle neben dem Reifenwechseln...).

PS: Hab andershalb Zugsets verbraten :D - also Länge vorher gut kalkulieren! Vorm Gabelabsägen hat ich am meisten schiss und hab zuerst zweimal kleine Ringe abgesägt um zu sehen obs gerade wird. Montageständer hat ich keinen.

philischen
13.01.2009, 15:58
Ich sags jetzt mal so... Selbst wenn ich nicht in einem Radladen arbeiten würde, würde ich privat an meinen Rädern schrauben. Von dem her lege ich mir eben ab und an ein Spezialwerkzeug zu. Z.B. war das letzte eine Sägelehre von Parktool für Gabelschaft und ISP Rahmen. Ist zwar ne Investition, aber man ich nach vll 10 Jahren fast komplett ausgerüstet und kann fast alles selber machen.

Und warum sollte ein Kumpel viel Geld für ein Radaufbau ausgeben, wenn ich mit ihm zusammen sein Rad bei mir im Keller zusammenschrauben kann und er dabei noch was lernt.

Eins würde ich aber noch hinzufügen. Einen kompletten Pedros oder Parktool Werkzeugkoffer zu kaufen lohnt nicht. Man muss einfach nach und nach selber kucken, was man wirklich braucht und danach kaufen...

Und noch was: Nur Übung macht den Meister. Also nicht gleich verzweifeln, wenn mal was nicht gleich klappt (1,5 Zugsets und so :D;)). Ist mir am Anfang auch so gegangen.

Thunderbolt
13.01.2009, 16:03
:D
@Thunderbolt Die Tricks, die Du beschreibst, sind sicher machbar, nur ein Radhändler sollte die Werkzeuge haben um professionell und schnell einen Rahmen nacharbeiten zu können -



Sollte. Ich schätze eine Quote von 1:10 zum Beispiel für die Reibahle.


@

Privat macht es keinen Sinn, sich das Zeug zu kaufen, von dem Richtwerkzeug für das Schaltungsauge abgesehen. Wenn man sich einen Rahmen kauft, dann inkl. Vorbereitung. Bei Rose z.B. ist das bereits im Rahmenpreis enthalten, bei H&S muß man das extra bestellen.

Ich kaufe mir jedes Werkzeug, das ich brauche. Das rechnet sich immer.
Wenn Du einmal einen Ritzelkranz beim Händler wechseln lässt, hast Du die Kosten schon herin.

Das letze war ein Konusaufschläger. Das geht jetzt so unverschämt einfach damit und vorher war es immer so ein Gepriemel mit Rohren und Lagerteilen und Hammer.

Wobei man nicht jeden Mist braucht. Meine Steuersätze ziehe ich mit einer Spindel für Auto-Radlager ein. Das geht prima.

Nur zu einem Montageständer hat es noch nicht gereicht.

Man kann ein Tretlager auch mit der Rohrzange wechseln, hab ich schon gesehen. :D
Mein Schwager hat seine Autos immer nur mit einer Wasserpumpenzange und einem Hammer repariert.

philischen
13.01.2009, 18:03
Wenn Du einmal einen Ritzelkranz beim Händler wechseln lässt, hast Du die Kosten schon herin.


Boah, wer dafür Kohle verlangt ist kein Fachhändler sondern ein Abzocker!!!
(vorausgesetzt der Kunde kommt nicht zweimal die Woche und lässt sich seine ganzen Kassetten hin und her bauen)

Alpenmonster
13.01.2009, 19:06
Selbst wenn der Händler kein Geld verlangt, kann die Preisdifferenz beim Material schon erheblich sein. Ist in meinem Fall vielleicht noch etwas krasser: Normaler Händlerpreis einer Ultegra 10-fach Kassette in der Schweiz: 119.- CHF, Bei BC 43 €! Das sind keine Mond-, das sind Marspreise!
Versteht mich bitte nicht falsch: Ich bin gerne bereit, für gute Beratung und die Lagerhaltung von Artikeln in verschiedenen Grössen und Farben (Kleider, Schuhe) mehr zu bezahlen. Das sind für mich wertvolle Dienstleistungen, die ich auch honoriere. Bei einer Kette, Kassette o.ä. brauche ich allerdings null Beratung, und ausprobieren muss ich die auch nicht.
Daher bin ich auch der Meinung, dass sich der Kauf von Werkzeug sehr schnell lohnt. Darüber hinaus kann es ja auch sein, dass der Händler gerade geschlossen hat oder sonstwie keine Zeit. Deshalb halte ich mir immer einen Vorrat mit den wichtigsten Teilen und besitze die entsprechenden Werkzeuge, das schützt mich vor unangenehmen Überraschungen.

Alpenmonster

meisterproper
13.01.2009, 19:23
mein einziger fehler beim selbstaufbau war folgender:

vollgarbongabel und beim montieren zuwenig montagepaste verwendet.

lenker fühlte sich eigentlich ganz gut an, aber bei der flaschenaufnahme bei einem 24h-rennen verdrehte sich das ganze und ich machte einen purzelbaum.

OCLV
13.01.2009, 19:50
Diese Werkzeuge sollte ein vernünftiger Fachhändler für die Vorbereitung eines Rahmens schon haben:

- Fräswerkzeuge für Steuersatz (Lagerschalen, Konussitz der Gabel)
- Fräswerkzeug für Tretlager
- Gewindeschneidwerkzeug für Tretlager
- Gewindeschneidwerkzeug für Schaltungsauge
- Gewindeschneidwerkzeug für Gabelschaft
- Richtkloben für Ausfallenden
- Richtwerkzeug für Schaltungsauge
- Richtwerkzeug für Umwerferbefestigung
- verstellbar Reibahle für das Ausreiben des Sitzrohrs

Hab ich was vergessen?

Privat würde ich mir davon nur das Richtwerkzeug für das Schaltungsauge zulegen (kostet ca. 20 Euro in solider Qualität von Cyclus). Das habe ich schon mehrmals gebraucht. Beim Austausch des Ausfallendes muß das neue Teil u.U. etwas nachgebogen werden.

Das ist alles da in einem Laden den ich öfter von innen sehe! :)

@ philischen: wenn du bei Neurädern diese Werkzeuge nicht/selten brauchst, dann solltet ihr mehr Italiener aufbauen. Ich sage nur Colnago und De Rosa (ganz besonders die Stahlrahmen). Da sitzt du bis zu 4h alleine um den Rahmen vorzubereiten damit das erste Teil angeschraubt werden kann! ;)
Ich weiß nicht was ihr so für Marken habt, aber z.B. Ridley, Trek, Giant sind so vorbereitet dass du nur noch reinschrauben brauchst.

Gruß Thomas

P.S.: Sachverstand und Erfahrung sind sehr wichtig beim Aufbau. Den kann auch ein Drehmomentschlüssel nicht ersetzen!!! ;)

philischen
13.01.2009, 20:36
@ OCLV: Wir haben keine Marken. Wir gehen einen anderen, eher Kundenorientierteren Weg und machen bis auf 4-5 Einzelfälle im Jahr nur unsere Eigenräder. Alles weitere bei Interesse per PN.

bernhard67
14.01.2009, 07:34
Ich kaufe mir jedes Werkzeug, das ich brauche. Das rechnet sich immer.
Wenn Du einmal einen Ritzelkranz beim Händler wechseln lässt, hast Du die Kosten schon herin.
Ich habe von dem Werkzeug zur Vorbereitung der Rahmens gesprochen. Aus dieser Liste ist nur das Richtwerkzeug für das Schaltungsauge für den Privatanwender sinnvoll.

Ansonsten habe ich alle Werkzeuge, die für den Aufbau und die Wartung von Rennrädern nötig sind. Auch meine Laufräder baue ich seit 25 Jahren selber und hatte in all den Jahren keinen einzigen Speichenbruch. Ein billiger Zentrierständer und eine Lehre zur Überprüfung der Mittigkeit genügen.

Man braucht erstaunlich wenig Spezialwerkzeuge. Inbus, Gabelschlüssel, Steckschlüsselsatz, Drehmomentschlüssel, Schraubenzieher hat jeder anständige Heimwerker ohnehin.

Neben der Kostenersparnis ist es für mich vorallem die Autonomie und Zeitersparnis. Ich muß nicht zum Radhändeler hindackeln und hoffen, daß er Zeit hat. Wenn man dann auch noch die wichtigsten Ersatzteile im Keller liegen hat, gefährdet eine Panne am Samstag Nachmittag auch nicht die sonntägliche Ausfahrt.

schima
14.01.2009, 08:09
Die Bücher sind halt mehr allgemein gehalten und manchmal veraltet.
Denk nur mal dran, wieviel verschiedene Tretlager es gibt...
...

das einzig halbwegs aktuelle und hilfreiche buch ist meiner meinung nach das blaue buch von park tool. alles andere kann man getrost vergessen. im forum bekommt man teilweise auch vernünftige infos. :D

thomas

Thunderbolt
14.01.2009, 13:40
Ich habe von dem Werkzeug zur Vorbereitung der Rahmens gesprochen. Aus dieser Liste ist nur das Richtwerkzeug für das Schaltungsauge für den Privatanwender sinnvoll.


Ich finde einzelne Rahmen sollten heutzutage nur noch montagefertig gekauft werden.
Aber gerade im MTB/Trekkingbereich zieht es einem da bei Reparaturen teilweise die Schuhe aus, was da ab Werk zusammengeschustert wird.

Bei meinem GIANT - Stahl - Reiseradrahmen war der Steuersatz unten nicht richtig fixierbar. => Anlagefläche war nicht ansatzweise vorhanden und bestand aus Schweisseinbrand und -perlen.

Also habe ich mir ohne grosses Rumfragen den Fräser dazu gekauft.
http://www.roseversand.de/output/controller.aspx?cid=155&detail=10&detail2=561
Hätte ich den neu gepulverten und aufgebauten Rahmen wegwerfen sollen?
Mittlerweil habe ich das Ding noch 2 mal verwendet.
Ich muss ja keine Investitionsrechnung und eine Amortisationszeit unter 2 Jahren nachweisen. :D

VSF-Trekking-Rad beim Luxus-Radhändler aufgebaut übrigens dito kein Rahmen gefräst. Rin mit dem Steuersatz, Kunde vom Hof und gut is.



Ansonsten habe ich alle Werkzeuge, die für den Aufbau und die Wartung von Rennrädern nötig sind. Auch meine Laufräder baue ich seit 25 Jahren selber und hatte in all den Jahren keinen einzigen Speichenbruch. Ein billiger Zentrierständer und eine Lehre zur Überprüfung der Mittigkeit genügen.

Man braucht erstaunlich wenig Spezialwerkzeuge. Inbus, Gabelschlüssel, Steckschlüsselsatz, Drehmomentschlüssel, Schraubenzieher hat jeder anständige Heimwerker ohnehin.

Neben der Kostenersparnis ist es für mich vorallem die Autonomie und Zeitersparnis. Ich muß nicht zum Radhändeler hindackeln und hoffen, daß er Zeit hat. Wenn man dann auch noch die wichtigsten Ersatzteile im Keller liegen hat, gefährdet eine Panne am Samstag Nachmittag auch nicht die sonntägliche Ausfahrt.

Meine Rede.

Wenn ich natürlich so einen Händler wie bei philischen um die Ecke hätte, dann würde ich gerne da auch meine Räder kaufen und reparieren lassen.
Aber die sind dünn gesät und meistens nach ein paar Jahren demotiviert.

SL13
01.02.2009, 15:23
Stimmt, Thema Ständer habe ich übergangen...

Ich habe den von Tacx, wo man das Vorderrad heraus macht und dort klemmt. Find ich besser als so Klemmständer, die evtl bei Carbonrahmen nicht so optimal sind. Man kann alle Teile gut montieren, nur das einstellen der VR Bremse ist nicht möglich (das ist aber auch das einzige).

http://picture.yatego.com/images/475024f0602600.7/tacx-spider-team-yat08.jpg


@philischen: Laut Beschreibung sollte man möglich sein, das Rad sowohl an der Gabel als auch am Hinterbau zu fixieren. Und im letzten Fall sei die Einstellung der VR Bremse auch möglich... Oder geht das doch nicht?

Hätte noch eine Frage: Wie hoch vom Boden ist der waagrechte Balken bei dem montageständer?

MfG
SL13