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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reifen für unbefestigte Wege?



HeikoP
12.01.2004, 23:00
Hallo.

Hab mich im Frühjahr zu einer 3-Tagestour mit dem (fast)-Schwiegervater, Schwager.....überreden lassen.

Problem 1: Gepäck transportieren: halb so schlimm. Bin auch schon 500 km mit Rucksack gefahren.

Problem 2:, und das ist das eigentliche: Es geht auch mal über Wege, die evtl. nicht asphaltiert sind. Eben diese unasphaltierten, geschottertern Radwege, am Kanal entlang, oder mal nen Waldweg...
Ich wiege 88 kg, dazu noch eine dicke Lenkertasche, volle Satteltasche und noch min. 10 Kg im Rucksack. Und dann mit 23-er Reifen mit 8,5 bar über schlechte Wege?
Wären 25-er aufgrund der höhreren Tragfähigkeit und dem besseren komfort die bessere Wahl, oder tut sich da nicht viel.
Oder noch besser, passen 28-er reifen auch auf eine ja relativ schmale "Rigida Nova"-Felge, bzw. zwischen den Bremsen und Rahmen hindurch?

Gruss
Heiko

Schnellster
12.01.2004, 23:54
Hi

Original geschrieben von HeikoP
Hallo.
Oder noch besser, passen 28-er reifen auch auf eine ja relativ schmale "Rigida Nova"-Felge, bzw. zwischen den Bremsen und Rahmen hindurch?

Gruss
Heiko
Gut beründet ist es ja wenn Du jetzt noch verrätst um welchen
Rahmen es sich handelt...:rolleyes:

Ich, z. B. habe als "Winterreifen" einen 28 Top Touring (Conti?) auf
Mavic Open Pro. Bei meinem ca 10 Jahre alten Stahlrenner Pastor! ;) ;)
Bei meinem "neuen" Alu Renner meßtechnisch auch.

Mein Tipp:
Miß und peil mal nach. Wenn Du den Reifen kaufst, laß Dir trotzdem
einen Umtausch gegen 25er zusichern.:cool: :cool:

S.

HeikoP
13.01.2004, 00:33
ist ein Kinesis Canned Style Rahmen.
Laut rigida ist als Bereifung 18-25mm angegeben.
Hab jetzt noch mal nachgemessen. Die felgen haben 19,4mm aussenbreite. Genau wie die mavic. Und wenn da 28 drauf geht, sollte es bei den Rigidas auch gehn,oder?
An Bremse und Rahmen sind allerdings nur knapp 35 mm in der Breite. Ausserdem darf der Reifen nicht zu hoch sein, sonst schleift er mit der Lauffläche an der Bremse

Ich werd das einfach mal probieren.

Gruss
Heiko

Schnellster
13.01.2004, 00:49
Hi

Original geschrieben von HeikoP

Ich werd das einfach mal probieren.

Gruss
Heiko
Gute Idee!:D :D
Meine mavic sind breiter 20mm!!p :p
Wenn ich das Rad ausbauen will, muß ich die Luft rauslassen, sonst klemmt's an der Bremse.

S.

HeikoP
13.01.2004, 00:57
na dann kann ich ja jetzt beruhigt schlafen.
Mir wurd für die Tour nämlich schon so ein seltsames Gefährt namens "citybike mit nabenschaltung und Rücktritt" angeboten.
Nein Danke :D

Gute Nacht

hokmann
13.01.2004, 09:21
Ich hatte das gleiche Problem. In meinen Rahmen passte aber nichts ab 28mm. Zumal es m.E. sehr auf den jeweiligen Reifen ankommt. Ich hab dann einen 25er Schwalbe Marathon genommen. Der hat leichtes Profil und ist sehr pannensicher. Für Touren ein guter Kompromiss, wenn nichts breiteres passt. Allerdings weiß ich nicht, ob er noch im Programm ist, bei Schwalbe findet man ihn nicht mehr auf der Website. Bei 28ern gibt's ordentlich Auswahl.

SF_
13.01.2004, 20:36
Bei Untergrund mit relativ wenig scharfen Kanten (also z. B. runder Schotter, Erde, Wurzeln usw.) habe ich mit dem Axial Carbon sehr gute Erfahrungen gemacht. Auf Straße ist er sowieso gut (Slick).

Ein sehr guter Reifen für Gelände mit harter und scharfkantiger Oberfläche ist der Specialized Turbo Armadillo. Ich benutze die 23 mm breite Version mit 8,5 bar Druck. Mein Radhändler sagt immer scherzhaft, daß man diese Reifen gar nicht aufpumpen muß, weil sie so steif sind. Nach dem Montieren übrigens erst nur ein wenig aufpumpen, damit man kontrollieren kann, ob der Reifen richtig in der Felge liegt. Diese Reifen sind nämlich an den Seiten so hart, daß sie sich nicht einfach von selber optimal in das Felgenhorn legen (Abhilfe: einfach mit den Fingern richtig hindrücken). Wenn man also schlampig montiert und besinnungslos gleich 8,5 bar reinhauen will und der Mantel nicht richtig liegt, kann es sein, daß der Schlauch plötzlich irgendwo auf der Seite unter dem Mantel herausspringt. Wenn man ihn aber richtig reingelegt hat, hält er bombenfest. Nachteil des Reifens: kein Slick (Slick ist auf der Straße das pannensicherere Profil, weil Glasspitter besser abfallen, anstatt haften zu bleiben und sich dann mit der Zeit durchzuarbeiten).

Bei mir und meiner Frau hat sich im Schwarzwald die Kombination Axial Carbon vorne und Turbo Armadillo hinten gut bewährt.

Mit dem Marathon habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. 3 Platten in einem Jahr, allerdings nicht mit dem Rennrad, sondern 49 mm breit. Das ist nämlich ein Nachteil, denn die Wahrscheinlichkeit sich einen Platten einzufangen ist bei breiten Reifen größer (Voraussetzung: gleiche Bauart; bis zum jeweiligen breitenabhängigen Maximaldruck aufgepumpt).

Bei lockerem Sand als Untergund ist allerdings ein Reifen mit mehr als 23 mm Breite empfehlenswert.

HeikoP
13.01.2004, 20:44
Na, ganz so schlimm wie auf dem Bild wirds schon nicht werden.

Aber mal sehen, was der Händler in 28 oder notfalls 25 zu bieten hat. Bis dahin: Michelin Pro Race 23mm ;)

Gruss
Heiko

Windfänger
13.01.2004, 21:20
Preiswert ist der Vittoria Tecno Sport T.T, gibt's für 4,99 bei bicycles. Der 28-622 fällt eher schmal aus (bei mir 26mm).

HeikoP
13.01.2004, 22:58
WOW. Das ist ja mal ein Hammerpreis. 5(in worten: FÜNF) Euro für einen Rennradreifen. Da fragt man sich, wie die Mondpreise für Michelin, Conti... von 35 Euro und mehr zustande kommen.

Schwalbe Marathon, conti top touring etc. kosten immerhin noch min. 15 Euro/stück. Und ich brauch die ja quasi nur für eine Tour(4-500 km)

Die Frage ist nur, wie pannensicher der ist. Nützt mir nämlich nichts, wenn man bei jedem Steinchen, dörnchen oder Glasscherbchen den Schlauch wechseln, bzw. flicken muss ;)
Steht zwar "Kevlar" drauf, aber das muss ja noch lange nix heißen.

Gruss
Heiko

ChrisH
13.01.2004, 23:12
Katalog Schwalbe 2004:
Marathon in 28-622, 6-8 bar, 510 g
in 25 gibt es nur einen Billigreifen HS-180, 12,90 EUR, 440g, 24 EPI, 3,5-6 bar

Von Conti gibt es den TopTouring 2000 in 28-622, 5,5-6 bar, 490 g

Grüße
ChrisH

Windfänger
13.01.2004, 23:24
Ich fahr' die Reifen seit einigen Monaten (seit es das Angebot bei bicicyles/B.O.C. gab) und die Panne, die ich hatte, war ein Durchstich durch die Reifenflanke, also dort, wo bei so gut wie allen Modellen und vermutlich auch diesem der Pannenschutz aufhört.

Jetzt' Frag mich aber nicht, wie das passierte.

Warum die anderen Reifen so teuer sind? Weil's genug Leute gibt, die solche Preise mit Freude bezahlen, darum.

SF_
17.01.2004, 12:03
Genau die Qualität der Seitenwand ist der Unterschied zwischen einem einfachen Reifen und einem stabilen Reifen. Ich kenne zwar den von Dir empfohlenen Billigreifen nicht (und habe auch wenig Lust, diesen auszuprobieren), ich kenne allerdings z. B. die "Qualitäten" des Grand Prix. Solche einfachen Reifen mit empfindlicher Seitenwand können natürlich auch erheblich preiswerter hergestellt werden. Wenn man allerdings nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Lebensdauer berücksichtigt, sieht die Sache ganz anders aus. Für mich lohnt sich jedenfalls z. B. die Anschaffung eines Axial Carbon. Aber das kommt natürlich auch auf die Anwendung an. Es gibt ja auch Leute, die sind auch mit einem 200 Euro Fahrrad aus dem Baumarkt gut bedient. Andererseits gibt es hier im Forum auch Leute, die viel mehr kms als ich fahren und trotzdem mit dem Grand Prix gut zu Recht kommen - gut für die, ich gehe aber nach meinen Erfahrungen mit diesem Reifen davon aus, daß diese Radler - wenn überhaupt - nur sehr selten abseits asphaltierter Straßen fahren.