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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schlauchreifen-Drahtreifen - nüchtern betrachtet



trümmer
13.08.2011, 20:11
da dieses Thema ja kaum diskutiert wird dachte ich auch mal was dazu zu liefern.
Anst0ß zu meinem Test war das mir vor einiger Zeit mal wieder der Tour Test bei dem Schlauchreifen und Drahtreifen verglichen wurden in die Hände fiehl. Dort waren die Drahtreifen die einduetigen Sieger. Was damals sehr "schade" war, war das ja einige Hersteller nahezu baugleiche Reifen sowohl als Drahtreifen als auch als Schlauchreifen anbieten, gerade solche Paare aber nicht im Test verglichen wurden. Nun Denn...
Wenn es denn einen Systemunterschied gibt dann doch eigentlich nur in dem Bereich zwischen den Flegenhaken (drahtreifen) verglichen mit dem Felgenbett (Schlauchreifen). Nimmt man also an, das der Schlauchreifen RICHTIG mit der Felge verklebt wird, wird der Schlauchreifen im Bereich des Felgenbettes starr und zwar geanu wie der Drahtreifen. Wenn also tatsächlich der Aufbau der Reifen gleich ist, gibt es für mich keinerlei Erklärung dafür warum der Schlauchreifen schlechter abschneiden sollte.
Ist der Schlauchreifen nicht richtig verklebt, (z.B. man will viele Reifen schnell hintereinander Testen...) denke ich kommt man zu einem Szenario in dem im Extremfall der Reifen sowohl auf der Testrolle als auch auf der Felge, also auf seiner Lauffläche als auch auf dem Nahtband, abrollt. Das ist sicherlich mit Mehrwiederstand verbunden.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich hab einfach mal zwei laufräder rausgeholt und es ausprobiert. Teskandidaten waren ein Conti GP4000s und ein Podium. Zu dem Test habe ich meinen Trax Rollentrainer umgebaut, so das das Röllchen mit gelau definierter Kraft auf den Reifen drückt. Getestet habe ich bei verschiedenen Luftdrücken (GP-6-8-10bar, Podium 8-10-12bar), jeweils mit Widerholungen uhnd zusätzlich auch noch den Luftwiderstand des drehenden Laufrades. Die Messergebnisse (SRM...) sind nicht direkt mit dem Tour Test vergleichbar, da ja kein exakter Rollwiderstandsbeiwert gemessen werden kann, die Vergleichbarkeit der Messergebnisse ist aber auf jeden Fall gegeben. Ich will die Daten hier aber trotzdem nicht veröffentlichen. Was ich aber nach meiner Messung mit Sicherheit sagen kan ist das der Podium einen GERINGEREN Rollwiderstand hatte als der GP. Die Differenz war deutlich größer als der Messfehler (bei gleichem Druck).

So und jetzt kommst DU.

M*A*S*H
13.08.2011, 20:15
nüchtern betrachtet...vielleicht schon der erste Fehler..;)

Abstrampler
13.08.2011, 20:16
:D

Woko
13.08.2011, 20:21
da dieses Thema ja kaum diskutiert.
:Applaus:

:drinken2:

trümmer
13.08.2011, 20:28
nüchtern betrachtet...vielleicht schon der erste Fehler..


OK, ich mir dann mal ein- zwei Bier...

i-flow
13.08.2011, 20:31
Das Potenzial fuer einen veganen (Chips & Bier) Abend ist gegeben, sage ich mal.

Bei dem Thema. Welches leider schon lang nicht mehr diskutiert wurde :D

Schlauchreifen ist Steinzeittechnologie. Waere laengst weg vom Fenster, wenn nicht die Carbonwelle sie wieder hochgespuelt haette, weils ja dieses Lightweight Zeug nicht mit Felgenhoernern gibt.

Auf gehts :quaeldich

LG ... Wolfi :drinken2:

M*A*S*H
13.08.2011, 20:34
hui...böse Vorlage !! Nahezu Gotteslästerung !! Gleich sagt hier noch jemand das Seilzugbremsen nicht mehr Zeitgemäß wären ....ts ts

Mir passt das Thema hier super...nix in der Glotze heute und der Kühlschrank randvoll mit Aperol :D


Das Potenzial fuer einen veganen (Chips & Bier) Abend ist gegeben, sage ich mal.

Bei dem Thema. Welches leider schon lang nicht mehr diskutiert wurde :D

Schlauchreifen ist Steinzeittechnologie. Waere laengst weg vom Fenster, wenn nicht die Carbonwelle sie wieder hochgespuelt haette, weils ja dieses Lightweight Zeug nicht mit Felgenhoernern gibt.

Auf gehts :quaeldich

LG ... Wolfi :drinken2:

TCR Advanced SL
13.08.2011, 20:35
Wenn du was gesagt hättest vorher, dann hättest du einen GP 4000 SR bekommen können von mir.

Wer Unterschiede nüchtern betrachtet (also wissenschaftlich) der kann auch nüchtern Messwerte veröffentlichen. Am besten als Protokoll mit allen Randbedingungen.

Bedenke bei deinem Aufbau, dass auch die Statik der LR einen Einfluss hat auf das Egebnis. Ideal wäre z.B. gleiche Felgenformen wie die Open Pro und Reflex zu nehmen und die jeweils gleich einzuspeichen.
Zudem spielt der Rundlauf des SR der durch die Qualität des Aufklebens beeinflusst werden kann eine wichtige Rolle.

Kannst du nicht trotzdem bitte die Werte veröffentlichen?


Ansonsten: wäre es möglich mal einen Reifen, egal ob SR oder DR, mit der Notubes Dichtmilch zu testen? Würde ich dir natürlich zuschicken für den Test. Dann wäre das auch mal geklärt. :)

Oliver73
13.08.2011, 20:39
Das Potenzial fuer einen veganen (Chips & Bier) Abend ist gegeben, sage ich mal.

Bei dem Thema. Welches leider schon lang nicht mehr diskutiert wurde :D

Schlauchreifen ist Steinzeittechnologie. Waere laengst weg vom Fenster, wenn nicht die Carbonwelle sie wieder hochgespuelt haette, weils ja dieses Lightweight Zeug nicht mit Felgenhoernern gibt.

Auf gehts :quaeldich

LG ... Wolfi :drinken2:

http://www.lightweight.info/produkte/standard-c.html

Nicht mit Felgenhörnern?

Hab ich die Beschreibung falsch verstanden?

i-flow
13.08.2011, 20:40
Ja, Glotze kommt wieder nix gscheites, aber ich werd mich trotzdem wieder ausklinken muessen aus dieser schoenen Diskussion, weil heute abend sturmfreie Bude = keine Kinder da :D

Im Maerz musste einer beim 200er Brevet wegen der Schlauchreifen aufgeben, weil platt und keiner konnte ihm helfen ... Ersatzteile fuer Drahtreifen -Schlaeuche ... Decken ... ParkTool Schnellfeuerflicken - haette er von den anderen Teilnehmern ohne Ende haben koennen, aber so ... Tsss, selber Schuld was faehrt er den Kram :ä :D :icon_mrgr

LG ... Wolfi ;)

i-flow
13.08.2011, 20:42
http://www.lightweight.info/produkte/standard-c.html (...)
Ja, das hat sich inzwischen geaendert, aber zu spaet, da hatte es den Schlauchreifenkram schon aus den Katakomben wieder herausgespuelt :eek:

So, jetzt erstmal Abendessen machen ;)

LG ... Wolfi :D

rumplex
13.08.2011, 21:00
Ja, Glotze kommt wieder nix gscheites, aber ich werd mich trotzdem wieder ausklinken muessen aus dieser schoenen Diskussion, weil heute abend sturmfreie Bude = keine Kinder da :D

Im Maerz musste einer beim 200er Brevet wegen der Schlauchreifen aufgeben, weil platt und keiner konnte ihm helfen ... Ersatzteile fuer Drahtreifen -Schlaeuche ... Decken ... ParkTool Schnellfeuerflicken - haette er von den anderen Teilnehmern ohne Ende haben koennen, aber so ... Tsss, selber Schuld was faehrt er den Kram :ä :D :icon_mrgr

LG ... Wolfi ;)

Ich hab vor ca. 15 Jahren meine damals letzten SR-LR frustriert in die Ecke gefeuert, u.a. wegen doppelter Defekthexe (und wer hatte schon zwei Ersatzreifen dabei). Jetzt mit dem Milchkrams gerne wieder. Ich denke, mit Milch und einem Ersatzreifen wäre ihm das nicht passiert. Sinnvoll ist das allerdings für Hobbyisten in der Tat nicht (außer Querfeldein).

Dukesim
13.08.2011, 21:04
(...)
Wenn es denn einen Systemunterschied gibt dann doch eigentlich nur in dem Bereich zwischen den Flegenhaken (drahtreifen) verglichen mit dem Felgenbett (Schlauchreifen). Nimmt man also an, das der Schlauchreifen RICHTIG mit der Felge verklebt wird, wird der Schlauchreifen im Bereich des Felgenbettes starr und zwar geanu wie der Drahtreifen. Wenn also tatsächlich der Aufbau der Reifen gleich ist, gibt es für mich keinerlei Erklärung dafür warum der Schlauchreifen schlechter abschneiden sollte.
Ist der Schlauchreifen nicht richtig verklebt, (z.B. man will viele Reifen schnell hintereinander Testen...) denke ich kommt man zu einem Szenario in dem im Extremfall der Reifen sowohl auf der Testrolle als auch auf der Felge, also auf seiner Lauffläche als auch auf dem Nahtband, abrollt. Das ist sicherlich mit Mehrwiederstand verbunden.(...)

ja, dass ist der Punkt.
die tests, von z.b. tour sind in diesem punkt garnicht dokumenitert, daher kann man wenig über die aussagekraft sagen. so ein test mit dem rollentrainer mit nur zwei reifen und einem versuch ist auch zu schwammig. ein test mit vielen reifen und versuchen mit dem rollentrainer ist auch nicht ganz so schön, da hier die oberfläche ziemlich gekrümmt und nicht asphaltartig ist.
was man braucht ist ein wissenschaftliche untersuchung mit einem aufwenidigen versuchsaufbau mit der berücksichtungung von:
-untersuchung von verschiedenen realitätsnahen untergründen. verschiedene asphaltarten und z.b. beton, und das unter verschiedenen bedingungen(temperatur, feuchtigkeit)
-untersuchung verschiedener zustände von gleichen reifenmodellen, wie alterung,verschleiß und umwelteinflüsse
-untersuchung verschiedener klebeverfahren(schichtanzahl, trockenzeit, leufleistung, kleber) von schlauchreifen
-untersuchung von verschiedenen felgenbettgeometrieen, die sich auf die klebung auswirken
-untersuchung des subjektiv vorhandenen komfortzugewinnes bei schlauchreifen. daraus folgt ein höherer testdruck bei schlauchreifen.

da sieht man schon dass das ein ziemlicher brocken ist, um der wahrheit bei der frage draht vs. schlauch auf die spur zu kommen.

Abstrampler
13.08.2011, 21:07
da sieht man schon dass das ein ziemlicher brocken ist, um der wahrheit bei der frage draht vs. schlauch auf die spur zu kommen.

Genau. Und total unwichtig, weil mir Schlauchis nicht alltagstauglich genug sind.
Fertig. :D

Herr Sondermann
13.08.2011, 21:16
1100g LRS, der auch noch hält.

Reicht mir als Pro-Argument für die SR. :D

Beim Cross gibt´s eh keine Wahl. Da sind SR wegen der mögichen niedrigen Drücke eindeutig erste Wahl.

exotec
13.08.2011, 21:20
ich fahre GP4000 DR auf Easton Alu und GP4000 SR auf Mavic's CCU - für mich nicht wirklich ein Unterschied feststellbar beim Fahren.

Im Defektfall ist das mit den SR's halt so eine Sache, darum bin ich auch aktuell mehr mit den Drahtreifen unterwegs.

Tom
13.08.2011, 21:22
Nur äußerst unsensible Menschen müssen etwas messen, um den Unterschied zwischen Schlauch- und Drahtreifen zu erfahen.

rumplex
13.08.2011, 22:11
Nur äußerst unsensible Menschen müssen etwas messen, um den Unterschied zwischen Schlauch- und Drahtreifen zu erfahen.

Ich könnte das überhaupt nicht beurteilen, weil ich noch nie zwei gleiche LRS hatte, um das zu vergleichen....

Rolling Home
13.08.2011, 22:35
Ganz nüchtern betrachtet habe ich

a) sechs Räder im Stall mit Drahtreifen

b) fahre ich die Wettkampfreifen im Training auf

c) wechsele ich häufig zum Beispiel robustere Reifen für das Trainingslager im Ausland

d) sind mir Schlauchreifen zu teuer

e) will ich im Wettkampf nicht einen Reifen mit rumschleppen

ciclistarapido
13.08.2011, 23:04
OK, ich mir dann mal ein- zwei Bier...

Noch nüchtern beim Betrachten?

lucabrasi
14.08.2011, 08:58
vielleicht sollte man doch noch mal die tubularvorteile etwas zusammenfassen:

geometrie:
der clincherschlauch wird bis zur schulter von harten materialien umgeben und kann sich nur in einem teilbereich rund verformen.
der schlauch in einem schlauchreifen kann sich ohne große zwängungen verformen (aufstandsbereich, kurve) und fahrt sich deshalb runder, weicher und komfortabler.

rollwiderstand:
der entscheidende punkt heisst "latexschlauch".
mit einem latexschlauch im schlauchreifen kann ich einen deutlich höheren druck fahren als mit butylschlauch ohne den reifen "totzupumpen".
die komfort bleibt erhalten.
dass ein höherer druck grundsätzlich zu einem niedrigeren rollwiderstand führt dürfte unstrittig sein.
natürlich kann man auch einen drahtreifen mit latexschlauch fahren, aber der komfortgewinn wird zu einem großteil durch die felgengeometrie egalisiert und die felgenhörner sind für hohe drücke meistens nicht ausgelegt.

daher kann man nur schlauchreifen sinnvoll mit hohen reifendrücken fahren.

gewicht:
natürlich geht die renaissance der schlauchreifen mit der verbreitung der carbonfelgen einher. und da gibts es tatsaächlich massiv gewicht zu sparen.
der vergleich clincher tubular bei ansonsten baugleichen felgen liegt hier meistens zwischen 300 und 500 gramm. und dieses gewicht liegt an der einzigen stelle des rades, wo gewichtseinsparung auch in der ebene sinn macht.

sicherheit:
schlauchreifen haben notlaufeigenschaften die einem bei einem reifenplatzer mit 70 km/h das leben retten können.

serum
14.08.2011, 09:03
Also ich fahr den Conti GP 4000s jetzt nur noch, weil er sehr gut rollt (auch mit 8 Bar), habe deswegen auch noch keine Klagen gehört, aber man weiß ja nie ob da mal wieder was verschlimmbessert wurde (meine sind 1-3 Jahre alt), Platten möchte ich mit denen aber nicht haben, die gehen verdammt schwer auf meine Felgen (habe deswegen immer eine kleine "Reifenmontiermaschine" dabei, zum Glück musste ich in den letzten fünf Jahren aber unterwegs nicht einmal den Schlauch wechseln).

Schlauchreifen bin ich bislang noch nicht gefahren. Will ich aber demnächst mal testen. Als regelmäßiger Tour-Leser habe ich aber jetzt schon Schiss:D


Ich bin vor ein paar Jahren irgendwann mal auf Drahtreifen umgestiegen und frag mich manchmal weshalb.
Die Drahtreifen scheinen mir nicht so pannenanfällig zu sein, wie Schlauchreifen (kenne allerdings keine aktuellen Modelle).
Allerdings im Falle einer Panne ist der Schlauchreifen unschlagbar, bis man einen Schlauch beim Drahtreifen gewechselt/geflickt hat, ist man mit dem Schlauchreifen über alle Berge.
Es gab ja früher mal nen Schlauchreifen von Clement, der das Profil der Felge an der Auflagefläche hatte, den konnte man in Windeseile, quasi blind draufklatschen und er saß absolut gerade!

Mal nebenbei, ich fahr seit ein paar km den Conti GP 4000 S - kann das sein, dass der trotz 8 bar bescheiden rollt? Mir kommt der langsam vor. In Kurven scheint er gut zu sein.

trümmer
14.08.2011, 09:15
Tja, ich konnte doch den größten Teil der POst auch ohne Alkohol konsumieren zu müssen lesen, bin daher nüchtern geblieben.

Mir ging es darum auch mal rein von technischer Seite klarzumachen wo Unterschiede zwischen den Systemen liegen oder auch nicht. Ich denke das Argument, das sich ein Schlauchreifen beim richtigen Verkleben in enen Drahtreifen verwandelt wurde bisher nicht kritiesiert, ist aber zumindest für mich ein wichtiger Grund aus dem ich keine systembedingten Nachteile für den Schlauchreifen sehe.
Ungeklärt für mich bleibt dabei jedoch, das auch gut geklebte Schlauchreifen sich definitiev weicher beim Fahren anfühlen als ihr Drahtkameraden. Beim Drahtreifen kann man auch den Schlauch wechseln (gegen Latexschlauch), was beim Schlauchreifen nur schwer möglich ist.

Das soll hier auch nicht alles "Pro Schlauchreifen" werden sonden nur zeigen, das ich im Systemvergleich Schlauchreifen vs Drahtreifen beide Systeme in Sachen Rollwiderstand auf exakt gleicher Höhe sehe.

Hier dann doch mal die Messergebnisse, wie gesagt, nur der relative Vergleich zählt, nicht die absoluten Zahlen. Gemessen bei 35km/h. Die zwei Punkte pro Serie sind Widerholungen um den Messfehler zu ermitteln. Die gelben Werte beziehen sich auf Fehler durch Laufradwechsel. Alles in allem also ca 3W Toleranz bei ca 10W Differenz, daher lässt sich ein Urteil über die Reifen erlauben.

Crossritter
14.08.2011, 09:19
Genau. Und total unwichtig, weil mir Schlauchis nicht alltagstauglich genug sind.
Fertig. :D

Warum?
Mir ist gestern beim Marathon nach 160km der Schlauchreifen geplatzt.
Immerhin konnte ich bis zum Stillstand die Sache wunderbar aussteuern.
Reifen runter, neuen mit Klebeband drauf und weiter.

Für mich ist der wirkliche Vorteil gegenüber Drahtreifen, dass man noch weiterfahren kann.

Ich fahre den Conti 4000s als Draht und in der SR Version.
Ich merke da nur den Unterschied der Laufräder.

lucabrasi
14.08.2011, 09:19
Schlauchreifen bin ich bislang noch nicht gefahren. Will ich aber demnächst mal testen. Als regelmäßiger Tour-Leser habe ich aber jetzt schon Schiss:D

das ist genau der punkt: die wenigsten haben erfahrung um eine fundierte meinung kundzutun. vieles was geäußert wird entspricht der meinungsmache der magazine und der reifenhersteller, und die möchten natürlich den massenmarkt "drahtreifen" bedienen.
magazine wie die tour sind sich da nicht zu blöd mit hahnebüchenden testaufbauten und noch hahnebüchenderen interpretationen der ergebnisse ihre leserschaft irrezuführen und zu ängstigen.

lucabrasi
14.08.2011, 09:23
Warum?
Mir ist gestern beim Marathon nach 160km der Schlauchreifen geplatzt.
Immerhin konnte ich bis zum Stillstand die Sache wunderbar aussteuern.
Reifen runter, neuen mit Klebeband drauf und weiter.

Für mich ist der wirkliche Vorteil gegenüber Drahtreifen, dass man noch weiterfahren kann.

Ich fahre den Conti 4000s als Draht und in der SR Version.
Ich merke da nur den Unterschied der Laufräder.

der 4000s schlauchreifen hat leider einen butylschlauch, deshalb kann man mit diesem schlauchreifen tatsächlich nicht alle vorteile "geniessen".

Abstrampler
14.08.2011, 10:11
Warum?
Mir ist gestern beim Marathon nach 160km der Schlauchreifen geplatzt.
Immerhin konnte ich bis zum Stillstand die Sache wunderbar aussteuern.
Reifen runter, neuen mit Klebeband drauf und weiter.

Für mich ist der wirkliche Vorteil gegenüber Drahtreifen, dass man noch weiterfahren kann.



Weil ich keine Lust habe, ´nen kompletten Reifen mitzuschleppen.
Wenn man den Gewichtsunterschied der Felge anführt, darf man halt auch den Ersatzreifen nicht vergessen.
So wechselt man innerhalb von zwei Minuten den erheblich leichteren Schlauch und hat ein funktionsfähigeres Laufrad als eines, das mit einem provisorisch geklebten SR versehen ist.
Nimmt man stattdessen Dichtmilch, hat das selbstverständlich einen erheblichen Einfluss auf den Rollwiderstand.

Ist aber müßig, zum fünfhundertsten Mal darüber zu diskutieren. :ü

lucabrasi
14.08.2011, 10:13
Weil ich keine Lust habe, ´nen kompletten Reifen mitzuschleppen.
Wenn man den Gewichtsunterschied der Felge anführt, darf man halt auch den Ersatzreifen nicht vergessen.
So wechselt man innerhalb von zwei Minuten den erheblich leichteren Schlauch und hat ein funktionsfähigeres Laufrad als eines, das mit einem provisorisch geklebten SR versehen ist.
Nimmt man stattdessen Dichtmilch, hat das selbstverständlich einen erheblichen Einfluss auf den Rollwiderstand.

Ist aber müßig, zum fünfhundertsten Mal darüber zu diskutieren. :ü

dann lass den krempel doch zuhause....

Abstrampler
14.08.2011, 10:15
Bis zum zweiten Platten hab ich das so gehalten. Aber bei den Taxipreisen... :D

Crossritter
14.08.2011, 10:25
der 4000s schlauchreifen hat leider einen butylschlauch, deshalb kann man mit diesem schlauchreifen tatsächlich nicht alle vorteile "geniessen".

Ich bin auch schon ein paar andere gefahren.
In 23 Jahren Radsport kommen da einige zusammen. :D

Für mich liegt der Hauptunterschied halt in den Laufrädern.
Auf die Testergebnisse kann man in der Regel ein Ei drauf hauen.
Für mich zählen Erfahrungsberichte.

Crossritter
14.08.2011, 10:28
Bis zum zweiten Platten hab ich das so gehalten. Aber bei den Taxipreisen... :D

Zwei Jahre incl. zwei TTA Teilnahmen keinen Platten am RR.

Bis gestern.

Da reicht ein Ersatzschlauch durchaus.:D

principia1
14.08.2011, 10:28
ich hab meine LW gerade verkauft. Hatte mehrere Gründe, ein kleiner davon das mitnehmen eines Ersatzschlauchreifens. Die Dinger sind schon geil gerollt, da gibts nicht, aber ob es an den Reifen lag ist schwer zu sagen. Nehme ich meine Schnitte auf der selben Strecke fahre ich mit dem anderen Rad, Conti Grand Prix, Vuelta Laufrädern, sprich, alles schwerer, genauso rum.

Rolf1
14.08.2011, 12:17
1100g LRS, der auch noch hält.

Reicht mir als Pro-Argument für die SR. :D

Beim Cross gibt´s eh keine Wahl. Da sind SR wegen der mögichen niedrigen Drücke eindeutig erste Wahl.

Hallo,

ich bin Leichtbaufreak und das höhere Gewicht der Drahtreifenfelgen war für mich lange Zeit das Argument für Schlauchreifen. Aber man sollte ehrlich sein: Beim Drahtreifen kommt zum Gesamtgewicht mindestens 1 Schlauch (50g), beim Schlauchreifen ein ganzer Reifen (Tufo 160g, normale Reifen haben >200g). Die leichtesten Drahtreifenfelgen wiegen ca 350g. Wenn ich davon die Differenz von Ersatzreifen und Ersatzschlauch abziehe (ca 100 - 150g) kann komme ich auf das Gewicht der leichtesten Schlauchreifenfelgen. Ein dauerbeständiger Laufradsatz mit normalen Alufelgen, CX-Ray und leichten Naben ist problemlos auf ca 1200g zu bekommen. Das Systemgewicht unter Berücksichtigung des Ersatzes ist somit sogar niedriger. Natürlich kann man Laufräder für Schlauchreifen auch unter 1000g bekommen. Ob man damit aber lange Freude hat darf bezweifelt werden.

Zur Diskussion Schlauchreifen/Faltreifen an sich:
Ich glaube sogar, dass ein Conti Podium in einem derartigen Versuch leichter läuft als ein GP4000S.

Aber:
1. Auf einer so kleinen Rolle ist der großvolumigere Schlauchreifen im Vorteil. Das haben auch schon frühere Versuche gezeigt. Auf einem Rollenrpüfstand mit großer Rolle, der mehr der Realität entspricht sieht es anders aus.
2. Der GP 4000S ist mehr ein 08/15-Reifen (Rollwiderstandsbeiwert ca 0,0045)während der Podium schon etwas Besonderes ist. Ein richtiger Vergleichskandidat wäre da eher der GP 4000RS oder der Veloflex Record gewesen (natürlich immer mit Latexschlauch).

Ich empfehle:
Einfach mal ausprobieren. Ich fahre seit ca 5 Jahren nur noch Veloflex Record (ca 140g) mit Latexschläuchen (50g) und spare gegnüber Schlauchreifen noch signifikant an Gewicht. Spätestens nach 500m weiß man, dass das eine andere Welt ist. Tufos sind für mich keine Option, denn es macht keinen Sinn, viel Geld in ein leichtes Rad zu investieren, wenn die Reifen schlecht rollen (160g Tufo, Rollwiderstandsbeiwert ca 0,007).

Ciao Rolf

trümmer
14.08.2011, 12:32
habe die Reifen ausgewählt weil:
1. ich sie schon vorher montiert und gefahren habe
2. genau diese Reifen in dem Tour Test (auf der großen Conti Rolle) gemessen worden sind

The GP4000 schnit dabei deutlich besser ab als alle getesteten Schlauchreifen und war auch ganz knapp der zweit beste Reifen von allen im Test.

In Sachen Voluumen:
1. Breite Conti GP4000s, gemessene 24mm
2. Podium gemessene, 20mm

Du lieferst also ein weiteres Agumant für den Podium.

Das die Testbedingungen nicht der Realität entsprechen ist mir bewusst. Ich glaube jedoch, das auch mit einer kleinen Rolle, bei nicht übermäßiger Andruckkraft, einen guten Anhalt für die Qualität der Karkasse und der Lauffläche liefern kann.

Im übrigen bin ich mir sicher, daß sich sbujektiv, auf einem normalen Rennrad nicht beurteilen läßt ob ein Reifen leichter rollt (wenn man mal den absoluten Auswurf von Reifen raus lässt). Die zu erwatenden Unterschiede sind so klein, daß sie in normalem Fahrbetrieb (ca 35km/h) von anderen Einflüßen bei weitem überschttet werden. Was häufig als "leichter laufen" fehlinterpretiert wird ist der gefühlte Fahrkompfort. Andererseits bedeutet aber ein höherer Fahrkomfort eine höhere Dämpfung des Reifens, was eher einem erhöhten Rollwiderstand entspricht da für den Komfortgewinn der Reifen ja mehr Energie schlucken muss. Gerade der größere Komfort wird ja auch gerne bei Schlauchreifen angeführt (erlaubt höhere Reifendrücke zu fahren) liefert aber eher ein Gegenargument für Schlauchreifen.

lucabrasi
14.08.2011, 12:32
... Ich fahre seit ca 5 Jahren nur noch Veloflex Record (ca 140g) mit Latexschläuchen (50g) und spare gegnüber Schlauchreifen noch signifikant an Gewicht. Spätestens nach 500m weiß man, dass das eine andere Welt ist. ..
Ciao Rolf

jetzt bitte nicht äpfel mit birnen...

fairerweise solltest du erwähnen dass der veloflex record schlauchreifen, also dein pendant, nur 180 g mit latexschläuchen wiegt ( also etwas leichter ist). wenn du den dann im vergleich zu deinem clincher fährst ist das nochmal eine andere welt, einfach weil du einen höheren druck fahren kannst und sich die zwängungen des schlauches gleichmässiger über den reifenquerschnitt verteilen können.

der gp 4000 sr hat butylschläuche und zählt deshalb nicht....

lucabrasi
14.08.2011, 12:35
2. genau diese Reifen in dem Tour Test (auf der großen Conti Rolle) gemessen worden sind

The GP4000 schnit dabei deutlich besser ab als alle getesteten Schlauchreifen und war auch ganz knapp der zweit beste Reifen von allen im Test.



dieses ergebnis ist nur zustande gekommen weil die latex-schlauchreifen nicht mit signifikant höheren drücken getestet wurden,... ein entgegenkommen an conti auf deren prüfstand ja getestet wurde...

Patrice Clerc
14.08.2011, 12:37
Dein Test ist völlig Banane, so lange du
a) keinen genauen Testaufbau mit detaillierten Messwerten lieferst
b) Reifen vergleichst, die eine weitgehend unterschiedliche Pannensicherheit und eine unterschiedliche Langlebigkeit aufweisen

Bezüglich b) könnte man sich den Vergleich Veloflex Schlauchreifen der 250 g Kategorie mit einem Faltreifen der 180 g Klasse mit ca. 70 g Latexschlauch vorstellen. Das hätte das Budget auch nicht gesprengt.

Weiter ist es bei Schlauchreifen interessant, wie die geklebt werden. Harte Kontaktkleber laufen besser, sind dafür beim Reifenwechsel viel mühsamer. Kitt halt umgekehrt und das Klebeband scheint die Nachteile beider Systeme zu vereinen. :Bluesbrot

Patrice Clerc
14.08.2011, 12:38
dieses ergebnis ist nur zustande gekommen weil die latex-schlauchreifen nicht mit signifikant höheren drücken getestet wurden,... ein entgegenkommen an conti auf deren prüfstand ja getestet wurde...

Latex macht 10 % Gesamtwiderstand aus. Die Unterschiede von vielen Schlauchreifen gegenüber den besten Faltsystemen beträgt oft mehr; siehe Al Morrisons Versuche.

Rolf1
14.08.2011, 12:52
jetzt bitte nicht äpfel mit birnen...

fairerweise solltest du erwähnen dass der veloflex record schlauchreifen, also dein pendant, nur 180 g mit latexschläuchen wiegt ( also etwas leichter ist). wenn du den dann im vergleich zu deinem clincher fährst ist das nochmal eine andere welt, einfach weil du einen höheren druck fahren kannst und sich die zwängungen des schlauches gleichmässiger über den reifenquerschnitt verteilen können.

der gp 4000 sr hat butylschläuche und zählt deshalb nicht....

Hallo,

was heißt hier Äpfel mit Birnen vergleichen?
Schlauchreifen muss ich so nehemn wie sie sind, in Faltreifen kann ich den Schlauch machen, den ich will.
Im Übrigen benutze ich den Veloflex Record natürlich nicht als Schlauchreifen (das wäre mir zu teuer und auch zu nervig, denn jeder Platten ist dann normalerweise ein Totalverlust) sondern als Faltreifen. Reales Gewicht Schlauch + Reifen ist 190g, die Herstellerangabe für den Schlauchreifen ist 180g (da kommen erfahrungsgemäß noch ein paar Gramm dazu...) so dass beides ungefähr gleich viel wiegt. Die reale Breite liegt bei 21,7mm und damit ist auch der Komfort noch ganz ordentlich. Die Lebensdauer ist bei pfleglicher Benutzung übrigens deutlich höher als angegeben (Vorderrad 5 - 8tkm, Hinterrad 2 - 3tkm).

Leider wurde der Veloflex Record als Schlauchreifen nie getestet. Ich kann mir vorstellen, dass der mit >=10bar besser ist als der Faltreifen, den ich bei meinen Felgen nicht über 8bar aufpumpen darf. Aber mein Po sagt mir, dass er ohnehin nur max 8bar haben will, weil sonst der Komfort leidet...

Ciao Rolf

lucabrasi
14.08.2011, 13:07
Hallo,

Leider wurde der Veloflex Record als Schlauchreifen nie getestet. Ich kann mir vorstellen, dass der mit >=10bar besser ist als der Faltreifen, den ich bei meinen Felgen nicht über 8bar aufpumpen darf. Aber mein Po sagt mir, dass er ohnehin nur max 8bar haben will, weil sonst der Komfort leidet...

Ciao Rolf

bingo, das ist das problem, clincher können das potential der latexschläuche nicht nutzen weil die felgen die drücke nicht erlauben.
ich fahre 10 bar mit latexschläuchen und rolle definitiv komfortabler als bei gp 4000 butyl-schlauchreifen mit 8 bar (da ging wg. höhenschlag sowieso nicht mehr)

Rolf1
14.08.2011, 13:33
bingo, das ist das problem, clincher können das potential der latexschläuche nicht nutzen weil die felgen die drücke nicht erlauben.
ich fahre 10 bar mit latexschläuchen und rolle definitiv komfortabler als bei gp 4000 butyl-schlauchreifen mit 8 bar (da ging wg. höhenschlag sowieso nicht mehr)

Hallo,

was soll der Blödsinn? Ich bin fast 20Jahre mit Schlauchreifen gefahren und hatte nie mehr als 8 bar in den Reifen (wegen Komfort und weil bei höchsten Drücken die Reifen zum Springen neigen).
Wirklich leichte Schlauchreifen (<200g) haben auch nur ca 20mm Breite und können dann nur begrenzt komfortabel sein. Im Prinzip steigt der Komfort und sinkt der Rollwiderstand mit steigender Breite. Schmale Reifen sind somit weniger komfortabel und rollen schlechter. Da ist der Veloflex Record als Faltreifen mit knapp 22mm Breite ein guter Kompromiss, der dann wegen der einfachen Reparatur bei Platten auch noch die Folgekosten reduziert. Für mich sind Schlauchreifen wie bereits von Anderen gesagt wurde schlicht ein Anachronismus. Man erkauft sich die in der Tat besseren Notlaufeigenschaften mit jeder Menge Probleme (Preis, Gewicht bei Berücksichtigung des Ersatzreifens, Wandern auf der Felge bei langen steilen Abfahren, kaum Flicken eines Plattens möglich) und i.d.R mit hohem Rollwiderstand.

Aber mal ganz ehrlich:
Es möge sich jeder überlegen, in welchen Reifentyp er als Hersteller Geld investieren würde. Da die große Masse der verkauften Reifen natürlich mittlerweile Draht/Faltreifen sind, ist Entwicklungsgeld dort besser angelegt und das zahlt sich jetzt aus. So einfach ist das. Ohne Carbonfelgen wären Schlauchreifen vollkommen out.

Ciao Rolf

Patrice Clerc
14.08.2011, 13:44
Das ganze ist eine interessante akademische Diskussion mit begrenzter praktischer Bedeutung. Der Rollwiderstand trägt nur wenig zum Gesamtwiderstand bei; die grössten Anteile liegen bei der Beschleunigung (der gesamten Masse, also ca. 80 oder 90 kg) und dem Luftwiderstand.

Die gleichmässige Fahrt mit hohen Widerständen kommen bei Flachzeitfahren ohne viele Kurven vor, sonst eher vernachlässigbar.

Überall sonst sind die vergleichsweise kleinen Rollwiderstandsunterschiede de facto irrelevant.

lucabrasi
14.08.2011, 13:46
was soll der Blödsinn? Ich bin fast 20Jahre mit Schlauchreifen gefahren ...
Ciao Rolf

easy rolf, ich fahre seit über 30 jahren schlauchreifen... stich! :D

btw. fahre ich 23er reifen mit 10 bar, topkomfort, probier es doch einfach aus



Man erkauft sich die in der Tat besseren Notlaufeigenschaften mit jeder Menge Probleme (Preis, Gewicht bei Berücksichtigung des Ersatzreifens, Wandern auf der Felge bei langen steilen Abfahren, kaum Flicken eines Plattens möglich) und i.d.R mit hohem Rollwiderstand.

übrigens hast du selber konzidiert dass der veloflex record schlauchreifen deinen veloflex drahtreifen mit höherem druck beim rollwiderstand toppt.



Leider wurde der Veloflex Record als Schlauchreifen nie getestet. Ich kann mir vorstellen, dass der mit >=10bar besser ist als der Faltreifen, den ich bei meinen Felgen nicht über 8bar aufpumpen darf.

medias
14.08.2011, 13:53
Also wenn es nur um die Erfahrung geht könnte ich noch ein, zwei Jahre zugeben.:Bluesbrot
Gestern mit Veloflex Record Draht unterwegs gewesen, Rollen natürlich perfekt, der SR ist einfach etwas geschmeidiger.

Patrice Clerc
14.08.2011, 13:54
Bin ca. 78 kg schwer und fahre in Training und Rennen bei 23 mm auf der Strasse mit ca. 7.5 bis 8.5 Bar; egal, welches Reifensystem; genauer Druck hängt vom erwarteten Strassenzustand ab.

10 Bar fühlt sich vielleicht schneller an, weil es nervöser ist (mehr hoppelt), aber ich vermute, selbst auf den vergleichsweise schönen Strassen hier im Grossraum Zürich - Innerschweiz ist mehr als gut 8 Bar meist zu viel.

medias
14.08.2011, 13:56
Absolut, mehr als 8 mache ich nie rein.

454rulez
14.08.2011, 14:18
Absolut, mehr als 8 mache ich nie rein.


so siehts aus - mit den drücken, die der ein oder andere hier so für schlauchreifen empfiehlt (>10 bar) kann von grip keine rede mehr sein

btw: mavic gibt seine draht-laufräder für 9,5(23mm) bzw. 10bar(21mm) frei,
campa ist halt mit 7,8bar (wie auch immer die auf diesen wert kommen...) ein wenig sehr konservativ - ich persönlich hatte mit 8-9 bar (zeitfahren) bei 23er-reifen niemals ein problem

http://www.mavic.com/sites/default/files/download/tirepressurechart_deu.pdf

lucabrasi
14.08.2011, 14:27
10 Bar fühlt sich vielleicht schneller an, weil es nervöser ist (mehr hoppelt), aber ich vermute.....

das ist das problem: vermutungen, annahmen, hörensagen, tourartikel....

Patrice Clerc
14.08.2011, 18:19
das ist das problem: vermutungen, annahmen, hörensagen, tourartikel....
Nein, das ist kein Problem. Wenn ich etwas vermute, dann wuerden die meisten hier - du vermutlich (sic!) eingeschlossen - schreiben "ganz sicher" oder "definitiv".

Eigentlich jeder, der sich mit Rollwiderstand in seiner Gesamtheit beschaeftigt hat, kommt zur Annahme, 'schuldigung: Vermutung, dass durch totgepumpte Reifen (also irgendwo ab 8 Bar) der Rollwiderstand wider zunnimmt.

Weiter vermute ich, dass die meisten Leute nicht auf arschglatten Holzbahnen fahren,, wo auch deutlich mehr als 8 Bar sinnvoll sind.

Vermutlich vermutest du auch bloss, dass ein deutlich hoeherer Druck auch auf normalen Strassen zu niedrigerem Rollwiderstand fuehrt. Andernfalls haettest du den "Beweis" vermutlich bereits hier verlinkt. :Bluesbrot

hans herbert
14.08.2011, 18:22
Im Maerz musste einer beim 200er Brevet wegen der Schlauchreifen aufgeben, weil platt und keiner konnte ihm helfen ... Ersatzteile fuer Drahtreifen -Schlaeuche ... Decken ... ParkTool Schnellfeuerflicken - haette er von den anderen Teilnehmern ohne Ende haben koennen, aber so ... Tsss, selber Schuld was faehrt er den Kram :ä :D :icon_mrgr

LG ... Wolfi ;)

Anfaenger!

(GP-6-8-10bar, Podium 8-10-12bar)

10-12bar???? huuuuuuuu

Patrice Clerc
14.08.2011, 18:22
Ich vergass: vermutlich sind eher Leute das Problem, die die Fragestellung voellig religioes angehen.

Wie schon oben geschrieben: in der Realitaaet haben die kleinen Rollwiderstandsunterschiede zwischen guten Rennreifen - man braucht nicht staendig mit einem schweren Hutchinslow zu vergleichen - zu klein sind um sich ernsthafte Sorgen zu machen.

lucabrasi
15.08.2011, 09:52
Vermutlich vermutest du auch bloss, dass ein deutlich hoeherer Druck auch auf normalen Strassen zu niedrigerem Rollwiderstand fuehrt. Andernfalls haettest du den "Beweis" vermutlich bereits hier verlinkt. :Bluesbrot

nein, ich fahre unterschiedliche reifenkombinationen mir unterschiedlichen drücken, welche drücke m.e. zu den besten ergebnissen führen habe ich ausprobiert. das nennt man empirisches vorgehen.

wissenschaftlich valide testaufbauten mache ich nicht und macht auch keines der auflagenorientierten magazine. eigentlich macht sie niemand.
wie solche test aussehen müssen wurde hier schon diskutiert.

die einzigen kenngrößen, die für die tägliche fahrerei relevant sind, sind doch unsere empirische vorgehensweisen, um diese auszutauschen gibt es solche foren wie dieses.

wenn dich das nicht interessiert ignorier es einfach...

Patrice Clerc
15.08.2011, 10:37
nein, ich fahre unterschiedliche reifenkombinationen mir unterschiedlichen drücken, welche drücke m.e. zu den besten ergebnissen führen habe ich ausprobiert. das nennt man empirisches vorgehen.

wissenschaftlich valide testaufbauten mache ich nicht und macht auch keines der auflagenorientierten magazine. eigentlich macht sie niemand.
wie solche test aussehen müssen wurde hier schon diskutiert.

die einzigen kenngrößen, die für die tägliche fahrerei relevant sind, sind doch unsere empirische vorgehensweisen, um diese auszutauschen gibt es solche foren wie dieses.

wenn dich das nicht interessiert ignorier es einfach...

Du bist ein lustiger... Mir wirfst du vor, meine auf eigenen Erfahrung und Überlegungen sowie Aussagen valabler Untersuchungen basierten Vermutungen seien schlecht ("das Problem"), aber selber bist du noch nicht mal auf dem Niveau: du urteilst mit etwas, das für die kleinen Unterschiede von Rollwiderständen (im Bereich von 2 % für den Gesamtwiderstand) nicht ausreicht - nämlich mit dem diesbezüglich völlig fehlerträchtigen Popometer (mehr rütteln fühlt sich schneller an).

In einem öffentlichen Forum muss man andere Meinungen nicht ignorieren. Man kann und darf argumentativ dagegen anschreiben - wie ich das hier vermutlich (!) nachvollziehbar tue. :Bluesbrot

lucabrasi
15.08.2011, 10:57
Du bist ein lustiger... Mir wirfst du vor, meine auf eigenen Erfahrung und Überlegungen sowie Aussagen valabler Untersuchungen basierten Vermutungen seien schlecht ("das Problem"), aber selber bist du noch nicht mal auf dem Niveau: du urteilst mit etwas, das für die kleinen Unterschiede von Rollwiderständen (im Bereich von 2 % für den Gesamtwiderstand) nicht ausreicht - nämlich mit dem diesbezüglich völlig fehlerträchtigen Popometer (mehr rütteln fühlt sich schneller an).

In einem öffentlichen Forum muss man andere Meinungen nicht ignorieren. Man kann und darf argumentativ dagegen anschreiben - wie ich das hier vermutlich (!) nachvollziehbar tue. :Bluesbrot

ein reifen mit latexschlauch hoppelt bei 10 bar nicht, ich habe diese erfahrung gemacht, du offensichtlich nicht, stellst aber trotzdem die gegenbehauptung auf weil du sie vermutest.

hier steht also eine konkrete erfahrung einer vermutung gegenüber, bitte nimm es mir nicht übel wenn ich meine eigene wahrnehmung nicht über bord werfe weil hier irgendeiner vermutet sie stimme nicht.

Patrice Clerc
15.08.2011, 11:27
ein reifen mit latexschlauch hoppelt bei 10 bar nicht,Glaust du wirklich, du seist der einzige, der Latexschläuche nutzt?



ich habe diese erfahrung gemacht, du offensichtlich nicht, stellst aber trotzdem die gegenbehauptung auf weil du sie vermutest.Das ist eine reine Vermutung.



hier steht also eine konkrete erfahrung einer vermutung gegenüber, bitte nimm es mir nicht übelÜbel nehmen? Ich schmunzle und wundere mich bloss, wie man so religiös an ein Thema ran gehen kann.



wenn ich meine eigene wahrnehmung nicht über bord werfe weil hier irgendeiner vermutet sie stimme nicht.
Natürlich neigt ein Reifen mit zunehmendem Luftdruck zum springen. Wenn zunehmender Luftdruck bloss den Rollwiderstand senken würde ohne Nachteile, dann würde man mit 20 Bar fahren und ggf. Reifensysteme entwickeln, die dem Druck stand halten.

Marco Gios
15.08.2011, 11:35
Ich glaube ja dass Latex die Luft weich macht - da bieten 10 bar Luftdruck allenfalls noch den Widerstand von 6 bar, so weich und so komprimierbar ist sie auf einmal. Diese Entdeckung ist eigentlich Nobelpreis-würdig.

lucabrasi
15.08.2011, 12:06
Glaust du wirklich, du seist der einzige, der Latexschläuche nutzt?

nein, du z.b. fährst 20er michelin latexschläuche in 23er drahtreifen. aber mit weniger druck.

und da kommen wir wieder zum ausgangspunkt meiner einlassung.

"totgepumpt" ist ein reifen dann, wenn die negativen eigenschaften, z.b. hoppeln den besseren rollwiderstand zunichte machen.

latexschläuche fahren sich komfortabler als butylschläuche, (schriebst du auch schon mal).

weil latexschläuche komfortabler sind kann man sie mit höheren drücken als butyschläuche fahren ohne "totgepumpt" zu sein, ob jetzt 9 oder 9,5 oder 10 sei mal dahingestellt.

höher drücke führen zu weniger rollwiderstand.

durch die reifen- und felgengeometrie des schlauchreifens mit den dadurch verringerten zwängungen des schlauches ist der komfortgewinn des latexschlauches in einem schlauchreifen höher als in einem drahtreifen, somit kann in dieser kombination der höchst druck gefahren werden.

Ackebua
15.08.2011, 12:49
Wie zu erwarten war, gibt es hier eine Menge Meinungen und vor allem Vermutungen. Dieses sensible Thema ist jedoch mehr als vernachlässigbar, wenn man sich mal Gedanken über die Optimierung des Gesamtsystems Rad+Fahrer macht. Da wird über 0,x Watt Ersparnis bei diesem und jenem Reifentyp diskustiert, und der betreffende Fahrer sieht aus wie das leibhaftige Michelin-Männchen oder sitzt im Wind wie eine quergestellte Schrankwand.

Ich selbst bin Schlauchreifen-Liebhaber. Jedoch stelle ich keinen Geschwindigkeitsgewinn mit ihnen auf gleichen Strecken fest. Für mich (ganz persönlich und zu Diskussionsanstößen geeignet) zählen eher folgende zwei Punkte:

Erstens die viel diskutierte Notlaufeigenschaft. Ich muss nicht unbedingt eine 70 auf dem Tacho sehen, mir ist bereits bei Geschwindigkeiten um die 40 einfach "wohler" bei dem Gedanken, ein Platzer würde mich nicht gleich auf den Asphalt werfen. Und deshalb fahre ich (vor allem in Abfahrten) entspannter und vor allem risikofreudiger.

Zweitens finde ich - technologisch betrachtet - eine Drahtreifenfelge als sehr ungünstige Lösung. Da klemmt ein Reifen mit irre hohem Druck zwischen zwei Hörner, die wiederum wie zwei Schneiden senkrecht und bedrohlich in Richtung Asphalt zeigen. Ist der Federweg des Reifens ausgereizt, macht es in der Regel "zisch". Gerade im Querfeldein ist die Drahtreifenlösung völlig ungeeignet. Weiterhin haut mich eine bis an die Statikgrenze durchgebremste Felge bei Versagen auch gnadenlos auf den Asphalt, wohiingegen die Schlauchreifenfelge lediglich "knack" sagt, um mich so höflich auf einen umgehenden Laufradwechsel hinzuweisen.

Für die Statistik:
Ich bewege auf der Straße Veloflex Pavé Drahtreifen mit Latexschläuchen auf Campa Proton und Veloflex Criterium Schlauchreifen auf Campa Bora. Im Cross gibt es vorzugsweise Challenge Fango Schlauchreifen auf 4ZA-T50 und für jeden Tag Vittoria XG Pro Drahtreifen auf Campa Eurus.

Patrice Clerc
15.08.2011, 13:11
Wie zu erwarten war, gibt es hier eine Menge Meinungen und vor allem Vermutungen. Dieses sensible Thema ist jedoch mehr als vernachlässigbar, wenn man sich mal Gedanken über die Optimierung des Gesamtsystems Rad+Fahrer macht. Da wird über 0,x Watt Ersparnis bei diesem und jenem Reifentyp diskustiert, und der betreffende Fahrer sieht aus wie das leibhaftige Michelin-Männchen oder sitzt im Wind wie eine quergestellte Schrankwand.Einverstanden, schrieb ich oben schon.

Patrice Clerc
15.08.2011, 13:16
nein, du z.b. fährst 20er michelin latexschläuche in 23er drahtreifen. aber mit weniger druck. Ich fahre sie mit dem gleichen Druck wie Butyl-Schläuche. Ich mache da - von ernüchternden Experimenten abgesehen - keine Unterschiede.



und da kommen wir wieder zum ausgangspunkt meiner einlassung.

"totgepumpt" ist ein reifen dann, wenn die negativen eigenschaften, z.b. hoppeln den besseren rollwiderstand zunichte machen.

latexschläuche fahren sich komfortabler als butylschläuche, (schriebst du auch schon mal).Naja, ich bin nicht der Meinung, dass ein unkomfortables Butyl-Setup durch Austausch mit Latex-Schlauch immer noch nicht komfortabel wird. Da sind die Unterschiede viel zu klein.



weil latexschläuche komfortabler sind kann man sie mit höheren drücken als butyschläuche fahren ohne "totgepumpt" zu sein, ob jetzt 9 oder 9,5 oder 10 sei mal dahingestellt.Die Idee, dass ein Latexschlauch minimal (!) mehr Druck erträgt, bevor das Reifensystem totgepumpt ist, kann richtig sein.

Sustanziell mehr Druck wird dadurch aber nicht möglich - die Unterschiede sind einfach zu klein; kleiner als vermutlich die typischen Abweichungen der Manometer.



höher drücke führen zu weniger rollwiderstand.Und noch höherer zu noch weniger. Darum fahren wir ja alle mit 14 Bar Schlauchreifen.



durch die reifen- und felgengeometrie des schlauchreifens mit den dadurch verringerten zwängungen des schlauches ist der komfortgewinn des latexschlauches in einem schlauchreifen höher als in einem drahtreifen, somit kann in dieser kombination der höchst druck gefahren werden.
Diese Argumentation - "Zwängung des Schlauches" - ist bestenfalls abenteuerlich. :Angel:

Quarkwade
15.08.2011, 13:35
Da wird über 0,x Watt Ersparnis bei diesem und jenem Reifentyp diskustiert, und der betreffende Fahrer sieht aus wie das leibhaftige Michelin-Männchen .

Frechheit !:D

lucabrasi
15.08.2011, 13:51
Diese Argumentation - "Zwängung des Schlauches" - ist bestenfalls abenteuerlich. :Angel:

gut, wir nähern uns an:)

der clincherschlauch wird bis zur schulter von harten materialien umgeben und kann sich nur in einem teilbereich rund verformen.
der schlauch in einem schlauchreifen kann sich ohne große zwängungen verformen (aufstandsbereich, kurve).

Alpenmonster
15.08.2011, 17:21
gut, wir nähern uns an:)

der clincherschlauch wird bis zur schulter von harten materialien umgeben und kann sich nur in einem teilbereich rund verformen.
der schlauch in einem schlauchreifen kann sich ohne große zwängungen verformen (aufstandsbereich, kurve).

Wusste bis anhin gar nicht, dass Schlauchreifenfelgen so weich sind... Bestimmt lebensgefährlich, so etwas labbriges überhaupt zu fahren.

Roady.ch
15.08.2011, 17:29
Warum fahren die Profis eigentlich mit Schlauch?

Abstrampler
15.08.2011, 17:56
Warum fahren die Profis eigentlich mit Schlauch?

Weil bei denen Nachteile im Alltag keine Rolle spielen.

Rolf1
15.08.2011, 18:54
Das ganze ist eine interessante akademische Diskussion mit begrenzter praktischer Bedeutung. Der Rollwiderstand trägt nur wenig zum Gesamtwiderstand bei.



Hallo,

versuchen wir die Dinge mal wirklich nüchtern zu betrachten:

1. Soweit ich das übersehe, sagen die meisten Tests aus, dass Faltreifen mittlerweile besser rollen als Drahtreifen, zumindest wenn man sie mit einem zumutbaren Druck fährt. Nur wenige Test besagen, Schlauchreifen seien besser und die sind dann immer auf relativ kleinen Rollen (siehe TE) durchgeführt worden, was wenig aussagefähig und ziemlich praxisfremd ist.

2. Nehmen wir mal 85kg für Fahrer + Rad an. Bei einer Verbesserung des Rollwiderstandes von durchschnittlichen 0,005 auf exzellente 0,003 ergibt bei 30km/h (=8,3m/s) eine Einsparung von 850*0,002*8,3=14,2 Watt bei einer Gesamtleistung von ca 200Watt. Das sind 7% Einsparung.

3. Profis fahren bei der Tour de France mit einer Durchschnittsleistung von ca 300Watt, im Finale und bei Ausreißversuchen 500Watt und mehr. Die werden in der Tat wenig von dem geringen Rollwiderstand mancher Reifen merken. Man darf aber getrost davon ausgehen, dass die meisten "Normalos" nur durchschnittlich mit 200Watt unterwegs sind. Für die sind und bleiben 14Watt Einsparung 7%, für die man lange trainieren muss, um sie durch bessere Kondition auszugleichen.

4. Es fehlt mir jegliches Verständnis, dass man Unmengen an Geld für ein hochwertiges Rad ausgibt und dann an den Reifen spart.

Natürlich sehe ich ein, dass Carbonfelgen gut aussehen. Die sind leider meist nur für Schlauchreifen zu haben. Wer die teuren Carbonfelgen will und dabei auch das dubiose Bremsverhalten in Kauf nimmt, wer sich nicht vor auf der Abfahrt wandernden Reifen fürchtet, die dann am Ventil abreißen (das war für mich letztlich der Grund von Schlauch- auf Faltreifen zu wechseln) der soll sie halt benutzen. Aber die Diskussion, was nun besser ist, halte ich für ziemlich lächerlich. Faltreifen sind mittlerweile eindeutig technisch besser und billiger sind sie ohnehin, zumal ein Platten beim Schlauchreifen fast immer ein Totalverlust ist während man den Schlauch mühelos flicken kann.

Ciao Rolf

Team Issue
15.08.2011, 19:45
Es fehlt mir jegliches Verständnis, dass man Unmengen an Geld für ein hochwertiges Rad ausgibt und dann an den Reifen spart.....

zumal ein Platten beim Schlauchreifen fast immer ein Totalverlust ist während man den Schlauch mühelos flicken kann.


Es fehlt mir jegliches Verständnis, dass man Unmengen an Geld für ein hochwertiges Glas ausgibt und dann am Barolo spart.

....zumal Korken beim Barolo fast immer ein Totalverlust ist, während man den Tetrapack mühelos saufen kann.


Nüchtern betrachtet.

Wasi
15.08.2011, 19:58
Hallo,

versuchen wir die Dinge mal wirklich nüchtern zu betrachten:

1. Soweit ich das übersehe, sagen die meisten Tests aus, dass Faltreifen mittlerweile besser rollen als Drahtreifen, zumindest wenn man sie mit einem zumutbaren Druck fährt. Nur wenige Test besagen, Schlauchreifen seien besser und die sind dann immer auf relativ kleinen Rollen (siehe TE) durchgeführt worden, was wenig aussagefähig und ziemlich praxisfremd ist.

2. Nehmen wir mal 85kg für Fahrer + Rad an. Bei einer Verbesserung des Rollwiderstandes von durchschnittlichen 0,005 auf exzellente 0,003 ergibt bei 30km/h (=8,3m/s) eine Einsparung von 850*0,002*8,3=14,2 Watt bei einer Gesamtleistung von ca 200Watt. Das sind 7% Einsparung.

3. Profis fahren bei der Tour de France mit einer Durchschnittsleistung von ca 300Watt, im Finale und bei Ausreißversuchen 500Watt und mehr. Die werden in der Tat wenig von dem geringen Rollwiderstand mancher Reifen merken. Man darf aber getrost davon ausgehen, dass die meisten "Normalos" nur durchschnittlich mit 200Watt unterwegs sind. Für die sind und bleiben 14Watt Einsparung 7%, für die man lange trainieren muss, um sie durch bessere Kondition auszugleichen.

4. Es fehlt mir jegliches Verständnis, dass man Unmengen an Geld für ein hochwertiges Rad ausgibt und dann an den Reifen spart.

Natürlich sehe ich ein, dass Carbonfelgen gut aussehen. Die sind leider meist nur für Schlauchreifen zu haben. Wer die teuren Carbonfelgen will und dabei auch das dubiose Bremsverhalten in Kauf nimmt, wer sich nicht vor auf der Abfahrt wandernden Reifen fürchtet, die dann am Ventil abreißen (das war für mich letztlich der Grund von Schlauch- auf Faltreifen zu wechseln) der soll sie halt benutzen. Aber die Diskussion, was nun besser ist, halte ich für ziemlich lächerlich. Faltreifen sind mittlerweile eindeutig technisch besser und billiger sind sie ohnehin, zumal ein Platten beim Schlauchreifen fast immer ein Totalverlust ist während man den Schlauch mühelos flicken kann.

Ciao Rolf

finisher.de verlinkt auf eine Seite mit verschieden Tests zu diesem Thema. bin jetzt zu faul, das rauszusuchen. Ergebnis: Wenn der Schlauchreifen richtig geklebt wird (2 Langen Kleber auf Reifen und 3 Lagen auf der Felge), tendieren die Ergebnisse zu Gunsten der Schlauchreifen. Vielleicht kann die Tour hier ja mal input beisteuern und schreiben, wie die Testreifen aufgeklebt werden.

HeinerCF
15.08.2011, 20:18
finisher.de verlinkt auf eine Seite mit verschieden Tests zu diesem Thema. bin jetzt zu faul, das rauszusuchen. Ergebnis: Wenn der Schlauchreifen richtig geklebt wird (2 Langen Kleber auf Reifen und 3 Lagen auf der Felge), tendieren die Ergebnisse zu Gunsten der Schlauchreifen. Vielleicht kann die Tour hier ja mal input beisteuern und schreiben, wie die Testreifen aufgeklebt werden.

Gibt´s da auch ´nen Vergleich zu mit Tufo-Band verklebten Reifen. Ich gehe davon aus, dass die Tour-Redaktion damit testet. Minimiert den Arbeitsaufwand deutlich.

Davon abgesehen: Gestern zum ersten mal seit langem mal wieder schnell um den Kreis gefahren. Dauerregen. Da fährt´s sich mit ´nem guten Schlauchreifen deutlich "gefühlvoller". Latexschlauch. Ein bisschen weniger Luftdruck. Und das ganze macht Spaß.

Kralle
16.08.2011, 00:02
Das Thema ist doch schon wirklich komplett durch.
Mich würde eher Erfahrungen mit Schlauchlos Reifen interessieren !

aussunda
16.08.2011, 08:22
Ich bin vor 8 Jahren das erste mal Schlauchreifen gefahren. Das ist m.E. eine wirklich rundere Geschichte und ich bin wirklich ein Schisser beim bergab fahren.

Trotz der Vorteile die ein Schlauchreifen für mich bietet, bin ich im Sommer eine Mehrtagestour mit Drahtr. gefahren, weil ich bei einem Platten abends im Hotel keine Lust auf das Gefrickel hätte.

coopera
16.08.2011, 09:05
Mich würde eher Erfahrungen mit Schlauchlos Reifen interessieren !

Durchwegs gut

ich hatte einen Drahtreifen der dann auf der selben Felge, auf dem selben Rad mit den selben Reifen (wirklich der gleiche, nicht ein anderer der Baureihe) auf Schlauchlos gewechselt worden ist, und es ist spürbar besser!!!!

zudem macht er mehr Grip, ist bei Abfahrten besser und unterstützt die Dämpfung durch den niedrigeren Luftdruck und das ohne Snakebites...

Nachteil?

Ja, er am cc Fully montiert und heißt Schwalbe Rocket Ron:D

Roli

Patrice Clerc
16.08.2011, 09:13
Hallo,

versuchen wir die Dinge mal wirklich nüchtern zu betrachten:

1. Soweit ich das übersehe, sagen die meisten Tests aus, dass Faltreifen mittlerweile besser rollen als Drahtreifen, zumindest wenn man sie mit einem zumutbaren Druck fährt. Nur wenige Test besagen, Schlauchreifen seien besser und die sind dann immer auf relativ kleinen Rollen (siehe TE) durchgeführt worden, was wenig aussagefähig und ziemlich praxisfremd ist.

2. Nehmen wir mal 85kg für Fahrer + Rad an. Bei einer Verbesserung des Rollwiderstandes von durchschnittlichen 0,005 auf exzellente 0,003 ergibt bei 30km/h (=8,3m/s) eine Einsparung von 850*0,002*8,3=14,2 Watt bei einer Gesamtleistung von ca 200Watt. Das sind 7% Einsparung.

3. Profis fahren bei der Tour de France mit einer Durchschnittsleistung von ca 300Watt, im Finale und bei Ausreißversuchen 500Watt und mehr. Die werden in der Tat wenig von dem geringen Rollwiderstand mancher Reifen merken. Man darf aber getrost davon ausgehen, dass die meisten "Normalos" nur durchschnittlich mit 200Watt unterwegs sind. Für die sind und bleiben 14Watt Einsparung 7%, für die man lange trainieren muss, um sie durch bessere Kondition auszugleichen.

4. Es fehlt mir jegliches Verständnis, dass man Unmengen an Geld für ein hochwertiges Rad ausgibt und dann an den Reifen spart.

Natürlich sehe ich ein, dass Carbonfelgen gut aussehen. Die sind leider meist nur für Schlauchreifen zu haben. Wer die teuren Carbonfelgen will und dabei auch das dubiose Bremsverhalten in Kauf nimmt, wer sich nicht vor auf der Abfahrt wandernden Reifen fürchtet, die dann am Ventil abreißen (das war für mich letztlich der Grund von Schlauch- auf Faltreifen zu wechseln) der soll sie halt benutzen. Aber die Diskussion, was nun besser ist, halte ich für ziemlich lächerlich. Faltreifen sind mittlerweile eindeutig technisch besser und billiger sind sie ohnehin, zumal ein Platten beim Schlauchreifen fast immer ein Totalverlust ist während man den Schlauch mühelos flicken kann.

Ciao Rolf
Mal abgesehen davon, dass es ziemlich sinnlos ist, Reifen zu vergleichen, die 40 % (!) weniger Rollwiderstand aufweisen (es gibt wirklich pannensichere Reifen beider Arten, die näher bei den 0.0xx03 CRR sind) und damit die Rechnung gleich mal einen massiv kleineren Unterschied ergibt:

Bei üblichen Rennen ist nicht das flache dahin fahren das grosse Problem, sondern die Beschleunigung nach Kurven und die Fahrt am Berg. Bei beiden fallen die Rollwiderstände in ihrer Bedeutung massiv ab.

Wenn ich aus deinen 40 % Unterschied halbwegs realistische 15 % mache, dann werden aus deinen 7 % noch ca. 2.5 %. Wenn ich weiter in Betracht ziehe, dass in den meisten Situationen eben nicht gleichmässig im flachen gefahren wird, dann halbiert sich dieser Wert gleich nochmals (oder verkleinert sich noch mehr), so dass ein resultierender Unterschied von noch einem Prozent übrig bleibt.

Ich bin am letzten Sonntag ein Rennen gefahren und wurde 2. Der Unterschied zum ersten war am Schlussanstieg geschätzte 40 w. Der ist einfach davon gezogen. Diese 40 w waren etwas mehr als 10 %.

Die 1 %, die gesamthaft gesehen für sinnvolle Rollwiderstandsunterschiede noch übrig bleiben (in extremis!, man kann auch Clincher und Schlauchreifen vergleichen, die nicht 15 % Rollwiderstandsunterschied haben, dann fällt dieser Wert nochmals kleiner aus), hätten da überhaupt keine Rolle gespielt. Und es wird mehr Situationen geben, in denen man gegenüber dem Ziel eine gute Hand voll Prozent zu schwach war als solche, wo man im Sprint um Handbreite unterlag.

Patrice Clerc
16.08.2011, 09:18
finisher.de verlinkt auf eine Seite mit verschieden Tests zu diesem Thema. bin jetzt zu faul, das rauszusuchen. Ergebnis: Wenn der Schlauchreifen richtig geklebt wird (2 Langen Kleber auf Reifen und 3 Lagen auf der Felge), tendieren die Ergebnisse zu Gunsten der Schlauchreifen. Vielleicht kann die Tour hier ja mal input beisteuern und schreiben, wie die Testreifen aufgeklebt werden.

Al Morrison hat das AFAIK schon untersucht. Die Schlauchreifen waren nur dann besser, wenn sie

Mit hartem Kleber (kein Kitt!) geklebt wurden
Zu einer Gewichts- und Konstruktionskategorie gehörten, die ich persönlich als weniger pannensicher einstufen würde

Meine Quintessenz als Faustregel aus den vielen Tests (Morrison, tour, "Le Cycle", Brandt, weitere...):
Bei gleicher Pannenresistenz weisen Clincher weniger Rollwiderstand auf...

...aber nicht in einem Bereich, der für normale Rennen entscheidend ist. Bei flachen Zeitfahren praktisch ohne Kurven mag das anders sein, wenn man aerodynamisch schon alles ausgereizt hat.

lucabrasi
16.08.2011, 10:40
Ich bin am letzten Sonntag ein Rennen gefahren und wurde 2. Der Unterschied zum ersten war am Schlussanstieg geschätzte 40 w. Der ist einfach davon gezogen. Diese 40 w waren etwas mehr als 10 %.

Die 1 %, die gesamthaft gesehen für sinnvolle Rollwiderstandsunterschiede noch übrig bleiben (in extremis!, man kann auch Clincher und Schlauchreifen vergleichen, die nicht 15 % Rollwiderstandsunterschied haben, dann fällt dieser Wert nochmals kleiner aus), hätten da überhaupt keine Rolle gespielt. Und es wird mehr Situationen geben, in denen man gegenüber dem Ziel eine gute Hand voll Prozent zu schwach war als solche, wo man im Sprint um Handbreite unterlag.

erstmal glückwunsch zum 2. platz :D

deine wattbetrachtung zum zieleinlauf hinkt, entscheident ist nicht das eine prozent auf den letzten hundert metern, entscheident ist, dass du die 100 km vorher permanent 1 % und damit körner sparst, die du im schlussprint dann zur verfügung hast.

Patrice Clerc
16.08.2011, 10:53
erstmal glückwunsch zum 2. platz :D

deine wattbetrachtung zum zieleinlauf hinkt, entscheident ist nicht das eine prozent auf den letzten hundert metern, entscheident ist, dass du die 100 km vorher permanent 1 % und damit körner sparst, die du im schlussprint dann zur verfügung hast.

Einen Sprint über 100 m gewinne ich gegen diese Art von Konkurrenz "immer". Aber einen Anstieg über knappe 3 km und gute 7 Minuten mit 3 Minuten bei 6 w/kg ist halt eine andere Sache.

Der Anstieg wurde auf 5 Runden logischerweise 5 mal gefahren. Was ich dort an Überleistung (relativ zu meinem Können und im Vergleich zum Konkurrenten) in den ersten vier hatte aufbringen müssen und in der letzten hätte bringen müssen, hatte mich behindert.

Die Reifen hätten wohl 90 % weniger Rollwiderstand haben müssen, um da was zu ändern (falls überhaupt).

Mal abgesehen davon, dass ich schon mit brauchbarer Bereifung und mehr als brauchbarer Fahrweise unterwegs war: in Kurven und Abfahrten war ich einer der schnellsten, wenn nicht der schnellste.

Diese Art von Rennen - am Berg und nach Kurven (teilweise) richtig schnell - ist es, was Leistung erfordert und wo man die von Coggan beschriebenen Zündhölzchen ("Matches") abbrennt, bis das Briefchen leer ist. Nicht beim gleichmässigen Mittrollen in der Gruppe und bei der gelegentlichen Führungsarbeit.

Bitte richtig verstehen: ich sage ja nicht, man solle völlig salopp an die Reifenwahl gehen und mit Hutchinson Fusion "Irgend was" starten (oder wie langsame Reifen heissen mögen). Aber wenn ich erstmal Conti GP4000S mit Latex fahre, dann ist nicht mehr viel zu gewinnen, auch wenn ich selber bei Rennen mit Veloflex "irgend was" 23 mm, mit effektiven 190 g und den dünnen Michelin-Latex fahre.

lucabrasi
16.08.2011, 12:37
Einen Sprint über 100 m gewinne ich gegen diese Art von Konkurrenz "immer". Aber einen Anstieg über knappe 3 km und gute 7 Minuten mit 3 Minuten bei 6 w/kg ist halt eine andere Sache.

Der Anstieg wurde auf 5 Runden logischerweise 5 mal gefahren. Was ich dort an Überleistung (relativ zu meinem Können und im Vergleich zum Konkurrenten) in den ersten vier hatte aufbringen müssen und in der letzten hätte bringen müssen, hatte mich behindert.

Die Reifen hätten wohl 90 % weniger Rollwiderstand haben müssen, um da was zu ändern (falls überhaupt).

Mal abgesehen davon, dass ich schon mit brauchbarer Bereifung und mehr als brauchbarer Fahrweise unterwegs war: in Kurven und Abfahrten war ich einer der schnellsten, wenn nicht der schnellste.

Diese Art von Rennen - am Berg und nach Kurven (teilweise) richtig schnell - ist es, was Leistung erfordert und wo man die von Coggan beschriebenen Zündhölzchen ("Matches") abbrennt, bis das Briefchen leer ist. Nicht beim gleichmässigen Mittrollen in der Gruppe und bei der gelegentlichen Führungsarbeit.

Bitte richtig verstehen: ich sage ja nicht, man solle völlig salopp an die Reifenwahl gehen und mit Hutchinson Fusion "Irgend was" starten (oder wie langsame Reifen heissen mögen). Aber wenn ich erstmal Conti GP4000S mit Latex fahre, dann ist nicht mehr viel zu gewinnen, auch wenn ich selber bei Rennen mit Veloflex "irgend was" 23 mm, mit effektiven 190 g und den dünnen Michelin-Latex fahre.

ich meinte auch genau diese körnerfressenden zielanstiege die man vorher schon x-mal gefahren ist. habe auch letztens ein rennen auf ähnliche weise verloren, nicht zuletzt weil ich vorher durch unkluge fahrweise zu viele hölzchen verbrannt hatte.
ich denke, am ende zählt das gesamtpaket und wenn ich irgendwie durch kluge materialwahl nur ein halbes prozent leistung spare (und diese einsparung gilt ja immer für die ganze distanz), halte ich das für sinnvoll.

benjamin3011
16.08.2011, 13:06
...
ich denke, am ende zählt das gesamtpaket und wenn ich irgendwie durch kluge materialwahl nur ein halbes prozent leistung spare (und diese einsparung gilt ja immer für die ganze distanz), halte ich das für sinnvoll.

Die Frage ist ja, woher weiß ich das ich mit diesen oder jenen Reifen ein halbes Prozent Leistung spare? Eigene Tests, fremde Tests, Hören-sagen?

Marco Gios
16.08.2011, 13:19
Die Frage ist ja, woher weiß ich das ich mit diesen oder jenen Reifen ein halbes Prozent Leistung spare?

Tour-Forum. :Bluesbrot

ciclistarapido
16.08.2011, 13:38
Pro Schlauchreifen.

Patrice Clerc
16.08.2011, 14:00
Die Frage ist ja, woher weiß ich das ich mit diesen oder jenen Reifen ein halbes Prozent Leistung spare? Eigene Tests, fremde Tests, Hören-sagen?

Tatsächlich: tour-Forum. Hier hat's immer wieder Links zu Tests (siehe z. B. meine Stichworte dazu weiter oben).

Ein halbes Prozent hat aber keinen Einfluss. Das wäre beim 7-minütigen Aufstieg (420 s) jeweils 2.1 s. Das macht den Braten nicht fett; den Kopf etwas mehr nach vorne strecken, wenn auch bloss marginal, hätte vermutlich mehr Einfluss. Und immer dann, wenn ich auf der Bremse hocke, die Beine im Windschatten hängen lasse oder auch mal mit 200 w mittrete (halbes Prozent: 1 w) spielt das jeweils keine Rolle.

Oder verkürzt gesagt: Radsport ist nicht Formel 1. :Bluesbrot

Marco Gios
16.08.2011, 14:25
...Radsport ist nicht Formel 1.

Das wäre eigentlich ein schönes Schlusswort. :)

benjamin3011
16.08.2011, 14:26
Tatsächlich: tour-Forum. Hier hat's immer wieder Links zu Tests (siehe z. B. meine Stichworte dazu weiter oben).

Ein halbes Prozent hat aber keinen Einfluss. Das wäre beim 7-minütigen Aufstieg (420 s) jeweils 2.1 s. Das macht den Braten nicht fett; den Kopf etwas mehr nach vorne strecken, wenn auch bloss marginal, hätte vermutlich mehr Einfluss. Und immer dann, wenn ich auf der Bremse hocke, die Beine im Windschatten hängen lasse oder auch mal mit 200 w mittrete (halbes Prozent: 1 w) spielt das jeweils keine Rolle.

Oder verkürzt gesagt: Radsport ist nicht Formel 1. :Bluesbrot

Ja, wo ich die Tests finde ist mir schon klar. Da aber ja jeder an allen Tests irgendwas auszusetzen hat und deren Richtigkeit anzweifelt, kann man sich ja nur auf seine Erfahrungen berufen.

lucabrasi
16.08.2011, 14:28
:Applaus:
Ja, wo ich die Tests finde ist mir schon klar. Da aber ja jeder an allen Tests irgendwas auszusetzen hat und deren Richtigkeit anzweifelt, kann man sich ja nur auf seine Erfahrungen berufen.

Marco Gios
16.08.2011, 14:30
...kann man sich ja nur auf seine Erfahrungen berufen.

Und jenseits des Rollwiderstands ist es halt wichtig, worauf man vertraut:

Habe ich Zweifel ob nicht mein Schlauchreifen änfängt zu wandern und mir vielleicht das Ventil abreißt, dann fahre ich damit schei$e bergab.
Habe ich Angst vor den schlechteren Notlaufeigenschaften des Drahtreifens, dann eiere ich mit dem ganz schlecht herum.
Habe ich volles Vertrauen zu meinem Material, dann mache ich mir unterwegs keinerlei blöde Gedanken und es läuft einfach.

Quarkwade
16.08.2011, 14:56
schönes Schlußwort:D

Patrice Clerc
16.08.2011, 15:05
Ja, wo ich die Tests finde ist mir schon klar. Da aber ja jeder an allen Tests irgendwas auszusetzen hat und deren Richtigkeit anzweifelt, kann man sich ja nur auf seine Erfahrungen berufen.

Siehe meine Aussage zu Hinterkopfstatistiken weiter oben. :5bike:

Carazow
16.08.2011, 17:28
ist das thema nicht, hhhm, wie soll ich sagen, totgepumpt?

:D

hartmut

trümmer
16.08.2011, 20:49
ich würd mal grob schätzen und sagen, daß ca 95% der posts in diesem Thread ohne jeglichen Informationsverlust gelöscht werden könnten. Wahrscheinlich steigt dann sogar wieder der Anteil tatsächlicher Fakten und ein paar weiter Fakten zu liefern sollte ursprünglich mal das Thema sein...

Ich schreib ja nicht oft über meine eigenen Basteleien oder Versuche, dacht aber mal das Schlauchreifengedöns Anstoß zu neuen Überlegungen geben könnte, bin aber kläglich gescheitert.

Abstrampler
16.08.2011, 21:29
Ich schreib ja nicht oft über meine eigenen Basteleien oder Versuche, dacht aber mal das Schlauchreifengedöns Anstoß zu neuen Überlegungen geben könnte, bin aber kläglich gescheitert.

Was erwartest Du?
Diese Diskussion wird regelmäßig geführt. Nach jedem größeren Test gibt´s dazu ´nen Thread hier.
Hast doch nicht wirklich gedacht, Deine private Installation hätte etwas bahnbrechend Neues zur Folge gehabt? :ü

Abstrampler
16.08.2011, 22:36
Außerdem trägt der Fred den Zusatz - nüchtern betrachtet!
Das ist ein völlig neuer Ansatz!

Touché. :D

dacrazy1
16.08.2011, 22:37
Ich fahre beides; bin aber lieber mit SR unterwegs, trotz dem grösseren Aufwand bei einer Panne.

Meine Erfahrung: Am letzten Samstag in einer 10er Gruppe über 2 Pässe. 5 mit SR und 5 mit DR. Bei der letzten Abfahrt (Pragel-Pass mit bis zu 18% Gefälle), 3 x Platten. Nur bei den DR mit Latexschläuchen! Eine NoTubes Felge verabschiedete sich in die ewigen Jagdgründe. Der Fahrer hatte enormes Glück, da bei seinem Schlauch, die Luft "schlagartig" draussen war. DR mit Latex? Nein danke. Das sah sehr gefährlich aus. Der brachte sein Rad kaum noch zum stehen. Rollwiderstand hin oder her. Auf der Felge bremst es sich schlecht.

Patrice Clerc
16.08.2011, 22:50
Ich fahre beides; bin aber lieber mit SR unterwegs, trotz dem grösseren Aufwand bei einer Panne.

Meine Erfahrung: Am letzten Samstag in einer 10er Gruppe über 2 Pässe. 5 mit SR und 5 mit DR. Bei der letzten Abfahrt (Pragel-Pass mit bis zu 18% Gefälle), 3 x Platten. Nur bei den DR mit Latexschläuchen! Eine NoTubes Felge verabschiedete sich in die ewigen Jagdgründe. Der Fahrer hatte enormes Glück, da bei seinem Schlauch, die Luft "schlagartig" draussen war. DR mit Latex? Nein danke. Das sah sehr gefährlich aus. Der brachte sein Rad kaum noch zum stehen. Rollwiderstand hin oder her. Auf der Felge bremst es sich schlecht.

Da habt ihr aber etwas völlig falsch gemacht. Wir sind vor 4 Jahren mit einer inhomogenen, langsam fahrenden Gruppe an einem heissen Juli-Tag den Pragel auf der steilen Seite runter. Langsam fahrend heisst viel (für einige wohl: ständig bremsend). Resultat: kein Defekt.

Vielleicht wurde die Geschichte auch bloss passend erfunden. Denn eigentlich hätte ich am Pragel mit Collés eher Schiss, eine Reifen zu rollen oder wenigstens ein schiefes Ventil zu kriegen als mit Clincher einen Defekt zu haben.

dacrazy1
16.08.2011, 22:56
Was soll ich erfunden haben? Sorry Monsieur Clerq: Wenn es Ihnen nicht Ihr Raster passt, erfinden die anderen Leute Geschichten. So. Achso. Ich war perösnlich dabei. Und ich fahr den Pragel 2-3 mal im Jahr. Und auch schon mit DR aber mit Butyl und hatte nie Probleme. Natürlich sind die Fahrer schuld. Schreibe Ihnen gerne per PN wer es war. Ein Ex-Profi (Bike). Ein Ex-A-Elite Quer Fahrer. Und Sportmediziner.

Alpenmonster
16.08.2011, 22:59
Ich fahre beides; bin aber lieber mit SR unterwegs, trotz dem grösseren Aufwand bei einer Panne.

Meine Erfahrung: Am letzten Samstag in einer 10er Gruppe über 2 Pässe. 5 mit SR und 5 mit DR. Bei der letzten Abfahrt (Pragel-Pass mit bis zu 18% Gefälle), 3 x Platten. Nur bei den DR mit Latexschläuchen! Eine NoTubes Felge verabschiedete sich in die ewigen Jagdgründe. Der Fahrer hatte enormes Glück, da bei seinem Schlauch, die Luft "schlagartig" draussen war. DR mit Latex? Nein danke. Das sah sehr gefährlich aus. Der brachte sein Rad kaum noch zum stehen. Rollwiderstand hin oder her. Auf der Felge bremst es sich schlecht.

Das ist entweder einfach Pech oder die Jungs können überhaupt nicht fahren. Ich bin da mehrfach mit Latexschläuchen runter und hatte nie Probleme, obwohl ich nicht als Kamikaze-Abfahrer bekannt bin. Überhaupt hatte ich in etwa vier Jahren auf Latexschläuchen nur einen Defekt, und da war ich selber schuld, den Durchschlag hätte kein Schlauch der Welt überlebt.

Patrice Clerc
16.08.2011, 23:00
Ein Ex-Profi (Bike). Ein Ex-A-Elite Quer Fahrer. Und Sportmediziner.
Da fehlt ja nur noch ein Geistlicher...! :eek:

Nix für ungut, ich kenne dich nicht und will dir auch nichts unterstellen. Aber hier habe ich schon allerhand Geschichten gelesen, die zu unglaublich waren um wahr zu sein und dann später auch nicht wahr waren. :Bluesbrot

dacrazy1
16.08.2011, 23:14
Quot capita tot census ...

Alpenmonster
16.08.2011, 23:20
Quot capita tot census ...

Das ändert jetzt aber auch nichts daran, dass Dein Post nicht als Argument gegen Latexschläuche taugt. Ich habe von dem Zeug wieder die Finger gelassen, weil es mich nervte, hin und wieder bei der Montage einen recht teuren Schlauch kaputt zu machen. Ein ungutes Gefühl hatte ich nie.

dacrazy1
16.08.2011, 23:30
Ich hatte vor ein paar Jahren auch Michelin-Latex Schläuche auf dem Bike montiert: Bei der Val d'Uina Abfahrt das gleiche Bild. Schlagartig war die Luft weg. Seit dieser Erfahrung waren für mich die Latex Schläuche Geschichte. Die Hersteller versprechen ja das Gegenteil, langsamer Luftverlust. Kann ich so nicht bestätigen. Das war meine Erfahrung und gilt nicht als Argument gegen Latex Schläuche.

grumbledook
24.08.2011, 14:32
Was soll ich erfunden haben? Sorry Monsieur Clerq: Wenn es Ihnen nicht Ihr Raster passt, erfinden die anderen Leute Geschichten. So. Achso. Ich war perösnlich dabei. Und ich fahr den Pragel 2-3 mal im Jahr. Und auch schon mit DR aber mit Butyl und hatte nie Probleme. Natürlich sind die Fahrer schuld. Schreibe Ihnen gerne per PN wer es war. Ein Ex-Profi (Bike). Ein Ex-A-Elite Quer Fahrer. Und Sportmediziner.

Na, die haben ihre Schläuche in ihrer aktiven Zeit sicher immer montieren lassen. :rolleyes: Das Latexschläuche gegenüber Montagefehlern empfindlich reagieren, ist ja nicht unbekannt. Könnten aber auch genausogut Qualitätsschwankungen in der Produktion der Schläuche sein. Auch wissen wir nicht, ob Alu- oder Carbonclincher gefahren sind.

Aber: ich hatte meinen einzigen Platten in 3 drei Jahren übrigens gestern mit einem normalen Butylschlauch (nicht einmal extra-light). Den hatte ich vor einiger Zeit aufgrund einer längeren Diskussion hier zum Thema Carbon-Clincher + Latexschläuche im Vorderrad verbaut, um bei Abfahrten nicht ausgerechnet am VR platt zu fahren. Und was passiert? Na ja, es ist eben immer sehr viel Glück bzw Pech im Spiel. In meinem Fall hatte ich Glück, dass das Ganze bei Schleichtfahrt im Stadtverkehr und nicht auf einer Abfahrt passiert ist. Mit Statistiken und rationalen Überlegungen kommt man dem Plattfussproblem nicht bei (ausser der Rollwiderstand ist einem völlig egal). Möglicherweise wäre ich mit dem Latexschlauch, der vorher drin war pannenfrei geblieben, vielleicht auch nicht. Das Erlebnis gestern hat mir aber wieder gezeigt, wie müssig diese Diskussionen sind. Ein wachsames Auge vor allem in der Stadt hat sicher den grössten Einfluss auf die Pannenhäufigkeit. (Reste von) Kaputte(n) Glasflaschen sind immer noch der grösste Feind des Reifens bzw Schlauchs.

bonito
25.08.2011, 12:11
bin seit Jahren gut mit Latex unterwegs...
Allerdings hat mich letztens auch ein Snakebite erwischt...auf Schotterweg und
schlechter Linienwahl...

Das eigentliche Problem... Uraltersatzschlauch war ebenfalls löchrig!... was machen?
Einen Knopf, Schlauch wieder montieren, aufpumpen und weiterfahrn :Applaus: