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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Canyon Komplettrad - Gewichte



bebop
11.02.2009, 21:27
Hallo Gemeinde,

ich weiß, daß diese Frage dazu geeignet ist, ich will aber nicht polarisieren, sondern bin einfach an der Frage interessiert.

Ein Radkollege und guter Freund will sich ein Canyon mit einem Gewicht, daß deutlich unter 7kg angegeben wird kaufen (vor allem wegen dem Gewicht und der Teileliste). Ich bin jemand, der ein Rad in der Preisklasse von 3000€ immer nach Gefallen kaufen würde - Gewicht ist mir ziemlich egal.
Entsprechend gibt es immer hitzige Diskussionen.

Nun zur Frage an die Canyon-Besitzer - wie genau sind die Kompletträder bei denen an den Angaben? Sind die da auf den Punkt oder verschätzen die sich etwas?

Mich interessieren hauptsächlich die Rahmengrößen um 58-60cm.

Dank euch!

speedy gonzalez
12.02.2009, 00:28
du kannst davon ausgehen, dass sich bei canyon das angegebene gewicht immer auf die kleinste, verfügbare rahmengrösse bezieht.

ansonsten gibt es, wie überall anders auch gewisse fertigungstoleranzen, die sich auch positiv/negativ* aufs gewicht niederschlagen können.

*kommt halt drauf an, was für einen wichtiger ist...

pedale werden auch nicht incl. sein...

Pedalierer
12.02.2009, 09:56
Beim Gewicht lügen alle Versender bis sich die Balken biegen. Im Ergebnis würde ich mich innerlich einfach mal auf 500g mehr einstellen, dann bleibt die Enttäuschung überschaubar.

Corridore
12.02.2009, 10:12
Klingt ein bisserl viel als Pauschalwert.


Aktuelles Beispiel Canyon Ultimate AL 8.0:

Canyon-Website: 7,55kg

TOUR-Test: 7,65kg (Größe 56)

Das ist überschaubar.

Dass grundsätzlich ohne Pedale gewogen wird ist sicher bekannt.

Zudem ist ein Rahmen mit dicker weißer Lackschicht über dem Carbon selbstredend schwerer als das schwarze Referenzmodell.


Ergo: Angabe wird durch Rahmengröße (+ längeren Vorbau etc.), Farbe & Pedalauswahl modifiziert.

Wenn man das berücksichtigt wird man eine vergleichsweise exakte Vorstellung vom tatsächlichen Gewicht haben.

Reiner Unsinn
12.02.2009, 10:14
Ich hab mir grade mal den Spass gemacht, die ca. Summe der Einzelteile bei einem Canyon Beispielrad grob zu überschlagen (Ultimate CF Record SL+).
Ergebnis: Deren angegebenes Gewicht ist ca. 200gr geringer :confused:.
Wenn du dann noch Pedale, Flaschenhalter, Tacho dazurechnest, bist du bei den mind. 500gr mehr, die Pedalierer schon prophezeite.

astra
12.02.2009, 12:20
Ich hab mir letztes Jahr ein Canyon selbst aufgebaut. Nachdem sowohl der Rahmen, als auch die Laufräder von Fulcrum ca. 15% mehr Gewicht hatten, als die Prospekte versprachen, habe ich das wiegen sein lassen.

bebop
12.02.2009, 12:34
Ok, danke!

Wenn das Komplettrad ca. 8% schwerer wäre, entspräche das bei ca. 7Kg ungefähr 560g. Das ist ja gar nicht so wenig.

astra
12.02.2009, 13:32
Ok, danke!

Wenn das Komplettrad ca. 8% schwerer wäre, entspräche das bei ca. 7Kg ungefähr 560g. Das ist ja gar nicht so wenig.

Bis das Rad alltagstauglich ist, sprich Pedale und Flaschenhalter dran sind und zwei gefüllte Flaschen und eine Satteltasche mit Schlauch, Werkzeug etc. dran sind, wiegt das Teil eh irgendwas zwischen 9 und 10 kg, wenn ich mich dann noch drauf setze kommt die ganze Fuhre in den dreistelligen Bereich, was juckt mich da ein Pfund Abweichung von einer Prospektangabe? Gewichtsangaben sind nur was für den Radlerstammtisch, im praktischen Betrieb ist das egal.

marathonisti
12.02.2009, 14:11
Bis das Rad alltagstauglich ist, sprich Pedale und Flaschenhalter dran sind und zwei gefüllte Flaschen und eine Satteltasche mit Schlauch, Werkzeug etc. dran sind, wiegt das Teil eh irgendwas zwischen 9 und 10 kg, wenn ich mich dann noch drauf setze kommt die ganze Fuhre in den dreistelligen Bereich, was juckt mich da ein Pfund Abweichung von einer Prospektangabe? Gewichtsangaben sind nur was für den Radlerstammtisch, im praktischen Betrieb ist das egal.

Solange es sich im 100Gramm Bereich bewegt :ä

bebop
12.02.2009, 14:11
Bis das Rad alltagstauglich ist, sprich Pedale und Flaschenhalter dran sind und zwei gefüllte Flaschen und eine Satteltasche mit Schlauch, Werkzeug etc. dran sind, wiegt das Teil eh irgendwas zwischen 9 und 10 kg, wenn ich mich dann noch drauf setze kommt die ganze Fuhre in den dreistelligen Bereich, was juckt mich da ein Pfund Abweichung von einer Prospektangabe? Gewichtsangaben sind nur was für den Radlerstammtisch, im praktischen Betrieb ist das egal.

Genau meine Meinung!:) Aber ich habe mich irgendwie auf dieses Argumentationsniveau ziehen lassen, wo es um Steifigkeitsindices und Gewichtsgewinn in Gramm geht - und nun wollte ich schauen, was diese Rechnung in der Realität bedeutet.

astra
12.02.2009, 15:03
Solange es sich im 100Gramm Bereich bewegt :ä

Also mir fehlt die Sensibilität am Fahrverhalten zu spüren, ob meine Flaschen voll oder leer sind, d.h. 1,5 kg sind für mich nicht spürbar.

tvaellen
12.02.2009, 15:23
Beim Gewicht lügen alle Versender bis sich die Balken biegen. Im Ergebnis würde ich mich innerlich einfach mal auf 500g mehr einstellen, dann bleibt die Enttäuschung überschaubar.

Natürlich nur die Versender, die anderen Hersteller dagegen nicht. Deren Katalogangaben entsprechen zu 100% den realen Gewichten, sind sogar eher aufgerundet, gell ? :new_silly

Zu Canyon kann ich aus eigener Erfahrung nichts sagen. Bekannter hat sich ein Red Bull von Rose gekauft, das war 110 gr. schwerer als nach Katalog.

@ TE
Wenn dir das Gewicht egal ist, bist du kein echter Rennradfahrer. Dann kaufst du dir am besten gleich ein Trekkingrad.

MoritzFreiburg
12.02.2009, 15:42
@ TE
Wenn dir das Gewicht egal ist, bist du kein echter Rennradfahrer. Dann kaufst du dir am besten gleich ein Trekkingrad.

Das ist doch wohl absoluter Bullshit... Das Gewicht ist ebenso ein Placebo-Effekt wie alles andere Radtuning. Wer beim Ötztaler 10h mit dem 7,2kg-Rad fährt, fährt die gleiche Zeit auch mit einem 8,0kg-Rad, es sei denn er hat ein mentales Problem und sucht eine Ausrede.

Ich behaupte, dass 99% der Leute, die auf Rennrädern durch die Gegend fahren, ihr Material sowieso überhaupt gar nicht ausreizen. Wenn Dickbäuche und 2000-Jahreskilometer-Hansel darauf schwören, nur auf Topmaterial "Leistung" bringen zu können, dann sind sie einfach nur darauf reingefallen, was einem die Werbung der Hersteller sowie Tests von TOUR, ROADBIKE etc. suggerieren wollen.

Die Materialfrage ist genau wie im sonstigen Leben eine Luxusfrage, gönnt man sich was oder nicht. Rationale, sinnvolle Argumente gibt es nicht dafür, nur Topmaterial fahren zu wollen, nur den eigenen Spaß am Hobby (und ich fahre auch kein nur rein sinnvolles Material, sondern hab Spaß am Tunen und werfe der Radbranche schon seit langem einiges an Kohle in den Rachen).

Man sollte sich nur bewusst sein, dass das reiner Luxus ist. Und wer sich dessen bewusst ist und sagt "gut ich fahr halt funktionales Material und das Gewicht ist sekundär" ist deswegen noch lange kein Trekkingradfahrer (sondern halt nur ein bisschen weniger ein Spinner als andere ;) )

Volksbänkler
12.02.2009, 15:52
Das Problem bei Versender ist doch, dass das Gewicht meistens in der kleinsten Rahmenhöhe angegeben wird. Zudem wird von diesem Wert meistens noch 200g abgezogen, aus welchem Grund auch immer. Zudem ist das Gesamtgewicht ja zu 99% ohne Pedale. Von Flaschenhalter und Tacho ganz zu schweigen. Wenn du ein realistisches Gewicht haben willst, solltest du auf Weightweenies oder im Internet die einzelnen Komponenten zusammenzählen und dann kriegst du das Gesamtgewicht eher hin. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei einzelnen Komponenten nicht so viel am Gewicht getrickst wird.

Lightweight
12.02.2009, 15:57
Das Problem bei Versender ist doch, dass das Gewicht meistens in der kleinsten Rahmenhöhe angegeben wird. Zudem wird von diesem Wert meistens noch 200g abgezogen, aus welchem Grund auch immer. Zudem ist das Gesamtgewicht ja zu 99% ohne Pedale. Von Flaschenhalter und Tacho ganz zu schweigen. Wenn du ein realistisches Gewicht haben willst, solltest du auf Weightweenies oder im Internet die einzelnen Komponenten zusammenzählen und dann kriegst du das Gesamtgewicht eher hin. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei einzelnen Komponenten nicht so viel am Gewicht getrickst wird.


So ein Unsinn, das nur auf die Versender zu beziehen, denn so verfahren
grundsätzlich fast alle Herstelelr auf der Welt.;)

Schau dier allein mal den 585 er Look in der Börse und sein Gewicht
auf der Waage an und vergleiche das mit dem, was Look angibt.

Immer und ewig dieses Herumgehacke auf die Versender.

LW

cc1
12.02.2009, 15:58
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei einzelnen Komponenten nicht so viel am Gewicht getrickst wird.

Dann kauf mal Vorbauten und Lenker italienischer Hersteller:Applaus:

micmax
12.02.2009, 15:59
Sehr korrekt. Leider bin ich auch öfter ein Spinner.


Das ist doch wohl absoluter Bullshit... Das Gewicht ist ebenso ein Placebo-Effekt wie alles andere Radtuning. Wer beim Ötztaler 10h mit dem 7,2kg-Rad fährt, fährt die gleiche Zeit auch mit einem 8,0kg-Rad, es sei denn er hat ein mentales Problem und sucht eine Ausrede.

Ich behaupte, dass 99% der Leute, die auf Rennrädern durch die Gegend fahren, ihr Material sowieso überhaupt gar nicht ausreizen. Wenn Dickbäuche und 2000-Jahreskilometer-Hansel darauf schwören, nur auf Topmaterial "Leistung" bringen zu können, dann sind sie einfach nur darauf reingefallen, was einem die Werbung der Hersteller sowie Tests von TOUR, ROADBIKE etc. suggerieren wollen.

Die Materialfrage ist genau wie im sonstigen Leben eine Luxusfrage, gönnt man sich was oder nicht. Rationale, sinnvolle Argumente gibt es nicht dafür, nur Topmaterial fahren zu wollen, nur den eigenen Spaß am Hobby (und ich fahre auch kein nur rein sinnvolles Material, sondern hab Spaß am Tunen und werfe der Radbranche schon seit langem einiges an Kohle in den Rachen).

Man sollte sich nur bewusst sein, dass das reiner Luxus ist. Und wer sich dessen bewusst ist und sagt "gut ich fahr halt funktionales Material und das Gewicht ist sekundär" ist deswegen noch lange kein Trekkingradfahrer (sondern halt nur ein bisschen weniger ein Spinner als andere ;) )

bebop
12.02.2009, 18:09
@ TE Wenn dir das Gewicht egal ist, bist du kein echter Rennradfahrer. Dann kaufst du dir am besten gleich ein Trekkingrad.

Wenn es mir egal wäre, hätte ich kein altes CR1 SL;) Ist aber mehr oder weniger in einer unvernünftigen Minute gekauft worden. Ich habs nie bereut, ein phantastisches Rad, daß mir jedes Jahr besser gefällt. Aber bei einem Systemgewicht von ca. 100kg bei mir mit Kleidung, Trinkflaschen und evtl. kleinem Camelbak ist mir ein Kilo hin oder her egal.:)

Ich definiere mich nicht mehr über das Kilo Radgewicht, die meisten in meinem Umfeld können damit nicht viel anfangen, und die, die es können, mit denen diskutiere ich lieber, obs was bringt.:)

FastCat
13.02.2009, 02:17
Also bei mir ist gestern ein Ultimate AL 8.0 von Canyon eingeflogen, habs zusammengebaut und: 7.7 Kg bei Rahmengröße 62

Das ist OK, wenn die 7.6 angeben für die kleinste Rahmengröße.

Die Gewichtsangaben bei Canyon stimmen nicht, hab da auch ein Fehler gefunden. Das AL 9.0 SL mit Dura Ace und Ksyrium Elite müsste eigentlich ca. 400gr leichter sein als das AL 8.0, wird aber auf der Homepage mit 7.4 angegeben, also zu schwer im Vergleich zum 8.0

Wonko
13.02.2009, 12:05
Wenn das Komplettrad ca. 8% schwerer wäre, entspräche das bei ca. 7Kg ungefähr 560g. Das ist ja gar nicht so wenig.Irgendwie ist Dir unterwegs der Konjunktiv abhanden gekommen.


Wenn das Komplettrad ca. 8% schwerer wäre, entspräche das bei ca. 7Kg ungefähr 560g. Das wäre ja gar nicht so wenig.
So passt's.

bebop
13.02.2009, 12:47
Irgendwie ist Dir unterwegs der Konjunktiv abhanden gekommen.

So passt's.

Nene, mag meine Formulierung:). Die Prämisse ist als Konjunktiv, aber den Vergleich kann ich im Indikativ ziehen. Das ist nämlich echt nicht wenig. :)

Bei Fastcat sieht es ja schon deutlich besser aus, da ist die Toleranz absolut akzeptabel.

marathonisti
13.02.2009, 16:25
Nene, mag meine Formulierung:). Die Prämisse ist als Konjunktiv, aber den Vergleich kann ich im Indikativ ziehen. Das ist nämlich echt nicht wenig. :)

Bei Fastcat sieht es ja schon deutlich besser aus, da ist die Toleranz absolut akzeptabel.

:goodpost::goodpost::gut::gut:

settembrini
13.02.2009, 17:22
Wer beim Ötztaler 10h mit dem 7,2kg-Rad fährt, fährt die gleiche Zeit auch mit einem 8,0kg-Rad

nein, egal ob 10 h oder 8 h, er wird mit dem 8 kg rad mit sehr großer wahrscheinlichkeit langsamer sein.

MoritzFreiburg
13.02.2009, 17:50
nein, egal ob 10 h oder 8 h, er wird mit dem 8 kg rad mit sehr großer wahrscheinlichkeit langsamer sein.

Ich weiß nicht. Selbst wenn nicht das genau gleiche Ergebnis erzielt wird - wovon ich nicht überzeugt bin - wieviel langsamer fährt man denn ausschließlich wegen dem "schwereren" Rad? 5min? Who cares?

Ich denke, wenn wir mal beim Beispiel Ötzi bleiben, dass an anderer Stelle viel sinnvollere Zeiteinsparungsmaßnahmen ungenutzt bleiben (gemachte Pausen unterwegs, mitgeschleppte Zusatzgewichte wie Rucksack und Riesensatteltasche, mäßige Renntaktik, schlechte Fahr-/Abfahrtechnik), viele aber meinen, unbedingt das leichteste Radmaterial fahren zu müssen.

Wie gesagt, ich bin auch ein Rad- und Materialspinner und geb viel Geld dafür aus. Mir ist jedoch bewusst, dass das nur Luxus ist (gegen den ja auch nichts spricht). Leute, die aber wirklich und ernsthaft glauben, sie bräuchten dieses oder jenes krasse Material (eben den 7,2kg-Renner, weil 8,0kg oder irgendwas zu schwer sind), sind ganz schön traurige Würste ;)

Ich wage zu behaupten, dass bei Hobbyradlern, die wir ja nun mal alle sind (dazu zähle ich auch die Masse der Lizenzfahrer, die sich mit dem Rennenfahren nicht ihren Lebensunterhalt verdienen) das Material am wenigsten die Leistung bestimmt.

Luke
13.02.2009, 20:39
Ich weiß nicht. Selbst wenn nicht das genau gleiche Ergebnis erzielt wird - wovon ich nicht überzeugt bin - wieviel langsamer fährt man denn ausschließlich wegen dem "schwereren" Rad? 5min? Who cares?

Ich denke, wenn wir mal beim Beispiel Ötzi bleiben, dass an anderer Stelle viel sinnvollere Zeiteinsparungsmaßnahmen ungenutzt bleiben (gemachte Pausen unterwegs, mitgeschleppte Zusatzgewichte wie Rucksack und Riesensatteltasche, mäßige Renntaktik, schlechte Fahr-/Abfahrtechnik), viele aber meinen, unbedingt das leichteste Radmaterial fahren zu müssen.

Wie gesagt, ich bin auch ein Rad- und Materialspinner und geb viel Geld dafür aus. Mir ist jedoch bewusst, dass das nur Luxus ist (gegen den ja auch nichts spricht). Leute, die aber wirklich und ernsthaft glauben, sie bräuchten dieses oder jenes krasse Material (eben den 7,2kg-Renner, weil 8,0kg oder irgendwas zu schwer sind), sind ganz schön traurige Würste ;)

Ich wage zu behaupten, dass bei Hobbyradlern, die wir ja nun mal alle sind (dazu zähle ich auch die Masse der Lizenzfahrer, die sich mit dem Rennenfahren nicht ihren Lebensunterhalt verdienen) das Material am wenigsten die Leistung bestimmt.

Es ist tatsächlich so. Und die Pros fahren auch eher 7,5 kg-Renner als leichtere.