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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sitzprobleme



fabulous66
20.08.2009, 15:02
Hallo,
Es geht mal wieder um die heufige Frage nach dem richtigen Sattel. Ja ich weis es gibt da keine allgemeinen Entfehlungen und man muss einfach probieren aber:
Häufig werden in ähnlichen Threads nur Sättel entfohlen, welche gut gegen Taubheitsgefühle sein sollen (z.B. Sqlabs, Toupe). Dieses Problem habe ich allerdings überhaupt nicht. Bei mir tun nach ca. 30 km die Sitzknochen weh oder die Kontaktstelle zwischen Sattelkante und Oberschenkel (bin mir da nicht ganz sicher).
Desshalb meine Frage: Wer hatte mit ähnlichen Problemen zu kämpfen und mit welchem Sattel wurde er glücklich?

Zu mir: 1,75m / 80 kg / Sitzknochenabstand: 10cm (beim Specialized Händler gemessen). Sättel bisher: Selle SLR XC, Fizik Antares und im moment Toupe 130mm (ab 30 km wieder sehr unangenehm). Würde vielleicht der Arione mit diesem "Wing Flex" was bringen (Stichwort Beinfreiheit, bringt das was?) ?

Für Tipps wie ich weiter testen soll danke ich im Vorraus vielmals!

P.S.: In meiner ängeren Auswahl steht auch der Aliante, hört man ja auch viel gutes drüber...

Mike Stryder
20.08.2009, 15:59
in vielen fällen ist es besser, eher leichten druck auf den sitzknochen zu haben, als druck auf dem damm-bereich.

die sitzknochen dürften sich nach einer weile eigentlich etwas an die neue "belastung" gewöhnen.

wenn nicht, kann ein neuer sattel abhilfe schaffen.

hast du schon mal die hose gewechselt (eine hochwertigere kann da wunder helfen).

oder mit melkfett etc. gearbeitet ?


ich komme mit dem selle san marco regal ganz gut zurecht.

der sattel ist recht straff und durch seine breite sitzfläche verteilt sich der "druck" gleichmäßig.

gut finde ich auch den concor light. durch seine bananenform sitzt man recht stabil (manche neigen durch die streckung auf dem renner, mit dem becken nach vorne zu kippen. was den druck im damm erhöht). der concor steuert dem ganz gut entgegen.

catweazl-nbg
20.08.2009, 16:17
.... Bei mir tun nach ca. 30 km die Sitzknochen weh oder die Kontaktstelle zwischen Sattelkante und Oberschenkel (bin mir da nicht ganz sicher). ..

Ich kam auf einem Testbike ( Rennrad) mit dem Toupe auch nicht zurecht, weil der mir im Übergangsbereich, wo er schmaler wird, zu flach war und ich immer die Kante "im Weg" hatte. Wenn dies Dein Problem sein sollte, dann hilft der gute alte Selle Flite. Der ist seitlich deutlich stärker nach unten gezogen.

Kjeld
20.08.2009, 16:17
Hose mit gutem Sitzpolster ist immer zu empfehlen. Ich komme mit Nalini am besten klar, vor allem mit den älteren, die aussehen wie Wildleder.

Sitzknochen tun weh: Sattel sollte eine gewisse Federwirkung haben, weiche Polsterung bringt nichts - deshalb leichter Carbonsattel oder Kernledersattel (Brooks Team Pro o. ä.), die Sitzfläche sollte federnd zwischen möglichst weit voneinander entfernten Punkten aufgehängt sein

Kante / Oberschenkel - anatomische Form mit heruntergezogenen, schmalen Seiten, auch hier wieder Brooks oder Selle Italia (Flite u. ä.)

Ich fahre an zwei Rädern Brooks Team Pro, an meinem Schönwetterrad ein Leichtbaucarbondings von Selle Italia (SLX, SLC oder so ähnlich, lt. Aufschrift 125 g, tatsächlich 138). Sitzen sich ähnlich. Die genannten Probelme hatte ich früher mal mit einem Leichtbausattel von Specialized. Der federte nicht und hatte gerade Ränder.

Querlenker
20.08.2009, 18:08
ca 1 cm Oberhalb der Sitzknochen beginnen Nervenbahnen. Gerade wenn Du einen Sattel hast, der hinten nach rechts und links abfällt, also die Sitzfläche nicht eben ist, reiben diese Nerven am Sattel und das schmerzt. Ich habe das mit dem SQlab 611er auf die Reihe gekriegt. Durch die Stufe wird und die abfallende Kante wird bei mir auch der Übergang vom Oberschenkel zum Hintern nicht gequetscht. Hier mal ein Link dazu http://www.sitzknochen.de/shop_content.php?coID=13

fabulous66
20.08.2009, 18:40
Danke erst mal für die Tipps! (und das bei dieser Hitze :D )

Meine Radhosen sind vielleicht nicht von bester Qualität (kaufe bei großen Ketten wie XXL Bike Walcher oder Decathlon - kosten dann so 30-50€), dachte bisher das wird schon kein so riesen Unterschied machen...scheinbar doch. Allerdings fällt es mir schwer 150€ und mehr für eine Hose auszugeben...

Der Flite kommt mal in meine engere Auswahl genau wie der Sqlabs. Würdet ihr beim Flite den mit oder ohne gel entfehlen?

Weiterhin ein fröhliches Schwitzen :drinken2: :singingsu:singingsu

Kjeld
20.08.2009, 19:31
Gel halte ich für Käse. Quillt weg, wo hoher Druck ist, und drückt, wo sonst nichts drückt. Gut für Leute, die nur mal kurz zum Bäcker fahren und dabei ein wohliges Gefühl am Hinterteil wollen. Nix für Leute, die länger draufsitzen.

Ich würde erstmal kurz die Sättel der gesamten Verwandtschaft und Bekanntschaft durchtesten. Vielleicht ist ja einer dabei, auf dem Du gut sitzt. Ist billiger als drei bis acht Fehlkäufe. Die Sattelgeschichte ist doch sehr individuell.

Immer gut sitzt man auf Brooks. Aber damit hat man eben andere Nachteile - 550 g (Team Professional), färbt ab, wird ruiniert, wenn naß gefahren, blöde Sprüche von anderen Radlern.

Tourensepp
21.08.2009, 00:48
Hi,

ich habe auch die gel frage meinem händler gestellt, er meint das nach kurzer zeit(c.a. 30min) das gel sich in die regionen schiebt, wie z.b. damm und genitalbereich, wo wir es nicht gebrauchen können.

kleine gelschichten die die reibung des sitzknochens verringern seien von vorteil bei spitzen sitzknochen. ich hatte das problem mit den sitzknochen zwar nicht doch ich wurde umfassend beraten und hab jetzt einen besseren einblick was die ergonimie betrifft. Ich fahre einen sq-lab und bin sehr zufrieden.

vielleicht hilft dir das ja weiter.

grüsse

454rulez
21.08.2009, 10:37
ich würd def. mal den san marco concor probieren, ist auch rel. preiswert und für mich vom sitzgefühl (obwohl ich bis dato nur mit breiteren sätteln unterwegs war) exzellent, ich musste allerdings eine weile mit der neigung herumspielen