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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kinderanhänger am Rennrad?



PolarSun
02.05.2011, 17:57
Nutzt Ihr Euren Kinderanhänger (wie haben einen Chariot Cougar) auch am Rennrad? Laut Bedienungsanleitung ist so ein Anhänger freilich nur für Fahrräder zugelassen, die für das Ziehen entsprechender Lasten geeignet sind. Der Zweck des Rennrads ist natürlich grundsätzlich erst mal ein ganz anderer. Doch wie sieht das in der Praxis aus? Welche (Langzeit-) Erfahrungen konntet Ihr mit dieser Kombination sammeln?

Ich hatte mir bis jetzt gedacht das geht schon. Aber es ruckelt doch ganz schön - gerade beim Beschleunigen/bergauf (das Kriterium eine Steigung als "Berg" einzuordnen, sinkt mit Anhänger samt Kind übrigens signifikant :)) und das Gewicht ist auch nicht ganz ohne - schließlich ziehen 20, 30 oder mehr kg an der Achskupplung. Ist diese Belastung auf Dauer vielleicht zuviel? Sehr massiv ist das Stahlgestänge an den Ausfallenden nun nicht gerade. Dabei geht es mir in erster Linie um die Sicherheit unseres Kindes und nur nachrangig um den alten Stahlrahmen (Basso Gap). Muß ich mit Materialermüdung/Bruch oder Verformungen durch die Belastung rechnen oder sind diese Sorgen unbegründet? Mit dem Carbon-Rahmen will ich den Anhänger eh nicht bewegen und ein anderes Velo hab ich leider nicht / müßte ich mir erst kaufen.

Gruß,
PolarSun

pinguin
02.05.2011, 18:31
Bekannte zieht nen Kinderanhänger hinter irgendnem teuren Scott-Plastikding her. In Plastikrohr eingeklebte Ausfallenden... :eek:

Ich warte auf den Tag, an dem ihr Kind mitsamt Anhänger unkontrolliert in den Verkehr rauscht...

PAYE
02.05.2011, 18:41
Burschi hatte da mal einen RR-Lastesel in seiner Bike-Galerie (http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?t=217766)drin, leider sind die Pics mittlerweile nicht mehr verfügbar.

homertom
02.05.2011, 18:41
Ich nehme den Crosser nun schon beim zweiten Zwerg und es gibt kein Problem. Ist ein Alurahmen, Carbon würde ich allerdings verschonen von den Kräften. Viel Spaß bei diesem sehr guten Training :)!

Tristero
02.05.2011, 18:47
Hier lief doch neulich ein Thread, in dem jmd. mit Kind einen AlpenX gefahren ist.

Ich sehe jedenfalls immer wieder Gespanne. Selbst habe ich Ende letztes Jahr ein, zwei kürzere Touren gemacht, dann wurd's zu kalt. Dieses Jahr leider erst eine. Verwende auch einen alten Stahlrahmen und sehe das relativ unkritisch.

PAYE
02.05.2011, 18:52
Hier lief doch neulich ein Thread, in dem jmd. mit Kind einen AlpenX gefahren ist.

...

Voila:

http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?t=222576

Regengott
02.05.2011, 18:58
Ich nutze meinen Ridley Crosser. Das klappt gut, der Rahmen ist aber auch sehr massiv. An meinen Carbonrahmen würde ich das Ding auch nicht hängen. Langzeiterfahrungen habe ich noch nicht aber ich habe schon viele mit Anhänger gesehen. Das sollte schon funktionieren. Sorgen würde ich mir eher um die LR machen. Die werden nämlich auch ordentlich belastet. Evtl. noch einen breiteren Reifen montieren. Je mehr Gummi man auf der Straße hat, desto besser hat man die Fuhre im Griff.

PolarSun
02.05.2011, 19:02
Burschi hatte da mal einen RR-Lastesel in seiner Bike-Galerie (http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?t=217766)drin, leider sind die Pics mittlerweile nicht mehr verfügbar.

Meine Güte, das steht nur noch R.I.P.! :eek: Soweit mir Burschis Werke noch in Erinnerung sind, würde ich mit Anhänger ohnehin gebührenden Abstand halten.

@homertom
Das mit dem guten Training kann ich bereits gut nach der ersten Mini-Runde nachvollziehen. Ich habe mich ja wegen Kind (immer gute Ausrede) und Faulheit (kommt nicht so gut) mit dem Training seit 1,5 Jahren deutlich zurückgehalten, um nicht zu sagen jede unnötige Form von Bewegung eingestellt (und damit auch die Aktivität hier im Forum). Das kotzt mich mittlerweile aber selbst an und dank Anhänger fällt nun die einzig akzeptable Ausrede weg. Es sei denn Ihr gebt mir eine neue - wobei Sicherheitsbedenken selbstverständlich mehr als eine Ausrede sind.

Eine Alternative wäre halt noch so ein Jogging-Set für den Chariot zu kaufen, doch Radfahren ist einfach mehr mein Ding. Ich möchte es aber nicht um jeden Preis erzwingen und jedes Mal mit Bedenken (Wird das alles halten?) im Hinterkopf losfahren.

lotusbleu
02.05.2011, 19:12
Da gab es mal die Geschichte vom englischen opa der eine Anhängerkupplung am e-Type hat und selbstverständlich den Wohnwagen dran hatte............

PolarSun
02.05.2011, 19:17
Hier lief doch neulich ein Thread, in dem jmd. mit Kind einen AlpenX gefahren ist.

Ich sehe jedenfalls immer wieder Gespanne. Selbst habe ich Ende letztes Jahr ein, zwei kürzere Touren gemacht, dann wurd's zu kalt. Dieses Jahr leider erst eine. Verwende auch einen alten Stahlrahmen und sehe das relativ unkritisch.


Voila:

http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?t=222576

Danke für die Info und den Link. Das les ich mir gleich mal durch.

@Regengott
Auf dem Stahlrenner sind sowieso 25er (GP4000) drauf. Vielleicht würden auch noch 28er knapp durch die Bremse passen, je nachdem wie breit/hoch die ausfallen. Oder meinst Du die Stabilität der LR im Allgemeinen sollte höher sein? Ich habe nur eher filigranere, selbstgestrickte LR (28 Loch, einfach geöste DT Swiss RR 1.1, Comp/Revo, Messingnippel auf Antriebsseite, Record Nabe), da ich selbst eher ein Leichtgewicht bin.

PolarSun
02.05.2011, 19:39
Da gab es mal die Geschichte vom englischen opa der eine Anhängerkupplung am e-Type hat und selbstverständlich den Wohnwagen dran hatte............

Naja, dem ging es vielleicht ähnlich wie mir; er wollte mit dem ihm zur Verfügung stehenden Equipment eine praktikable Lösung erreichen. Wobei in diesem Fall wohl die Analogie zu Leichtbau-Carbonrenner mit Kinderanhänger passender wäre. Doch mit dieser Kombination würde ich mir selbst an der Eisdiele sonderbar vorkommen. "Schnelles" Material ist mit Anhänger freilich ohnehin verlorene Müh' - man fährt deutlich langsamer oder deutlich angestrengter (und kürzer) oder beides. Man mag jetzt einwenden, damit die optimalen Voraussetzungen für eine Materialschau vorzufinden - doch so ein kleines, niedlich brabblendes Kind lenkt einfach jede Aufmerksamkeit vom Equipment auf sich selbst um. Es wirkt wie ein Scharzes Loch für Hinneigung jeglicher Art und weist einen durchaus beträchtlichen Ereignishorizont auf. :D

vli
02.05.2011, 22:57
Hi Folks,
unsere beiden Kröten sind zwar schon ein wenig größer und fahren jetzt selber...

Sowohl am MTB als auch am Cannondale CAAD3 hatten wir den Chariot Captain montiert.

Geht bei beiden Rädern gleichermassen gut.
Vorteil vom MTB ist die geeignetere Übersetzung am Berg.

Tipp: Ein voller Hänger am Renner schult den runden Tritt ungemein.

Gruß Volker

geod
03.05.2011, 02:03
Ich hab's mal mit dem Hänger (Burley d'lite) am RR versucht. Es klappt, ja.
Aber die Bedürfnisse wie kürzere Strecken, Pausen, zwangsweise langsamer unterwegs sein, bevorzugte Suche nach ruhigen Wegen möglichst ohne Autos lassen das RR insgesamt nicht als geeignetes Zugerät sinnvoll erscheinen.

Dazu kommt, dass ich das Gefühl hatte dass der beim bremsen in einer leichten Kurve schiebende Hänger die Reserven die Reifenhaftung zB bei feuchtem Laub unnötig ausreizt. Mit 28 oder 32 Conti Sport Contact oder Marathon fühlte ich mich deutlich wohler.

Insgesamt gewöhnte ich mir eine rundere Fahrweise an, das Ruckeln ist teilweise doch ganz extrem.

Technisch sollte das gehen am Stahlrahmen.

Grüße
geod

mcwipf
03.05.2011, 09:40
Ich hatte unseren Hänger (Croozer) anfangs auch am Crosser, allerdings gings mir wie meinem Vorredner. Techn. gesehen kein Problem, aber beim bremsen fand ich das teilweise schon grenzwertig, und geeignete, veerkehrsarme Wege sind auch mit dem Crosser Mangelware, bei uns zumindest.
Hab den Hänger jetzt am MTB mit Scheibenbremsen, ist bei unserer hügeligen Gegend auch von der Übersetzung her wesentlich praxisgerechter.

Das größte Problem das ich allerdings hab, ist der Zeitfaktor. Länger als max. 1,5 h macht meine kleine das im Hänger nicht mit, dann geht das Geschrei los (Hunger, Durst, Eis, zu warm, zu kalt, langweilig....). Wie ist das bei euch so mit euren Zwergen?

Nomade
03.05.2011, 10:36
Meine Frau und ich haben im letzten Jahr eine 8-tägige Radtour durch das Altmühltal und am Donau-Radweg entlang gemacht, allerdings mit Hunden. Der Crosser hat den Hundehänger samt 40kg-Hund hervorragend bewältigt. Selbst auf einer 18%-igen Abfahrt konnte ich mit Hänger und Hund ordentlich Bremsen. Der Hunde-Hänger selbst hatte leider keine Deichselbremse. Bei Kinder-Hängern wäre die aber sicherlich nicht die schlechteste Investition.

Wenn Hänger und Kind nicht allzu schwer sind, geht das bestimmt auch mit dem Rennrad. Mit zunehmendem Gewicht wirken allerdings auch ordentliche Kräfte auf das Rad ein.

08fuffzehn
03.05.2011, 10:47
Ich hab's mal mit dem Hänger (Burley d'lite) am RR versucht. Es klappt, ja.
Aber die Bedürfnisse wie kürzere Strecken, Pausen, zwangsweise langsamer unterwegs sein, bevorzugte Suche nach ruhigen Wegen möglichst ohne Autos lassen das RR insgesamt nicht als geeignetes Zugerät sinnvoll erscheinen.

...
Grüße
geod


Seh ich auch so. Mit so nem Pupser hintendran fährst Du (oder zumindest ich) normalerweise eh nicht länger als max. ne halbe Stunde, dann ist sowieso anhalten angesagt (Hunger, Durst, Langeweile usw.). Da sind ein trekkingrad oder ein MTB praktischer.
Mir ist eh rätselhaft, wie man mit kleinen Kindern im Hänger stressfrei längere Touren über mehrere Stunden hinkriegt (für eine 1-Stundentour brauche ich kein RR). Ich hab insgesamt 3 kids der Reihe nach mit Anhängern ans Radfahren gewöhnt. Wirklich entspannend waren Touren nie, die länger als 2 - 3 Stunden dauerten - ausser eben, man machte ständig Pausen.

Regengott
03.05.2011, 11:49
Ich versuche meine Ausfahrten mit dem Mittagsschlaf meiner Kleinen zu verbinden. Das verschafft mir 1-1,5 Std. Ruhe. Aber dann muss eine Pause zum krabbeln und essen her. Ist auch klar. Ich wäre auch nicht gerne über Stunden in einem Sitz festgezurrt. Da ich meinen Crosser nutze, kann ich für Pausen gut in einen Wald abbiegen. Hier in Nordniedersachsen sind die Möglichkeiten dafür ziemlich gut. Meistens kommen so 40 - 50 km zusammen. Damit können wir beide gut leben.

@ Ich meinte sowohl einen breiten Reifen, als auch ein stabiles LR. Ob Deins hält, muss Dir die Praxis zeigen. Ich probiere es gerade mit Aksiums und bin gespannt, ob die halten.

pinguin
03.05.2011, 12:11
Das größte Problem das ich allerdings hab, ist der Zeitfaktor. Länger als max. 1,5 h macht meine kleine das im Hänger nicht mit, dann geht das Geschrei los (Hunger, Durst, Eis, zu warm, zu kalt, langweilig....). Wie ist das bei euch so mit euren Zwergen?

Genauso. Im Hänger daher i.d.R. Spielzeug (Ball, Federballspiel, ein kleiner Lenkdrache usw.) bzw. Spielplätze anfahren und dort dann Gaudi machen ist halt angesagt. Für mich steht dann eh nicht das Fahren im Vordergrund.

Ich hoffe, es dauert nimmer soooooo lange, dass meine Zwergin nen Meter Sechzig hat. Damit passt sie näml. auf das Tandem und dann wird es wieder richtig spaßig.

08fuffzehn
03.05.2011, 13:08
...

Ich hoffe, es dauert nimmer soooooo lange, dass meine Zwergin nen Meter Sechzig hat. Damit passt sie näml. auf das Tandem und dann wird es wieder richtig spaßig.

Ja, die wird sich bedanken: "Alle meine Freundinnen dürfen spielen, bummeln gehen, sich mit Freunden treffen - nur ich, ich muß immer mit meinem voll peinlichen Vater mit dem total uncoolen Rad rumfahren :ü. Der merkt´s echt nicht :ü".


Birdman
03.05.2011, 13:34
Ob "längere" Touren möglich sind oder nicht, kommt tatsächlich sehr aufs Kind an. Meine jetzt 4-Jährige war immer recht schnell nach dem Aufwachen nörgelig, meine 2- Jährige dagegen schläft sofort nach dem Losfahren ein und selbst nach dem Aufwachen genießt sie noch für längere Zeit das durch die Gegend gefahren werden.

Einen zweispurigen Anhänger würde ich in der Tat nicht am Rennrad fahren wollen. Das Fahrgefühl bei kleineren Mini-Anstiegen und beim Anfahren ist bei unseren Familienausflügen mit Stadtrad oder MTB mit einem zweisitzigen Chariot Cougar schon extrem. Zudem muss man sich trotz Federung m. E. durch die drei Fahrspuren (Zugrad + 2x Hänger) immer entscheiden, wer jetzt durch die Schlaglöcher rumpelt.

Am Rennrad ist dagegen der SingleTrailer von ToutTerrain echt ein Traum, wenn auch ein schweineteurer. Auf ebenem Gelände und bei Abfahrten vergisst man vom Fahrverhalten her tatsächlich manchmal, dass da noch was dranhängt.

pinguin
03.05.2011, 14:06
Ja, die wird sich bedanken:[...]

Sie freut sich schon drauf und fragt regelmäßig, ob sie schon wieder gewachsen ist :ä

Grumpensumpf
03.05.2011, 14:10
Das größte Problem das ich allerdings hab, ist der Zeitfaktor. Länger als max. 1,5 h macht meine kleine das im Hänger nicht mit, dann geht das Geschrei los (Hunger, Durst, Eis, zu warm, zu kalt, langweilig....). Wie ist das bei euch so mit euren Zwergen?

Erinnert sich noch jemand an den Tour-Artikel zum Training mit Kindern? Der begann so in der Art "Gleich sind 100 KM Hausrunde zu Ende, das Kind schlummert friedlich." Das ist Quatsch!

Hängerfahren ist die Fortbewegung zwischen Spielplätzen, wobei eine Etappe allerhöchstens eine Stunde dauern darf. "Wann sind wir denn da?" wird nach etwa einer halben Stunde erstmals und dann in kürzer werdenden Intervallen gefragt. Und wie gesagt: Es muss zum Spielplatz gehen! Einzige Ausrede ist die Eisdiele. So ergeben sich durchaus schöne Nachmittage, die allerdings nicht viel mit Training zu tun haben.

Als Zugmaschine spielt der Renner eigentlich nur seine Nachteile aus, die Vorteile verpuffen. Daher ziehe auch ich den Trecker vor.

mcwipf
03.05.2011, 17:23
Erinnert sich noch jemand an den Tour-Artikel zum Training mit Kindern? Der begann so in der Art "Gleich sind 100 KM Hausrunde zu Ende, das Kind schlummert friedlich." Das ist Quatsch!



An den Artikel kann ich mich noch ganz gut erinnern.... , vor allem an die Trainingsgeräte die dort vorgeschlagen wurden. :rolleyes:


Ich wollte eigentlich schon das Training mit dem Kinderanhänger verbinden, aber das geht dann doch nicht so reibungslos von statten wie ich mir das ursprünglich vorgestellt hatte.

Regengott
03.05.2011, 17:40
Gezieltes Training kann man vergessen. Man weiß nie genau wann und wie man loskommt. Aber immer noch besser als gar nicht fahren.


Zudem muss man sich trotz Federung m. E. durch die drei Fahrspuren (Zugrad + 2x Hänger) immer entscheiden, wer jetzt durch die Schlaglöcher rumpelt.

Da sprichst Du echt ein wesentliches Problem an.

mcwipf
03.05.2011, 18:07
....Am Rennrad ist dagegen der SingleTrailer von ToutTerrain echt ein Traum, wenn auch ein schweineteurer. Auf ebenem Gelände und bei Abfahrten vergisst man vom Fahrverhalten her tatsächlich manchmal, dass da noch was dranhängt.

Von dem Tout Terrain Hänger liest man ja wirklich nur die besten Sachen. :gut:

Aber der Preis!!! :eek:

dulsbergham
03.05.2011, 20:17
Moin!
Bei uns klappt das hervorragend. Der Lütte (2 Jahre) pennt, liest, isst und trinkt.
Natürlich mache ich Pausen, aber im Normalfall brauche ich das erst nach zwei Stunden. Danach will er immer wieder gerne rein in seinen Burley.
Renner nehme ich aber überwiegend, wenn es wo hin geht, wo ich den Renner solo in den kommenden Tagen nutzen will (WE bei Schwiegereltern u.ä.).
Ansonstens sind Trekker/ MTB natürlich geegneter und gerade bei Schietwedder nehme ich was mit Schutzblechen.
Der Hänger sollte aber hochwertig und gefedert sein, einige Hänger haben Geschwindigkeitsbegrenzumgen im Kleingedruckten... :heulend:
Grüße
Christian

geod
03.05.2011, 22:33
...

Am Rennrad ist dagegen der SingleTrailer von ToutTerrain echt ein Traum, wenn auch ein schweineteurer. Auf ebenem Gelände und bei Abfahrten vergisst man vom Fahrverhalten her tatsächlich manchmal, dass da noch was dranhängt.

Der einspurer mit Federung klingt interessant? Wie sieht es mit Kofferraum aus und möglicher Zuladung?

aber wie sieht es da mit der Kupplung an der Satttelsütze aus? Ich meine die Krafteinleitung dort ist ungünstiger im Vergleich zur Hinterrad-Nabenachse, an der Sattelsütze spürt man die Seitenkräfte doch detlicher!?

Grüße
geod

geod
03.05.2011, 22:37
Erinnert sich noch jemand an den Tour-Artikel zum Training mit Kindern? Der begann so in der Art "Gleich sind 100 KM Hausrunde zu Ende, das Kind schlummert friedlich." Das ist Quatsch!

...


Welche Tour Ausgabe war das?
geod

mcwipf
03.05.2011, 22:53
Welche Tour Ausgabe war das?
geod

Der Artikel war in Tour 6/2010, siehe auch hier (http://www.tour-magazin.de/?p=9585).

Birdman
04.05.2011, 09:07
Der einspurer mit Federung klingt interessant? Wie sieht es mit Kofferraum aus und möglicher Zuladung?
Also "Zuladung" ist aus Platzgründen eher bescheiden. Man kann einige Dinge unter dem Sitz verstauen, aber allzuviel ist es nicht. Werkzeugtasche, Wickelsachen, Ersatzklamotten, Lesestoff und Kuscheltier, Essen und Trinken für den Fahrgast sowie vielleicht noch die ein oder andere Windjacke für die "Zugmaschine" bekommt man bequem unter, das war es dann aber auch schon. Es gibt noch eine Zusatztasche für die Deichsel, ist aber auch nicht besonders groß. Insofern ist der SingleTrailer in der Tat eher ein Sportgerät als ein alltagstauglicher Kinderanhänger.


aber wie sieht es da mit der Kupplung an der Satttelsütze aus? Ich meine die Krafteinleitung dort ist ungünstiger im Vergleich zur Hinterrad-Nabenachse, an der Sattelsütze spürt man die Seitenkräfte doch detlicher!?
Ich bin kein Physiker und kann nur aus dem Alltagseinsatz berichten. Aber im Gegensatz zu einem zweispurigen Anhänger, der an der Nabe gekuppelt wird, spürt man z. B. beim Anfahren überhaupt nichts. Dadurch, dass der Anhänger exakt in derselben Spur wie das Fahrrad läuft, hat man auch kein Problem durch einen infolge eines Schlaglochs einseitig versetzenden Anhänger, wie mir das manchmal beim Zweispurer passiert.

Starker Seitenwind könnte theoretisch eher Auswirkungen haben, allerdings betrifft dies dann auch die "Zugmaschine", die infolge der Höhe eher mehr Angriffsfläche bietet. Zumindest ich hatte da noch keine Probleme mit, selbst bei höherer Geschwindigkeit bergab.

Micha!123
04.05.2011, 10:20
Ich bin oft mit dem Croozer-Anhänger "Kid for 2" unterwegs. Allerdings derzeit nur mit unserem 3 1/2-Jährigen Sohn besetzt...;-) Seine Schwester ist noch zu klein für derartige "Rumpeleien"!
Teilweise mit dem Crosser vorweg, teilweise mit dem Straßenrennrad oder auch MTBike. Das Fahrverhalten kann ich als sicher und unproblematisch bezeichnen. Ein beachtenswerter Punkt ist die Bremslistung und der jeweilige Untergrund (Nässe, Laub, Schotter); hierbei hat das MTB mit Scheibenbremsen und genug Auflagefläche die Nase vorn. Wenn es halt zügiger voran gehen soll und längere Strecken geplant sind, sind die größeren Räder und schmaleren Reifen die bessere Wahl. Ein Augenmerk sollte zudem bei Engstellen auf die Anhängerbreite fallen.....gab bereits dementsprechende Situationen;-)

Alles in allem setzen aber die bereits aufgeführten Punkte von den vorangegangenen Vätern und Müttern "das Limit": Langeweile, Hunger, Pippi-Pausen, Durst, "Wann sind wir da?", "Langsamer!", "Schneller!".....das volle Programm!

Aber es lohnt sich! Für längere Touren ist übrigens auch der gute alte "Römer Jockey" zu empfehlen! Auch hier im Forum erstanden.....;-)

rene06
04.05.2011, 11:20
Ich frage mich schon die ganze Zeit, warum hier über dieses Thema diskutiert wird. In der STVO steht ja auch klar und deutlich, daß man mit einem Rennrad keinen Anhänger ziehen darf. Zumindest bei uns hat sich das, soweit ich weiß, seit der letzten Novelle der Fahrradverordnung nicht geändert.

carusoalex
04.05.2011, 11:51
Ich frage mich schon die ganze Zeit, warum hier über dieses Thema diskutiert wird. In der STVO steht ja auch klar und deutlich, daß man mit einem Rennrad keinen Anhänger ziehen darf. Zumindest bei uns hat sich das, soweit ich weiß, seit der letzten Novelle der Fahrradverordnung nicht geändert.

eine solche Vorschrift gibt es in Deutschland definitiv nicht!

pinguin
04.05.2011, 12:37
Ich frage mich schon die ganze Zeit, warum hier über dieses Thema diskutiert wird. In der STVO steht ja auch klar und deutlich, daß man mit einem Rennrad keinen Anhänger ziehen darf. Zumindest bei uns hat sich das, soweit ich weiß, seit der letzten Novelle der Fahrradverordnung nicht geändert.

Im Gegenteil. Mit richtigem Anhänger (zweispurig) bist du von der RWBP entbunden. Das nutzen wir in Kombination mit'm Tandem aufgrund der Länge des Gesamtfuhrwerks und der Unmöglichkeit, diverse Radwegschweinereien (Sperrgitter usw.) damit zu meistern, auch weidlich aus.

rene06
04.05.2011, 12:46
Im Gegenteil. Mit richtigem Anhänger (zweispurig) bist du von der RWBP entbunden. Das nutzen wir in Kombination mit'm Tandem aufgrund der Länge des Gesamtfuhrwerks und der Unmöglichkeit, diverse Radwegschweinereien (Sperrgitter usw.) damit zu meistern, auch weidlich aus.

Da scheint anscheinend jedes Land seine eigene Suppe zu kochen. In der öst. STVO steht in der neuesten Fassung im § 68 definitiv drin, daß es nicht erlaubt ist. Dazu gibt es noch Erläuterungen was ein Rennrad ist und unter welchen Bedinungen man die Straße neben dem Radweg benutzen darf.
In der Schweiz gibts halt die Vignette für die einheimischen Fahrräder, etc.

klappradl
04.05.2011, 12:54
In der STVO steht ja auch klar und deutlich, daß man mit einem Rennrad keinen Anhänger ziehen darf.

Warum denn das? Weil es dann per Definition kein Rennrad mehr sein kann, oder ist es aus anderen Gründen verboten?

rene06
04.05.2011, 15:35
Warum denn das? Weil es dann per Definition kein Rennrad mehr sein kann, oder ist es aus anderen Gründen verboten?

Ich hab mir das ganze jetzt mal rausgesucht:
http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20001272

Eine dt. Regelung zu dem ganzen habe ich leider noch nicht gefunden.

carusoalex
04.05.2011, 15:41
Ich hab mir das ganze jetzt mal rausgesucht:
http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20001272

Eine dt. Regelung zu dem ganzen habe ich leider noch nicht gefunden.

glaub es doch einfach dass es die nicht gibt!
(eine deutsche Straßenverkehrsbehörde wird es doch wissen...)

pinguin
04.05.2011, 15:46
Recht informativ zusammengefasst. (http://www.pdeleuw.de/fahrrad/anhaenger-fakten.html)

rene06
04.05.2011, 16:12
Recht informativ zusammengefasst. (http://www.pdeleuw.de/fahrrad/anhaenger-fakten.html)

Gut zu wissen, wenn ich mal nach Deutschland fahren sollte. Eines hab ich da drin allerdings nicht gelesen. Gibts hier auch eine Ausnahme betreffend der Radwegbenutzungspflicht für Trainingsfahrten?

carusoalex
04.05.2011, 16:21
Gut zu wissen, wenn ich mal nach Deutschland fahren sollte. Eines hab ich da drin allerdings nicht gelesen. Gibts hier auch eine Ausnahme betreffend der Radwegbenutzungspflicht für Trainingsfahrten?

nein,
jedenfalls keine gesetzlich geregelten.

Ausnahmen (z.B. für RTFs) werden durch behördlichen Befreiungsbescheid ermöglicht; außerdem hast Du die Möglichkeit gegen unzweckmäßige Beschilderung einer Benutzungpflicht den Rechtsweg zu beschreiten, zuletzt hat jemand damit Erfolg gehabt (bis zum Urteil gilt jedoch das Schild!)

damit bleibt nur noch dann die Möglichkeit der Benutzungspflicht zu entgehen, wenn sie im konkreten Fall unzumutbar (z.B. wegen verdreckter Fahrbahn am radweg) ist.

geschlossene Verbände (ab 15 Radfahrer) dürften auch von der Benutzungspflicht befreit sein...

pinguin
04.05.2011, 16:53
Der "geschlossene Verband" (>15 Personen) zählt quasi wie ein einziges Kraftfahrzeug. Sprich, wenn das erste Pärchen durch ne grüne Ampel donnert, dann die Ampel schaltet -> das letzte Pärchen darf trotz Dunkelgelb oder Rot noch durch :D (ich pers. würde das zwar nicht machen, wenn ich einer der beiden letzten wäre, aber wenn man irgendwo im Sandwich steckt, macht sich spontanes Ankerwerfen eher schlecht :ü )

PolarSun
04.05.2011, 17:05
Euren Antworten entnehme ich zunächst, daß keine grundsätzlichen technischen Bedenken gegen die Nutzung eines Kinderanhängers mit dem Rennrad bestehen. Das ist schön zu lesen, das stotternde Gefühl des Fuhrwerks und die dabei wirkenden Kräfte hatten mich einfach etwas beunruhigt (habe ich so nicht mit gerechnet). Klar ist das Rennrad nicht die optimale Zugmaschine, aber ich werde den Anhänger nicht für das klassische Training einsetzen, sondern eher für den Familien-Wochenendausflug. Dennoch ist es natürlich gut zu wissen, wenn duch die Last, die notwendige Kraft und das veränderte Fahrgefühl ein gewisser Trainingseffekt entsteht - gerade weil die potentiellen Trainingszeiten mit Familie doch sehr knapp sind. Öfter mal am Wochenende verkünden - ich bin dann mal radfahren - ist nun einfach nicht mehr drin. Gegen gemeinsame Ausflüge zu Spielplatz oder Eisdiele hat hingegen niemand was.

Radwege ist so ein Thema für sich. Solche einen halben Meter breiten Streifen auf denen dann auch noch Verkehrsschilder und Laternenmaste eingelassen sind, habe ich schon vorher gemieden. Ebenso solche wo ich in schneller Fahrt eine größere Gefahr für Spaziergänger oder andere Radfahrer bin als der kaum schnellere Straßenverkehr für mich. Ich muß jedoch sagen, daß ich positiv überrascht war, festzustellen, daß hier in letzter Zeit einige Radwege auch abgeschildert wurden und jetzt Fußwege mit "Fahrrad frei"-Hinweis sind - und das auch noch an sinnvollen Stellen.

PolarSun
04.05.2011, 17:10
Der "geschlossene Verband" (>15 Personen) zählt quasi wie ein einziges Kraftfahrzeug. Sprich, wenn das erste Pärchen durch ne grüne Ampel donnert, dann die Ampel schaltet -> das letzte Pärchen darf trotz Dunkelgelb oder Rot noch durch :D (ich pers. würde das zwar nicht machen, wenn ich einer der beiden letzten wäre, aber wenn man irgendwo im Sandwich steckt, macht sich spontanes Ankerwerfen eher schlecht :ü )

Muß das dann, so wie bei Kfz-Verbänden, auch sichtbar gemacht werden? Also müssen alle mit blauer Flagge fahren bzw. der letzte mit grüner und alle mit Licht? Hmm, wo ich das so schreibe, kann ich mir das eigentlich nicht vorstellen.

pinguin
04.05.2011, 17:52
Kann gekennzeichnet werden, muss aber nicht, gem. diesem schnellen Suchergebnis: http://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-bottrop/radverkehr/verkehrsregeln/geschlossener-verband.html

pinguin
04.05.2011, 17:55
Den größten geschl. Verband, den ich je gesehen habe, gab's für mich unweit Cesenatico an einem Dienstag Abend zu bewundern. Wir durften eine ganze Weile an einem Kreisverkehr warten, bis die durchfahrenden Radler diesen alle passiert hatten. Ich würde mal auf mehr als 200 Radfahrer tippen.

Danach ging es dann mit gleichem Tempo für uns hinter den Radlern weiter. An Überholen war nicht zu denken und auch die Einheimischen KFZ'ler verhielten sich vernünftig.

PolarSun
04.05.2011, 18:10
Den größten geschl. Verband, den ich je gesehen habe, gab's für mich unweit Cesenatico an einem Dienstag Abend zu bewundern. Wir durften eine ganze Weile an einem Kreisverkehr warten, bis die durchfahrenden Radler diesen alle passiert hatten. Ich würde mal auf mehr als 200 Radfahrer tippen.

Und jetzt stell Dir mal vor die wären alle mit Anhänger unterwegs gewesen! :D

mcwipf
04.05.2011, 18:46
Aber es lohnt sich! Für längere Touren ist übrigens auch der gute alte "Römer Jockey" zu empfehlen! Auch hier im Forum erstanden.....;-)

Yow!!! Den hab ich auch noch in Gebrauch, und das Gute daran ist, der ist am Rad meiner Frau montiert. :D

SF_
08.05.2011, 09:52
Bei unserem Chariot Cougar 1 mit Weber Kupplung ruckelt auf gutem Asphalt nichts (4 verschiedene Rennräder, seit 2 Jahren). Bei schlechtem Untergrund sollte man langsamer fahren um das Kind nicht zu sehr durchzuschütteln. Wiegetritt oder unrunde Fahrweise versuche ich im Interesse des Kindes zu vermeiden. Für einen guten Rahmen sind die Kräfte vernachlässigbar. Ein bischen Tuning am Hänger ist auch möglich (geringeres Gewicht, geringerer Luftwiderstand).

Aus eigener Erfahrung beim frühzeitigen Eingewöhnen an das Kuscheltier zu empfehlen: leichtes Kuscheltier anstatt 50 Jahre alter Bär mit "Bleifüllung".

mcwipf
08.05.2011, 13:52
Ein bischen Tuning am Hänger ist auch möglich (geringeres Gewicht, geringerer Luftwiderstand).


Ich hab bei unserem Hänger die Original "Holzbereifung" runter gemacht, und einen Satz Schwalbe Big Apple in 2.25 aufgezogen und fahr die mit ca. 1,8 Bar, das hat vom Rollwiderstand und vom Komfort auch einiges gebracht.

Regengott
08.05.2011, 19:26
Ein bischen Tuning am Hänger ist auch möglich (geringeres Gewicht, geringerer Luftwiderstand).

Details bittte.

@mcwipf: Da bin ich einen Schritt weiter gegangen: Habe 2.35er mit nur einem bar Druck montiert.

geod
08.05.2011, 23:05
Hallo,
auch ich habe neben einer Federung (miitlere und göbere Stöße) den dicken Apfel montiert (1,1 bar ca.), die Reifen saugen so die feinen Fibrationen und leichten Stöße weg. ideale kombination

geod

SF_
09.05.2011, 21:37
Details bittte.

...

Hänger: Chariot Cougar 1
Kind: Katja, Zweieinhalb Jahre alt

1. Sicherheit allgemein / Gesundheit
1.1 Motorradfahrer
mit Abstand größtes Problem sind Angriffe der Motorradfahrer auf meine Tochter. Solange sie noch nicht gezielt die Hände hoch halten konnte, waren deswegen bestimmte Strecken an Wochenenden bei schönem Wetter nicht möglich
1.2 Unfälle
Wir haben bisher 2 Mal den Hänger umgeworfen. Die Sicherheitszelle funktioniert perfekt. Keinerlei Verletzung von Katja – außer Riesenschreck für alle Beteiligten.
1.3 Kopf
Beim Fahren im Wiegetritt am Berg wackelt der Kopf extrem hin und her. Besonders schlimm sieht es aus, wenn sie schläft. Ich fahre deshalb praktisch nicht mehr Wiegetritt => kleine Übersetzung
1.4 Bandscheiben
Nachdem was ich weiß, sollten Erschütterungen eigentlich kein Problem sein und ich habe den Hänger extra deswegen von Chariot gekauft:

http://www.burley.de/public/assets/b2e4512f/Veloplus%20-%20Saenfte%20oder%20Schleudersitz.pdf

Hinzu kommt, daß Katja beim Spielen immer viel Spaß hat, wenn es richtig wackelt („Hoppe, hoppe Reiter“, „Schotter fahrern“, Hochwerfen – mache ich inzwischen nicht mehr, weil Hexenschuß). Trotzdem fahre ich auf Wald-, Feldwegen, Standardschrottradgehwegen (die ich normalerweise meide) oder im Gelände nur mit Schneckentempo. Meine Frau fährt zu meinem Leidwesen relativ häufig und schneller auf Radwegen herum. Deswegen haben wir 2 Laufradsätze. Einer breit, platt, reflektierende Reifenflanken und mit Schrottfelgen und einer für die Straße.
1.5 Beleuchtung
Ein fahrender Weihnachtsbaum (Blinkmodi)
1.6 Verhinderung von Bruch wg. durchgebremster Felge am Zugfahrzeug
Extra wieder 1 Stück Ceramikfelge für das am stärksten belastete Hinterrad angeschafft.
1.7 Spielzeug
Sollte weich, leicht und ohne scharfe Kanten sein, damit im Falle eines Unfalls keine Geschosse in der Fahrgastzelle herumfliegen.
1.8 Fliegengitter
Beim Fahren soll das Fliegengitter als Schutz gegen herumfliegende Steine etc. immer geschlossen sein
1.9 Straßenbegleitende Radwege
Aus Sicherheitsgründen möglichst meiden.


2. Zugfahrzeuge
4 Rennsporträder (Rennradgeometrie, Schutzbleche, Dynamo, Gepäckträger, z. T. Lowrider, etc), 2 Räder mit flachem Lenker. Bereifung meist 23-622; meist Specialized All Condition Armadillo; an den einfacheren Rädern, die überwiegend nur in der Stadt eingesetzt werden z. T. nur Conti Grand Prix 23-622.
Rahmen Stahl, Einbauweite 126, Felgen: meist Open Pro oder Vorgänger.
Bremsen: Rennbremsen (meist Record) oder Canti (2 Räder wurden extra deswegen umgebaut)
Besonderheit: ich habe Gelenkprobleme und kann deshalb keine breite, moderne MTB-Kurbeln fahren. Mit Campa 3-fach ging das ganz gut bis runter auf 24 Zähne. Bei hochfrequentem Langsamfahrern wie bei mir reicht das aber nicht. Lösung: Campakurbel mit 111er Vierkantinnenlager, 5 Gewinde in Kurbel und Mountain Tamer mit 20 Zähnen „drangepappt“.
Probleme: extrem angestiegener Kettenverbrauch (1000 km, z. T. weit weniger – im Urlaub regnet es bei mir immer), Scherung der „Stützknubbel“ beim größten Ritzel.

3. Fahrverhalten
Auf gerader Strecke: ab 60 km / h zerlegt sich die Fahne, also besser mit Tacho fahren.
Kurven: der zweirädrige Hänger neigt sich nicht. Kurven fahren ist also für das Kind unbequem => Langsam fahren, auch wenn es vom Grip etc. noch schneller ginge. Bei einrädrigen Hängern ist das besser.
Auf Abfahrten merke ich als Grobmotoriker den Hänger nicht, der Unterschied ist geringer als zwischen meinen verschiedenen Rädern. Das ist aber gerade gefährlich: nur nicht vergessen, daß der Hänger dran ist.
Bremsen: bisher erst einmal ganz kurz radiert + einmal eine Schreckvollradierung ohne Überschlag als eine Frau ohne zu schauen plötzlich auf die Straße gelaufen ist (Hauptstraße am Ortsende mit viel schnellem Verkehr – damit kannst Du echt nicht rechnen) ansonsten kein Problem. Kein Gefühl von Schieben, auch nicht bei Abfahrten; im Gegensatz zu meinen Transportanhängern. Der Roland schiebt schon auf der Ebene und bei geringer Geschwindigkeit sehr stark.

4. Anhänger
Habe alles entfernt was wir nicht brauchen: Feststellbremse, Fangriemen, Innentaschen, Dinge deren Funktion ich nicht verstehe, wie z. B. die „Windflügel“ an den Laufrädern etc.
Kupplung: Meist Weber + Seitenständer (Ätzende Montage, in der Benutzung sehr gut).
Zweiter Laufradsatz: Kojak, Felgen mit reflektierenden Flanken.
Anm.: Die Standardfelgen, bei denen das Gummifelgenband auf den Nippeln aufliegt, sind bei dem Preis ein sicherheitstechnischer Skandal – ich hatte schon Mal einen Platten deswegen bei einem Transportanhänger „Croozer Travel“ nach wenigen Minuten mit 4 bar (mit ist bekannt, was in der Gebrauchsanleitung steht – wer sich an alles hält braucht keinen Chariot, da reicht ein 200 Euro Hänger aus dem Baumarkt).

5. Beschäftigung
5.1 Spielzeug:
Ohne geht es nicht, am besten sind bei Katja Bücher (weich, ohne Ecken)
5.2 Essen
Essen geht alleine, Trinkflasche in Fahrgastzelle wäre mir zu gefährlich.
5.3 Singen
V. a. bei Anstiegen auf die Dauer schwierig. Auf der Ebene ergänzen Insekten den Speiseplan des Sherpas.

6. Man kommt nicht vorwärts
Bei unbekannten Strecken möglichst vorher Spielplätze per Internet ausfindig machen. Dann von Spielplatz zu Spielplatz fahren.
Ein gutes Rennrad ist als Zugmaschine ideal, weil ich zwischen den Spielplätzen nur Zeitfenster von ca. 1 h habe (wenn Katja schläft auch Mal 2 h) – mit was anderem wäre ich noch langsamer (v. a. bei Gegenwind), der Bewegungsradius also noch kleiner.
Für 100 km am besten um 6 h morgens aufstehen, dann ist man spätestens zum Abendessen (bei uns 19.00 Uhr) wieder zu Hause. Man kann natürlich auch mit Kind zu Hause bleiben, dann bekommt man ähnlich viel „Produktives“ hin (nämlich fast nichts) und ist eben nicht Rad gefahren – mache ich aber auch, denn ich bin ja nur Alltagsfahrer und muß keinen Trainingsplan erfüllen.

Joey
09.05.2011, 23:35
Technisch spricht nichts gegen Kinderanhänger am Rennrad. Filigranes Superleichtmaterial sollte man evtl. nicht einsetzen. Es fühlt sich nicht nach Rennradfahren an, aber besser als nichts. Je kleiner das Kind, desto besser, denn recht bald schlafen die Kröten nicht mehr, sondern wollen raus. Kann ich zwar verstehen und heiße es natürlich gut, aber leider schließt sich so das letzte Fenster von Freiheit. Also frühzeitig ausnutzen. Den entscheidenden Unterschied in der Lebensqualität machen die Anhänger im Alltag. "Training" damit, wenn's sich denn ausgeht, ist eine nette Zugabe.

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/66/637266/1400_6638376636666632.jpg

Nachtrag: Das ist unterm Strich die passendere Zugmaschine. Fürs feeling und Tempo ist es eh schon wurscht, und flexibler ist man damit allemal.
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PolarSun
10.05.2011, 23:10
Eine Frage habe ich noch: Setzt Ihr Euren Kindern einen Helm auf wenn sie im Anhänger mitfahren? - Falls ja, habt Ihr vielleicht gute oder schlechte Erfahrungen mit spezifischen Modellen gemacht, die daher eine Empfehlung oder Warnung wert sind?

Pepe
11.05.2011, 07:09
Nein,
wir haben unserer Tochter keinen Helm aufgesetzt. Anfangs hatte sich eine Stütze für Hals und Kopf(wie man sie aus dem Flieger kennt, nur in klein) in der Weber Schale später hatte Sie auch keinen Helm. Zum einen haben wir unseren Chariot CX1 auch mal mit Ihr umgedreht und etwas gekullert, wobei nur die Hände ,Arme gefährdet sein könnten. Mit dem Kopf ist Sie nie in die Nähe von harten Teilen oder gar dem Boden gekommen. Zum anderen passt die Kopfhaltung mit Helm nicht mehr optimal und der Helm ist zusätzliches Gewicht am Kopf wenn das Kind schläft und der Kopf zur Seie kippt. Ich bin der Meinung ordentlich angescnallt ist kein Helm nötig.
/Pepe

Regengott
11.05.2011, 13:14
Wir haben ebenfalls keinen Helm, vor allem weil unsere Kleine noch zu klein ist. Helme gibts erst ab 46cm Kopfumfang. Und man darf nicht unterschätzen, wie sehr der Helm den Hals belastet, da er das Gewicht von Kopf und Helm nicht halten kann. Besonders in Kurven oder bei starken Bremsungen. Meine Tochter sitzt in der Chariot-Sitzverkleinerung ziemlich sicher.

geod
11.05.2011, 22:06
mitfahrer im Hänger bei mir ohne Helm
- zuerst zu klein, so kleine Helme gab es nicht
- Zusätzliches Gewicht und das anstoßen an die Rückemlehne würde stören
- angeschnallt in einer Zelle sollte reichen

Grüße
geod