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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welches Rad ???



Steiger
11.02.2004, 18:54
Hallo,

nachdem ich in den letzten zwei Jahren wieder häufiger zum Radfahren gekommen bin (tja, die Kids werden größer ) komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass mein alter Drahtesel (noch Staiger !)langsam durch etwas neues ersetzt werden muss.

Allerdings ist die Suche gar nicht so einfach, wenn man sich ein paar Jährchen nicht um technische Feinheiten gekümmert hat.

Nach einem ersten Info-Check kam ich zu dem Entschluss, zwischen 1000-1500, wenn's sein muss auch ein bisschen mehr auszugeben.

Inzwischen schwanke ich zwischen einem Corratec Race Tec (Hydro bzw. Pro), einem Felt F70 bzw. F6o und einem Cube Streamer bzw. Agree.

Leider lobt natürlich jeder Händler seine bikes und verteufelt die Konkurrenz, so dass ich nun ziemlich unsicher bin, was ich nehmen soll.

Für ein paar Tipps und Statements wäre ich EUCH wirklich dankbar.
Vielleicht fügt Ihr auch noch an, worauf man als "Wiedereinsteiger" mit ca. 5.000km/Jahr sonst noch achten sollte. Wie gesagt, mein alter Renner ist wirklich von vorgestern.;)

Herzlichen Dank
und viele Grüße
Steiger

Corynebacterium
11.02.2004, 18:56
Sind die 1.000 bis 1.500,- Limit für den Rahmen oder für das komplette Rad?

C.

Steiger
11.02.2004, 23:00
Hallo C.

eigentlich hatte ich gehofft mit 1.500,- Euro für das komplette
Rad hinzukommen.
Ich denke, das müsste doch für ein brauchbares Rad, mit dem man schöne, schnelle Touren fahren kann, ausreichen ?
Grüße
Steiger

stephse
12.02.2004, 00:05
Nicht enttäuscht sein, wenn hier nur sehr träge auf Dein Problem eingegangen wird, aber dieses Thema taucht (in leicht abgewandelter Form) in regelmäßigen Abständen immer wieder auf! Nutze doch einfach (sofern noch nicht geschehen) die Suchfunktion!
Wichtig ist, ob Du in der Lage bist, kleinere Wartungsarbeiten etc. selbst durchzuführen. Sollte das der Fall sein, empfehle ich einen Kauf über's Internet, denn dort bekommst Du für unter 1000 Euro gut ausgestattete und auch für ambitionierte Radler qualitativ ausreichende Räder. So gibt es zum Beispiel bei www.bike-discount.de Räder der Marke RADON mit kompletter Shimano 105-Gruppe für 799 Euro, mit Shimano Ultegra-Gruppe ab 899 Euro. Ich selbst habe mit solch' einem Rad bislang sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch andere Anbieter haben Brauchbares (wie gesagt, Suchfunktion nutzen).
Ein weiterer wichtiger Punkt ist Dein aktuelles Gewicht. Solltest Du zu der Gruppe der schweren Fahrer gehören, scheidet Leichtbau aus. In diesem Fall lieber einen stabilen Rahmen nehmen. Beim Rahmen würde ich ferner auf eine entspannte Sitzposition achten, da Du ja Wiedereinsteiger bist und demnach eine "Jan-Ullrich-Zeitfahrposition" völlig Fehl am Platze wäre...

1.000 bis 1.500 Euro reichen auf alle Fälle (auch bei einem "normalen" Händler) aus, um ein brauchbares Rad zu kaufen, mit dem Du über Jahre Spaß haben kannst! Mehr würde ich an Deiner Stelle auch nicht investieren.

Bei der Radwahl würde ich auf einen soliden Rahmen mit einer möglichst hochwertigen Gruppe achten.

Zu Deiner Vorauswahl: Könnte ich aus diesen Räder wählen, würde ich das Cube Agree nehmen.

Steiger
12.02.2004, 19:32
Danke für die Tipps Stehse,

du hast mir schon um einiges weitergeholfen.
Da ich schon einige Wartungsarbeiten selbst ausführen kann
(bei meinem alten Rad habe ich das Meiste selbst gemacht)
ist wohl auch der Kauf über das Internet eine gute Idee.
Allerdings werde ich wohl voher einige Räder probesitzen bzw. probefahren müssen, weil ich inzwischen festgestellt habe, dass die Rahmengrößen je nach Hersteller sehr unterschiedlich ausfallen.
Das Gewicht ist in meinem Falle mit 68kg bei 1,80m Größe kein Problem. Eine besondere Leichtbauweise, denke ich, ist für mich auch nicht unbedingt nötig, obwohl ich sehr viel auf Bergstrecken unterwegs bin. Bergauf zu fahren macht mir übrigens auch fast am meisten Spass. Wichtig ist mir vor allen Dingen, dass die Schaltung sehr leicht und präzise arbeitet, auch wenn man mal am Berg zurück schalten muss. Außerdem sollte der Rahmen natürlich auch sehr steif sein, weil es auch mal über nicht immer perfekt asphaltierte Straßen mit Highspeed bergab geht.
Ansonsten will ich einfach ein schönes Rad, das dem Stand der Technik entspricht und mit dem man eben Spass auf schönen Touren haben kann.
Zeitrekorde werde ich sicherlich nicht mehr brechen.
Herzlichen Dank nochmals.
Grüße
Bertram

Jewgenie
12.02.2004, 19:53
ich hab mein Erstes letzens bei Canyon gekauft.
bin voll zufrieden. Die errechnen aus deinen Maßen die richtige Rahmengröße und so weiter. Wie gesagt, gib unter Suche Canyon ein, und du findest genug.

www.canyon.de (http://www.canyon.de)

Steiger
12.02.2004, 20:11
Super Vorschlag !!!
und tolle Seite :)

Ich glaube, die richtige Rahmengröße ist unbedingt wichtig,
zumal sich mit meinem alten Rad ab ca. 120km langsam Rücken-
schmerzen (Lendenwirbel) bei mir einstellen.
Die letzten 40 Kilometer werden dann zur Qual.

Thanks @
Jewgenie

Grüße
Bertram

br4bus
12.02.2004, 20:14
Bei H&S kannste aber meines Wissens nach auch ein paar Sonderwünsche zur Größe äußern!!

surfer
12.02.2004, 20:21
Original geschrieben von Steiger
...eigentlich hatte ich gehofft mit 1.500,- Euro für das komplette
Rad hinzukommen.


schaue doch mal hier nach:
http://www.stevensbikes.de/index.php

Die Stevens Bikes schneiden auch in der "Tour" gut ab, habe mir vor kurzem ein ASPIN (mit Ultegra) zugelegt.

stephse
12.02.2004, 21:41
Muss zugeben, dass die neuen Canyon-Modelle sehr edel wirken und auch vom Preis-Leistungs-Verhältnis zu empfehlen sind. Der Service soll ja auch top sein. Auch Stevens-Räder gefallen mir gut, solltest also was Brauchbares finden! Bei 68 kg und ständigen Bergfahrten würde ich mir allerdings schon ein leichtes Rad aussuchen - macht einfach mehr Spaß! ;)

Steiger
13.02.2004, 18:16
Hallo,

danke für eine Antworten ! :) Nun habe ich doch ein breiteres Spektrum bekommen.
Ich denke, das Aspin läge genau in meiner Preisklasse und ist ein sehr schönes Rad. Zum Glück ist ein Händler ganz in meiner Nähe.

Die Canyons finde ich auch sehr schön, allerdings tendiere ich weg vom sogen. "Slooping-Rahmen". Irgendwie kann ich mich halt mit den abfallenden Oberrohren nicht recht anfreunden.
Canyon hat aber zum Glück ja auch noch die KLassische Linie im Programm.

@ Stephse: Danke für den Gewichtshinweis ! Ich wohne auf der Schwäbischen Alb, d.h. jede Tour, ob Bodensee, Schwarzwald oder über die Alb ist mit reichlichen Steigungen verbunden.
Was würdest du raten: reichen runde 8,5 kg oder sollte ich noch weiter nach unten gehen ???
Vielleicht sollte ich noch darauf hinweisen, dass ich sehr gerne Berge fahre. Jedoch gehen die Steigungen manchmal ganz schön in die Beine und man merkt natürlich jedes Kilo. Bei meinem alten Renner habe ich deshalb oft nur eine Trinkflasche mitgenommen und mich dann unterwegs mal aufgetankt.

Grüße
Bertram

stephse
13.02.2004, 20:19
@Steiger:
Bei 68 kg könntest Du in der Tat ein RICHTIG leichtes Rad so um die 7 kg fahren, das sollte bei Deinem Gewicht keine Probleme geben! Ist aber letztlich auch eine Frage des Geldes. Der Preisunterschied zwischen einem 8,5- und 7 kg-Rad kann locker mehrere 1000 Euro betragen. Musst halt wissen, ob es Dir das wert ist...;)

Ich rate Dir dennoch aus nachfolgenden Gründen zu einem 8,5 kg Rad:
1. preiswerter
2. geringere "Flatterneigung" bei Passabfahrten
3. haltbarer

Ein Gewicht von ca. 8,5 kg ist meines Erachtens völlig ausreichend, die meisten Tour de France-Profis fahren auch keine wesentlich leichteren Räder.
Dennoch dürfte das Rad weniger wiegen als Dein altes, was sich sofort bemerkbar macht.

Bedenke noch, dass die Katalog-Gewichtsangaben ohne Pedale und ohne sonstige Anbauteile (Flaschenhalter, Tacho etc.) zustande kommen.

Steiger
15.02.2004, 13:26
Original geschrieben von stephse
@Steiger:
Bei 68 kg könntest Du in der Tat ein RICHTIG leichtes Rad so um die 7 kg fahren, das sollte bei Deinem Gewicht keine Probleme geben! Ist aber letztlich auch eine Frage des Geldes. Der Preisunterschied zwischen einem 8,5- und 7 kg-Rad kann locker mehrere 1000 Euro betragen. Musst halt wissen, ob es Dir das wert ist...;)

Ich rate Dir dennoch aus nachfolgenden Gründen zu einem 8,5 kg Rad:
1. preiswerter
2. geringere "Flatterneigung" bei Passabfahrten
3. haltbarer

Ein Gewicht von ca. 8,5 kg ist meines Erachtens völlig ausreichend, die meisten Tour de France-Profis fahren auch keine wesentlich leichteren Räder.
Dennoch dürfte das Rad weniger wiegen als Dein altes, was sich sofort bemerkbar macht.



Hallo,

ja, 8,5 kg war auch ein Gewicht, das ich anpeile.
Zum einen bleiben 8,5 kg noch bezahlbar und zum anderen sind da ja auch die Vorteile, die du aufführst.
Das sind dann immerhin 2 kg weniger als bei meinem alten Rad und ich denke, dass das einiges ausmacht.
Die Frage wird noch sein, ob ich das Rad mit einer 2-fach oder einer 3-fach Kurbelgarnitur kaufe.
Ich weiß, das sind Kleinigkeiten, an denen sich aber die Meinungen spalten. Ein Kollege von mir ist der Meinung: "Bevor ich mit einer 3-er Garnitur fahre, steige ich um auf's Mountainbike !"
Was würdest du/ihr mir raten ?

Grüße
Bertram

br4bus
15.02.2004, 13:49
Da hat deine Kollege recht. 3fach ist totale Fummelei!

HOP
15.02.2004, 14:22
HALLO,

KANN DIE INFO VOM KOLLEGEN "CANYON" NUR VOLL UNTERSTÜTZEN. DIE RÄDER SIND EINFACH TOP.
HABE MIR LETZTES JAHR EBENFALLS EIN CANYON-RAD GEKAUFT.
PREIS UND QUALITAT SIND EINFACH SUPER.
BIN VOLL UND GANZ ZUFRIEDEN.
KANNST JA MAL BEIM CANYON-TEAM NACHFRAGEN OB DIE NOCH RÄDER VON 2003 HABEN. SIND ERHEBLICH BILLIGER.
ZWEITE ALTERNATIVE:
EIN GEBRAUCHTES RAD AUS DEM INTERNET UND ENDE 2004 RICHTIGE ZUSCHLAGEN BEI CANYON.
PREISREDZUIERUNGEN VON 20-28% (DAS LOHNT SICH RICHTIG)

ALLES GUTE UND GUTE FAHRT
MARCO
:) :D

stephse
16.02.2004, 17:16
Dreifach fahre ich auch - aber eben nur am MTB!;)
Am Rennrad halte ich es für problematisch.
Erstens kann man das gesamte Spektrum der theoretisch verfügbaren Gänge nicht nutzen, zweitens wiegt das Rad dann etwas mehr und drittens hört man immer wieder von Problemen der Dreifach-Fahrer (Schleifen, Knacken etc.).
Außerdem bin ich immer, auch damals als Anfänger, die Alpenpässe mit 39-27 (wobei der 27-er nur als "Rettungsring" genutzt wurde) hochgefahren.
Ich würde es mir nicht kaufen, ist aber an sich keine schlechte Sache.

Steiger
17.02.2004, 14:10
Hi,

danke für den Canyon-Tipp und auch für die Statements zur Kurbelgarnitur.
Ich bin bisher am Rennrad immer eine 2-er Garnitur gefahren und es hat immer gereicht. Denke also, dass ich bei einer 2-er Kurbel bleiben werde.
Heute habe ich übrigens einen Prospekt von Canyon per Post bekommen. Das sind ja richtig gute und schöne Räder !
Ich denke, dass ich mal kurz nach Koblenz hochfahren werde, um die Räder einmal genauer anzuschauen.
Was mir eigenartig vorkommt, ist der im Prospekt abgebildete Racer, der nach meinem Geschmack auf einem Rad mit einem zu kleinen Rahmen sitzt. Aber die Canyon-Jungs sind ja die Profis und mein Geschack kann ja falsch liegen.
Auf jeden Fall werde ich ein Rad, vor ich es kaufe, zuerst probefahren/probesitzen. Man soll es ja einige tausend Kilometer lang bequem haben.
Danke nochmals für eure Beiträge.
Ich freue mich über jeden Tipp.
Grüße
Bertram