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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Komfortgewinn durch 27,2mm Carbon-Sattelstütze?



Don Pedalo
19.06.2009, 14:57
Hallo zusammen,

der Roseversand bietet bei seinem Carbon SL Rahmen an, ihn mit einer 27,2mm Sattelstütze + Adapterhülse auf 31,6mm auszustatten, um somit den Komfort zu steigern.

Ich überlege ob ich das probieren soll.
Ich finde den Rahmen mit der normalen Stütze eigentlich gar nicht unkompfortabel.
Ich frage mich bloß, ob es vieleicht eine unerwartete Steigerung des Fahrspaßes bringt.
Hat da jemand Erfahrung mit?


Danke und Gruß - Armin.

Don Pedalo
19.06.2009, 15:00
.....KOMFORT natürlich!

rocketracer
19.06.2009, 17:30
Vor einigen Tage ist das Thema Komfort hier heiß diskutiert worden, schau mal hier:

http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?t=169757

Skadieh
19.06.2009, 18:08
Gottseidank ist mein RR so alt, da kannte man die fetten Sattelstützen noch gar nicht.:D

Die Industrie jagt eine Trendsau durchs RR-Dorf, die niemand braucht (Oversize) und versucht wenige Jahre später, den hergebrachten Standard als innovativ zu verkaufen und nennt das dann „evolutionärer Optimierungsalgorithmus“ (Canyon) :ligtdubbe

Wenn Du mit deiner bisherigen Kombi zufrieden bist, warum nicht. Wenn sowieso eine Neuanschaffung ins Haus steht greif zu. Allerdings würde ich kaum Aufpreis zahlen

Patrice Clerc
19.06.2009, 18:35
Mir ist unklar, was für Komfort-Probleme ihr mit resp. auf dem Rennrad habt. Aber solange keine aktiven Federelemente montiert werden oder wenigstens sehr breite Reifen (>= 30 mm) mit niederem Luftdruck, werden Schlaglöcher oder andere Kanten immer gut zu spüren sein.

Eine flache, mittelgestreckte Sitzposition und die damit verbundenen Möglichkeiten, Schläge mit dem Körper abzufedern, ist für den "Komfort" wichtiger als allfällige Unterschiede durch unterschiedliche Stützen-Umfänge.

chill33hh
19.06.2009, 18:44
Denke ich auch. Aber das bedeutt nicht, dass man nicht den gefühlten Komfort nd den Fahrspass duech Kauf neuer Komponentent stiegern könnte und sollte. Daher: wenn bezahlbar und schick, kaufen. :)

catweazl-nbg
20.06.2009, 08:09
Mir ist unklar, was für Komfort-Probleme ihr mit resp. auf dem Rennrad habt. Aber solange keine aktiven Federelemente montiert werden oder wenigstens sehr breite Reifen (>= 30 mm) mit niederem Luftdruck, werden Schlaglöcher oder andere Kanten immer gut zu spüren sein.

Eine flache, mittelgestreckte Sitzposition und die damit verbundenen Möglichkeiten, Schläge mit dem Körper abzufedern, ist für den "Komfort" wichtiger als allfällige Unterschiede durch unterschiedliche Stützen-Umfänge.

NAtürlich spürt man Kanten auch mit Sattelstützen, die besser dämpfen. Aber eben nicht so heftig. Ist genau das gleiche wie mit guten Carbon-Rahmen, die Schläge eben nicht so brutal weitergeben wie die ersten auf bockelhart ( und als steif verkauften) gemachten.

Man darf natürlich nicht den Komfort eines gefederten Bikes erwarten. Aber montier mal die Sattelstütze von Specialized mit Zertz-Einsatz. Oder evtl. eine Moots-Titan-Stütze. Dann reden wir weiter!!

catweazl-nbg
20.06.2009, 08:16
....
Die Industrie jagt eine Trendsau durchs RR-Dorf, die niemand braucht (Oversize) und versucht wenige Jahre später, den hergebrachten Standard als innovativ zu verkaufen und nennt das dann „evolutionärer Optimierungsalgorithmus“ (Canyon) :ligtdubbe
.

100% Zustimmung. Aber irgendwas muß die Bikeindustrie ja jedes JAhr neu machen, weil sie sonst MUffe hat, nix mehr an die Jünger des "ich will immer das NEueste haben" zu verkaufen.:rolleyes:

Ist genau so ein Käse, wie die integrierten Sattelstützen, die in keinen Bikekoffer mehr reingehen oder die Gabeln mit abstrusen Steuersatzkonstruktionen ( z.Bsp. das Tarmac SL2) , bei denen einem jede Möglichkeit genommen wird, andere Modelle als die des Herstellers des Bikes zu fahren.

So Sachen braucht aus meiner SIcht wirklich kein Mensch!!

Patrice Clerc
20.06.2009, 11:13
NAtürlich spürt man Kanten auch mit Sattelstützen, die besser dämpfen. Aber eben nicht so heftig. Ist genau das gleiche wie mit guten Carbon-Rahmen, die Schläge eben nicht so brutal weitergeben wie die ersten auf bockelhart ( und als steif verkauften) gemachten.

Man darf natürlich nicht den Komfort eines gefederten Bikes erwarten. Aber montier mal die Sattelstütze von Specialized mit Zertz-Einsatz. Oder evtl. eine Moots-Titan-Stütze. Dann reden wir weiter!!Nein, montiere ich definitiv nicht. Ich habe überhaupt kein Problem mit hartem Rahmen (F10), hart gespeichten Laufrädern, normal gepumpten 23 mm Reifen (8 Bar), ungekröpfter Sattelstütze, (nicht superweichem) F139-Vorbau und einem eher steifen Alulenker rumzufahren.

Ich bin mir sicher, die allermeiste Federung kommt von meiner Sitzposition (relativ flach, moderat gestreckt) und meinetwegen den Reifen. Der Anteil, den eine ungefederte Sattelstütze an der Federung oder meinetwegen Dämpfung haben könnte, ist im Vergleich zu Sitzposition und eben Reifen minimal.

Wer aufrecht sitzt, für den wird das Rennrad immer eine Art unbequem bleiben.

Bezüglich "Komfortgewinn" durch Sattelstützen: Das dreifache von extrem wenig ist immer noch (sehr) wenig.

Koga-Miyata
20.06.2009, 19:28
100% Zustimmung. Aber irgendwas muß die Bikeindustrie ja jedes JAhr neu machen, weil sie sonst MUffe hat, nix mehr an die Jünger des "ich will immer das NEueste haben" zu verkaufen.:rolleyes:

Ist genau so ein Käse, wie die integrierten Sattelstützen, die in keinen Bikekoffer mehr reingehen oder die Gabeln mit abstrusen Steuersatzkonstruktionen ( z.Bsp. das Tarmac SL2) , bei denen einem jede Möglichkeit genommen wird, andere Modelle als die des Herstellers des Bikes zu fahren.

So Sachen braucht aus meiner SIcht wirklich kein Mensch!!

sowas nennen andere Hersteller dann System Integration :D Grade von diesem Hersteller, der die RR-Entwicklung seit 1999 komplett verschlafen hat, sieht man aber noch genug problemgeladene Boliden rumfahren.

Gut, das die dank beschissenem Service bei den meisten Händlern aus dem Programm geflogen sind. :rolleyes:

catweazl-nbg
20.06.2009, 19:36
Nein, montiere ich definitiv nicht. Ich habe überhaupt kein Problem mit hartem Rahmen (F10), hart gespeichten Laufrädern, normal gepumpten 23 mm Reifen (8 Bar), ungekröpfter Sattelstütze, (nicht superweichem) F139-Vorbau und einem eher steifen Alulenker rumzufahren.

Ich bin mir sicher, die allermeiste Federung kommt von meiner Sitzposition (relativ flach, moderat gestreckt) und meinetwegen den Reifen. Der Anteil, den eine ungefederte Sattelstütze an der Federung oder meinetwegen Dämpfung haben könnte, ist im Vergleich zu Sitzposition und eben Reifen minimal.

Wer aufrecht sitzt, für den wird das Rennrad immer eine Art unbequem bleiben.

Bezüglich "Komfortgewinn" durch Sattelstützen: Das dreifache von extrem wenig ist immer noch (sehr) wenig.

Welches Baujahr?

Klar ist die Sattelstütze nur ein Teil in dem Puzzle. Aber es ist definitv ein Teil.

Aber warum wehrst Du Dich gegen so ein kleines Experiment. Angst, daß liebgewonnene Ansichten über den HAufen geworfen werden ( müssen). ;)

Ich selber hab ja schon öfters hier geschrieben, daß mir das Fahrgefühl meines Tarmac SL2 nicht harmonisch genug war. Vorne bockelhart und hinten wie eine Sänfte. Hatte es mit einer Ritchey WCS-Stütze als Ersatz der Specialized-Stütze kompensieren wollen, aber der Rahmen selber ist schon recht komfortabel konstruiert. War dann im endeffekt nix für mich.

catweazl-nbg
20.06.2009, 19:37
sowas nennen andere Hersteller dann System Integration :D Grade von diesem Hersteller, der die RR-Entwicklung seit 1999 komplett verschlafen hat, sieht man aber noch genug problemgeladene Boliden rumfahren.

Gut, das die dank beschissenem Service bei den meisten Händlern aus dem Programm geflogen sind. :rolleyes:

a) welchen HErsteller meinst Du und
b) von welchen Problemen sprichst Du?

Patrice Clerc
20.06.2009, 20:59
Welches Baujahr?Der F10 ist von 2007, mit der dicken Stütze (31.8 mm), also ein ganz harter.


Klar ist die Sattelstütze nur ein Teil in dem Puzzle. Aber es ist definitv ein Teil.Der Federweg einer Stütze ist einfach unglaublich klein: im (niederen) einstelligen Milimeterbereich, falls überhaupt.


Angst, daß liebgewonnene Ansichten über den HAufen geworfen werden ( müssen). ;)Nein, das Wissen, dass zu dieser "Lösung" kein Problem existiert. Und wenn's ein Problem gäbe, dann wäre die Lösung nicht stark genug. Mal ehrlich: wenn mein Sattel zu hart "schlagen" würde, dann würde ich entweder einen gefederten Sattel, eine gefederte Sattelstütze oder etwas ähnliches anbauen. Aber nicht mit steifen Rohren experimentieren, die im einen Fall fast gar nicht "federn" und im anderen Fall den doppelten oder vielleicht auch dreifachen Wert davon. Das dreifache von "fast gar nicht" ist immer noch "fast gar nicht". :Angel:

westzind
20.06.2009, 21:18
ergon cr1.... wo ist dieser vielversprechende Ansatz geblieben.??

hate_your_enemy
20.06.2009, 21:37
a) welchen HErsteller meinst Du und
b) von welchen Problemen sprichst Du?

cannondale ???

streuner
20.06.2009, 22:08
ich denke viele kleine Teile ergeben ein grosses Gesamtbild. Eine dünne Sattelstütze gehört genauso dazu, wie breite Reifen oder Sitzstreben, die entsprechend gebaut sind. Natürlich ist die Sitzpositon ein weiteres Puzzleteil...
Ich würde mein Roubaix nie mehr eintauschen. Ausser vielleicht gegen ein neues Model, wenns dann mal wieder eins gibt.

Cubeteam
21.06.2009, 18:42
Der Federweg einer Stütze ist einfach unglaublich klein: im (niederen) einstelligen Milimeterbereich, falls überhaupt.


Vermutlich noch nie ne PMP Titan gehabt.
Die flext selbst in der 31,6er Version sichtlich, also definitiv 10mm, wenn nicht gar 15mm.

arrabbiata
21.06.2009, 18:46
Vermutlich noch nie ne PMP Titan gehabt.
Die flext selbst in der 31,6er Version sichtlich, also definitiv 10mm, wenn nicht gar 15mm.

1,5 cm? Das wäre mir aufgefallen...

Cubeteam
21.06.2009, 18:48
1,5 cm? Das wäre mir aufgefallen...

ich hab die in den Titan Rahmen eines TF Users eingebaut.
Man konnte das flexen beobachten, selbst wenn man selbst von hinten druck auf den Sattel ausübte.
Und das dürfte man bei 5mm noch nciht erkennen

Koga-Miyata
21.06.2009, 19:12
a) welchen HErsteller meinst Du und
b) von welchen Problemen sprichst Du?

Cannondale

Frag mal einen Händler wie toll der Service ist...:rolleyes:

Frag mal einen Kunden wie klasse sich Probleme mit Coda oder SI-Komponenten beheben lassen...:rolleyes:

catweazl-nbg
22.06.2009, 07:51
Okay, ich dachte, Dein Post bezieht sich auf Specialized.

Wobei ich bei Cannondale nur ein mal Erfahrungen machen konnte und da ging es um einen MTB-Carbon-Rahmen ( Raven 2). Der wurde anstandslos getauscht, nachdem sich eine Klebestelle gelöst hatte. Ist aber auch schon JAhre her.

settembrini
22.06.2009, 09:11
Vermutlich noch nie ne PMP Titan gehabt.
Die flext selbst in der 31,6er Version sichtlich, also definitiv 10mm, wenn nicht gar 15mm.

ja, meine isaac-stütze flext auch sichtbar. dass stützen, wie oben behauptet, nur vernachlässigenswert stark flexen können, stimmt so also nicht. es hängt von der art der stütze und auch vom stütz-auszug ab.

federungen, wie oben vorgeschlagen, sind keine alternative. das wird dann ja viel zu schwammig für ein rennrad. (und zu schwer auch)

die kunst ist es ja, ein vernünftiges verhältnis aus stabilität und dämpfung hinzubekommen. mit einer federung ist da nix gewonnen.

streuner
22.06.2009, 10:05
ISAAC Impulse zum Beispiel ist in den Komfortwerten nur unwesentlich hinter dem Specialized Roubaix. Und das ganz ohne abenteuerliche Zertz Einsätze. Trotzdem mag ich mein Roubaix und meine Freundin ihr Impulse.

HeinerFD
22.06.2009, 10:10
Leichte Alu-Stützen flexen am meisten. Je leichter desto flexiger. Bei Carbon: Pro Vibe oder Easton.

Quarkwade
22.06.2009, 10:30
Leichte Alu-Stützen flexen am meisten. Je leichter desto flexiger. Bei Carbon: Pro Vibe oder Easton.

Das ist aber wohl eine Mindermeinung.:ä

Das E-Modul von Titan ist höher als von Alu und laut Tests lassen sich auch aus Carbon ordentlich flexende Stützen bauen - Ich glaube die Rennrad-News hat einen entsprechenden Test veröffentlicht. (Die Axus-Stütze aus Carbon wurde gelobt)

Radfahrender
22.06.2009, 10:37
Okay, ich dachte, Dein Post bezieht sich auf Specialized.

Wobei ich bei Cannondale nur ein mal Erfahrungen machen konnte und da ging es um einen MTB-Carbon-Rahmen ( Raven 2). Der wurde anstandslos getauscht, nachdem sich eine Klebestelle gelöst hatte. Ist aber auch schon JAhre her.

Dito bei einer sich lösenden Aluhülse an meiner SI-Carbon-Kurbel. Anstandsloser Tausch und kostenloser Einbau.

Sorry für's OT.

Patrice Clerc
22.06.2009, 12:31
federungen, wie oben vorgeschlagen, sind keine alternative. das wird dann ja viel zu schwammig für ein rennrad.Wenn eine Sattelstütze den gleichen Federweg bietet, dann ist sie genau so schwammig; oder anders formuliert - die Kraftübertragung leidet genau so.


(und zu schwer auch)Natürlich, aber die wenigen 100 g wären ja nur in zweiter Linie ein Problem, wenn dafür ein nennenswertes Komfortproblem gelöst würde. Der Hauptgrund gegen Federstützen ist wohl (ausser, dass man sie bei sportartgerechter Sitzposition gar nicht benötigt) das Aussehen, das sie zu sehr von dem der Vorbilder unterscheidet.


die kunst ist es ja, ein vernünftiges verhältnis aus stabilität und dämpfung hinzubekommen. mit einer federung ist da nix gewonnen.Mit einer ungedämpften Stütze, die nennenswert Federweg bietet, ist bezüglich Dämpfung auch nichts gewonnen.

Und ich behaupte, eine Stütze, die nennenswert federt, ist bezüglich Kraftübertragung auch nicht gerade rennradgerecht.

Kleiner (oder grosser?) Rant:
Das Thema "Komfort" ist zur Zeit doch das gleiche Mode- oder Marketingthema wie vor wenigen Jahren noch STW. Die Industrie und vermutlich auch die Zeitschriften benötigen gelegentlich Themenwechsel um Produkte zu verkaufen.

catweazl-nbg
22.06.2009, 13:33
Wenn eine Sattelstütze den gleichen Federweg bietet, dann ist sie genau so schwammig; oder anders formuliert - die Kraftübertragung leidet genau so.

Mit einer ungedämpften Stütze, die nennenswert Federweg bietet, ist bezüglich Dämpfung auch nichts gewonnen.

Und ich behaupte, eine Stütze, die nennenswert federt, ist bezüglich Kraftübertragung auch nicht gerade rennradgerecht.

Kleiner (oder grosser?) Rant:
Das Thema "Komfort" ist zur Zeit doch das gleiche Mode- oder Marketingthema wie vor wenigen Jahren noch STW. Die Industrie und vermutlich auch die Zeitschriften benötigen gelegentlich Themenwechsel um Produkte zu verkaufen.

Ich denke, man sollte klar zwischen Dämpfung und Federung unterscheiden. Eine Dämpfung reduziert lediglich die Lastspitzen, die z.Bsp. bei Querfugen, Kanten, etc. auftreten. Daher haben starre Sattelstützen, egal wie gut deren Dämpfung ist, im Gegensatz zu gefederten Stützen keinen Kraftverlust zu verzeichnen.

Auch stellt sich die Frage, wie hoch der Ermüdungseffekt der Haltemuskulatur ist, wenn jede überfahrene Rille Schläge austeilt, die ungefiltern auf die Stützmuskulatur einwirken.

Im MTB-Bereich gab es mal ähnliche UNtersuchung zwischen Hardtails und Fullys, mit dem - für mich - durchaus überraschenden Ausgang, daß der Kraftverlust durchs Pedalieren eines Fullys geringer sei als die Arbeit, die die Stützmuskulatur bei einem Hardtail aufwenden muß. De facto ist das Fully auf den meisten Strekcen daher schneller, trotz höherem Gewicht.

100% Zustimmung, wobei dies aus meiner Sicht wenigstens eines von den Themen ist, welches durchaus mal Sinn macht. Nicht umsonst haben viele Profis in der Anfangszeit der Alu-Rahmen weiterhin an ihren Stahlrahmen festgehalten, weil ihnen die Cola-Büchsen halt zu unkomfortabel waren. Wenn ich mich an mein erstes Klein erinnere, da fliegen mir heute noch aus lauter Erinnerung die Blomben raus :D

Im Endeffekt muß ein jeder selber wissen, wie hart er es haben möchte. Was man aber m.E. nicht abstreiten kann, ist der spürbare Unterschied verschiedener Sattelstützen. Ich für mich kann diesen zumindest feststellen, genauso wie ich UNterschiede beim Fahrverhalten verschiedener Reifen spüren kann. :D

Patrice Clerc
22.06.2009, 14:19
Ich denke, man sollte klar zwischen Dämpfung und Federung unterscheiden. Eine Dämpfung reduziert lediglich die Lastspitzen, die z.Bsp. bei Querfugen, Kanten, etc. auftreten. Daher haben starre Sattelstützen, egal wie gut deren Dämpfung ist, im Gegensatz zu gefederten Stützen keinen Kraftverlust zu verzeichnen. Das war bei mir nicht gemeint. Wenn der Sattel sich bewegen kann und damit die Abstände zu Lenker und Tretlager ändern, dann ist damit ein Kraftverlust verbunden, weil diese Änderungen einfach störend sind.


Auch stellt sich die Frage, wie hoch der Ermüdungseffekt der Haltemuskulatur ist, wenn jede überfahrene Rille Schläge austeilt, die ungefiltern auf die Stützmuskulatur einwirken. Du kannst auch die Frage stellen, wie sehr die Muskulatur durch die oben genannten Distanzänderungen, die ja auch durch den Halteapparat ausgeglichen werden müssen, ermüden. Und eben auch, wie ineffizient die Tretbewegung durch die Änderungen wird.


Im MTB-Bereich gab es mal ähnliche UNtersuchung zwischen Hardtails und Fullys, mit dem - für mich - durchaus überraschenden Ausgang, daß der Kraftverlust durchs Pedalieren eines Fullys geringer sei als die Arbeit, die die Stützmuskulatur bei einem Hardtail aufwenden muß. De facto ist das Fully auf den meisten Strekcen daher schneller, trotz höherem Gewicht.Die Crosscountry-Racer würden dir in dieser Frage widersprechen; die fahren oft mit Hardtails.

Ich bleibe dabei: bei sportlicher Fahrerweise wird einerseits ein gefederter (und / oder gedämpfter) Sattel nicht benötigt, sondern er würde sogar stören. Fahr mal mit z. B. 400 oder 500 w und 120 U/min. Dabei ist ein beweglicher Sattel sehr störend.

Auf dem Tourenrad (oder dem als Tourenrad benutzen Rennrad) mit der relativ aufrechten Position und eher magerer Leistung und Tritttfrequenz mag man das anders sehen.

settembrini
22.06.2009, 21:39
Kleiner (oder grosser?) Rant:
Das Thema "Komfort" ist zur Zeit doch das gleiche Mode- oder Marketingthema wie vor wenigen Jahren noch STW. Die Industrie und vermutlich auch die Zeitschriften benötigen gelegentlich Themenwechsel um Produkte zu verkaufen.

stimmt schon. da ist mit sicherheit was dran! unterm strich ist das thema komfort vmtl. auch nur eine der altbekannten "marketingsäue", wie eben stw.
zugegebenermaßen.