PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Scheibenbremsen - wird das nun wegweisend?



Seiten : [1] 2 3

Luke
18.10.2010, 17:54
Ich weiss, dass Thema wurde hier schon ein paar Mal durchdiskutiert. Viele finden Scheibenbremsen unnötig. Ich bin aber über dieses Angebot gestolpert:

http://www.dbikes.ch/dbikes.html

Ist das nun der Anfgang für den Durchbruch der Scheibenbremsen? In der Crosserszene setzen sie sich ja jetzt nun - da von der UCI bewilligt - auch durch. Nach Gewicht, Steiffigkeit, Komfort und nun Aerodynamik braucht doch die Industrie neue Impulse für den Habenwollenreflex.

medias
18.10.2010, 18:00
Ob sie sich im Crosser durchsetzten ist noch völlig offen.

Tom vom Deich
18.10.2010, 18:11
Fantastische Sache, hoffentlich kommen bald die Konverter in leichter und funktionaler Bauart. Das wird den Markt revolutionieren. Bei Regen vernünftig abbremsbare Carbonlaufräder. Und bei Crossern als Hobby und Alltags-Sportgerät wäre man geradezu dumm, nicht auf Discbremsen zu setzen. Für Crossrennen rund um die Wiese von Bauer Meier mit zwei 10m Abfahrten lohnt das natürlich nicht.

medias
18.10.2010, 18:16
Wenn, wird das noch dauern, neue Rahmen müssen gekauft werden, es stehen noch viele LR rum, z.T. sehr teure.
Da überlegt es sich der eine oder andere.
Solange die Pros das nicht einsetzten bleibt es, für die einen, interessante Nische.

Kjeld
18.10.2010, 18:39
Rennradfahrer verlangen jedenfalls momentan nach Aerolaufrädern mit hohen Felgen und wenigen Speichen. Die Hersteller haben diesen Trend zumindest gefördert, indem sie Systemlaufräder mit aller Macht auf den Markt gedrückt und klassische Laufräder zu einem Nischenprodukt gemacht haben.

Scheibenbremsen erfordern viele Speichen und erlauben leichte Felgen.

Das paßt nicht zusammen.

Ich denke, dass Shimano, Campa und SRAM in nächster Zeit eher keine STIs oder Ergos mit Hydraulikzylinder vorstellen werden, und solange sie das nicht tun, bleibt die Scheibe am RR ein Nischenprodukt.

St.John
18.10.2010, 18:43
Auf die Konverter zu warten ist doch eigentlich nicht erforderlich, die STI- oder ergo-kompatiblen seilzug-betätigten Bremssättel gibt es auch schon seit einigen Jahren und sind im Rennradbereich so gut wie nicht vertreten. Ich glaub nicht, dass sich das im Rennradbereich mittelfristig ändern wird. Bei den Hobby-Crossern und Randoneuren werden sich aber Discs neben den bestehenden Bremssystemen ihren Anteil erobern.

Radfahrender
18.10.2010, 18:45
Ich denke, dass Shimano, Campa und SRAM in nächster Zeit eher keine STIs oder Ergos mit Hydraulikzylinder vorstellen werden, und solange sie das nicht tun, bleibt die Scheibe am RR ein Nischenprodukt.

Da bin ich bei Kjeld. Leider.

Wäre schon toll, wenn z.b. die SRAMerikaner eine Hydro-Red mit Discs auf XX Gewichtsniveau brächten. Käme mir eher ans Rad als eine elektrische Schaltung.

Das gewurschtel mit Zusatzhebeln ist keine gute Lösung.

Nordisch
18.10.2010, 19:39
An einem kleinen Konverter arbeitet jemand im Umfeld der Firma Velotraum. Allerdings steht noch in den Sternen, ob der wirtschaftlich produziert und verkauft werden kann. Eventuell ist schon 2011 damit zu rechnen.
So die Infos, die ich bekommen habe (war ein nettes Pläuschchen :) ).

141p
18.10.2010, 19:41
Avid bräuchte ja nur eine leichtere Variante der BB7 Road bringen, sagen wir mal komplett (ohne Züge/Hüllen) mit ca. 550gr., LR sollten ja auch kein Problem sein, sowas http://citec.de/main.php?id=38 als Road. Dann noch einen leichten Rahmen unter 1000gr. und Gabel unter 400, dann sind Räder unter 6,8 kg drin und zwar zu einem vernünftigen Preis. Ich hoffe ja, dass Cannondale seinen neuen Crosser auch als Disc bringt (würde ja auch für die Straße taugen). Für normalen Gebrauch würde ich für mich nicht unbedingt die Notwendigkeit für Disc sehen. Sollte ich aber mal im Gebirge rumgurken, wäre mir mit Disc wahrscheinlich wohler (ob es unbedingt notwendig ist, lassen wir mal dahingestellt).
Wenn es das entsprechende Material mal gibt, könnte ich mir das schon überlegen.

141p
18.10.2010, 19:45
Einfach MTB Disc ans RR, da wäre ich vorsichtig. Am Fully habe ich die Marta (vorn 180mm). Die langt so richtig rein. Wenn ich mir vorstelle, so eine brachiale Bremskraft mit 23 oder 25mm Reifen? Da sollten dann konsequenterweise schon etwas entschärfte hydrualische Disc kommen.

Nordisch
18.10.2010, 19:45
Avid bräuchte ja nur eine leichtere Variante der BB7 Road bringen, sagen wir mal komplett (ohne Züge/Hüllen) mit ca. 550gr., LR sollten ja auch kein Problem sein, sowas http://citec.de/main.php?id=38 als Road. Dann noch einen leichten Rahmen unter 1000gr. und Gabel unter 400, dann sind Räder unter 6,8 kg drin und zwar zu einem vernünftigen Preis. Ich hoffe ja, dass Cannondale seinen neuen Crosser auch als Disc bringt (würde ja auch für die Straße taugen). Für normalen Gebrauch würde ich für mich nicht unbedingt die Notwendigkeit für Disc sehen. Sollte ich aber mal im Gebirge rumgurken, wäre mir mit Disc wahrscheinlich wohler (ob es unbedingt notwendig ist, lassen wir mal dahingestellt).
Wenn es das entsprechende Material mal gibt, könnte ich mir das schon überlegen.

Als ob es immer die sub. 6,8 kg sein müssen :rolleyes:

Manchen Leute machen sich auch wegen jedem ....... in die Hosen und merken gar nicht, dass sie dabei mehr Gewicht verloren haben als in ihrer hunderte oder tausende Euro kostenden Tuningaktion.

141p
18.10.2010, 19:49
Als ob es immer die sub. 6,8 kg sein müssen :rolleyes:

Manchen Leute machen sich auch wegen jedem ....... in die Hosen und merken gar nicht, dass sie dabei mehr Gewicht verloren haben als in ihrer hunderte oder tausende Euro kostenden Tuningaktion.

ein 9 kg RR mit Disc kannst du dir ja auch jetzt schon hinstellen, das ist ja überhaupt kein Problem. Ein bisschen Fortschritt (und da meine ich Gewicht) muss schon sein, sonst kannst du dir die Diukussion hier sparen.

medias
18.10.2010, 19:51
ein 9 kg RR mit Disc kannst du dir ja auch jetzt schon hinstellen, das ist ja überhaupt kein Problem. Ein bisschen Fortschritt (und da meine ich Gewicht) muss schon sein, sonst kannst du dir die Diukussion hier sparen.

Rahmen kannst du sicher 200gr. zurechnen, Gabel auch.

bikerchris68
18.10.2010, 19:56
ja ein rr-rahmen für disc wäre in den bergen ein traum :D zumindest für mich und mein zartes gewicht :D
bis jetzt kenne ich nur crosser-rahmen mit disc-aufnahme, dann wirds wieder kompliziert bei den laufrädern und schon sind wir wieder bei einem netten gewicht.
da ein leichteres rad bergauf mich bei meinen qualen länger begleitet, verzichte ich lieber auf ein schweres rad mit guten bremsen bei der wesentlich kürzeren abfahrt :D

Dramato
18.10.2010, 19:57
Das Gewicht der Bremsscheiben bei der Rechnung nicht vergessen.
Obwohl: sollte sich Scheibenbremse am Rennrad einmal durchsetzen, dann kommen sicher auch Bremsscheiben aus Carbon auf den Markt.

light-motiv.de
18.10.2010, 19:58
Als ob es immer die sub. 6,8 kg sein müssen :rolleyes:



ja müssens! ;-)

141p
18.10.2010, 20:03
Rahmen kannst du sicher 200gr. zurechnen, Gabel auch.

http://www.greatgocycles.com/XC06A.htm die wäre um die 400 gr. (soweit der Angabe zu trauen ist) und wenn sich Scott und Konsorten ins Zeug legen sollten leichte Rahmen möglich sein (der neueste Scott Hardtailrahmen liegt ja bei 900 gr.). Dann sollte ein RR/CX um die 1000 schon drin sein.

bikerchris68
18.10.2010, 20:03
Das Gewicht der Bremsscheiben bei der Rechnung nicht vergessen.
Obwohl: sollte sich Scheibenbremse am Rennrad einmal durchsetzen, dann kommen sicher auch Bremsscheiben aus Carbon auf den Markt.

krieg ja kaum carbon-lr bergab zum stehen :D

dann warten wir eben auf die keramikbremsscheiben :D :D mußte nur die ersten serpentinen berg ab überleben bis die dinger die richtíge temp haben :D

Frühaufsteher
18.10.2010, 20:16
Die Diskussion ist gut für die Volkswirtschaft, und vielleicht noch für den Cross-Rennfahrer.

Aber mal im Ernst: Am Rennrad? Wie viele Unfälle sind wegen mangelnder Bremsleistung passiert? So ein Blödsinn. Da macht ja der Helm noch mehr Sinn :D Jehova!

Ich hab mir fürs Stadtrad Scheiben angeschafft, weil das Öl im Winter nicht einfriert und ich (hoffentlich) nicht so oft die Felgen durchbremse.

Aber die Bremsleistung ist doch auch bei widerlichsten Verhältnissen und zumal auf Alufelgen absolut kein Problem mehr.

medias
18.10.2010, 20:26
http://www.greatgocycles.com/XC06A.htm die wäre um die 400 gr. (soweit der Angabe zu trauen ist) und wenn sich Scott und Konsorten ins Zeug legen sollten leichte Rahmen möglich sein (der neueste Scott Hardtailrahmen liegt ja bei 900 gr.). Dann sollte ein RR/CX um die 1000 schon drin sein.

Achso, du willst was Fragiles.
Das kostet dann aber Massiv.

pinguin
18.10.2010, 20:27
Solange die Pros das nicht einsetzten bleibt es, für die einen, interessante Nische.

Ich mag interessante Nischen. Mein Disc-OCCP ist das Beste, was mir in den letzten 10 Jahren so übern Weg gelaufen ist. Es bremst einfach. Egal, was los ist.

medias
18.10.2010, 20:30
Ich mag interessante Nischen. Mein Disc-OCCP ist das Beste, was mir in den letzten 10 Jahren so übern Weg gelaufen ist. Es bremst einfach. Egal, was los ist.

Ich finde es ne gute Sache, bezweifle den Durchbruch beim Rennrad.

pinguin
18.10.2010, 20:36
Ich finde es ne gute Sache, bezweifle den Durchbruch beim Rennrad.

Wegen mir muss so'n Rennrad nicht durchbrechen :D Bzw. mir sind Standards und Durchbrüche anderer Leute ja eh ********gal. Eigenes Ding machen, Erfahrungen sammeln, zufrieden sein oder Lehrgeld latzen. So isses Leben halt.

Maxe_Muc3
18.10.2010, 20:43
Ich finde es ne gute Sache, bezweifle den Durchbruch beim Rennrad.

Das sehe ich genauso: Beim MTB, im Alltag und wahrscheinlich (da ich noch nie ernsthaft gefahren bin fehlt mir da das Einschätzungsvermögen) auch im Cross. Beim Rennrad hat man doch hinten heute schon eher zuviel als zuwenig Bremskraft, vorne ist der Reifen eher der limitierende Faktor, als die Bremse. Und um die superleichten Carbon-Laufräder bei Regen besser zu bremsen Scheiben und Schebenbremsnaben zu montieren erscheint mir nicht so arg sinnig.

Habe grade mal nachgeschaut: Ne Tune Princess Vorderrad Scheibenbremsnabe wiegt ca. 100 g, die Bremsscheibe in 160 mm ca. 115 g, fehlen noch Schrauben.

Dazu die schwerere Gabel und die Laufräder mit mehr Speichen- ich weiss nicht.....

Nordisch
18.10.2010, 20:44
ja müssens! ;-)

Klar denn einige verdienen ihr Geld damit, Waren zu produzieren und zu vermarkten deren Notwendigkeit erst mit dem/der Erscheinen/Vermarktung des Produktes entsteht :D

Nordisch
18.10.2010, 20:47
Interessant wird es erst, wenn sich höchst unterschiedliche Bremsleistungen in einem Fahrerfeld tummeln. :D



Noch was, was nützt mir die Scheibe im Winter, wenn ich eh nicht mehr schalten kann.
Der SSPler braucht keine Bremse und die Nabenschaltung ist zu schwer. :rolleyes:

Ianus
18.10.2010, 21:09
Oh mann, wird hier wieder verzapft wird. Was sollen denn jedes Jahr die gleichen Diskussionen? Die Tatsache der UCI-Entscheidung bzgl. der Cyclocrosser ändert nichts an der eingeschränkten Bremskraftübertragung bei Rennradreifen, vollkommen Jacke wie Hose, ob die Scheibenbremse hydraulisch oder per Seilzug angesteuert wird. Die mechanische BB7 ist bereits sehr gut dosierbar, eine Hydrodisc verringert lediglich die Handkräfte.

Was einen bei einem MTB vielleicht nicht stört, das Gequietsche und Schleifen der Scheibe, kann einem beim Rennrad gehörig auf den Sack gehen. Was hat mich das schon Nerven gekostet.

141p
18.10.2010, 21:12
Klar denn einige verdienen ihr Geld damit, Waren zu produzieren und zu vermarkten deren Notwendigkeit erst mit dem/der Erscheinen/Vermarktung des Produktes entsteht :D

so funktioniert die Wirtschaft, sonst würden wir noch in Höhlen leben und die dazu passenden Bären vertilgen (oder andersrum) :)

Minifutzi
18.10.2010, 21:14
Ich finde es gut, dass immer wieder in dieser Richtung Anlauf genommen wird.

Ein vollkommen intaktes Laufrad nur wegen heruntergebremsten Felgenflanken zu entsorgen hat mich nie überzeugt.

Ich gebe ja gerne zu, dass es noch sehr gewöhnungsbedürftig aussieht aber das ist wohl reine Gewöhnungssache. Sinnvoller als Bleigewichte um auf 6,8kg zu kommen wären sie wohl allemal.

bikerchris68
18.10.2010, 21:15
so funktioniert die Wirtschaft, sonst würden wir noch in Höhlen leben und die dazu passenden Bären vertilgen (oder andersrum) :)

ja, entweder die frauen noch an den haaren durc hdie gegend schleifen oder ein geiles rr fahren :D kennst du eine, kennst du alle - ich fahr lieber rr :D

pinguin
18.10.2010, 21:24
[...]Dazu die schwerere Gabel und die Laufräder mit mehr Speichen- ich weiss nicht.....

Da ich nicht merke, ob ich auf meinem 7-Kilo oder auf'm 11-Kilo-Hobel hocke, tangieren mich solche Überlegungen überhaupt nicht mehr.

Mir kommts bei Verwendung der Scheibe unter anderem darauf an, dass ich auch mit saukalten Fingern noch gut bremsen kann oder völlig entspannt ne gepflegt steile, lange Abfahrt runterjodle, ein Finger am Hebelchen genügt. Und dergleichen mehr...

Luke
18.10.2010, 21:29
Ehrlich gesagt, kommt mein Interesse an Scheibenbremsen nur dann auf, wenn ich wieder einmal einen Pass wie beispielsweise den Pragel runter brettere. Da kommen mir nämlich immer die überhitzen Felgen in den Sinn und wie lange es wohl noch geht, bis es knallt. Aus dieser Perspektive wäre es wohl schon eine tolle Sache.

Bei den Laufrädern: ist es nicht so, dass super leichte Carbonfelgen einen Vorteil in Bezug auf die rotierende Masse bringen? Die Scheiben so nah an der Nabe spielen doch dann kaum noch eine Rolle.

Wahrscheinlich wird es so sein. Solange die grossen drei, Shimano, Campagnolo und SRAM nicht auf die Dinger setzen, wird wohl tatsächlich nicht viel gehen. Aber wenn doch, dann noch an den Pro-Rädern, dann wird wohl niemand mehr ohne Scheiben gefahrlos fahren können:D (...wenn ich so an die unfahrbaren und lebensgefährlich flatternden Stahlrahmen denke, die wir damals noch so locker beherrschten...:rolleyes:)

Ianus
18.10.2010, 21:34
Da kommen mir nämlich immer die überhitzen Felgen in den Sinn und wie lange es wohl noch geht, bis es knallt.
So 'ne Scheibe kann auch recht heiss werden, v.a. die hier üblichen 160er. Und dann geht auch bei der Disc nicht mehr viel.

bikerchris68
18.10.2010, 21:39
So 'ne Scheibe kann auch recht heiss werden, v.a. die hier üblichen 160er. Und dann geht auch bei der Disc nicht mehr viel.

das ist klar, aber es haut dir nen clincher nicht spontan um die ohren und bei schlauchreifen läßt der kleber auch nicht nach :D

am grünten ghts nach burgberg gute 16 - bis 20% auf nem längeren stück runter. war froh das ich unten war und dann hab ich mir an der kreuzung stehen die vr-felge an die wade gedrückt. brandblase und sofort weiterfahren das die felgen vom fahrtwind gekühlt werden :D

pinguin
18.10.2010, 21:43
Ich habe noch keine Überhitzung an ner BB7 gehabt, trotz teilweise 25 kg Rad + Gepäck und 85 Kilo Fahrer + Kleidung auf heftigen Stichen bergab mit Dauerbremsung. Die 160er Scheibe reicht im Straßenbetrieb dicke. Was ich rein gefühlsmäßig nicht machen würde, 140 mm a la Bengal für vorne.

Ianus
18.10.2010, 21:47
Ich schon... war ein Totalausfall. War allerdings auch mit vollkommen untauglichen organischen Belägen. Ich lande im Endeffekt nach diversen Tuningversuchen immer wieder beim Original Setup oder bei den grünen Swissstop.

http://fstatic1.mtb-news.de/img/photos/1/9/5/2/7/3/_/medium/HopeFL-Disc003.jpg (http://fotos.mtb-news.de/p/766352)
http://fstatic1.mtb-news.de/img/photos/1/9/5/2/7/3/_/large/MootsDetail010.jpg (http://fotos.mtb-news.de/p/766348)

pinguin
18.10.2010, 21:50
Schönes Bild. Ich habe noch nix anderes als Original-Scheiben und Beläge in Verwendung gehabt. Bin da nicht so der Experimentiermensch. Merke lediglich, dass eine meiner 185er Scheiben schlechter geht als ne andere, jeweils im selben Rad verbaut. Also an den Belägen liegt es nicht, muss die Scheibe irgendne Schwierigkeit haben.

Nordisch
18.10.2010, 21:51
so funktioniert die Wirtschaft, sonst würden wir noch in Höhlen leben und die dazu passenden Bären vertilgen (oder andersrum) :)

Da bringt uns die Wirtschaft auch wieder hin, nur dass es dann es dann keine Bären mehr zu vertilgen gibt.
Aber das gute ist mit unserer Carbondiät, werden noch leichtere Fahrräder noch unsinniger.

speedy gonzalez
18.10.2010, 21:57
mir ist das jacke wie hose, alles hat in gewisser weise seine berechtigung, egal ob eine standardfelgenbremse, eine hydraulische scheiben oder felgenbremse, von mir aus auch rücktritt.

ich glaub auch fest daran, das sich bis 2030 die nabenschaltung im rr-bereich durchgesetzt hat.:D

Nordisch
18.10.2010, 22:00
Ich habe noch keine Überhitzung an ner BB7 gehabt, trotz teilweise 25 kg Rad + Gepäck und 85 Kilo Fahrer + Kleidung auf heftigen Stichen bergab mit Dauerbremsung. Die 160er Scheibe reicht im Straßenbetrieb dicke. Was ich rein gefühlsmäßig nicht machen würde, 140 mm a la Bengal für vorne.


Erzählte ich schon, dass eine normale V-Brake (Deore)/Tektro Bremshebel lange ausreichte einen 79-83 kg Fahrer mit einem 50 bis 60 kg Rad zum stehen zu bringen. Bei Trockenheit sowieso und bei Nässe blockierten lange vorher die Reifen (37 mm) trotz der rauen Straßen.
26000 hm und Steigungen/Gefälle von über 20 Prozent durften diese Felgenbremsen bewältigen. Vmax von über 70 kmh wurde sicher abgebremst.

Um nicht noch die Aussage aufkommen zu lassen, zur Not bekommt man das mit allen Bremsen hin. Mini-V-Brakes bei Nässe und 95 kg Systemgewicht und 10 Prozent Gefälle fand ich stark beunruhigend.

Es wurden stets Koolstop Beläge verwandt.

Nordisch
18.10.2010, 22:08
ich glaub auch fest daran, das sich bis 2030 die nabenschaltung im rr-bereich durchgesetzt hat.:D

Aber nur, wenn du bis dahin stabilers Metall entdeckt hast, was nebenbei auch noch bezahlbar sein muss. :D

speedy gonzalez
18.10.2010, 22:54
Aber nur, wenn du bis dahin stabilers Metall entdeckt hast, was nebenbei auch noch bezahlbar sein muss. :D

na ok, aktuell ist das halt noch ein wenig teuer, gibts aber auch schon...

pinguin
19.10.2010, 08:28
ich glaub auch fest daran, das sich bis 2030 die nabenschaltung im rr-bereich durchgesetzt hat.:D

Was ich nicht schlecht fände. Allerdings, dann bin def. ein alter Sack und vermutlich ist's mir dann grad' wurscht. womit ich mir eine neue Schnabeltasse fahren gehe.

speedy gonzalez
19.10.2010, 09:17
nöll fahrradbau bietet da wohl was an, norwid und rotor bikes etc. eine übersicht gibts da auf der rohloff-seite.

pinguin
19.10.2010, 09:28
Ja, grundsätzlich ist ne Nabenschaltung ja heute schon mit nem Rennrad vereinbar. Wenn man damit zurecht kommt, dass dann eben ein Laufradsatzwechsel nicht mehr so simpel machbar ist. Das Getriebe müsste an den Rahmen, ein wenig Technik ans Hinterrad. Oder so in dem Stil... Bis dahin ist noch Zeit.

Hifly
19.10.2010, 09:29
Am einfachsten wäre die Entwicklung eines Hydraulik STIs für Shimano auf Basis der Di2, die Elektronik nimmt kaum Platz weg, der rest kann für einen kräftigen Kolben genutzt werden.

Ich bin weiterhin ehrlich gesagt froh, dass meine Rennradbremsen bei nässe nicht so pervers zupacken, die Bremsleistung muss ja auch auf den Boden. Wenn ich so an die 200mm Scheiben von meinem Downhiller denke, die müsste man nur mit dem kleinen Finger streicheln und man würde mit dem Rennrad den Grip verlieren.

Toxxi
19.10.2010, 09:34
Aber die Bremsleistung ist doch auch bei widerlichsten Verhältnissen und zumal auf Alufelgen absolut kein Problem mehr.

Finde ich bisher auch. Aber ich lasse mich auch gern eines besseren belehren.


Das sehe ich genauso: Beim MTB, im Alltag und wahrscheinlich (da ich noch nie ernsthaft gefahren bin fehlt mir da das Einschätzungsvermögen) auch im Cross.

Wozu braucht man im Alltag Disc? :krabben: :confused: :icon_eek: Habe ich jetzt schon ein paarmal hier gelesen...

Mein olles Hardtail für die Stadt hat ordentlich zupackende V-Brakes. Das ist m.E. vollkommen ausreichend. Mit stärkerer Bremsleistung mache ich eh nur noch den Abgang übern Lenker, da muss ich bei den V's schon aufpassen.

dasia
19.10.2010, 09:36
hallo zusammen,

diese disk ja nein diskussion erinnert mich an die argumente, als vor rund 10 -12 jahren bei den mtbs die disk nach und nach eingeführt wurde.

Aussagen wie, das brauche ich nicht, wiel ich nicht so wild fahre oder bisher habe ich auch mein rad mit einer klotzbremse auf dem reifen zum stehen gebracht als ich mit hannibal die Alpenüberquerung machte kamen da genau so wie heute. (ich wüsste noch 10 weitere aussagen, die "damals und heute gleich sind)

einen muss ich noch ergänzen:

mit der blabla bremse von anno dunnemals bekomme ich doch jetzt schon mein vr zum blockieren und ich gehe über den lenker ab. wenn du eine gut dosierbare bremse hast, dann kann du genau den effekt (blockade, überschlag genau dosieren mit der handkraft (ja das stimmt, aber wie ist es bei nässe? die dosierbarkeit einer bremse ist entscheidend und die zeit, die die bremse braucht um auf die änderung deiner handkraft zu reagieren.)


versuch doch mal heute ein mtb ohne scheibe zu kaufen. es wird eng. selbst bei den baumarkträdern ist so ein díng dran (ob diese gut sind oder nicht ist mal sekundär)


klar ist eine scheibe aufwänder zu montiert und justieren. eine 10 fach ergo power übrigends auch im vergleich zu einer 5 gang kassette mit rahmen hebeln.

die Hersteller werden rahmen bauen mit aufnahmen für scheiben, es wir d geeignete erogpowers geben und es wird nix schleifen oder nerven beim fahren. (beim mtb hat man es auch hinbekommen, vergleiche mal ein louise von 1999 mit der von heute)
das Gewicht wird auch passen.

beim crosser wird die entwiclung und einführung nun losgehen. auch im profisport. )der m. kluge sagte aml, dass man mit der scheiben später und exakter bremsen kann im rennen.)

und ich werde mir das ganze kaufen, wenn ich den eindruck habe dass es funktioniert und mich daran erfreuen, dass ich ein rad habe das bei nässe so bremst wie im trockenen.


alle anderen können mit ihren rädern bei der eroika mitfahren und sich darüber freuen, dass sie bescheidene bremsleistungen haben und sich an der vergangenheit ergötzen wie das damals war anno tobak als man noch mit wolltrikot gefahren ist. (ich übertreibe)

bei anderen entwicklungen will dorch auch niemand mehr zurück. z.B. airbag, abs, esp....




grüsse



dasia

Toxxi
19.10.2010, 09:56
einen muss ich noch ergänzen:

mit der blabla bremse von anno dunnemals bekomme ich doch jetzt schon mein vr zum blockieren und ich gehe über den lenker ab. wenn du eine gut dosierbare bremse hast, dann kann du genau den effekt (blockade, überschlag genau dosieren mit der handkraft (ja das stimmt, aber wie ist es bei nässe? die dosierbarkeit einer bremse ist entscheidend und die zeit, die die bremse braucht um auf die änderung deiner handkraft zu reagieren.)

Schon klar. Ich finde meine V's prima regulierbar. Ich sage ja auch nicht, dass Scheibe schlecht ist. Aber am Stadtrad, das auch möglichst billig sein sollte, halte ich eine Techniküberfrachtung für unangemessen. Das zieht nur Diebe an.

Alpenbiker
19.10.2010, 10:17
Aber die Bremsleistung ist doch auch bei widerlichsten Verhältnissen und zumal auf Alufelgen absolut kein Problem mehr.

Also, ich fühle mich mit Felgenbremsen nicht wirklich wohl, wenn ich damit bei Dauerregen einen Alpenpass >1000 Hm, jeder Menge Serpentinen und Gefälle jenseits der 10%-Marke hinunter muss! :eek:
In der Norddeutschen Tiefebene kann man auf Scheibenbremsen sicher auch verzichten. Im Hochgebirge sieht das ganz anders aus.

Mit Scheibenbremse würden für mich dann auch Carbonlaufräder endlich unter allen Bedingungen voll Alpentauglich.

Tobi82
19.10.2010, 10:20
ich finde manche dinge sollte man so belassen wie sie sind. ein bisschen tradition schadet nicht.
genau wie die uci die rahmen in ihrem design beschränkt, genau so wird auch das auch noch lange bei anderen teilen so bleiben.

dieser ganze neue kram a la beheizbares lenkerband, motorunterstützung, elektronische dura ace etc nimmt dem sport irgendwie ein bisschen den reiz.

Kjeld
19.10.2010, 10:40
Mit Scheibenbremse würden für mich dann auch Carbonlaufräder endlich unter allen Bedingungen voll Alpentauglich.

Ich glaube nicht, dass Carbonlaufräder nach dem heute üblichen Strickmuster der Belastung durch eine ordentliche Scheibenbremse gewachsen wären. :5bike:

bikerchris68
19.10.2010, 10:41
Also, ich fühle mich mit Felgenbremsen nicht wirklich wohl, wenn ich damit bei Dauerregen einen Alpenpass >1000 Hm, jeder Menge Serpentinen und Gefälle jenseits der 10%-Marke hinunter muss! :eek:
In der Norddeutschen Tiefebene kann man auf Scheibenbremsen sicher auch verzichten. Im Hochgebirge sieht das ganz anders aus.

Mit Scheibenbremse würden für mich dann auch Carbonlaufräder endlich unter allen Bedingungen voll Alpentauglich.

dito!

es gibt hier ja leute die von alpenpässen reden aber nicht fahren!

dann gibt es die glücklichen, welche mit 70 kg die pässe fahren und die bremsprobleme nicht kennen!

und dann gibts welche wie mich, die aufgrund ihres gewichtes berg ab echt am kämpfen sind. und das hat nix mit bremstechnik zu tun, ab einem gewissen gewicht und gefälle gibt es nur die technik des dauerbremsen. ab einem bestimmten punkt des rollen lassens packt eine felgenbremse es einfach nicht mehr, die geschwindigkeit vor der nächsten kurve zu reduzieren. und in diesem fall wäre eine scheibenbremse wohl das beste :D

Alpenbiker
19.10.2010, 10:48
Ich glaube nicht, dass Carbonlaufräder nach dem heute üblichen Strickmuster der Belastung durch eine ordentliche Scheibenbremse gewachsen wären. :5bike:

Die Carbonlaufräder werden dann natürlich auf die Anforderungen des Disk-Einsatzes zugeschnitten. Im MTB-Bereich werden ja schon schöne Carbon-LR für nur für Scheibenbremsen produziert.
Beispiel von Fulcrum:
http://www.fulcrumwheels.com/jspfulcrum/productsdetail.jsp?productid=21&varid=30&crankset=false&lang=de&world=offroad&freeride=false&xc29=false&enduro=false&ruotecx=false

St.John
19.10.2010, 10:50
ich finde manche dinge sollte man so belassen wie sie sind. ein bisschen tradition schadet nicht.
genau wie die uci die rahmen in ihrem design beschränkt, genau so wird auch das auch noch lange bei anderen teilen so bleiben.

dieser ganze neue kram a la beheizbares lenkerband, motorunterstützung, elektronische dura ace etc nimmt dem sport irgendwie ein bisschen den reiz.

Naja, Deine Ansicht zu den Dingen kann ich nicht teilen. Wo willst Du da die Grenzen ziehen? Carbon? Plastik hat an einem richtigen Rad nix zu suchen! Aluminium? Viel zu leicht - die Fahrer sollen schon noch was zu tun haben! Indexierte Schaltungen - da braucht man ja gar kein Feingefühl mehr....
Ich glaube schon, dass technische Neuerungen Einzug in den Sport, aber erst recht bei den unzähligen Hobbyfahrern halten sollen. Kann ja jeder für sich entscheiden, was gefällt und was nicht. Die Regeln der UCI sollten eigentlich in Wesentlichen den Sinn haben, eine gewisse Chancengleichheit der Kontrahenden zu erzielen und das könnte natürlich auch mit "neuem Kram" realisiert werden.

maichris
19.10.2010, 11:19
Hi!
Ich geb auch Dasia zum Teil Recht, es ist nicht das erste mal das "ewig gestrige" eines besseren belehrt wurden.
Ich sehe sogar eine hohe Chance das die Bremsen kommen, da sie sich bereits aus ökonomischer Sicht perfekt für den Rennradmarkt eignen.

Vorteile:
- Carbon wäre ohne Limits im Felgenbau einsetzbar
- Leichtere Felgen
- Bremsleistung der Disk ist einfach um Welten besser
- Reifenfreiheit bzw. noch aerodynamischere Formen des Rahmens möglich
- und am wichtigsten: es würde eine Technologierevolution bedeuten, es liesse sich sehr gut vermarkten

Nachteil:
- Gewicht

Das Gesamtgewicht einer Sram XX ist jetzt schon sub 300g. Mehrgewicht Rennradrahmen dürfte sich in Null aufgehen, im Mtb Bereich sind Hardtails sub 1000 g Rahmengewicht auch keine Seltenheit mehr. Sogar in 29"er Größen... Und die sind immerhin gedacht um über Stock und Stein zu springen.

Ich gehe sogar noch weiter, es ist schon krank mit 80-100km/h den Berg runterzuballern mit Bremsleistungen jenseits von gut und böse. Nur weil nicht viel passiert ist das noch lange kein Argument. Es wäre schön zu sehen wenn unserer Herrn Rennradler bei der Tour in Zukunft dann auch noch mit ihren Bremspunkten arbeiten und es dort dann deutlich mehr zu sehen gibt.

Wenn die UCI ihre 6,8 kg beibehält wäre definitiv schon heute Platz für Scheibenbremsen. Aus technischer Sicht ist ja auch eine Umsetzung mit elektrischer Ansteuerung denkbar. Ich fand Shimano DI auch doof genauso wie E-bikes, etc. Aber seit ich das erste mal auf der Eurobike mit einer Di den Umwerfer betätigt habe bin ich auch am Grübeln. Und ich weiss wohl, das ich damit keine entscheidenden Rennen gewinnen werde (ich auf gar keinen Fall!!!! :D) aber es ist schon eine technische Meisterleistung.

Gruß
CHRiS

Clouseau
19.10.2010, 11:25
Ich finde es ne gute Sache, bezweifle den Durchbruch beim Rennrad.

Jepp, weil der normale Rennradfahrer/liebhaber/kunde vieeeellll zu konservativ ist für diese Technik und "Wandel".

Wenn ich nur überleg wie lange es bei Mtblern gedauert hat bis diese Thematik wirklich bei den allermeisten angekommen ist und welches "Geschrei" es über und gegen die Di2 gegeben hat.

Gruß

C.

altmeister
19.10.2010, 11:44
Jepp, weil der normale Rennradfahrer/liebhaber/kunde vieeeellll zu konservativ ist für diese Technik und "Wandel".

C.

Da ist was dran. Ich gebs zu; ich kann mir im Moment auch keine Scheiben am Renner vorstellen...aber spätestens, wenn die Pros sowas fahren, wird sich das Auge daran gewöhnen...und dann gefallen sie mir vielleicht auch.
War schon mit vielem so: Oversize-Rahmenrohre, STIs/Ergos, Hochprofil, Sloping usw.: erst Ablehnung, später breite Akzeptanz.
Man gewöhnt sich daran.

Gruß
Altmeister

Tristero
19.10.2010, 12:01
Beim Vergleich RR vs. MTB sind die Vorteile von Scheiben im RR-Bereich weniger und die Nachteile stärker ausgeprägt. D.h., Bremsleistung spielt zwar eine wichtige, aber bei weitem keine so entscheidende Rolle. Bei den Themen Aerodynamik (Speichenzahl!) und Gewicht ist es umgekehrt.

Dann müssten neu konzipierte Hebel her und evtl. müssten die Hinterbauten auf 135mm verbreitert werden. Das ist vor allem deshalb ein Problem, weil der RR-Markt viel kleiner ist und die Entwicklung deshalb deutlich langsamer voran schreitet.

Ich schätze, bevor nicht zumindest das Problem mit den Speichen (d.h. effektive Kraftübertragung durch verhältnismäßig wenige Messerspeichen) gelöst ist, wird das nichts.

P.S.: Wenn's kommt, gibt's billig leicht gebrauchte Leightis in der Börse... :D

Nordisch
19.10.2010, 12:41
Also, ich fühle mich mit Felgenbremsen nicht wirklich wohl, wenn ich damit bei Dauerregen einen Alpenpass >1000 Hm, jeder Menge Serpentinen und Gefälle jenseits der 10%-Marke hinunter muss! :eek:


Zumindest mit normalen V-Brakes gar kein Problem.
Ok kein Alpenpass aber Norwegenpass.

Carbonlaufräder, mit 24 dicken gekreuzten Speichen am VR oder was :D

Clouseau
19.10.2010, 12:47
Bremsleistung spielt zwar eine wichtige, aber bei weitem keine so entscheidende Rolle. Bei den Themen Aerodynamik (Speichenzahl!) und Gewicht ist es umgekehrt.

Dann müssten neu konzipierte Hebel her und evtl. müssten die Hinterbauten auf 135mm verbreitert werden. Das ist vor allem deshalb ein Problem, weil der RR-Markt viel kleiner ist und die Entwicklung deshalb deutlich langsamer voran schreitet.

Ich schätze, bevor nicht zumindest das Problem mit den Speichen (d.h. effektive Kraftübertragung durch verhältnismäßig wenige Messerspeichen) gelöst ist, wird das nichts.


Die Bremsleistung ist natürlich (zumindest beim Mounti) einiges höher als mit V-Brakes zum Beispiel. Aber eine große Rolle spielt auch die Dosierbarkeit und beides Bremsleistung und -dosierbarkeit ist unter allen Bedingungen nahezu gleich. Im Gegensatz zu Felgenbremsen egal welcher Art.

Da stimmt die Entwicklung schreitet langsamer voran weil es der Kunde schlicht auch nicht wünscht.

Schau dir mal bitte die Mounti-LRS von Shimano an. Die haben extrem wenig Speichen und sind trotzdem scheibenbremsentauglich. Also es geht.

Gruß

C.

Nordisch
19.10.2010, 13:05
Schau dir mal bitte die Mounti-LRS von Shimano an. Die haben extrem wenig Speichen und sind trotzdem scheibenbremsentauglich. Also es geht.



26 oder 29 Zoll?

26 Zoll hat nämlich den Vorteil kürzerer Speichen und damit geringerer Dehnung.

Nordisch
19.10.2010, 13:10
nix schleifen oder nerven beim fahren. (beim mtb hat man es auch hinbekommen, vergleiche mal ein louise von 1999 mit der von heute)
das Gewicht wird auch passen.



Nun ja, dass nervt ja heute noch viele MTB Scheibenfahrer.
Da hatte ich ja teilweise im Vergleich mit meinem Mini-Vs
und sehr eng stehenden Bremsbelägen weniger Ärger.
(Und die finde ich schon alles andere als optimal.)

Oder muss man sooooooooo tief in die Tasche greifen eine vernünftige Scheibenbremse zu bekommen.

Kjeld
19.10.2010, 13:12
Oder muss man sooooooooo tief in die Tasche greifen eine vernünftige Scheibenbremse zu bekommen.

Keine Probleme bisher mit XTR. ;-)

M. E. ist es wichtig, auch bei Rahmen / Gabel mit IS2000 die Postmountversion der Bremse plus Adapter zu verbauen; das vereinfacht die Einstellung enorm, mit nur IS2000 muß man mit Spacern rumschweinern, und so.

Clouseau
19.10.2010, 13:29
Nun ja, dass nervt ja heute noch viele MTB Scheibenfahrer.
Da hatte ich ja teilweise im Vergleich mit meinem Mini-Vs
und sehr eng stehenden Bremsbelägen weniger Ärger.
(Und die finde ich schon alles andere als optimal.)

Oder muss man sooooooooo tief in die Tasche greifen eine vernünftige Scheibenbremse zu bekommen.


Keine Probleme bisher mit XTR. ;-)

M. E. ist es wichtig, auch bei Rahmen / Gabel mit IS2000 die Postmountversion der Bremse plus Adapter zu verbauen; das vereinfacht die Einstellung enorm, mit nur IS2000 muß man mit Spacern rumschweinern, und so.


26 oder 29 Zoll?


26 Zoll.

Kjeld
19.10.2010, 13:44
Schau dir mal bitte die Mounti-LRS von Shimano an. Die haben extrem wenig Speichen und sind trotzdem scheibenbremsentauglich. Also es geht.

Gruß

C.

Das Topmodell hat 24 dicke Stahlspeichen am VR. Verkauf das mal einem LW - Fahrer. :D

medias
19.10.2010, 13:46
Mal was ganz anderes.
Die ganze Eleganz, die Leichtigkeit geht doch zum Teufel mit den Böcken.

greyscale
19.10.2010, 13:55
Mal was ganz anderes.
Die ganze Eleganz, die Leichtigkeit geht doch zum Teufel mit den Böcken.

Ich stimme dir da zu.

Nur sind "Eleganz" und "Leichtigkeit" nun wirklich subjektive Begriffe und sind damit auch in erster Linie abhängig von persönlichen Vorlieben und den aktuellen Sehgewohnheiten.

Die alten Stahlrahmen wirken auf mich heute eher "spiddelig", früher fand man die elegant und leicht;). Diese komischen Delta-Bremsen von Campa sind auch eher brockig, trotzdem finden einige die schön.

Versuchen wir's mal objektiv zu sehen:

Ja, es gibt Situationen, in denen Scheibenbremsen am Renner sinnvoll sind.
Ja, die Entwicklung wird zeigen, ob sich das Produkt durchsetzen kann.
Nein, a priori Verteufeln geht gar nicht.

g.

medias
19.10.2010, 14:02
Die Stahlrahmen meine ich gar nicht, sondern all die Anbauten. Das Cleane würde verloren gehen.
Für mich hat sich noch nie in all den Jahren eine Notwendigkeit ergeben an bessere Bremsen zu denken. Ob Carbon oder Alu LR, es bremst.
Es wurde schon erwähnt, viel wichtiger sind die Uebertragungskräfte der Reifen. Ein Killer Kriterium für die Disc am Strassenrennrad.

Clouseau
19.10.2010, 14:06
Die Stahlrahmen meine ich gar nicht, sondern all die Anbauten. Das Cleane würde verloren gehen.
Für mich hat sich noch nie in all den Jahren eine Notwendigkeit ergeben an bessere Bremsen zu denken. Ob Carbon oder Alu LR, es bremst.
Es wurde schon erwähnt, viel wichtiger sind die Uebertragungskräfte der Reifen. Ein Killer Kriterium für die Disc am Strassenrennrad.



Das hast du beim Mounti auch zum Beispiel auf Schotter, auf Schlamm auf nassem Gras etc.

medias
19.10.2010, 14:08
Auf der Strasse halt noch mehr.

greyscale
19.10.2010, 14:11
Die Stahlrahmen meine ich gar nicht, sondern all die Anbauten. Das Cleane würde verloren gehen.

Man empfindet die Optik nach den heutigen Sehgewohnheiten als weniger aufgeräumt, ja. Am Mounty denkt man mitlerweile eher, dass was fehlt, wenn "nur" V-Bremsen montiert sind.



Für mich hat sich noch nie in all den Jahren eine Notwendigkeit ergeben an bessere Bremsen zu denken. Ob Carbon oder Alu LR, es bremst.

Ich kann mich erinnern, vor Jahren bei einem Marathon bei Regen vor jeder Serpentine 30 m oder mehr die Felgen trocken gebremst haben zu müssen. Am Ende des Events bremste Alu auf Alu.



Es wurde schon erwähnt, viel wichtiger sind die Uebertragungskräfte der Reifen. Ein Killer Kriterium für die Disc am Strassenrennrad.

Man bekommt am Moiunty auch mit V-Bremsen die Räder zum Blockieren, das ist doch gar nicht der Punkt. Dosierbarkeit und Zuverlässigkeit sind das Thema.

g.

Clouseau
19.10.2010, 14:14
Auf der Strasse halt noch mehr.

Schon klar, ich denke man kann und darf die Mountitechnik auch nicht 1=1 auf die Straße übernehmen.

Ich könnte mir aber vorstellen das eine filigrane XC-Bremse ähnliche Rennradbremse auch auf der Straße absolut souveräne* Bremsleistungen bringen und das bei allen Wetterbedingungen, bei allen Felgenmaterialien und das zu einem annehmbaren Gewicht.

Und ganz zu schweigen von der Direktheit der Hydraulik. Da ist keine Verzögerung oder Schwammigkeit im System.

*man kann immer mit 1Finger bremsen, die Kurve kann man bei Sonnenschein und Regen nahezugleich anbremsen und muss sich nicht Bremswege Gedanken machen.

@Greyscale

:goodpost:


Gruß

C.

Dramato
19.10.2010, 14:21
Es wurde schon erwähnt, viel wichtiger sind die Uebertragungskräfte der Reifen. Ein Killer Kriterium für die Disc am Strassenrennrad.

Wahrscheinlich bräuchte man dann für die Bremsleistung gar keine Scheibenbremsen mehr, wenn sich Reifenbreiten über 38mm am Rennrad durchsetzen würden.

Tristero
19.10.2010, 14:38
Die Bremsleistung ist natürlich (zumindest beim Mounti) einiges höher als mit V-Brakes zum Beispiel. Aber eine große Rolle spielt auch die Dosierbarkeit und beides Bremsleistung und -dosierbarkeit ist unter allen Bedingungen nahezu gleich. Im Gegensatz zu Felgenbremsen egal welcher Art.



Ich meinte mit "Bremsleistung" das Produkt aus Bremskraft und Dosierbarkeit. Klar, ist bei (gescheiten) Scheiben besser als bei Felgenbremsen und steht zudem, wie Du zu Recht sagst, unter allen Bedingungen zur Verfügung.

Ich wollte nur hervorheben, dass dem Bremsen als solchem beim Mountainbiken eine viel größere Rolle zukommt und daher die Vorteile der Scheibe stärker zum Ausdruck kommen, während es sich mit den Nachteilen von Scheiben umgekehrt verhält. Es handelt sich schlicht um partiell divergierende Anforderungsprofile. :D

Richtig ist, dass der Schluss von: "Bremskraft reicht, um Rad zu blockieren" auf: "Leistungsstärkere Bremse macht keinen Sinn" nur von absoluten Nichtsblickern gezogen wird. Deshalb stehe ich der Entwicklung durchaus positiv gegenüber, meine aber, dass noch einige technische Probleme aus dem Weg geräumt werden müssen, bis die Vorteile überwiegen.

Schleifende oder kreischende Scheiben kommen jedenfalls nicht in Frage. Die Entwertung der alten LRS ist ein weiterer, erheblicher Hemmschuh. Zumal sie diejenigen am härtesten treffen würde, über die die Scheiben eingeführt werden müssten. Nämlich diejenigen, die viel Geld für Radausrüstung ausgeben können und wollen.
Da man, meiner bescheidenen Einschätzung nach, zumindest bei trockenen Verhältnissen mit Scheiben am Renner vielleicht entspannter, aber nicht unbedingt sehr viel schneller unterwegs sein kann, spielt auch das Gewicht eine nicht unerhebliche Rolle. Spekulatius: mehr als 150g Aufschlag (all inclusive) nimmt der Markt nicht an.

Grüße

Tristero
19.10.2010, 14:40
Auf der Strasse halt noch mehr.

Nein. Gerade wo Traktion Mangelware ist, zählt Dosierbarkeit alles.

medias
19.10.2010, 14:55
Wenn ich so einige Post lese, denke ich bremsen, abfahren muss auch gelernt sein.

Patrice Clerc
19.10.2010, 15:29
Für Scheibenbremsen gibt's am Rennrad IMO keine zwingenden Gründe - neugierig bin ich darauf trotzdem und könnte mir sehr gut vorstellen, eine Art Leipheimer'sche Wintermaschine zu bauen.

Sigi Sommer
19.10.2010, 16:02
Mal was ganz anderes.
Die ganze Eleganz, die Leichtigkeit geht doch zum Teufel mit den Böcken.

Geb ich Dir im Prinzip recht, aber man kann das schon einigermaßen ansprechend gestalten:

http://img521.imageshack.us/img521/7023/everti20100009.jpg (http://img521.imageshack.us/i/everti20100009.jpg/)

Ich schraub gern Straßenschlappen auf meinen Crosser und nehme es als Winterrad.

Theoretisch hat die Systemtrennung Felge und Bremsfläche Potenzial, welches jedoch durch das Auftreten von Momenten beim Bremsen zunichte gemacht werden - also zwar filigranere Felgen aber dafür kräftiger Speichenverbund - in Summe nix gewonnen.

Ich finde, eine filigrane Felge ohne Bremsverschleißfläche gepaart mit einer leichtfüßigen Bremsscheibe hat seinen eigenen Reiz - aber sowas verbirgt sich halt im Auge des Betrachters ;) Sehgewohnheiten spielen hier auch eine große Rolle, siehe oversize tubing, sloping u.Ä. - irgendwann kennt man es nicht mehr anders :heulend:

Thema Bremsen bei Nässe: schön, wenn eine Bremse gleich zupackt, aber es gibt noch die Reibpaarung Reifen-Straße, insofern sehe ich den Bremsvorteil Disc bei Nässe etwas relativiert.

Sigi

exotec
19.10.2010, 16:06
@sigi sommer: was ist den das für eine Gabel? Danke

pinguin
19.10.2010, 16:07
Ich mag "meine" Scheibenbremsen. Sind genau richtig für meine schwindenden Handkräfte, das Alter, das Alter...

Patrice Clerc
19.10.2010, 16:09
Thema Bremsen bei Nässe: schön, wenn eine Bremse gleich zupackt, aber es gibt noch die Reibpaarung Reifen-Straße, insofern sehe ich den Bremsvorteil Disc bei Nässe etwas relativiert.
Gerade deswegen sollte eine Disc besser sein: bei der nassen Felge musst du zuerst die Felge trocken bremsen. Dabei greift die Bremse noch nicht und kurz darauf zieht sie wesentlich mehr, also zieht man nicht so stark, da sonst die Gefahr besteht, dass die Räder beim Einsetzen der Bremsleistung auf dem nassen und damit rutschigen Asphalt blockieren.

Das hat man mit ein bisschen Erfahrung durchaus im Griff. Aber mit einer Disc wird man in der Situation dennoch im Vorteil sein, da man sich nur noch um die Haftreibung auf der Strasse, aber nicht um das Verhalten der Bremse kümmern muss.

rumplex
19.10.2010, 16:09
Letztens noch in einer TOUR-Ausgabe von 1986 die Vorstellung eines (noch sehr schmalen) Alurahmens gelesen.

Fazit: Ja, nicht schlecht, aber das habe keine Zukunft, da Radsportler schöne, filigrane Rahmen bevorzugten.:respekt:

Und wir wir heute sehen, hatten die Auguren vollkommen Recht.:D

Ich denke, spätestens wenn die Marketingabteilungen der großen Hersteller/Händler ins Scheibenhorn blasen, ist das nicht mehr aufzuhalten. Schließlich rennt dann gleich jeder Dritte wohin, weil er ein neues Rad will.

Wie verhalten sich denn eigentlich die Zeiten für LR-Wechsel?

Maxe_Muc3
19.10.2010, 16:11
Richtig ist, dass der Schluss von: "Bremskraft reicht, um Rad zu blockieren" auf: "Leistungsstärkere Bremse macht keinen Sinn" nur von absoluten Nichtsblickern gezogen wird.

Danke :)

Ansonsten kann ich mir vorstelllen, dass es einen theorethischen Vorteil gibt, aus meiner Erfahrung sowohl mit Radmarathons in den Alpen und teilweise extremen MTB Touren mit Scheibenbremsen sage ich, dass ich der Meinung bin, dass der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis führt.

Wenn das Nichtsblicken ist, dann soll's wohl so sein.....

pinguin
19.10.2010, 16:23
Wie verhalten sich denn eigentlich die Zeiten für LR-Wechsel?

Aus meiner Erfahrung: Kein Unterschied zur normalen Bremszange bei ner BB7. Die Bremsbeläge haben zwei so lustige Nasen, da wird die Scheibe ein wenig geführt und dann hat es sich schon.

Was ich aber am Leichtbaurennrad eher als Problemfeld ansehen würde: Gabelverwindung. Dem Smolik sein damaliger Prototyp hatte deswegen eine Doppelscheibenbremsanlage - was schwer affig aussah. Geringer Durchmesser und zwo so Dinger, na ja.

An meiner Crossergabel mit 630 Gramm ist Verwindung kein Thema. Aber von der Leischtbaufraktion will ja keiner 600 Gramm im Steuerrohr stecken haben...

greyscale
19.10.2010, 16:31
Wenn ich so einige Post lese, denke ich bremsen, abfahren muss auch gelernt sein.

Stimmt, wer nicht gegen Scheibenbremse ist kann gar nicht Fahrradfahren und ist somit als Diskussionpartner zu dem Thema disqualifiziert...

Ich schätze normalerweise sehr, was du schreibst. So eine Einlassung hast du eigentlich nicht nötig:ü.

g.

Sigi Sommer
19.10.2010, 16:31
Wie verhalten sich denn eigentlich die Zeiten für LR-Wechsel?

Wenn die Scheiben exakt in der gleichen Flucht liegen, genauso wie bei Felgenbremse. Ist aber bei mir nicht der Fall, daher muss der Bremssattel auf die andere Scheibenposition hinzentriert werden. Es gibt an der BB7 ein Rädchen für jede Seite, dauert ein paar Minuten, bis ein knackiger und schleiffreier Bremspunkt gefunden ist.

Sigi

Sigi Sommer
19.10.2010, 16:34
Gerade deswegen sollte eine Disc besser sein: bei der nassen Felge musst du zuerst die Felge trocken bremsen. Dabei greift die Bremse noch nicht und kurz darauf zieht sie wesentlich mehr, also zieht man nicht so stark, da sonst die Gefahr besteht, dass die Räder beim Einsetzen der Bremsleistung auf dem nassen und damit rutschigen Asphalt blockieren.

Das hat man mit ein bisschen Erfahrung durchaus im Griff. Aber mit einer Disc wird man in der Situation dennoch im Vorteil sein, da man sich nur noch um die Haftreibung auf der Strasse, aber nicht um das Verhalten der Bremse kümmern muss.

Sehe ich nicht so, nasse Scheibe bremst nicht wie eine trockene.

Sigi Sommer
19.10.2010, 16:40
@sigi sommer: was ist den das für eine Gabel? Danke

Gut & billich, aber nix für die LB-Fraktion :D Kinesis DC19, wiegt 673g, also etwas schwerer als ein Sack Flöhe ;)

Bin recht zufrieden, das Dingens zeigt im vgl. zur vorherigen C'dale Bad Boy (= Pflasterstein) sogar einen Hauch von Fahrkomfort :)

Sigi

Patrice Clerc
19.10.2010, 16:45
Sehe ich nicht so, nasse Scheibe bremst nicht wie eine trockene.
Mag ja sein, aber bist du wirklich der Meinung, gerade in dieser Frage weise die Disc keinen Vorteil auf? Täte mich jetzt nicht nur überraschen, sondern auch meiner Erfahrung massiv widersprechen.

Maxe_Muc3
19.10.2010, 16:56
Wenn die Scheiben exakt in der gleichen Flucht liegen, genauso wie bei Felgenbremse. Ist aber bei mir nicht der Fall

da gibt es doch so lustige "Unterlagkränze" mit 6 Löchern, damit hab ich mir das beim MTB hingefummelt, sonst nervt es elendiglich.

bikerchris68
19.10.2010, 16:57
Wenn ich so einige Post lese, denke ich bremsen, abfahren muss auch gelernt sein.

erzähl doch mal was du so wiegst?

Pedalierer
19.10.2010, 17:42
Ich bin auch schon bei 4° und Dauerregen Alpenpässe runter und mit 2-Gelenk-Felgenbremse gab es da selbst mit kalten Händen nie Probleme mit der Verzögerung. Das war immer deutlich mehr als der Reifen übertragen konnte. Dosiertbarkeit war da auch kein Thema.

Klar der Wasserfilm muss erstmal von der Felge runter aber das ist in einer Sekunde getan und bei Abfahrten kann man sich darauf gut einstellen. Ärgerlicher ist das schon eher bei Verkehrssituationen wo man unvorhergesehen voll bremsen muss, da ist es bei Nässe schon manchmal mulmig.

Wenn ich mir die Vor- und Nachteile so gegenüberstelle, überwiegen für mich die Nachteile (Gewicht, Aerodynamik der Laufräder, fette Optik, Komfortverlust durch steiferen Gabelscheiden etc.)

Klar mag sich das irgend wann durchsetzten, aber nicht alles was sich durchsetzt ist auch gut oder sinnvoll.

Patrice Clerc
19.10.2010, 17:54
Anfang/Mitte 80er Jahre bin ich mit Bremsen Typ Shimano 600 EX und Weinmann Mittelzug Rennen und (selten) Pässe bei Regen gefahren. Das war kein Problem, auch wenn die Bremsleistung nach längeren Fahrten im Regen nachliess und beim bremsen sandige Geräusche entstanden.

1984 kaufte ich ein Rad mit Campagnolo Super Record Bremsen. Die waren viel besser. Mit den vorherigen hätte ich nicht mehr fahren wollen. Die Bremsleistung der vorherigen Bremsen war vergleichsweise schwach und die Geräusche waren wenig vertrauenserweckend.

Heute fahre ich mit aktuellen Bremsen und den von mir als gut empfundenen grünen Swisstop-Belägen. Mit den Campi-Bremsen möchte ich heute nicht mehr (regelmässig) fahren.

Ich kann mir vorstellen, dass ich irgendwann über Felgenbremsen ganz allgemein das gleiche sagen werde.

medias
19.10.2010, 17:55
erzähl doch mal was du so wiegst?

70 im Winter.

medias
19.10.2010, 18:13
Stimmt, wer nicht gegen Scheibenbremse ist kann gar nicht Fahrradfahren und ist somit als Diskussionpartner zu dem Thema disqualifiziert...

Ich schätze normalerweise sehr, was du schreibst. So eine Einlassung hast du eigentlich nicht nötig:ü.

g.

Na wenn ich lese Jemand bremst nach einer Passabfahrt Metall auf Metall, kann er nicht abfahren oder bremsen oder sogar beides.
Das hat nichts mit der Scheibe zu tun.

bikerchris68
19.10.2010, 19:02
Na wenn ich lese Jemand bremst nach einer Passabfahrt Metall auf Metall, kann er nicht abfahren oder bremsen oder sogar beides.
Das hat nichts mit der Scheibe zu tun.

wie wäre es mit denken! das ist ganz einfach physik, mit 70 kg würde ich mir über bremsen gar keine gedanken machen - wenn du beiträge genau und aufmerksam liest, würdest du auch nicht so unqualifizierte aussagen treffen.
nimm dir mal ne bleiweste mit 35 kg rauf aufn stelvio oder hahntennjoch und fahr damit runter, dann schaun wir mal wie du mit deiner tollen bremstechnik da runter kommst.

Kjeld
19.10.2010, 19:04
wie wäre es mit denken! das ist ganz einfach physik, mit 70 kg würde ich mir über bremsen gar keine gedanken machen - wenn du beiträge genau und aufmerksam liest, würdest du auch nicht so unqualifizierte aussagen treffen.
nimm dir mal ne bleiweste mit 35 kg rauf aufn stelvio oder hahntennjoch und fahr damit runter, dann schaun wir mal wie du mit deiner tollen bremstechnik da runter kommst.

Allerdings. Ein paar Kilo mehr machen eine Menge aus. Stelle ich immer wieder fest, wenn ich mit anderen unterwegs bin. Wo mein Vater mit 85 kg bergab noch tritt, muß ich schon bremsen, um ihm nicht davonzufahren. :eek:

medias
19.10.2010, 19:07
wie wäre es mit denken! das ist ganz einfach physik, mit 70 kg würde ich mir über bremsen gar keine gedanken machen - wenn du beiträge genau und aufmerksam liest, würdest du auch nicht so unqualifizierte aussagen treffen.
nimm dir mal ne bleiweste mit 35 kg rauf aufn stelvio oder hahntennjoch und fahr damit runter, dann schaun wir mal wie du mit deiner tollen bremstechnik da runter kommst.

Lass es das mit dem denken, bin genügend mit einem Freund der 100Kg wiegt in den Bergen gefahren, da bremst nie Metall auf Metall.

speedy gonzalez
19.10.2010, 19:43
Ich mag interessante Nischen. Mein Disc-OCCP ist das Beste, was mir in den letzten 10 Jahren so übern Weg gelaufen ist. Es bremst einfach. Egal, was los ist.

marcel w., bist du es?:eek:



Ich mag "meine" Scheibenbremsen. Sind genau richtig für meine schwindenden Handkräfte, das Alter, das Alter...

:eek:komm, du würdest doch sogar mit deinen scheiben schlafen.:ä

marcofibr
19.10.2010, 19:46
Fahre schon seit 10 Jahren beim MTB mit Scheibenbremse.
Nachteile beim Rennrad:
-Gewicht
-Optik

Sonst sehe ich nur Vorteile beim Rennrad mit Disc zu bremsen und würde es auch kaufen. :)

Die Disc am MTB macht keine Probleme und beim Rennrad finde ich Carbonfelge und Disc eine gute Loesung. Denke in paar Jahren wird es beides geben. 50/50 Verteilung. :)

bikerchris68
19.10.2010, 19:50
Lass es das mit dem denken, bin genügend mit einem Freund der 100Kg wiegt in den Bergen gefahren, da bremst nie Metall auf Metall.

erzähl doch kein solchen unsinn

medias
19.10.2010, 19:51
Fahre schon seit 10 Jahren beim MTB mit Scheibenbremse.
Nachteile beim Rennrad:
-Gewicht
-Optik

Sonst sehe ich nur Vorteile beim Rennrad mit Disc zu bremsen und würde es auch kaufen. :)

Die Disc am MTB macht keine Probleme und beim Rennrad finde ich Carbonfelge und Disc eine gute Loesung. Denke in paar Jahren wird es beides geben. 50/50 Verteilung. :)

Bleibt einzig die Frage springen die Pros auf den Zug, dann ist der Kuchen gegessen.
Vielleicht passt ja dann auch die patentierte Shimano 14 fach auf die 135 Nabe. Alle zufrieden.

medias
19.10.2010, 19:52
erzähl doch kein solchen unsinn

Was soll das Unsinn sein, das sind Tatsachen.

Kjeld
19.10.2010, 19:52
135er Nabe am RR wäre allerdings wirklich eine gute Idee.

speedy gonzalez
19.10.2010, 19:56
Bleibt einzig die Frage springen die Pros auf den Zug, dann ist der Kuchen gegessen.
Vielleicht passt ja dann auch die patentierte Shimano 14 fach auf die 135 Nabe. Alle zufrieden.

die frage stellt sich doch eher, bringt shimano oder sram ein entsprechendes produkt raus und stattet teams damit aus, pros können sich doch eh nur privat entscheiden, mit welchem material sie brötchen holen fahren.

medias
19.10.2010, 19:57
die frage stellt sich doch eher, bringt shimano oder sram ein entsprechendes produkt raus und stattet teams damit aus, pros können sich doch eh nur privat entscheiden, mit welchem material sie brötchen holen fahren.

Das meinte ich damit.

Nordisch
19.10.2010, 20:41
Wahrscheinlich bräuchte man dann für die Bremsleistung gar keine Scheibenbremsen mehr, wenn sich Reifenbreiten über 38mm am Rennrad durchsetzen würden.

Die wiederum so was die Aerodnamik versauen würden.
Mein Schwalbe CX Comp in 34 mm rollt im Training kaum schwerer als Rennreifen (Puls und Durschnittsgeschwindigkeiten mehrfach verglichen), aber spätestens über 35 km/h kommt Windwiderstandshammer, ich habe dann Probleme schlechter trainierten Fahrern zu folgen.

rumplex
19.10.2010, 20:48
Bleibt einzig die Frage springen die Pros auf den Zug, dann ist der Kuchen gegessen.
Vielleicht passt ja dann auch die patentierte Shimano 14 fach auf die 135 Nabe. Alle zufrieden.

Ebend. Und alle rennen...

Nordisch
19.10.2010, 21:04
70 im Winter.

@ Medias Fragesteller


Ich WOG bei meinen steilsten+längsten Abfahrten zwischen 85 und 90 kg. Ich habe dabei sogar die Autos überholt, die einen vor jeder Serpentine ausbremsten (selbst Einheimische), weil ich trotz weichen Dura Ace 7700er Bremsen mit zudem den miesen Shimanobelägen noch besser bremsen und die Kurven nehmen konnte als PKWs mit bis zu 4 Scheibenbremsen. Beim Überholen auf über 60 kmh beschleunigt und dann kurz vor der Serpentine auf wohl um die 15 kmh runter gebremst.
Achso ich bin sonst eher Flachlandtiroler und hatte zu dem Zeitpunkt noch nicht mal gewußt wie ein Kurventraining aussieht, geschweige denn den Wert der vorderen Bremse gekannt.
Ja und trotzdem habe ich es nicht nur überlebt, sondern es hat mir richtig Spaß gemacht dort runter zu düsen.

Da kann ich es nicht verstehen, wenn heutzutage gerade mit den aktuellen steifen Shimanorennbremsen mit verbesserten Zugeinholverhältnissen und sehr guten Koolstopbremsbelägen nach mehr Bremsleistung geschrien wird.
Schon EIN dauerendes Kurvengefahre über 2 Stunden auf dem heimischen Supermarkt (nach Ladenschluss) hilft sehr gut viel mehr aus seinen technischen Möglichkeiten zu machen. Vielleicht lernt der ein oder andere, dass die vordere Radbremse nicht nur zum Angucken da ist.

Wahrschein wird die Reifenindustrie die Einführung von Scheibenbremsen am Renner puschen. Besser kann man gar nicht für Gummiabrieb am Reifen sorgen. :D

Meine Glaskugel prophezeit mir schon erste Meldungen von Bremsplatten in den Foren. :D

greyscale
19.10.2010, 21:31
Na wenn ich lese Jemand bremst nach einer Passabfahrt Metall auf Metall, kann er nicht abfahren oder bremsen oder sogar beides.

Hm, doch, ich glaube ich kann ganz gut Abfahren und mit der Bremse ümm. Von Füsik verstehe ich auch ein bisserl was:D.

Bei dem bewussten Regen-Marathon war ich irgendwo bei 75 Kilo. Über 3500 nassen Abfahrts-hm schmolzen halt die Belege fast alleine durchs Trockenbremsen.

Aber wo wir gerade am Pauschalisieren sind, unterstelle ich dir einfach mal, dass du lange Abfahrten nur bei Sonnenschein fährst.:ä. Womit mit du dann in dieser Diskussion ebenfalls PNG bist:ä.



Das hat nichts mit der Scheibe zu tun.

Ist das so?

g.

medias
19.10.2010, 21:33
Ein guter Abfahrer, nicht ein Weltklasseabfahrer, ist eigentlich immer schneller als ein PKW.

medias
19.10.2010, 21:36
Hm, doch, ich glaube ich kann ganz gut Abfahren und mit der Bremse ümm. Von Füsik verstehe ich auch ein bisserl was:D.

Bei dem bewussten Regen-Marathon war ich irgendwo bei 75 Kilo. Über 3500 nassen Abfahrts-hm schmolzen halt die Belege fast alleine durchs Trockenbremsen.

Aber wo wir gerade am Pauschalisieren sind, unterstelle ich dir einfach mal, dass du lange Abfahrten nur bei Sonnenschein fährst.:ä. Womit mit du dann in dieser Diskussion ebenfalls PNG bist:ä


Ist das so?

g.

Als Rennfahrer konnte ich mir das Wetter nicht ausssuchen, da sind wir manchmal 3 Pässe im Regen gefahren.
Aber auch im Training habe ich von sowas noch nie gehört.

pinguin
19.10.2010, 21:42
Ich erinnere mich an zwei Sachen relativ oft. Einmal ein Gewitter im Bayrischen Wald, die erste Kurve nach dem Regenguss habe ich nur gesund überstanden, weil da ein Bauernhof war und ich seinen Hof als Auslaufzone hatte. Wäre da ne Leitplanke gewesen - na sauber.

Und zum Zweiten, ich wiege um die 80 kg und schaffe es mit Leichtigkeit, V-Brake-Bremsbeläge auf'm MTB auch bei Trockenheit zu vernichten. Bei Regen/Schmirgel geht das nachweislich auf einer Strecke von 45 km und -1.600 Höhenmetern. Alu auf Alu am Ende.

Na ja, Bremsplatten kriegt man auch mit normaler Rennbremszange hin, mit ner Scheibe ganz genauso. Mit'm Fixie übrigens auch - die machen das mit Absicht.

Und dass bei 35 km/h der "Windwiderstandshammer" kommt bei nem breiten Reifen. Ach Gottchen... Das ist lächerlich - Ich schaffe mit 32er Crossbereifung nen ebensolchen Schnitt ohne mich aus den Latschen fahren zu müssen und habe andere Limits als die Reifen (flatternde Kleidung, zu viele Speichen, Opa-mäßige Sitzposition usw.)

Nordisch
19.10.2010, 21:54
1.

Na ja, Bremsplatten kriegt man auch mit normaler Rennbremszange hin, mit ner Scheibe ganz genauso. Mit'm Fixie übrigens auch - die machen das mit Absicht.


2.


Und dass bei 35 km/h der "Windwiderstandshammer" kommt bei nem breiten Reifen. Ach Gottchen... Das ist lächerlich - Ich schaffe mit 32er Crossbereifung nen ebensolchen Schnitt ohne mich aus den Latschen fahren zu müssen und habe andere Limits als die Reifen (flatternde Kleidung, zu viele Speichen, Opa-mäßige Sitzposition usw.)


1.

Sicherlich nicht so fix, schon bei Mini Vs und Rennereifen habe ich so einige Reifen bei Straßenrennen qualmen sehen.

2.

Du bist ja auch schmerzfrei. Fahre aber mal in deiner Leistungsklasse gegen Rennbereifte, dann gewinnst du keinen Blumentopf mehr

medias
19.10.2010, 21:56
Ich erinnere mich an zwei Sachen relativ oft. Einmal ein Gewitter im Bayrischen Wald, die erste Kurve nach dem Regenguss habe ich nur gesund überstanden, weil da ein Bauernhof war und ich seinen Hof als Auslaufzone hatte. Wäre da ne Leitplanke gewesen - na sauber.

Und zum Zweiten, ich wiege um die 80 kg und schaffe es mit Leichtigkeit, V-Brake-Bremsbeläge auf'm MTB auch bei Trockenheit zu vernichten. Bei Regen/Schmirgel geht das nachweislich auf einer Strecke von 45 km und -1.600 Höhenmetern. Alu auf Alu am Ende.

Na ja, Bremsplatten kriegt man auch mit normaler Rennbremszange hin, mit ner Scheibe ganz genauso. Mit'm Fixie übrigens auch - die machen das mit Absicht.

Und dass bei 35 km/h der "Windwiderstandshammer" kommt bei nem breiten Reifen. Ach Gottchen... Das ist lächerlich - Ich schaffe mit 32er Crossbereifung nen ebensolchen Schnitt ohne mich aus den Latschen fahren zu müssen und habe andere Limits als die Reifen (flatternde Kleidung, zu viele Speichen, Opa-mäßige Sitzposition usw.)

Beim MTB glaube ich das sofort.

pinguin
19.10.2010, 21:57
Du bist ja auch schmerzfrei. Fahre aber mal in deiner Leistungsklasse gegen Rennbereifte, dann gewinnst du keinen Blumentopf mehr.

Ach woher denn, vorletzte Woche den ganzen Ratteschwanz von Hobby-Profis hinter mir hergezogen. 35 km/h glatt über ne längere Zeit, Crosser + 32er Reifen und Scheibenbremsen. Also ein optisches, ein gewichtstechnisches und überhaupt ein komplettes Desaster :D

Der ganze Fahrradkrempel wird doch komplett überbewertet. Der Wille zählt. Und ich Wille Scheibenbremsen ;)

Nordisch
19.10.2010, 21:58
Beim MTB glaube ich das sofort.

Ich bezweifele das auch nicht, mein nächster Crosser hat eine Disc.

Nordisch
19.10.2010, 22:09
Ach woher denn, vorletzte Woche den ganzen Ratteschwanz von Hobby-Profis hinter mir hergezogen. 35 km/h glatt über ne längere Zeit, Crosser + 32er Reifen und Scheibenbremsen. Also ein optisches, ein gewichtstechnisches und überhaupt ein komplettes Desaster

Dann waren die gewiss nicht in deiner Leistungsklasse.

Welche 32er Reifen waren es denn überhaupt, nicht dass die kaum breiter als 28 oder 30 mm ausfgeallen sind, womit wir weit weg von 38 mm sind.

Und selbst 38 mm würden nicht genug Grip beim Regen bieten, dass sich eine Scheibe lohnt. Zumindest boten das die breiter als 37 mm ausfallenden Vittoria Rad Pro nicht.
Und in 2 Monaten durch England Schottland Orkneys und Shetlands und zurück habe ich nur die hinteren Bremsbeläge getauscht, weil diese schon zu Beginn etwas verschlissen waren. Mit normalen V-Brakes trotz im Schnitt 135 kg Systemgewicht, keine Probleme bei Bremskraft und Dosierbar mit den absolut billigen alteb Deore Bremsen mit total ausgeleierten Bremsarmen gehabt. Die Bremsbeläge waren Koolstop. Hinten war eine Exal SP 19 Felge, vorn eine Mavic A 719.

Wonko
19.10.2010, 22:09
Ein guter Abfahrer, nicht ein Weltklasseabfahrer, ist eigentlich immer schneller als ein PKW.Äpfel und Birnen. Sobald Du den Radrennfahrer nicht mehr mit "normalen" Autofahrern vergleichst, sondern gegen einen Autorennfahrer antreten lässt, wird der Radfahrer feststellen, dass er längst nicht so schnell durch die Kurven fahren kann, wie das Auto. (Und besser bremsen kann er mit dem Rad schon gar nicht).

medias
19.10.2010, 22:15
Im Alltag fahren halt Radrennfahrer und Alltagsautofahrer den Pass runter, ein Autorennfahrer hatte ich all die Jahre noch nie am Hinterrad, somit fehlt mir der Vergleich.
Zum andern täusch dich da nicht, bis die gebremst haben und wieder beschleunigt geht einiges bei einem rechten Abfahrer.

Nordisch
19.10.2010, 22:23
Äpfel und Birnen. Sobald Du den Radrennfahrer nicht mehr mit "normalen" Autofahrern vergleichst, sondern gegen einen Autorennfahrer antreten lässt, wird der Radfahrer feststellen, dass er längst nicht so schnell durch die Kurven fahren kann, wie das Auto. (Und besser bremsen kann er mit dem Rad schon gar nicht).

Ich war (bin) jedenfalls maximal eine Hobbylusche damals ohne Bergerfahrung gewesen. Trotzdem kein Problem.

bikerchris68
19.10.2010, 22:25
Im Alltag fahren halt Radrennfahrer und Alltagsautofahrer den Pass runter, ein Autorennfahrer hatte ich all die Jahre noch nie am Hinterrad, somit fehlt mir der Vergleich.
Zum andern täusch dich da nicht, bis die gebremst haben und wieder beschleunigt geht einiges bei einem rechten Abfahrer.

ein richtiger autorennfahrer macht kein rennen bergab am hinterad eines radrennfahrers!
hast du schon mal am hahntennjoch einen unter ner goldenen decke liegen gesehen, wo nur noch die rennradschuhe unten raus schaun!

mach mir nen gefallen und schreib hier immer schön rein wo du gerade nen berg runter fährst - würde mir das gerne ersparen, nochmal brauch ich solch einen helden nicht!

medias
19.10.2010, 22:28
Ich fahre Vorsichtig und du glaubst es nicht, sogar ohne Helm.

klappradl
19.10.2010, 22:31
Äpfel und Birnen. Sobald Du den Radrennfahrer nicht mehr mit "normalen" Autofahrern vergleichst, sondern gegen einen Autorennfahrer antreten lässt, wird der Radfahrer feststellen, dass er längst nicht so schnell durch die Kurven fahren kann, wie das Auto. (Und besser bremsen kann er mit dem Rad schon gar nicht).

Einem Rallyfahrer sind seine Bremsen auch egal. Einem normalen Autofahrer nicht. Die fahren in kurvenreichen Pässen in der Regel langsamer. Selbst die meisten Motorradfahrer. Und bin ich bin weder ein schneller noch ein besonders mutiger Abfahrer.

Nordisch
19.10.2010, 22:31
hast du schon mal am hahntennjoch einen unter ner goldenen decke liegen gesehen, wo nur noch die rennradschuhe unten raus schaun!



Nun wird es hanebüchend.

Da lagen mindestens genauso viele Unerfahrene und Angstbremser unter der Decke.

bikerchris68
19.10.2010, 22:44
Ich fahre Vorsichtig und du glaubst es nicht, sogar ohne Helm.

na dann bin ich ja berühigt!

bikerchris68
19.10.2010, 22:50
Nun wird es hanebüchend.

Da lagen mindestens genauso viele Unerfahrene und Angstbremser unter der Decke.

sehr lustig

Nordisch
19.10.2010, 23:04
sehr lustig

Finde ich nicht ...

victim of fate
19.10.2010, 23:36
Stimmt, wer nicht gegen Scheibenbremse ist kann gar nicht Fahrradfahren und ist somit als Diskussionpartner zu dem Thema disqualifiziert...

Ich schätze normalerweise sehr, was du schreibst. So eine Einlassung hast du eigentlich nicht nötig:ü.

g.

Sorry für OT, aber die Frage beschäftigt mich schon länger, weil ich das schon von mehreren Leuten gelesen habe...
Was schätzt Ihr bitte alle an Medias Posts?

Eine differenzierte und oder vielschichtige und oder tiefgründige Betrachtung irgendeines Themas habe ich von ihm jedenfalls noch nicht zu lesen bekommen. Wie auch in permanenten 1-Zeilen-Posts (ja, Hyperpel)?
Da wird sich immer ein Teilaspekt eines Themas herausgegriffen und zu diesem eine spitze Bemerkung oder These abgelassen. Mit sinnvollen Argumenten werden diese dann aber so gut wie nie untermauert, viel mehr scheint es hier im Forum so eine Art "wenn Medias das sagt, dann ist das auch so"-Mentalität zu geben.
Irgendwie muss mir das mal einer erklären oO.

(ein paar Monate lang fand ich diese 1-Zeilen-Beiträge ja auch noch cool, aber irgendwann langweilt es doch zunehmend ^^ )

Tom vom Deich
20.10.2010, 00:49
Ein guter Abfahrer, nicht ein Weltklasseabfahrer, ist eigentlich immer schneller als ein PKW.

Das möchte ich aber bezweifeln. Ein sportliches Motorrad verpisst ein Fahrrad schon wie es will und Autos sind dank 4 Reifen nun einmal in Kurven überlegen. Schau dir die Rundenzeiten am Nürburgring an, da kommen nur Autos mit 4 Reifen und Motorräder ganz lange nicht. Geschweige Rennräder. Ein Kameramotorrad auf BMW Touring Basis ist vielleicht in Kurven nicht so schnell. Selbst einer Serien 125er mit 17 PS kann kein Rennradfahrer folgen.
Aber die meisten Leute mit Auto fahren in den Bergen sehr defensiv, da kann es sein, dass man jemanden überholt.

Patrice Clerc
20.10.2010, 08:12
Aber die meisten Leute mit Auto fahren in den Bergen sehr defensiv, da kann es sein, dass man jemanden überholt.
Das ist der Grund, warum man bei Passabfahrten mit dem Rennrad oft (aber nicht immer) Autos abhängt. Wenn einer mit dem Auto wollte, müsste die Strecke schon sehr kurvenreich und steil sein, um mit dem Rennrad schneller zu sein.

Dies schreibt einer, der in Rennen immer als souveräner Abfahrer galt.

Sigi Sommer
20.10.2010, 08:36
Mag ja sein, aber bist du wirklich der Meinung, gerade in dieser Frage weise die Disc keinen Vorteil auf? Täte mich jetzt nicht nur überraschen, sondern auch meiner Erfahrung massiv widersprechen.

Beim MTB eher, weil die Felge oft in die Grütze taucht und die Scheibe i.d.R. klar bleibt. Mag am Renner ein marginaler Vorteil für die Disc bleiben, aber wo soll der Riesenvorteil denn herkommen?

elmar
20.10.2010, 08:38
Seit 30 Jahren die immer gelichen Diskussionen, wenn etwas Neues kommt
.......es wird kommen.

Genauso wie Alu- Carbonrahmen, Drahtreifen, Helme, "böse böse affige" Triathlonlenker, Klickpedale, Triple- oder Compactantriebe, Lycrahosen, Scheibenbremsen am Crosser.....lässt sich noch weiter fortsetzen.



" Der Rudi Altig hat letztens noch bei Europort gesagt, dass Stahlrahmen besser seien! "

Patrice Clerc
20.10.2010, 08:39
Beim MTB eher, weil die Felge oft in die Grütze taucht und die Scheibe i.d.R. klar bleibt. Mag am Renner ein marginaler Vorteil für die Disc bleiben, aber wo soll der Riesenvorteil denn herkommen?

Wenn's richtig schifft, dann ist die Felge viel nasser, als eine Scheibe. Kommt hinzu - Vorsicht: Vermutung! - dass die Kombination Gummi auf Alu (oder Horror: auf Karbon!) bei Nässe deutlich schlechter wird als das bei den Scheibenbremsen der Fall wäre.

Ich habe jedenfalls bei Wolkenbruch auf dem Renner einen viel grösseren Bremsleistungsabfall (sowohl Bremskraft als auch Dosierbarkeit) erlebt als bei der MTB-Disc (die ich für ein paar Jahre hatte).

elmar
20.10.2010, 08:40
Ich habe jedenfalls bei Wolkenbruch auf dem Renner einen viel grösseren Bremsleistungsabfall (sowohl Bremskraft als auch Dosierbarkeit) erlebt als bei der MTB-Disc (die ich für ein paar Jahre hatte).

So siehts aus.

medias
20.10.2010, 08:50
Sorry für OT, aber die Frage beschäftigt mich schon länger, weil ich das schon von mehreren Leuten gelesen habe...
Was schätzt Ihr bitte alle an Medias Posts?

Eine differenzierte und oder vielschichtige und oder tiefgründige Betrachtung irgendeines Themas habe ich von ihm jedenfalls noch nicht zu lesen bekommen. Wie auch in permanenten 1-Zeilen-Posts (ja, Hyperpel)?
Da wird sich immer ein Teilaspekt eines Themas herausgegriffen und zu diesem eine spitze Bemerkung oder These abgelassen. Mit sinnvollen Argumenten werden diese dann aber so gut wie nie untermauert, viel mehr scheint es hier im Forum so eine Art "wenn Medias das sagt, dann ist das auch so"-Mentalität zu geben.
Irgendwie muss mir das mal einer erklären oO.

(ein paar Monate lang fand ich diese 1-Zeilen-Beiträge ja auch noch cool, aber irgendwann langweilt es doch zunehmend ^^ )

Da für mich das RR realtiv überschaubar ist brauche ich für meine Post weder vielschichtige, deifferenzierte oder tiefgründige Aussagen.
Für sowas sind Romancier zuständig.
Das RR ist reine Technik, hier gibt es Fragen dazu und meine Antworten beruhen auf meinen Persönlichen Erfahrungen. Was soll ich da lange gewundene Antworten schreiben.
Gibt es hier ja, wenn ich den Post jeweils seziere bleibt in der Regel ein oder zei Kernsätze wie bei mir.
Anders ist es natürlich im dies und das wo sich die Leute jeweils Seitenweise die Argumente um den Kopf schlagen.

Clouseau
20.10.2010, 09:10
Seit 30 Jahren die immer gelichen Diskussionen, wenn etwas Neues kommt
.......es wird kommen.



Jepp, weil der normale Rennradfahrer/liebhaber/kunde vieeeellll zu konservativ ist für diese Technik und "Wandel".

Wenn ich nur überleg wie lange es bei Mtblern gedauert hat bis diese Thematik wirklich bei den allermeisten angekommen ist und welches "Geschrei" es über und gegen die Di2 gegeben hat.

Gruß

C.

Meine Worte... :D


...so wie manche hier schreiben wundert es mich das es auch so völlig unnötige Sachen wie 9,10 oder 11fach Schaltungen gibt, 5 Gang reichen ja völlig oder Klickpedale da braucht man ja eigene Schuhe dafür :rolleyes: und integrierte Schalt-Bremshebel. Früher hat man am Rahmen geschaltet und es hat auch geklappt.

Gruß

C.


PS: Und nochmal für alle, man MUSS das ja nicht kaufen. Es gibt auch noch MTBs mit Felgenbremsen.

alfton
20.10.2010, 09:53
Ich würde die Entwicklung befürworten, die Scheibenbremsen fahren sich einfach besser. Wegen dem Mehrgewicht würd ich mir keine Gedanken machen, kann man woanders einsparen. Auch die Sache mit den schmalen Reifen halte ich für unsinnig, man kriegt mit so ziemlich jeder Bremse einen Abflug über den Lenker und das HR blockiert, wieso sollte Scheibenbremse da gefährlicher sein? Und durch bessere Dosierbarkeit wird die Gefahr der Bremsfehler vermutlich sogar geringer sein.
Wenn ich mir nur vorstelle DI2h (für hydraulic :)), schöner RR-Rahmen mit Scheibenbremsenaufnahme, ja sowas würde mir taugen :D

pinguin
20.10.2010, 16:28
@ Nordisch: Vittoria XN Pro sind tatsächl. 32 mm breit. Und rollen anständig.

Heute Morgen, es war ausreichend naß. Mal ein bisschen experimentiert. Hinterradbremse braucht man nur antippen und es pfeift/rutscht sofort. Geht schon ein bisschen digitaler als mit ner normalen Kneifzange. Nehme an, dass das damit zu tun hat, dass die Scheibe halt trocken ist und sofort zupackt.

Aber momentan empfiehlt es sich eh, vorsichtig zu sein, Laub, Schmiere, Lehmbatzen, vergammeltes Viechzeugs - alles nicht so griffig :D

OCCP-Oliver
20.10.2010, 17:10
Das möchte ich aber bezweifeln. Ein sportliches Motorrad verpisst ein Fahrrad schon wie es will und Autos sind dank 4 Reifen nun einmal in Kurven überlegen. Schau dir die Rundenzeiten am Nürburgring an, da kommen nur Autos mit 4 Reifen und Motorräder ganz lange nicht. Geschweige Rennräder. Ein Kameramotorrad auf BMW Touring Basis ist vielleicht in Kurven nicht so schnell. Selbst einer Serien 125er mit 17 PS kann kein Rennradfahrer folgen.
Aber die meisten Leute mit Auto fahren in den Bergen sehr defensiv, da kann es sein, dass man jemanden überholt.

Dasbezweifle ich aber ganz stark was du da in Sachen Rennrad vs. Automobil bergab schreibst. Es mag evtl. auf die Art der Abfahrt ankommen.Aber sobald da Serpetinen drin sind mit der entspechenden Anzahl wird jedes Auto verblasen, wenn nicht gerade ein Autorennfahrer drin sitzt , oder Rallyfahrer der mächtig Gas in den Kurven stehen lässt und auf der letzten Rille fährt.

Tom vom Deich
20.10.2010, 17:18
Dasbezweifle ich aber ganz stark was du da in Sachen Rennrad vs. Automobil bergab schreibst. Es mag evtl. auf die Art der Abfahrt ankommen.Aber sobald da Serpetinen drin sind mit der entspechenden Anzahl wird jedes Auto verblasen, wenn nicht gerade ein Autorennfahrer drin sitzt , oder Rallyfahrer der mächtig Gas in den Kurven stehen lässt und auf der letzten Rille fährt.

Ja Mythen und Legenden. Nicht mal einen 80 PS Corsa wirst du verfolgen können. Geschweige eine sportliche 125er mit 17 PS. Bin selber lange Motorrad gefahren und kann einschätzen, wie schnell Motorräder in Kurven sind, dagegen ist Rennradfahren Kindergeburtstag und Autos sind in Kurven einfach schneller, das ist Physik.

Tom
20.10.2010, 17:22
Beim MTB eher, weil die Felge oft in die Grütze taucht und die Scheibe i.d.R. klar bleibt. Mag am Renner ein marginaler Vorteil für die Disc bleiben, aber wo soll der Riesenvorteil denn herkommen?

Mehr Druck.

Tom

medias
20.10.2010, 17:37
Ja Mythen und Legenden. Nicht mal einen 80 PS Corsa wirst du verfolgen können. Geschweige eine sportliche 125er mit 17 PS. Bin selber lange Motorrad gefahren und kann einschätzen, wie schnell Motorräder in Kurven sind, dagegen ist Rennradfahren Kindergeburtstag und Autos sind in Kurven einfach schneller, das ist Physik.

Bist du schon mal Pässe Rennmässig gefahren? Die Mannschaftswagen brauchen auf gewissen Strecken 3 Hände um zu folgen und das sind Könner ma Steuer und nehmen jedes Risiko.
Der Nürburgring hat doch hier nichts verloren.

Tom vom Deich
20.10.2010, 17:41
Bist du schon mal Pässe Rennmässig gefahren? Die Mannschaftswagen brauchen auf gewissen Strecken 3 Hände um zu folgen und das sind Könner ma Steuer und nehmen jedes Risiko.
Der Nürburgring hat doch hier nichts verloren.

Ich fahre immer rennmässig, alles andere wäre zu langweilig und wenn Autos auch rennmässig fahren und keinen Radständer mit 10 Rädern und damit blödem Schwerpunkt hätten, wären die viel schneller.

Nordisch
20.10.2010, 17:43
@ Nordisch: Vittoria XN Pro sind tatsächl. 32 mm breit. Und rollen anständig.

Heute Morgen, es war ausreichend naß. Mal ein bisschen experimentiert. Hinterradbremse braucht man nur antippen und es pfeift/rutscht sofort. Geht schon ein bisschen digitaler als mit ner normalen Kneifzange. Nehme an, dass das damit zu tun hat, dass die Scheibe halt trocken ist und sofort zupackt.

Aber momentan empfiehlt es sich eh, vorsichtig zu sein, Laub, Schmiere, Lehmbatzen, vergammeltes Viechzeugs - alles nicht so griffig :D

Und ich kann nicht fahren :ü

(Crosser im Umbau (Renner eingemottet, am WE war letztes Rennen) und genug zu tun für die Uni und noch paar andere Dinge)

Nordisch
20.10.2010, 17:49
Ich fahre immer rennmässig, alles andere wäre zu langweilig und wenn Autos auch rennmässig fahren und keinen Radständer mit 10 Rädern und damit blödem Schwerpunkt hätten, wären die viel schneller.

Also mein 2. Auto hat erst richtig auf der Straße gelegen, wenn es voll beladen war. ;)
Habe mir in Norwegen mit meinem Hyundai Accent kleine "Rennen" geliefert u.a. mit einem einheimischen 320er BMW. Auf der Geraden hing er mir fast an der Stoßstange. Hinter der Kurve hatte ich wieder fast 300 m Luft.

Die waren "Helden" der Landstraße sind aber LKW und Bus Fahrer. Wie die einige Kurven nehmen, da wird einem Angst und Bange. Hast du schon mal einen LKW mit radierenden Trailer um die Kurven fahren sehen. :eek:

Ianus
20.10.2010, 18:04
Hast du schon mal einen LKW mit radierenden Trailer um die Kurven fahren sehen. :eek:

Nee... bin ich auch gar nicht scharf drauf.

Huber1
20.10.2010, 18:06
Ich brauche keine Scheibe.
Wenn ich mal eine Kurve nicht bekommen habe, lag es bestimmt nicht an der Bremse. :rolleyes:

geod
20.10.2010, 21:32
Sorry für OT, aber die Frage beschäftigt mich schon länger, weil ich das schon von mehreren Leuten gelesen habe...
Was schätzt Ihr bitte alle an Medias Posts?

dito, geht mir genauso

PKF
20.10.2010, 21:43
Sorry für OT, aber die Frage beschäftigt mich schon länger, weil ich das schon von mehreren Leuten gelesen habe...
Was schätzt Ihr bitte alle an Medias Posts?


dito, geht mir genauso

Ohne das jetzt hier alles durchgelesen zu haben:

Seine Tipps, die ich übernommen habe, haben bisher alle gesessen. Darum haben die Posts für mich auch die Vermutung der Richtigkeit. 1Zeiler hin, 1Zeiler her.

cooper99
20.10.2010, 22:29
Sicher gibt es Gründe für die Scheibe am RR. Aber alle sind rein physikalischer Natur. Aber Rennradfahren ist eben nicht Physik. Das unterscheidet uns von den Herren Ingenieuren Mountainbikefahrern. Das Rennrad steht für Tradition, für Eleganz, für Emphatie.

Aber sie wird kommen, bestimmt. Vielleicht werde ich auch einfach alt...

Nordisch
20.10.2010, 23:42
Aber sie wird kommen, bestimmt.

so wie Federgabeln am RR gekommen sind :D

BMC-Fan
21.10.2010, 07:49
Hatt nicht mal Cannondale für Saco mitte der 90er am Rennrad ein Dämpfungssystem am Lenkkopf gemacht? Für Paris-Roubaix.


Das mit der Scheibenbremse wird sich nicht durchsetzen. Es werden wohl Räder auf den Markt kommen, aber durchsetzen bestimmt nicht. Strasse und Cross sind 2 verschiedene Welten.

greyscale
21.10.2010, 08:26
Hatt nicht mal Cannondale für Saco mitte der 90er am Rennrad ein Dämpfungssystem am Lenkkopf gemacht? Für Paris-Roubaix.


Das CAAD3 Silk-Road, war aber nicht nur für PB;). War eigentlich ziemlich elegant gelöst. Ganz selten begegnet man denen noch. Wenn ich noch mal einen sehr gut erhaltenen in CD '56 finde, hänge ich mir den weg.



Das mit der Scheibenbremse wird sich nicht durchsetzen. Es werden wohl Räder auf den Markt kommen, aber durchsetzen bestimmt nicht. Strasse und Cross sind 2 verschiedene Welten.

Ich denke auch nicht, dass die Scheibe am Renner flächendeckend kommen wird. Aber es gibt da sehr schöne Lösungen mit Scheibe, s. die von User Ianus.

Ich würd's kaufen. Aber ich kann ja auch nicht fahrradfahren:D.

g.

Patrice Clerc
21.10.2010, 08:57
In meiner Glaskugel lässt sich noch nicht erkennen, ob das kommen wird oder nicht.


Mit etwas Phantasie:
Es ist auch möglich, dass sich viele Leute in 10 Jahren von der Vorstellung gelöst haben werden, eine konzeptionelle Kopie von Profirädern fahren zu müssen, sondern lieber ein praktisches Rad wollen, das unter allen Umständen bestmögliche Bremsperformance liefert und mit dem man mit problemlos einbaubaren breiten Reifen auch über gröbere Waldstrassen und -wege fahren kann.

Sigi Sommer
21.10.2010, 09:02
Ob Disc am Renner groß raus kommt, werden die hier vieldiskutierten physikalischen Fürs und Widers nicht entscheiden sondern ob die großen Hersteller aufspringen, weil der Druck nach neuer oder neu angewendeter Technik irgendwann entsprechend groß wird - Motto: jedes Jahr was neues.

Feste in der Marketing Kiste gerührt, dann wird es auch breitflächig kommen, williges Kaufvieh läuft ja genügend rum ...

Sigi

alfton
21.10.2010, 09:09
In meiner Glaskugel lässt sich noch nicht erkennen, ob das kommen wird oder nicht.


Mit etwas Phantasie:
Es ist auch möglich, dass sich viele Leute in 10 Jahren von der Vorstellung gelöst haben werden, eine konzeptionelle Kopie von Profirädern fahren zu müssen, sondern lieber ein praktisches Rad wollen, das unter allen Umständen bestmögliche Bremsperformance liefert und mit dem man mit problemlos einbaubaren breiten Reifen auch über gröbere Waldstrassen und -wege fahren kann.
Das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Wenn die Scheibenbremsen bei Profis nicht eingeführt werden, werden sich diese auch nicht im Hobbybereich durchsetzen. Wieso soll sich da etwas in 10 Jahren ändern. Man sieht es schon bei Carbonlaufrädern, schlechtere Bremsperfomance, meistens (bzw. öfters) SR, trotzdem werden diese gerne gekauft und zwar weil Profis die Dinger fahren.
Es ist nun mal so, dass die Profis vorgeben, was gefahren wird, daran wird sich nichts ändern, praktisches Denken hat da wirklich nichts zu suchen.

Patrice Clerc
21.10.2010, 09:10
Ob Disc am Renner groß raus kommt, werden die hier vieldiskutierten physikalischen Fürs und Widers nicht entscheiden sondern ob die großen Hersteller aufspringen, weil der Druck nach neuer oder neu angewendeter Technik irgendwann entsprechend groß wird - Motto: jedes Jahr was neues.

Feste in der Marketing Kiste gerührt, dann wird es auch breitflächig kommen, williges Kaufvieh läuft ja genügend rum ...

Sigi

Du hast völlig recht. Aber der Ausdruck "Kaufvieh" ist doch etwas befremdlich von jemandem, der eine solche Signature mitführt:

Litespeed Ultimate - Litespeed Tuscany - Norwid Noblex (1Gang) - Look 585 - Rewel CS - Everti Odyssey (Crosser) - Quintana Roo TiPhoon (Baustelle) - Colnago MasterOlympic (Lackierstelle) - Zullo Vergine GT (Planstelle)

:Bluesbrot

Huber1
21.10.2010, 09:14
Das wird sich vielleicht durchsetzten am:
- Crosser
- Kurierrad
- Tourenrad (Radreisen)

aber bestimmt nicht am Rennrad für den eigentlichen Einsatz

pinguin
21.10.2010, 09:14
Mit etwas Phantasie:
Es ist auch möglich, dass sich viele Leute in 10 Jahren von der Vorstellung gelöst haben werden, eine konzeptionelle Kopie von Profirädern fahren zu müssen, sondern lieber ein praktisches Rad wollen, das unter allen Umständen bestmögliche Bremsperformance liefert und mit dem man mit problemlos einbaubaren breiten Reifen auch über gröbere Waldstrassen und -wege fahren kann.

Das hast du wunderbar geschrieben. Und bei manchen Leuten ist sowas heute schon Realität. Ich muss mich ab und an selber beglückwünschen, mit meinem OCCP so ne praktische Kiste mein Eigen zu nennen.

Profi-Hardware sollte man auch heute schon nicht unbedingt nachahmen. Mut zum eigenen Aufbau ist ne ernstzunehmende Alternative und bringt technisch oftmals mehr als das Fertigfutter von Massenherstellern.

Man sieht es ja auch an der völlig unsinnigen (in meinen Augen) herangehensweise, das gemeine Volk mit 39/53 und ähnlichem zu quälen. Oder in modern 34/50, genauso ein Rohrkrepierer. Wäre alles so einfach...

Patrice Clerc
21.10.2010, 09:16
Das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Wenn die Scheibenbremsen bei Profis nicht eingeführt werden, werden sich diese auch nicht im Hobbybereich durchsetzen. Wieso soll sich da etwas in 10 Jahren ändern. Man sieht es schon bei Carbonlaufrädern, schlechtere Bremsperfomance, meistens (bzw. öfters) SR, trotzdem werden diese gerne gekauft und zwar weil Profis die Dinger fahren.
Es ist nun mal so, dass die Profis vorgeben, was gefahren wird, daran wird sich nichts ändern, praktisches Denken hat da wirklich nichts zu suchen.

"Es ist nun mal so." Richtig, jetzt.

Das braucht sich nicht zu ändern, kann aber. Ich kenne relativ wenig Leute, die im Training oder auf Touren Carbon-Räder fahren (spontan fällt mir sogar niemand ein), aber ich kenne Leute, die sich Cross-Räder als Universalsportrad halten. Für solche Leute, die sich nicht direkt am Pro-Sport orientieren, werden Scheibenbremsen möglicherweise interessant sein.

Wenn dann noch das entsprechende Marketing hinzukommt, dann kann sich das durchaus ändern.

Nicht jeder wohnt übrigens in der norddeutschen Tiefebene. Hier (Schweiz) kanns schon mal vorkommen, dass man an einem Mai-Abend von einem Wolkenbruch überrascht wird und trotzdem noch nach hause fahren will, möglicherweise auch verbunden mit einigen hundert Höhenmeter Abfahrt auf steilen Waldstrassen.

Da wäre Scheibenbremsen gesamthaft (inkl. Aufstiege und Abfahrten) ein besseres Performance-Tool als eine Gewichtsersparnis von 1000 g. Übrigens: gerade Karbonräder würden einen deutlichen Schritt in Richtung Alltagstauglichkeit machen, wenn sie mit Scheibe gebremst würden.

328
21.10.2010, 09:17
Das Rennrad steht für Tradition, für Eleganz, für Emphatie.

Dann hoffe ich das du einen schönen schlanken Stahlrahmen
mit Rahmenschaltung und klassischem 32 Loch LRS fährst,
und kein so ein neumodernes Plastikgeschwür. :eek::applaus:

Zum Thema: Beim normalen Rennrad werden sich Scheibenbremsen
nicht wirklich durchsetzten. Es ist schön und gut wenn man Brems-
kraft und Dosierbarkeit hat, aber was bring das wenn die Fläche
über die die Bremskraft auf den Asphalt übertragen werden soll
vorne und hinten 2 oder 3cm² beträgt ? Als vergleich kann man
mal am MTB einen Reifen ohne viel Profil (Smart Sam) auf ~4Bar
aufpumpen, und sich damit einen steilen Hang runterlassen. Völlig
schnuppe ob 140er oder 203er Scheibe, zwischen laufen lassen und
blockieren gibt es nicht mehr sehr viel Dosierbarkeit. Bei einem 2,2er
Reifen mit vernünftigen Profil und ~2Bar ist das etwas ganzn anderes.

Hilft aber nicht wenn man mit einem Renner mit ~20mm Reifen und
~8Bar ohne Profil auf glattem Untergrung (Asphalt) die Abfahrten
runterdüst. Es wird solche Rennräder sicherlich geben, aber sie werden
nie der Standart. (Meine Meinung) !

BMC-Fan
21.10.2010, 09:23
Das CAAD3 Silk-Road, war aber nicht nur für PB;). War eigentlich ziemlich elegant gelöst. Ganz selten begegnet man denen noch.

199039

So sah es aus!

schaule
21.10.2010, 09:24
Ich muss zugeben, ich habe mir jetzt nicht alle Seiten des Freds durchgelesen.
Ich bin mir aber sicher, die Entscheidung für Scheibenbremsen am Rennrad wird nicht dadurch bestimmt ob ein Profi-Rennfahrer oder ein Hobbyrennfahrer sie braucht. Die Entscheidung wird durch wirtschaftliche Gesichtspunkte bestimmt. Sowie eine brauchbare Scheibenbremse für den Massenmarkt und dem damit verbundenen richtigen Einkaufspreis gebaut werden kann, wird sie großflächig eingesetzt. In 10 Jahren werden wir hier sitzen und behaupten "das die Scheibenbremse sich durchsetzt habe ich immer gesagt...!"
Ist halt die gleiche Geschichte wie "Schalthebel am Lenker? - Wer braucht so was" oder "Carbonrahmen im Gelände"? Hält denn sowas überhaupt und was passiert wenn da in der Abfahrt ein Stein gegen schlägt?

alfton
21.10.2010, 09:30
Das braucht sich nicht zu ändern, kann aber. Ich kenne relativ wenig Leute, die im Training oder auf Touren Carbon-Räder fahren (spontan fällt mir sogar niemand ein), aber ich kenne Leute, die sich Cross-Räder als Universalsportrad halten. Für solche Leute, die sich nicht direkt am Pro-Sport orientieren, werden Scheibenbremsen möglicherweise interessant sein.
Also hier sehe ich mehr als genug Leute, die Carbon LRS im Training fahren, ich gehöre auch dazu (nicht immer). Diese praktische Denkweise kommt vielleicht irgendwann mal, wenn man älter ist und schon seit Jahren Fahrrad fährt, aber die große Mehrheit wird sich an die Profiräder orientieren, wenn es um Rennrad geht, das war schon immer so und wird auch so bleiben.
Ich sehe im Sommer bei gutem Wetter verdammt viele neue Rennräder, die mit ca. 15er Schnitt bewegt werden, aber trotzdem leichter sind, als die meisten Profiräder. Das sind die Fahrer, von welchen die Industrie lebt. Die Freaks, die bei jedem Wetter fahren und wirklich praktisch denken und sich von den 'Vorbildern' nicht irritieren lassen kann man fast auf einer Hand abzählen. Daher bin ich der Meinung, dass die Scheiben bei TdF zu sehen sein müssen, damit die Mehrheit der Rennräder damit ausgestattet wird.

Sigi Sommer
21.10.2010, 09:31
Du hast völlig recht. Aber der Ausdruck "Kaufvieh" ist doch etwas befremdlich von jemandem, der eine solche Signature mitführt:
:Bluesbrot

Ich sehe das ganz selbstkritisch und zähle mich auch absolut dazu :D

In dem Fall war es aber etwas anders gemeint: die Industrie wird eine Argumentationslinie entwickeln - sowas wie neue Sicherheitstechnik am RR - das wird sich an eine bestimmte Klientel bestens verkaufen lassen, weniger im high end Sektor, eher bei Volumenmodellen. Günstige SB gibt es heute schon, den wirtschaftlichen Gesichtspunkt sehe ich in jedem Fall gewahrt.

Sigi

BMC-Fan
21.10.2010, 09:33
199040

199041

199042

199043

199044

Patrice Clerc
21.10.2010, 09:37
Es sagt wohl niemand, dass Scheibenbremsen zwingend die leichten Felgenbremsen flächendeckend vollständig ablösen werden.

Aber es gibt heute schon genügend Leute, die kein Rad an der UCI-Grenze fahren. Ich kenne jedenfalls niemand, der im Training oder auf Touren ein sub-7-kg-Velo benutzt und in normalen Rennen schon gar nicht.

Vereinzelt sieht man hier im eigentlich reichen Zürich Leute mit Hochprofilfelgen. Die meisten setzen weiterhin Zeugs aus der Ksyrium-Klasse ein (auch von anderen Herstellern). Ich denke, hier im Forum haben wir eine ziemliche Deformation, was die Wahrnehmung normalen, üblichen Sportgeräts betrifft.

BMC-Fan
21.10.2010, 09:44
http://www.radfahren.de/archiv/alle-rubriken/detailansicht/artikel/canyon-68-kg-rennrad-und-mit-scheibenbremse.html

pinguin
21.10.2010, 09:46
Stimmt auffallend. Auch hier, in der nordbayrischen Diaspora - bis auf zwei Handvoll Freaks, fährt hier keiner irgendwas mit weniger als 7 Kilo. Carbonfelgen? Fehlanzeige. Carbonrahmen? Jessas... Es hat hier einen, der weiß nichtmal, aus was sein Rahmen hergestellt wurde. Hauptsach', es ist Farbe drauf. Und ein saarländischer Disk-Rahmen ein Einzelstück vermutlich in ganz Ufr. :D

Sigi Sommer
21.10.2010, 09:56
Stimmt auffallend. Auch hier, in der nordbayrischen Diaspora - bis auf zwei Handvoll Freaks, fährt hier keiner irgendwas mit weniger als 7 Kilo. Carbonfelgen? Fehlanzeige. Carbonrahmen? Jessas...

Ihr fahrts ja auch bei 3 °C noch mit der kurzen Hosen und freßts Reißnägel zum Frühstück ... wer so beinand ist, braucht keinen LB-klimbim :D

Bei uns in der Maxi schauts etwas anders aus, zwischen den Bentleys und Cayennes brauchst schon a paar gschmeidige sub 1kg Laufradl, um überhaupts einen entkoffeinierten Soja Macchiato serviert zu bekommen :drinken2:

Sigi

anaerob
21.10.2010, 09:56
Vereinzelt sieht man hier im eigentlich reichen Zürich Leute mit Hochprofilfelgen. Die meisten setzen weiterhin Zeugs aus der Ksyrium-Klasse ein (auch von anderen Herstellern). Ich denke, hier im Forum haben wir eine ziemliche Deformation, was die Wahrnehmung normalen, üblichen Sportgeräts betrifft.

Dem kann ich nur zustimmen. Dort, wo Scheibenbremsen am ehesten gebraucht würden (dass sie kaum notwendig sind, ist für mich klar) wird meistens Alu eingesetzt, eben genau Ksyrium, Eurus etc....


Zum Thema: Beim normalen Rennrad werden sich Scheibenbremsen
nicht wirklich durchsetzten. Es ist schön und gut wenn man Brems-
kraft und Dosierbarkeit hat, aber was bring das wenn die Fläche
über die die Bremskraft auf den Asphalt übertragen werden soll
vorne und hinten 2 oder 3cm² beträgt ? Als vergleich kann man
mal am MTB einen Reifen ohne viel Profil (Smart Sam) auf ~4Bar
aufpumpen, und sich damit einen steilen Hang runterlassen. Völlig
schnuppe ob 140er oder 203er Scheibe, zwischen laufen lassen und
blockieren gibt es nicht mehr sehr viel Dosierbarkeit. Bei einem 2,2er
Reifen mit vernünftigen Profil und ~2Bar ist das etwas ganzn anderes.

Hilft aber nicht wenn man mit einem Renner mit ~20mm Reifen und
~8Bar ohne Profil auf glattem Untergrung (Asphalt) die Abfahrten
runterdüst. Es wird solche Rennräder sicherlich geben, aber sie werden
nie der Standart. (Meine Meinung) !

Kann ich 100% bestätigen. Dass Scheibenbremsen generell gut dosierbar wären, ist eine bloße Mär. Die Überhitzungsproblematik ist zudem genauso da, va aber das Schleifen.
Ich fahre schon immer MTB, mehr als RR. Ging früher auch mit Felgenbremsen genau so gut. Warum auch ich Scheibenbremsen habe? Weils teurer aussieht (und teuerer ist, also mehr Umsätze für die Industrie), nicht aber weil es unbedingt mehr bringt. Viele wirklich schnelle MTB fahren ohnhin mit Starrgabel und Canti.

328
21.10.2010, 10:02
Naja, das mit dem Überhitzen wird erst dann zum Thema
wenn man mit entsprechenden Körpergewicht 1000hm
am Stück runterbremst. Da wird es für den Latexschlauch
mit Felgenbremse auch schon eng. Und weils teuer aussieht
ist leicht übertrieben. Bei Reifen mit Profil und entsprechendem
Druck hat man in Gelände schon große Vorteile gegenüber
Felgenbremsen. Aber um das gings ja nicht.

Mike Stryder
21.10.2010, 10:06
ich werde diesen trend (freiwillig) nicht mitmachen.

a) sieht sch... aus

b) reicht die bremsleistung der felgenbremse völlig aus (zumindes hier bei uns im norden).

seeigelbernstei
21.10.2010, 10:07
Das hast du wunderbar geschrieben. Und bei manchen Leuten ist sowas heute schon Realität. Ich muss mich ab und an selber beglückwünschen, mit meinem OCCP so ne praktische Kiste mein Eigen zu nennen.

Profi-Hardware sollte man auch heute schon nicht unbedingt nachahmen. Mut zum eigenen Aufbau ist ne ernstzunehmende Alternative und bringt technisch oftmals mehr als das Fertigfutter von Massenherstellern.

Man sieht es ja auch an der völlig unsinnigen (in meinen Augen) herangehensweise, das gemeine Volk mit 39/53 und ähnlichem zu quälen. Oder in modern 34/50, genauso ein Rohrkrepierer. Wäre alles so einfach...

Stimme dem grundsätzlich zu.
Wobei ich mich frage, was deine Alternative ist.
34/50 ist ein rohrkrepierer, das ist klar.

im übrigen bremsen meine hydraulischen Scheiben schon deutlichst besser, aber nur meine xt und die Louise, die Oro am Mtb schleifen und nerven...
Also Scheibe generell gut, kann man nicht sagen.

Am Crossrad die Magura...das bremst aber wie irre, und es ist ein Riesenunterschied, nen steilen, steilen Hang runterzufahren, mit 180er Maguras, oder mit Mini-v.
Magura 180er: einfach fahren, ab und zu hart reinbremsen, dabei 30% der Bremspower nutzen.

Mini-v : immerzu ans bremsen denken, bei Hubbeln aussetzen, dabei 75% der power nutzen müssen.

Minifutzi
21.10.2010, 10:14
Ja Mythen und Legenden. Nicht mal einen 80 PS Corsa wirst du verfolgen können. Geschweige eine sportliche 125er mit 17 PS. Bin selber lange Motorrad gefahren und kann einschätzen, wie schnell Motorräder in Kurven sind, dagegen ist Rennradfahren Kindergeburtstag und Autos sind in Kurven einfach schneller, das ist Physik.

Denke es ist nicht immer so eindeutig. Ich erinnere mich an ein Duell zwischen Go-Kart und Formel 1 Auto. Auf dem Papier eine klare Sache aber blöderweise hat das Formel 1 Auto auf der Strecke kein Licht gesehen und wurde gnadenlos stehengelassen.

Auf der anderen Seite werden Abfahrten mit dem Rad oft auf der letzten Rille gefahren, Ausflug in die Botanik fliegen inklusive, während Motorräder nur einen Bruchteil des möglichen Potenzials abrufen. "Ohren schleiften auf dem Asphalt" = Ein Valentino Rossi hätte mit den Reifen noch weitere 45Grad in die Kurve legen können. Und Autofahrer... Dem Durchschnittsfahrer wird es ja schon mulmig wenn die Reifen anfangen zu wimmern.

pinguin
21.10.2010, 10:49
Bald jeder hier (ok, leicht übertrieben) hat die Ötztalrunde schon 1 bis n-mal unter die Reifen genommen.

Nehmen wir mal an, wir vergleichen Abfahrtsleistungen von engagierten Hobbyrennradfahrern (also kein Stuntman, kein Pro, kein Lebensmüder usw.) und schicken so einen das Timmelsjoch runter nach Sölden - ich behaupte, er wird gegen ein Auto, dass von einem tauglichen KFZler (kein Rennfahrer aber auch kein Holländer oder Hassfurter - oder Pinneberger usw.) bewegt wird, kein Land sehen.

Im übrigen, nicht unwichtig: Beide Fahrzeuge bleiben jeweils auf ihrer Spur! Gegenspur benutzen/schneiden ist nicht erlaubt.

Aber was ist andersrum? Abfahrt nach St. Leonhard? Ich bin sorum noch nie abgefahren, würde mal von anderen Strecken, die reichlich Kehren aufweisen (also 180° oder mehr um's Eck - ich denke z.B. an den Plöckenpass) transferieren wollen, dass ich als Radfahrer da deutlich bessere Chancen habe, den PKW abzuhängen.

Allerdings, wenn ich an die langen Geraden zw. den Kehren denke - im oberen Bereich... Da zieht der PKW doch sauber durch... :krabben:

Sigi Sommer
21.10.2010, 10:51
... die Oro am Mtb schleifen und nerven...


Auch eine Frage des Scheibendurchmessers in Verbindung mit der Gabelsteifigkeit. Meine 203er Scheibe hatte früher an meinem MTB deutlich mehr Kontakt als die 185er ... beim RR werden wohl eher 140/160 mm die Regel, wohl weniger schleifproblematisch.

Sigi

Clouseau
21.10.2010, 11:07
Interessant finde ich ja das die "Freaks" im Forum mit einer unglaublichen
Vehemenz bestimmen (wollen) was andere Benutzer benötigen und haben dürfen.

Und bemerkenswert ist auch, dass der Thread mittlerweile eher einem Vergleich "Wer der beste Abfahrer ist" gleicht.

pinguin
21.10.2010, 11:14
Auch eine Frage des Scheibendurchmessers in Verbindung mit der Gabelsteifigkeit. Meine 203er Scheibe hatte früher an meinem MTB deutlich mehr Kontakt als die 185er ... beim RR werden wohl eher 140/160 mm die Regel, wohl weniger schleifproblematisch.

Sigi

Jepp, kann ich sekundieren. 160/140 mm am Crosser = Ruhe im Karton, egal, was ich rumhample.

185 mm an normaler DX-Nabe in ner heutigen Federgabel: Nu ja... Das macht schon mal Lärm (Wiegetritt z.B.) Gleicher Durchmesser aber an ner Nabendynamonabe (ebensolcher Japanschrott) in gleicher Federgabel = fast immer Ruhe. Ich meine, Steckachsen wären ganz praktisch in Verbindung mit windigen Gabeln :D

greyscale
21.10.2010, 11:21
[...] Ich meine, Steckachsen wären ganz praktisch in Verbindung mit windigen Gabeln :D

Steckachsen? Bist du ruhig:D!

So was braucht doch kein Mensch:ä.

g.

Sigi Sommer
21.10.2010, 11:24
Interessant finde ich ja das die "Freaks" im Forum mit einer unglaublichen
Vehemenz bestimmen (wollen) was andere Benutzer benötigen und haben dürfen.

Und bemerkenswert ist auch, dass der Thread mittlerweile eher einem Vergleich "Wer der beste Abfahrer ist" gleicht.

Moooooment:

Meine Bremse ist die beste - das gilt auch für Dich - runter hat mich noch keiner überholt ...

Noch Fragen :D

Sigi ;)

heckantrieb
21.10.2010, 11:34
Als waere die Durchsetzung eines Marktes mit einem Produkt davon abhaengig, ob das Produkt gut/ueberlegen ist ....

Wenn Hersteller als Sponsoren der Pros die Scheibe in den Profibetrieb druecken, werden ambitionierte Hobbyisten das haben wollen.
Bei ausreichender Masse wird das Angebot an Rahmen und Gabel steigen. Hersteller werden das fuer Topraeder anbieten, die alte Technik wird nur mehr im unteren Segment zu finden sein. Die Scheibe wird Standard, wird billig, alles andere wird umstaendlich und teuer.

Ist doch sogar bei den Baumarktraedern schon angekommen.

Clouseau
21.10.2010, 11:46
Gabs nicht vor kurzem auch Geschrei was das soll mit dem 3ten Schaltungsanbieter? Braucht doch auch kein Mensch. Oder integrierte Steuerllager oder PC mit mehr als 64kb Speicher usw.

Ich für meinen Teil seh die Sache Positiv und werde so ein Rad (sofern es wirklich breiter auf den Markt kommt) gerne mal testen.

Wie gesagt es muss ja niemand kaufen, gut wenn man natürlich jedes Jahr das Allerneuste braucht und dann wird es wohl schwierig aber ansonsten denke ich vergehen vom "Marktstart" bis zum endgültigen Ende des "Vorgängers" locker 10-15 oder mehr Jahre.

Und solange mich Tiere wie Pinguin trotz der offensichtlichen Nachteile (so wie manche tun) bergauf, bergab und überhaupt sowas von stehen lassen mach ich mir darüber keine Gedanken.

Gruß

Minifutzi
21.10.2010, 11:50
Meine Bremse ist die beste - das gilt auch für Dich - runter hat mich noch keiner überholt ...

Noch Fragen :D


Die technische Seite der Diskussion wird IMHO falsch angegangen.

Die aktuellen Bremsen haben genügend Bremsleistung damit sie nicht zum limitierenden Faktor wird. Es sind die Reifen, die momentan die Grenzen setzen. Abgesehen von ich sage mal überheblich "Angstbremsern." :)

Den eigentlichen Fortschritt sehe ich bei den selben Gründen warum integrierte Sattelstützen oder einteilige Vorbau-Lenker-Kombis es schwer haben. Man weiss wegen UCI momentan nicht was man mit den eingesparten Gewichten anfangen soll. Daher will man die Flexibilität bei der Wahl der gewünschten Kombinationen nicht aufgeben.

Wie ich schon schrieb hat es mich nie überzeugt ein voll funktionsfähiges Laufrad nur deswegen zu entsorgen weil die Bremsflanken herunter waren. Man könnte jetzt argumentieren neue Felge einspeichen aber ein Bremsscheibenwechsel dürfte deutlich einfacher sein.

Dass man jetzt wegen der noch fehlenden über zig Jahren liebevollen vorgenommenen Optimierung bei den Scheibenbremsen nun nur noch 50g Bleigewichte an den Rahmen pappen muss statt von mir aus 200g wäre mir egal.

Ianus
21.10.2010, 12:59
Das Rennrad steht für ..... für Eleganz... für ....alt...

Das trifft aber garantiert nicht mehr auf den überwiegenden Teil der aktuellen Geschwüre zu....:D


Das CAAD3 Silk-Road, war aber nicht nur für PB;). War eigentlich ziemlich elegant gelöst. Ganz selten begegnet man denen noch. Wenn ich noch mal einen sehr gut erhaltenen in CD '56 finde, hänge ich mir den weg.
g.

Das gab sogar mal als Scheibenbremsversion. Das 2004er Street-X.


...verdammt viele neue Rennräder, die mit ca. 15er Schnitt bewegt werden,

Phuuuh, da bin ich aber beruhigt, daß andere noch langsamer als ich unterwegs sind :D

tvaellen
21.10.2010, 13:39
hallo zusammen,

diese disk ja nein diskussion erinnert mich an die argumente, als vor rund 10 -12 jahren bei den mtbs die disk nach und nach eingeführt wurde.

...
die Hersteller werden rahmen bauen mit aufnahmen für scheiben, es wir d geeignete erogpowers geben und es wird nix schleifen oder nerven beim fahren. (beim mtb hat man es auch hinbekommen, vergleiche mal ein louise von 1999 mit der von heute)
das Gewicht wird auch passen.
...

und ich werde mir das ganze kaufen, wenn ich den eindruck habe dass es funktioniert und mich daran erfreuen, dass ich ein rad habe das bei nässe so bremst wie im trockenen.



Genau und dann fährt man Carbonlaufräder, Carbonscheiben und den ganzen Schnick und Schnack, um gewichtsmäßig im Bereich einer Ultegra Felgenbremse mit Mavic Elite Laufrädern zu landen :applaus:

Beim MTB und beim Crosser macht es Sinn, beim Renner ist es schlicht sinnlos.

dasia
21.10.2010, 13:46
[QUOTE=tvaellen;3304038]Genau und dann fährt man Carbonlaufräder, Carbonscheiben und den ganzen Schnick und Schnack, um gewichtsmäßig im Bereich einer Ultegra Felgenbremse mit Mavic Elite Laufrädern zu landen :applaus:


Na das gewicht wird sich dann auch wieder anpassen und nach unten gehen. das war bei allen anderen entwicklungen im rad bereich genau so.
Dann wir die nächste Lightweight generation etwas anders konstruiertr sein, eine Scheibe haben und dafür optimiert sein dei Kräfte aufzunehmen.

grüsse


dasia


PS: warum ist 50/34 en Rohrkrepierer??? Hab ich was verpassst??

BMI
21.10.2010, 13:49
Genau und dann fährt man Carbonlaufräder, Carbonscheiben und den ganzen Schnick und Schnack, um gewichtsmäßig im Bereich einer Ultegra Felgenbremse mit Mavic Elite Laufrädern zu landen :applaus:
Wieviel würde man den mit Rahmenschalthebeln sparen? :D Die haben doch auch geschaltet :Angel:

dasia
21.10.2010, 14:08
Wieviel würde man den mit Rahmenschalthebeln sparen? :D Die haben doch auch geschaltet :Angel:


hääää,

weshalb Rahmenschalthebel? Weshalb Scheibe???

Nimm doch ein Fixie oder wie das nun heisst.
(das gab es schon vor 100 JAhren ein Rad ohne Bremse und wir dnun als der Hit verkauft )
das ist noch leichter.


wo mit wir wieder beim thema sind. viele sind gegen neuheiten, weil es schon immer mit den alten sachen ging. manche argumentieren über technische unzulänglichkeiten der scheibe und dem fehlenden nutzen.


Am ende ( in 10 Jahren) fahren wir sie doch spazieren mit der gleichen verteilungsrate wie am mtb heute. (scheibe vs. v-brake)
die mtb profis haben damals auch gejammert, dass das nix bringt beim rennen.



wer geht eine wette ein??



Dasia

Colombia
21.10.2010, 14:13
macht die Scheibenbremse am Renner durchaus Sinn und sehe dadurch auch eine Chance für den Cross-Sport, da die Unterschiede zu einem Cyclocrosser und dem Rennrad, bis auf wenige Details verwischen und diejenigen, die die Investition in einen Crosser gescheut haben, auch Ihr "normales" Rennrad im Gelände nutzen könnten. Appetit im Gelände könnten sich Rennfahrer dann aber auch mit ihrem "normalen" Rennrad holen und evtl. auch die Lust am Cross-Sport.

Für mich als Hobby-Fahrer ist der Crosser (seit 2002) ein geniales Rad, da ich mit 2 Laufradsätzen einfach entscheiden kann, wo und was ich fahren will und bin nicht nur auf die Strasse festgelegt, sondern kann auch im Gelände heizen.

Mir reicht zwar die Bremspower meiner Cantileverbremsen, da ich vorne einen Adapter direkt in der Gabelbohrung habe, und diese vorne auf Rennradbremsniveau verzögern, aber sollte ich mir in ein paar Jahren mal ein neues Rad holen, wäre es auf jeden Fall wieder ein Crosser (falls es mit Scheibenbremsen diese Unterscheidung noch gibt), da einfach viel universeller einsetzbar.

Da ich als Hobbyfahrer nicht andauernd das neueste Material benötige, kann ich entspannt die Marktentwicklung abwarten und bei einer Kaufentscheidung, das für mich interessanteste Angebot aussuchen.

Sigi Sommer
21.10.2010, 14:46
Den eigentlichen Fortschritt sehe ich bei den selben Gründen warum integrierte Sattelstützen oder einteilige Vorbau-Lenker-Kombis es schwer haben. Man weiss wegen UCI momentan nicht was man mit den eingesparten Gewichten anfangen soll. Daher will man die Flexibilität bei der Wahl der gewünschten Kombinationen nicht aufgeben.


Diese 'Entwicklungen' haben es aus praktischen Gründen schwer. Vorbau-Lenker-Kombis gibt es schon viele Jahre, werden nicht mehr. Integrierte Sattelstützen sind eine aktuelle Modeerscheinung, neue Optik verkauft sich gut gespickt mit ein paar Sales-Argumenten, technischer Vorteil zweifelhaft, gewisse Nachteile muss man dagegen in Kauf nehmen. Da brauchts keine limitierende UCI.

Nordisch
21.10.2010, 17:28
Es ist auch möglich, dass sich viele Leute in 10 Jahren von der Vorstellung gelöst haben werden, eine konzeptionelle Kopie von Profirädern fahren zu müssen, sondern lieber ein praktisches Rad wollen, das unter allen Umständen bestmögliche Bremsperformance liefert und mit dem man mit problemlos einbaubaren breiten Reifen auch über gröbere Waldstrassen und -wege fahren kann.[/INDENT]

Habe zwar 2 Crosser, aber von meinem beiden Rennern konnte ich mich trotzdem nicht trennen.
Warum nur ... :rolleyes:

Hatte ich schon erwähnt, dass die Profis und vor allem ihre Räder mich nicht die Bohne interessieren.

Nordisch
21.10.2010, 17:31
- Tourenrad (Radreisen)



Nicht mal dort konnte ich die Notwendigkeit erkennen.

Wer auf ganz große Radreise (Südamerika o. Asien) geht, der ist mit herkömmlichen V-Brakes eh besser bedient. (Ersatzteilsituation)

geod
21.10.2010, 22:11
Interessant finde ich ja das die "Freaks" im Forum mit einer unglaublichen
Vehemenz bestimmen (wollen) was andere Benutzer benötigen und haben dürfen.


So ist es leider, ebenfalls mein Eindruck.
geod

geod
21.10.2010, 22:19
Hallo,
ich benutze seit einiger Zeit bei Alltagsfahrten dieses von mir aufgebaute Reiserad (vor dem Umbau auch auf Radreisen genutzt).

Es ist ein Fort Rahmen, Alfine Nabendynamo mit 24 Speichen, IQ Cyo, hinten mit Nexave Nabe wo die Speichen eingehangen werden (Speichen sind bei montierter Kassette tauschbar). Den Rahmen habe ich eine Nummer kleiner gewählt, dafür dann Rennlenker und STI montiert. Bewegt wird es im Straßenverkehr, auf asphaltierten Feldwegen, auch auf unbefestigten Wegen.

Was soll ich sagen, mit den BB7 Road bin ich MEHR ALS ZUFRIEDEN.
- Die Bremskraft ist wirklich gut, aber es geht MIR dabei nicht um maximal Bremspower. Bekennende Scheibenbremsgegner führen ja an: die Kraft kann ich mit schmalen Reifen eh nicht auf die Straße bringen -> Stimmt, aber meiner Meinung wird damit der wahre Vorteil verkannt. Wenn ich gefühllos reinlange bekomme ich das Rad auch Cantis zum blockieren und rutsche in der Kurve weg…
- Dosierung ist exzellent, verbaut habe ich SRAM Zughüllen für V-Brake und mechanische Scheibenbremsen, ich finde die lateral vernünftig steif.
- Bremskraft, Bremsverhalten ist bei Regen und im Trockenen gleich, das finde ich sehr angenehm.
- Schleifen: Existiert nicht.
- Sehr angenehm empfinde ich bei Herbst- und Winterwetter das FEHLEN dieses schmirgelnden Geräusches Bremsbelag/Felge vermischt mit Wasser und Dreck. Das Bremsen ist angenehm leise, nur bei starken Bremsungen höre ich etwas. Die Reflexstreifen auf den Reifen bleiben sauberer.

Soweit meine Erfahr-ungen. Alles in allem möchte ich nicht zu (mini) V-Brake zurück. Am Reiserad gefällt mir die BB7Road so gut, dass ich mir nun gerne auch ein Rennrad/Crossrad (je nach Bereifung des LRS) ohne weitere Anbauteile aufbauen möchte (so wie PINGUINs Rad). Bremsscheiben sollten mit 160/140 mm locker ausreichen.
Es ist am Rennrad für mich eine denkbare Variante, neben den Felgenbremsen. Ich kann mir durchaus vorstellen, wenn die Teile aufzutreiben sind und nicht zu teuer werden, 24 Loch Carbonfelgen in Disc-Naben einzuspeichen.
Klar „reichen“ Felgenbremsen aus, aber ich habe zwischen zwei Varianten gerne die Scheibe gewählt. Fahre an anderen Räder natürlich Felgenbremsen, einschließlich meinem Rennrad.
Wichtig wäre auch ein STI mit hydraulischem Bremsgeber um entsprechende Zangen anzusteuern, hydraulisch empfinde ich noch einen ticken besser (am MTB).


An die wenigen Nörgler hier im Forum:
Ja, es ist KEIN Rennrad. Trotzdem finde ich die Erfahrung kann man hier posten. Rückschlüsse auf die Nutzung an einem richtigen Rennrad mit Scheibe lassen sich schließen.

Auf zum Selbstbau!
Grüße
geod

Nordisch
21.10.2010, 23:21
@ Geod

Gegen Scheibenbremse am Crosser habe ich nichts. Möchte ich selber.

Mini V-Brakes sind mir nämlich auch zu lästig, gerade wenn man mit STIs (ohne Zugschnellentpannung) unterwegs ist. Ich musste noch nie so viel an Bremsen (Belägen einstellen, Zug nachsetzen, Einstellschrauben verstellen, bei Stahlrahmen Brakebooster und/oder druckstabile Züge verwende) und Laufrädern (möglichst gleiche Felgenbreite, exakt zentriert) basteln, seit dem ich Mini-Vs habe.

Und um noch ein Plus für die Rennbremsen zu nennen. Ich mag ihre Einfachheit im Alltag wie bei Montage. Das ist sogar noch einfacher als bei normalen V-Brakes.

pinguin
22.10.2010, 09:00
Die Montage einer BB7 ist trivial.

Das Anpassen an versch. Laufräder ein wenig Arbeit, bei mir z.B. ist das Vorderrad mit Nabendynamo und die Standard-Nabe irgendwie leicht unterschiedlich, die Scheibe nicht an der selben Position im Bremssattel (was ich eigentlich erwarten würde). Entweder legt man jetzt einmalig zwischen Scheibe und Nabe unter oder justiert den Bremssattel so, dass er beide Fälle gutmütig verdaut - das ist etwas Arbeit, aber nur einmalig zu erledigen.

Bremsbelagwechsel ist vergleichbar "aufwändig" (Belagnachstell"schrauben" rausdrehen, Laufrad raus, alte Beläge raus, Feder raus, neue Beläge inkl. Feder rein, Laufrad rein) im Vergleich zu einer üblichen Bremszange (Bremsschuh abschrauben, Gummi rausdrücken, neuen Gummi reindrücken, Madenschraube/Inbus/Splint reinmachen, Schuh an Zange schrauben, Ausrichtung) - in der Werkstatt.

Unterwegs ist ein Belagwechsel (so er denn überhaupt sein muss) bei der BB7 einfacher, es sei denn, man führt vormontierte Schuhe/Gummis mit, aber dann bleibt noch das Ausrichten der Beläge und ggf. der Mittigkeit der Zange.

Technisch, was die Innereinen einer BB7 angeht, Holla, das ist mal ne echte Lachplatte. Ich hatte kürzlich eine komplett zerlegt. Da lachste dich schlapp...

Clouseau
22.10.2010, 09:02
Bremsbelagwechsel ist vergleichbar "aufwändig" (Belagnachstell"schrauben" rausdrehen, Laufrad raus, alte Beläge raus, Feder raus, neue Beläge inkl. Feder rein, Laufrad rein) im Vergleich zu einer üblichen Bremszange (Bremsschuh abschrauben, Gummi rausdrücken, neuen Gummi reindrücken, Madenschraube/Inbus/Splint reinmachen, Schuh an Zange schrauben, Ausrichtung) - in der Werkstatt.


Das ist bei einer hydraulischen SB ja noch deutlich "einfacher". Sicherungsschraube(n) raus Beläge wechseln. Sicherungsschraube(n) wieder rein fertig. :)

greyscale
22.10.2010, 09:29
So ist es leider, ebenfalls mein Eindruck.
geod

Wen wir Nicht-Freaks einfach akzeptieren, dass wir nicht fahrradfahren können, ist es doch völig in Ordnung, was so ein Möchtegern-Guru postoliert, oder:D:ä?

g.

Gruetti
22.10.2010, 09:48
Also jetzt mal ehrlich, warum macht Ihr hier wieder so ein Fass auf... Ob sich Scheibenbremsen am Renner durchsetzen oder nicht ist doch eigentlich vollkommen egal! Wir haben jetzt die Möglichkeit, eine Scheibenbremse auf einem Rennrad/Crosser zu montieren, eventuell kommen ja bald auch Rahmen mit klassischer Rennrad-Geo und Aufnahme am Hinterbau und vielleicht kommt demnächst ja auch mal was aus Kohle.... Aber selbst wenn nicht, es also weiterhin nur eine "Nische" bleibt, finde ich die Möglichkeit toll, sowas bauen zu können (denkt mal an den Hund und die Eier).
Mir persönlich gefällt der Scheibenbremstrecker/-renner vom Frackträger super und er hat Spaß damit. Also ist die Nummer für ihn doch zu 100% aufgegangen.
Nächsten Winter werden wir sicher noch ein paar mehr Räder zu sehen bekommen und teilweise werden die Teile dann nicht nur im Winter sondern auch mal so gefahren, da bin ich mir sicher.
Ob wegweisend oder nicht, ich finde die Möglichkeit super und werde mir in den nächsten Wochen auch mal so ein Teil aufbauen, einfach mal so aus Spaß an der Freud. Und ob ich damit nun ein Trendsetter bin, meiner Zeit voraus oder einfach nur ein "Spinner", ist mir dabei auch echt Schnurz, hauptsache mir gefällts und ich komme damit klar, schließlich muss ich ja auch damit fahren.

Alos, jedem Tierchen sein Plesierchen und jut.

Schönes WE

pinguin
22.10.2010, 09:58
@ Gruetti: Mit deinem ersten Satz erledigt sich jegliches Forum auf dieser Welt :achselzuck:

@ Inspector Clouseau: Klar, Hydro = autom. Belagnachstellung. Bin aber recht froh, kein Hydro an den Rädern zu haben. Ich hab's nicht so mit Flüssigkeiten an Fahrrädern. Ein Stück Draht kann ich besser verstehen :D

Sigi Sommer
22.10.2010, 10:00
Ich hab's nicht so mit Flüssigkeiten an Fahrrädern. Ein Stück Draht kann ich besser verstehen :D

Signaturfähig :Applaus:

Gruetti
22.10.2010, 10:12
@ Gruetti: Mit deinem ersten Satz erledigt sich jegliches Forum auf dieser Welt :achselzuck:

Find ich nicht... Aber zum größten Teil wird hier von persönlichen Vorlieben gesprochen, die technischen Vorteile einer Scheibe werden von Einigen bewusst ingnoriert bzw. totgeschwätzt.

Es ist nunmal noch im werden, ich stehe der Sache aber aufgeschlossen gegenüber, erkenne und werte die Vor- und Nachteile und bilde mir ein Urlteil, ganz für mich persönlich. Aber nur weil ich gelb geil finde, müssen es doch nicht alle anderen Kollegen auch geil finden und wenn nicht, sind sie doof und können nicht vernünftig radfahren, oder irre ich mich da?

Früher hatten wir windige Stahlrahmen mit recht schlechten Bremsen, da hat sich schon ne Menge getan in den letzten 10 Jahren. Aber das bedeutet doch nicht, dass wir jetzt das Optimum erreicht haben und uns allem Neuen gegenüber verschließen sollten? Jeder kann seine Meinung haben, aber man sollte auch andere Meinungen akzeptieren, so interpretiere ich ein Forum und wie man da miteinander umgeht und über Themen diskutiert...

Nordisch
22.10.2010, 10:16
im Vergleich zu einer üblichen Bremszange (Bremsschuh abschrauben, Gummi rausdrücken, neuen Gummi reindrücken, Madenschraube/Inbus/Splint reinmachen, Schuh an Zange schrauben, Ausrichtung) - in der Werkstatt.



Wozu Bremsschuhe abschrauben? (mache ich nur, wenn die Beläge all zu fest sitzen)

pinguin
22.10.2010, 10:20
Wozu Bremsschuhe abschrauben? (mache ich nur, wenn die Beläge all zu fest sitzen)

Genau - weil i.d.R. die Beläge zu fest sitzen. Ich selber gehe daher immer davon aus, dass es auf die einfache Art und Weise schon mal gar nicht funktioniert und arbeite daher sauber in der Werkstatt. Unterwegs wird ein kompletter vormontierter Satz mitgeführt, bei gröberen Aktionen.

Ich hatte schon mal nen Sturz zu verzeichnen wg. unsauberer Arbeit bzw. auf Grund der Montageumgebung am Rad nicht möglicher ordentlicher Arbeit. Splint eines hinteren Bremsschuhs einer V-Brake war nicht sauber eingesteckt, er schaute entweder nicht unten durch sein Loch im Schuh raus oder war oben nicht ordentlich drin. Nu ja, ich habe während einer Abfahrt den Bremsgummi dadurch verloren - Bremsleistung hinten null, scharfe Kurve, vorne überbremst, Abflug... :ü

Clouseau
22.10.2010, 10:22
Ich hab's nicht so mit Flüssigkeiten an Fahrrädern. Ein Stück Draht kann ich besser verstehen :D :Applaus:


Wozu Bremsschuhe abschrauben? (mache ich nur, wenn die Beläge all zu fest sitzen)

Echt jetzt?

Ich brech mir da immer fast die Finger wenn die Schuhe an der Bremse hängen.


Nordisch
22.10.2010, 10:27
Früher hatten wir windige Stahlrahmen mit recht schlechten Bremsen, da hat sich schon ne Menge getan in den letzten 10 Jahren.

Und heute schreit alle Welt wieder nach diesen Stahlrahmen und ein halbwegs edler Stahlrahmen kostet Kohle ohne Ende.
Warum nur :rolleyes:

Und waren die Stahlrahmen so windig ?!?

Schwer waren sie ja, aber gewiss nicht windig für die meisten Radsportler.
Im Reiseradeinsatz ja, möchte ich keinen dünnen Stahlrahmen mehr haben *1. Dafür gibt es ja inzwischen Stahlrahmen mit Oversized Formaten von Alurahmen, die zudem noch höhere Lasten tragen dürfen als ihre Aluvertreter (siehe Velotraum).

*1

Trotzdem hat es mein Surly Crosscheck überlebt mit einem Gesamtgewicht von bis zu gut 55 kg plus gut 80 kg Fahrer klar zu kommen und das bei 26.000 hm. Die Probleme lagen aber nicht im Tretlagerbereich sondern im Hinterbau.

Nordisch
22.10.2010, 10:32
:Applaus:



Echt jetzt?

Ich brech mir da immer fast die Finger wenn die Schuhe an der Bremse hängen.



Nimm zur Not das Laufrad raus.

Ein bissel Finger verbiegen ist mir lieber als Bremsschuhe ausrichten.
Ich achte inzwischen beim Felgenkauf schon auf hohe Bremsflanken, dann kann man sich auch das Nachgestelle
bei schwindenden Bremsbelägen (und damit höher bzw. tiefer greifenden Bremsschuhen) ersparen.

medias
22.10.2010, 12:41
Wen wir Nicht-Freaks einfach akzeptieren, dass wir nicht fahrradfahren können, ist es doch völig in Ordnung, was so ein Möchtegern-Guru postoliert, oder:D:ä?

g.

Fahren können viele, aber offensichtlich nicht bremsen. Wenn ein Radfahrer nach einem Pass auf Alu/Alu bremst stimmt was nicht, da kann man fragen wenn man will.

Nordisch
22.10.2010, 13:28
Fahren können viele, aber offensichtlich nicht bremsen. Wenn ein Radfahrer nach einem Pass auf Alu/Alu bremst stimmt was nicht, da kann man fragen wenn man will.

Ist für mich auch nur schwer vorstellbar.

Da hat wohl jemand extra dünne Beläge montiert.
Dieser Leichtbauwahnsinn ... :raar: :D

Ianus
22.10.2010, 15:05
Das ist mal wieder eine Diskussion, die dreht sich wie die Fliegen um die ScheiBe.:eek::Bluesbrot

Nordisch
22.10.2010, 16:00
Ich hatte schon mal nen Sturz zu verzeichnen wg. unsauberer Arbeit bzw. auf Grund der Montageumgebung am Rad nicht möglicher ordentlicher Arbeit. Splint eines hinteren Bremsschuhs einer V-Brake war nicht sauber eingesteckt, er schaute entweder nicht unten durch sein Loch im Schuh raus oder war oben nicht ordentlich drin. Nu ja, ich habe während einer Abfahrt den Bremsgummi dadurch verloren - Bremsleistung hinten null, scharfe Kurve, vorne überbremst, Abflug... :ü

aua :ü

geod
22.10.2010, 20:39
Mini V-Brakes sind mir nämlich auch zu lästig, ...
Ich musste noch nie so viel an Bremsen (Belägen einstellen, Zug nachsetzen, Einstellschrauben verstellen, bei Stahlrahmen Brakebooster und/oder druckstabile Züge verwende) und Laufrädern (möglichst gleiche Felgenbreite, exakt zentriert) basteln, seit dem ich Mini-Vs habe.


Da gebe ich Dir recht, das Rad hatte vorher MiniV Brakes, dachte das sei die "einfachste" Lösung. Wars nicht, wie Du schon schreibst. Ständiges nachstellen, enge Bremsbelagstellung und schleifen.
Rennbremsen und die BB7 sind in etwa gleich wenig aufwändig bei der Wartung. Montage bei der BB7 etwas mehr Aufwand als bei Rennbremsen.

geod

geod
22.10.2010, 20:42
Die Montage einer BB7 ist trivial.

Das Anpassen an versch. Laufräder ein wenig Arbeit, bei mir z.B. ist das Vorderrad mit Nabendynamo und die Standard-Nabe irgendwie leicht unterschiedlich, die Scheibe nicht an der selben Position im Bremssattel (was ich eigentlich erwarten würde).

Das Problem hatte ich auch, am MTB. Ich habe es ausgemessen, nach dem IS Standard sind es meine ich 10 mm Achsmutter außen - plane Auflage für die Scheibe an der Vorderradnabe und 15 mm hinten. Ich habe das durch dünne Distanzscheibchen zwischen Scheibe und planer Auflage ausgeglichen, ging da ich nur Abweichungen nach oben hatte (11 bzw. 16 mm)

Grüße
geod

Bingarnichthier
24.10.2010, 16:12
Soooo schlimm sieht das doch gar nicht aus. Und bei Nässe wären mir die Disks schon recht...
http://www.pezcyclingnews.com/?pg=fullstory&id=8709&status=True&catname=Tech%20News

[k:swiss]
24.10.2010, 16:51
So was muss konsequent hydraulisch entwickelt werden, ansonsten seh ich da kein grosse Chance.
Die derzeitigen RR Discs mit Seilzug sind für mich jedenfalls kein grosser Fortschritt.

Patrice Clerc
24.10.2010, 17:06
;3307647']So was muss konsequent hydraulisch entwickelt werden, ansonsten seh ich da kein grosse Chance.
Die derzeitigen RR Discs mit Seilzug sind für mich jedenfalls kein grosser Fortschritt.

Das sehen der Polarvogel hier im Forum und IIRC auch Ianus aus eigener Erfahrung anders. Deren Schilderungen kann ich gut nachvollziehen.

[k:swiss]
24.10.2010, 17:33
Die Handkräfte sind geringer, keine Reibung und Längung durch nen Zug, ein geschlossenes System ist weniger dreckanfällig und fast wartungsfrei.
Die Nachteile wie Quietschen, schleifen und die Übertragung auf eine minimale Bremsfläche müssten doch bei beiden Systemen gleich sein, oder?

Bin allerdings noch nie Scheibe gefahren, die einzige Hydraulikerfahrung ist auf die HS33 beschränkt, daher bitte ich um Nachsicht wenn ich total daneben liege.:D

Nordisch
24.10.2010, 18:00
Das heutige Erlebnis hat mich bestärkt (enormer Bremsbelagsversch leiß *1 bei nur gut 1 h im Gelände selbst am VR):

Disc am Crosser wird bei mir zur nächsten Saison kommen.


*1

Die hintere Bremse hatte, trotz sehr dichter Einstellung zum Anfang, das Hinterrad am Ende nicht mal mehr zum Blockieren bekommen. (STI Hebel lagen bereits am Lenker an.)

pinguin
24.10.2010, 18:05
;3307647']So was muss konsequent hydraulisch entwickelt werden, ansonsten seh ich da kein grosse Chance.
Die derzeitigen RR Discs mit Seilzug sind für mich jedenfalls kein grosser Fortschritt.

Warum? Heute im Wald. Kein Unterschied in Bremsleistung zu hydaulischem Scheiberl am Rad vom Kollegen. Ich kann genauso agressiv damit hantieren wie wenn Öl rumblubbert.

Habe aber den Vorteil, keine Bremsleitungen kürzen zu müssen, das Rad beliebig lagern zu können, kriege an jeder Hausecke nen Zug und ne Hülle, wenn mal was passiert ist und muss mich nicht ängstigen, dass mir unterwegs wg. Sturz und Hebelmaleur die Brühe davon läuft und ich keine Bremsleistung mehr habe.

An ein Fahrrad gehört keine Hydraulik. Das Gefuddl mit der Gustav M am Tandem und HS11 langt mir haufenweise.

Ein Draht tuts auch...

pinguin
24.10.2010, 18:12
;3307689']Die Handkräfte sind geringer, keine Reibung und Längung durch nen Zug, ein geschlossenes System ist weniger dreckanfällig und fast wartungsfrei.
Die Nachteile wie Quietschen, schleifen und die Übertragung auf eine minimale Bremsfläche müssten doch bei beiden Systemen gleich sein, oder?

Bin allerdings noch nie Scheibe gefahren, die einzige Hydraulikerfahrung ist auf die HS33 beschränkt, daher bitte ich um Nachsicht wenn ich total daneben liege.:D

Quietschen liegt an:
- schlechten Adaptern, nicht plangefrästen Schraubflächen usw.
- Belägen, die empfindlich sind
- ungeeignete Paarung Belag/Scheibe

Schleifen liegt an:
- Gabel zu weich (Scheiden, Rohre)
- Schnellspanner/Nabe zu weich
- Bremsscheibe verbogen

und dergleichen mehr.

Ein Rad, welches über eine verwindungsfreie, steife Gabel hat, mit Steckachse versehen ist und ordentlich vorbereitete Montage erlebt hat, schleift nicht. Egal ob Hydro oder Draht.

Einzig der Gustav macht wieder ne Ausnahme, da ist Schleifen im Konzept inbegriffen.

Wenn Schleiferei, dann vorne. Hinten gibt's das quasi nicht wg. Festigkeit des Hinterbaus. Es sei denn, man tritt/stürzt sich die Scheibe krumm :rolleyes: (Was sich aber per Hand wieder richten läßt).

Es gibt Stahlflexhüllen für Draht. Da ist nix mit Druckpunktverlust.

Ausserdem gibt's Menschen, die können mit der teilweise arg digitalen Bremswirkung einer Hydro nix anfangen. Heute auch erlebt. Kumpel mit neuem Rad, neuer Scheibenbremserei - Abflug... Vorne hoffnungslos überbremst.

Und dann gibt's Freaks... Bin einmal auf nem MTB gefahren. Hinten 24", vorne 26", Scheibengrößen um 200 mm, vorne wie hinten, Ansteuerung der Scheiben wie beim Motorrad, Stahlflex und Auslegung auf härtestmöglichen Druckpunkt. Hat sich ein Motocross-Semiprofi so gebaut. Ich bin nach 50 Metern abgestiegen... :ü

Nordisch
24.10.2010, 18:14
An ein Fahrrad gehört keine Hydraulik. Das Gefuddl mit der Gustav M am Tandem und HS11 langt mir haufenweise.


Bin neulich mal ein neues MTB mit HS 11 zur Probe gefahren. Die Bremsleistung fand ich enttäuschend (zumindest in dieser Bremsbelags/Felgenkombi). Da kann man gleich bei einer V-Brake bleiben.

pinguin
24.10.2010, 18:26
Dürfte ne Einzefallbetrachtung sein. Am Tandem, mit 2 Meter Leitungslänge usw. absolut handelsüblich zu erwartende Leistung der HS11, mit Standardbelägen auf guten Mavic-MTB-Felgen.

Ianus
24.10.2010, 19:33
Dürfte ne Einzefallbetrachtung sein. Am Tandem, mit 2 Meter Leitungslänge usw. absolut handelsüblich zu erwartende Leistung der HS11, mit Standardbelägen auf guten Mavic-MTB-Felgen.

Meine Erfahrungen mit einer HS33 QuickSilver waren für mich der Ausschlag, von hydraulischen Bremsanlagen Abstand zu nehmen. Vielleicht ein Montagsmodell, trotzdem eine einzige Katastrophe. Dauergesiff und ewig schwammige Druckpunkte trotz immer neuer Leitungen und Dichtungen.

Zu den Scheibenbremsen muss man noch anfügen, daß man sich ein ganz anderes Bremsverhalten angewöhnen muss, zumindest ich mußte das. Man bremst eher spät und das dann nachhaltig, daher ist ein harter, definierter Druckpunkt für mich essentiel.

Ansonsten möchte ich die Scheiben nicht mehr missen, mein Fahrverhalten ist leider auch aggressiver geworden :confused::D

http://fstatic1.mtb-news.de/img/photos/1/9/5/2/7/3/_/medium/MootsIIMai2010012.jpg (http://fotos.mtb-news.de/p/770067)

RacePHase
24.10.2010, 21:01
Ich als Nischensportler freue mich über die Entwicklung. Bei meinem Rad sind die Verluste durch den langen Seilzug zur hinteren Disc so groß, dass selbst bei penibelster Einstellung ein definierter Druckpunkt bei vertretbar kurzem Hebelweg schlecht zu realisieren ist.
Durch die automatische Belagnachstellung gewinnt man Wartungskomfort. Weiterhin bewegen sich dann auch wieder beide Beläge, während bei den mechanischen Discs konstruktionsbedingt ein Belag fixiert ist, und der andere gegen die Scheibe drückt.
Bild siehe unten - kein gutes, aber watt will ma`machen...

http://fotos.mtb-news.de/p/543120

Nordisch
24.10.2010, 21:22
http://fstatic1.mtb-news.de/img/photos/2/4/9/3/9/_/large/P1030066.JPG




Wat ein Geschoß! :eek:

EDIT

Hast du druckstabile Hüllen verbaut?

pinguin
24.10.2010, 22:05
Öha. Feines Rädchen :applaus:

RacePHase
25.10.2010, 07:44
Hast du druckstabile Hüllen verbaut?

Shimpanso Standard Zughüllen. Die dürften theoretisch druckstabil genug sein - aber der Weg ist mit 3700mm bis hinten recht weit... Da würde Öl schon weiterhelfen.

Nordisch
25.10.2010, 09:21
Shimpanso Standard Zughüllen. Die dürften theoretisch druckstabil genug sein - aber der Weg ist mit 3700mm bis hinten recht weit... Da würde Öl schon weiterhelfen.

Ich würde es erstmal mit den druckstabilen Hüllen probieren. Das bringt schon beim Crosser mit normalen Mini V-Brakes einen guten Vorteil.

Ich wundere überhaupt, dass du diese Hüllen nicht verbaut hast. Wenn ich das richtig verstanden habe, sind diese druckstabilen Hüllen sogar extra für mechanische Scheibenbremsen gemacht worden.
Diese Hüllen sind eine Kombination aus Schalt- und Bremszughülle. Das Kürzen ist etwas aufwendiger, da man selbst mit der passenden Zange keinen sauberen Schnitt hinbekommt. Ich habe daher den Schleifbock bemühen müssen, um die Hülle nach dem Schnitt sauber herunter zu schleifen. Man kann aber immer nur 1-3 Sekunden schleifen, sonst wird die äußere Plastikhülle zu heiß und reißt ein. Habe daher im Wechsel geschliffen und dann die Hülle kurz ins Wasser getaucht. So ging die die Sache recht fix.


Habe die Hülle über einen Crossshop erworben. Woanders habe ich sie noch in keinem Onlineshop gefunden.

pinguin
25.10.2010, 11:16
Ein Dremel tuts auch, dann wenig Hitzeentwicklung, weil das Ding wie Butter durchflitzt.

Nordisch
25.10.2010, 11:32
Ein Dremel tuts auch, dann wenig Hitzeentwicklung, weil das Ding wie Butter durchflitzt.

Hatte halt das an Werkzeug genommen, was ich zur Verfügung hatte.


Kostenpunkt für einen Dremel?

pinguin
25.10.2010, 11:38
Hatte halt das an Werkzeug genommen, was ich zur Verfügung hatte.

Kostenpunkt für einen Dremel?

Ist ja auch richtig so. Dremel war Geburtstagsgeschenk. Selber kaufen würde ich sowas nicht, viel zu geizig. Aber klasse Teil.

Was noch gut geht zum ordentlichen Kürzen eines druckstabilen Zuges: gute Eisensäge. Altes Zugstück rein, dezent im Schraubstock einspannen und dann ritsche-ratsche durch.

dasia
25.10.2010, 13:45
hallo zusammen,

im neuesten Heft der Tour sind 2 Artikel drin über die Scheiben:

1. Crosser und Scheibe
2. RR mit Scheibe, Bremsschaltgriff, Konverter und hydraulische Disk


es kommt die disk sehr positiv weg.

Noch ein paar Artikel in der Art und mehr Leute wollen sie haben.



Grüsse



Dasia

Nordisch
25.10.2010, 14:31
Ist ja auch richtig so. Dremel war Geburtstagsgeschenk. Selber kaufen würde ich sowas nicht, viel zu geizig. Aber klasse Teil.

Was noch gut geht zum ordentlichen Kürzen eines druckstabilen Zuges: gute Eisensäge. Altes Zugstück rein, dezent im Schraubstock einspannen und dann ritsche-ratsche durch.

Preis interessiert schon. Mit dem Dremel lass sich doch auch mit den passenden Aufsätzen Roststellen entfernen oder? (will einen alten Stahlrahmen aufarbeiten)

tvaellen
25.10.2010, 15:23
Am ende ( in 10 Jahren) fahren wir sie doch spazieren mit der gleichen verteilungsrate wie am mtb heute. (scheibe vs. v-brake)
die mtb profis haben damals auch gejammert, dass das nix bringt beim rennen.
wer geht eine wette ein??


bei den MTB Pros ohne Materialsponsor, der ihnen vorschreibt, was für ein Rad sie zu fahren haben, gibt es noch heute genügend, die bei trockenen CC Rennen mit V-Brake unterwegs sind, weil sie dadurch ein paar Gramm sparen.

Patrice Clerc
25.10.2010, 15:28
bei den MTB Pros ohne Materialsponsor, der ihnen vorschreibt, was für ein Rad sie zu fahren haben, gibt es noch heute genügend, die bei trockenen CC Rennen mit V-Brake unterwegs sind, weil sie dadurch ein paar Gramm sparen.Da könnte man doch fast schliessen, dass die CC-Amateure, die selber bezahlen müssen und nur ein Renn-MTB haben, mit Scheibe fahren.

Wird beim Rennrad auch so kommen. (1) :Bluesbrot

(1) Egal, ob man's braucht oder nicht.

tvaellen
25.10.2010, 15:39
Da könnte man doch fast schliessen, dass die CC-Amateure, die selber bezahlen müssen und nur ein Renn-MTB haben, mit Scheibe fahren.

natürlich ist das so. Ich fahre an meinem "Renn-MTB" auch Scheibe, einfach weil es die universellere Lösung ist. Gerade bei Nässe im Gelände sind die Unterschiede schon gigantisch.



Wird beim Rennrad auch so kommen.

Daran habe ich meine Zweifel. MTB Laufräder und Gabeln müssen schon allein wg der Geländetauglichkeit eine bestimmte Stärke haben. Das ist beim Renner anders.

Patrice Clerc
25.10.2010, 16:05
Daran habe ich meine Zweifel. MTB Laufräder und Gabeln müssen schon allein wg der Geländetauglichkeit eine bestimmte Stärke haben. Das ist beim Renner anders.Bremsschalthebel sind (und vor allem: waren bei der Einführung) deutlich schwerer und sind (weiterhin) potentiell anfälliger als die Kombination aus normalem Bremshebel und Unterrohrschalthebel. Und kein Mensch muss schnell schalten können.

Trotzdem haben sich Bremsschalthebel durchgesetzt.

pinguin
25.10.2010, 16:08
bei den MTB Pros ohne Materialsponsor, der ihnen vorschreibt, was für ein Rad sie zu fahren haben, gibt es noch heute genügend, die bei trockenen CC Rennen mit V-Brake unterwegs sind, weil sie dadurch ein paar Gramm sparen.

Ist ja witzig, kürzlich hatte ich ein Gespräch mit jemandem, der seine V's am MTB verteidigte wie nix Gutes und meinte, der Materialverschleiß auch bei Mistwetter sei quasi nicht gegeben :rolleyes: Vermutlich bremst der Mensch nicht oder so gut wie nicht :krabben:

tvaellen
25.10.2010, 19:13
ich bin lange am MTB Canti, V-Brake und HS 33 gefahren. Im Trockenen geht´s scho, wenn du nicht gerade 100 kg wiegst und der wildeste Abfahrer bist, sondern beim Bergabfahren ein bissl das Hirn einschaltest. Da fahre ich dir sogar einen AlpenX mit einer V-Brake.

Aber wenn´s feucht oder gar nass wird, wird es heikel. Meinen ersten AlpenX bin ich mit einer Magura HS33 gefahren, da konntest du bei Regen zusehen, wie sich die Beläge verabschieden.

Nur wog ich damals fast 90 kilo, mein Bike über 13 und ich hatte noch einen 5 kilo Rucksack auf dem Buckel; die Schotterpisten taten ihr übriges. Das ist mit Rennrad fahren nicht mal ansatzweise vergleichbar.

Tristero
25.10.2010, 19:25
Bremsschalthebel sind (und vor allem: waren bei der Einführung) deutlich schwerer und sind (weiterhin) potentiell anfälliger als die Kombination aus normalem Bremshebel und Unterrohrschalthebel. Und kein Mensch muss schnell schalten können.

Trotzdem haben sich Bremsschalthebel durchgesetzt.

Da hat aber niemand auch nur eine Sekunde überlegen müssen, warum die eine Verbesserung sind.

Tristero
25.10.2010, 19:29
Ist ja witzig, kürzlich hatte ich ein Gespräch mit jemandem, der seine V's am MTB verteidigte wie nix Gutes und meinte, der Materialverschleiß auch bei Mistwetter sei quasi nicht gegeben :rolleyes: Vermutlich bremst der Mensch nicht oder so gut wie nicht :krabben:

Na ja, Verschleiß ist mit den richtigen Belägen (eigentlich gibt's nur einen: KoolStop Salmon) wirklich nicht so das Thema.

Der definierte, mit relativ wenig Handkraft zu erreichende Druckpunkt und damit die überragende Dosierbarkeit macht den Unterschied.

rumplex
25.10.2010, 20:18
ich bin lange am MTB Canti, V-Brake und HS 33 gefahren. Im Trockenen geht´s scho, wenn du nicht gerade 100 kg wiegst und der wildeste Abfahrer bist, sondern beim Bergabfahren ein bissl das Hirn einschaltest. Da fahre ich dir sogar einen AlpenX mit einer V-Brake.

Aber wenn´s feucht oder gar nass wird, wird es heikel. Meinen ersten AlpenX bin ich mit einer Magura HS33 gefahren, da konntest du bei Regen zusehen, wie sich die Beläge verabschieden.

Nur wog ich damals fast 90 kilo, mein Bike über 13 und ich hatte noch einen 5 kilo Rucksack auf dem Buckel; die Schotterpisten taten ihr übriges. Das ist mit Rennrad fahren nicht mal ansatzweise vergleichbar.

Na ja, dieses Jahr 2 Tage im Regen bei Velopopes "Allgäurundfahrt" mit V-Brakes. danach waren die Beläge futsch.:D

Straße wohlgemerkt und ich wiege 67kg.

geod
25.10.2010, 20:54
Ich würde es erstmal mit den druckstabilen Hüllen probieren.

Habe die Hülle über einen Crossshop erworben. Woanders habe ich sie noch in keinem Onlineshop gefunden.

Kannst Du mal sagen um welche Hüllen es sich handelt? Würde die ggf. gerne probieren wenn ich mir ein zweites Rad mit BB7 Road aufbaue.

Das Tandem sieht echt gut aus!

geod

Patrice Clerc
25.10.2010, 20:56
Da hat aber niemand auch nur eine Sekunde überlegen müssen, warum die eine Verbesserung sind.

Ach was! Das wurde damals ganz ähnlich diskutiert und wenn's schon Foren in dieser Art gegeben hätte, dann wären tausende von Postings mit dem genau gleichen Grundton zustande gekommen.

Was genau ist denn der Vorteil von Bremsschalthebeln? Die brauchts überhaupt nicht. Der gute Rennfahrer (Abfahrer) fährt dir mit Rahmenschalthebeln, friktionsgeschaltet (Felgenbremsen - ach was: Cantis!) problemlos um die Ohren!

:Bluesbrot

Wonko
25.10.2010, 21:58
Ach was! Das wurde damals ganz ähnlich diskutiert und wenn's schon Foren in dieser Art gegeben hätte, dann wären tausende von Postings mit dem genau gleichen Grundton zustande gekommen.


Das Usenet (und die "Tiernetze" ;) ) gab es damals immerhin schon, wenngleich es sehr viel schwerer war, Zugang zu bekommen und das Niveau (vermutlich deswegen) erkennbar höher war.

Viele Beiträge aus der Zeit, als Brems/Schaltgriffe eingeführt wurden, sind aber leider auch in Usenet-Archiven nicht zu finden. Ich fürchte, da sind viele Artikel schlichtweg gelöscht worden - das war ja nie als dauerhaftes Medium gedacht.

Zufällige Fundstücke beim Stöbern in den Beiträgen aus 1991:

Im Thread "STI; why not all electric?" [1] wurde die DI2 damals gedanklich bereits vorweggenommen.

Aus dem Thread "8 Speed Rear Derailleurs" [2] stammt die Frage: "One question for you: Is it worth the extra weight, cost and maintence to have a extra speed? I found it wasn't and got 7 speed... ".

Und schließlich: in der Übersicht "Pseudo-Summary Of Recent Traffic" [3] kommt das Dauerbrenner-Thema "Shaving" auf Platz 2. :rolling:

Erstaunlich, wie wenig sich in zwei Jahrzehnte getan hat.

[1] ab <news:PELEGRI.91Jun10091146@calterra.eng.sun.com>
[2] ab <news:1991Mar1.160141.18089@ccu.umanitoba.ca>
[3] <news:17441@sdcc6.ucsd.edu>

Nordisch
25.10.2010, 22:16
Kannst Du mal sagen um welche Hüllen es sich handelt? Würde die ggf. gerne probieren wenn ich mir ein zweites Rad mit BB7 Road aufbaue.




Ich weiß nicht wie sie heißen. Bezug war crossladen.de. Habe auch nur direkt angefragt.

SF_
25.10.2010, 22:18
Vieles was hier als Negativpunkt für die Felgenbremse angeführt wird, ist zwar richtig, aber kein prinzipielles Problem.

Verschleiß: Die Shimano Bremsbeläge (105er oder Ultegra?), die ich mir vor wenigen Jahren für Stadträder gekauft hatte, waren alle von ungenügender Qualität. Ich habe deshalb keinen Grund dazu, Aussagen von anderen Forumsteilnehmern anzuzweifeln, daß man solche oder „qualitativ“ vergleichbare Beläge bei einer Paßabfahrt wegbremsen kann. Zwar sehr traurig, wenn so etwas für den Massenmarkt verkauft wird, ändert aber trotzdem nichts daran, daß gute Bremsbeläge ca. 2 Größenordnungen länger halten (z. B. alte Shimano 600, Record von Mitte / Ende der 90er).

Bremskraft: mit langen Bremszangen ein Problem. Für Rennrad mit Recordbremskörpern für mich auf Asphalt kein Problem bis ca. 150 kg Systemgewicht – mehr hatte ich noch nie dabei. „Nachteil“: mit Schutzblech passen maximal noch 23er Reifen; aber breitere Reifen brauche ich nicht.

Dosierbarkeit: habe ich kein Problem, mein Trick: ich drücke stärker, wenn es zu wenig bremst und weniger stark, wenn es zu viel ist.

Fehlen einer bequemen Haltung bei langen (Schotter-)abfahrten: Hilfsbremshebel erlauben sogar Oberlenkerhaltung (in meinem Fall: Steinzeit-Weinmann – gibt es aber auch für Schaltbremshebel).

Verschleiß an Felgen: ist bei mir ein Problem und hat dazu geführt, daß sowohl meiner Frau als auch mir schon ein Laufrad am Stadtrad weggebrochen ist (dort wird das Material vom Reisrad hin aussortiert, was für Abfahrten nicht mehr sicher genug ist) – mit regelmäßiger Kontrolle wäre das nicht passiert, ist aber auch lästig. Mögliche Abhilfe: Keramikfelge. War bei mir 1 Mal ein Reinfall, weil Keramik abgeplatzt ist. Ich gebe Mavic nun aber noch Mal eine Chance und habe mir vor ein paar Wochen wieder eine Keramikfelge einbauen lassen.

Hitzetod für Reifen: hatte ich noch nie (Erfahrung: die meisten asphaltierten Alpenpässe > 2000; Pyrenäen).
Hitzetod für Schläuche: hatte ich bisher nur durch Ablösungen an Flickstellen – konnte mit deutschem Flickzeug (Name vergessen – tiptop??- grüne Schachtel) aber auch sonstwo im Hochsommer bei > 40°C Lufttemperatur im Schatten passieren. Abhilfe: französisches Flickzeug (gelbe Schachtel) oder keine geflickten Schläuche verwenden.

Hitztod für Felgenband: hatte ich noch nie, wenn ich damit Probleme hätte, würde ich Veloplugs probieren. Lieber wäre mir trotzdem eine durchgängige Metallverbindung mit eingebauten Nippeln, weil die eh „nie“ kaputt gehen. Gibt es aber nicht an Keramikfelge.

Spezielle Probleme mit Carbonfelgen: da ich keine solche Felge habe, kann ich dazu nichts sagen.

Prinzipiell habe ich nichts gegen Scheibenbremsen, ich glaube nur nicht, daß ich z. Zt. ein Hinterradmodell finde, das zu meinen Schraubkranznaben paßt.