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widerporst
20.01.2004, 15:02
... verdammt, da hab ich mich wohl im Forum verkommen! Egal, hier ist Teil 2:


Die Zurückgebliebenen zucken nur mit den Schultern. Sportler erholen sich schnell wieder. Und Leiden ist ihr Alltag. "Bei 200 Meter beginnen die Schmerzen", beschrieb etwa Roland Baar, der erfolgreichste Achter-Schlagmann der Welt, ein Ruder-Rennen, das über 2000 Meter geht. Wenn die Alarmglocken schrillen, geht es erst richtig los. "Es ist, als würde man von ihnen verlangen, mit der nackten Hand auf eine Herdplatte zu fassen", sagte Ralf Holtmeyer einmal, der Vater der Achter-Erfolge in den achtziger und neunziger Jahren. "Es dauert nur länger", ergänzte Baar und lachte bitter. Sein Vorgänger auf der Schlagposition, der Lüneburger Bahne Rabe, wird von manchen als der beste Ruderer des vergangenen Jahrhunderts angesehen. Der psychisch Belastete nutzte seinen Sport als gesellschaftsfähige Möglichkeit, seinen eigenen Körper zu malträtieren. "Er war ein Tier", heißt es über ihn. Nach dem Ende seiner Karriere quälte er sich weiter. Rabe verletzte sich selbst mit brennenden Zigaretten. Er starb an Magersucht.

Wie fühlt man sich beim Dauerlauf in einem Saunaanzug? Wie, wenn man stundenlang hinter verriegelter Tür in der Sauna sitzt und keinen Tropfen Schweiß mehr produzieren kann? Wenn man vor lauter Durst nur noch an Sprudelflaschen denken kann, aber nichts trinken darf? Und vor lauter Hunger Visionen von Wurstbroten und Tortenstücken erleidet, an die man nicht denken darf, weil dann das Verlangen noch größer wird? Radrennfahrer trainieren wie Sklaven und gehen dann ohne Abendessen ins Bett, damit sie im Rennen weniger Kilos über die Berge schaffen müssen. Judoka, Ringer, Gewichtheber, Boxer setzen ihre Limits so niedrig an, daß sie vor jedem Wettkampf Gewicht machen müssen. "Abkochen", nennen sie das. Wer das auf unvernünftige Weise macht, kann nie mehr unbefangen essen. Und wer übertreibt, gerät in Lebensgefahr.

So kam der britische Federgewichtsweltmeister im Boxen, Paul Ingle, im Dezember 2000 45 Minuten zu spät zum Wiegen, weil er noch abkochen mußte. Im Kampf 24 Stunden später gegen einen Südafrikaner ging er schwer k.o. Die Ärzte benötigten zweieinhalb Stunden, um ein Blutgerinnsel aus seinem Gehirn zu entfernen. Sie sahen einen direkten Zusammenhang zwischen Ingles gewaltsamer Austrocknung und dem Kollaps im Ring. Er hatte Glück, daß nur Gedächtnislücken zurückblieben. Seitdem werden in England Boxer 30 Tage vor einem Kampf erstmals gewogen. Im Rest der Welt gibt es das nicht.

Zusätzlich zu Sauna und Dauerläufen nehmen Sportler zum Abkochen Entwässerungsmittel. Diese sind verboten, aber nicht tabu. Sportler schlucken Hormone, die ihre Persönlichkeit, ihre Geschlechtsmerkmale und ihre Lebenserwartung verändern. Sie mögen glauben, daß man mit pharmazeutischer Hilfe seine Leistung auch ohne die barbarischen Trainingsschmerzen ein Stück hinausschieben kann. Doch welch ein erbärmlicher Anblick: Ein Sechstagefahrer auf der Massagebank, schreiend vor Schmerzen, während ihm der Masseur mittels eines Katheters Fremdurin infiltriert, damit er nicht bei der Dopingkontrolle auffällt.

Es gibt Fußballhelden, die mit schweren Verletzungen ein Spiel beenden. Eiskunstläufer, die mit gesplittertem Knöchel ihre Kür zu Ende laufen. Handballspieler, die einfach einen gebrochenen Finger mit dem anderen zusammenbinden. Der Tennisprofi Goran Ivanisevic gewann Wimbledon mit einer Schulter, die hinterher nie mehr für ein Match taugte. Jockeys hungern und dürsten sich von Pferderennen zu Pferderennen, rauchen wie die Schlote, betäuben ihre leeren Mägen mit Alkohol und anderen Rauschmitteln und machen trotzdem weiter. Vor wenigen Tagen kündigte die englische Zeitung "The Independent" schon einmal an, daß man in diesem Jahr noch dem Jockey Willie Thorne zum Geburtstag gratulieren müsse. "Er wird endlich 50", hieß es da mit englischem Humor, "nachdem er bereits seit 20 Jahren so aussieht." Dazu paßt die Feststellung in einer Publikation des Deutschen Sportärztebundes, daß Mädchen mit Eßstörungen, wie sie im Turnen und in der Rhythmischen Sportgymnastik vorkommen können, in der Gefahr stünden, mit 30 Jahren ein Skelett zu haben, wie man es sonst nur von Siebzigjährigen kennt. Spätestens mit dieser Feststellung müßte die kritiklose Heldenverehrung im Leistungssport enden.

capricorn
20.01.2004, 17:47
Original geschrieben von widerporst
[B
Spätestens mit dieser Feststellung müßte die kritiklose Heldenverehrung im Leistungssport enden. [/B]

Zunächst einmal bin ich verwundert, dass bislang null Antworten auf diesen durchaus lesenswerten Thread gekommen sind.
Der Kernsatz ist für mich der letzte Satz.
Mit eben dieser "kritiklosen Heldenverehrung" habe auch ich meine Probleme.

Der FAZ-Beitrag scheint mir einigermaßen übertrieben. Die einzigen Male, wo ich mit eigenen Augen und aus der Nähe Radsportler nach dem Wettkampf gesehen habe, war bei den Mallorca-Rundfahrten, wo auch Zabel -wie so oft- als Zweiter oder Ditter durchs Ziel kam. Mein Eindruck war, dass die Profis schon sehr kurze Zeit nach dem Rennen wieder ganz gut drauf waren - ganz zu schweigen von der locker-gelösten, munteren Stimmung beim Start.

Mir hat in diesem Sommer das Gemetzel bei den Tour-Etappen-Zieleinläufen zu denken gegeben. Was hat das noch mit Sport zu tun? Hier werden schwerste Verletzungen billigend in Kauf genommen - ein einziger Schwachsinn hinter dem die kommerziellen Interessen der Veranstalter und Sponsoren stehen.

Eine andere Frage schließt sich an. Was habe ich persönlich mit diesen bedenklichen Ausuferungen zu tun? Ich fahre Rad, weil's mir Spaß macht und insofern ist Radsport für mich ideales Tun.
Als TV-Konsument trage ich natürlich dazu bei, dass die Einschaltquoten bei den Tour- und sonstigen Übertragungen entsprechend hoch sind.
Mein Kompromiss: bei schönem Wetter setz ich mich lieber selbst aufs Rad als vor die Glotze, auch bei Tour-Bergetappen. Und wenn mir das Gemetzele in diesem Jahr zu bunt wird, mach ich die Glotze überhaupt nicht mehr an.

Lanzelot
20.01.2004, 20:50
Wahnsinn!!!
Ich hab mir den Profisport ja wirklich hart vorgstellt, aber daß die Sportler ihren Körper so mißhandeln hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich bin entsetzt.
Anscheinend triftt der alte Spruch "Sport ist Mord" in manchen Fällen wirklich zu.

K,-
20.01.2004, 23:31
Der Satz ist Erfahrung und kein dummer Spruch.

kleinerJunge
20.01.2004, 23:47
Ich kenne selber so einen Fall eines Schwer kranken 16 jährigen Mädchens was körperlich wie 9 aussieht und sich derartig pervers verdrehen kann, dass es auf keine Kuhhaut mehr geht.
Und auch die Skispringer hungern sich in den Wahnsinn - ach ja, McEnroe gab vor kurzem zu Dopingmittel geschluckt zu haben wie sie, Zitat: "sonst nur Zuchtbullen gegeben wurden"...

UNd ich wundere mich, dass ich es einfach nicht zum Profi-Volleyballer schaffe..

Zeeroo
21.01.2004, 09:02
Mir fällt da spontan ein:

No pain, no gain. :eek:


(Sport und Turnen füllt Gräber und Urnen!)



..:: Zeeroo ::..

capricorn
21.01.2004, 09:41
Und mir fällt spontan noch ein

"Money makes the world go round."

- mit der selbstkritischen Überlegung, in wieweit ich als Verbraucher meinen winzigen Beitrag hierzu leiste.

pinguin
21.01.2004, 10:54
Original geschrieben von capricorn
Und mir fällt spontan noch ein

"Money makes the world go round."

- mit der selbstkritischen Überlegung, in wieweit ich als Verbraucher meinen winzigen Beitrag hierzu leiste.

Wie wahr, wie wahr... Gegen die Konsumgesteuerte Welt kannste im Prinzip nix machen. Ausser auf ein Eiland umsiedeln und im Selbstmitleid zerfließen. Hilft dem Rest der Welt auch nicht weiter.

Ich habe den Artikel klar auch gelesen. Konnte mich aber nicht durchringen, gleich was dazu zu schreiben. Ist halt schade, dass es in fast allen Sportarten, die Ruhm und Ehre versprechen (Hallenhalma und Rasenschach mal ausgenommen :rolleyes: ), nach kurzer Zeit nur noch um's Cash geht.

Skispringen? Vor ein paar Jahren noch hat sich auf gut deutsch keine Sau um diesen Randsport gekümmert. Und jetzt? Nur noch eine Konsumplattform... Bin mal gespannt, welcher Sport als nächstes gepusht wird...

pinguin

rennbert
21.01.2004, 11:28
Original geschrieben von pinguin


Bin mal gespannt, welcher Sport als nächstes gepusht wird...

pinguin
...Frauenfußball ... :o:o:o

messenger
21.01.2004, 13:32
Original geschrieben von capricorn
Und mir fällt spontan noch ein

"Money makes the world go round."

- mit der selbstkritischen Überlegung, in wieweit ich als Verbraucher meinen winzigen Beitrag hierzu leiste.

auch, aber nicht nur:

Es gibt ja auch viele Sportarten, in denen weder Geld, noch Ruhm und Ehre zu holen sind. Und da läufts ja auch nicht anders..:(

Gruß mess.

Esco
21.01.2004, 13:37
also ich habe den artikel auch eglesen, nachdem der capricorn geschrieben hat, dass er wohl sehr lesenswert ist, ich finde aber ehrlich gesagt keine neue erkentnis in diesem artikel, wer mit halbwegs offenen augen durch die welt geht, weiss das ja sowieso, wir verdrängen das nur immer wieder ;)
und wer dopt, der wird die legalen dinge ja auch schon bis anschlag ausgereizt haben.
was halt die frage ist: was macht dich mehr kaputt: rauchen, durchschnittlich trinken, unregelmässige ernährung, kein sport, stress oder das was ein profisportler abzieht?
das würde mich mal interessieren, dürfte aber letztendlich auch nicht geklärt werden ;)

Esco

Wilfried(HH)
21.01.2004, 13:43
Leisungssport ist ungesund. Das sollte eigentlich Allgemeingut sein. Der Grad der Gesundheitsschädlichkeit steigt m. E. mit der finanziellen Bedeutung einer Sportart.

Für mich ist der Zug aber ohnehin vor Jahrzehnten abgefahren. Und Gesundheitssport ist gesund (Ach!). Und Radfahren ist anerkanntermaßen eine sehr schonende Sportart (wenn man eben nicht auf Deubel komm raus auf Leistung fährt). Also liebe Leute: Überlegt Euch, ob wirklich jede Ausfahrt einen "Sieger" haben muß.

Ein völlig gesundes Leben kann allerdings auch furchtbar langweilig sein (Fragt der Patient: Herr Doktor, ich trinke nicht, ich rauche nicht, und ich habe keinen Sex. Kann ich hundert Jahre alt werden? Darauf der Arzt: Warum wollen Sie das?). Diese Abwägung muß also jeder selbst mit sich ausmachen.

Gruß, Wilfried

capricorn
21.01.2004, 14:18
Original geschrieben von Esco
was halt die frage ist: was macht dich mehr kaputt: rauchen, durchschnittlich trinken, unregelmässige ernährung, kein sport, stress oder das was ein profisportler abzieht?
das würde mich mal interessieren, dürfte aber letztendlich auch nicht geklärt werden ;)

Esco

Die Überlegung kam mir auch. War in jungen Jahren mal Finanzbeamter. Als ich mir die Frage stellte, ob ich das wirklich noch 30 Jahre machen wollte, sagte ich "Nein".
Wieviel Lebensqualität nehmen uns denn viele unserer mehr oder weniger stupiden, manchmal auch sehr stressigen Jobs?
Die Frage kann nur jeder für sich selbst prüfen.
Das Leben ist wirklich verdammt kurz und ob wir nochmal auf diese Erde kommen - nobody knows.

Insofern - alles relativ sehen. Niemand wird dazu gezwungen, als Radprofi sein Geld zu verdienen.

pinguin
21.01.2004, 14:28
Original geschrieben von capricorn


Die Überlegung kam mir auch. War in jungen Jahren mal Finanzbeamter. Als ich mir die Frage stellte, ob ich das wirklich noch 30 Jahre machen wollte, sagte ich "Nein".
Wieviel Lebensqualität nehmen uns denn viele unserer mehr oder weniger stupiden, manchmal auch sehr stressigen Jobs?
Die Frage kann nur jeder für sich selbst prüfen.
Das Leben ist wirklich verdammt kurz und ob wir nochmal auf diese Erde kommen - nobody knows.

Insofern - alles relativ sehen. Niemand wird dazu gezwungen, als Radprofi sein Geld zu verdienen.

Die Tage in der Presse: Nur 12% der Deutschen sind mit ihrem Job zufrieden... Über 70% machen Dienst nach Vorschrift... Ist jetzt zwar Off-Topic, passt aber so schön zu deinem Ausstieg aus der Finanzamtswelt. Wenn ich mir aktuell auch diese Frage stellen müßte, oh weh. Da bräuchte ich wohl erst einiges an Bedenkzeit.

Aber zurück zum Sport: Ohne Sport (auch mit einem überschaubaren Leistungsanspruch, aber ohne sich selbst zu schaden) wäre mein Leben nur halb so schön. Das zufriedene Gefühl nach dem Sport kann keine andere Tätigkeit bringen, ausser vielleicht... :p ;) ;)

ciao
p.

bicyclery
21.01.2004, 14:29
Ich habe heute in der Zeitung gelesen, ein Finanzbeamter!! ist 2 Tage am Schreibtsich gesessen und keiner seiner Kollegen hat gemerkt, dass er bereits seit 2 Tagen tot war!! Die haben gedacht, der sitzt so versunken da und brütet über einer schwierigen Steuererklärung!! Da siehst Du, es sterben mehr Leute an einer Steuererklärung als beim Radsport!! Steuererklärung ist Mord und nicht der Sport:D

bicyclery
21.01.2004, 14:31
und beim:p ;) ;) sind auch schon mehr Leute gestorben als beim Radsport:D

Lost Highway
21.01.2004, 15:25
Wirklich ein hammer Artikel... Sollte sich jeder zu Herzen nehmen der Ulle mal die paar Bonbons im Winter nicht gönnt. Aber warum sollte es im Sport anders sein als in der Gesellschaft... Höher, schneller, weiter, ohne Rücksicht auf Verluste. Traurig aber wahr.

PS: Kommt die dicke Lippe wirklich vom rumkauen?

JerryV
21.01.2004, 15:54
Mein Mitleid für die Profis hält sich in Grenzen.

Erstens hat sie niemand gezwungen Radrennen zu fahren, sie haben sich normalerweise aus freien Stücken dafür entschieden weil sie entweder Spaß an der Arbeit haben, oder über ein besonderes Talent verfügen. Genauso wie jeder Profi auch aufhören kann, wenn es ihm zuviel wird. Nach spätestens 15 Jahren, ist sowieso Schluss und die richtig guten haben dann für den Rest des Lebens ausgesorgt.
Wenn ich als parade Beispiel Jan nehme, der hat soviel Kohle auf dem Konto, der bräuchte in seinem Leben kein Rad mehr anfassen. Trotzdem fährt er weiter. Ich hab gestern erst wieder Tatort Frankreich gesehen, da sagt er, als er in Alpe d`Huez ankommt, das er es fantastisch findet, wie sich ein Mensch doch quälen kann.

Wenn ich dagegen in meiner Firma die Leute sehe, die z.B. Tag für Tag im 3 Schicht Betrieb in der Gisserei arbeiten; die sind mit 50 Jahren fertig.
2x im Jahr kommt eine Firmeninterne Zeitung raus in der u.a. die verstorbenen Kollegen aufgelistet werden. Kaum einer der Gewerblichen wird älter als 75 die meisten geben mit 70-72 den Löffel ab, und reich ist keiner geworden. Aber über die schreibt niemand einen Zeitungsbericht.

Jerry V.

Lost Highway
21.01.2004, 16:14
Original geschrieben von JerryV
Erstens hat sie niemand gezwungen Radrennen zu fahren
Nein, das hat niemand... Aber irgendwann bist Du an dem Punkt angekommen an dem Du merkst das das Talent nie reichen wird um in die Gehaltsklassen eines Ullrich oder Armstrong aufzusteigen. Und die Zeit um noch was gescheites zu lernen ist dann auch vorbei, also quälst Du Dich irgendwie weiter...



Nach spätestens 15 Jahren, ist sowieso Schluss und die richtig guten haben dann für den Rest des Lebens ausgesorgt.

Achja, und wieviel % sind die richtig guten??!! Der Rest macht nen Radladen auf, stirbt früh (sicher nicht mit deiner tollen giesserei vergleichbar!!), begeht selbstmord oder versumpft anderweitig...



Wenn ich dagegen in meiner Firma die Leute sehe, die z.B. Tag für Tag im 3 Schicht Betrieb in der Gisserei arbeiten; die sind mit 50 Jahren fertig.
2x im Jahr kommt eine Firmeninterne Zeitung raus in der u.a. die verstorbenen Kollegen aufgelistet werden. Kaum einer der Gewerblichen wird älter als 75 die meisten geben mit 70-72 den Löffel ab, und reich ist keiner geworden. Aber über die schreibt niemand einen Zeitungsbericht.

Tja, und wer hat die armen Leute gezwungen in der Giesserei zu arbeiten?? Ebenfalls niemand. Ausserdem haben die nen geregelten Arbeitstag und auch sonst viele Vorzüge des Lebens die ein Radprofi nicht hat.

bicyclery
21.01.2004, 16:15
stirbt ein normaler Mensch mit 70 Jahren spricht kein Mensch drüber, da ist es normal, stirbt ein Profi mit 70 wird gleich gemutmasst, der ist am Doping gestorben...

bicyclery
21.01.2004, 16:17
die haben in der Giesserei gearbeitet, weils zum Radprofi nicht gereicht hat. Die würden schon gerne mit Jan tauschen..vor allem mit dem Konto:D

Lost Highway
21.01.2004, 16:33
hä, was wollt ihr eigentlich? 70 ist gar kein schlechtes alter zum sterben...
Leider kenne ich den durchschnitt bei ehemaligen radprofis nicht, aber er liegt schätzungsweise erheblich darunter.

@bicylary
Klar, aber wir reden hier nicht von Ullrich, sondern vom durchschnitts-wasserträger... Was hat der schon für ne großartige medienaufmerksamkeit? Und das Gehalt ist sowieso indiskutabel.

bicyclery
21.01.2004, 16:44
mit dem Alter der Profis täuscht Du dich gewaltig. Da gibts viele mit 75 - 80 und darüber, die auch heute noch jeden Tag auf dem Rad sitzen. Und wenn ich die Arbeit mit der Giesserei vergleiche verdient auch der durchschnittliche _Wasserträger/Profi gar nicht so schlecht, heute so 3000 - 3500 EUR/Monat und da ist auch viel Freizeit/Training dabei wo es nicht so zur Sache geht. Und Du kommst rum und siehst auch die schönen Seiten. Trainingslager da, dort und viel Sonne und schöne Frauen.....

Lost Highway
21.01.2004, 16:54
Original geschrieben von bicyclery
mit dem Alter der Profis täuscht Du dich gewaltig. Da gibts viele mit 75 - 80 und darüber, die auch heute noch jeden Tag auf dem Rad sitzen. Und wenn ich die Arbeit mit der Giesserei vergleiche verdient auch der durchschnittliche _Wasserträger/Profi gar nicht so schlecht, heute so 3000 - 3500 EUR/Monat und da ist auch viel Freizeit/Training dabei wo es nicht so zur Sache geht. Und Du kommst rum und siehst auch die schönen Seiten. Trainingslager da, dort und viel Sonne und schöne Frauen.....

Tja, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber verlässliche Quellen hast Du auch nicht (Hat wohl keiner)
Auf die Sonne scheisst man irgendwann auch... Ich erinnere mich da an ein Zitat welches ungefähr so lautet: Wenn die Sonne runterbrennt wünschst Du Dir regen und wenn es schüttet gäbe es nicht schöneres als ein paar Sonnenstrahlen.
Von wem es ist kann ich bei bedarf nachschlagen...
Und das mit den schönen Frauen ist ja wohl auch nicht Dein ernst, oder? Wir sind hier nicht bei der Formel 1... Sondern bei den supersexy radfahrern.

Das es auch seine positiven Seiten hat Profi zu sein bestreite ich gar nicht, trotzdem ist es ein scheiss job und man sollte großen respekt vor den Jungs haben. Ich möchte es nicht sein.... (naja, natürlich möchte ich es sein, nur rational gesehen nicht :D)

bicyclery
21.01.2004, 17:00
oh ja meine Quellen sind sehr verläßlich, sowohl GS I als auch GS II

bicyclery
21.01.2004, 17:02
und das mit den Frauen stimmt schon auch, für jeden Topf einen Deckel....warst noch nicht bei TdF und so?? Da gibts legendäre Geschichten...:D