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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : An alle Bianchi-Experten



Ulle
12.02.2004, 14:45
Hallo zusammen,

kann mir mal jemand erklären, wo der Unterschied (abgesehen vom Preis) zwischen dem SL3 Alu-Carbon und dem XL EV3 Alu-Carbon liegt?

Danke im voraus.

Ulle

Abbath
12.02.2004, 14:56
sl3 bricht noch schneller! :D :p
laufweg...

maximops
12.02.2004, 15:08
Nur die offizielle Katalog - Info, welche in den letzten 3 Jahren zugegebenrmaßen sehr spärlich ausfällt.
Der SL Rahmen ist aus Standard 7000er Alu, TIG-geschweißt;"normale Wärmebehandlung". Die Rohre sind weniger stark konifiziert (doppelt) und die Wandstärken auf der absolut sicheren Seite (0,9-1,2mm?!). Steuersatz halb integriert.
Gewicht etwa 1550 g in RH57 (auf Nicht-Sloping umgerechnet)

Der EVO 3 (Basis ist eine höherwertige Legierung) hat eine spezielle Wärmebehandlung erfahren, was die Zugfestigkeit erhöht. Die Wandstärken sind etwas darunter, aber noch deutlich vom EVO 4 entfernt (0,6-0,9mm, daher max. 75 kg empfohlen), dreifache Konifizierung. Der Tretlagerbereich ist ausgeschäumt. Voll integrierter Steuersatz. Gewicht etwa 1420g in RH 57.

Unter www.bianchi.it findest Du im Block "Ricerca/Materiali und~Processo" nähere Erläuterungen bzw. den entsprechenden R&D-Seiten der engl. Fassung.

Grüße, eines alten EVO 2-Fahrers,

Volker

Powerschnecke
12.02.2004, 15:09
Gewichtsunterschied, wieviel weiß ich aber nicht.
Der SL ist zweifach konifiziert, der EV dreifach.

C40
12.02.2004, 15:16
Original geschrieben von Abbath
sl3 bricht noch schneller! :D :p
laufweg...

...:D .......grööööööööööööööl

...aber das sind ja alles nur Gerüchte :eek: , oder?

Gruß C40

C40
12.02.2004, 15:19
Original geschrieben von maximops
Nur die offizielle Katalog - Info, welche in den letzten 3 Jahren zugegebenrmaßen sehr spärlich ausfällt.
Der SL Rahmen ist aus Standard 7000er Alu, TIG-geschweißt;"normale Wärmebehandlung". Die Rohre sind weniger stark konifiziert (doppelt) und die Wandstärken auf der absolut sicheren Seite (0,9-1,2mm?!). Steuersatz halb integriert.
Gewicht etwa 1550 g in RH57 (auf Nicht-Sloping umgerechnet)

Der EVO 3 (Basis ist eine höherwertige Legierung) hat eine spezielle Wärmebehandlung erfahren, was die Zugfestigkeit erhöht. Die Wandstärken sind etwas darunter, aber noch deutlich vom EVO 4 entfernt (0,6-0,9mm, daher max. 75 kg empfohlen), dreifache Konifizierung. Der Tretlagerbereich ist ausgeschäumt. Voll integrierter Steuersatz. Gewicht etwa 1420g in RH 57.

Unter www.bianchi.it findest Du im Block "Ricerca/Materiali und~Processo" nähere Erläuterungen bzw. den entsprechenden R&D-Seiten der engl. Fassung.

Grüße, eines alten EVO 2-Fahrers,

Volker


...das liest sich wirklich gut :rolleyes:......die Frage ist nur hält das Ganze auch? :D

Gruß C40

Abbath
12.02.2004, 15:39
mein fehler. hab natürlich an den 75kg limitierten evo rahmen mit dem nächst schwereren gedacht.

Ulle
12.02.2004, 15:55
Hmmm. Ist ja alles schön und gut. Aber ich muß doch nochmal nachhaken. Hat ja mit dem Auszug aus dem Katalog schon ganz gut angefangen. Danke Volker!
Ich wiege voll bepackt um die 65 kg. Ist für mich ein Bianchi-Rahmen dann in Ordnung? Oder machen die etwa generell Probleme? Oder haben wir es hier mit einer Glaubensfrage zu tun, zu der die meisten Beiträge eh nur dummes Zeug sind. Und was hat das mit der Konifizierung auf sich? Sagt mir ehrlich gesagt nicht allzuviel.

Gruß.

maximops
12.02.2004, 16:47
Konifizierung (laienhaft): Keine einheitliche Wandstärke über der Rohrlänge; stärker belastete Bereiche verfügen über mehr Materialeinsatz, schwächer belastete sind dünner gehalten - ist z.B. auch für Lenker sinnvoll und üblich - an den unteren Enden ist die Beanspruchung geringer als an der Vorbauklemmung.
Die Spannungsverläufe werden meist vorab berechnet, dann Prototypen, die der Dauerhaltbarkeit unterzogen werden.
Und hier ist häufig die Crux:
Verarbeitungsfehler werden kritisch, wenn das Material schon sehr ausgereizt ist, d.h. nicht über entsprechende Reserven verfügt. Die Produkte streuen in ihrer Qualität, was besonders bei prominenten Schadenfällen für die entsprechende Presse sorgt. Man denke nur an den hinterbaugefederten Titan-Boliden von Bianchi Mitte der 90er, der auf Paris-Roubaix zu Bruch ging.

Ganz allgemein gehört Bianchi sicher zu den Firmen mit vergleichsweise hohen Ausfällen. Mir selbst - hatte auch hier im Forum berichtet - ist nach etwa 20.000km (2.5 Jahre) ein 2000er EVO2 im Unterrohr angebrochen - weit weg von Bohrungen für den Flaschenhalter - auf freier Strecke wurde alles plötzlich unter mir "weich"... Als kostenlosen Ersatz gab es den 2002er Sloping, der etwas steifer ist, aber auch mehr Material aufweist. Bislang 8000 km ohne Probleme. Aber der Nachfolger wird sicher aus anderem Hause sein...

Mit 65kg sollte man jeden Rahmen fahren dürfen und auch 75kg stellen für mich die untere "Armutsgrenze" eines Serienproduktes dar. Das in größeren Rahmenhöhen eine höhere Nachgiebigkeit eintritt, kann man einkalkulieren - nur brechen sollten sie nicht.

Es gibt für das gleiche Geld sicher einen höheren Gegenwert, wenn man auf die Großversender setzt. Aber wenn der Händler um die Ecke etwas Passendes im Angebot hat, weshalb nicht?! Ich würde mich für den EVO3 entscheiden. Auf den winterlichen Einsatz auf der Rolle (feste Hinterbaueinspannung) hingegen verzichten. Weiterhin ist für größere und schwerere (>80kg, >RH57) Fahrer der Bianchi-Carbonrahmen vorzuziehen, wenn man der Marke treu bleiben will.


Und zum Schluss: Rahmen sind in der Praxis, so ohne Mängel - 90% Glaubensfrage, aber es macht doch erst dann Spaß, darüber zu diskutieren:D. Die Profis fahren fast immer den Team-Sponsor. Vergleiche die Indivudualität beim Ski-LL oder Alpin. Da wird von Rennen zu Rennen gewechselt und man kann nur mit gutem Matrerial gewinnen.