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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umfrage: Welchen Schlauch fahrt ihr mit Carbon Clinchern



grumbledook
02.07.2011, 14:51
Da ja hier (http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?t=229885) anscheinend (fast) niemand eine klare Empfehlung bezüglich Latexschläuchen (ja/nein) in Kombination mit Carbonfelgen (für Faltreifen) aussprechen wollte, starte ich jetzt einfach mal eine Umfrage.
Kommentare bezüglich eurer Fahrweise (Bremser/"Kamikaze") und des Reviers (flach/bergig) in dem ihr mit dem Material unterwegs seid, wären auch hilfreich. Und natürlich eure Erfahrungen bezüglich Pannen, also Platzer oder "Schleicher" und auch Ursachen (Fremdkörper/Felgenband/Überhitzung etc). Auch Angaben zum Hersteller interessieren mich, insbesondere bei den Leicht- und Latexschläuchen. Ebenso Reifenbreite und Luftdruck. (Ich fahre zur Zeit 18-23 mm Schäuche in 25 mm Reifen bei ~6.5 bis 7 bar.)

TCR Advanced
02.07.2011, 15:16
Bin seit den letzten ~1000km (Gesamtabstieg~9000hm) mit Maxxis MVS Flyweight (http://www.silberfische.net/schlauch_rennrad_mvs-rennrad.html) problemlos unterwegs. :Applaus:

Reynolds Attack & Michelin Pro3Race; mit 7,5bar

http://www.abload.de/thumb/img_5482_1_1buvl.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_5482_1_1buvl.jpg)http://www.abload.de/thumb/img_5486_1_11u7i.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_5486_1_11u7i.jpg)http://www.abload.de/thumb/img_54736uwv.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_54736uwv.jpg)

Rolf1
02.07.2011, 17:32
Da ja hier (http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?t=229885) anscheinend (fast) niemand eine klare Empfehlung bezüglich Latexschläuchen (ja/nein) in Kombination mit Carbonfelgen (für Faltreifen) aussprechen wollte, starte ich jetzt einfach mal eine Umfrage.
Kommentare bezüglich eurer Fahrweise (Bremser/"Kamikaze") und des Reviers (flach/bergig) in dem ihr mit dem Material unterwegs seid, wären auch hilfreich. Und natürlich eure Erfahrungen bezüglich Pannen, also Platzer oder "Schleicher" und auch Ursachen (Fremdkörper/Felgenband/Überhitzung etc). Auch Angaben zum Hersteller interessieren mich, insbesondere bei den Leicht- und Latexschläuchen. Ebenso Reifenbreite und Luftdruck. (Ich fahre zur Zeit 18-23 mm Schäuche in 25 mm Reifen bei ~6.5 bis 7 bar.)

Hallo,

Ich verstehe den Sinn der Frage nicht.

Fakt ist:
1. Ein Latexschlauch kostet nur unwesentlich mehr als ein Butylschlauch.
2. Ein Latexschlauch reduziert den Rollwiderstand.

Wer also fragt, ob bei (superteuren) Carbonfelgen billige Schlaüche verwendet werden sollen, die auch noch den Rollwiderstand erhöhen, muss sich eigentlich fragen lassen, was das soll. Natürlich kommen nur Latexschläuche infrage. Es macht ja wohl wenig Sinn, tausende von € in ein Rad zu investieren und dann genau dort, wo es wirklich darauf ankommt, zu sparen. Im Übrigen gehe ich davon aus, dass Carbonfelgen die Wärme viel schlechter leiten als Alufelgen und somit der Schlauch von der heißen Oberfläche beim Bremsen eher weniger tangiert wird als bei Alu. Ich verwende seit Jahren 50g Latexschläuche in Verbindung mit Veloflex Record Reifen und bin einfach nur begeistert. Allerdings muss man bei der Montage aufpassen, dass man den Schlauch nicht einklemmt, was bei diesen dünnen Schläuchen schnell passieren kann. Druck: 7bar vorn, 8bar hinten, Reifenbreite ca. 2,15 - 21,8mm.

Ciao Rolf

Patrice Clerc
02.07.2011, 17:53
Ich verwende seit Jahren 50g Latexschläuche in Verbindung mit Veloflex Record Reifen und bin einfach nur begeistert.

(...)

Reifenbreite ca. 2,15 - 21,8mm.
Das ist schmal...! :eek:

Campa forever
02.07.2011, 17:56
Fahre Michelin Latex i.V.m. Xentis Squad 4.2 .

Nur in Bergmarathons, bei jedem Wetter und heftigsten Bremspassagen bei den unzähligen Serpentinen.

Kein Problem, läuft 1A!

Ach ja: Reifendruck 8-8,5 Bar!

Lightweight
02.07.2011, 18:10
Hallo,

Ich verstehe den Sinn der Frage nicht.

Fakt ist:
1. Ein Latexschlauch kostet nur unwesentlich mehr als ein Butylschlauch.
2. Ein Latexschlauch reduziert den Rollwiderstand.

Wer also fragt, ob bei (superteuren) Carbonfelgen billige Schlaüche verwendet werden sollen, die auch noch den Rollwiderstand erhöhen, muss sich eigentlich fragen lassen, was das soll. Natürlich kommen nur Latexschläuche infrage. Es macht ja wohl wenig Sinn, tausende von € in ein Rad zu investieren und dann genau dort, wo es wirklich darauf ankommt, zu sparen. Im Übrigen gehe ich davon aus, dass Carbonfelgen die Wärme viel schlechter leiten als Alufelgen und somit der Schlauch von der heißen Oberfläche beim Bremsen eher weniger tangiert wird als bei Alu. Ich verwende seit Jahren 50g Latexschläuche in Verbindung mit Veloflex Record Reifen und bin einfach nur begeistert. Allerdings muss man bei der Montage aufpassen, dass man den Schlauch nicht einklemmt, was bei diesen dünnen Schläuchen schnell passieren kann. Druck: 7bar vorn, 8bar hinten, Reifenbreite ca. 2,15 - 21,8mm.

Ciao Rolf

Tja, Rolf,

da hast du den Sinn der Frage wirklich nicht erkannt. Es geht hier nämlich nicht
um die Kosten oder den Rollwiderstand, sondern um Lebensgefahr oder nicht:eek:

Campa weist nämlich bei seinen Carbon Clinchern (Hyperon Ultra z.B.) ausdrücklich darauf hin, dass man k e i n e Latexschläuche verwenden darf und ich kann dir aus Erfahrung berichten, dass das tatsächlich lebensgefährlich sein kein.

Aufgrund der Hitzeentwicklung - z. T. aber auch ohne diese - platzen die nämlich großflächig auf und "entlüften" sich innerhalb des Bruchteils einer Sekunde. Das macht sich bei Abfahrten im Gebirge am Vorderrad besonders gut:D

Frag mich nun bitte nicht, warum das bei Butyl nicht der Fall ist, aber Campa
weist nun mal ausdrücklich darauf hin. Wie das bei anderen Herstellern ist, kann ich dir leider nicht sagen.

Würde aber tippen, dass das sich nicht anders verhält.

Sportliche Grüße,

LW

marmeladenjosef
02.07.2011, 18:11
LW verbietet latex in combi mit clinchern (stichwort wärmeempfindlichkeit) und ich halte das nicht für aus der luftgegriffen, hab selber schon platzer mit latex gehabt die schlagartig zum druckverlust führten. das mit einer clincher-felge macht aua am felgenhorn.
ich fahr schläuche von schwalbe (glaub sv20 schimpfen die sich) mit langem ventil - sind optisch zumindest ordentlich verarbeitet.

ot: das rad von gilbert gefällt... :)

marmeladenjosef
02.07.2011, 18:12
der kollege lightweight war schneller... :rolleyes:

855
02.07.2011, 18:15
Aufgrund der Hitzeentwicklung - z. T. aber auch ohne diese - platzen die nämlich großflächig auf und "entlüften" sich innerhalb des Bruchteils einer Sekunde. Das macht sich bei Abfahrten im Gebirge am Vorderrad besonders gut:D


so schaut´s aus. aber das hab ich im anderen Thread ja schon geschrieben.

Patrice Clerc
02.07.2011, 18:38
Kollege Rolf1 hat trotzdem in mindestens einem Punkt recht:


Hallo,

Fakt ist:
2. Ein Latexschlauch reduziert den Rollwiderstand.

Wer also fragt, ob bei (superteuren) Carbonfelgen billige Schlaüche verwendet werden sollen, die auch noch den Rollwiderstand erhöhen, muss sich eigentlich fragen lassen, was das soll.

IIRC senkt der Latex-Schlauch den Rollwiderstand um ca. 10 %. Da der Rollwiderstand - wenn man Bergfahrten und Beschleunigung mit einbezieht - selber ungefähr 10 % an den Gesamtwiderständen ergibt, senkt der Latexschlauch den Gesamtwiderstand um ca. 1 %. Es ist fraglich, ob die Carbon-Clincher gegenüber vergleichbaren Alu-Felgen ihrerseits 1 % Widerstandserleichterung bieten.

Für mich selber kenne ich die Antwort. :Bluesbrot

PAYE
02.07.2011, 19:17
Mein local bike dealer erzählte mir heute, dass ihm bei der Abfahrt vom Großglockern im Rahmen des Glocknerkönigs 2011 der vordere Schlauch des Bontrager Carbon Clinquers platzte (Riss von ca. 15 cm Länge meinte er), was einen Sturz zur Folge hatte.

Ich werde ihn mal fragen, ob das ein Latex oder ein Butyl Schlauch gewesen war.
Auf langen Abfahrten ist es auch mit Alufelgen unschwer, eine "glühende" Felge zu produzieren, die zu heiss zum Anfassen ist.

grumbledook
02.07.2011, 20:13
Fahre Michelin Latex i.V.m. Xentis Squad 4.2 .

Nur in Bergmarathons, bei jedem Wetter und heftigsten Bremspassagen bei den unzähligen Serpentinen.

Kein Problem, läuft 1A!

Ach ja: Reifendruck 8-8,5 Bar!

Interessant. Ich kenne eben auch nur die theoretischen Einwände gegen Latex. Möglicherweise scheinen da Montagefehler ein grösseres Problem zu sein als Hitzbeständigkeit. Ein Kompromiss könnte vorne Butyl und hinten Latex sein. Am HR profitiert man ja eh am meisten vom geringeren Rollwiderstand und am VR wiegt das Sicherheitsargument schwerer, zumal eh die meiste Bremsleistung übers VR geht.

Patrice Clerc
02.07.2011, 20:33
Interessant. Ich kenne eben auch nur die theoretischen Einwände gegen Latex. Möglicherweise scheinen da Montagefehler ein grösseres Problem zu sein als Hitzbeständigkeit. Ein Kompromiss könnte vorne Butyl und hinten Latex sein. Am HR profitiert man ja eh am meisten vom geringeren Rollwiderstand und am VR wiegt das Sicherheitsargument schwerer, zumal eh die meiste Bremsleistung übers VR geht.

Tönt vernünftig.

Al_Borland
02.07.2011, 22:04
Bin seit den letzten ~1000km (Gesamtabstieg~9000hm) mit Maxxis MVS Flyweight (http://www.silberfische.net/schlauch_rennrad_mvs-rennrad.html) problemlos unterwegs. :Applaus:

Reynolds Attack & Michelin Pro3Race; mit 7,5bar

http://www.abload.de/thumb/img_5482_1_1buvl.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_5482_1_1buvl.jpg)http://www.abload.de/thumb/img_5486_1_11u7i.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_5486_1_11u7i.jpg)http://www.abload.de/thumb/img_54736uwv.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_54736uwv.jpg)

Mit Ausnahme der Michelinse identisches Setup hier. Nur das MVS-System haben meine Flyweights nicht. Ich habe das Pendant fürs MTB schon ne zeitlang im Einsatz und hatte nie irgendwelche Probleme damit. Daher lag der Wechsel auch am Rennrad nahe.

drummermatthias
02.07.2011, 22:51
@ TE.
Hallo,
also ich hab ja gestern dein Thread schon verfolgt.
Was willste denn nun lumpige 1% weniger Rollwiederstand gegenüber normalen Schläuchen. Zwei Hersteller verbieten Latex und Carbon Clincher, wohl net ohne Sinn, oder ?
Einige Nutzer haben damit schon schlechte Erfahrungen gemacht.
Wenn du also sagst is mir schnurzegal dann mach doch Latex rein und fahr halt eventuell net nur deine sauteuren Felgen kaputt . Sondern leg dich halt noch auf den Asphalt. Die entscheidung musst du treffen ! Ich kenn jemanden der hat sich in der Kombi Alu/Latex wegen eines geplatzten Schlauches gelegt.
Bei mir gibts seit 10.000 km keine Probleme.
Wenn schon Carbonfelgen dann fur Schlauchreifen, fertig.

Gruss

grumbledook
03.07.2011, 09:04
@ TE.
Hallo,
also ich hab ja gestern dein Thread schon verfolgt.
Was willste denn nun lumpige 1% weniger Rollwiederstand gegenüber normalen Schläuchen. Zwei Hersteller verbieten Latex und Carbon Clincher, wohl net ohne Sinn, oder ?
Einige Nutzer haben damit schon schlechte Erfahrungen gemacht.
Wenn du also sagst is mir schnurzegal dann mach doch Latex rein und fahr halt eventuell net nur deine sauteuren Felgen kaputt . Sondern leg dich halt noch auf den Asphalt. Die entscheidung musst du treffen ! Ich kenn jemanden der hat sich in der Kombi Alu/Latex wegen eines geplatzten Schlauches gelegt.
Bei mir gibts seit 10.000 km keine Probleme.
Wenn schon Carbonfelgen dann fur Schlauchreifen, fertig.

Gruss

Da Du offenbar 0 Erfahrung mit Carbonclinchern in Verbindung Butyl/Latex-Schläuchen hast, und nur aus zweiter Hand berichten kannst, ist Dein Kommentar nicht sonderlich hilfreich. Und wenn mir der Rollwiderstand egal wäre, würde ich tatsächlich Schlauchreifen auf der Strasse fahren. Im übrigen fahre ich bei meinen Ausflügen in die Alufelgen, allein schon wegen der besseren Bremsleistung.

Al_Borland
03.07.2011, 10:26
Ich spendiere mal exemplarisch ein "Berge". :D

Rolf1
03.07.2011, 13:33
Tja, Rolf,

da hast du den Sinn der Frage wirklich nicht erkannt. Es geht hier nämlich nicht
um die Kosten oder den Rollwiderstand, sondern um Lebensgefahr oder nicht:eek:

Campa weist nämlich bei seinen Carbon Clinchern (Hyperon Ultra z.B.) ausdrücklich darauf hin, dass man k e i n e Latexschläuche verwenden darf und ich kann dir aus Erfahrung berichten, dass das tatsächlich lebensgefährlich sein kein.

Aufgrund der Hitzeentwicklung - z. T. aber auch ohne diese - platzen die nämlich großflächig auf und "entlüften" sich innerhalb des Bruchteils einer Sekunde. Das macht sich bei Abfahrten im Gebirge am Vorderrad besonders gut:D

Frag mich nun bitte nicht, warum das bei Butyl nicht der Fall ist, aber Campa
weist nun mal ausdrücklich darauf hin. Wie das bei anderen Herstellern ist, kann ich dir leider nicht sagen.

Würde aber tippen, dass das sich nicht anders verhält.

Sportliche Grüße,

LW

Hallo,

ich nehme zur Kenntnis, dass mehrere Hersteller von Carbonfelgen die Benutzung von Latexschläuchen verbieten. Offensichtlich ist es in einigen Fällen zu spontanem Aufreißen der Schläuche gekommen. Was das heißt ist mir vollkommen klar, das ist mir mehrfach bei (wandernden) Schlauchreifen passiert und war letztlich der Grund für mich zu Faltreifen zu wechseln.

Allerdings darf man sich nicht einbilden, dass Faltreifen beim starken Bremsen nicht wandern würden, wie das Schlauchreifen machen, sie machen es nur in geringerem Umfang. Man darf sich halt nicht darauf verlassen, dass Clincherreifen in dieser Hinsicht total problemlos sind sondern muss bei steilen Abfahren regelmäßig kontrollieren, ob das Ventil bereits etwas schief steht. Wenn man allerdings Hochprofilfelgen hat (das sind Carbonfelgen aber leider häufig), dann kann das Ventil überhaupt nicht sichtbar schief stehen und man hat somit keinen Indikator mehr, dass Gefahr im Verzug ist.

Ich würde gerne verstehen, warum von Latexschläuchen abgeraten wird. Die Reibleistung ist unabhängig vom Felgenmaterial sondern nur von Geschwindigkeit und Gesamtgewicht. Alu leitet die Wärme viel besser und sollte eigentlich dafür sorgen, dass der Schlauch wärmer wird als bei einer Carbonfelge. Theoretisch sollte es also kritischer sein, Alufelgen zu benutzen. Im Übrigen reagieren Carbonfelgen außerordentlich empfindlich auf hohe Temperaturen, man sollte daher so wenig wie möglich bremsen (wie geht das im normalen Straßenverkehr ohne abgesperrte Straßen ??). Ich verstehe somit immer noch nicht wirklich, weshalb Latexschläuche verboten sind bei Carbonfelgen. Ich kann nur vermuten, dass es mit der Temperatur nichts zu tun hat sondern bestenfalls mit wandernden Reifen, die zum Abreißen des Schlauchs am Ventil führen. Dann müssten sich die aufgetretenen Schäden aber am Ventil konzentrieren. Falls diese Theorie stimmt, hat das aber nichts mit dem Felgenwerkstoff sondern nur mit der Felgenhöhe zu tun. Dann müsste man differenzieren zwischen flachen und hohen Felgen und das unabhängig vom Werkstoff.

Im Übrigen:
Carbonfelgen sehen natürlich toll aus, aber man handelt sich neben dem hohen Preis eigentlich nur technische Nachteile ein. Das Gewicht eines leichten Carbonlaufradsatzes für Clincherreifen ist mit Alufelgen mühelos zu unterbieten zu einem Bruchteil des Preises und ohne die genannten Nachteile.
Auch daher verstehe ich die Frage nicht ....

Ciao Rolf

855
03.07.2011, 13:47
Im Übrigen:
Carbonfelgen sehen natürlich toll aus, aber man handelt sich neben dem hohen Preis eigentlich nur technische Nachteile ein. Das Gewicht eines leichten Carbonlaufradsatzes für Clincherreifen ist mit Alufelgen mühelos zu unterbieten zu einem Bruchteil des Preises und ohne die genannten Nachteile.
Auch daher verstehe ich die Frage nicht ....


das sehe ich ganz genau so und fahre auch keine. aber man muss ja nicht immer vernünftig sein! :D

grumbledook
03.07.2011, 22:19
Hallo,

ich nehme zur Kenntnis, dass mehrere Hersteller von Carbonfelgen die Benutzung von Latexschläuchen verbieten. Offensichtlich ist es in einigen Fällen zu spontanem Aufreißen der Schläuche gekommen. Was das heißt ist mir vollkommen klar, das ist mir mehrfach bei (wandernden) Schlauchreifen passiert und war letztlich der Grund für mich zu Faltreifen zu wechseln.

Allerdings darf man sich nicht einbilden, dass Faltreifen beim starken Bremsen nicht wandern würden, wie das Schlauchreifen machen, sie machen es nur in geringerem Umfang. Man darf sich halt nicht darauf verlassen, dass Clincherreifen in dieser Hinsicht total problemlos sind sondern muss bei steilen Abfahren regelmäßig kontrollieren, ob das Ventil bereits etwas schief steht. Wenn man allerdings Hochprofilfelgen hat (das sind Carbonfelgen aber leider häufig), dann kann das Ventil überhaupt nicht sichtbar schief stehen und man hat somit keinen Indikator mehr, dass Gefahr im Verzug ist.

Ich würde gerne verstehen, warum von Latexschläuchen abgeraten wird. Die Reibleistung ist unabhängig vom Felgenmaterial sondern nur von Geschwindigkeit und Gesamtgewicht. Alu leitet die Wärme viel besser und sollte eigentlich dafür sorgen, dass der Schlauch wärmer wird als bei einer Carbonfelge. Theoretisch sollte es also kritischer sein, Alufelgen zu benutzen. Im Übrigen reagieren Carbonfelgen außerordentlich empfindlich auf hohe Temperaturen, man sollte daher so wenig wie möglich bremsen (wie geht das im normalen Straßenverkehr ohne abgesperrte Straßen ??). Ich verstehe somit immer noch nicht wirklich, weshalb Latexschläuche verboten sind bei Carbonfelgen. Ich kann nur vermuten, dass es mit der Temperatur nichts zu tun hat sondern bestenfalls mit wandernden Reifen, die zum Abreißen des Schlauchs am Ventil führen. Dann müssten sich die aufgetretenen Schäden aber am Ventil konzentrieren. Falls diese Theorie stimmt, hat das aber nichts mit dem Felgenwerkstoff sondern nur mit der Felgenhöhe zu tun. Dann müsste man differenzieren zwischen flachen und hohen Felgen und das unabhängig vom Werkstoff.

Im Übrigen:
Carbonfelgen sehen natürlich toll aus, aber man handelt sich neben dem hohen Preis eigentlich nur technische Nachteile ein. Das Gewicht eines leichten Carbonlaufradsatzes für Clincherreifen ist mit Alufelgen mühelos zu unterbieten zu einem Bruchteil des Preises und ohne die genannten Nachteile.
Auch daher verstehe ich die Frage nicht ....

Ciao Rolf

Warum sollte das Ventil bei Latexschläuchen eher abreissen? Latex ist elastischer als Butyl. Oder "wandern" Deiner Meinung nach Faltreifen mit Latexschläuchen schneller/weiter? Nebenbei: die Schriftzüge auf den Reifen sind ein sehr guter Indikator, wenn es um "Reifenwanderschaft" geht. Von meinen Reifen am Rennrad ist übrigens noch keiner sichtbar gewandert. Und ich war viel in den Alpen unterwegs. Das Problem habe ich eher beim Crossen beobachtet. Da fahr ich gelegentlich auch Faltreifen. Und bei niedrigem Luftdruck gehen die gerne mal wandern. Aber auch da hatte ich bislang keinen Defekt durch dieses Phänomen. Und die Bilder die ich von geplatzten Latexschläuchen in diversen Foren gesehen habe, sprechen auch nicht unbedingt für Deine Theorie.

Und was das reine Gewicht der LR angeht hast Du sicher recht. Aber in Sachen Aerodynamik würde ich gerne die Alufelge sehen, die es mit der Carbonkonkurrenz aufnehmen kann und auch noch leichter und stabiler ist. Im übrigen verursacht sehr leichte Alufelge dann sicher ein ähnliches Überhitzungsproblem für die Schläuche wie es Carbonclincher tun.

Aber nach wie vor, wäre ich dankbar, wenn jemand tatsächlich dieses Hitzeargument gegen Latex entkräften könnte. Ich glaube nämlich auch nicht, dass die Gefahr diesbezüglich mit Carbon- prinzipiell grösser ist als mit Alufelgen. Das mag aber abhängig sein von der jeweiligen Kombination aus Felgen+Bremsbelag. In meinem Fall (ENVE-Felgen + ENVE-Beläge) scheint die Bremsleistung einfach nur für den enormen Abrieb der Beläge draufzugehen und dafür weniger in Wärme umgewandelt werden. Jedenfalls habe die in kurzer Zeit schon extrem "abgenommen".

Momentan bin ich bis auf Weiteres wieder mit Butyl unterwegs. Aber ich muss schon sagen: es rollt nicht mehr so. Ich kann zwar nicht sagen, dass ich langsamer unterwegs bin, aber auf dem rauen Strassenbelag hier in der Gegend spüre ich den Verlust an Fahrkomfort sehr deutlich (bei ansonsten gleichem Setup und Luftdruck). Und vermutlich werde ich das Risiko "Latex" wenigstens am Hinterrad wieder eingehen. Für die meisten Hügel hier im Jura sollte das noch OK sein. In den "richtigen" Bergen bin ich eh mit Alu unterwegs.

lucabrasi
04.07.2011, 10:29
Tja, Rolf,

da hast du den Sinn der Frage wirklich nicht erkannt. Es geht hier nämlich nicht
um die Kosten oder den Rollwiderstand, sondern um Lebensgefahr oder nicht:eek:

Campa weist nämlich bei seinen Carbon Clinchern (Hyperon Ultra z.B.) ausdrücklich darauf hin, dass man k e i n e Latexschläuche verwenden darf und ich kann dir aus Erfahrung berichten, dass das tatsächlich lebensgefährlich sein kein.

Aufgrund der Hitzeentwicklung - z. T. aber auch ohne diese - platzen die nämlich großflächig auf und "entlüften" sich innerhalb des Bruchteils einer Sekunde. Das macht sich bei Abfahrten im Gebirge am Vorderrad besonders gut:D

Frag mich nun bitte nicht, warum das bei Butyl nicht der Fall ist, aber Campa
weist nun mal ausdrücklich darauf hin. Wie das bei anderen Herstellern ist, kann ich dir leider nicht sagen.

Würde aber tippen, dass das sich nicht anders verhält.

Sportliche Grüße,

LW

lightweight, wenn es um lebensgefahr geht und um die frage nach gefährlichen passabfahrten, dann muss man natürlich die frage selbst in frage stellen.
carbon clincher sind in diesem zusammenhang leider die ursache des schwachsinns.

wenn ich schon lesen dass campa keine latexschläuche wegen der hitzeprobleme freigibt, dann stellt sich doch wirklich die frage ob dieses sicherheitsrisiko nur für das bißchen schwarz an der bremsflanke in irgendeinem vertretbaren verhältnis steht...

gerade die frage was auf einer passabfahrt bei geplatztem vorderreifen passiert, lässt doch jeden, der einigermassen rational denken kann, zur schauchreifenvariante greifen.

diese carbonclincher gibt es doch nur, weil einerseits drahtreifen von industrie und gazetten wie der "tour" als eierlegende wollmilchsau promotet werden, und andererseits der verbraucher trotzdem ein rad in profidesign, nämlich in vollcarbon-"optik" fahren "muss".

Al_Borland
04.07.2011, 10:55
Hat ja ziemlich lange gedauert, bis das Gebashe um Carbonclincher und die Daseinsberechtigung von Draht- und Faltreifen losgeht.:respekt:

hde
04.07.2011, 11:14
Ich würde gerne verstehen, warum von Latexschläuchen abgeraten wird. Die Reibleistung ist unabhängig vom Felgenmaterial sondern nur von Geschwindigkeit und Gesamtgewicht. Alu leitet die Wärme viel besser und sollte eigentlich dafür sorgen, dass der Schlauch wärmer wird als bei einer Carbonfelge. Theoretisch sollte es also kritischer sein, Alufelgen zu benutzen.

Ich fahre keine Carbonfelgen, kann aber als Physiker etwas dazu sagen.

Entscheident für die Erwärmung bei gegebener Reibleistung ist zunächst die Wärmekapazität. Bei gleichem Volumen ist die deutlich kleiner bei Carbonfasern als bei Aluminium. Auf die Schnelle finde ich Zahlen, die ein Verhältnis von ungefähr 2 ergeben, d.h. bei gleicher zu vernichtender Bremsenergie würde sich eine gleichvolumige Carbonfelge um die doppelte Temperatur erhitzen.

Die Wärmeleitung ist auch unterschiedlich, führt aber ebenfalls zu einer Verschlimmerung der Lage bei Carbon. Die dünne Felgenflanke ist in jedem Fall schnell durcherhitzt, aber lateral dürfte es im Fall von Carbon sehr viel länger dauern bis Wärme verteilt und etwa ins Felgenbett abgeleitet wird. Auch dürften sich Hotspots durch lokal höhere Reibwerte bei Aluminium leichter ausgleichen

Gruß

hde

PS: Hallo Forum, erster Post.

lucabrasi
04.07.2011, 11:14
Hat ja ziemlich lange gedauert, bis das Gebashe um Carbonclincher und die Daseinsberechtigung von Draht- und Faltreifen losgeht.:respekt:

hat mit gebashe nicht zu tun, aber wenn sich die frage nach butyl oder latex als "sicherheitsfrage" entpuppt, muss man rationalerweise vorher ansetzen :D

p.s. siehe auch post 23

xrated
04.07.2011, 11:19
Nicht ganz nachvollziehbar, Carbon isoliert Hitze besser als Alu. Die Hitze müsste eigentlich mehr bei den Belägen bleiben als bei Alu. Das einzige was sein kann das die Hitze länger in der Felge bleibt und sich dann aufkumuliert.

Die weiterverteilung von Hitze könnte auch eine Rolle spielen und zwar nicht die punktuelle Belastung, weil beim bremsen ja eh der ganze Ring benutzt wird, sondern das bei Alufelgen die Hitze auch ins Felgenbett bis zur Innenseite wandern kann. Je schwerer die Felge desto mehr Kühlung.

hde
04.07.2011, 12:31
Die Wärmeleitung ist auch unterschiedlich, führt aber ebenfalls zu einer Verschlimmerung der Lage bei Carbon. Die dünne Felgenflanke ist in jedem Fall schnell durcherhitzt, aber lateral dürfte es im Fall von Carbon sehr viel länger dauern bis Wärme verteilt und etwa ins Felgenbett abgeleitet wird. Auch dürften sich Hotspots durch lokal höhere Reibwerte bei Aluminium leichter ausgleichen


Um das jetzt etwas zu quantifizieren: Durch 1mm Felgenflanke (etwas knapp, aber anschaulich) erfolgt ein Temeperaturausgleich in 0,063s (Carbon) und 0,012s (Alu), also in beiden Fällen schneller als eine Radumdrehung. Eine irgendwie geartete "Isolation" durch Carbon gibt es da nicht. Für 1cm Strecke werden 6,3s (Carbon) und 1,2s (Alu) gebraucht. Bei Dauerbremsung erfolgt bei Al also bereits nach ca 1s eine Ableitung ins Felgenbett.

Größer dürfte aber der Effekt der unterschiedlichen Wärmekapazitäten sein.

hde

Wer's nachrechnen will:
Thermische Relaxationszeit = Strecke^2*Massendichte*spez.Wärme / Wärmeleitfähigkeit

Marco Gios
04.07.2011, 12:55
Ein bisschen was davon puffern die Carbonclincher durch die die dickere Felgenwand wieder auf: Bei meinen sind es ~ 2,1 - 2,2 mm Wandstärke im Bereich der Bremsfläche. Das ist zwar nicht doppelt so dick wie eine Alu-Felge, aber schon deutlich mehr.

Tom vom Deich
04.07.2011, 12:59
lightweight, wenn es um lebensgefahr geht und um die frage nach gefährlichen passabfahrten, dann muss man natürlich die frage selbst in frage stellen.
carbon clincher sind in diesem zusammenhang leider die ursache des schwachsinns.

wenn ich schon lesen dass campa keine latexschläuche wegen der hitzeprobleme freigibt, dann stellt sich doch wirklich die frage ob dieses sicherheitsrisiko nur für das bißchen schwarz an der bremsflanke in irgendeinem vertretbaren verhältnis steht...

gerade die frage was auf einer passabfahrt bei geplatztem vorderreifen passiert, lässt doch jeden, der einigermassen rational denken kann, zur schauchreifenvariante greifen.

diese carbonclincher gibt es doch nur, weil einerseits drahtreifen von industrie und gazetten wie der "tour" als eierlegende wollmilchsau promotet werden, und andererseits der verbraucher trotzdem ein rad in profidesign, nämlich in vollcarbon-"optik" fahren "muss".

:goodpost:

grumbledook
04.07.2011, 13:08
Um das jetzt etwas zu quantifizieren: Durch 1mm Felgenflanke (etwas knapp, aber anschaulich) erfolgt ein Temeperaturausgleich in 0,063s (Carbon) und 0,012s (Alu), also in beiden Fällen schneller als eine Radumdrehung. Eine irgendwie geartete "Isolation" durch Carbon gibt es da nicht. Für 1cm Strecke werden 6,3s (Carbon) und 1,2s (Alu) gebraucht. Bei Dauerbremsung erfolgt bei Al also bereits nach ca 1s eine Ableitung ins Felgenbett.

Größer dürfte aber der Effekt der unterschiedlichen Wärmekapazitäten sein.

hde

Wer's nachrechnen will:
Thermische Relaxationszeit = Strecke^2*Massendichte*spez.Wärme / Wärmeleitfähigkeit

Na endlich mal sachliche Argumente. Danke dafür! (Und willkommen
im Forum!)

Wenn man jetzt noch wüsste, wieviel eher (also bei wieviel °C) ein
Latexschlauch im Vergleich zu Butylschläuchen (standard und leicht)
platzt, und wie lange (gleiches Gefälle/Bremsleistung/Systemgewicht)
man mit einer Carbon/Alufelge bremsen muss, um diese Temperatur an
den Kontaktstellen der Felge zum Schlauch zu erreichen, kann man
die Diskussion beenden und jeder für sich eine Risikoabschätzung
machen.

Wenn es nämlich um die Daseinsberechtigung von Carbonclinchern geht,
so sollte man nicht vergessen, dass ein Grossteil der Nutzer die meisten
km im flachen, bestenfalls hügeligem Gelände absolviert. Und da ist
man nun mal am schnellsten wer Clincher mit Latexschläuchen fährt,
insbesondere bei rauem Belag. (Auf 10 bar oder mehr totgepumpte
Schlauchreifen sind da alles andere als ein Vorteil.)
Zumal Latex auch einen höheren Pannenschutz bietet (solange eben
die Temperatur unkritisch bleibt). Und ich konnte nach den ersten Abfahrten
hier in der Gegend bislang die Carbonfelge nochimmer anfassen, ohne mir die
Finger zu verbrennen.

Wenn die Abfahrten deutlich länger als 500 hm bei Gefällen von >> 5 %
mit engen Kurven sind, wäre mir das Risiko mit Carbon auch zu gross,
egal ob mit Latex oder Butyl. Allein der Bremsweg wird mir dann zu lang.
Also könnt ihr eure Verweise auf Passabfahrten stecken lassen.
Ich würde da auch keine Schlauchreifen fahren wollen, weder Alu noch Carbon.
Die eierlegende Wollmilchsau ist sicher immer noch eine 400-500 g Alufelge
für Draht/Faltreifen. Carbonfelgen (Clincher oder nicht) sind keine Basis
für ein LR, das man immer und überall fährt.



...gerade die frage was auf einer passabfahrt bei geplatztem vorderreifen passiert, lässt doch jeden, der einigermassen rational denken kann, zur schauchreifenvariante greifen.
...


Jeder, der noch etwas besser rational denken kann, wird in diesem Fall sicher auf
eine Alufelge und Faltreifen setzen.

Tom vom Deich
04.07.2011, 13:19
Und da ist
man nun mal am schnellsten wer Clincher mit Latexschläuchen fährt,
insbesondere bei rauem Belag. (Auf 10 bar oder mehr totgepumpte
Schlauchreifen sind da alles andere als ein Vorteil.)
Zumal Latex auch einen höheren Pannenschutz bietet (solange eben
die Temperatur unkritisch bleibt).


Die eierlegende Wollmilchsau ist sicher immer noch eine 400-500 g Alufelge
für Draht/Faltreifen. Carbonclincher sind keine Basis für ein LR, das man
immer und überall fährt.

Also ich hatte die meisten Pannen bisher mit Latexschläuchen, darunter auch eine Auflösung nach einer Passabfahrt.
Ich würde im Gebirge Schlauchreifen immer vorziehen.

Ob ein Schlauchreifen mit 10bar tot gepumpt ist, hängt von seiner Breite ab. 21mm und 10bar bei 90kg Gewicht geht wunderbar. Man kann für schlechte Straßen auch 24 oder 27er Schlauchreifen aufziehen, wie sie bei P-R gefahren werden, dann mit 7 oder 8 bar. Die in Tests gemessenen Laborwerte würde ich kritisch hinterfragen.
Den Vorteil von Carbonclinchern sehe ich ganz klar bei bike Galerie Fotos und vor Eisdielen.

grumbledook
04.07.2011, 13:27
Also ich hatte die meisten Pannen bisher mit Latexschläuchen, darunter auch eine Auflösung nach einer Passabfahrt.
Ich würde im Gebirge Schlauchreifen immer vorziehen.

Ob ein Schlauchreifen mit 10bar tot gepumpt ist, hängt von seiner Breite ab. 21mm und 10bar bei 90kg Gewicht geht wunderbar. Man kann für schlechte Straßen auch 24 oder 27er Schlauchreifen aufziehen, wie sie bei P-R gefahren werden, dann mit 7 oder 8 bar. Die in Tests gemessenen Laborwerte würde ich kritisch hinterfragen.
Den Vorteil von Carbonclinchern sehe ich ganz klar bei bike Galerie Fotos und vor Eisdielen.

Tja, ich habe schon etliche 1000 hm Abfahrten hinter mir. Ich fahre
Clincher seit 20 Jahren. Ich hatte noch nie einen Platzer, kenne aber
genug Leute, die mit ihren Schlauchreifen im Gebirge böse auf die Nase
gefallen sind. Aber wie ich schon mehrmals sagte, für die "echten" Berge,
habe ich Alufelgen und Butylschläuche. Inzwischen bin ich auch von 23
auf 25 mm gewechselt, weil das auf den Strassen hier in der Gegend einfach
die bessere Wahl ist.

PS
Schlauchreifen fahre ich nur beim Quer. Da und auf der Bahn haben
sie wirkliche Vorteile. (P-R würde ist ja abschnittsweise ein Querfeldeinrennen.)

Patrice Clerc
04.07.2011, 13:31
Wenn es nämlich um die Daseinsberechtigung von Carbonclinchern geht,
so sollte man nicht vergessen, dass ein Grossteil der Nutzer die meisten
km im flachen, bestenfalls hügeligem Gelände absolviert. Und da ist
man nun mal am schnellsten wer Clincher mit Latexschläuchen fährt,
insbesondere bei rauem Belag.Da passt aber eine relative schwere Alu-Felge à la Shamal original oder Cosmic Carbon auch und von Latex-Problemen bei diesen Felgen hat man hier noch nicht berichtet (IIRC).

Abgesehen davon wird die Bedeutung der Felge für die Gesamt-Aerodynamik allgemein doch massiv überschätzt. Rein rational bist du mit einigermassen schlau gewählten Alufelgen sowieso "gleich" schnell. Ausserhalb von ernsthaften Zeitfahren braucht man sich dazu IMO keine Gedanken zu machen.

Patrice Clerc
04.07.2011, 13:35
Also ich hatte die meisten Pannen bisher mit Latexschläuchen, darunter auch eine Auflösung nach einer Passabfahrt.
Ich würde im Gebirge Schlauchreifen immer vorziehen.
Was ist diesbezüglich eigentlich der Unterschied, wenn ich von der Buchenegg (788 m über Meer) auf 2.8 km 270 Höhenmeter runter fahren (teilweise enge, kurz aufeinander folgende Kurven) oder einen normalen Pass (Durchschnittlich vielleicht 7.5 %, selten 3 km mit knapp 10 %) runter fahre?

JFTR:
An der Buchenegg, an der ich zugegebenermassen zwar nicht ständig, aber halt doch fast jede Kurve anbremse und dabei jeweils ca. 20 bis 40 km/h langsamer werde, habe ich auch mit Latex in Alu bislang keine Probleme festgestellt.

lucabrasi
04.07.2011, 13:55
....Und da ist man nun mal am schnellsten wer Clincher mit Latexschläuchen fährt,
insbesondere bei rauem Belag. (Auf 10 bar oder mehr totgepumpte
Schlauchreifen sind da alles andere als ein Vorteil.)

du bist ganz offensichtlich auch einer dieser "opfer " des tourtests 9/2010.:D
wenn auf meinen tubular (mit latexschlauch) steht: 9-14 bar kann mal wohl davon ausgehen, dass der reifen nicht bei 10 bar totgepumpt ist, im gegenteil.
dank des latexschlauches steigt sinkt der rollwiderstand eben auch bei höheren drücken noch.
das problem der clincherfelgen und insbesondere der carbonclincherfelgen ist die tatsache das aus sicherheitsgründen eben keine signifikant höheren drücke als 8 bar gefahren werden können.
allein diese tatsache macht die carbonclincherfelge schon fragwürdig.




Jeder, der noch etwas besser rational denken kann, wird in diesem Fall sicher auf
eine Alufelge und Faltreifen setzen.

wenn dir auf der abfahrt bei einem faltreifen in der kurve der reifen platzt springt er ab und du musst auf der felge aussteuern und zum stehen kommen.
beim tubular fährst du auf dem platten reifen weiter. das ist im gegensatz zum felgenhorn auf dem du fährst ein gigantisches sicherheitsplus.

grumbledook
04.07.2011, 13:58
Was ist diesbezüglich eigentlich der Unterschied, wenn ich von der Buchenegg (788 m über Meer) auf 2.8 km 270 Höhenmeter runter fahren (teilweise enge, kurz aufeinander folgende Kurven) oder einen normalen Pass (Durchschnittlich vielleicht 7.5 %, selten 3 km mit knapp 10 %) runter fahre?

JFTR:
An der Buchenegg, an der ich zugegebenermassen zwar nicht ständig, aber halt doch fast jede Kurve anbremse und dabei jeweils ca. 20 bis 40 km/h langsamer werde, habe ich auch mit Latex in Alu bislang keine Probleme festgestellt.

Das ist doch mal eine Angabe, mit der ich was anfangen kann. :)
"Krasser" als die Buchenegg sind hier nur wenige Abfahrten in der Gegend.

Ansonsten würde ich denken, dass es viel ausmacht, wie gut man eine
Abfahrt kennt. Auf vertrauten Strecken bremst man natürlich viel weniger.
Insofern hast Du recht, wenn Du darauf hinweisen möchtest, dass es
egal ist, ob man von einem Alpenpass oder einem "Hügel" abfährt.

Al_Borland
04.07.2011, 14:12
... das problem der clincherfelgen und insbesondere der carbonclincherfelgen ist die tatsache das aus sicherheitsgründen eben keine signifikant höheren drücke als 8 bar gefahren werden können.
allein diese tatsache macht die carbonclincherfelge schon fragwürdig...Was wunderbar mit den meisten handelsüblichen Faltreifen zusammenpasst. Die dürfen nämlich auch nicht mit mehr als 8.5 bar aufgepumpt werden. Merkste was? :D

grumbledook
04.07.2011, 14:15
du bist ganz offensichtlich auch einer dieser "opfer " des tourtests 9/2010.:D
wenn auf meinen tubular (mit latexschlauch) steht: 9-14 bar kann mal wohl davon ausgehen, dass der reifen nicht bei 10 bar totgepumpt ist, im gegenteil.
dank des latexschlauches steigt sinkt der rollwiderstand eben auch bei höheren drücken noch.
das problem der clincherfelgen und insbesondere der carbonclincherfelgen ist die tatsache das aus sicherheitsgründen eben keine signifikant höheren drücke als 8 bar gefahren werden können.
allein diese tatsache macht die carbonclincherfelge schon fragwürdig.


Meine sind übrigens bis 9.5 bar zulassen. Aber das ist mir schon viel zuviel.
"Totpumpen" heisst ja nicht nur, dass Du den Rollwiderstand nicht mehr
irgendwie messbar weiter senken kannst, sondern dass der Fahrkomfort irgendwann gleich 0 ist. Du bist herzlich eingeladen mit Deinen 10-14 bar
Schlauchreifen hier im Grenzgebiet (Schweiz-Frankreich) mit auf eine Tour
zu kommen. Ich würde Dich gerne auf den Abfahrten durch die Kurven
"hoppeln" sehen :) Ich fahre 25 mm bei ca 7 bar. Früher waren es 23 mm bei
8.5 oder so. Und ich bin alles andere als langsamer mit der neuen Variante.



wenn dir auf der abfahrt bei einem faltreifen in der kurve der reifen platzt springt er ab und du musst auf der felge aussteuern und zum stehen kommen.
beim tubular fährst du auf dem platten reifen weiter. das ist im gegensatz zum felgenhorn auf dem du fährst ein gigantisches sicherheitsplus.


Das Sicherheitsplus durch langsameren Druckverlust geht "flöten", wenn
Dir Dein Schlauchreifen von der Felge rollt. Aufgrund der besseren
Bremsleistung ist für mich Alu immer noch erste Wahl in den Bergen, vor
allem wenn ich auf mir unbekannten Pässen unterwegs bin. Aber da
hast Du u.U. eben wegen der Klebers/Kitts ein nicht zu vernachlässigendes
Problem mit Schlauchreifen, weil das Bett heiss wird. Und komm mir nicht mit den Profis. Kaum
einer hier beherrscht sein Rad so gut und muss deswegen bergab so wenig
bremsen wie die. Aber selbst bei denen wirst Du fündig, wenn Du nach
Schlauchreifen suchst, die sich von der Felge gelöst haben. (--> zB Beloki)

Aber keine Frage, ein Platten auf der Abfahrt kann immer fatale Folgen
haben, egal was für einen Typ Reifen man fährt.

lucabrasi
04.07.2011, 14:24
Was wunderbar mit den meisten handelsüblichen Faltreifen zusammenpasst. Die dürfen nämlich auch nicht mit mehr als 8.5 bar aufgepumpt werden. Merkste was? :D

da stellt sich die frage : henne oder ei? gell?, die dürfen nämlich nicht mit mehr als 8,5 bar aufgepumpt werden weil sonst die felge platzt

Al_Borland
04.07.2011, 14:29
Man dreht sich's eben, wie man's gerade braucht, gell? :Bluesbrot

lucabrasi
04.07.2011, 14:29
Meine sind übrigens bis 9.5 bar zulassen. Aber das ist mir schon viel zuviel.
"Totpumpen" heisst ja nicht nur, dass Du den Rollwiderstand nicht mehr
irgendwie messbar weiter senken kannst, sondern dass der Fahrkomfort irgendwann gleich 0 ist. Du bist herzlich eingeladen mit Deinen 10-14 bar
Schlauchreifen hier im Grenzgebiet (Schweiz-Frankreich) mit auf eine Tour
zu kommen.

die lösung heisst in der tat: latexschlauch

ich fahre tubulars mit latexschläuchen die mit 10 bar erheblich komfortabler sind als butyltubulars bei 8 bar

ansonsten können wir zusammenfassen: keiner möchte bei 80 km/h in der kurve einen reifenplatzer haben :drinken2:

grumbledook
04.07.2011, 14:31
da stellt sich die frage : henne oder ei? gell?, die dürfen nämlich nicht mit mehr als 8,5 bar aufgepumpt werden weil sonst die felge platzt

Quatsch. Mavic erlaubt generell bei 23 mm bis 9.5 bar.
Auf meinen Ellipse für die Bahn fahre ich 20 mm bei 10--11 bar.
Ist also kein prinzipielles Problem, sondern eher die Frage,
wie leicht soll das Rad sein. Lightweight geht da extreme Wege,
erlaubt deswegen nur 8 bar, wenn ich mich nicht irre.
Meine Enve Carbon sind auch bis 9.5 bar zugelassen, wie
ich bereits erwähnt habe.

grumbledook
04.07.2011, 14:33
die lösung heisst in der tat: latexschlauch

ich fahre tubulars mit latexschläuchen die mit 10 bar erheblich komfortabler sind als butyltubulars bei 8 bar

ansonsten können wir zusammenfassen: keiner möchte bei 80 km/h in der kurve einen reifenplatzer haben :drinken2:

OK, dann sollten wir tatsächlich mal ein Bier trinken :)

Patrice Clerc
04.07.2011, 14:41
du bist ganz offensichtlich auch einer dieser "opfer " des tourtests 9/2010.:D
wenn auf meinen tubular (mit latexschlauch) steht: 9-14 bar kann mal wohl davon ausgehen, dass der reifen nicht bei 10 bar totgepumpt ist, im gegenteil. Das hat überhaupt keinen Einfluss.



dank des latexschlauches steigt sinkt der rollwiderstand eben auch bei höheren drücken noch.
das problem der clincherfelgen und insbesondere der carbonclincherfelgen ist die tatsache das aus sicherheitsgründen eben keine signifikant höheren drücke als 8 bar gefahren werden können.
allein diese tatsache macht die carbonclincherfelge schon fragwürdig.

Das alleine wäre ja kein Hinderungsgrund. In der Realität - grober, nicht immer perfekter Asphalt - sind 8 Bar und ca. 23 mm oder eben 25 mm bei leicht reduziertem Druck mit Reserve genug bei ca. 80 kg Fahrergewicht. Bei schweren Fahrern würde ich den Druck nur wenig anheben (falls überhaupt) und breitere Reifen nutzen.



wenn dir auf der abfahrt bei einem faltreifen in der kurve der reifen platzt springt er ab...besteht die Gefahr, dass er absprint...

JFTR: die Kombination
- sehr wenig Luft im Reifen
- hohe Geschwindigkeit
- Abbremsen
ist auch mit Schlauchreifen für die Gesundheit nicht förderlich.



und du musst auf der felge aussteuern und zum stehen kommen.
beim tubular fährst du auf dem platten reifen weiter. das ist im gegensatz zum felgenhorn auf dem du fährst ein gigantisches sicherheitsplus.
Gigantisch? Ich möcht dich mal sehen, wie du mit einem defekten Schlauchreifen auf dem Vorderrad, der innert fünf Sekunden alle Luft verloren hat, bei z. B. 9 % Gefälle und über 80 km/h souverän zum stehen kommst.

Schlauchreifen haben diesbezüglich einen kleinen Vorteil, aber die reellen Unterschiede sind nicht sehr gross:

Bei eher niederen Tempi kann ich beide Systeme halbwegs sicher zum stehen bringen.
Bei hohen Tempi wirds mit beiden Systemen grosse Problem (lies: Stürze) absetzen.
Dazwischen besteht ein schmaler Grenzbereich, wo's mit dem Schlauchreifen gerade noch geht, mit dem Drahtreifen aber nicht mehr.
Dafür weisen aktuelle Drahtreifen eine günstigere Kombination aus Laufeigenschaften und Pannensicherheit auf - die Wahrscheinlichkeit mit dem Draht/Faltreifen einen defekt zu haben, ist kleiner. Darum ist das Risiko schlussendlich jedenfalls meiner Meinung nach sicherlich nicht grösser, sondern eher kleiner. :Bluesbrot

lucabrasi
04.07.2011, 14:48
Dafür weisen aktuelle Drahtreifen eine günstigere Kombination aus Laufeigenschaften und Pannensicherheit auf - die Wahrscheinlichkeit mit dem Draht/Faltreifen einen defekt zu haben, ist kleiner.
[/LIST]

das genau ist totaler blödsinn und nichts anderes als "tour"-meinungsmache

grumbledook
04.07.2011, 14:52
...


Schön zusammengefasst.

grumbledook
04.07.2011, 14:54
das genau ist totaler blödsinn und nichts anderes als "tour"-meinungsmache

Würde mich da nicht soweit aus dem Fenster lehnen. Ich glaube
"Patrice Clerc" ;) weiss aus eigener, langjähriger Erfahrung (und Messung)
wovon er spricht. (Lediglich die Tatsache, dass Schlauchreifen bei
einem Platten durch eindringende Fremdkörper mitunter(!) etwas langsamer
die Luft verlieren, ist ein Plus. Und eben: beim Quer hat man seltener
Durschläge und kann noch weniger Luftdruck fahren.)

Patrice Clerc
04.07.2011, 14:54
das genau ist totaler blödsinn und nichts anderes als "tour"-meinungsmache

Dann lies mal die entsprechenden Threads über Schlauchreifen, wo die Leute ihre Erfahrung mit Defekten beschreiben. Die gut laufenden Veloflex weisen zwar eine IMO vertretbare Pannenhäufigkeit auf, aber mit einem GP4000S können sie diesbezüglich nicht mithalten. Dafür sind die Rollwiderstände bei allen Tests, die ich in den letzten Jahren gesehen habe, ganz ähnlich.

Womit deine Aussage "totaler Blödsinn" eben genau das ist: totaler Blödsinn. :Bluesbrot

lucabrasi
04.07.2011, 15:03
Dann lies mal die entsprechenden Threads über Schlauchreifen, wo die Leute ihre Erfahrung mit Defekten beschreiben. Die gut laufenden Veloflex weisen zwar eine IMO vertretbare Pannenhäufigkeit auf, aber mit einem GP4000S können sie diesbezüglich nicht mithalten. Dafür sind die Rollwiderstände bei allen Tests, die ich in den letzten Jahren gesehen habe, ganz ähnlich.

Womit deine Aussage "totaler Blödsinn" eben genau das ist: totaler Blödsinn. :Bluesbrot

ich beurteile das ganze nicht auf grundlage von threadleserei sondern aus eigener erfahrung :D

drahtreifen haben genau einen vorteil und zwar einen ästhetischen: der übergang felge reifen ist sauberer und bleibt auch sauberer, durch die kleberei sammels sich beim tubular auf dauer etwas klebedreck-gemisch

Patrice Clerc
04.07.2011, 15:23
ich beurteile das ganze nicht auf grundlage von threadleserei sondern aus eigener erfahrung :D
Du bist also so viele unterschiedliche Reifen gefahren, dass du auch ohne systematischen Testaufbau zu statistisch verwertbaren Aussagen gekommen bist und gleichzeitig die meist allgemein akzeptierten Erkenntnisse widerlegen kannst? :respekt:

lucabrasi
04.07.2011, 15:45
Du bist also so viele unterschiedliche Reifen gefahren, dass du auch ohne systematischen Testaufbau zu statistisch verwertbaren Aussagen gekommen bist und gleichzeitig die meist allgemein akzeptierten Erkenntnisse widerlegen kannst? :respekt:

ich denke, wenn man viel fährt hat man durchaus eigene erfahrungswerte z.b. zur pannensicherheit. die sehen eben anders aus als wenn die tour irgendeinen nagel in einen reifen hämmert. ich habe z.b. seit sage und schreibe 50.000 km keinen einzigen tubulardefekt bei sechs unterschiedlichen reifentypen gehabt, aber gleichzeitig ein halbes dutzend clincherpannen auf der halben fahrleistung.
das führt bei mir zu der schlichten und einfachen erkenntnis: tubulars sind pannensicherer als clincher.

desweiteren hatte ich schon im rennen reifenplatzer bei clinchern, da stand ich unmittelbar auf dem felgenhorn, riesen stress gehabt! das brauch ich ehrlich gesagt überhaupt nicht.
bei tubulars gab es früher, als es den begriff pannenschutz noch nicht gab, natürlich auch defekte, auch in rennen, das war aber nie stress.

man muss diese situationen mal durchgespielt haben um zu wissen wie es sich mit was verhält.

sei mir nicht böse, aber diese ganzen testberichte mit der damit verbundenen schreiberei sind immer manipulativ. jeder test ist ergebnisorientiert steuerbar. wichtig ist, das man aus den werten liest was wichtig ist und nicht aus den kommentaren.
von allgemein akzeptierten erkenntnissen kann da keine rede sein.

Patrice Clerc
04.07.2011, 15:50
Sei du mir nicht böse - aber (n=1, m=$klein)-Untersuchungen können mit systematischen und nachvollziehbaren Tests nicht mithalten.

n=1: eine Person, keine systematischen Tests
m=$klein: wenige Reifen

Abgesehen davon: du wirst ja wohl nicht davon ausgehen, dass 50000 km fahren ohne Defekt normal ist. Das ist - falls es denn nicht passend konstruiert wurde :Bluesbrot - ein statistischer Ausreisser und damit eben gerade keine nutzbare Erkenntnis und lässt keine Schlüsse auf die Zukunft zu.

Wie schon anderswo geschrieben: die verschiedenen Leute, die Rollwiderstands- und Pannenschutztests durchgeführt haben, kommen im grossen und ganzen zu den gleichen Schlüssen (auch wenn sich die Werte durchaus um +/- 10 % unterscheiden können). Irgend welche Verschwörungstheorien scheinen mir nicht angebracht.

merak
04.07.2011, 16:19
desweiteren hatte ich schon im rennen reifenplatzer bei clinchern, da stand ich unmittelbar auf dem felgenhorn, riesen stress gehabt!

Wie oft ist den das konkret passiert und in welchem Jahr?

lucabrasi
05.07.2011, 01:01
Wie schon anderswo geschrieben: die verschiedenen Leute, die Rollwiderstands- und Pannenschutztests durchgeführt haben, kommen im grossen und ganzen zu den gleichen Schlüssen (auch wenn sich die Werte durchaus um +/- 10 % unterscheiden können). Irgend welche Verschwörungstheorien scheinen mir nicht angebracht.

+/- 10% sind ein Unterschied von 20% bei den testergebnissen. eigentlich ist damit doch alles zur validität dieser daten gesagt.

lucabrasi
05.07.2011, 01:05
Wie oft ist den das konkret passiert und in welchem Jahr?

das letzte mal in diesem jahr im mai

Tom vom Deich
05.07.2011, 02:11
Was ist diesbezüglich eigentlich der Unterschied, wenn ich von der Buchenegg (788 m über Meer) auf 2.8 km 270 Höhenmeter runter fahren (teilweise enge, kurz aufeinander folgende Kurven) oder einen normalen Pass (Durchschnittlich vielleicht 7.5 %, selten 3 km mit knapp 10 %) runter fahre?

JFTR:
An der Buchenegg, an der ich zugegebenermassen zwar nicht ständig, aber halt doch fast jede Kurve anbremse und dabei jeweils ca. 20 bis 40 km/h langsamer werde, habe ich auch mit Latex in Alu bislang keine Probleme festgestellt.

Die Gegenden sagen mir gar nichts, mein Latexschlauch hat sich in den Pyrenäen (Aquitanien) aufgelöst bei bis zu 13% Gefälle und zahlreichen schnell aufeinander folgenden Serpentinen bei ca. 30°C. Vor 10 Jahren hatte ich beige, orange, grüne L-Schläuche, alles mögliche, selbst nach Fahrten im Mittelgebirge sahen die nach ein paar Monaten an manchen Stellen schon dünn aus. Habe ich alles entfernt dann und ausgetauscht gegen Schwalbe extralight. Wenn Latex, nur noch gut isoliert im Schlauchreifen.

Patrice Clerc
05.07.2011, 06:49
+/- 10% sind ein Unterschied von 20% bei den testergebnissen. eigentlich ist damit doch alles zur validität dieser daten gesagt.
Nein, sagt es nicht. Deine Aussage sagt hingegen viel über deine Erfahrung mit Testwerten.

Wie gross sind nochmals die Abweichungen bei deinen Hinterkopfstatistiken? :bluesbrot

Patrice Clerc
05.07.2011, 06:50
Die Gegenden sagen mir gar nichts, mein Latexschlauch hat sich in den Pyrenäen (Aquitanien) aufgelöst bei bis zu 13% Gefälle und zahlreichen schnell aufeinander folgenden Serpentinen bei ca. 30°C. Vor 10 Jahren hatte ich beige, orange, grüne L-Schläuche, alles mögliche, selbst nach Fahrten im Mittelgebirge sahen die nach ein paar Monaten an manchen Stellen schon dünn aus. Habe ich alles entfernt dann und ausgetauscht gegen Schwalbe extralight. Wenn Latex, nur noch gut isoliert im Schlauchreifen.

Die Frage war: wo ist der Unterschied, ob ich zuhause fünf Minuten (oder ähnlich) einen steilen Berg mit vielen Kurven runter fahre oder in den Alpen oder Pyrenäen?

grumbledook
05.07.2011, 08:35
Für mich lautet der Kompromiss einstweilen vorne Butyl und hinten Latex.
Bei der Inspektion des ersten Paars Latexschläuche (nach >10000 hm)
habe ich keinerlei Veränderung des Materials und auch keine Verfärbungen
festgestellt. Im übrigen weiss ich nicht, ob ich zu einem "extralight"
Butylschlauch wirklich mehr Vertrauen habe als in einen Latexschlauch. Die
leichten Butylschläuche sind schon extrem dünnwandig (vor allem, wenn sie
einen 25 mm Reifen ausfüllen sollen). Und gerade die Toleranzen bei
den Leichtprodukten von Schwalbe (ich sage nur: Blasen-werfender
Ultremo) sind alles andere als vertrauensfördernd. So rotiert eben ein "normaler"
Butylschlauch im VR.
...
Mich würde übrigens interessieren, ob die Lösung des Problems vielleicht
der Panaracer R'AIR sein könnte. Das Marketing preist ihn ja als die perfekte
Mischung der Eigenschaften von Butyl und Latex an. Aber wahrscheinlich
ist das nur wieder heisse Luft.

Patrice Clerc
05.07.2011, 08:42
VR butyl, hinten Latex scheint mir nach deiner Begründung sehr sinnvoll. Und wenn du vor allem im Jura mit den Carbon-Rädli fährst, wo man AFAIK meist ohne Dauerbremsen runter kommt, dann sollte da genügend Reserve sein.

Bezüglich den alternativen Materialen bin ich vorsichtig. Es ist zwar schon lange her, aber meine damaligen Erfahrungen mit Panaracer-Schlauch-Super-Material waren abkühlend: kurz nach der Montage an einer Naht gerissen. :5bike:

Kann sein, dass die das heute, gegen 20 Jahre später, im Griff haben. Aber ich mag da nicht Versuchsküngeli spielen.

lucabrasi
05.07.2011, 09:58
Nein, sagt es nicht. Deine Aussage sagt hingegen viel über deine Erfahrung mit Testwerten.

Wie gross sind nochmals die Abweichungen bei deinen Hinterkopfstatistiken? :bluesbrot

patrice, schön dass du alles glaubst was so geschrieben wird, aber dir ist schon klar mit welcher motivation tests durchgeführt werden?

eine zeitschrift wie die tour oder roadbike, etc. möchte zuerst einmal ihr heft verkaufen. dazu muss ein inhalt her den der leser lesen möchte. es werden solche tests durchgeführt die die mehrheit interessiert und im ergebnis gerne nachvollziehen möchte.
die test selber werden von den firmen gesponsort, die ihre produkte testen lassen, reifentest werden bei conti durchgeführt, natürlich gewinnt immer ein conti die tests, ein schelm wer böses dabei denkt...
und wo sind die einschlägigen tests wissenschaftlich?
reder reifen hat z.b. einen für seine rolleigenschaft optimalen luftdruck.
im prinzip müsste also jeder reifen mit z.b. 7,8,9,10 und 11 bar getestet werden.
dann hätte man erstens einen objektiven vergleich und zweitens eine erkenntnis über den spezifisch optimalen luftdruck. hab ich aber noch nie gelesen.
usw., usw.


aber konkret:
wo gibt es tests die belegen dass ein drahtreifen pannensicherer ist als ein schlauchreifen? conti z.b. stattet beide reifentypen mit exakt dem gleichen vectran-pannenschutz aus, ein sogenannter durchstichtest kann hier nur identisch ausfallen.
ist ein durchstichtest ein verbindliches kriterium für einen pannenschutz?
wohl nur teilweise, denn er ist eine laboruntersuchung, der in der praxis in dem genauen winkel etc. eher nicht nachvollziehbar ist.

andere praxis- kriterien werden bei tests völlig vernachlässigt. so ist bei draht-/faltreifen eine häufige pannenursache die beschädigung des schlauchs bei der montage, vorschädigungen durch reifenheber oder einklemmung,
das kann beim tubular z.b. nicht passieren, ist aber durchaus relevant (siehe auch dein panaracer-problem).
oder mir ist es unterwegs z.b. schon öfter passiert dass ich einen faltreifenschlauch wechsele, aber den fremdkörper im mantel wg. dreck oder regen oder hektik nicht gefunden habe und kurze zeit später einen weiteren defekt habe.
kein prob beim tubular, runter, rauf, fertig.
das ist praxisrelevant.

Patrice Clerc
05.07.2011, 10:36
patrice, schön dass du alles glaubst was so geschrieben wird, aber dir ist schon klar mit welcher motivation tests durchgeführt werden?Ja. Al Morrison will rausfinden, welche Reifen am besten Laufen. Seine Ergebnisse decken sich mit jenen der deiner Meinung nach korrupten Tour-Mannschaft. Und jetzt?



aber konkret:
wo gibt es tests die belegen dass ein drahtreifen pannensicherer ist als ein schlauchreifen? conti z.b. stattet beide reifentypen mit exakt dem gleichen vectran-pannenschutz aus, ein sogenannter durchstichtest kann hier nur identisch ausfallen.
Dafür ist der Rollwiderstand der Schlauchreifen höher.

Ich schrieb, dass bei gleichem Rollwiderstand Schlauchreifen weniger Pannenschutz hätten resp. bei gleichem Schutz mehr Widerstand. Und das wurde bei allen Tests - egal, ob Morrison (Privatperson), Tour, "Le Cycle", andere Zeitschriften - bestätigt.



ist ein durchstichtest ein verbindliches kriterium für einen pannenschutz?
wohl nur teilweise, denn er ist eine laboruntersuchung, der in der praxis in dem genauen winkel etc. eher nicht nachvollziehbar ist.Sagen wir's mal so: wesentlich verbindlicher und nachvollziehbarer als deine nicht mal auf Papier festgehaltene Hinterkopfstatistik.



andere praxis- kriterien werden bei tests völlig vernachlässigt. so ist bei draht-/faltreifen eine häufige pannenursache die beschädigung des schlauchs bei der montage, vorschädigungen durch reifenheber oder einklemmung,
das kann beim tubular z.b. nicht passieren, ist aber durchaus relevant (siehe auch dein panaracer-problem).Beim Panaracer lag aber definitiv ein Produktionsfehler vor. Und klar, kann man einen Schlauch falsch montieren so wie man einen Schlauchreifen ungenügend aufkleben kann.



oder mir ist es unterwegs z.b. schon öfter passiert dass ich einen faltreifenschlauch wechsele, aber den fremdkörper im mantel wg. dreck oder regen oder hektik nicht gefunden habe und kurze zeit später einen weiteren defekt habe.
kein prob beim tubular, runter, rauf, fertig.
das ist praxisrelevant.
Das ist mir auf 200000 Faltkilometer geschätzt zweimal passiert (falls überhaupt, ist ja schwierig, die genau Ursache eines Doppelfehlers unterwegs zu eruieren). Auf den ca. 100000 bis 150000 km mit Schlauchreifen hatte ich IIRC mehr Probleme mit Doppelfehlern - da spuckt man dann in den Pumpenkopf und hofft, mit der Spucke wenigstens einen langsam Luft verlierenden Reifen so abdichten zu können, dass man noch nach hause kommt. Beim Faltreifen investiere ich fünf oder 10 Minuten und mache einen selbstklebenden Park-Tool-Flicken drauf und gut ist. Doppel-Defekt hatte ich aber schon sehr lange nicht mehr.

Und es ist eigentlich auch völlig off-topic. Warum hast du das Thema überhaupt aufgebracht?

grumbledook
05.07.2011, 12:30
Dann mal noch eine Frage: welches wäre denn der beste Butylschlauch? (Kompromiss Pannensicherheit+Rolleigenschaften)
Den letzten Test aus der Roadbike kann man ja irgendwie nicht ernst
nehmen. Fast alle leichten Schläuche haben quasi "sehr gut" bekommen.
Oder ist der Maxxis Ultralight tatsächlich die erste Wahl?

HeinerCF
05.07.2011, 12:35
Dann mal noch eine Frage: welches wäre denn der beste Butylschlauch? (Kompromiss Pannensicherheit+Rolleigenschaften)
Den letzten Test aus der Roadbike kann man ja irgendwie nicht ernst
nehmen. Fast alle leichten Schläuche haben quasi "sehr gut" bekommen.
Oder ist der Maxxis Ultralight tatsächlich die erste Wahl?

Je leichter, desto geringerer Rollwiederstand. ABER: Leichtere als 70g-Klasse montiere ich nicht mehr. Und da auch ausschließlich Conti oder Schwalbe. Bei anderen schlechte Erfahrungen mit mit sich auflösenden "Nähten" gemacht. Definitiv nicht durch Heißbremsen.

Al_Borland
05.07.2011, 12:59
Müssten mittlerweile 3.000km sein, seit ich die Maxxis Flyweight (http://www.tomsbikecorner.de/products/Fahrradteile/Reifen/Schlaeuche/Maxxis-Flyweight-Schlauch-28-Zoll.html?refID=froogle&utm_source=froogle&utm_medium=cpc&utm_campaign=froogle) fahre. Keinen Schaden erlitten bis dato *schnellaufholzklopf*.
(In Verbindung mit Conti GP 4000S, die um die 5.000km drauf haben)

Hicks
05.07.2011, 15:56
Fahre Michelin Aircomp, 70g. Bisher gute Erfahrungen und keine Panne.

Tom vom Deich
05.07.2011, 23:37
Die Frage war: wo ist der Unterschied, ob ich zuhause fünf Minuten (oder ähnlich) einen steilen Berg mit vielen Kurven runter fahre oder in den Alpen oder Pyrenäen?

Hättest du doch direkt so formulieren können.:)

Ich weiß nicht wo du wohnst, aber bei mir beträgt der Unterschied zwischen zu hause und den Pyrenäen 1000hm und mehr. Wenn ich hier 200hm abfahre, bekomme ich kaum eine Felge heiß genug. Und jetzt der Witz, die Dinger taugten bei mir trotzdem nichts, auch die, die nur hier herum rollten. Also viel Erfolg mit den Schläuchen, ich empfehle sie jedenfalls nicht.

Tom vom Deich
05.07.2011, 23:41
Dann mal noch eine Frage: welches wäre denn der beste Butylschlauch? (Kompromiss Pannensicherheit+Rolleigenschaften)
Den letzten Test aus der Roadbike kann man ja irgendwie nicht ernst
nehmen. Fast alle leichten Schläuche haben quasi "sehr gut" bekommen.
Oder ist der Maxxis Ultralight tatsächlich die erste Wahl?

Was nutzt dir der Test, wenn sich eine spitze Scherbe durch den Mantel bohrt, als ob irgendein Schlauch das aushielte. Genauso bei einer Reisszwecke oder Dorn. Wichtig ist, dass der Mantel nichts durchlässt und dass der Schlauch nicht wegen Hitze platzt.

Al_Borland
06.07.2011, 00:08
:goodpost:

grumbledook
06.07.2011, 08:23
Hättest du doch direkt so formulieren können.:)

Ich weiß nicht wo du wohnst, aber bei mir beträgt der Unterschied zwischen zu hause und den Pyrenäen 1000hm und mehr. Wenn ich hier 200hm abfahre, bekomme ich kaum eine Felge heiß genug. Und jetzt der Witz, die Dinger taugten bei mir trotzdem nichts, auch die, die nur hier herum rollten. Also viel Erfolg mit den Schläuchen, ich empfehle sie jedenfalls nicht.

Tja, dann hast Du wohl durchweg Montagsmodelle erwischt, schlecht sitzendes Felgenband oder was auch immer? Auf meinen Alufelgen jedenfalls habe ich die Latexschläuche (Michelin, in Conti 4000S 25 mm) schon länger in Betrieb, aber eben nur auf Abfahrten hier in der Gegend mit maximal 500 hm. Rollen 1A, keine Pannen bislang. Gestern auch mal wieder eine Ausfahrt mit Carbonfelgen (zur Sicherheit nur hinten Latex). Hab nach den Abfahrten (insgesamt kanpp 1300 hm) dann mal die Felgen befühlt. Waren nur mässig warm. Vielleicht liegt es ja an den ENVE Felgen & Belägen?

bomibln
06.07.2011, 20:36
Genau so ist es. Und das macht einen Schlauchreifen aus !!



die lösung heisst in der tat: latexschlauch

ich fahre tubulars mit latexschläuchen die mit 10 bar erheblich komfortabler sind als butyltubulars bei 8 bar

ansonsten können wir zusammenfassen: keiner möchte bei 80 km/h in der kurve einen reifenplatzer haben :drinken2:

grumbledook
06.07.2011, 20:57
Genau so ist es. Und das macht einen Schlauchreifen aus !!

Oder eben das (http://www.youtube.com/watch?v=h_8m5-sR6I4).

Patrice Clerc
07.07.2011, 08:36
Oder eben das (http://www.youtube.com/watch?v=h_8m5-sR6I4).

Lustig finde ich Argumentation des Collé-Fans weiter oben, Schlauchreifen seien sicherer und im Falle eines Defekts besser. Spätestens wenn der Reifen gewechselt und nicht mehr aufgeklebt / gekittet / ge-Klebeband-et wurde, wird er vergleichsweise enorm unsicher sein. :Bluesbrot

JFTR: ich fahre wieder einen nennenswerten Anteil Jahreskilometer auf Schlauchreifen; ist ja nicht so, dass ich die des Teufels finde - im Gegenteil, mir macht's Spass "to be different" und auch mit den uralten GP4-Felgen oder den Planet-X-Rädli rumzudüsen. Aber rein rational sehe ich da keinen Vorteil mehr - ausser eben bei reinen Karbon-Felgen. Aber für die sehe ich ausserhalb von manchen (nicht allen!) Rennen auch keinen Vorteil. :xdate:

lucabrasi
07.07.2011, 10:58
Lustig finde ich Argumentation des Collé-Fans weiter oben, Schlauchreifen seien sicherer und im Falle eines Defekts besser. Spätestens wenn der Reifen gewechselt und nicht mehr aufgeklebt / gekittet / ge-Klebeband-et wurde, wird er vergleichsweise enorm unsicher sein.

klingt so, als hättest du das noch nie gemacht :D


grumbledook, dafür, dass wirklich alle pros auf tubulars mit 100 km/h die pässe runterdonnern musstest du aber im archiv weit zurückgehen um diese beloki-nummer zu finden.
selbstverständlich ist auch ein tubular nicht absolut sicher (wie übrigens nichts im leben) sondern eben auch nur relativ sicher.

grumbledook
07.07.2011, 11:19
klingt so, als hättest du das noch nie gemacht :D


grumbledook, dafür, dass wirklich alle pros auf tubulars mit 100 km/h die pässe runterdonnern musstest du aber im archiv weit zurückgehen um diese beloki-nummer zu finden.
selbstverständlich ist auch ein tubular nicht absolut sicher (wie übrigens nichts im leben) sondern eben auch nur relativ sicher.

Es fahren nicht alle Pros auf Schlauchreifen. UHC fährt (meist) auf ENVE Clincherfelgen mit Maxxis Faltreifen.

Und es gibt noch mehr Beispiele für defekte/von der Felge rollende Schlauchreifen, auch bei den Pros. Hab selber noch Bilder von Stürzen aus diesem Grund im Kopf, wenigstens einer
kurz vor einer Zielankunft, die das Opfer um den Sieg gebracht hat.

Ausserdem hat sicher nicht jeder Hobbyradler, Amateur oder gar Profi die
goldenen Hände und die Erfahrung eines Pro-Mechs, wenn es um das
Kleben/Kitten von Reifen geht.

Und im übrigen: ohne Carbonfelgen, wäre die Entwicklung bei Schlauchreifen
sicher vor ein paar Jahren eingeschlafen. Die verdanken ihre Wiederbelebung
nicht dem eh schon angeschlagenen Profiradsport, sondern den
Schwierigkeiten, die es bei der Herstellung und Nutzung von Carbonfelgen
für Faltreifen gibt in Kombination mit dem Konsumverhalten von Hobbyradlern.

Mountidiedreiundzwanzigste
07.07.2011, 11:26
...

Und im übrigen: ohne Carbonfelgen, wäre die Entwicklung bei Schlauchreifen
sicher vor ein paar Jahren eingeschlafen. Die verdanken ihre Wiederbelebung
nicht dem eh schon angeschlagenen Profiradsport, sondern den
Schwierigkeiten, die es bei der Herstellung und Nutzung von Carbonfelgen
für Faltreifen gibt in Kombination mit dem Konsumverhalten von Hobbyradlern.

So ist es, ohne Carbonfelgen wären Schlauchreifen schon längst mehr oder weniger ausgestorben. Nur ein paar ältere Herrschaften, die in Ihrer Jugend lernten Schlauchreifen = gut, Draht= böse würden noch auf die Dinger setzen, vielleicht noch ihre Kinder aber ansonsten, wohl nur noch ganz wenige, die gerne an Voodoo und die guten alten Zeiten glauben.

Zum eigentlichen Thema: Wäre interessant mal was von Carbonsports zu diesem Thema zu lesen.

cyclingjudge
07.07.2011, 14:55
Da ich gerade dabei bin, mir für meine Disccrosser ein Paar Carbonclincher zu besorgen, frage ich mal offtopic und ganz ketzerisch:

Warum nicht gleich auf Scheibenbremse umrüsten, dann stellt sich die Frage des Schlauches erst gar nicht. Und man könnte sogar mit Carbonfelgen im Regen nen Alpenpass runter ohne Muffensausen wegen Bremsfähigkeit.

Die einzige Frage, die ih mir jetzt beantworten muß, ist Cincher oder Tubular?

On topic würde ich wohl eher zum Butylschlauch tendieren aus den bereits zuvor genannten Gründen.

medias
07.07.2011, 18:45
Es fahren nicht alle Pros auf Schlauchreifen. UHC fährt (meist) auf ENVE Clincherfelgen mit Maxxis Faltreifen.

Und es gibt noch mehr Beispiele für defekte/von der Felge rollende Schlauchreifen, auch bei den Pros. Hab selber noch Bilder von Stürzen aus diesem Grund im Kopf, wenigstens einer
kurz vor einer Zielankunft, die das Opfer um den Sieg gebracht hat.

Ausserdem hat sicher nicht jeder Hobbyradler, Amateur oder gar Profi die
goldenen Hände und die Erfahrung eines Pro-Mechs, wenn es um das
Kleben/Kitten von Reifen geht.

Und im übrigen: ohne Carbonfelgen, wäre die Entwicklung bei Schlauchreifen
sicher vor ein paar Jahren eingeschlafen. Die verdanken ihre Wiederbelebung
nicht dem eh schon angeschlagenen Profiradsport, sondern den
Schwierigkeiten, die es bei der Herstellung und Nutzung von Carbonfelgen
für Faltreifen gibt in Kombination mit dem Konsumverhalten von Hobbyradlern.

Entwicklung eingeschlafen?
Die SR waren früher besser und die Auswahl 10x grösser.

grumbledook
07.07.2011, 18:47
Da ich gerade dabei bin, mir für meine Disccrosser ein Paar Carbonclincher zu besorgen, frage ich mal offtopic und ganz ketzerisch:

Warum nicht gleich auf Scheibenbremse umrüsten, dann stellt sich die Frage des Schlauches erst gar nicht. Und man könnte sogar mit Carbonfelgen im Regen nen Alpenpass runter ohne Muffensausen wegen Bremsfähigkeit.

Die einzige Frage, die ih mir jetzt beantworten muß, ist Cincher oder Tubular?

On topic würde ich wohl eher zum Butylschlauch tendieren aus den bereits zuvor genannten Gründen.


Aber gerade am Crosser sind Schlauchreifen ja nun wirklich die bessere Wahl.
Da würde selbst ich keine Clincher fahren. Ich hab für die Strasse ENVE (ehem EDGE) Clincher und am Crosser EDGE für Schlauchreifen.

grumbledook
07.07.2011, 18:48
Entwicklung eingeschlafen?
Die SR waren früher besser und die Auswahl 10x grösser.

Da hast Du's. Und ohne Carbonfelgen würdest Du wahrscheinlich gar keine mehr bekommen, bestenfalls für Quer und Bahn.

medias
07.07.2011, 18:52
Nö, VF, Vittoria, Dugast werden hergestellt wie immer, da hat sich nichts verändert.

grumbledook
07.07.2011, 18:54
Nö, VF, Vittoria, Dugast werden hergestellt wie immer, da hat sich nichts verändert.

Du widersprichst Dir selbst :)

Patrice Clerc
07.07.2011, 18:57
:Bluesbrot

medias
07.07.2011, 19:00
Du widersprichst Dir selbst :)

Du musst den gesamten SR Markt betrachten, dann stimmt es eben.