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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zugeinstellschraube am Schaltwerk: Position?



tigerchen
05.09.2009, 08:07
Hallöchen,

hab neulich das Schaltwerk einstellen LASSEN. Und schon wieder scheint mir, dass man dabei gepfuscht hat. Denn ich habe festgestellt, dass die Schraube (fast) ganz reingedreht worden ist. D.h., zum Nachstellen im Uhrzeigersinn habe ich gerade mal noch ein 1/10 Umdrehung.

Ist das richtig? - Ich denke - nicht. :(

Es wird doch langsam Zeit, dass ich mir einen Montageständer zulege und solche Arbeiten selber erledige.

P.S.: Kann hier jemand einen Link posten zu einer brauchbaren Einleitung, wie man das Schaltwerk einstellt?

Danke!

OCLV
05.09.2009, 08:09
Wenn die Zugspannung nicht zu hoch eingestellt worden ist ist das die beste Lösung die es gibt. Also kein Pfusch. Je weiter rein die Schraube ist, desto stabiler ist das ganze.

Wenn du die Zugspannung erhöhen willst drehst du ja gegen den U-Sinn. ;)

tigerchen
05.09.2009, 08:12
Je weiter rein die Schraube ist, desto stabiler ist das ganze.



Ist das wirklich wahr?:confused:

OCLV
05.09.2009, 08:21
Ja klar. Wenn du die Schraube weiter raus drehst, steht der Gewindeschaft weiter raus. Wwird zwar seitlich durch das Plastikstück gestützt bei Shimano und SRAM, aber halten muss es immer noch die Schraube selbst.

Je weiter du die Schraube rausdrehst um so länger ist der Hebel der auf die Schraube wirkt. Der Unterschied ist zwar geringt aber wenn man schon die Wahl hat, dann ist das die bessere Wahl. Zumal du dann auch mehr Umdrehungen hast um die Zugspannung zu erhöhen. ;)

Also kann von Pfusch keine Rede sein.

tigerchen
05.09.2009, 08:33
Also kann von Pfusch keine Rede sein.

OK, eingesehen! Vielen Dank!

bernhard67
05.09.2009, 09:22
Wenn man einen Schaltzug neu einbaut, klemmt man ihn so, daß die Zugspannungsschraube in beide Richtungen noch verstellt werden kann, wobei nach innen vielleicht zwei Umdrehungen genügen. Der Grund ist, daß man etwas Luft haben möchte um die Schaltung auf unterschiedliche Laufräder einstellen zu können. Aus den von OCLV genannten Gründen sollte man die Einstellschraube aber nicht zu weit rausdrehen, zumal sich ein Zug noch etwas längen aber niemals verkürzen wird.

Bei Dir war der Zug offensichtlich schon geklemmt. Einen bereits geklemmten Zug macht man nur auf, wenn es sein muß. Der Zug ist im Klemmbereich verbogen und platt gedrückt. Daher ist es ok, nur die Zugschraube zu verstellen, solange man damit auskommt.

Wie alt ist der Zug (gefahrene km)? Ich wechsle den Zug für das Schaltwerk immer nach ca. 5 tkm. Mir ist schon zweimal einer im STI-Hebel gerissen und die Reste rausfummeln ist kein Spaß. Da spendiere ich doch die 1,50 Euro für einen neuen Zug.

Wenn Dir die Sache nicht gefällt, laß einen neuen Zug montieren.

tigerchen
05.09.2009, 09:57
Bei Dir war der Zug offensichtlich schon geklemmt. Einen bereits geklemmten Zug macht man nur auf, wenn es sein muß.

...

Wie alt ist der Zug (gefahrene km)?

Folgendes ist passiert:
Ich habe auf meinem Zweitrad die Gruppe erneuert - von 105 2x9fach auf die schwarze 105 2x10fach.
Die Hinterradnabe ist die Chris King Classic. Mit 2x9fach funktionierte die Schaltung 2,5 Jahre lang (ca. 11000km) problemlos. Nun kam die 2x10fach. Der Händler, der die neue Gruppe montiert hat, hat bei der neuen Kassette den alten 1mm breiten Distanzring verwendet und den Abschlussring mit voller Gewalt schief reingehauen. Dies habe ich dann erst zuhause festgestellt. Dabei hat es mich sehr gewundert, warum ich bei der ersten Ausfahrt (= auf dem Weg vom Radgeschäft nach Hause mit erneuerter Gruppe) nie den größten Gang (das kleinsten Ritzel hinten) schalten konnte.
Gestern habe ich bei der Fa. whizz wheels angerufen, von der ich den Laufradsatz habe. Der Chef meinte, man brauche bei K. Ching für shimano 10fach einen Distanzring von 0,5 mm, z.B. diesen hier:
http://www.aspirevelotech.com/Merchant2/merchant.mvc?Screen=PROD&Product_Code=PHB554&Category_Code=CASS_SPAC

DEN werde ich in den nächsten Tagen bekommen.
Nun zur Schaltung: Der Zug wurde, wie ich vermute, nur ein Mal geklemmt und ist maximal "90 km alt". Ich habe jetzt hinten ein provisorisches Ersatzlaufrad, für das die Schaltung neu eingestellt worden war. Ich glaube (bzw. hoffe), bei der Neueinstellung wurde die Klemmschraube am Zug nicht aufgemacht. Ich schätze, mit zwei-drei Mal Klemmen wird der Zug wohl nicht verschlissen sein. Nun habe ich jetzt entdeckt, dass die Zugeinstellschraube fast komplett reingedreht worden ist. D.h., ich habe jetzt zum Einstellen nur die Möglichkeit, die Schraube rauszudrehen.

Ich habe nun beschlossen (wenn der Hinterrad den neuen Distanzring bekommt), mit der Einstellung des Schaltwerks selbst anzufangen und dafür mir richtig viel Zeit zu nehmen.