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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lange Rennradtour mit Navi



kurzundflach
30.03.2010, 21:36
'n Abend zusammen!

In ein paar Wochen werde ich zu einer längeren Rennradtour aufbrechen und dabei Deutschland von Süden nach Norden durchqueren (ganz grob: Stuttgart-Hamburg, evtl. Lübeck oder Flensburg). Es wird für mich die erste Mehrtages-Streckentour mit dem Rennrad sein, nachdem ich bislang entweder solche Touren mit dem Reiserad (Packtaschen, Lenkertasche, teilweise Zelt...) oder Rennradwochen mit festem Quartier gemacht habe. Das Ganze soll auch als Test und zum Erfahrungsammeln für eine irgendwann stattfindende Alpenüberquerung (Route des Grandes Alpes?) dienen.

Klar, nur Minimalgepäck kommt mit (Kreditkarte und Zahnbürste, von letzterer der Stiel abgesägt :D). Wollte ich meine heißgeliebten Generalkarten mitnehmen, müsste ich für die Tour ein halbes Kilo Papier mitschleppen und an jeder dritten Kreuzung anhalten und auf die Karte gucken. Bei langen Eintagestouren habe ich mir bislang auch schon mal Zettel mit Abbiegehinweisen auf den Vorbau geklebt, doch nun habe ich mich entschieden, es mit einem Navi zu versuchen, einem Garmin eTrex Vista HCx mit City Navigator 2010 D/A/CH auf microSD-Karte.

Tagesstrecken sollen durchschnittlich 100-120 km sein, mal mehr, mal weniger. Da ich für die Tour 2 Wochen Zeit haben werde, kann ich mir den Luxus erlauben, spontan den einen oder anderen Umweg durch schöne Regionen zu machen oder bei einem Regentag das Rad ganz im Stall zu lassen. Das bedeutet jedoch auch, dass ich die Tour nicht vorausplanen kann, d.h. die Planung möchte ich erst jeweils am Abend zuvor direkt am GPS-Gerät über Routen und Wegpunkte machen und nicht daheim am PC.

Hat jemand schon mal sowas gemacht? Ein paar Punkte gibt es, bei denen ich mir noch unsicher bin:

1. Ganz ohne Papierkarte möchte ich nicht losfahren, schon alleine wegen der Übersichtlichkeit bei der Planung und auch als Sicherheit, falls das GPS kaputtgehen sollte, hier habe ich mir die (doppelseitig bedruckte!) ADAC-Länderkarte Deutschland (1:650.000) ausgeguckt. Viel größer sollte der Maßstab wohl nicht sein, weil es dann wieder zu viel Papier wird, auch hatte ich schon den Gedanken, einen billigen Autoatlas (1:400.000) zu kaufen und auszuschlachten, d.h. nur diejenigen Seiten mitzunehmen, die ich brauche, doch das würde je nach Blattschnitt wahrscheinlich ein arges Gefummel werden...

Wie machen das die GPS-benutzenden Langstreckenfahrer unter Euch? Welche Art von Papierkarte nehmt Ihr mit? Oder gar keine?

2. Bei der Planung der Route des nächsten Tages gibt es ja zwei grundlegende Möglichkeiten: Anfang und Endpunkt setzen und mittels "Gummibandmethode" und Zwischenwegpunkten die Route auf die gewünschte Strecke trimmen oder die Route vom Anfang bis zum geplanten Ziel Wegpunkt für Wegpunkt aufzubauen. Womit habt Ihr gute Ergebnisse erzielt?

Danke für alle sachdienlichen Hinweise :)

Sabway
30.03.2010, 22:14
Mit dem Planen ganzer Routen direkt auf dem Gerät habe ich keine Erfahrung, das mache ich immer im Vorfeld auf dem PC.

Was ich gelegentlich schon mal nutze ist die Navi-Funktion meines Edge (ebenfalls in Verbindung mit der CN). Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit sich die nächst gelegen Orte in einer Liste anzeigen zu lassen, so dass man sie relativ schnell auswählen kann und sich dann dahin navigieren lassen.

Das funktioniert ganz gut, wenn man die Strecke so ungefähr abgesteckt hat. Ich habe auch schon mal eine Art "Roadbook" auf die schnelle mit den wichtigsten Zwischenzielen notiert und diese dann unterwegs dann auf dem Navi ausgewählt und mich dahin routen lassen. Beim Edge funktioniert das auf den ruhigeren Nebenstraßen teilweise sogar beim Fahren.

Ich habe als Vorgabe Hauptverkehrsstraßen vermeiden eingestellt.

Gruß
Michael

pinguin
31.03.2010, 06:58
Ich plane sowas vorher am PC, setze die Wegpunkte so, dass ich unter MapSource am PC das gewünschte Ergebnis erhalte. (Dieselbe Route auf'm Garmin ergibt i.d.R. ne andere Streckenführung. Programmierer halt...)

Diese Planung beinhaltet Benutzung Papierkarte (Strich von A nach B ziehen), Auswertung dieser Luftlinie hinsichtlich Machbarkeit, Verfeinerung zum Polygonzug.

Umsetzung dieses Zuges in MS, Abschnittsweise Betrachtung der einzelnen Segmente, Optimierung nach Höhe, Zeit, Wegbeschaffenheit (Tracks erzeugen, in Google Earth begutachten).

Annahme, die Route steht exakt:

Route als GPX aus MS rausschreiben, in RouteConverter.exe (Google hilft) einlesen und in einen Track konvertieren lassen (gibt zig andere Möglichkeiten, diesen Schritt zu erledigen).

Dann diesen Track in GPS-Track-Analyse.NET importieren und dort unter Track bearbeiten die Satellitenhöhen zuweisen. So erhält man eine ungefähre Vorstellung über Höhenmeter und einen 3D-Track.

Dann wird aus diesem Track ein Karten-Overlay erzeugt. Zweck der Übung: Der Track wird als dummer, bunter, dicker Strich als eine eigenständige Karte, die transparent ist und sich über alle anderen im Gerät verfügbaren Karten legen läßt, dargestellt.

Wie früher beim Overhead-Projektor. Folie auflegen, Folie wegnehmen.

Witz dabei: Man kann unendlich lange und höchstexakte Trackabbilder auf den Garmin packen, ohne dass nur ein Wegpunkt benutzt wird. Es gibt keine Limits seitens des Geräts.

So einem dummen Linienzug folgt man nun einfach optisch.

Ich habe das letzten Sommer über eine Distanz von ca. 500 km so gemacht, der Track hätte nach herkömmlicher Machart weit über 10.000 Punkte gehabt. Routing nicht möglich, da Off-Road.

Heuer fahre ich nach Prag, da wird das gleiche an Planungsaufwand betrieben.


Eine Papierkarte nehme ich nur mit, wenn ich weiß, dass ich unterwegs kreativ umplanen muss oder mir sonstwas einfällt, was ich abseits der ursprünglichen Planung erreichen will.

goflo
31.03.2010, 07:17
Ich plane die Route am PC und drucke mir die Tagesetappen meist aus. Gebraucht habe ich diese Karten nie und ich fahre schon seit einem halben Jahrzehnt mit GPS durch die Lande.

Tracks finde ich nicht praktisch, da man keine Abbiegehinweise bekommt. Ich mag nicht immer auf den Track starren, sondern will geweckt werden, wenn ich abbiegen muss.

Ob du die Gummibandmethode nutzt, oder es anders machst, ist von Ergebnis her egal, mache es, wie es dir besser gefällt.

Birdman
31.03.2010, 08:24
Tracks finde ich nicht praktisch, da man keine Abbiegehinweise bekommt.
Wieso dass denn? Selbst meinen alten Garmin Foretrex ohne Kartendarstellung kann ich so einstellen, dass er mir bei Tracks Abbiegepunkte optisch und akustisch signalisiert.

Speichennippel
31.03.2010, 09:04
Eine Strecke auf dem Mäusekino zu planen ist natürlich suboptimal. Aber es geht. Ich weiß nicht, wie der Etrex es macht, beim Oregon kann man folgendes machen:

Einfach den Endpunkt eingeben und losfahren. Unterwegs ein wenig auf die Karte gucken und spontan irgendwo abbiegen wo es einem gefällt. Das Gerät erechnet nach kurzer Zeit einen neuen Weg zum Ziel, wenn man das "Bitte wenden" ignoriert. Da das Gerät immer die Entfernung zum Ziel anzeigt, kann man ganz gut abschätzen, ob alles im grünen Bereich ist.

Oder so:
Anfang und Endpunkt setzen und dann auf die Karte gucken, welche Straßen auf dem Weg zum Ziel vielversprechend aussehen und dort Zwischenziele setzen.
Dann einfach mit den Routingeinstellungen herumspielen, bis der Weg gut aussieht.

Die CN hat jedoch viele Wege, die wie Straßen aussehen in Wirklichkeit jedoch nicht fahrbar sind. Insbesondere wenn man "Fahrrad" aktiviert hat, mutet einem das Routing oftmals Wege zu, bei der man eine Machete braucht.
Außerdem sieht man schlecht, wo viel Bebauung ist.
Eine Karte, die das zwar auch nicht perfekt, aber um Längen besser kann, ist die All in One (OSM) (http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:All_in_one_Garmin_Map).

juergen0708
31.03.2010, 09:20
Ich hab das gleiche Gerät, gekauft 2008.

Ganz wichtig für Dich: Du kannst nur 50 Wegpunkte pro Route eingeben. Im Handbuch steht zwar was von 250 Wegpunkten pro Strecke, aber dies betriftt nur die Variante mit Luftlinie. Und Du willst Dir ja Abbiegehinweise vom Navi anzeigen (piepsen) lassen.

Also: Plane am PC jeweils Deine Abschnitte so, daß Du pro Route maximal 50 Wegpunkte hast. Dann kannst Du insgesamt max. 50 Routen planen mit jedoch nur insgesamt 1.000 Wegpunkten.

Info kam so übrigens gestern von Garmin!

muellmat
31.03.2010, 09:36
hier gibts ne video-anleitung (http://www.naviboard.de/vb/showpost.php?p=183707&postcount=1) wie man routen auch ohne wegpunkte erstellen kann.

voraussetzung:
mapsource
routingfähiges kartenmaterial

kurzundflach
31.03.2010, 10:02
Wie schon erwähnt, möchte ich diesmal unterwegs ganz flexibel bleiben, also muss ich wohl oder übel die Route am Gerät selbst eingeben, nicht am PC. Ich möchte ja eben gerade keine 14 Tage voraus planen, sondern unterwegs entscheiden, wie ich fahren werde. Dass die Routeneingabe direkt am GPS etwas fummelig ist, damit muss ich leben.


Einfach den Endpunkt eingeben und losfahren. Unterwegs ein wenig auf die Karte gucken und spontan irgendwo abbiegen wo es einem gefällt. Das Gerät erechnet nach kurzer Zeit einen neuen Weg zum Ziel, wenn man das "Bitte wenden" ignoriert. Da das Gerät immer die Entfernung zum Ziel anzeigt, kann man ganz gut abschätzen, ob alles im grünen Bereich ist.
Auf diese Idee bin ich noch gar nicht gekommen, ich bin bislang immer davon ausgegangen, über ein paar Wegpunkte das Routing auf eine gewisse Strecke zu erzwingen. (Mit dem Telekom-Routenplaner habe ich mal eine 220 km-Strecke mit nur 7 Zwischenstationen auf meine gewünschte Strecke hinbekommen, da sollte die 50-Wegpunkte-Begrenzung bei 120 km einzuhalten sein.) Funktioniert das in der Praxis tatsächlich?


Oder so:
Anfang und Endpunkt setzen und dann auf die Karte gucken, welche Straßen auf dem Weg zum Ziel vielversprechend aussehen und dort Zwischenziele setzen. Dann einfach mit den Routingeinstellungen herumspielen, bis der Weg gut aussieht.
Genau so hatte ich es mir auch vorgestellt gehabt, aber Deine erste Idee werde ich auf alle Fälle mal ausprobieren. Danke.


Die CN hat jedoch viele Wege, die wie Straßen aussehen in Wirklichkeit jedoch nicht fahrbar sind. Insbesondere wenn man "Fahrrad" aktiviert hat, mutet einem das Routing oftmals Wege zu, bei der man eine Machete braucht.
Oops... auch dann wenn man "Ungeteerte Straßen vermeiden" auswählt?


Außerdem sieht man schlecht, wo viel Bebauung ist.
Eine Karte, die das zwar auch nicht perfekt, aber um Längen besser kann, ist die All in One (OSM) (http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:All_in_one_Garmin_Map).
Von der OSM hatte ich mich gedanklich schon verabschiedet gehabt, da ich annahm, dass sie insbesondere in ländlichen Gegenden (noch) nicht so ausgereift ist. 95% der Strecke werde ich durch mir unbekanntes Gebiet fahren, andererseits möchte ich schon gerne Nebenstraßen (Kreisstraßen etc.) benutzen, daher sollte sie schon einigermaßen komplett sein (etwa auf dem Niveau einer Generalkarte 1:200.000). Ist das tatsächlich schon der Fall?

Bleibt noch die Frage nach der zusätzlichen Papierkarte. Welche nehmt Ihr mit?

pinguin
31.03.2010, 10:18
Die Einstellung "Fahrrad" ist manchmal zweifelhaft. Vorteil dieser Einstellung: zur Berechnung der verbleibenden Fahrzeit bis zum Ziel wird der aktuelle Durchschnitt verwendet.

Gut verwendbar ist "Lieferwagen", aber da wird der Durchschnitt eines Lieferwagens benutzt, sämtliche Zeitberechnungen sind dann natürlich für die Füße.

Welche Papierkarte? Die Frage kann man doch nur beantworten, wenn man mehr über deine Reise weiß.

200.000er sollte für Überblick passen.

da-marsi
31.03.2010, 10:42
Hi,

ich hab bereits mehrere weite Mehrtagestouren gemacht, sowohl mit Kartenmaterial, als auch Garmin 705.

Vorweg: beides hat (wie alles im Leben) seine Vor- und Nachteile.

Ich habe ein paar Touren gemacht, vor denen ich akribisch genau die Strecken ausgearbeitet habe und mir diese dann für jeden Tag auf mehreren kleinen Zetteln ausgedruckt habe um sie mir auf den Lenker zu papen.

Das hat viel Zeit gekostet, aber ich hab ich intensiv mit der Strecke beschäftigt und wusste immer wo ich war und welche Besonderheiten auf mich drauf zukommen. Zudem hatte ich noch eine General-Karte unterm Trikot. Dennoch war es halt immer anstrengend und sehr zeitraubend, wenn du an ner Kreuzung stehst, die mitten in der Walachei ist und keine Schilder, oder Menschen weit und breit zu sehen sind. Da ist man kurz vorm Verzweifeln.

Andersherum: Ein Navi erleichtert sehr viel, wählt aber automatisch nicht immer den idealsten Weg. Manchmal macht es mehr Sinn an einem Fluss 50km mehr entlang zu Fahren, als 50km zu sparen, dafür aber 1300hm mehr machen zu müssen. Oder ich fahre lieber auf Landstraßen, als auf Bundesstraßen. Je nach Navi ist das sehr unterschiedlich.

Mein Fazit: Für mich ist die Ideallösung, dass ich vorab die Strecke am Rechner genau ausarbeite und dann die einzelnen Streckenabschnitte ins Navi als Route eingebe. Damit hab ich vorab für mich genug Sicherheit die richtigen Strecken gewählt zu haben, aber auch den Komfort, dass ich mir bei jeder kleinen Weggabelung nicht das Hirn zermartern muss oder zuviel Zeit unterwegs mit Kartengucken verbringe.

goflo
31.03.2010, 10:54
Wieso dass denn? Selbst meinen alten Garmin Foretrex ohne Kartendarstellung kann ich so einstellen, dass er mir bei Tracks Abbiegepunkte optisch und akustisch signalisiert.

Oh, mir fällt ein, es gibt diese Funktion "Trackback" ... arbeitest du damit, oder wie bekommt man beim Abfahren von Tracks Abbiegehinweise?

Die Frage bezieht sich allerdings auf LegendC oder Vista.

de_muur
31.03.2010, 11:32
Wie schon erwähnt, möchte ich diesmal unterwegs ganz flexibel bleiben, also muss ich wohl oder übel die Route am Gerät selbst eingeben, nicht am PC. Ich möchte ja eben gerade keine 14 Tage voraus planen, sondern unterwegs entscheiden, wie ich fahren werde. Dass die Routeneingabe direkt am GPS etwas fummelig ist, damit muss ich leben.

Ich wuerde an deiner Stelle trotzdem schon mal die Route am PC abschnittsweise durchplanen. Du musst dich dann ja nicht zwingend daran halten, hast aber schon mal eine ordentliche Grundlage, wenn du spontan werden willst. Mal abgesehen davon wird es sicherlich auch Tage geben, wo du einfach nur der vorgeplanten Strecke folgen wirst.

Beim Unterwegsplanen sehe ich das Hauptproblem darin, dass das automatische Routing fuers Rennrad doch manchmal ziemlichen Muell ergibt. Das ist dann auf dem kleinen Display recht schlecht zu erkennen, es fehlt halt die Uebersicht, die man auf einer Papierkarte oder einem grossen Monitor hat.

Von den Garmin CN Karten bin ich aufgrund schlechter Erfahrungen abgekommen. In der Gegend, in der ich sie ausprobiert hatte, hatte ich die Wahl zwischen der Option Hauptstrassen vermeinden, dann hat mich das Routing inakzeptable Umwege langgeschickt, oder Hauptstrassen zulassen, dann hat mich das Routing einfach komplett die Bundesstrassen entlang gejagt.

Meiner Meinung nach sind die verschiedenen OSM-basierten Karten inzwischen fuer das Radrouting die bessere Wahl. Die weissen Flecken auf den Karten sind in Deutschland inzwischen so klein geworden, dass sie auf einer Quer-Durchs-Land-Tour kaum noch auffallen duerften. Aber auch hier gilt: Es ist sicherlich nicht falsch, das vorher mal am PC durchzuplanen, damit man weiss, was einen erwartet.

Gruss
Torsten

juergen0708
31.03.2010, 12:29
Hatte am PC mir ein Routing machen lassen mit MapSource und zwar mit Fahrrad als eingestelltes Verkehrsmittel. War dann sehr überrascht, daß der mich doch auf die Autobahn geschickt hat.

Also Vorsicht, falls Du bei der Eingabe der täglichen Strecke nur Deinen Endpunkt angibst. Womöglich schickt er Dich auch auf ne Autobahn. Hauptverkehrsstraßen solltest Du aber auch als Option eingeben, ansonsten schickt er Dich zig Kilometer in der Gegend rum. Wäre mir zumindest auf Malle passiert.

supertester
31.03.2010, 12:42
Ich habe nach ziemlichen Problemen Routing mit meinem Vista HcX eingestellt. Seitdem erstelle ich in Mapsource Routen, die ich dann als Track nachzeichne und nur den nutze ich dann. Die Neuberechnung auf dem navi sit mir zu gefährlich, wenn ich drauf angewiesen bin.

Warum planst Du die Touren nicht als Tracks ideal vor und weichst dann ab, wenn Du willst? Ich mache das praktisch jedes Mal so. Anhand der Karte sieht man ja immer, wo man gerade ist und ein Verfahren ist fast unmöglich. Wenn ich der vorgeplanten Trackroute weiter folgen will, fahre ich einfach wieder drauf.
Die gedruckte Karte würde ich mir sparen. Wenn Dein Navi kaputt geht oder geklaut wird, kannst Du immer noch improvisieren. Eine Deutschlandkarte fphrt fast jede Buchhandlung. Den Fall hielte ich aber für sehr unwahrscheinlich.

Ich selbst würde auch gerne ein Projekt wie das Deine umsetzen. Problem ist dabei für mich eher das nötige Material zu transportieren. Man will ja nicht 7 Tage bei Hitze in gleicher Kleidung fahren. Kreditkarten akzeptiert auch nicht jeder Laden.
Solange ich aber eine digitale Karte, einen Idealtrack und 2 Ersatzbatterien habe, komme ich schon irgendwo an. :)

muellmat
31.03.2010, 12:46
.... Seitdem erstelle ich in Mapsource Routen, die ich dann als Track nachzeichne und nur den nutze ich dann. ...

route mit gpsies in track konvertieren ist bequemer :ä

supertester
31.03.2010, 13:30
Oder so. :)

Kjuh
31.03.2010, 13:40
Ich habe zwar selber noch keine mehrtägigen Touren geplant, plane jedoch mit meinem 705 seit zwei Jahren meine Urlaubstouren im voraus, ohne, dass ich einen PC dabeihabe. Dabei erstelle ich immer Routen, weil ich eben die Abbiegehinweis ganz praktisch finde. Allerdings war ich letztes Jahr in Nordholland unterwegs und da zeigte es sich, dass das Thema "straßenbegleitender Radweg" in den von mir verwendeten Karten (CN von 2008 und eine neue OSM- Karte) noch nicht ausreichend bearbeitet war. Entweder hätte ich (verbotenerweise :eek:) auf der Straße fahren müssen oder stand immer wieder, wenn der Radweg überraschenderweise von der Straße wegging kartentechnisch im Nirwana, weil der Radweg nicht in den Karten und damit Routing nicht möglich war (bei OSM sollte es mittlerweile genügend Karten geben, die Radwege auch mit Beschreibung der Oberflächenqualität enthalten). In den Ballungsgebieten um Alkmaar und Amsterdam habe ich mich deswegen auch an den "lila Wurm" gewöhnt.
Ich würde die Tour wie Muellmat beschreibt mittels Tracks planen, vielleicht an den Stellen, an denen Du Dir überlegst, einen Abstecher zu machen, ein paar Alternativwürmer generieren. Und wenn Du dann auf der Strecke Zusatzinformationen bekommst, kannst Du das Ziel immer noch am Gerät direkt eingeben.
Noch eins zum Routing mit OSM/CN: das Kartenmaterial OSM ist meiner bescheidenen Meinung nach mittlerweile dem von CN überlegen (und ich bilde mir ein, in eher "ländlichen" Regionen unterwegs zu sein). Ich habe mit der OSM- Karte, die ich derzeit nutze, lediglich das Problem, dass mein 705 mir beim Routing an jedem Feldweg sagt, dass ich auf der Straße weiterfahren soll. Das Piepsen selber wäre nicht das Problem (und lässt sich ja auch abstellen) aber jedesmal wenn ich in die Nähe (300m bis 400m) eines Feldwegs kommt, schaltet mein 705 den Bildschirm um und ich hab' die ganzen Fahrradfunktionen nicht mehr im Blick, bis ich den Weg passiert habe. Bei uns kommt fast alle 500m ein Feldweg...
Wenn Du die Karten nicht komplett auf einer microSD- Karte hast, ist außer dem richtigen Bezeichnen der Tracks/ Routen (damit Du sie später auf dem Gerät auch zuordnen kannst) wichtig, dass Du im mapsource die richtigen Karten- Kacheln aufs Gerät lädtst.

muellmat
31.03.2010, 13:50
...
Ich würde die Tour wie Muellmat beschreibt mittels Tracks planen, ....

sorry für ot, aber ich würde als route planen. es ging nur ums nachzeichnen einer route als track in mapsource, was mir zu umständlich wäre.

routen nutze ich auf dem edge beim rr regelmäßig. allerdings kann man am edge die neuberechnung ausschalten was glaube ich beim etrex nicht geht.

supertester
31.03.2010, 14:59
allerdings kann man am edge die neuberechnung ausschalten was glaube ich beim etrex nicht geht.

Sollte korrekt sein, zumindest fürs etrex kann ich das bestätigen. Musste mal Fahrt auf dme geplanten Wege abbrechen, weil er mich immer weider im Kreis führte. Track hatte ich nicht dabei. Seitdem nur Tracks, wenn ich eine besondere Route fahren will.

Speichennippel
31.03.2010, 20:17
hier gibts ne video-anleitung (http://www.naviboard.de/vb/showpost.php?p=183707&postcount=1) wie man routen auch ohne wegpunkte erstellen kann.

voraussetzung:
mapsource
routingfähiges kartenmaterial

Ein Wegpunkt ist einfach eine Koordinate, der man ein Symbol und einen Kommentar zuordnen kann. Ein Wegpunkt kann Bestandteil einer Route sein.

Man benötigt keine Wegpunkte für eine Route. Man kann Routen auch so zusammenklicken. Das Oregon und Dakota kann nur 50 Punkte, egal wie man die erstellt.
Wie der eTrex Vista HCx das macht, weiß ich allerdings nicht.

kurzundflach
31.03.2010, 22:40
Vielleicht habe ich mich doch noch zu undeutlich ausgedrückt: Mit "flexibel" meine ich, dass ich mir erst unterwegs die Tour überlegen möchte, je nach Wetter, Windrichtung, Lust und Laune. (Ob ich über die Rhön oder den Thüringer Wald fahre, entscheide ich z.B. erst unterwegs!) Jegliche Vorplanung am PC ist bei dieser Tour daher zu 99% für die Katz. Eure Hinweise nehme ich jedoch dankbar für andere zukünftige Touren entgehen, die ich eher vorher planen kann.


Die Einstellung "Fahrrad" ist manchmal zweifelhaft. Vorteil dieser Einstellung: zur Berechnung der verbleibenden Fahrzeit bis zum Ziel wird der aktuelle Durchschnitt verwendet.
Gut verwendbar ist "Lieferwagen", aber da wird der Durchschnitt eines Lieferwagens benutzt, sämtliche Zeitberechnungen sind dann natürlich für die Füße.
Geniale Idee! (Warum, schreibe ich weiter unten!) Die Zeitberechnung ist mir auf dieser Tour völlig wurscht, ich suche mir was zum Übernachten, wenn es Abend wird/ich keine Lust mehr habe/was Nettes finde/der Kohldampf überhandnimmt.


Welche Papierkarte? Die Frage kann man doch nur beantworten, wenn man mehr über deine Reise weiß.

200.000er sollte für Überblick passen.
Wie gesagt: Ungefähr Stuttgart-Hamburg. Mit den doppelseitigen Pocket-Generalkarten 1:200.000 gibt das einen ordentlichen Stapel Papier, daher war ja meine Idee, eine Karte mit kleinerem Maßstab zu verwenden, gerade wegen der Übersichtlichkeit bei der Grobplanung. Die genannte ADAC 1:650.000 hätte zudem den Vorteil, dass sie doppelseitig bedruckt ist und ich nicht einen Quadratmeter leeres Papier mit mir herumtragen muss. Andererseits ist das vielleicht doch zu kleinmaßstäbig? Daher würden mich die Erfahrungen von Langstreckenfahrern besonders interessieren, die mit Navi und zusätzlicher Karte fahren: Welche Karte habt Ihr dabei?


Ich habe ein paar Touren gemacht, vor denen ich akribisch genau die Strecken ausgearbeitet habe und mir diese dann für jeden Tag auf mehreren kleinen Zetteln ausgedruckt habe um sie mir auf den Lenker zu papen.

Das hat viel Zeit gekostet, aber ich hab ich intensiv mit der Strecke beschäftigt und wusste immer wo ich war und welche Besonderheiten auf mich drauf zukommen. Zudem hatte ich noch eine General-Karte unterm Trikot. Dennoch war es halt immer anstrengend und sehr zeitraubend, wenn du an ner Kreuzung stehst, die mitten in der Walachei ist und keine Schilder, oder Menschen weit und breit zu sehen sind. Da ist man kurz vorm Verzweifeln.
Exakt so habe ich es bei manch längerer Tagestour auch gemacht, wobei ich bei 150-220 km im Durchschnitt vielleicht 3x zum Kartegucken anhalten musste. Den Rest erledigte das Zettelchen auf dem Vorbau, da standen dann Abbiegehinweise, Straßennummern und Richtungshinweise. Die Kreuzungen in der Walachei waren damit kein Problem, eher die Stadtdurchfahrten.


Andersherum: Ein Navi erleichtert sehr viel, wählt aber automatisch nicht immer den idealsten Weg. Manchmal macht es mehr Sinn an einem Fluss 50km mehr entlang zu Fahren, als 50km zu sparen, dafür aber 1300hm mehr machen zu müssen. Oder ich fahre lieber auf Landstraßen, als auf Bundesstraßen. Je nach Navi ist das sehr unterschiedlich.
Daher würde ich gerne die Planung nicht ausschließlich dem Autorouting überlassen, sondern eher selbst die Straßen aussuchen und das Ding so lange mit Zwischenwegpunkten beschießen, bis es sich ergibt :D


Meiner Meinung nach sind die verschiedenen OSM-basierten Karten inzwischen fuer das Radrouting die bessere Wahl. Die weissen Flecken auf den Karten sind in Deutschland inzwischen so klein geworden, dass sie auf einer Quer-Durchs-Land-Tour kaum noch auffallen duerften.
Ermutigt durch Deine Aussage habe ich mir die OSM mal angeschaut, die "All-In-One" auf eine microSD-Karte geladen und war von der Darstellung auf dem Display auf Anhieb begeistert. 1000x besser als auf der City Navigator 2010! Noch besser gefiel mir die OSM-"Radkarte" (http://www.naviboard.de/vb/showthread.php?t=37271).

Nun habe ich einige Testrouten erstellt: Im Modus "Fahrrad" mit Ausschluss ungeteerter Wege berechnete er bei einer kleinen 10 km-Strecke ganz üblen Mist, u.a. landete ich schon nach 2 km auf einer Schotterstraße (die in der Karte korrekt als solche gekennzeichnet war). Im Modus "Lieferwagen" führte er mich nahezu über dieselbe Strecke, die ich selbst immer fahre - über reine Radwege, Landwirtschaftswege und einen unnötigen, aber schönen Berg, an dessen "Passhöhe" der Lieferwagenfahrer allerdings einen Pfosten abzusägen hätte, um durchzukommen :Applaus:. Kann es sein, dass "Lieferwagen" hier in Wirklichkeit "Rennrad" bedeutet?


Die gedruckte Karte würde ich mir sparen. Wenn Dein Navi kaputt geht oder geklaut wird, kannst Du immer noch improvisieren. Eine Deutschlandkarte fphrt fast jede Buchhandlung. Den Fall hielte ich aber für sehr unwahrscheinlich.
Die Papierkarte soll mir in erster Linie zur Übersicht bei der Tagesplanung dienen, die Backup-Funktionalität ist eher ein Abfallprodukt. Allerdings bin ich Navi-Greenhorn und fühle mich mit einer zusätzlichen Karte schon wohler...


Ich selbst würde auch gerne ein Projekt wie das Deine umsetzen. Problem ist dabei für mich eher das nötige Material zu transportieren. Man will ja nicht 7 Tage bei Hitze in gleicher Kleidung fahren. Kreditkarten akzeptiert auch nicht jeder Laden.
Irgendwo finde ich noch ein Plätzchen für eine EC-Karte und ein paar Geldscheine :) Immerhin kommen Tagesrucksack und eine kleine Satteltasche mit, mit Zivilklamotten, Regenjacke und ein wenig Kleingeraffel. Hitze hat es Ende April hoffentlich noch nicht, die Radklamotten sind morgens trocken, wenn ich sie abends wasche.


Noch eins zum Routing mit OSM/CN: das Kartenmaterial OSM ist meiner bescheidenen Meinung nach mittlerweile dem von CN überlegen (und ich bilde mir ein, in eher "ländlichen" Regionen unterwegs zu sein). Ich habe mit der OSM- Karte, die ich derzeit nutze, lediglich das Problem, dass mein 705 mir beim Routing an jedem Feldweg sagt, dass ich auf der Straße weiterfahren soll. Das Piepsen selber wäre nicht das Problem (und lässt sich ja auch abstellen) aber jedesmal wenn ich in die Nähe (300m bis 400m) eines Feldwegs kommt, schaltet mein 705 den Bildschirm um und ich hab' die ganzen Fahrradfunktionen nicht mehr im Blick, bis ich den Weg passiert habe. Bei uns kommt fast alle 500m ein Feldweg...
Wenn Du die Karten nicht komplett auf einer microSD- Karte hast, ist außer dem richtigen Bezeichnen der Tracks/ Routen (damit Du sie später auf dem Gerät auch zuordnen kannst) wichtig, dass Du im mapsource die richtigen Karten- Kacheln aufs Gerät lädtst.
Ich habe mich mit dem Selbsterstellen von Karten auf Basis von OSM noch nicht befasst, sondern nur fertige .img-Dateien der All-In-One und der Radkarte ausprobiert. Doch vielleicht ist es für geübte OSMler möglich, ungeteerte Feldwege aus der Karte komplett rauszuschmeißen und somit eine Rennradkarte zu erstellen?

Bursar
31.03.2010, 22:56
Was hast du denn für ein Navi am Fahrrad?

Bursar
31.03.2010, 23:01
In MapSource benutze ich statt Lieferwagen in der Routingeinstellung bisher nur Ambulanz.
Hat da einer einen Vergleich, was besser ist?
Der Edge 705 übernimmt ja nicht die Route aus MapSource, sondern nur die Wegpunkte und berechnet die Route mit seinen eigenen Einstellungen neu.
Wenn ich in Mapsource Ambulanz einstelle und im Edge Fahrrad, ist die Route bis jetzt immer identisch gewesen.

Richtig lange Touren würde ich nicht in einem Stück planen, sondern in mehrere kurze Stücke unterteilen.
Falls man mal abweicht, wird so die neue Route weitaus schneller neu berechnet.

pinguin
01.04.2010, 06:57
Ambulanz vs. Fahrrad. Klasse, das muss ich mal ausprobieren. Hätte nämlich schon gerne die reale Schnittberechnung auf'm Rad aktiv.

Mal sehen, was der etrex da so kann.

muellmat
01.04.2010, 08:13
In MapSource benutze ich statt Lieferwagen in der Routingeinstellung bisher nur Ambulanz.
Hat da einer einen Vergleich, was besser ist?
Der Edge 705 übernimmt ja nicht die Route aus MapSource, sondern nur die Wegpunkte und berechnet die Route mit seinen eigenen Einstellungen neu.
Wenn ich in Mapsource Ambulanz einstelle und im Edge Fahrrad, ist die Route bis jetzt immer identisch gewesen.

Richtig lange Touren würde ich nicht in einem Stück planen, sondern in mehrere kurze Stücke unterteilen.
Falls man mal abweicht, wird so die neue Route weitaus schneller neu berechnet.

doch, das tut er. du musst am edge nur die neuberechnung ausschalten und alles ist gut :D

muellmat
01.04.2010, 08:15
Ein Wegpunkt ist einfach eine Koordinate, der man ein Symbol und einen Kommentar zuordnen kann. Ein Wegpunkt kann Bestandteil einer Route sein.

Man benötigt keine Wegpunkte für eine Route. Man kann Routen auch so zusammenklicken. Das Oregon und Dakota kann nur 50 Punkte, egal wie man die erstellt.
Wie der eTrex Vista HCx das macht, weiß ich allerdings nicht.

hast du dir das video mal angeschaut? wie ich es verstanden habe, ist die gummiband funktion genau aus dem grund so praktisch, weil die 50 wegpunkt-grenze charmant umgangen wird. ich werds an ostern mal für den edge testen.

ja, schon wieder ot. sorry :Angel:

felixheine
01.04.2010, 09:26
Muss auch mal meinen Senf dazu geben.

Im letzten Sommer bin ich mit dem Renner von Garmisch an den Gardasee gefahren. Meine, in mehreren Stunden am PC ausgearbeiteten Routen, haben uns auf der Tour wenig genutzt.
Die erste Etappe sind wir noch nach Route gefahren, aber die fehlende Flexibilität hat uns schon am zweiten Tag davon abgebracht. Etappe kürzen, verlängern oder ganz anders fahren und schon ist die gespeicherte Route für´n Arxxx.

Wir haben dann einfach jeden einzelnen Tag in Etappen verplant. Mittag´s bis zur Stadt X/Pass Y (Einfach im 705 als Ziel eingegeben und hin routen lassen) und dort für Nachmittags wieder neu entscheiden usw. ... Wenn wir eine grobe Übersichtskarte brauchten, haben wir einfach an einer Tankstelle in einen Straßenatlas geschaut. Oft haben uns auch andere Radfahrer Tipps gegeben, die wir somit auch schnell umsetzen konnten.

Die nächste Tour in den Alpen werde ich genauso wieder angehen.

Gruß Felix

Speichennippel
01.04.2010, 13:59
hast du dir das video mal angeschaut? wie ich es verstanden habe, ist die gummiband funktion genau aus dem grund so praktisch, weil die 50 wegpunkt-grenze charmant umgangen wird. ich werds an ostern mal für den edge testen.

ja, schon wieder ot. sorry :Angel:

Ich habe das Video bestimmt 5 mal geguckt und habe die Gummibandfunktion ausgiebig getestet. Es entstehen auf diese Art 3 verschiedene Arten von Punkten:
Kartenkreuz: wenn der Punkt genau auf einer Kreuzung ist
Kartenzone: wenn der Punkt irgendwo ist
Kartenlinie: wenn der Punkt auf einem Weg liegt.

Anscheinend geht jedes Gerät anders mit diesen Zwischenzielen um. Das Oregon kann nur 50 Punkte, egal wie die Zustande kommen. (bei Autorouting)
Andere Geräte können maximal 50 WEGPUNKTE in eine Route aufnehmen, jedoch wesentlich mehr von den oben genannten.

Außerdem erzeugt Mapsource eine Liste mit Richtungen, den Abbieghinweisen.
Wenn ich es richtig verstanden habe, können manche Gerät diese Liste übernehmen, wenn man die Neuberechnung aus macht. Der Oregon kann das nicht. Auf diese Art können Geräte ohne Kartendarstellung trotzdem Abbiegehinweise einblenden, jedoch nur am PC vorgeplante, keine spontan errechneten.

Ist zwar jetzt wirklich OT, aber dieses Thema mit den grauen Punkten kommt immer wieder und stiftet Verwirrung.

Für die Eingangsfrage ist das nicht relevant, da der TE ohne zu planen fahren will.
Ich wollte kürzlich zur Staumauer der Glörtalsperre, weil ich die noch nie gesehen hatte. Danach habe ich auf dem Navi 3 oder 4 Punkte gesetzt, wo die Strecke einladend aussah. Unterwegs habe ich irgendwelche Straßen benutzt, das Navi hat zuverlässig immer wieder neu die Strecke berechnet, so dass ich auch irgendwann am Ziel angekommen bin.
Wenn der etrex des TE das auch so kann, würde ich die Eingangsfrage auf diese Art beantworten.

pinguin
01.04.2010, 14:55
Ein eTrex kann das.

Allerdings, wenn man irgendwo unterwegs ist, wo man noch nie war, dann kann das Neuberechnen des GPSr erheblichen Blödsinn verursachen bis hin zu riesigen, sinnlosen Umwegen.

Beispiel aus meinem Heimatrevier: Habe "Fernstraßen OFF" gesetzt, brauche ich normal nicht. Wollte mich auf schnellstem Weg nach Hause routen lassen, es ging um jede Minute. Luftlinie keine 30 km. Berechnung über 60 km! Was aber nicht sein kann, weil ich den Weg ja kannte.

Lösung: Ich musste 500 Meter B26 fahren (innerorts, von einer Einmündung zu einer "Abmündung"). Tja, Fernstraße. Also geht das nicht in meiner Konfig, also ewiger Umweg, da ja noch ne Flußbrücke angefahren werden muss, um den Main überqueren zu können (nächstes Thema "Fähren"... Lustige Erfahrungen auch hierzu).

Was ich sagen will: Ich würde mich nie auf Autorouting eines GPSr verlassen.

Speichennippel
01.04.2010, 15:10
Da hat der pinguin recht, die Routingeinstellungen sind bei Garmin etwas undurchsichtig.
"Autobahn vermeiden" vermeidet nicht nur Autobahnen, sondern auch noch die Straßen mit dem B vorne. Da können schon lustige Routingblumen entstehen.
Auch wenn man Sträßchen benutzt, die in der Karte noch fehlen, können ziemliche Auswüchse entstehen.
Ganz witzig ist die OSM mtbmap. Da bedeutet "Mautstraßen vermeiden" "Singletreail vermeiden".

Am besten für mein vorgeschlagenes Vorgehen ist: "Fahrrad", "kürzere Zeit" und "unbefestigte Wege vermeiden" und ein aktives Auge auf die Karte und Umgebung. Wenn man da z.B. über den Rhein muss, wird das Navi kaum sagen "Fähre fahren", aber das sieht man ja dann live vor Ort.



Irgendwann wird ein Navihersteller noch verklagt, weil das Gerät das von rechts kommende Auto nicht angezeigt hat...... :D

schs
01.04.2010, 15:32
Muss auch mal meinen Senf dazu geben.

Im letzten Sommer bin ich mit dem Renner von Garmisch an den Gardasee gefahren. Meine, in mehreren Stunden am PC ausgearbeiteten Routen, haben uns auf der Tour wenig genutzt.
Die erste Etappe sind wir noch nach Route gefahren, aber die fehlende Flexibilität hat uns schon am zweiten Tag davon abgebracht. Etappe kürzen, verlängern oder ganz anders fahren und schon ist die gespeicherte Route für´n Arxxx.

Wir haben dann einfach jeden einzelnen Tag in Etappen verplant. Mittag´s bis zur Stadt X/Pass Y (Einfach im 705 als Ziel eingegeben und hin routen lassen) und dort für Nachmittags wieder neu entscheiden usw. ... Wenn wir eine grobe Übersichtskarte brauchten, haben wir einfach an einer Tankstelle in einen Straßenatlas geschaut. Oft haben uns auch andere Radfahrer Tipps gegeben, die wir somit auch schnell umsetzen konnten.

Die nächste Tour in den Alpen werde ich genauso wieder angehen.

Gruß Felix

Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Als Vorbereitung meiner Touren studiere ich ausgiebig Kartenmaterial und lege mir eine grobe Richtung zurecht, da reichen ein paar Ortschaften/Pässe/Sehenswürdigkeiten, die ich unbedingt ansteuern will. Diese notiere ich mir. Auf die Reise nehme ich dann *eine* passende Übersichtskarte mit und nütze das GPS nur in speziellen Situationen, z.B. Orientierung in einer grösseren Stadt, Anfahrt zum Hotel/Bahnhof/wasauchimmer.
So machen die Touren Spass, man behält die Augen offen und entdeckt vielleicht die eine oder andere Strecke, die man mit fest geplanter Route kaum angesteuert hätte.

Bursar
01.04.2010, 17:08
doch, das tut er. du musst am edge nur die neuberechnung ausschalten und alles ist gut :D
Und wenn unterwegs mal neu berechnet werden muss?

Tristero
01.04.2010, 18:20
Bzgl. Karten verwende ich für solche Scherze immer Kopien. Das schont die guten Karten und man kann das aktuelle Blatt prima in einer Klarsichtfolie in der Trikottasche mitführen, dann hat man es auch während der Fahrt zur Hand. Routenplanung kann dann am Vorabend spontan mit Hilfe eines Textmarkers erfolgen. Weiterer Vorteil ist, dass das Gepäck unterwegs immer leichter wird. Low Tech eben. :D

muellmat
02.04.2010, 17:09
Und wenn unterwegs mal neu berechnet werden muss?

wenn es unbedingt sein muss, kann man natürlich neu berechnen lassen oder eine neue route erstellen. wir sind im letzten jahr eine strecke von 1300 km quer durch d (http://www.bikemap.net/route/301386) gefahren. einer der mitfahrer hatte sich SEHR viel mühe mit der ausarbeitung der strecke gemacht. die etappen haben einige andere als gpx-tracks und/oder routen auf ihren edge gepackt. fazit: neuberechnen war unterwegs nicht einmal nötig.

kurzundflach
06.04.2010, 16:10
Übers Wochenende habe ich das Dingelchen mal ausprobiert und war doch recht ernüchtert, was das automatische Routing über die "Radfahrer"-OSM anging. Besser klappte es mit dem CN 2010, doch die OSM-Darstellung ist um Welten besser. (Vielleicht ist die mtbmap (s.u.) die Rettung?)


Da hat der pinguin recht, die Routingeinstellungen sind bei Garmin etwas undurchsichtig.
"Autobahn vermeiden" vermeidet nicht nur Autobahnen, sondern auch noch die Straßen mit dem B vorne. Da können schon lustige Routingblumen entstehen.
Auch wenn man Sträßchen benutzt, die in der Karte noch fehlen, können ziemliche Auswüchse entstehen.
Ganz witzig ist die OSM mtbmap. Da bedeutet "Mautstraßen vermeiden" "Singletreail vermeiden".
Aufgrund ihres Namens hatte ich diese bislang völlig ignoriert, doch gestern mal neugierig nachgeschaut, und was sehe ich da? "Taxi = Racing Bicycle mode – also no bridleways except if cycling explicitely allowed! (You also have to check avoid unpaved roads and avoid toll roads)."

Hat das schon mal jemand ausprobiert? Klingt ja wie eine Ideallösung.


Am besten für mein vorgeschlagenes Vorgehen ist: "Fahrrad", "kürzere Zeit" und "unbefestigte Wege vermeiden" und ein aktives Auge auf die Karte und Umgebung. Wenn man da z.B. über den Rhein muss, wird das Navi kaum sagen "Fähre fahren", aber das sieht man ja dann live vor Ort.
Wobei man offenbar bei Flussüberquerungen auf alle Fälle händisch eingreifen muss, da das Vista mit der CN 2010 nie über Fähren routet - von Bingen nach Rüdesheim jagt er einen bei Mainz über die Brücke, obwohl die Fähre in der Karte eingezeichnet ist. In solchen Fällen bleibt nichts anderes übrig, als zunächst manuell die geeignete Fähre herauszusuchen und das Routing nur bis zum/vom Fähranleger einzuschalten. Für meine Bedürfnisse ist das jedoch eher unwichtig.