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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Campagnolo Athena oder SRAM Force



inki
13.10.2010, 14:24
Hallo zusammen,

ich will mir ein Trek Madone 6.2 (2010/2011er Generation) zulegen und schwanke etwas bezüglich der Ausstattung.

Zur Wahl stehen

Campagnolo Athena mit Zonda-Rädern oder
SRAM Force mit Bontrager Race Lite Clincher Laufrädern
jeweils als Compact Gruppe.

Optisch sprechen mich die Zonda Räder einfach total an und ich bin die letzten 25 Jahre immer Campagnolo gefahren. Aber SRAM wirkt auf mich überzeugend und vor allem gibt es durch die 11-32er Cassette eine Übersetzungsbandbreite von genialem Ausmass...

Hat schon jemand beide gefahren und kann dazu 'was sagen?
Und/oder gibt es fachliche Gründe für oder gegen eine der beiden Gruppen?

Il alce di Cechia
13.10.2010, 14:27
FORCE

exotec
13.10.2010, 14:33
die Zonda in Shimanoausführung kaufen und die Force nehmen

steinstark65
13.10.2010, 14:34
keine Frage, Athena und als Bonus gibt es noch die weit besseren Zonda!

Noize
13.10.2010, 14:35
Campa. Selbstredend!

greglemond
13.10.2010, 14:37
die Zonda in Shimanoausführung kaufen und die Force nehmen

dito :)

Marco Gios
13.10.2010, 14:39
Die 12-29er Kassette steht dem nicht viel nach und ist dank 11 Gängen feiner gestuft.

Bei den Gruppen ist das eine wirklich mehr als schwere Entscheidung, aber die Bontrager-LR wären für mich das KO-Kriterium.

Abstrampler
13.10.2010, 14:42
Das wird nix. :D


Athena schaltet bis zu 11-29, das reicht locker aus und ist sogar noch durch das elfte Ritzel halbwegs erträglich was die Sprünge betrifft.
Was willst Du denn mit einem 32er Ritzel?
Zumal Du das (soweit ich weiß) eh nur mit dem Apex Schaltwerk nutzen kannst, also nicht mit dem "normalen" Force.

Nimm die Athena/Zonda Kombi.

Pedalierer
13.10.2010, 14:43
Was nutzt eine 11-32 Kassette bei 10 Gängen? Das ist viel zu grob gestuft und dann noch diese optische Katastrophe mit langem Schaltkäfig (kotz).

Bei der Athena würde ich allerdings die 2010 Gruppe auswählen ohne den Powershit Mist mit nur einem Gangsprung (da kann man ja gleich SRAM nehmen).

Toxxi
13.10.2010, 14:47
Ganz einfach:

Du gehst Mittagessen und bestellst einen labberigen Hamburger mit fettriefenden Pommes und Cola, die mit high fructose corn syrup gesüßt ist, schlingst das ganze in 3 min hinter und besiegelst die ganze Sache mit Vanilleeis aus der Plastedose und Root-Beer.

Zu Abend gehst Du zum Italiener und bestellst Carpaccio, Spaghetti Aglio è Olio, dazu Parmigiano Reggano, als Abschluss Panna Cotta und begießt das ganze mit einem Chianti Riserva, der 6 Monate im Eichenfass gelagert hat.

Je nachdem was besser geschmeckt hat, kaufst Du die entsprechende Fahrradausstattung...

BMI
13.10.2010, 14:49
Zumal Du das (soweit ich weiß) eh nur mit dem Apex Schaltwerk nutzen kannst, also nicht mit dem "normalen" Force.

Ich glaube das neue Rival SW kann das auch.

Falls Gewicht interessant ist...die Athena wiegt ca. 400 g (ca. 300 g mit Carbonkurbel) mehr :eek:
Ich würde auch die Force nehmen und mir andere LR kaufen ;)

Clouseau
13.10.2010, 14:49
Ganz einfach:


Du bist Campafan, richtig?

:ü:D :Applaus:

Abstrampler
13.10.2010, 15:08
Ich glaube das neue Rival SW kann das auch.

Falls Gewicht interessant ist...die Athena wiegt ca. 400 g (ca. 300 g mit Carbonkurbel) mehr :eek:
Ich würde auch die Force nehmen und mir andere LR kaufen ;)


Na ja, das Apex (Rival) und die 32er Kassette wiegen aber auch mehr als die Standard Foce Teile... :ü

Die reale Gewichtsersparnis wird nicht so groß ausfallen.

BMI
13.10.2010, 15:20
Na ja, das Apex (Rival) und die 32er Kassette wiegen aber auch mehr als die Standard Foce Teile... :ü

Die reale Gewichtsersparnis wird nicht so groß ausfallen.

Gut, dann rechnen wir nochmal 50 gr. ab :D (Das Rival SW wiegt soviele wie das Force und das Apex wiegt 20gr. mehr, Kassette k.A)
Selbst 200 gr. finde ich schon 'ne ganze Menge ;)

edit:...o.k. das mittellange Rival SW wiegt sicher etwas mehr ...

steinstark65
13.10.2010, 15:29
Selbst 200 gr. finde ich schon 'ne ganze Menge ;)


du brauchst nur, vor der ausfahrt, dein wasser am nächsten baum abschlagen und die 200g mehrgewicht sind geschichte

BMI
13.10.2010, 15:30
du brauchst nur, vor der ausfahrt, dein wasser am nächsten baum abschlagen und die 200g mehrgewicht sind geschichte

Totschlagargument ;)

Pedalierer
13.10.2010, 15:30
Dann ist da noch der Freilauf von den Zondas, bei Campa aus Alu wegen der tiefen Verzahnung, bei HG aus Stahl damit sich die Kassete nicht reinfrisst, schwupps nochmal 50 g druff. Nimmt man dann die Carbon Athena ist der vermeintliche Vorsprung von 400 g schnell dahin geschmolzen. (Die Bontrager wiegen eh deutlich mehr als die Zondas).

Im Ergebnis ist es also Latte, nimm was gefällt.

BMI
13.10.2010, 15:31
Im Ergebnis ist es also Latte, nimm was gefällt.

Ach so, das ist im übrigen das wichtigste :)

medias
13.10.2010, 15:33
Die 200 gr. interessieren nur im Forum, im realen Leben nicht.
Macht dich nicht schöner oder schneller.
Kauf was gefällt.

steinstark65
13.10.2010, 15:33
Totschlagargument ;)

argument ist argument :gut:

norbert01
13.10.2010, 15:36
wenn möglich beide Schaltungen probefahren und die Gruppe nehmen die dir "besser" in der Hand liegt.

Kjeld
13.10.2010, 15:49
Ultegra mit WH-6700 steht nicht zur Wahl? :hidesbehi

Toxxi
13.10.2010, 15:50
Ach so, das ist im übrigen das wichtigste :)

Sage ich doch... :D (http://forum.tour-magazin.de/showpost.php?p=3293386&postcount=10)

BMI
13.10.2010, 15:53
Ultegra mit WH-6700 steht nicht zur Wahl? :hidesbehi

Nein, nur gut aussehende Schaltungen :D

Pedalierer
13.10.2010, 15:57
Nein, nur gut aussehende Schaltungen :D

Nun da ist SRAM leider auch raus:D
http://www.bike24.net/images/products/p0417584.jpg
http://www.bike24.net/images/products/p0417579.jpg

Bingarnichthier
13.10.2010, 16:31
jeweils als Compact Gruppe.


und vor allem gibt es durch die 11-32er Cassette eine Übersetzungsbandbreite von genialem Ausmass...

Mal abgesehen von dem "genialem Ausmass" und den damit verbundenen und schon angesprochenen großen Übersetzungssprüngen...bist du ernsthaft der Meinung, du brauchst 34/32 als kleinsten Gang? Ich mein die Frage durchaus ehrlich und nicht sarkastisch...
Ich will auch keine Grundsatzdiskussion lostreten, aber damit kommst du ja schon nahe an UNTERsetzung...
Selbst bei ner 60er Trittfrequenz fährst du dann nur noch 8 km/h....

Toxxi
13.10.2010, 16:48
Wer bei 12% Steigung mit 34/32 eine Frequenz von 60 upm tritt, leistet etwa 2,5 W/kg, bei 15% sind es ca. 3,1 W/kg.

Wer bei 12% mit 70 upm fahren will, muss dann 3,0 W/kg treten, für 80 upm sind es 3,4 W/kg (alles bei 34/32).

Was sind denn so realistische Werte für die Schwellenleistung bei mehr oder weniger Hobbyfahrern? Hab grade gar keinen Plan, wieviel ich z.B. trete...

kettenteufel
13.10.2010, 16:54
würde Campa nehmen

bin Campa und SRAM gefahren Campahebel liegen deutlich besser in der hand

DerPate2011
13.10.2010, 17:07
Hallo

Kaufe Campa einfach nur gut,habe mir letzte Woche auch die Zonda gekauft ,fuhr die letzte Zeit Ksyrium SL lange nicht so gut wie die Campa Zonda.Campa lässt sich auch besser schalten als Sram,dies ist aber nur meine Meinung muss jeder für sich selbst ausmachen.

The Look
13.10.2010, 17:24
Wer bei 12% Steigung mit 34/32 eine Frequenz von 60 upm tritt, leistet etwa 2,5 W/kg, bei 15% sind es ca. 3,1 W/kg.

Wer bei 12% mit 70 upm fahren will, muss dann 3,0 W/kg treten, für 80 upm sind es 3,4 W/kg (alles bei 34/32).

Was sind denn so realistische Werte für die Schwellenleistung bei mehr oder weniger Hobbyfahrern? Hab grade gar keinen Plan, wieviel ich z.B. trete...

keine ahnung,.....aber 34/32 halte ich auch für unsinnig....zum einen wie schon gesagt, die abstufung ist dann grausam....und zweitens.....bei welchem berg braucht man denn sowas, zumal man ja noch aus dem sattel gehen kann...?!

SpacemanSpiff
13.10.2010, 17:35
Das für mich zu 90% kauf-entscheidende bei einer Gruppe sind die Bremsschalthebel. Das sind die Teile, die man permanent in der Hand hält und bedient. Ob du gerade eine Campa- oder eine Sram-Kurbel trittst wirst du nicht spüren, welche Hebel du in der Hand hast aber schon!

Also versuche irgendwie beides mal zur Probe zu fahren, dann wirst du schnell feststellen, was dir besser taugt.

Für mich persönlich ist Sram bei der Ergonomie (Greifen und Schalten) weit vor Campa und Shimano, gibt aber auch genügend Leute die das anders empfinden. Je nach Handgröße ist die stufenlose Griffweiteneinstellung bei Sram ein riesen Gewinn.
Am Winterrad habe ich Campa Ergos (10f), das geht schon auch aber den Daumenschalthebel finde ich aus der Bremsgriffhaltung heraus quasi unbedienbar und bremsen aus dem Unterlenker ist wegen mangelnder Griffweiteneinstellung auch nicht so perfekt wie bei Sram.
Ist aber wie gesagt alles sehr subjektiv.

Bei den Laufrädern würde ich auch die Zondas vorziehen.

Kjeld
13.10.2010, 18:01
den Daumenschalthebel finde ich aus der Bremsgriffhaltung heraus quasi unbedienbar

Nicht übertreiben. Man muß halt kurz mal den Daumen nach hinten schwenken. Dafür kann man dann in einem Zug gleich mehrere Gänge durchschalten.

Bingarnichthier
13.10.2010, 18:46
Wer bei 12% Steigung mit 34/32 eine Frequenz von 60 upm tritt, leistet etwa 2,5 W/kg, bei 15% sind es ca. 3,1 W/kg.

Wer bei 12% mit 70 upm fahren will, muss dann 3,0 W/kg treten, für 80 upm sind es 3,4 W/kg (alles bei 34/32).

Was sind denn so realistische Werte für die Schwellenleistung bei mehr oder weniger Hobbyfahrern? Hab grade gar keinen Plan, wieviel ich z.B. trete...

Ich wiege 90 kg und fahre bislang 11-23 mit 50/34. Da ich immer auf Lanzarote überwintere, muss ich ab und zu mal ein paar 15/18/20% Rampen hoch. Da geht die Trittfrequenz "natürlich" auch mal unter 60. Geht aber dennoch...ist ja nicht lang.

Deine Beispiele mit 12% und 15% können sich ja eigentlich auch nur auf Rampen beziehen (ich wüsste jedenfalls nicht, wo solche Steigungen auf längere Zeit anliegen).

Ich würde jedenfalls immer eine engere Abstufung einer möglichst großen Übersetzung vorziehen (es sei denn, ich lebe z.B. auf Madeira. DORT würde ich ggf. auch 12-29 mit Compact ketten).

Aber der TE soll mit dem glücklich werden was er will - ich bin´s ja auch :)

Kjeld
13.10.2010, 18:57
Deine Beispiele mit 12% und 15% können sich ja eigentlich auch nur auf Rampen beziehen (ich wüsste jedenfalls nicht, wo solche Steigungen auf längere Zeit anliegen).


Fahr mal nach Thüringen. Von Probstzella hoch zum Rennsteig. Da schnaufst Du eine gefühlte Ewigkeit mit Kette links den Berg rauf, fährst um eine Kurve, und dann kommt ein motivierendes Schild mit 13 %, 3 km. Hihi. Und selbst in Meck-Pomm kenne ich Hügel mit 16 %, die man nicht mehr mit Schwung raufkommt.

EDIT: Letzteren befahre ich aber immer noch mit wenig Mühe und 39/26. Und das bei deutlich dreistelligem Gesamtgewicht.

Bingarnichthier
13.10.2010, 19:56
EDIT: Letzteren befahre ich aber immer noch mit wenig Mühe und 39/26. Und das bei deutlich dreistelligem Gesamtgewicht.

Mein Reden... Deswegen ja lieber engere Abstufung als Extremgang!

Die Rampen auf Lanza sind übrigens auch nicht "mit Schwung" zu rollen. Von Las Brenas nach Femes steigt es kontinuierlich über ein paar km. Am Ende sind´s dann > 20%. Das fährt man nicht "mit Schwung". Ebensowenig wie die Welle vor Ye, die auch Bestandteil des IM Kurses dort ist.

Aber wie gesagt: Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden... ;)

SpacemanSpiff
13.10.2010, 20:02
Nicht übertreiben. Man muß halt kurz mal den Daumen nach hinten schwenken. Dafür kann man dann in einem Zug gleich mehrere Gänge durchschalten.
Also ich muss mit der ganzen Hand nach hinten, nur Daumen verbiegen gibt meine Gelenkigkeit nicht her...
Mehrere Gänge durchschalten kommt ja leider aufs Modell an, meine können das nicht (vermisse es aber auch nicht).

The Look
13.10.2010, 20:38
Fahr mal nach Thüringen. Von Probstzella hoch zum Rennsteig. Da schnaufst Du eine gefühlte Ewigkeit mit Kette links den Berg rauf, fährst um eine Kurve, und dann kommt ein motivierendes Schild mit 13 %, 3 km. Hihi. Und selbst in Meck-Pomm kenne ich Hügel mit 16 %, die man nicht mehr mit Schwung raufkommt.

EDIT: Letzteren befahre ich aber immer noch mit wenig Mühe und 39/26. Und das bei deutlich dreistelligem Gesamtgewicht.

welchen jetzt? den rennsteig?.....weil du vom letztEN sprachst^^

Kjeld
13.10.2010, 20:42
Den Hügel in M-V. In Thüringen war ich schon länger nicht mehr, und wenn, dann bin ich da auf dem MTB mit 4 Ortliebtaschen, Zelt, Isomatte, Schlafsack und 6 Liter Wasser rauf. Übersetzung war damals 26/32. :ü

inki
13.10.2010, 22:10
...bist du ernsthaft der Meinung, du brauchst 34/32 als kleinsten Gang? Ich mein die Frage durchaus ehrlich und nicht sarkastisch...


Aktuell fahre ich mit vorne 39/53 und hinten 12-25 überall hoch - würde mir jedoch ab und an in jeder Richtung noch etwas mehr Spielraum wünschen.

SRAM hat da eine größere Bandbreite, wobei schon die Frage im Raum stand, ob das mit der Force überhaupt geht. IMHO schon.


Was nutzt eine 11-32 Kassette bei 10 Gängen? Das ist viel zu grob gestuft und dann noch diese optische Katastrophe mit langem Schaltkäfig

Guter Punkt über den ich auch schon nachgedacht habe. Die Stufung ist aber wohl nicht linear. Laut SRAM Homepage gibt es für die Force Cassetten unter anderem in:
11, 12, 13, 15, 17, 19, 22, 25, 28, 32
12, 13, 14, 15, 16, 17, 19, 21, 24, 32 - das wäre die Rettungsring-Version

und Kurbeln 55/42, 54/42, 53/39 52/38, 52/36, 50/36, 50/34

Hier wird die Wahl schon zu einer Qual...

Bei Campagnolo haben wir nur Kurbeln in 39-52, 39-53 und 34/50 sowie Cassetten 11-23, 11-25, 12-25, 12-27 (wenn man die die Super Record auch nehmen könnte gäbe es noch eine 12-29).



Ganz einfach:
Du gehst Mittagessen und bestellst einen labberigen Hamburger [...]

Zu Abend gehst Du zum Italiener und bestellst Carpaccio, [...]

Je nachdem was besser geschmeckt hat, kaufst Du die entsprechende Fahrradausstattung...


Tja das macht es in der Tat einfach - zumal die Zonda-Laufräder hier ja durchweg gut bewertet wurden. Die Zonda Räder mit SRAM Schaltung scheint mir Frevelhaft....

Ich tendiere heute Abend mehr zu Campa - mal schauen, ob ich das morgen auch noch so sehe :-)

OCLV
13.10.2010, 22:30
Nimm ne Campa Kompaktkurbel und dazu ne 11/25er Kassette. Reicht dicke, wenn du bisher mit der Heldenkurbel und 12-25 gut zurecht gekommen bist!
Und wenn du doch mal nen Urlaub in den Alpen machen willst, dann holst du dir einfach ne 12-27er Kassette und gut ist. Damit kannst du dann ganz entspannt auch den längsten Pass noch hochpedalieren. Nützt doch nix, wenn man das ganze Jahr nen Rettungsring mitschleppt, den man vielleicht nur 1mal im Jahr braucht....

inki
13.10.2010, 22:53
Nimm ne Campa Kompaktkurbel und dazu ne 11/25er Kassette. Reicht dicke, wenn du bisher mit der Heldenkurbel und 12-25 gut zurecht gekommen bist!
Und wenn du doch mal nen Urlaub in den Alpen machen willst, dann holst du dir einfach ne 12-27er Kassette und gut ist. Damit kannst du dann ganz entspannt auch den längsten Pass noch hochpedalieren. Nützt doch nix, wenn man das ganze Jahr nen Rettungsring mitschleppt, den man vielleicht nur 1mal im Jahr braucht....

Aktuell sind das 3,29-9,32 m/Umdrehung.

Da komme ich aktuell mit dem Ritzelrechner bei Campa auch 'raus. Vorne 34/50, hinten 11-25 geht bergauf deutlich leichter als bisher und bergab auch noch ein ganz klein wenig (macht 2,87-9,59 m/U)...

Bei SRAM tendiere ich zu 36/52 vorne und 11-32 hinten. Das sind aber wirklich große Sprünge die dann aber den Bereich nochmal ein Stück weiter aufdrehen (auf 2,37-9,97 m/U).

In der Praxis wird das aber vermutlich nicht mehr viel ausmachen...

inki
14.10.2010, 04:32
Frage:
Kann man sich aus einer 11-25er und einer 12-27er Kassette eine 11-27er zusammenbauen?

velopope
14.10.2010, 05:44
die frage des TE gibt es als solche eigentlich nicht.

force.

clem
14.10.2010, 06:07
Das befahren eines Berges mit einem Tour de France Rad von 1913 ist physikalisch unmöglich, kann somit niemals stattgefunden haben

Toxxi
14.10.2010, 10:09
Und wenn du doch mal nen Urlaub in den Alpen machen willst, dann holst du dir einfach ne 12-27er Kassette und gut ist. Damit kannst du dann ganz entspannt auch den längsten Pass noch hochpedalieren. Nützt doch nix, wenn man das ganze Jahr nen Rettungsring mitschleppt, den man vielleicht nur 1mal im Jahr braucht....

Ich habe mir bei Clemenzo einen 30er Rettungsring bestellt und baue den je nach Bedarf an. Im Moment wird er am Crosser spazieren gefahren.

Obwohl.... mit Gepäcktaschen und Zelt ist 34-30 manchmal echt noch nicht klein genug...

Toxxi
14.10.2010, 10:18
Frage:
Kann man sich aus einer 11-25er und einer 12-27er Kassette eine 11-27er zusammenbauen?

Antwort: Im Prinzip ja. Die Kassetten bestehen immer aus 5 Einzelritzeln und 2 Dreierblöcken.

11-25: 11A-1° | 12A-2° | 13A | 14A | 15A | 16A-17A-19B | 21B-23B-25B

12-27: 12A-1° | 13A | 14A | 15A | 16A | 17A-19B-21B | 23B-25B-27B

Wenn Du Dir daraus eine 11-27 bauen willst, dann würde ich die beiden großen 3er-Blöcke mit den unteren Ritzeln 11-15 kombinieren.

Ich kann Dir allerdings nicht sagen, ob der Schaltschritt von 15A zu 17A ohne Knacken und Springen funktioniert. Vermutlich wird das nicht so einfach sein, denn 15A ist designt, dass es problemlos zu 16A schaltet, was wiederum problemlos zu 17A schaltet. Wenn Du das 16er Ritzel raunimmst, dann passen die Steighilfen nicht mehr perfekt zusammen.

Wenn ich bei meiner 10fach Kassette (13-26) zwischen dem 17er und dem 19er das 18er Ritzel rausnehme (um ganz hinten ein 30er ranzusetzen), dann ist der Schaltschritt von 17 zu 19 etwas unsauber. Allerdings ist mir in manchen Situationen der Rettungsring so wichtig, das mir das egal ist.

Wenn ich bei der 10fachen 12-25 das 16er (zwischen 15er und 17er) rausnehme, dann tritt das Problem nicht auf. Obwohl die beiden Ritzel laut Campa-Spezifikation auch nicht zusammenpassen sollten.

Marco Gios
14.10.2010, 10:21
...wenn man die die Super Record auch nehmen könnte gäbe es noch eine 12-29...

Nein, die gibt es auch als Chorus.

umbrien
14.10.2010, 10:47
Ganz einfach:

Du gehst Mittagessen und bestellst einen labberigen Hamburger mit fettriefenden Pommes und Cola, die mit high fructose corn syrup gesüßt ist, schlingst das ganze in 3 min hinter und besiegelst die ganze Sache mit Vanilleeis aus der Plastedose und Root-Beer.

Zu Abend gehst Du zum Italiener und bestellst Carpaccio, Spaghetti Aglio è Olio, dazu Parmigiano Reggano, als Abschluss Panna Cotta und begießt das ganze mit einem Chianti Riserva, der 6 Monate im Eichenfass gelagert hat.

Je nachdem was besser geschmeckt hat, kaufst Du die entsprechende Fahrradausstattung...

Ich glaube .... gleich bestell ich mir nen leckeres Sushi.

Toxxi
14.10.2010, 10:56
Ich glaube .... gleich bestell ich mir nen leckeres Sushi.

Roher toter Fisch mit lauwarmem Reiswein.... :heulend:

inki
14.10.2010, 12:11
Nein, die gibt es auch als Chorus.

gut. dann kann ich mir das auch noch überlegen...

inki
14.10.2010, 12:16
Vielen Dank allerseits. Ich habe mich für Campa entschieden - auch wenn ich gerne Sushi esse :D

Die genaue Übersetzung und ob Athena oder Chorus werde ich mir noch überlegen...

Pedalierer
14.10.2010, 12:32
sowie Cassetten 11-23, 11-25, 12-25, 12-27 (wenn man die die Super Record auch nehmen könnte gäbe es noch eine 12-29).


Zur Info, die 12-29 Kassette gibt es auch als Chorus, also für die Athena für knapp 100 €. Da braucht man keine 400 € für eine Superrecord hinlatzen.

Edith: zu spät

Ich denke die Kassettenabstufungen die Campa anbietet sind ganz gut für Kompaktkurbeln und verschiedene Leistungsklassen/Geländeformen geeignet, da würde ich nicht mehr an den Abstufungen rumbasteln

Nordisch
14.10.2010, 12:39
Ich habe mir bei Clemenzo einen 30er Rettungsring bestellt und baue den je nach Bedarf an. Im Moment wird er am Crosser spazieren gefahren.

Obwohl.... mit Gepäcktaschen und Zelt ist 34-30 manchmal echt noch nicht klein genug...


Deswegen 3fach mit 24er Granny. Man habe ich das 24er lieben gelernt.
Überlege schon ob ich das Ding als Kettenanhänger nehme. :D

Das 24er TA Kettenblatt an meiner Campa C9 Record Kette :rolleyes:

steinstark65
14.10.2010, 12:43
Vielen Dank allerseits. Ich habe mich für Campa entschieden - auch wenn ich gerne Sushi esse :D

Die genaue Übersetzung und ob Athena oder Chorus werde ich mir noch überlegen...

Du hast wohl getan, mein Sohn:gut:

Abstrampler
14.10.2010, 12:46
Du hast wohl getan, mein Sohn:gut:

Yepp.

Wenn´s drin ist, nimm die Chorus. Die Unterschiede zwischen beiden Gruppen rechtfertigen den Aufpreis locker.
50/34 mit 12-29 und gut.

Pedalierer
14.10.2010, 12:54
Bei 2011er Gruppe würde ich zumindest bei den Ergos die Chorus nehmen. Man kann die Gruppenteile durchaus auch sinnvoll mixen nach eigenem Geschmack oder technischen Vorzügen oder Gewicht oder Preis-Leistung. Preislich ist die komplette Gruppe nur minimal günstiger als beim Einkauf aus Einzelteilen.

Die „Gruppe“ ist nicht mehr als ein Marketingvehikel, alle 10x Campa Teile sind untereinander mischbar und auch alle 11x untereinander.

Marco Gios
14.10.2010, 13:01
.... Man kann die Gruppenteile durchaus auch sinnvoll mixen nach eigenem Geschmack oder technischen Vorzügen oder Gewicht oder Preis-Leistung. ...

Die Athena ist ja ohnehin eigentlich ein Gemisch aus Chorus- und Centaur-Teilen, "echte" Athena-Teile gibt es ja kaum.

inki
14.10.2010, 13:46
Ok - ich werde wohl die EUR 200 für die Chorus noch drauflegen.
Die Kassette 11-25 wird es werden. Bei der 12-29 fehlt mir einfach das 11er...

Mal sehen, vielleicht werde ich da später nochmal drangehen und ein wenig experimentieren.

Pedalierer
14.10.2010, 13:51
Wozu man das 11er braucht erschliesst sich mir nicht. Man kann bergab auch mit 50/12 problemlos bis über 60 km/h treten. Ich finde die 12-27 da sinnvoller, weil universeller im Einsatz.

Toxxi
14.10.2010, 13:52
Ok - ich werde wohl die EUR 200 für die Chorus noch drauflegen.
Die Kassette 11-25 wird es werden. Bei der 12-29 fehlt mir einfach das 11er.

Mal ehrlich: Brauchst du das wirklich? Wofür willst Du denn das Rad einsetzen?


Wozu man das 11er braucht erschliesst sich mir nicht. Man kann bergab auch mit 50/12 problemlos bis über 60 km/h treten. Ich finde die 12-27 da sinnvoller, weil universeller im Einsatz.

*zustimm*

BMI
14.10.2010, 14:00
Bei ner Compact braucht man das 11er für den Ortsschildsprint mit den Jungs :D Jedenfalls ist das bei mir so, wenn ich den Crosser mit dem 46er Blatt mal auf der Straße ausführe ;)

OCLV
14.10.2010, 14:02
Ich lade jeden ein in die Eifel: Kesselinger Tal.
Danach weiß man, wozu man ein 11er Ritzel an ner Kompaktkurbel braucht.
Denn mit 50/12 ist irgendwo nachher einfach Schluss oder man tritt sich tot. Dumm nur, wenn man in der Gruppe fährt und diese eben mit locker 60 km/h (weil ca. 2-4% Gefälle) daher rollt und dann in die Führung muss. Das macht einfach keinen Spaß.

Auf ner richtigen Abfahrt ist es ähnlich.
Ob man 34/27 braucht, hängt von den individuellen Fähigkeiten ab. IMO braucht man das normal nicht, wenn man nicht gerade in Alpennähe wohnt.

Pedalierer
14.10.2010, 14:09
Kleiner Tip an die 11er Stammtischritzelfreunde:
Im Winter auf der Rolle auch mal an der Trittfrequenz arbeiten.:rolleyes:

Über 60 km/h ist bei Abfahrten treten eh sinnlos, da ist man schon schneller wenn man sich klein macht und gar nicht mehr tritt. Hingegen bergauf ist das 27er an mancher Rampe eine Erleichterung und diese dauert meist länger als der steile Teil der Abfahrt.

Zumal bei 11fach ist die 12-27 ja wie die 10fach 12-25 + ein Bergritzel, da hat man keine Kompromisse bei der Abstufung.

inki
14.10.2010, 14:27
Mal ehrlich: Brauchst du das wirklich? Wofür willst Du denn das Rad einsetzen?


Ich fahre als Bewegungsausgleich zu meiner Schreibtischarbeit, zum Kalorienausgleich (sonst dürfte ich nix mehr essen) und ab und an mal ein Jedermann-Rennen.
Das neue Rad wird mir helfen, wieder etwas mehr Regelmäßigkeit 'reinzubringen :-)

Aktuell habe ich ja 53/12 bergab - und da braucht es schon 'ne 110er Trittfrequenz für 60 km/h. Das packe ich ab und an - komme dann aber leider nicht mehr mit, was ich schade finde :-(

Bei 34/50 und 12-29 muss man leider noch ein wenig mehr dafür treten, kommt aber immer bequem den Berg hoch. Bei 11-15 reicht dann ne 103er Trittfrequenz für 60 km/h ...

inki
14.10.2010, 14:30
Ob man 34/27 braucht, hängt von den individuellen Fähigkeiten ab. IMO braucht man das normal nicht, wenn man nicht gerade in Alpennähe wohnt.

Tja das würde mir aktuell nicht schaden, weil derzeit schlecht in Form und zu schwer - nur da ichs ja auch mit der aktuellen Schaltung packe und es mit Compact und 11-25 sowie dem Carbonrahmen statt Stahl auch etwas leichter bergauf werden wird ist mir das der geringere Schmerz.

Schlimmstenfalls muss ich mir halt die andere Kassette noch zulegen...

inki
14.10.2010, 14:34
Zumal bei 11fach ist die 12-27 ja wie die 10fach 12-25 + ein Bergritzel, da hat man keine Kompromisse bei der Abstufung.

Naja bei meiner 39/53 Kurbel und 12-25 stört mich leider beides - dass ich ich bei flachem Gefälle tot treten muss, um auf Geschwindigkeit zu kommen und dass ich keinen Rettungsring bei >10% Steigung habe...

Wie dem auch sei - 3-fach ist bei Campa laut deren Hotline tot und die Entscheidung gegen SRAM und Shimano ist gefallen. Damit steht mein Versuch...

Toxxi
14.10.2010, 15:16
Ääääähm, Moment mal, Du trittst Dich mit 53-12 tot??? :confused: Dann würde ich wirklich mal an der Trittfrequenz arbeiten...

Ich trete bei Geschwindigkeiten ab 60 km/h nur noch, um gelegentlich den Tachorekord hochzutreiben... Sonst nie, deshalb reicht mir 53-13 völlig aus. Ich würde in einer Gruppe, die da noch heizt, nicht mehr mitfahren. Ist mir zu stressig.

Nochmal zu Deinem Problem: Kannst natürlich fahren, was Du willst. :) Aber ich sage Dir jetzt schon, dass Du den Carbonrahmen bergauf überhaupt nicht merken wirst. Rechne mal nach, wieviel % Ersparnis bei einem Gesamtgewicht von über 70 kg da noch übrig bleiben...

Wenn Du 11-28 oder 11-30 fahren willst, dann gibt es auch Lösungen von Marchisio (ein 29er gibts bei denen nicht):

(1) Komplette Kasette kaufen und individuell zusammenstellen: *hier* (https://clemenzo.com/index.php/component/page,shop.product_details/flypage,shop.flypage/product_id,112/category_id,38/manufacturer_id,0/option,com_virtuemart/Itemid,36/lang,de/) Übers Schaltverhalten kann ich nichts sagen.

(2) Die 11-25 von Campa aufrüsten, indem man dazwischen ein Ritzel rausnimmt (das 16er) und ganz hinten hinter das letzte Ritzel ein 28er oder 30er montiert: *hier* (https://clemenzo.com/index.php/component/option,com_virtuemart/page,shop.browse/category_id,35/Itemid,36/lang,de/) (Du brauchst das PSL-11C). Ich habe (bei 10fach) diese Variante gewählt. Klappt bei 12-25 prima (wird dann 12-30, 16er raus), bei 13-26 gehts so lala (wird dann 13-30, 18er raus). Den Sprung 25-30 bzw. 26-30 schalten meine kurzen Campa-Schaltwerke problemlos.

Kostenpunkt bei letzterem so um die 20 Euro (eher weniger).

medias
14.10.2010, 15:33
Wir schreiben hier nach unten über Pro Ubersetzungen und es reicht immer noch nicht.:rolleyes:

Woko
14.10.2010, 15:42
Wir schreiben hier nach unten über Pro Ubersetzungen und es reicht immer noch nicht.:rolleyes:

Die Durchschnittsgeschwindigkeiten im Pro-Bereich steigen ja auch nicht mehr an, im Hobbybereich hingegen..:D

medias
14.10.2010, 15:53
Die Durchschnittsgeschwindigkeiten im Pro-Bereich steigen ja auch nicht mehr an, im Hobbybereich hingegen..:D

OK. Die neuen LR mit 2 Magnete machen schon noch was aus. Dazu noch 2 Halbe, da kommen schon Ordentliche Durchschschnitte zusammen.:Bluesbrot

Pedalierer
14.10.2010, 16:26
Die Durchschnittsgeschwindigkeiten im Pro-Bereich steigen ja auch nicht mehr an, im Hobbybereich hingegen..:D

Die Mehrzahl der Hobbyfahrer die ich so treffe in D gondeln mit Tempo 27 durch die Gegend wenn ich sie überhole. Der Demographische Wandel sorgt eher dafür, dass es bald nur noch 25 km/h sind.

inki
14.10.2010, 16:42
Ääääähm, Moment mal, Du trittst Dich mit 53-12 tot??? :confused: Dann würde ich wirklich mal an der Trittfrequenz arbeiten...

Danke für die Infos. Was die Trittfrequenz angeht: Wieviel kann denn der gemeine Hobbyfahrer so schaffen? >100 Umdrehungen/Minute packe ich nur kurz und irgendwo zwischen 110 und 120 ist dann Schluss :-(

inki
14.10.2010, 16:48
So, die Sache ist gelaufen.

Ich habe die Campagnolo Chorus Gruppe mit Kurbel 34/50 und Kassette 11-25 samt Zonda 2-way-fit Laufrädern bestellt.

Eventuell werde ich mit den Tipps von hier noch eine 11-29 Lösung basteln; mal sehen, wie es bergauf so sein wird mit dem neuen Rad...

In 2 Wochen soll es fertig sein. Ich werde dann mal einen kurzen Nachtrag schreiben :-)

Woko
14.10.2010, 16:50
Du vergisst die Pedelcecs, Pedelecks, Pedelzecs P.. :confused: ach was weiß ich wie man das schreibt

Mir könnte man sowohl bei dem Rad mit 50/36 12/27 als auch bei dem Rad mit 53/39 12/27 das 12 er klauen, ich würd´s nicht merken, wohingegen das 27er mein Freund ist :knufB01:

medias
14.10.2010, 16:50
Danke für die Infos. Was die Trittfrequenz angeht: Wieviel kann denn der gemeine Hobbyfahrer so schaffen? >100 Umdrehungen/Minute packe ich nur kurz und irgendwo zwischen 110 und 120 ist dann Schluss :-(

So 80-90 sollten es währen eines Trainings schon sein, darf auch mal 100 sein für ne halbe Stunde.
Am Berg würde ich so von 60-70 ausgehen. Natürlich wird hier immer wieder mal von 90 am Berg geschrieben, nur sehe ich die Fahrer nie.

inki
14.10.2010, 16:54
So 80-90 sollten es währen eines Trainings schon sein, darf auch mal 100 sein für ne halbe Stunde.
Am Berg würde ich so von 60-70 ausgehen. Natürlich wird hier immer wieder mal von 90 am Berg geschrieben, nur sehe ich die Fahrer nie.

Ok, dann muss ich da in der Tat mal intensiv dran arbeiten. 100 für ne halbe Stunde schaffe ich nicht. Im Schnitt bewege ich mich da aktuell eher bei 60-70...

Was ist denn der beste Weg, um das Problem anzugehen?

medias
14.10.2010, 17:07
Zuerst muss mal der Bock richtig eingestellt sein, dann vielleicht mal eine Strecke die du kennst mit 80 fahren, solange es geht.
In Zukunft in einer leichten Abfahrt kurze Sprints einlegen mit 110.
In einem halben Jahr fragst du dich wie konnte früher so fahren.:)

Rex Felice
14.10.2010, 17:23
(...) Was ist denn der beste Weg, um das Problem anzugehen?

Bestellung von 11-25 auf 12-29 ändern. Versuchen, wenn immer möglich auf den dicksten Gang zu verzichten. Auf den Fahrten bewusst auf die TF achten und sie "hoch" halten. Trittfrequenz über die Zeit langsam steigern.

Toxxi
14.10.2010, 17:24
Danke für die Infos. Was die Trittfrequenz angeht: Wieviel kann denn der gemeine Hobbyfahrer so schaffen? >100 Umdrehungen/Minute packe ich nur kurz und irgendwo zwischen 110 und 120 ist dann Schluss :-(

Ich fahre mit dem Rennrad irgendwas zwischen 90 und 100 über mehrere Stunden im Dauerbetrieb. Beim Crosser ist es weniger, und mit dem MTB auf der Straße fahre ich eher so um die 80 bis 85 rum. Die Sitzposition scheint da einiges auszumachen.

Viel mehr als 110 schaffe ich im Dauerbetrieb nicht, kurzzeitig kann ich auch mal 150 bis 160 treten.

Nachteil bei meinen hohen Frequenzen: Am Berg brauche ich eine relativ kleine Übersetzung.


Ok, dann muss ich da in der Tat mal intensiv dran arbeiten. 100 für ne halbe Stunde schaffe ich nicht. Im Schnitt bewege ich mich da aktuell eher bei 60-70...

Das ist in der Tat recht wenig. Aber immer noch mehr, als die meisten Leute hier mit ihren Stadträdern erreichen.


Was ist denn der beste Weg, um das Problem anzugehen?

Hmmm, orientiere Dich mal nicht unbedingt nur an mir. Ich fahre eh relativ hohe Frequenzen, und letzten Endes muss jeder sein Optimum selbst finden. Man vergleiche z.B. Lance Armstrong und Jan Ullrich am Berg. Ich habe im Alter von 12 bis 19 Jahren aktiv Rennradsport betrieben, da wurden wir von klein auf auf die hohen Frequenzen getrimmt.

Womit uns die Frequenzen gezielt antrainiert wurden:

- Eh nur relativ kleine Übersetzung am Fahrrad, vorne nur ein 40er Kettenblatt und kein zweites.
- Im Winter mit starrer Nabe fahren.
- Immer mal wieder auf der Rolle fahren. So eine richtige Rolle mit Bahnrad, kein festes Trainingsgerät. Das ist technisch anspruchsvoll und da lernt man sehr schnell rund zu treten, sonst fällt man runter.

Für Dich würde ich mich meinem Vorposter anschließen: Langsam steigern, nicht gleich alles wollen. Immer mal kurze intervallartige Einheiten mit höherer Frequenz fahren, und dann vielleicht mal eine Stunde mit 80, nach einer Woche (oder einem Monat) auf 85 etc.

Und wie gesagt: Dein Optimum musst Du selbst finden. Wenn 80 bis 85 okay für Dich ist, dann ist es halt so. Dann musst Du nicht 100 treten.

The Look
14.10.2010, 18:36
sehe ich auch so,pauschalisieren ist da schwierig und jeder tritt anders ....du musst also nicht unbedingt diesen nähmaschienen stil anstreben.
11er ritzel halte ich aber auch nicht für wirklich sonnvoll!!

inki
14.10.2010, 19:24
Ich habe auf 12-29 umbestellt und werde mal versuchen, die Trittfrequenz wenigstens von 60-70 auf 70-80 zu steigern. Mit etwas Glück und den Tipps von hier wird es ja auch ein wenig mehr...

150 werde ich aber wohl eher nie schaffen - da fliegen einem ja die Beine um die Ohren :D

Vermutlich werdet Ihr mich demnächst fragend bei Fitness, Medizin & Training wieder finden. Da ist bei mir sicher einiges zu verbessern - bin ich doch immer nur so planlos vor mich hingeradelt.

medias
14.10.2010, 19:32
Nur so als Information, der Stundenweltrekord wir immer um 105 rum gefahren, grösser wurde die Entfaltung.
Zu schnell kurbeln benötigt zuviele Energie, aber um schnell kurbeln zu können, sollte man die Uebungen mit höherer Frequenz durchspielen.
Dann landest du bei für dich angenehmen 75-90.

Hans86
14.10.2010, 19:39
Die Mehrzahl der Hobbyfahrer die ich so treffe in D gondeln mit Tempo 27 durch die Gegend wenn ich sie überhole. Der Demographische Wandel sorgt eher dafür, dass es bald nur noch 25 km/h sind.

und genau hier liegt der denkfehler... die, die du nicht überholst fahren entschieden schneller. :ä *witzle gemacht*

zum thema:

für einen ortsschilt braucht man keine 50-11. ich glaube kaum, dass es leute gibt, die bei solchen spielchen "mit den jungs" die 55km/h knacken.

wer über 60km/h auf abfahrten wirklich noch mittreten will, der braucht wirklich mehr als 50-12...

das thema trittfrequenz ist das wohl am meisten überbewertete thema (dicht gefolgt von aerorahmen)... man muss so treten, dass man sich wohlfühlt. sich mal ein bisschen dem persönlichen drehzahlmaximum nähern gehört für mich aber zum training dazu.

medias
14.10.2010, 19:47
Also überbewertet ist das Thema sicher nicht, gehört eher zum ABC.
Mit einer guten Frequenz korrigiert man Windstösse zum Beispiel besser ermüdet weniger, besonders auch am Berg.
Darum empfehle ich auch so 75-90, weil jeder anders ist.

Toxxi
15.10.2010, 09:48
für einen ortsschilt braucht man keine 50-11. ich glaube kaum, dass es leute gibt, die bei solchen spielchen "mit den jungs" die 55km/h knacken.

Also die 55 km/h schaffe ich schon. 60 wird kritisch. Aber auch da reichen mir meine 53-13.

Beim Training hinterm Auto mit 70 km/h sind 53-13 aber definitiv zu wenig.


das thema trittfrequenz ist das wohl am meisten überbewertete thema (dicht gefolgt von aerorahmen)... man muss so treten, dass man sich wohlfühlt.

Überbewertet ist es nicht, aber beim Wohlfühlen stimme ich Dir zu.

Ich persönlich halte es für sinnvoll, weder am Limit der Drehzahl, noch am Limit der Kraft zu fahren. In beide Richtungen braucht man Reserven. Ansonsten fällt man wirklich bei jedem kleinen Hügelchen oder bei jedem Windstoß zurück und kann nicht mal eben eine kleine Lücke schließen.

Pedalierer
15.10.2010, 10:26
Sinnvoll ist es auf jeden Fall den Umfang der Trittfrequenz in beide Richtungen zu trainieren, sowohl mit Intervallen in Richtung schnelle Trittfrequenz als auch in Richtung Kraft mit dicken Gängen und 60 U/min. Damit ist man einfach flexibler in der eigenen Leistungsfähigkeit und schaltet auch sinnvoller (weniger). Auch muss man dann die Übersetzung nicht bei jedem Besuch in ungewohntem Terrain anpassen.

Das die typische Frequenz bei jedem anders ist, bleibt ja unbestritten, aber der pysiologisch sinnvolle Bereich ist halt irgendwo zwischen 70 und 100.

steinstark65
15.10.2010, 10:58
das thema trittfrequenz ist das wohl am meisten überbewertete thema (dicht gefolgt von aerorahmen)...

falsch, definitiv am meisten überbewertet ist das thema "Komfortrahmen"

Patrice Clerc
15.10.2010, 12:23
Nur so als Information, der Stundenweltrekord wir immer um 105 rum gefahren, grösser wurde die Entfaltung.
Zu schnell kurbeln benötigt zuviele Energie, aber um schnell kurbeln zu können, sollte man die Uebungen mit höherer Frequenz durchspielen.
Dann landest du bei für dich angenehmen 75-90.

Völlig richtig.

Wenn man versucht, die TF zu erhöhen, dann kann es auch sinnvoll sein, erstmal etwas langsamer zu fahren und dafür natürlich einen deutlich kleineren Gang einzulegen. Dann macht man halt Intervalle von etwa 10 Minuten, in denen man versucht, mit 20 U/min mehr zu fahren als sonst, aber die Geschwindigkeit erstmal ignoriert. Irgendwann - nach einiger Übung - bringt man dann Leistung (=~ Geschwindigkeit) und Tretfrequenz zusammen.

Patrice Clerc
15.10.2010, 12:25
wer über 60km/h auf abfahrten wirklich noch mittreten will, der braucht wirklich mehr als 50-12...

das thema trittfrequenz ist das wohl am meisten überbewertete thema (dicht gefolgt von aerorahmen)... man muss so treten, dass man sich wohlfühlt. sich mal ein bisschen dem persönlichen drehzahlmaximum nähern gehört für mich aber zum training dazu.

Offenbar ist es nicht überbewertet: in einer Abfahrt wird bei gut 60 km/h definitiv nicht zwingend mehr als 50/12 benötigt. Es war immer wieder lustig, mit Leuten in mittelsteilen Abfahrten eine Art Sprinttraining zu machen, denen zu zeigen, wie schnell man da fahren kann und unten die Übersetzungen zu vergleichen. Die Jungs sind regelmässig als allen Wolken gefallen als sie sahen, dass ich die 75 km/h mit 48/13 gefahren bin. :D

Ergänzung: natürlich wird man kein Spitzenrennfahrer, nur weil man schnell treten kann. Aber wer nicht souverän schnell treten kann (und grundsätzlich eine deutliche Trittfrequenzvariabilität aufweist - geiles Wort!), der wird als Rennfahrer und eigentlich auch als Tourenfahrer spürbar limitiert sein.

Patrice Clerc
15.10.2010, 12:28
Also die 55 km/h schaffe ich schon. 60 wird kritisch. Aber auch da reichen mir meine 53-13.

Beim Training hinterm Auto mit 70 km/h sind 53-13 aber definitiv zu wenig.Geht schon, gerade hinter dem Auto. 70 km/h wird hinter dem Derny erreicht und längere Zeit gefahren (Aeschbach um ZH-6-Tagerennen 2008 mit 72 km/h Schnitt), typische Übersetzungen im Bereich 54/14 bis 52/13.

Toxxi
15.10.2010, 12:38
Geht schon, gerade hinter dem Auto. 70 km/h wird hinter dem Derny erreicht und längere Zeit gefahren (Aeschbach um ZH-6-Tagerennen 2008 mit 72 km/h Schnitt), typische Übersetzungen im Bereich 54/14 bis 52/13.

Ja, mit dem Bahnrad geht das. Ich meinte ein normales Straßenrad auf der Landstraße, hinter 'nem Renault Kangoo, der macht einen schönen Windschatten.

Ich trete meine 53-13 auch noch bei 80 km/h, aber eben nicht sehr lange.

The Look
15.10.2010, 14:12
Ja, mit dem Bahnrad geht das. Ich meinte ein normales Straßenrad auf der Landstraße, hinter 'nem Renault Kangoo, der macht einen schönen Windschatten.

Ich trete meine 53-13 auch noch bei 80 km/h, aber eben nicht sehr lange.

80 mit 13er?? schwer zu glauben...
überhaubt interessant, wie der sich der trend hin zur hohen frequenz gewandelt hat, ich kann mich noch an zeiten erinnern, da wurde oft 60-70 U/m als optimum gehandelt^^

inki
15.10.2010, 14:15
80 mit 13er?? schwer zu glauben...
überhaubt interessant, wie der sich der trend hin zur hohen frequenz gewandelt hat, ich kann mich noch an zeiten erinnern, da wurde oft 60-70 U/m als optimum gehandelt^^

DAMIT würde ich ja schon hinkommen. Naja, aber meine Frequenz zu erhöhen oder zumindest zukünftig dazu in der Lage zu sein ist sicher nicht verkehrt...

medias
15.10.2010, 14:43
80 mit 13er?? schwer zu glauben...
überhaubt interessant, wie der sich der trend hin zur hohen frequenz gewandelt hat, ich kann mich noch an zeiten erinnern, da wurde oft 60-70 U/m als optimum gehandelt^^

Aber nicht bei Rennfahrer, da strebte man immer so um 90 rum an.

Kjeld
15.10.2010, 14:54
Unterschiedlich. Der Typ links hat mit 60 - 70 die Friedensfahrt gewonnen (und nebenher noch einen vierfachen Sieger produziert). Der ganz rechts mit um die 90 zweimal. Der in der Mitte konnte immer nur dumm rumschwatzen. Das aber mit min. 120.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/34/Bundesarchiv_Bild_183-92790-0010%2C_XV._Friedensfahrt%2C_Ampler%2C_Heinz_Flori an_Oertel%2C_T%C3%A4ve_Schur.jpg

Hans86
15.10.2010, 15:11
Also überbewertet ist das Thema sicher nicht, gehört eher zum ABC.
Mit einer guten Frequenz korrigiert man Windstösse zum Beispiel besser ermüdet weniger, besonders auch am Berg.
Darum empfehle ich auch so 75-90, weil jeder anders ist.

was ich mit "überbewertet" meinte war, dass dieses thema der vielen worte nicht wert sei...

du sagtst nun 75-90 und ich ergänze mal dass du das auf die ebene bis leichte steigung/gefälle empfehlen wolltest.
da man ja nun aber auch mal einen ordentlichen anstieg bewältigen möchte, kann man von einer unteren grenze von 75 schon nicht mehr sprechen. und nach oben wird gerade beim kilometerfressen in einer Gruppe auch gerne mal die 90 geknackt.

also sage ich, die trittfrequenz muss den umständen sinnvoll angepasst werden. bergaufkurbler mit einer übersetzung von 30-29 sind genauso unsinn wie die dogmatische aussage man könne mit einem 50er kettenblatt nicht sprinten. und dafür ein gefühl zu entwickeln, wann welche trittfrequenz sinvoll ist (im bezug auf ermüdung, oder spritzigkeit) ist eine frage von training und erfahrung. lässt sich mMn nicht wie ein ABC auswendiglernen.

The Look
15.10.2010, 15:21
Aber nicht bei Rennfahrer, da strebte man immer so um 90 rum an.

im flachen sicherlich...aber du weisst bestimmt auch noch, welches aufsehen der gute lance vor 10 jahren mit seinem stil am berg jund im zeitfahren ausgelöst hat.
Heute treten viele doch sehr ähnlich.

medias
15.10.2010, 16:14
was ich mit "überbewertet" meinte war, dass dieses thema der vielen worte nicht wert sei...

du sagtst nun 75-90 und ich ergänze mal dass du das auf die ebene bis leichte steigung/gefälle empfehlen wolltest.
da man ja nun aber auch mal einen ordentlichen anstieg bewältigen möchte, kann man von einer unteren grenze von 75 schon nicht mehr sprechen. und nach oben wird gerade beim kilometerfressen in einer Gruppe auch gerne mal die 90 geknackt.

also sage ich, die trittfrequenz muss den umständen sinnvoll angepasst werden. bergaufkurbler mit einer übersetzung von 30-29 sind genauso unsinn wie die dogmatische aussage man könne mit einem 50er kettenblatt nicht sprinten. und dafür ein gefühl zu entwickeln, wann welche trittfrequenz sinvoll ist (im bezug auf ermüdung, oder spritzigkeit) ist eine frage von training und erfahrung. lässt sich mMn nicht wie ein ABC auswendiglernen.
Genau, Training ist wie ABC lernen.

Beast
15.10.2010, 16:23
Vielen Dank allerseits. Ich habe mich für Campa entschieden


Fein gemacht! :D