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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leichtes MTB oder Crosser für das Wintertraining?



marcofibr
05.03.2011, 11:33
Was findet ihr besser im Winter und auf dem Weg zur Arbeit?
Crosser oder leichtes MTB mit Carbongabel und leichten Reifen?

HeFra
05.03.2011, 11:49
Crosser wegen der verschiedenen Griffpositionen, kommt aber auf dei Strecke an.

855
05.03.2011, 12:37
welche Strecken, km-Zahl, Schutzbleche und Licht, Tatzen oder Klick?
sonst zu pauschal...

marcofibr
05.03.2011, 13:19
Strecke ist ca.40-60km. Schutzbleche muss nicht, macht es aber angenehmer.
Licht habe ich am Helm.

Patrice Clerc
05.03.2011, 15:34
Die beschriebenen Räder sind beide fürs Wintertraining resp. den Arbeitsweg geeignet.

Entscheidender ist eher, wozu das Rad sonst noch benutzt werden soll. Z. B. richtige MTB-Touren mit anderen Reifen, dann halt MTB. Oder reine Strasseneinsätze oder Cross-Rennen, dann Crosser. Falls diese Frage nicht richtig beantworten werden kann ("unentschlossen"), dann kann man auch einfach kaufen, worauf man mehr Lust hat oder eine Münze werfen.

marcofibr
05.03.2011, 17:25
Das Rad soll nur dafür genutzt werden.

Sind noch genug andere Räder im Keller. :)

Ianus
05.03.2011, 17:33
Ich halte den Cyclocrosser für das flexiblere Rad. Auf meinen zugegebenermaßen mit alten Race-Geometrien versehenen Hardtails möchte ich nicht ohne Not mehr als 40km fahren müssen ;):D Aber es gibt ja auch die aktuellen Tourenchopper mit 120mm Federgabeln, das macht es dann wieder komfortabel :Bluesbrot

schlappeseppel
05.03.2011, 17:34
Wenn Wege zurückzulegen sind, ganz klar ein Crosser.

Obelix1
05.03.2011, 18:58
Ich würde das MTB empfehlen da ein Crosser mit seinen dünnen Reifen bei Schnee eher an seine Grenzen stößt.

Crossritter
05.03.2011, 19:50
Ich würde das MTB empfehlen da ein Crosser mit seinen dünnen Reifen bei Schnee eher an seine Grenzen stößt.

Meinst Du.:D

Obelix1
05.03.2011, 20:41
Ich habe es halt schon ziemlich offt erlebt das mein Kumpel mit seinem Crosser im vorverdichteten Schnee (Reifenspur eines Pkws ) auf der Landstraße absteigen und schieben musste :D, währen ich mit meinen 2,4 Zoll breiten auf 1 Bar befüllten MTB Downhillreifen ohne Probleme kritische Stellen durchfahren konnte.

Crossritter
06.03.2011, 08:47
Ich habe es halt schon ziemlich offt erlebt das mein Kumpel mit seinem Crosser im vorverdichteten Schnee (Reifenspur eines Pkws ) auf der Landstraße absteigen und schieben musste :D, währen ich mit meinen 2,4 Zoll breiten auf 1 Bar befüllten MTB Downhillreifen ohne Probleme kritische Stellen durchfahren konnte.

Hab ich letzte Woche erst umgekehrt erlebt.:D

Von daher sollte die Wahl dem eigenen Fahrvermögen angepasst werden.
Ein Crosser verzeiht allerdings keine Fahrfehler, die ein MTB eher wegsteckt.

Toxxi
06.03.2011, 10:49
Was findet ihr besser im Winter und auf dem Weg zur Arbeit?
Crosser oder leichtes MTB mit Carbongabel und leichten Reifen?

Für den Arbeitsweg würde ich gar keine Carbonteile am Rad wollen. Und durch die Stadt macht sie ein MTB auf jeden Fall besser als ein Crosser (Bordkanten, Straßenbahnschienen etc.). Fürs Wintertrainng auf der Straße und zum Kilometerschrubben finde ich den Crosser besser.

Ich besitze beides und nutze wie oben angegeben.

Und zum Thema "leichtes MTB": Eine Trainingsrad kann ruhig schwer sein.

Kjeld
06.03.2011, 22:23
Bin auch für MTB. Die dicken Reifen bringen einfach mehr Komfort, und den braucht man in einer Stadt mit vielen benutzungspflichtigen und hundsmiserablen Radwegen (Hamburg).

Ich habe dafür ein altes Stahlrennrad und ein Titan - MTB mit 80 mm - Federgabel (alte Judy) zur Auswahl; meistens gewinnt das MTB. :D

kettenteufel
07.03.2011, 09:16
ganz klar Crosser: lange flache Strecken sind damit angenehmer zu fahren.

da ein crosser größer Räder hat kann man damit genau so gut Bordsteinkanten hoch fahren, und Straßenbahnschienen sind auch kein Problem

marcofibr
07.03.2011, 10:12
Bin auch für MTB. Die dicken Reifen bringen einfach mehr Komfort, und den braucht man in einer Stadt mit vielen benutzungspflichtigen und hundsmiserablen Radwegen (Hamburg).

Ich habe dafür ein altes Stahlrennrad und ein Titan - MTB mit 80 mm - Federgabel (alte Judy) zur Auswahl; meistens gewinnt das MTB. :D

Titan wäre auch meine Wahl, aber kostet der Spaß leider immer min. 1000€!

kap0ttnik
07.03.2011, 10:19
Das MTB hat mich durch den Winter gerettet. Vor allem im schneereichen Dezember wäre ich mit dem Crosser nicht überall durchgekommen.

Müsing
07.03.2011, 10:29
Das MTB hat mich durch den Winter gerettet. Vor allem im schneereichen Dezember wäre ich mit dem Crosser nicht überall durchgekommen.

meinst du denn, dass die breiteren reifen besser durch den schnee gehen?

Patrice Clerc
07.03.2011, 10:37
meinst du denn, dass die breiteren reifen besser durch den schnee gehen?

Durch den Schnee eher nicht. Aber wenn der Schnee gepresst und oberflächlich leicht vereist ist - wie oftmals auf Nebenstrassen oder Waldwegen, dann sind breitere Reifen und breitere Lenker eindeutig im Vorteil.

Toxxi
07.03.2011, 11:08
ganz klar Crosser: lange flache Strecken sind damit angenehmer zu fahren.

da ein crosser größer Räder hat kann man damit genau so gut Bordsteinkanten hoch fahren, und Straßenbahnschienen sind auch kein Problem

Einspruch!!!

Klar kann man mit dem Crosser und sogar mit dem Rennrad über Straßenbahnschienen fahren, wenn man es kann und sich entsprechend konzentriert. In einer vollen Stadt, in der Fußgänger von links nach schräg laufen ohne zu gucken, trantütige Taxifahrer plötzlich abbiegen etc. bleibt für die oft auch noch im spitzen Winkel laufende Straßenbahnschiene meist nur noch ein kleiner Rest an Konzentration übrig. Und die 35mm-Reifen vom Corsser können sich sehr wohl noch in die Schiene haken.

Bei einem MTB mit 50er-Reifen ist das alles egal, die passen nicht in die Schiene rein. Da ist die Sturzgefahr einfach geringer. In der Stadt fahre ich in aller Regel mit dem MTB. Den Crosser nehme ich nur, wenn relativ lange Strecken mit wenig Kreuzungen und/oder Radwegen dabei sind.

Dass für lange Strecken zum Training der Crosser angenehmer ist - keine Frage, da stimme ich voll zu. Das schwerere MTB bringt aber mehr Trainingseffekt.

Müsing
07.03.2011, 11:15
Durch den Schnee eher nicht. Aber wenn der Schnee gepresst und oberflächlich leicht vereist ist - wie oftmals auf Nebenstrassen oder Waldwegen, dann sind breitere Reifen und breitere Lenker eindeutig im Vorteil.

komisch, bei uns sind waldwege oft mit neuschnee bedeckt. bei eis kann ich semi-slicks oder reifen mit spikes empfehlen;)

Patrice Clerc
07.03.2011, 11:24
komisch, bei uns sind waldwege oft mit neuschnee bedeckt. bei eis kann ich semi-slicks oder reifen mit spikes empfehlen;)

Das ist die immer wieder erlebte, vereinfachte Wahrnehmung von Schnee. Sobald jemand über den Schnee gewandert oder gefahren ist, wird die Oberfläche erstmal hart und relativ unregelmässig. Wenn die Temperaturen an der Schneeoberfläche kurz über null wurden, z. B. weil die Sonne drauf schien, gefriert in der kalten Nacht die Feuchtigkeit und der Weg vereist langsam.

Pulvriger Neuschnee ist meiner Erfahrung nach mit breiten Reifen auch besser zu fahren. Der einzige Schnee, der IMO mit dem Crosser leichter zu fahren ist, ist der relativ nasse, schwere Neuschnee, der bei Temperaturen um null Grad gefallen ist. Überall sonst wird das MTB (also ein Rad mit breiten Reifen und breitem Lenker, kann teilweise auch mit Crossern erreicht werden) vorteilhaft sein.

Patrice Clerc
07.03.2011, 11:27
Einspruch!!!

Klar kann man mit dem Crosser und sogar mit dem Rennrad über Straßenbahnschienen fahren, wenn man es kann und sich entsprechend konzentriert. In einer vollen Stadt, in der Fußgänger von links nach schräg laufen ohne zu gucken, trantütige Taxifahrer plötzlich abbiegen etc. bleibt für die oft auch noch im spitzen Winkel laufende Straßenbahnschiene meist nur noch ein kleiner Rest an Konzentration übrig. Und die 35mm-Reifen vom Corsser können sich sehr wohl noch in die Schiene haken.

Bei einem MTB mit 50er-Reifen ist das alles egal, die passen nicht in die Schiene rein. Da ist die Sturzgefahr einfach geringer. In der Stadt fahre ich in aller Regel mit dem MTB. Den Crosser nehme ich nur, wenn relativ lange Strecken mit wenig Kreuzungen und/oder Radwegen dabei sind.
Bis hier weitgehende Zustimmung



Dass für lange Strecken zum Training der Crosser angenehmer ist - keine Frage, da stimme ich voll zu.Das hängt vom MTB ab. Das oben suggerierte MTB mit starrer Carbon-Gabel wird vermutlich auch auf langen, flachen, gleichmässigen Strecken gut genug zu fahren sein.



Das schwerere MTB bringt aber mehr Trainingseffekt.Der Trainingseffekt hängt nur von Intensität und Zeit ab. Falls man mit dem langsameren Rad - falls es denn wirklich langsamer ist, siehe oben - die gleiche Strecke mit gleicher oder höherer Intensität fährt, dann wird der Trainingseffekt tatsächlich steigen. Sonst nicht.

Toxxi
07.03.2011, 13:04
Das hängt vom MTB ab. Das oben suggerierte MTB mit starrer Carbon-Gabel wird vermutlich auch auf langen, flachen, gleichmässigen Strecken gut genug zu fahren sein.

Ach so, ich ging natürlich schon von Starrgabel aus. :) Dass sich eine Federgabel beim Kilometertrainng auf der Straße *zensiert* fährt, ist völlig klar. Auf meinem MTB ist die Sitzposition einfach anders. Auf dem Crosser sitze ich tiefer nach vorn gebeugt. Da bekomme ich mehr Druck auf die Pedale und bin aerodynamischer.

Obendrein habe ich den subjektiven Eindruck, dass die 622x35 mit 4 bar leichter rollen als die 559x50 mit 3 bar. Profilierung ist etwa gleich. Nachgemessen habe ich den Rollwiederstand aber nie.


Der Trainingseffekt hängt nur von Intensität und Zeit ab. Falls man mit dem langsameren Rad - falls es denn wirklich langsamer ist, siehe oben - die gleiche Strecke mit gleicher oder höherer Intensität fährt, dann wird der Trainingseffekt tatsächlich steigen. Sonst nicht.

Soviel Intelligenz natürlich vorausgesetzt. :D