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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hoher Luftdruck = sinnlos, weil mehr Kraftaufwand?



willerw
12.02.2010, 18:09
Hab heute Mittag einen neuen Laufradsatz abgeholt und musste mit der U-Bahn und den Laufrädern in der Hand nach Hause. Mir gegenüber sass ein netter älterer Herr und fing irgendwann an mit dem Daumen auf den Reifen zu drücken. Er meinte ob ich damit fahren will oder jemanden erschlagen will?

Wir kamen ins Gespräch und er zitierte irgendwann aus einer deutschen "Radfahrzeitung", wonach ein so stark "überpumpter" Reifen die Unebenheiten nicht mehr "glatt fährt" sondern "über fahrt" und dadurch mehr Kraft kostet als ein Reifen der nicht maximal aufgepumpt ist. Es entsteht also kein Vorteil und es wäre daher sinnlos mit diesem Überdruck auf der Strasse zu rollen. Auf Nachfrage welche Zeitschrift er meinte, soll es die TOUR gewesen sein.

Der Luftdruck in den Reifen beträgt knappe 9,5 bar. Ich habe den nicht aufgepumpt sondern der Händler. Selbst fahre ich auch Reifen mit 11 bar und halte das für in Ordnung. Jedenfalls auf dem Hinterrad. Ich wiege 89 kg und finde alles über 9 bar normal und habe damit auch keine Probleme, mehr Platten oder so. Entsprechend suche ich mir auch meine Reifen aus.

Kennt jemand den TOUR Artikel und kann was zur Sinnlosigkeit von "Betonreifen" sagen? Im Moment halte ich das nämlich für einen Scherz, allerdings, wenn ich mir jetzt vorstelle wie ich 100000 Kieselsteine quasi hoch fahre, dann nicht mehr. Obwohl, wer hoch fährt der muss auch wieder runter. :D

medias
12.02.2010, 18:13
Eine alte Erfahrung.
Die meisten fahren mit zu hohem Druck, 9 sollte auch in deiner Gewichtsklasse genügen.

Joey
12.02.2010, 18:23
Zu hoher Druck kann schon langsamer machen. Das liegt aber nicht am Rollwiderstand oder irgendwelchen esoterischen Überfahrungen. Die Walkarbeit ist bei höherem Druck immer niedriger.

Kontraproduktiv ist nur die schlechtere Dämpfung. Stärkere Vibrationen, Schläge etc. ermüden, und das kann die Vorteile durch das leichtere Rollen überwiegen.

victim of fate
12.02.2010, 18:24
Wenn der Untergrund richtig eben ist geht so ein hoher Luftdruck i.O. ansonsten ist das, was er dir da erzählt hat ja in der Tat weder was sonderlich Neues noch schwer nach zu vollziehen.

frenchmen
12.02.2010, 18:25
ich wiege 92 kg und fahre etwa 8 bar vorne und hinten , bei 8 bar bin ich der Meinung sind die schon hart aufgepumpt und habe keinerlei Problemen damit , ich bin der Meinung man hat wenn die reifen nicht zu hart aufgepumpt sind einwenig mehr Komfort .

frenchmen

OCLV
12.02.2010, 18:26
Ein zu hart aufgepumpter Reifen springt halt mehr, dadurch verlierst du Vortrieb.

Tufo Reifen müssen mit mind. 10 bar aufgepumpt werden, da sie sonst nicht vernünftig rollen. Daher springen die mehr. Ein guter Reifen läuft auch bei 7,5-8,5 bar seidig ab.

Kjuh
12.02.2010, 18:26
Das Gegenargument zu dem "Kiesel hochfahren" ist, dass der Reifen bei weniger Druck mehr Walkarbeit leisten muss. Das ist vielleicht bei modernen Reifen anders wie früher, mein subjektiv eingestelltes Messsystem sagt mir aber, dass das immer noch stimmt - zumindest bei groben Abweichungen. Außerdem fahre ich mit meinem Klein möglichst nicht auf Schotter :5bike:
Die Frage ist dann noch, bei welchem Druck das Pannenrisiko höher ist...

klappradl
12.02.2010, 18:58
Die Frage ist dann noch, bei welchem Druck das Pannenrisiko höher ist...

Je größer die Breite der Auflagefläche auf der Straße desto höher das Risiko, eine Scherbe oder ähnliches einzufahren. Dafür ist der Druck auf die Scherbe bei hohem Reifendruck höher. Der Unterschied dürte jedoch zwischen 9 und 11 bar unerheblich sein.

Pedalierer
12.02.2010, 18:58
Es geht ja nicht unbedingt um Schotter. Die Mehrzahl der Straßen ist voll von Unebenheiten und kleinen Kanten und der optimale Luftdruck ist halt der Kompromiss aus gutem Rollwiderstand auf diesem unebenem Boden und Pannensicherheit bei eigenem Systemgewicht.

Meiner Beobachtung nach fahren viele mit zu hohem Luftdruck durch die Gegend, die Straße ist aber nunmal keine Radbahn, erst recht nicht nach diesem Winter.

kolo@post.cz
12.02.2010, 19:28
Hab heute Mittag einen neuen Laufradsatz abgeholt und musste mit der U-Bahn und den Laufrädern in der Hand nach Hause. Mir gegenüber sass ein netter älterer Herr und fing irgendwann an mit dem Daumen auf den Reifen zu drücken. Er meinte ob ich damit fahren will oder jemanden erschlagen will?

Wir kamen ins Gespräch und er zitierte irgendwann aus einer deutschen "Radfahrzeitung", wonach ein so stark "überpumpter" Reifen die Unebenheiten nicht mehr "glatt fährt" sondern "über fahrt" und dadurch mehr Kraft kostet als ein Reifen der nicht maximal aufgepumpt ist. Es entsteht also kein Vorteil und es wäre daher sinnlos mit diesem Überdruck auf der Strasse zu rollen. Auf Nachfrage welche Zeitschrift er meinte, soll es die TOUR gewesen sein.

Der Luftdruck in den Reifen beträgt knappe 9,5 bar. Ich habe den nicht aufgepumpt sondern der Händler. Selbst fahre ich auch Reifen mit 11 bar und halte das für in Ordnung. Jedenfalls auf dem Hinterrad. Ich wiege 89 kg und finde alles über 9 bar normal und habe damit auch keine Probleme, mehr Platten oder so. Entsprechend suche ich mir auch meine Reifen aus.

Kennt jemand den TOUR Artikel und kann was zur Sinnlosigkeit von "Betonreifen" sagen? Im Moment halte ich das nämlich für einen Scherz, allerdings, wenn ich mir jetzt vorstelle wie ich 100000 Kieselsteine quasi hoch fahre, dann nicht mehr. Obwohl, wer hoch fährt der muss auch wieder runter. :D


alles was zuviel ist taugt nichts, also bei 23mm über 8bar macht keinen Sinn!

bei 20mm könnens schon mal 10bar sein, bei 25mm reichen 6..7bar

:ft:

Schlechte Reifen lassen sich auch mit viel Druck und Leichtschläuchen nicht entscheidend verbessern. (http://www.conti-online.com/generator/www/de/de/continental/fahrrad/allgemein/download/tour0808_de.pdf)

Smeik
12.02.2010, 19:53
also von Physikalischer Sicht her:
->je breiter der Reifen, desto energetisch günstiger das verformen der Auflagefläche des Reifens, da diese in längsrichtung schmaler wird,d.h. die Runde Form des Reifen wird weniger "eingedellt". Der Betrag der Auflagefläche bleibt jedoch gleich.
-> je höher der Druck, desto kleiner der Betrag der Auflagefläche, da sich der Reifen generell duch das Systemgewicht weniger verformt. In der Folge sinkt die Walkarbeit.

In der sythese gilt, wenn man aerodynamic vernachlässigt und eine normale Teerschtrasse annimmt:
-> der Rollwiderstandsoptimierte Reifen ist 25 mm und hat möglicht viel bar intus.:quaeldich

medias
12.02.2010, 19:56
In der Theroie, in der Praxis leicht anders.
Frag mal einen Bahnfahrer was passiert wenn man zuviel Druck im Reifen hat.

Dukesim
12.02.2010, 20:00
(...):D

das was der alte mann dir gesagt hat ist auch das, was z.b. zipp sagt. vor allem bei kopfsteinpflaster spührt man soetwas deutlich(vor allem, wenn man mal vom rennrad auf ein mtb mit breiten strassenreifen umsteigt).
das was joey sagt kommt nochmal hinzu und kann unter umständen genauso wichtig sein.

der optimale luftdruck für den gleichen fahrer bei gleicher reifenbreite kann aber auch stark vareieren. nachgiebige drahtreifen(veloflex) brauchen mehr druck, da sie elastischer sind und so bei gleichem "federweg" weniger gegendruck aufbauen. schlauchreifen brauchen nochmal mehr, da sie bauartbedingt(mehr reifenflankenhöhe zwischen strasse und felgenkontaktfläche) mehr nachgebeweg haben(bei meinen zipp tangente schlauchreifen brauche ich bei 68kg systemgewicht schon meine 9,5 bar).

Orchid
12.02.2010, 20:18
Eine alte Erfahrung.
Die meisten fahren mit zu hohem Druck, 9 sollte auch in deiner Gewichtsklasse genügen.

Ich fahre bei zur Zeit 85 kg vorne und hinten 7 Bar...Perfekt

Superrichy82
12.02.2010, 20:30
Er meinte ob ich damit fahren will oder jemanden erschlagen will?


der ist gut:Applaus:

Nordisch
12.02.2010, 22:02
1.

alles was zuviel ist taugt nichts, also bei 23mm über 8bar macht keinen Sinn!

2.

bei 25mm reichen 6..7bar



Wiege etwa 80 kg.

1.

Ich pumpe in meinem Conti GP 4000 S hinten 9 Bar rein. Werde mit langer Laufleistung und einer seit 4800 km Pannenlosigkeit belohnt.

2.

Könnte für geringe Pannenanfälligkeit zu knapp werden.

Hatte mit einem Michelin P2R in 25 mm (real sogar 27 mm) mit 7 Bar Druck häufig Pannen. Bei Rücksprache mit jemanden der diesen Reifen in der selben Dimension fährt, empfohl er mir 8 Bar.
Er mit seinen 100 kg nahm sogar knapp 9 Bar obwohl 7 Bar Max Druck vom Hersteller.
Leider konnte ich es selbst nicht probieren, da mein neuer Rahmen diesen real 27 mm Reifen nicht zuließ (Umwerferschelle im Weg).

Ansonsten leichere Fahrer müssen sogar geringere Drücke fahren. Ansonsten machen sie sich die Knochen kaputt.
Hatte da jemanden der mit 63 kg, mit 20 mm Reifen und fast 10 Bar fuhr und das auch am VR. Das ist bei schlechten Straßen eine Bestrafung.

Kjeld
12.02.2010, 23:11
Bin sonst immer 8 gefahren bei 23er Reifen. 22er Veloflex braucht 9 und ist damit immer noch komfortabler als ein 23er Stelvio mit 8 bar.

rumplex
12.02.2010, 23:44
Bin sonst immer 8 gefahren bei 23er Reifen. 22er Veloflex braucht 9 und ist damit immer noch komfortabler als ein 23er Stelvio mit 8 bar.

Ein Reifen "braucht" nicht. Je nach Bauart, Fahrergewicht und Straßenbeschaffenheit ändert sich das permanent. Muss jeder für sich selber rausfinden.

Insgesamt gilt sicher: Etwas weniger ist besser.

Mir reichen bei Drahtreifen 23mm 6,5 Bar. 68 kg.

jambo
12.02.2010, 23:47
Ultremo R (die ganz gefährlichen), 23 mm, v+h 8 bar, 75 KG, perfekt, ist quasi wie fliegen.

jb

K,-
12.02.2010, 23:47
In der Theroie, in der Praxis leicht anders.
Frag mal einen Bahnfahrer was passiert wenn man zuviel Druck im Reifen hat.

Und zuviel ist mehr als 8 bar? Auf der Bahn?

rumplex
12.02.2010, 23:49
Und zuviel ist mehr als 8 bar? Auf der Bahn?

Ich schätze, dass mehr Druck und die Seitwärtsbewegungen in den Kurven die Reifen "aushebeln" können.

K,-
12.02.2010, 23:55
Welche Kurven? Die fahren doch quasi nur gerade aus und senkrecht zum Untergrund.

coc_crosser
13.02.2010, 08:04
ist das eigentlich auch bei schlauchreifen der fall wenn ich die auf 12-13 bar pumpe?
kenne mich mit strassenreifen nicht so wirklich aus.-ansonsten merkt man im cross jedes 0,1 bar zuviel sofort in form von fehlendem vortrieb durch rumspringerei auf dem rad...

GrrIngo
13.02.2010, 08:42
ist das eigentlich auch bei schlauchreifen der fall wenn ich die auf 12-13 bar pumpe?


Wenn Du nicht ca. 120 kg wiegst oder 14mm breite Schlappen fährst, ja.
Bei 23mm breiten Reifen hat sich für mich bewährt: Max: Systemgewicht/10, Min: Systemgewicht/10*0.9. Bei 22mm Breite also ein Hauch mehr. Zum Vergleich: Am Reiserad sieht es ähnlich aus: 35mm Breite, Max. Druck = 23/35*Systemgewicht/10. Hier gehe ich auf Min.Druck = Max.Druck*0.85 runter, danach wirkt es sich bereits negativ auf das Fahrverhalten aus.

Gruß
GrrIngo

Smeik
13.02.2010, 09:33
ist das eigentlich auch bei schlauchreifen der fall wenn ich die auf 12-13 bar pumpe?
kenne mich mit strassenreifen nicht so wirklich aus.-ansonsten merkt man im cross jedes 0,1 bar zuviel sofort in form von fehlendem vortrieb durch rumspringerei auf dem rad...

Bei crossern (und mtb) sieht die sache anders aus, das ist eine hoher Betrag der Auflagefläche gefordert, damit sich der Reifen im Untergrund verkrallen kann. Deshalb weniger bar.

Pedalierer
13.02.2010, 10:40
Könnte für geringe Pannenanfälligkeit zu knapp werden.

Hatte mit einem Michelin P2R in 25 mm (real sogar 27 mm) mit 7 Bar Druck häufig Pannen. Bei Rücksprache mit jemanden der diesen Reifen in der selben Dimension fährt, empfohl er mir 8 Bar.


Ich fahre den Pro 2 Race schon viele Jahre mit über 5.000 km je Pannenfall und das bei 7 bar und 23 mm (real 24 mm). 25 mm in 8 bar halte ich für totgepumpt. Veloflex 22 bin auch schon mit 6 bar gefahren ohne es zu merken, sonst reichen mir da bei 70 kg auch 7-7,5 bar.

Alle Versuche mit höherem Lufdruck waren einfach nur hart, aber kein bisschen besser im Abrollverhalten.

coc_crosser
13.02.2010, 10:52
Bei crossern (und mtb) sieht die sache anders aus, das ist eine hoher Betrag der Auflagefläche gefordert, damit sich der Reifen im Untergrund verkrallen kann. Deshalb weniger bar.

klar-war bekannt- nur warum fährt man dann tubus auf der strasse wenn man nicht so nen hohen druck fahren sollte?

GrrIngo
13.02.2010, 11:04
klar-war bekannt- nur warum fährt man dann tubus auf der strasse wenn man nicht so nen hohen druck fahren sollte?

Na, weil auf Vollcarbonfelgen Drahtreifen nicht so sinnvoll sind. Weil Schlauchreifen angeblich nicht so empfindlich sind bzgl. Durchschlägen (habe auch mit Drahtreifen bei ausreichendem Druck noch keinen Durchschlag gehabt, daher angeblich). Weil Schlauchreifen noch so was wie Notlaufeigenschaften haben. Weil Spezialisten bei einem Plattfuß den Schlauchreifen schneller gewechselt haben als einen Schlauch im Drahtreifen. Weil Schlauchreifen angeblich geschmeidiger abrollen (die Messtechnik behauptet was anderes). Weil... Und auch, weil es so Athleten gibt wie Ain-Alar Juhanson, der bei 195cm Länge austrainiert 94kg auf die Waage bringt, damit auf ein Systemgewicht von knapp 105kg kommt, und damit einen Reifendruck fahren wird, bei dem Drahtreifen nicht mehr glücklich sind...

Gruß
GrrIngo (bei dem bislang eigentlich nur Punkte 1 und 3 zutreffen)

scinnner
13.02.2010, 11:08
Wiege etwa 80 kg.

1.

Ich pumpe in meinem Conti GP 4000 S hinten 9 Bar rein. Werde mit langer Laufleistung und einer seit 4800 km Pannenlosigkeit belohnt.



das würde ich schlicht als glück bezeichnen .. mit ähnlichen daten habe ich den reifen durchlöchert entsorgt ...

willerw
13.02.2010, 11:52
klar-war bekannt- nur warum fährt man dann tubus auf der strasse wenn man nicht so nen hohen druck fahren sollte?

Mit welchem Druck fahren eigentlich schwere Profis wie Hushovd oder Cancellara? Wenn die mit zweistelligem Druck fahren sollten, halten die diesen Druck auch in Alpenetappen mit steilen Abfahrten und Kurven aufrecht oder senken die den dann ab?


Ein zu hart aufgepumpter Reifen springt halt mehr, dadurch verlierst du Vortrieb.

Tufo Reifen müssen mit mind. 10 bar aufgepumpt werden, da sie sonst nicht vernünftig rollen. Daher springen die mehr. Ein guter Reifen läuft auch bei 7,5-8,5 bar seidig ab.

Das lasse ich als Argument gelten, wenn der Fahrer sehr leicht ist. Bei meinem Gewicht von knapp 100 kg (Fahrrad, Fahrer, Bordwerkzeug und grosse Trinkflasche) habe ich das noch nicht so bemerkt. Fahre mit 9,5/10,5 hinten und 8,5/9,5 vorne.

Die von mir mit der U-Bahn transportierten Reifen waren übrigens Conti Competition - 22er, die sind für 8 bis 12 bar empfohlen/zugelassen und ziemlich teuer. Ich habe auch einen Satz mit Vittoria Corsa Evo CX 320 - 21iger, die sind für 8 - 14 bar zugelassen und mit denen habe mal Bücher zur Uni transportiert. Ich habe die auf 14 bar gepumpt und habe damit ungelogen sicherlich 180 kg (ich, Fahrrad, Bücher und Wäschekorb) über knapp 15 km transportiert. Auf dem Rückweg habe ich den Druck dann abgesenkt, dass war mir dann doch zu hart. Ich habe jedes noch so kleinste Loch im Asphalt als Kuhle empfunden und das Rad fing irgendwie an zu hüpfen. Nicht doll, aber ich habs als unangenehm empfunden.

klappradl
13.02.2010, 14:43
Dann lassen wir doch mal das Rad hüpfen, so rein theoretisch.
Vielleicht 0,1 mm. Das vibriert dann sicher spürbar.
Nehmen wir an, die Straße hat alle 2 cm so eine Unebenheit.
Die Masse, welches um diese 0.1mm gehoben wird, nehmen wir mit 10 kg an.
Der Fahrer ist ja nicht starr, so das man nicht sein Komplettgewicht nehmen kann.Weiterhin wird die Energie für einen solchen Hüpfer nicht mehr in Bewegunsenergie in Fahrtrichtung zurückgeführt sondern von den Reifen absorbiert.

Dann komt man pro Stoß auf eine Energie von

10.kg * 9.81 m/s^2 *0,0001m,

also ungefähr 0,01 J.
Bei 30 km/h hätte man 415 Stöße pro Sekunde
und damit käme man auf einen Verlust 4W durch diese Hüpferei.
Die Ungenauigkeit lässt sich durch obige recht willkürliche Annahmen erahnen.
Aber damit bekommt man ein Gefühl für die Größenordnung, in der solche Verluste liegen können. Ich vermute, dass sie auch noch deutlich höher liegen können.

Mr.Scheibe
13.02.2010, 15:10
Bei deiner Annahme setzt du aber vorraus, dass z.b. 11bar=hüpfen und z.b. 9bar=nicht hüpfen ist, bzw. dass der reifen dann 0,1mm mehr hüpft.
Hinzu kommt, dass ein Huckel, alle 2cm auf der straße imho als eigentliche öberfläche gesehen werden kann, im Bezug auf einen mit 30km/h abrollenden reifen. Da wäre doch ein hoher luftdruck viel besser, weil sich der reifen nicht, bildlich gesehen in die "flachen" stellen im asphalt eindrückt.

generell denke ich, dass der Rollwiederstandsunterschied bei demselben Reifen und fahrer und Druck zwischen 8 und 12 bar vernachlässigbar ist, was die Ansprüche von 95% aller Radfahrer angeht. Nicht auszurechnen, was passieren würde wenn man die Zeit, die man darüber nachdenkt, wieviel bar nun gut sind, in effektives Grundlagentraining investiert hätte...

Nordisch
13.02.2010, 15:31
Ich fahre den Pro 2 Race schon viele Jahre mit über 5.000 km je Pannenfall und das bei 7 bar und 23 mm (real 24 mm). 25 mm in 8 bar halte ich für totgepumpt. Veloflex 22 bin auch schon mit 6 bar gefahren ohne es zu merken, sonst reichen mir da bei 70 kg auch 7-7,5 bar.

Alle Versuche mit höherem Lufdruck waren einfach nur hart, aber kein bisschen besser im Abrollverhalten.

Nun ja, seit dem ich peinlichst auf hohen Luftdruck achte ist meine Pannenstatistik ordentlich nach unten gewandert. 20.000 km und 1 Platten mit Rennreifen.

Nordisch
13.02.2010, 15:34
das würde ich schlicht als glück bezeichnen .. mit ähnlichen daten habe ich den reifen durchlöchert entsorgt ...

Glück und regelmäßiges Luftdruck überprüfen.

Glück muss ich ja zudem auch mal haben, so viel Ärger wie ich sonst mit Radteilen hatte großteils durch Verarbeitungsfehler.

klappradl
13.02.2010, 15:42
@ Herrn Scheibe
Ich hab vor allem vergessen zu erwähnen, dass man bei 30 km/h gar nicht alle 2 cm einen 0,1 mm Hüpfer machen kann Man würde dabei doch glatt ein bis 2 überspringen. :)
Sauber rechnen kann man das ohnehin nicht.

Nordisch
13.02.2010, 15:56
@ Herrn Scheibe
Ich hab vor allem vergessen zu erwähnen, dass man bei 30 km/h gar nicht alle 2 cm einen 0,1 mm Hüpfer machen kann Man würde dabei doch glatt ein bis 2 überspringen. :)
Sauber rechnen kann man das ohnehin nicht.

Dass kann man nur an der Belastung des Fahrers etwas in Werte fassen.

klappradl
13.02.2010, 16:15
Dass kann man nur an der Belastung des Fahrers etwas in Werte fassen.

Echt! Da kann man eher aus dem Kaffesatz die nächsten Lottozahlen lesen.

Nordisch
13.02.2010, 16:17
Echt! Da kann man eher aus dem Kaffesatz die nächsten Lottozahlen lesen.

So arbeitet also die Tour?

Mr.Scheibe
13.02.2010, 16:25
So arbeitet also die Tour?

anscheinend :D

je härter aufgepumpt desto besser empfinde ich persöhnlich als Schwachsinn (kann auch von der Vergangenheit als crosser her rühren) - sonst könnte man ja direkt mit hartgummireifen fahren, die haben auch mehr schwungmasse :)

außerdem hole ich auf jedem 800meter Rund-(bzw. eher Viereckig-)Kurs in jeder Kurve bestimmt 25/100Sekunden auf viele Schattenparker mit 13Bar in ihren Schlauchreifen raus. Macht ne Sekunde pro Runde bzw. Krafteinsparnis!

Das sollen die mir mit ihren Huckeln erst einmal nachmachen :D

das soll kein persöhnlicher angriff auf irgendwen werden und klingt mindestens doppelt so angeberisch wie ursprünglich gemeint :Angel:

coc_crosser
13.02.2010, 16:40
Weil Spezialisten bei einem Plattfuß den Schlauchreifen schneller gewechselt haben als einen Schlauch im Drahtreifen. )

versuch mal nen reifen von mir abzuziehen-wenn du das schneller als 10 minuten ohne werkzeug machst, schenke ich ihn dir...

ich bekomme meine crossreifen nur mit brutaler gewalt und werkzeug wieder runter...

pinguin
13.02.2010, 16:49
Ich gehöre seit gefühlten Ewigkeiten zu den Leuten, die nach der Faustformel "Luftdruck = 10% des Fahrergewichts" hantieren - beim RR und 23er Draht. Damit fahre ich gut, Pannen oder sonstigen Ungemach fallen für mich eh unter Glück vs. Pech. An manchen Tagen hat man halt einfach Pech und an anderen Tagen haben andere mehr Glück als man selbst ;)

Beim Schlauchreifen wuchte ich rein, was geht und fahre los. Wenn zu hart, dann kurzer Stopp, Finger auf's Ventil und weiter geht's.

Nun kommt aber hoffentlich endlich demnächst mal der Laufradsatz für die 28er Bereifung. Da bin ich schon mal neugierig, wie es sich damit fährt. Sicherlich haue ich da keine 8 bar rein.

Was mir noch so einfällt: Wie "genau" ist denn so ein Luftpumpenmanometer? Wir reden hier ja teilweise von Zehntelbar - ich tue mir schwer, mir vorzustellen, dass die Pumpen mehr sein sollen als ein schlechter Witz, was Genauigkeit angeht.

@ TOUR: Testen, please. Aber hurtig ;)

Nordisch
13.02.2010, 16:59
anscheinend :D

je härter aufgepumpt desto besser empfinde ich persöhnlich als Schwachsinn (kann auch von der Vergangenheit als crosser her rühren) - sonst könnte man ja direkt mit hartgummireifen fahren, die haben auch mehr schwungmasse :)

außerdem hole ich auf jedem 800meter Rund-(bzw. eher Viereckig-)Kurs in jeder Kurve bestimmt 25/100Sekunden auf viele Schattenparker mit 13Bar in ihren Schlauchreifen raus. Macht ne Sekunde pro Runde bzw. Krafteinsparnis!

Das sollen die mir mit ihren Huckeln erst einmal nachmachen :D

das soll kein persöhnlicher angriff auf irgendwen werden und klingt mindestens doppelt so angeberisch wie ursprünglich gemeint :Angel:

Eigentlich meinte ich die Belastung auf den Fahrer als Messgröße.

Ich wollte nicht ausdrücken, dass hart besser rollt.

Ich versuche auch den Kompromiss aus Komfort, Abrollverhalten und Pannenresistenz zu finden.

Und ich bin alles andere als langsam, wenn ich übers Kopfsteinpflaster fahre.

le_routinier
13.02.2010, 22:50
Ich schätze, dass mehr Druck und die Seitwärtsbewegungen in den Kurven die Reifen "aushebeln" können.

http://news.bbc.co.uk/sport2/hi/other_sports/cycling/get_involved/7362631.stm


15 bar / 250 psi bei 21 mm Verfolger-Schlappen...

Bei Sprintern sind um die 12 soviel ich weiss ...

gooldi
14.02.2010, 00:19
Ich fahr meine 2,35" BA mit 2 bar, und die sind recht hart!

Die 35mm Hyper sind bei 5,5 bar hart und schnell, die Cx comp 32mm am Crosser brauchen 4,5 bar.

23mm reifen sind Dackelschneider, und auf feldwegen unfahrbare eierfeilen:Applaus:, ich fahr ja Crosser.
Die Hyper sind mit 6 bar nicht langsamer als RR reifen, habs ausgetestet.

Nordisch
14.02.2010, 00:26
23mm reifen sind Dackelschneider, und auf feldwegen unfahrbare eierfeilen:Applaus:, ich fahr ja Crosser.
Die Hyper sind mit 6 bar nicht langsamer als RR reifen, habs ausgetestet.

Mit deinem Pedelec ? :D


Aber im Ernst, mit breiteren Reifen dürftest du bei Geschwindigkeiten die häufig über 35 km/h schlechter bedient sein.
Bis 30 km/h ist alles im grünen Bereich.

cyclejunky
14.02.2010, 16:26
ich fahr bei Rennen mit 14,5 bar und wiege gerade mal 67kilo... auf schönen straßen überwiegt für mich der niedrigere rollwiederstand und auch wenns nicht so sein sollte denke ichs mir dass da sau mäßig viel druck drin ist und das macht mental stärker und das kann dann ja auch mal einige sekunden ausmachen...

medias
14.02.2010, 17:18
ich fahr bei Rennen mit 14,5 bar und wiege gerade mal 67kilo... auf schönen straßen überwiegt für mich der niedrigere rollwiederstand und auch wenns nicht so sein sollte denke ichs mir dass da sau mäßig viel druck drin ist und das macht mental stärker und das kann dann ja auch mal einige sekunden ausmachen...

Mehr kann man nicht falsch machen. Auch bei Tufo nicht.

Algera
14.02.2010, 17:29
ich fahr bei Rennen mit 14,5 bar und wiege gerade mal 67kilo...

Da gibt es Verbesserungspotential, das nichts kostet: 8, allenfalls 9 bar wären besser. ;)

Bursar
14.02.2010, 17:37
ich fahr bei Rennen mit 14,5 bar Mit was pumpst du die rein?

cyclejunky
14.02.2010, 17:40
hab Corima Medium Laufräder mit Tufo CS3 Lite Schlauchreifen die ich mit nem SKS Rennkompressor aufpump ;)

ich fahr ja schon 10 bar im training... 9 bar da verreckste ja das is ja wie im dänischen bettenlager so weich^^

SIMPLOS
14.02.2010, 17:43
ich fahr bei Rennen mit 14,5 bar

was fährst du denn da für einen Reifen?

SIMPLOS
14.02.2010, 17:44
oh sorry, das hattest du ja schon gesagt :eek:

Algera
14.02.2010, 18:14
ich fahr ja schon 10 bar im training... 9 bar da verreckste ja das is ja wie im dänischen bettenlager so weich^^

Wenn das mit Deinen Reifen tatsächlich so sein sollte (was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann), empfehle ich, die Reifen für's Rollentraining zu verwenden und auf einen soliden Reifen umzustellen. :)

medias
14.02.2010, 18:27
Wirf die in die Tonne, kauf ein Veloflex, bei Velomotion und werde Sieger.
Bei 9 bar.

Pedalierer
14.02.2010, 19:04
Die Veloflex sind neben den Pro2 Race (heul) die besten die ich kenne.

Man sollte sie nur ein paar Wochen/Monate im Keller ausgasen lassen wenn man sie haltbar und Pannensicher haben will. Dann ist der Gummi härter, sammelt nicht jeden Mist ein und verschleisst auch nicht so schnell. Am Vordererrad komme ich mit denen dann auch an die 10.000 km ran.

medias
14.02.2010, 19:41
Die Veloflex sind neben den Pro2 Race (heul) die besten die ich kenne.

Man sollte sie nur ein paar Wochen/Monate im Keller ausgasen lassen wenn man sie haltbar und Pannensicher haben will. Dann ist der Gummi härter, sammelt nicht jeden Mist ein und verschleisst auch nicht so schnell. Am Vordererrad komme ich mit denen dann auch an die 10.000 km ran.

Die Reifen von Velomotion sind abgelagert, darum kaufe ich dort.

tigerchen
14.02.2010, 20:46
Man sollte sie nur ein paar Wochen/Monate im Keller ausgasen lassen wenn man sie haltbar und Pannensicher haben will.

Was ist denn bitte "ausgasen"?

medias
14.02.2010, 20:48
Was ist denn bitte "ausgasen"?

Veloflex verwendet Naturkautschuk, da ist ablagern, wie früher, von Vorteil.

tigerchen
14.02.2010, 20:52
Veloflex verwendet Naturkautschuk, da ist ablagern, wie früher, von Vorteil.

Heißt das, ein paar Monate in der Verpackung liegen lassen, und erst dann aufziehen? (Habe nämlich noch drei Black seit einem halben Jahr neu rumliegen. - Nicht dass die schlecht werden.)

medias
14.02.2010, 20:56
Im Frühjahr sind die reif.:Bluesbrot

tigerchen
14.02.2010, 21:00
Im Frühjahr sind die reif.:Bluesbrot

Aller klar. Danke! Nur ... Wann kommt denn dieses verdammte Frühjahr? :(

Algera
14.02.2010, 21:01
Wann kommt denn dieses verdammte Frühjahr? :(

Die Frage stelle ich mir auch. Den Reifen wird's im Zweifel egal sein. :D

tigerchen
14.02.2010, 21:11
Die Frage stelle ich mir auch. Den Reifen wird's im Zweifel egal sein. :D

Ja, hoffentlich. Ich habe Ende Sommer wie verrückt Mäntel eingekauft und komme so gut wie gar nicht zum Fahren, und wenn ich fahre, dann immer noch die Pro Race, und die Dinger wollen einfach nicht kaputtgehen. :eek:

Algera
14.02.2010, 21:14
Ich hab' auch einen Vorrat an Schlauchreifen im Keller liegen. Die werden irgendwann mal ungeduldig. :)

Pedalierer
15.02.2010, 08:59
In der Packung und gefaltet/gerollt dauert das ausgasen i.d.R. entsprechend länger. Ist auch gut so, sonst könnte man Reifen nicht auf Vorrat kaufen.
Ich habe die Veloflex einfach aufgerollt im Keller aufgehangen.

@medias
Gut zu wissen das die Veloflex bei Velomotion schon abgelagert sind.

PKF
15.02.2010, 09:11
Auf den Tipp von medias hin, der die Veloflex schonmal sehr gelobt hat, fahre ich auch die Veloflex. Nie zuvor sowas tolles gefahren. :Bluesbrot

Gekauft habe ich die bei ..... velomotion. Da muss ich wohl instinktiv was richtig gemacht haben. :)

Wie siehts denn mit dem Druck dann aus?

Ich: 85 KG, Rad 8,5 KG

Edit: Ich fahre zZ vorne wie hinten mit 8 bar.

medias
15.02.2010, 09:13
:D
Zwischen 8-9.

PKF
15.02.2010, 09:14
Danke für die prompte Antwort. Dann liege ich mit den 8 ja auch richtig.. :D

principia1
15.02.2010, 13:41
Ein Reifen "braucht" nicht. Je nach Bauart, Fahrergewicht und Straßenbeschaffenheit ändert sich das permanent. Muss jeder für sich selber rausfinden.

Insgesamt gilt sicher: Etwas weniger ist besser.

Mir reichen bei Drahtreifen 23mm 6,5 Bar. 68 kg.

ich fahre bei drahtreifen immer um die 8bar, ansonsten denke ich permanant ich hätte einen platten. wiegen tu ich 120 pfund, weniger an bar würd sicher auch tun, gefällt mir aber nicht.
auf tofu schlauchreifen hab ich 10-11bar drauf, find ich ok.

Pedalierer
15.02.2010, 14:43
Ich fahre die Veloflex bei knapp 8 Bar, wiege aber auch nur 70 kg.
Im Frühjahr kommen da Michelin-Latex-Schläuche rein, da werde ich den Druck wohl moderat auf 8 Bar erhöhen.

tigerchen
15.02.2010, 17:24
:D
Zwischen 8-9.

Geht es dabei um Tubulars oder "Open Tubulars", wie die von veloflex ihre Mäntel nennen?:smileknik

Das Problem ist, bei Campa Eurus z.B. steht in der Bedienungsanleitung als "Betriebsdruck" für 23 mm 7,8 bar. Ob die Felge 9 bar auf Dauer gut verträgt? Ich pumpe bei Black auf Eurus 7,5 bar rein.

Nordisch
15.02.2010, 17:35
Geht es dabei um Tubulars oder "Open Tubulars", wie die von veloflex ihre Mäntel nennen?:smileknik

Das Problem ist, bei Campa Eurus z.B. steht in der Bedienungsanleitung als "Betriebsdruck" für 23 mm 7,8 bar. Ob die Felge 9 bar auf Dauer gut verträgt? Ich pumpe bei Black auf Eurus 7,5 bar rein.

Wenn die Felge das nicht aushält, dann würde ich mir überlegen den Hersteller zu wechseln.

tigerchen
15.02.2010, 17:46
Wenn die Felge das nicht aushält, dann würde ich mir überlegen den Hersteller zu wechseln.

Hier:

http://www.komponentix.de/onlineshop/index.html?mavic_4.htm

ist für Mavic-Felgen in der Tat als maximaler Reifendruck der Wert 9-10 bar angegeben.

Einen anderen Hersteller, der seine Felgen bis 10 bar zulässt, kenne ich (leider) nicht. - Für Schlauchreifen steht in der Bedienungsanleitung von Campa, man halte sich an die Vorgaben des Reifenherstellers.

Nordisch
15.02.2010, 17:57
Für Schlauchreifen steht in der Bedienungsanleitung von Campa, man halte sich an die Vorgaben des Reifenherstellers.

Du kennst den Grund oder?

Nordisch
15.02.2010, 18:03
Hier:

http://www.komponentix.de/onlineshop/index.html?mavic_4.htm

ist für Mavic-Felgen in der Tat als maximaler Reifendruck der Wert 9-10 bar angegeben.

Einen anderen Hersteller, der seine Felgen bis 10 bar zulässt, kenne ich (leider) nicht.

Zulassen und Aushalten sind unterschiedliche Dinge.

Auf Rennfelgen werden auch bis zu 42 mm breite Crossreifen gefahren obwohl maximal 25 mm (in Ausnahmen 32 mm) zugelassen sind.

Sollte deine Felge es nicht aushalten (was ich nicht glaube), dann solltest du bei fast jeden anderen Hersteller haltbarere Felgen finden.

tigerchen
15.02.2010, 19:01
Du kennst den Grund oder?

Ich vermute, das hat damit zu tun, dass die SR-Felge keine Hörnen hat.

tigerchen
15.02.2010, 19:05
Sollte deine Felge es nicht aushalten (was ich nicht glaube), dann solltest du bei fast jeden anderen Hersteller haltbarere Felgen finden.

Folgendes:

Ich glaube nicht, dass bei Campa Ahnungslose in der Entwicklung sitzen. Außerdem glaube ich, dass man bei Veloflex-Mänteln nicht - koste es was es wolle - 9 bar reinzwingen muss.

Nordisch
15.02.2010, 19:16
Ich vermute, das hat damit zu tun, dass die SR-Felge keine Hörnen hat.

Hat es.

Der Schlauchreifen ist halt ein geschlossenes System, wodurch die Kräfte nicht nach außen wirken.

Gibt ja auch kombinierte Felgen wo man Draht- wie Schlauchreifen montieren kann. (Ist das bei den Eurus nicht sogar der Fall.) Dort werden die Felgenhörner auch nicht übermäßig belastet durch Schlauchreifen.

Oder es gibt Schlauchreifen von Tufo (Tufo Clincher), die sich auch hinter die Felgenflanke "normaler" Felgen klemmen. Aber es wird halt nur Druck im Rahmen der Ausdehnung des Reifens auf die Hörner ausgeübt. Ansonsten wären bis zu 15 Bar Druck im Reifen kaum möglich für die Felgen.

http://www.bike24.net/p16195.html

Nordisch
15.02.2010, 19:23
1.

Ich glaube nicht, dass bei Campa Ahnungslose in der Entwicklung sitzen.

2.

Außerdem glaube ich, dass man bei Veloflex-Mänteln nicht - koste es was es wolle - 9 bar reinzwingen muss.

1.

Ich glaube auch nicht, dass in Rechtsabteilung von Campa Ahnungslose sitzen. Um viel mehr geht es vermutlich nicht.

2.

9 Bar müssen nicht sein. Aber sklavisch an den knapp 8 Bar Wert halten. Wahrscheinlich gehen noch nicht mal die Druckmesser der Pumpen so genau.

tigerchen
15.02.2010, 19:31
Hat es.


Gibt ja auch kombinierte Felgen wo man Draht- wie Schlauchreifen montieren kann. (Ist das bei den Eurus nicht sogar der Fall.) Dort werden die Felgenhörner auch nicht übermäßig belastet durch Schlauchreifen.



Du meinst wohl den Two-Way-Fit für Mäntel und Tubeless, und das ist schon wieder eine andere Geschichte.

tigerchen
15.02.2010, 19:33
Oder es gibt Schlauchreifen von Tufo (Tufo Clincher), die sich auch hinter die Felgenflanke "normaler" Felgen klemmen. Aber es wird halt nur Druck im Rahmen der Ausdehnung des Reifens auf die Hörner ausgeübt. Ansonsten wären bis zu 15 Bar Druck im Reifen kaum möglich für die Felgen.

http://www.bike24.net/p16195.html

Ja. "Das System" kenne ich. Die Clincher-Tubulars von Tufo waren vor über vier Jahren hier im Forum der letzte Schrei, wo ich gerade mal mitm RR-Fahren angefangen habe. Der Nachteil dieser Reifen ist m.E., dass man gleich den ganzen Reifen als Ersatz mitführen muss, wenn man aufs Dichtungsmittel nicht vertraut. - Dann fahre ich gleich reine SR.

tigerchen
15.02.2010, 19:34
1.

Wahrscheinlich gehen noch nicht mal die Druckmesser der Pumpen so genau.

Hier stimme ich dir sowas von zu! :D

Nordisch
15.02.2010, 19:55
Ja. "Das System" kenne ich. Die Clincher-Tubulars von Tufo waren vor über vier Jahren hier im Forum der letzte Schrei, wo ich gerade mal mitm RR-Fahren angefangen habe.

Und dann hat die Tour festgestellt, dass Drahtreifen keinen höheren Rollwiderstand haben, sondern teil sogar einen niedrigeren. :D

tigerchen
15.02.2010, 19:59
Und dann hat die Tour festgestellt, dass Drahtreifen keinen höheren Rollwiderstand haben, sondern teil sogar einen niedrigeren. :D

Ja gut. :D Was ist denn nun mit den Mänteln und dem Druck? - Würdest du dich trauen, auf Eurus-Draht kontinuierlich mehr als 7,5 zu pumpen? :eek:

Nordisch
15.02.2010, 20:07
Ja gut. :D Was ist denn nun mit den Mänteln und dem Druck? - Würdest du dich trauen, auf Eurus-Draht kontinuierlich mehr als 7,5 zu pumpen? :eek:

Zwischen 8 und 9 Bar würde ICH auf jeden Fall aufpumpen.

454rulez
16.02.2010, 08:39
ich fahre seit jahren zondas und neutrons mit veloflex, pro2race und gp4000s und 8-8,5 bar - problemlos

tigerchen
16.02.2010, 10:43
Ja gut. Dann erhöhe ich erst einmal auf 8 bar. :D

Bergkönig92
17.02.2010, 12:56
Ab einem gewissen Druck verringert sich der Rollwiederstand nimmer, außer, dass der Komfort stark nachlässt. Wie hoch der Druck dann ist, weis ich nicht, vllt. 10 bar?
Und zudem ist der Rollwiederstand ebensowenig abhängig von der Reifenbreite (20/21/23 oder 25 Reifen), mal abgesehen von MTB reifen, da die Aufstadsfläche immer die selbe Größe bei selbem Luftdruck einnimmt ;).

pinguin
17.02.2010, 14:04
Und zudem ist der Rollwiederstand ebensowenig abhängig von der Reifenbreite (20/21/23 oder 25 Reifen), mal abgesehen von MTB reifen, da die Aufstadsfläche immer die selbe Größe bei selbem Luftdruck einnimmt ;).

Leider nicht richtig. Betragsmäßig ist die Aufstandsfläche gleich groß, aber je breiter der Reifen, desto querovaler die Form, d.h. die kleine Halbachse liegt in Fahrtrichtung, es wird auf diesem Stück Reifenaufstand weniger Walkarbeit verrichtet als bei einem schmalen Reifen, wo logischerweise das Oval mit seiner größeren Ausdehnung in Fahrtrichtung orientiert ist - mehr Walkarbeit erforderlich.

Bergkönig92
17.02.2010, 15:09
Leider nicht richtig. Betragsmäßig ist die Aufstandsfläche gleich groß, aber je breiter der Reifen, desto querovaler die Form, d.h. die kleine Halbachse liegt in Fahrtrichtung, es wird auf diesem Stück Reifenaufstand weniger Walkarbeit verrichtet als bei einem schmalen Reifen, wo logischerweise das Oval mit seiner größeren Ausdehnung in Fahrtrichtung orientiert ist - mehr Walkarbeit erforderlich.

Stimmt, habe ich nicht mit bedacht!!! Wiederlegt also nur noch mehr die These, dass schmale Reifen besser laufen;)
Danke für die Korrektur!

Joey
17.02.2010, 15:43
Stimmt, habe ich nicht mit bedacht!!! Wiederlegt also nur noch mehr die These, dass schmale Reifen besser laufen;)Die These meinte TOUR schon vor Jahren widerlegt zu haben. Leider stimmt sie aber doch. Physikalisch korrekt müsste es heißen: Bei gleichem Komfort rollt der schmale Reifen besser. Allerdings ist der Unterschied minimal.

Und schon wieder weg, da keinen Nerv für Windmühlenkämpfe wie im Forum des letzten Jahrtausends... :D

Grüße,
Joey

Nordisch
17.02.2010, 16:26
Die These meinte TOUR schon vor Jahren widerlegt zu haben. Leider stimmt sie aber doch. Physikalisch korrekt müsste es heißen: Bei gleichem Komfort rollt der schmale Reifen besser. Allerdings ist der Unterschied minimal.



Bei gleichem Druck hatte die Tour afaik geschrieben.

Joey
17.02.2010, 17:12
Bei gleichem Druck hatte die Tour afaik geschrieben.Stimmt, das ist ja auch richtig. Nicht richtig ist die Vorstellung der TOUR, dass breite Reifen leichter rollten UND komfortabler seien. Rollverhalten, Komfort, Druck und Breite müssen immer gemeinsam betrachtet werden. Zu dieser Erkenntnis und speziell auch zu der, dass bei gleichem Druck der Komfort mit zunehmender Breite sinkt, konnten sie sich noch nicht durchringen.

alfton
17.02.2010, 17:18
Stimmt, das ist ja auch richtig. Nicht richtig ist die Vorstellung der TOUR, dass breite Reifen leichter rollten UND komfortabler seien. Rollverhalten, Komfort, Druck und Breite müssen immer gemeinsam betrachtet werden. Zu der Erkenntniss konnten sie sich noch nicht durchringen.

Ich vermute, dass die das nicht wollten, weil physikalisch lässt sich die Aussage recht leicht beweisen.
Papier ist halt geduldig, Tour hat in allen den Tests recht, es wird nur bisschen was verschwiegen, denn beide Aussagen stimmen:
"bei gleichem Druck rollt der breitere Reifen besser"
"bei gleichem Komfort rollt der schmallere Reifen besser" (es kommt aber eher zu einem Durschlag)

Joey
17.02.2010, 17:42
Schon damals wollte ich eigentlich nichts mehr dazu sagen... (http://forum.tour-magazin.de/showpost.php?p=489828&postcount=49)

:D

alfton
17.02.2010, 17:51
Schon damals wollte ich eigentlich nichts mehr dazu sagen... (http://forum.tour-magazin.de/showpost.php?p=489828&postcount=49)

:D

Jo, genau meine Meinung, bloß ausformuliert :D, deswegen fahre ich nach Möglichkeit 18 bis 20 mm Reifen.

Bronks
18.02.2010, 08:23
... Bei gleichem Komfort rollt der schmale Reifen besser. Allerdings ist der Unterschied minimal ...
Das ist die einzige korrekte Aussage.

Für eine Versuch nehme man einen gewöhnlichen, nicht besonders gut rollenden Rennradreifen in Breite 23mm und pumpe diesen auf 8 Bar auf. Auf dem anderen Laufrad einen breiten, leichten und geschmeidigen MTB-Ballonreifen-Slick in 60mm Breite und pumpe diesen auf 3 Bar auf. Die Oberflächenspannung und die aufliegende Fläche der beiden Reifen ist damit gleich.

Wenn man mit den Reifen über den Randstein prügelt, dann ist der schmale Rennradreifen komfortabler, da sehr viel weniger Reifenfläche gegen den Randstein knallt. Geschwindigkeitstechnisch muß man mit dem MTB-Slick nicht ansatzweise davon träumen, daß am Rennradreifen dranbleiben kann.

Und wohl gemerkt: Bei gleicher Oberflächenspannung.

Pepe
18.02.2010, 10:19
Da ich eh kein Freund von Hohen Drücken bin, egal ob Crosser, MTB oder RR, bin ich froh, das Campa für meine Neutron einen maximaldruck von 7,8bar bei 23mm erlaubt. Da komme ich nie in Versuchung den Reifen voll zu pumpen.
Welche Drücke erlauben den andere Hersteller?
/Pepe

pinguin
18.02.2010, 10:26
Wie stellst du sicher, dass du auf's Zehntel genau aufpumpst? Mir kommt das immer mal wieder ein wenig absurd vor, wie wir hier über Drücke auf's Zehntel "genau" plaudern.

Deine Felge wird wohl auch 8,5 oder 9 Bar aushalten. Keine Ahnung, wieviel Sicherheitsreserve die Buben am Zeichenbrett einplanen müssen...

Miezekätzchen
18.02.2010, 10:51
Manometer, die etwas auf sich halten, haben die Genauigkeitsklasse angegeben. Da steht dann z.B. ein Kl2,5 auf der Skala.
Das bedeutet: max. Abweichung = 2,5% vom Skalenendwert.

Es gibt auch die Klasse 4,0. Und nu guckt mal, ob bei Euren Manometern was drauf steht. Wenn nicht, dürfen sie ungenauer als 4% vom Skalenendwert sein.
Wenn 12 bar die max Anzeige ist, dann hammwa schon knapp 0,5 bar, watt datt Schätzgen nach'm Mond gehen darf ... auch schon bei 7 bar.

Joey
18.02.2010, 13:05
Und bei normalen Pumpen ist es noch nicht mal das Manometer selbst, das die Genauigkeit begrenzt. Das kann einen Fehler im Promillebereich haben, nutzt mir nur nichts, wenn ich mit altersschwachen Augen und ausgepumpt vom Aufpumpen ein winziges Zeigerinstrument auf Höhe meiner Füße abzulesen versuche. Beim Abziehen des Schlauchs zischt dann auch nochmal was raus. Auf einen absoluten Fehler <0.5 bar braucht man unter den Umständen eher nicht hoffen.

pinguin
18.02.2010, 14:05
Manometer, die etwas auf sich halten, haben die Genauigkeitsklasse angegeben. Da steht dann z.B. ein Kl2,5 auf der Skala.
Das bedeutet: max. Abweichung = 2,5% vom Skalenendwert.

Es gibt auch die Klasse 4,0. Und nu guckt mal, ob bei Euren Manometern was drauf steht. Wenn nicht, dürfen sie ungenauer als 4% vom Skalenendwert sein.
Wenn 12 bar die max Anzeige ist, dann hammwa schon knapp 0,5 bar, watt datt Schätzgen nach'm Mond gehen darf ... auch schon bei 7 bar.

Heißen Dank für die Info, Kät(z)chen... :D (Wann, verdammt nochmal, läßt du dir das "z" implantieren. Ist ja nicht zu Aushalten so ;) )

Und der Joey, der hat völlig recht. Zisch, blind, krumm geguckt, das sind ruck-zuck mal 80 Bar, die einem da flöten gehen.

Ich bin für Aufpumpen mit der eigenen Lunge...

Nordisch
18.02.2010, 15:56
Stimmt, das ist ja auch richtig. Nicht richtig ist die Vorstellung der TOUR, dass breite Reifen leichter rollten UND komfortabler seien. Rollverhalten, Komfort, Druck und Breite müssen immer gemeinsam betrachtet werden. Zu dieser Erkenntnis und speziell auch zu der, dass bei gleichem Druck der Komfort mit zunehmender Breite sinkt, konnten sie sich noch nicht durchringen.

Doch bei mir schon. Knapp 6 Bar mit einem 35 C Crossreifen sind nur dann komfortabel wenn man das Rad voll beladen hat. Unbeladen damit über Kopfsteinpflaster zu fahren ist fast genauso belastend wie mit einem 23 mm Rennreifen bei fast 9 Bar (subjektives Empfinden).