PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : nach Unfall: Gabel Tausch oder nicht?



3rad
31.05.2010, 13:46
Ergebnis meiner Radausfahrt am WE.

Ich habe entgegen meiner sonstigen Angewohnheit einen Radweg
benutzt und zwar wegen der Vielzahl von übermotivierten
motorisierten Zweiradfahrer.
Mir kamen auf einer S-Kurve hinter der (Unter)Durchquerung einer
Brücke 2 Radfahrer (spazierfahrer) entgegen.
Diese fuhren nach hinten versetzt nebeneinander.
Als sie mich entdeckten wechselten sie die Seiten, was als
Konsequenz eine Vollbremsung und einen leichten Aufprall zur Folge
hatte.
Das Vorderrad hat wohl deswegen gelitten, weil ich samt Rad in der
vertikalen unterwegs war und dabei ist das Vorderrad eingeknickt.
Ansonsten wohl keine Materialdefekte.
Die Gabel hab ich ausgebaut und wieder eingebaut, da ist nichts zu
sehen.

Ich selber habe bis auf eine kleine Rippenprellung hinten rechts
unten nichts weiter abbekommen.

RAL1028
31.05.2010, 13:55
Carbon- oder Alugabel?

Ich hatte vor drei Jahren mal einen Unfall, da war auf den ersten Blick an der Carbongabel auch nichts zu sehen. Bei näherem Hinsehen waren dann aber ein paar Risse zu entdecken. Ich hab daraufhin Gabel, Vorbau und auch Lenker getauscht - meine Laufräder sahen aber auch noch etwas heftiger verbogen aus als bei dir.:Angel:
Es kommt ja auch noch ein bisschen auf das Unfallgeschehen an, denke ich. Ich bin damals knapp fünf Meter durch die Luft geflogen und gegen eine Mauer gekracht. Wenn man einfach "nur" in einen Radfahrer reinfährt, ist die Krafteinwirkung auf die Gabel vielleicht nicht so groß? Vor allem, wenn das Laufrad schon ne Menge Aufprallenergie absorbiert hat.

3rad
31.05.2010, 13:59
ich war nicht besonders schnell, da gut gebremst, max 15-18km/h, vielleicht
weniger, kann ich nicht mehr sagen.
Ich hatte mit dem Vorderrad Kontakt mit dem entgegenkommenden Fahrer,
dadurch bin ich auf 0km/h runtergebremst worden. Das Hinterrad ging hoch,
dadurch hat offenbar soviel Gewicht auf das Vorderrad gedrückt, dass es sich
verbogen hat.

RAL1028
31.05.2010, 14:03
Da würde ich spontan sagen, dass eigentlich nichts passiert sein dürfte.
Zumal dein Vorderrad sich ja nicht wegen des Unfalls verbogen hat, sondern weil da das ganze Systemgewicht kurzzeitig drauf gelastet hat. Dann sollte die Gabel ja eigentlich nichts abbekommen haben.

Aber vielleicht gibt´s hier noch ein paar mehr, die das auch für eher unbedenklich halten?

Tom0869
31.05.2010, 14:38
Denke das sollte auch eine Carbongabel aushalten.
Hab selbst im letzten Jahr einen Unfall gehabt bei dem ich mit ca. 30 km/h in eine beladen Schubkarre geknallt bin. Der Aufprallwinkel war ca. 90 Grad. Mein Vorderrad hat dabei nichts abbekommen (Easton EA90 SL) an der Gabel sind auch keine sichtbaren Schäden zu erkennen. Zögere allerdings immer noch die Gabel wieder zu benutzen.

speichenquäler
31.05.2010, 14:39
Da würde ich spontan sagen, dass eigentlich nichts passiert sein dürfte.
Zumal dein Vorderrad sich ja nicht wegen des Unfalls verbogen hat, sondern weil da das ganze Systemgewicht kurzzeitig drauf gelastet hat. Dann sollte die Gabel ja eigentlich nichts abbekommen haben.

Aber vielleicht gibt´s hier noch ein paar mehr, die das auch für eher unbedenklich halten?


Gabel ausbauen und neuralgische Punkte am unteren Schaftende, Scheiden sowie obere Schaftklemmung bis unterhalb des Steuersatzes untersuchen. Es müsste auch beim Carbonschaft zumindest oberflächliche Kraftspuren sichtbar sein. Wenn nicht...weiterfahren.

gruß

Tommaso
31.05.2010, 14:45
Mir ist ähnliches vor ein paar Jahren passiert. Mir ist (auf einem Radweg) ein Rollerfahrer frontal ins Rad rein gefahren. An meiner Alugabel war äußerlich nichts zu sehen; das vordere Laufrad war hinüber. Im Laufe der Zeit stellte sich dann aber heraus, dass die Gabel wohl doch etwas abbekommen hatte. Wenn ich (was man ja nicht machen sollte) mal freihändig fuhr, zog das Rad immer nach links rüber. Ursache dafür war wohl die Gabel. :heulend:
Ich würde also im Zweifel eher austauschen; erst recht, wenn es der Unfallgegner zahlt.

Tommaso

3rad
31.05.2010, 15:03
am Gabelschaft und an der Gabel an sich ist nix zu sehen.
Ich habe mir von meiner Frau ein neues Vorderrad bringen lassen und
bin weitergefahren.
der Rahmen ist spurtreu wie zuvor, kein Unterschied festzustellen.

Ich frage trotzdem, weil ein mulmiges gefühl bleibt.

PAYE
31.05.2010, 15:12
...Ich würde also im Zweifel eher austauschen; erst recht, wenn es der Unfallgegner zahlt.




am Gabelschaft und an der Gabel an sich ist nix zu sehen.
...

Ich frage trotzdem, weil ein mulmiges gefühl bleibt.

Sicherer waere es bestimmt, die Gabel zu ersetzen.
Wuerde auch gegen ein eventuelles mulmiges Gefuehl bei der weiteren Nutzung des Rades helfen.
Die Haendlerbeziehung wuerde ein Austausch vermutlich auch verbessern, ggf. soll dir den Haendler eben die Austauschnotwenigkeit bestaetigen und den Austausch vornehmen, ganz besonders wenn der Unfallgegner die Kosten traegt.

Natuerlich sollte die alte Gabel danach entsorgt werden und nicht in der Boerse auftauchen (..."kaum gefahren")! :D

3rad
31.05.2010, 15:19
mein(e) Unfallgegner und ich haben uns getrennt, da die beiden zu zweit waren
und mit Polizei für mich eh nichts zu holen gewesen wäre => 2 gegen 1.....

zwanzich
01.06.2010, 08:01
Hmm, in die Gabel guckt keiner rein. Carbon ist zwar ziemlich hart im Nehmen, was Zugkräfte angeht, aber tierisch fies für den Kopf, was das von dir zitierte mulmige Gefühl ja auch bestätigt.

Du kannst bei gutem Lict die ausgebaute Gabel samt Schaft ja mal eingehend auf Haarrisse checken. Verdächtige Stellen werden mit etwas Kreide deutlicher.
Im Zweifel lässt du deinen seriösen Schrauber einen Blick draufwerfen.

Wenn das mulmige Gefühl bleibt: mit 150-200 Euro für eine neue Standard-Gabel lässt es sich beruhigen. Denk immer an der Wert der eigenen Gesundheit, dann relativiert sich der Preis ganz schnell. ;)

Rex Felice
01.06.2010, 08:57
Gabel ausbauen und neuralgische Punkte am unteren Schaftende, Scheiden sowie obere Schaftklemmung bis unterhalb des Steuersatzes untersuchen. Es müsste auch beim Carbonschaft zumindest oberflächliche Kraftspuren sichtbar sein. Wenn nicht...weiterfahren.

gruß

So würde ich es auch machen.

powergel
01.06.2010, 22:54
Hatte auch mal einen Zusammenprall mit einem Geisterradler, der auf der falschen Seite auf dem Radweg um eine Kurve gefahren ist. Geschwindigkeit war entsprechend langsam (war ja kein Kriterium :D). Außer ein paar Kratzern und einem aus der Achse gedrehten Lenker war zuerst nichts zu sehen. Bei genauerem Hinsehen, habe ich dann an der Stelle an der Ober- und Steuerrohr aufeinandertreffen kleine Risse gesehen, die eindeutig von einer Stauchung gekommen sind. Würde also an den "Kreuzungen Ober-/Unter- und Steuerrohr auch unbedingt nachsehen!

3rad
02.06.2010, 09:08
ich hatte hier in der Börse eine Reynolds Ouzo Pro gekauft.
Leider bekommt man die nirgens mehr.
Alternative wäre eine Reynolds Ouzo Pro UL (etwas leichter und natürlich teurer,
aber für mein Principia ist mir ja nix gut genug...)

Hat irgendwer Erfahrungen mit der Gabel?

Corridore
02.06.2010, 09:19
Ouzo Pro schwirrt hier glaub' ich gerade in der Börse rum....