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tourist
11.12.2009, 13:23
http://www.factor001.com/

tut sich was in der Richtung, kommt vielleicht sogar eine Serienfertigung?
Gibts weitere Informationen über andere Entwicklungen, Anbieter, die über reine Studien hinausgehen?
Ist die Tour Redaktion an dem Thema dran?

Kjeld
11.12.2009, 13:51
Die Nummer mit den von STIs und Bremszügen betätigten Hydraulikhebeln am Oberlenker kennst Du?

Thomas
11.12.2009, 14:10
Wir sind bereits dran :-)

Gruß
Thomas

ritzelman
11.12.2009, 15:04
http://www.factor001.com/

tut sich was in der Richtung, kommt vielleicht sogar eine Serienfertigung?
Gibts weitere Informationen über andere Entwicklungen, Anbieter, die über reine Studien hinausgehen?
Ist die Tour Redaktion an dem Thema dran?

Den Bock könntest du aber gut in die Gallerie der hässlichsten Rennräder einstellen. Die Bremsschalthebel tragen viel zum "guten Aussehen" bei :schrik:

tourist
11.12.2009, 16:26
@Thomas, nichts anderes hatte ich doch erwartet,- schön, daß so aktiv mitgelesen wird, vielleicht wird ja das Rennrad technisch endlich mal wieder interessant, jenseits der UCI Normen und wieder 50g Gewichtsersparnis? Ist schon eine bestimmte Ausgabe anvisiert?

Kjeld
11.12.2009, 16:39
@Thomas, nichts anderes hatte ich doch erwartet,- schön, daß so aktiv mitgelesen wird, vielleicht wird ja das Rennrad technisch endlich mal wieder interessant, jenseits der UCI Normen und wieder 50g Gewichtsersparnis? Ist schon eine bestimmte Ausgabe anvisiert?

Hey, Du vergißt aber so bahnbrechende Neuerungen wie 10-fach, 11-fach, Compact, Dual-Pivot-Bremsen und diverse Carbonteile!

OCCP-Oliver
11.12.2009, 16:41
Könnte das das Ding sein das man gerüchteweise Shimano schon seit geraumer Zeit nachsagt.
Die Hebel sind jedenfalls abgeänderte 7900er D.A. STI.

tourist
11.12.2009, 16:57
falls ich es richtig verstanden habe, dann hat da Beru selbst gebastelt,- dann wärs auch nur Kleinstserie, aber bei dem Preis ja egal.
Schöner wärs da steckt tatsächlich Shimano dahinter, dann kommts wohl auch in richtigen Stückzahlen und die Konkurrenz sollte mitziehen.

Kjeld
11.12.2009, 17:06
Scheibenbremsen am Rennrad. Hm.

Den Herstellern käme es gelegen, denn auf einen Schlag wären all die schönen Rahmen, Gabeln, Naben und Systemlaufräder veraltet und wertlos, mit Neuem ließe sich richtig Geld verdienen.

Wenn der Kunde denn mitmacht.

Aber Rennradfahrer sind viel konservativer als MTB - Leute. Solche Umbrüche dauern in dem Bereich viel länger, und manchmal klappt es gar nicht. Siehe: Ahead (dauerte ewig im Vergleich zum MTB - Sektor), Federung (wird nie was).

tourist
11.12.2009, 17:23
zu den Fragen 1 und 2: ja ,- ja :D
klar Rennradbereich ist stock-strukturkonservativ,- die UCI verhindert interessante Weiterentwicklungen und in der Branche hat keiner den Mut, was Neues zu probieren,- allerdings wollens die Kunden ja auch nicht, nur wieviele von denen haben denn was mit der UCI zu tun?? Ein ganz grosser Trend ist ja nun auch Comfort auch beim Rennrad, in Ansätzen eben auch Federung,- der Querschnitt der RR Nutzer wird ja auch immer älter, und warum sollte man als Hobbyfahrer auf öffentlichen Straßen nicht von richtigen Bremsen profitieren sollen, zumal diese ja eigentlich verfügbar sind?

Roy Munson
11.12.2009, 17:25
zu den Fragen 1 und 2: ja ,- ja :D
klar Rennradbereich ist stock-strukturkonservativ,- die UCI verhindert interessante Weiterentwicklungen und in der Branche hat keiner den Mut, was Neues zu probieren,- allerdings wollens die Kunden ja auch nicht, nur wieviele von denen haben denn was mit der UCI zu tun?? Ein ganz grosser Trend ist ja nun auch Comfort auch beim Rennrad, in Ansätzen eben auch Federung,- der Querschnitt der RR Nutzer wird ja auch immer älter, und warum sollte man als Hobbyfahrer auf öffentlichen Straßen nicht von richtigen Bremsen profitieren sollen, zumal diese ja eigentlich verfügbar sind?

Was soll denn das Problem mit derzeitigen Bremsen sein? Meine Bremsen top!

Herr Sondermann
11.12.2009, 17:49
Was soll denn das Problem mit derzeitigen Bremsen sein? Meine Bremsen top!
Ich vermisse auch nichts. Gar nichts.

Sieht nicht schön aus, ist vermutlich schwerer und teurer.
Der einzige Vorteil wäre vielleicht, dass man keine Felgen mehr durchbremst.
Aber sonst?

Allenfalls für den Crosser im Dreck würde ich mir manchmal eine Scheibenbremse wünschen. Dann gerne auch eine hydraulische.

Aber am Straßenrad? Nö...

gez.
Konservativer Sack :D

OCCP-Oliver
11.12.2009, 18:05
Fürs reine Strassenrad fürchte ich auch das da kein wirklicher Markt vorhanden sein wird.

medias
11.12.2009, 18:11
zu den Fragen 1 und 2: ja ,- ja :D
klar Rennradbereich ist stock-strukturkonservativ,- die UCI verhindert interessante Weiterentwicklungen und in der Branche hat keiner den Mut, was Neues zu probieren,- allerdings wollens die Kunden ja auch nicht, nur wieviele von denen haben denn was mit der UCI zu tun?? Ein ganz grosser Trend ist ja nun auch Comfort auch beim Rennrad, in Ansätzen eben auch Federung,- der Querschnitt der RR Nutzer wird ja auch immer älter, und warum sollte man als Hobbyfahrer auf öffentlichen Straßen nicht von richtigen Bremsen profitieren sollen, zumal diese ja eigentlich verfügbar sind?

Für bequem habe ich zu Hause ein Sofa.
Was fährst du für Bremsen?

Bingarnichthier
11.12.2009, 19:02
Hydraulische Scheibenbremsen wären in Kombination mit Bremsschalthebeln eine sinnvolle Innovation.

Sicherheit wird in jedem Fall erhöht, daran gibt´s nix zu deuteln. Leichte Räder liessen sich damit auch bauen.

ABER: Carbonlaufräder wären in jeder Lebens- und Wetterlage voll bremsbar und TOUR wäre ein liebgewonnenes Feindbild los.

Wer oder was dann wohl unter Dauerbeschuss gerät...?:rolleyes:

tourist
11.12.2009, 19:06
Bremsen am Rennrad sind Ultegra mit koolstop Belägen, das ist für mich als Schönwetterrennradfahrer auch in Ordnung,-
in der Tat habe ich auch garnicht unbedingt einen reinen Straßenrenner im Sinn, sondern ein Zwitter schnelles Reiserad/ Crosser und da spricht m.E. schon einiges für Scheiben,- Witterungsunabhängigkeit, Dosierbarkeit und Bremsleistungen abseits von Asphalt.
Am Randonneur bremse ich mit HS 66, da sind die Unterschiede im Bremsverhalten je nach äusseren Umständen schon sehr deutlich.
Das neue Velotraum Speedster Disc 2010 Modell ginge z.B. in die Richtung.
@Thomas: vielleicht kann das in der Tour ja mal ausführlich getestet werden, evtl. im Vergleich zum klassischen Rennrad

Indexierung hat sich ja auch durchgesetzt, obwohl das angeblich auch niemand brauchte, der richtig schalten konnte

medias
11.12.2009, 19:06
Hydraulische Scheibenbremsen wären in Kombination mit Bremsschalthebeln eine sinnvolle Innovation.

Sicherheit wird in jedem Fall erhöht, daran gibt´s nix zu deuteln. Leichte Räder liessen sich damit auch bauen.

ABER: Carbonlaufräder wären in jeder Lebens- und Wetterlage voll bremsbar und TOUR wäre ein liebgewonnenes Feindbild los.

Wer oder was dann wohl unter Dauerbeschuss gerät...?:rolleyes:

Das Rad wird schwerer, also nichts mit leichte RR.
Was da unsicher sein soll ist mir schleierhaft.

Bergtier
11.12.2009, 19:08
6kg ist auch mit scheibe machbar. und komfort lieber medias wird überall schon genutzt egal ob hobby oder pro ;) und wer mal jahre mtb mit scheibe gefahren ist für den ist die rennradbremse ein rückschritt in die steinzeit..... geht mir so :D

medias
11.12.2009, 19:12
6kg ist auch mit scheibe machbar. und komfort lieber medias wird überall schon genutzt egal ob hobby oder pro ;) und wer mal jahre mtb mit scheibe gefahren ist für den ist die rennradbremse ein rückschritt in die steinzeit..... geht mir so :D

Zeig mir ein solches Rad.
Die Hobby Luschen fragen nach Komfort, sonst kein Mensch.
Vielleicht das Rennradfahren lernen wenn man mit der bisherigen Bremse nicht kann.

Bingarnichthier
11.12.2009, 19:14
Das Rad wird schwerer, also nichts mit leichte RR.
Was da unsicher sein soll ist mir schleierhaft.

Liest du TOUR nicht?

Carbonwheels a la LW und Konsorten sind lebensgefährlich weil absolut nicht bremsbar!!!

Zum Thema Gewicht: Ich schätze, sub 6 ist auch mit hydraulischen Scheibenbremsen möglich, evtl. weniger

Bingarnichthier
11.12.2009, 19:16
Die Hobby Luschen fragen nach Komfort, sonst kein Mensch.

Ah, also 100% der Kunden (Profis kaufen ja nicht). Als Hersteller würde ich jetzt schnell reagieren...

PKF
11.12.2009, 19:16
Wie siehts eigentlich mit den Verwindungskräften aus, wenn Scheibenbremsen zum Einsatz kommen. Ist das eventuell in Verbindung mit einer Carbongabel problematisch? Weiß da jemand was zu? Wäre mal interssant was dazu zu erfahren.

medias
11.12.2009, 19:17
Liest du TOUR nicht?

Carbonwheels a la LW und Konsorten sind lebensgefährlich weil absolut nicht bremsbar!!!

Zum Thema Gewicht: Ich schätze, sub 6 ist auch mit hydraulischen Scheibenbremsen möglich, evtl. weniger

Schätzte und Möglich bringt uns nicht weiter.
Das Ding wird schwerer oder extrem teuer bei euren 6 Kilo, da jammert ihr ja dann auch wieder.

tourist
11.12.2009, 19:19
@medias, mir geht es nur um Auswahlmöglichkeiten, die waren bisher eingeschränkt, daher finde ich diese neuen Entwicklungen spannend und würde es begrüßen wenn da noch mehr kommt,- ich will ja niemandem seinen Hightech Renner wegnehmen,- das soll doch eine individuelle Entscheidung bleiben.

medias
11.12.2009, 19:21
Ah, also 100% der Kunden (Profis kaufen ja nicht). Als Hersteller würde ich jetzt schnell reagieren...

Komfort bedeutet nicht Disc.

G.Fahr
11.12.2009, 19:27
Ein erster Schritt hin zum Rennrad der Zukunft mit echten Innovationen:

- hydraulische Scheibenbremsen
- Carbonlaufräder
- elektronische Schaltung, Ansteuerung wireless, integrierte Stromversorgungen
- Carbonrahmen

medias
11.12.2009, 19:29
Ein erster Schritt hin zum Rennrad der Zukunft mit echten Innovationen:

- hydraulische Scheibenbremsen
- Carbonlaufräder
- elektronische Schaltung, Ansteuerung wireless, integrierte Stromversorgungen
- Carbonrahmen

Wieso kaufst du dir nicht ein Mofa?

FCZ
11.12.2009, 19:33
ich wäre bei regen immer froh um eine bessere bremse. fahre das ganze jahr bei jedem wetter. darum wäre das occp disc was für mich :D:D:D

medias
11.12.2009, 19:37
ich wäre bei regen immer froh um eine bessere bremse. fahre das ganze jahr bei jedem wetter. darum wäre das occp disc was für mich :D:D:D

Ich fahre ja auch das ganze Jahr, auch Morgen, wenn es wahrascheinlich schneit.
Ja und, bremst.

FCZ
11.12.2009, 19:38
also bei mir nimmt die leistung doch stark ab :heulend::heulend::heulend:

G.Fahr
11.12.2009, 19:45
Wieso kaufst du dir nicht ein Mofa?

Ist mir zu schnell und ich bin zu schwer dafür.

medias
11.12.2009, 19:50
Wie schwer:D:Bluesbrot

G.Fahr
11.12.2009, 19:56
Wie schwer:D:Bluesbrot

Ich werde beim Tierarzt gewogen.

Aber ernsthaft: Die massentaugliche Verbreitung v.g. Entwicklungen ist ganz langfristig gesehen wohl nicht so unwahrscheinlich.

medias
11.12.2009, 19:59
Denkbar.
Ich bin dagegen, ein RR muss Simpel sein.

G.Fahr
11.12.2009, 20:05
Denkbar.
Ich bin dagegen, ein RR muss Simpel sein.

Ja. Aber gerade der Wegfall des Kabelsalats, fortschrittliche Akku-Technologie, präzise Stellmotortechnik usw. würde zu einer Optimierung sowohl hinsichtlich Wartung als auch Funktionalität beitragen.

Am Grundkonzept Rennrad sollte freilich nichts verändert werden. D.h. keine Komfortschleuder o.ä., wobei ein gezielter Einsatz von "Dämpfungselementen" vermutlich dennoch eine Option sein könnte (allerdings nicht im Sinne eines Hollandrades).

Ianus
11.12.2009, 20:06
Als Fahrer eines zum Rennrad modifizierten Disc-Crossers kann ich sagen, daß die Vorteile einer Scheibenbremse im Alltag aufgrund der dünnen Reifen nahezu verpuffen.

G.Fahr
11.12.2009, 20:11
Als Fahrer eines zum Rennrad modifizierten Disc-Crossers kann ich sagen, daß die Vorteile einer Scheibenbremse im Alltag aufgrund der dünnen Reifen nahezu verpuffen.

Bei trockenen Witterungsverhältnissen sicher; bei Regen dürfte eine doch spürbar bessere Bremsleistung vorhanden sein - und der Bremssiff entfiele. Allein das wäre für mich ein Argument.

medias
11.12.2009, 20:16
Man kann nur immer soviel bremsen wie die Reifen übertragen.

Ianus
11.12.2009, 20:17
Bei trockenen Witterungsverhältnissen sicher; bei Regen dürfte eine doch spürbar bessere Bremsleistung vorhanden sein - und der Bremssiff entfiele. Allein das wäre für mich ein Argument.

Die Dosierbarkeit ist sicherlich bei Nässe besser als bei herkömmlichen Felgenkneifern, die Reifen sind aber nach wie vor mit den zu übertragenden Bremskräften vollkommen überfordert.... die schmieren dir sofort weg.

G.Fahr
11.12.2009, 20:33
Die Dosierbarkeit ist sicherlich bei Nässe besser als bei herkömmlichen Felgenkneifern

Das meinte ich.


die Reifen sind aber nach wie vor mit den zu übertragenden Bremskräften vollkommen überfordert.... die schmieren dir sofort weg.


Man kann nur immer soviel bremsen wie die Reifen übertragen.

Ja, natürlich. Aber die m. E. mitgelieferten Vorteile (Sauberkeit, Wartungsfreundlichkeit, Ästhetik, Verschleißarmut der Felge, Bremsleistung unabhängig vom Felgenmaterial) wären in meinen Augen Argumente für eine Scheibenbremse. Die systembedingten "Nachteile" würden sie aufwiegen.

Ianus
11.12.2009, 20:36
Verschleißarmut der Felge, Bremsleitung unabhängig vom Felgenmaterial

Das sind neben der besseren Dosierbarkeit 2 der wesentlichen Gründe, warum ich sie habe.....

pinguin
11.12.2009, 20:52
Ich halte Hydraulik am RR für überflüssig. Ne ordentliche BB7 tut's auf Basis des klassischen Seilzugs genauso gut.

Die Bremsleistung meiner Ultegra-Hebel in Verbindung mit BB7 und 185er Scheibe ist an meinem Pseudo-Crosser über jeden Zweifel erhaben.

Im Strassenbetrieb sowieso. Da langen kleinere Scheiben völlig.

Ich baue über diesen Winter ein RR mit BB7 und DA-7700er Hebeln neu auf. Ich freue mich schon auf die diversen Vorteile.

Gewicht als Nachteil interessiert mich nicht, ich habe noch nie ein Fahrrad besessen, das leichter als 7 Kilo war, üblicherweise fahre ich Räder im Bereich von 8 bis 10 Kilo. Von daher ist das alles für mich mehr als nebensächlich.

dave_f
11.12.2009, 21:33
Am Mountainbike kommt man heute nicht mehr um Scheibenbremsen herum. Es ist einfach ein beruhigendes Gefühl, immer, überall, und bei jeden Wetter die Räder wohldosiert bis zum Stillstand bringen zu können. Dafür nimmt man gerne etwas mehrgewicht und evtl. Schleifen im Kauf.

Ich bin neulich öfter mit dem RR unterwegs, da bin ich mit den STIs und Bremsen bei gutem Wetter zufrieden, Soll ja vorwarts gehen.

Die meisten Kilometer fahre ich auf dem Weg zu und von der Arbeit. Bin dabei, ein dafür zugeschnittenes Rad aufzubauen, der möglichst flott mich dahin und wieder zurück bringen soll. Rahmen, Gabel, Schaltung, Naben, alles machbar. Zwei Aspekte kann ich nicht befriedigend lösen:

1) Aus meiner Sicht bester Kompromiss bei den Bremsen ist die alte HS77 (zumindest Bremshebeln). Mechanische Scheibenbremsen vereinen der Nachteil des Seilzugs mit der Empfindlichkeit der Scheibenbremsen. Ich will etwas. wo ich nur ab und zu die Beläge wechseln muss (auch bei Schnee und Salz). War aber richtig teuer.

2) Anscheinend gibt es keine Felgen, die sowohl für einen 35er Spikereifen als auch einen 23er RR Reifen optimal passen. Entweder RR felgen, oder 19er ATB/MTB.

Wenn ich sehe, wie viel Geld für eine alte HS77 hingeblättert wird, denke ich, dass es einen Bedarf für eine schleiffreie, wartungsarme Hydraulikbremse im STI kombiniert fürs Rennrad gibt.

Maxe_Muc3
11.12.2009, 21:46
Ja, natürlich. Aber die m. E. mitgelieferten Vorteile (Sauberkeit, Wartungsfreundlichkeit, Ästhetik, Verschleißarmut der Felge, Bremsleistung unabhängig vom Felgenmaterial) wären in meinen Augen Argumente für eine Scheibenbremse. Die systembedingten "Nachteile" würden sie aufwiegen.

Ich habe am MTB auch Disks und finde sie dort optimal, dennoch braucht man sie am Rennrad nicht, da die Bremsleistung jederzeit (auch bei Regen, bei Schnee begrenzt ohnehin der Grip des Reifens die Bremsleistung) ausreuchend ist.

Zu den genannten Vorteilen:

Sauberkeit: Verstehe ich nicht, warum ist eine Disk sauberer als eine Rennradbremse?
Wartungsfreundlichkeit: Meine Rennradbremsen brauchen keine Wartung, einmal ordentlich eingestellt, Zug geklemmt, hält jahrelang. Dagegen Disk: Regelmässiger Belagwechsel, Entlüften, Bremszange darf nicht höher als Ausgleichsbehälter liegen, wenn kein Laufrad montiert ist darf die bremse nicht gezogen werden.
Ästhetik: Ist Geschmacksache
Bremsen unabhängig vom Felgenmaterial: Könnte ein Argument sein, hatte noch nie Carbonfelgen
Was aber an Scheibenbremsen nervt, und am Rennrad nicht akzeptabel ist gegenüber beim MTB: Immer wieder Probleme mit Schleifen und das nicht abzustellende Quietschen.

Kjeld
11.12.2009, 22:25
Am Mountainbike kommt man heute nicht mehr um Scheibenbremsen herum. Es ist einfach ein beruhigendes Gefühl, immer, überall, und bei jeden Wetter die Räder wohldosiert bis zum Stillstand bringen zu können. Dafür nimmt man gerne etwas mehrgewicht und evtl. Schleifen im Kauf.


Blanker Unsinn. Am MTB geht nix über eine ordentliche Magura Felgenbremse. Und Felgen mit keramikbeschichteten Flanken verschleißen langsamer als gute Naben und Speichen. Meine D521 Ceramic jedenfalls hat schon eine XT FH-M737 überlebt, trotz regelmäßiger und guter Wartung. :Bluesbrot

G.Fahr
11.12.2009, 22:28
Ich habe am MTB auch Disks und finde sie dort optimal, dennoch braucht man sie am Rennrad nicht, da die Bremsleistung jederzeit (auch bei Regen, bei Schnee begrenzt ohnehin der Grip des Reifens die Bremsleistung) ausreuchend ist.


Die Trockenbremsleistung bei nahezu allen Witterungen wäre schon wünschenswert. Aber Bremsleistung allein ist m.M.n. nicht das Hauptargument. Standard-Felgenbremsen verzögern gewiss hinreichend gut.



Zu den genannten Vorteilen:

Sauberkeit: Verstehe ich nicht, warum ist eine Disk sauberer als eine Rennradbremse?


Der Bremsabrieb verteilt sich auf der gesamten Felge. Bei Regen ist der komplette Hinterbau verschmiert. Wer sein Rad oft transportiert (und dazu nur einmal im Jahr wäscht) weiß, wovon ich ich rede. Bei der Disc ist es ungleich weniger Dreck.



Wartungsfreundlichkeit: Meine Rennradbremsen brauchen keine Wartung, einmal ordentlich eingestellt, Zug geklemmt, hält jahrelang. Dagegen Disk: Regelmässiger Belagwechsel, Entlüften, Bremszange darf nicht höher als Ausgleichsbehälter liegen, wenn kein Laufrad montiert ist darf die bremse nicht gezogen werden.

Mein MTB-Bremse ist eine Sorglosbremse. Gibt sicher solche und solche und vielleicht kann man es nicht verallgemeinern. Belagwechsel ist z.B. Sekundensache. Sie verdrecken nicht so stark, weil nicht in unmittelbarer Reifennähe.



Ästhetik: Ist Geschmacksache


Natürlich. Aber ein nackter Rahmen und eine nackte Gabel ohne Bremszangen sorgen bei mir für Verzückung.



Bremsen unabhängig vom Felgenmaterial: Könnte ein Argument sein, hatte noch nie Carbonfelgen


Hinzu kommt, dass man dem Leichtbauwahn wenigstens etwas Sinnhaftigkeit verleihen könnte, indem man die Laufräder im Bereich des Felgenbettes im Querschnitt (Gewicht) optimiert. So ließe sich auch die höhere Masse der Bremssystems kompensieren bzw. dieses Gegenargument abschwächen.



Was aber an Scheibenbremsen nervt, und am Rennrad nicht akzeptabel ist gegenüber beim MTB: Immer wieder Probleme mit Schleifen und das nicht abzustellende Quietschen.

Beides fiele womöglich nicht so gravierend aus, wie beim MTB. Selbst mein labriges Aluriesenrennrad war im Lenkkopf- und Gabelbereich deutlich seitensteifer (erzwungenes Flattern) als mein Durchschnitts-MTB (Reba SL, Standard-Alurahmen).

dave_f
11.12.2009, 22:50
Blanker Unsinn. Am MTB geht nix über eine ordentliche Magura Felgenbremse. Und Felgen mit keramikbeschichteten Flanken verschleißen langsamer als gute Naben und Speichen. Meine D521 Ceramic jedenfalls hat schon eine XT FH-M737 überlebt, trotz regelmäßiger und guter Wartung. :Bluesbrot

Hängt davon ab, woran man Spaß beim fahren hat. Meiner Frau reicht eine V-brake dicke. Ich möchte am Gardasee streckenweise nicht mehr ohne Scheibenbremse, Helm mit Kinnbügel, und Protektoren fahren.

Ianus
12.12.2009, 07:50
Ich möchte am Gardasee streckenweise nicht mehr ohne Scheibenbremse, Helm mit Kinnbügel, und Protektoren fahren.

Sind die Trails am Gardasee mittlerweile fürs Motocross freigegeben?:confused::D

Ljus
12.12.2009, 08:17
Spinnen wir doch mal weiter.

Es wird irgenwann wieder eine hydraulische Scheibenbremse fürs RR geben, da bin ich mir sicher.
Es gibt Shimanos Di, es gibt Navi.
Dann wird es auch für unsere Sicherheitsenthusiasten, bald eine Kombination geben, automatisches Schaltung, ABS, Notbremsassistent und zum Schluß ein paar Viren die über das Navi/Tacho eingeschleußt werden, weil die Trainingsdaten online auf irgendeinen Server übertragen werden.

Hat Zukunft, denn Zweiradmechaniker wird es nicht mehr geben, er wird umbenannt in Mechatroniker für Zweirad.:wave:

Und irgendwann muß das Rad zum TÜV. :D

coc_crosser
12.12.2009, 08:36
Die Dosierbarkeit ist sicherlich bei Nässe besser als bei herkömmlichen Felgenkneifern, die Reifen sind aber nach wie vor mit den zu übertragenden Bremskräften vollkommen überfordert.... die schmieren dir sofort weg.

ich habe den direkten vergleich im keller stehen, bei hydraulik würde ich das gelten lassen, bei seilzug-scheibenbremse nicht.die hat ncht ganz soviel biss wie mit hydr. aber immernoch um klassen mehr bemskraft als felgenbremse bei nässe...

dave_f
12.12.2009, 10:58
Sind die Trails am Gardasee mittlerweile fürs Motocross freigegeben?:confused::D

Früher waren die Militärstraßen um den Gardasee in der Tat ein beliebtes Ziel der Endurofahrer. Heute sind viele mit Verbotsschilder versehen.

Wie auch für Radfahrer inzwischen der Monte Brione und (zumindest habe ich gelesen, bin es seitdem nicht mehr gefahren) der untere Teil der Sentiero 601.

Früher hatten die Motorräder auch seilzugbetätigten Trommelbremsen.

Ich bleibe dabei, eine STI mit Hydraulik wäre für manche Anwendungen die bessere Lösung.

St.John
12.12.2009, 12:37
Eigentlich ist es doch völlig egal, welches das vermeintlich bessere Bremssystem ist. Soll doch jeder mit der Bremse glücklich werden, die er mag. So wie die Diskussion zeigt, scheint es aber einen Bedarf für Rennräder und erst recht für Crosser mit Scheibenbremsen zu geben. Mich wundert schon lange, dass die Industrie diese Marktlücke nur so spärlich bedient. Bei den Crossern tut sich ja so langsam was, aber im Rennradbereich ist es immer noch die absolute Aussnahme. Ich glaube, wenn es irgendwann hydraulische Rennschaltbremsgriffe geben wird, werden die auch nach kurzer Zeit einen wahrnehmbaren Marktanteil erreichen.

Ianus
12.12.2009, 16:49
ich habe den direkten vergleich im keller stehen, bei hydraulik würde ich das gelten lassen, bei seilzug-scheibenbremse nicht.die hat ncht ganz soviel biss wie mit hydr. aber immernoch um klassen mehr bemskraft als felgenbremse bei nässe...

Gut, mag sein. Selbst wenn dem so ist, ist die Bremsleistung der Avid für ein Rennrad in meinen Augen immer noch 'too much'. Über die von Dir montierte Bengal kann ich nichts sagen, da kann es ja anders sein.

Meine Erfahrungen mit einer Hydraulikbremse war eine HS33 Quicksilver vor 10 Jahren. Wenn sie mal funktionierte war es eine tolle Bremse, das war aber seltenst der Fall. Unterm Strich eine einzige Katastrophe. Und wenn ich im Forumsbereich bei den MTBlern die Themen so überschlage, gilt die HS-Familie von Magura als absolute Sorglosbremse... bin daher gar nicht erpicht, die aktuelle Hydros auszuprobieren. Würde bei mir im Fiasko enden. Ich würde mir auch immer an ein neues MTB die Avid BB7 wieder montieren, dann eben mit den größeren Scheiben.

Isarrider
12.12.2009, 20:07
http://www.canyon.com/technologie/projekt68.html

tourist
12.12.2009, 20:45
Canyon: ist wohl eher eine Studie, denn ein Projekt, von einer Umsetzung in die Realität konnte ich noch nichts lesen

mpkraftwerk
14.12.2009, 16:54
Ob nun einzelne Ansätze mehr oder weniger Sinn machen sei dahingestellt. Aber dass sich hinsichtlich der Komponenten nichts tut ist doch frustrierend. Seit wievielen Jahrzehnten fahren wir denn schon mit Parallelogramm Schaltwerken und Seilzugbremsen. Natürlich: Campa legt einen 11. Gang drauf und Shimano macht das Schalten elektrisch. Was das soll sei dahingestellt, revolutionär ist anders.
Wenn ich mich bei den MTB Kollegen umschaue, die haben Rohloffnaben, und letztens habe ich auf dem Campus ein Rad mit Kardanwelle gesehen. Ich bin zwar kein Ingenieur, aber dass doch wohl mehr drinnen wäre als man uns von Shimano, Campa und Sram bietet ist offensichtlich.

Ljus
14.12.2009, 17:28
@mpkraftwerk:
Rohloff kannst du auch am RR haben, wie Riemenantrieb und noch anderes mehr.
Aber wieviele fahren damit und wo liegt die persönliche Gewichtung?
Bei den meisten ist es Gewichtsersparnis, Komfort/Steifigkeit.

rocco
14.12.2009, 19:04
Weis jemand was für einen Kolbendurchmesser und Hub so ein MTB Bremshebel für die Scheibe hat?

BerlinRR
24.06.2013, 20:15
selbst 105er Bremsen mit selbigen Bremsklötzern und einem Shimano RS10 Laufradsatz überfordern schon meine Trainingsreifen bei extrem geringer Handkraft...
könnte mir vorstellen, dass hydraulische Scheibenbremsen bei nassem Asphalt sogar ein Sicherheitsrisiko darstellen können, falls man im Radrennen doch mal in der Kurve Bremsen muss, wenn man gerade nicht absolut konzentriert ist
hochwertige MTB Scheibenbremsen beißen doch schon extrem heftig zu

tourist
24.06.2013, 22:37
Ein Bumerang, wie süß, nach vier Jahren :D

Matt_8
24.06.2013, 22:49
Warum denken Neulinge eigentlich immer, dass uralte Threads durch ihre Meinungsäußerung die entscheidende Wendung bekommen? :Bluesbrot