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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wiederholter Speichnausriß



ritzeldompteur
06.04.2004, 21:19
Ein kumpel von mir hat mich grade angerufen, er hatte schon wieder einen speichenbruch.

also: er hat ein recht gutes corratec-trekkingrad, laufräder sind vielleicht/wahrscheinlich corratec-hausmarke, das weiß ich nicht genau, aber auf jeden fall 32-speichig.

nachdem er letztes jahr schon probleme mit dem hinteren laufrad hatte, eben speichenbrüche, hat er es (wieder) zu seinem händler gebracht, der hat das lager gewartet und neu eingestellt und das laufrad komplett neu eingespeicht. dieser händler ist ganz gut, macht v.a. viel mit rennrädern.

nun, eben nach ca 50km straßenfahrt ohne übermäßig viel schlaglöcher, etc. wieder speichenbruch, genauer: die speiche ist an der nabe, wo sie eingehängt ist, abgebrochen, besser der kopf dort ist abgerissen.

nun die frage, woher kann das kommen? er ist jetzt auch nicht so schwer (knapp über 80kg) und hatte sonst bei seinen anderen rädern nie probleme mit speichen, und 32 werden doch wohl ausreichen?

hat jemand eine idee, woran das liegen könnte, daß sie genau an der nabe ausreißt?

weil ihn das jetzt aufregt, daß ihm das schon wieder passiert ... macht da der händler was falsch?

danke

Fabian
06.04.2004, 21:27
Vielleicht paßt der Winkel der Nabenflansche nicht so ganz zum Winkel der Speichen im Laufrad. Dadurch gibt es einen Auflagepunkt an einer Flanschkante. Die Kraft wird somit nicht über den ganzen Speichenbogen auf die Nabe übertragen.
Die Speiche wird dabei überbelastet und es entsteht eine Art Sollbruchstelle. Hat man früher auch mal den tune-Naben nachgesagt und vielen anderen Custom-Naben.
Meine Vermutung.

Gruß
Fabian

ritzeldompteur
06.04.2004, 21:47
Original geschrieben von Fabian
Vielleicht paßt der Winkel der Nabenflansche nicht so ganz zum Winkel der Speichen im Laufrad. Dadurch gibt es einen Auflagepunkt an einer Flanschkante. Die Kraft wird somit nicht über den ganzen Speichenbogen auf die Nabe übertragen.
Die Speiche wird dabei überbelastet und es entsteht eine Art Sollbruchstelle. Hat man früher auch mal den tune-Naben nachgesagt und vielen anderen Custom-Naben.
Meine Vermutung.

Gruß
Fabian

danke, ich sags ihm mal

LKG
06.04.2004, 22:49
Oder die Speichenlöcher sind zu groß für den Speichenkopf. Nicht mehr als 0,4 mm Differenz ! Der Kopf arbeitet und reißt irgendwann ab. Lösung sind Speichenkopfunterlegscheiben. Hat nicht jeder Händler, arbeitet nicht jeder mit.
Oder die DT-Speichen Alpine III mit 2,34 mm am Kopf verwenden.
Aber 50 km sind wirklich wenig. 32 Speichen reichen locker bei 80 kg. Auch bei flachen Felgen.

Gruß LKG

surfer
07.04.2004, 13:29
@ritzeldompteur

... habe eben mal in der "Bibel" für Laufräder nachgelesen und da folgendes gefunden:
"Ursache des Speichenbruches ist immer nur die Unruhe des Speichengerüstes im Laufrad".
Gründe hierfür können sein:
- Spiel zwischen Nabeloch und Speiche
- Zu schwache Speichenvorspannung
Lösung:
- Unterlegscheibe am Speichenkopf verwenden, ggf. die Nabenlöcher messen (2mm Speichen Durchmesser mit 2,3mm Bohrungsdurchmesser).
- Nabe austauschen wenn die Böhrungen zu groß sind.
- Speichenvorspannung erhöhen (Tensiometer von DT verwenden)


surfer