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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Energieverlust durch federnde Sattelstützen



dolomit
17.09.2011, 19:11
Es ist bekannt das Profi Rahmen sehr steife Spezialkonstruktionen sind um den Energieverlust zu reduzieren.
Meine frage:
Wie groß ist der Energieverlust durch federnde:5bike: Sattelstützen

Bursar
17.09.2011, 19:15
Davon höre ich zum ersten Mal.

spoke
17.09.2011, 19:20
Jürgen Zäck hat das Radfahren im Triathlon jahrelang dominiert und war dabei mit Softride-Rädern unterwegs.

Da federt der Sattel im cm-Bereich.

Mein Fazit: Der Energieverlust ist vernachlässigbar oder wird von anderen, positiven Effekten überlagert.

dolomit
17.09.2011, 19:39
Davon höre ich zum ersten Mal.

wovon

Bursar
17.09.2011, 20:15
Na davon, dass Profirahmen Spezialkonstruktionen sind, bei denen extra viel Wert auf Steifigkeit gelegt wird.
Für Seitensteifigkeit mag das stimmen, aber über etwas vertikale Nachgiebigkeit wird sich der ein oder andere Profi sicher freuen.
Ich sehe auch nicht, wieso gefederte Sattelstützen mehr Energieverlust bedeuten sollen.
Ich dachte immer, es ist egal, ob nun der gesamte Radlerkörper durch die Unebenheit hochgehoben wird oder ob die Feder zusammengedrückt wird.
Letzteres hat wahrscheinlich den Vorteil der geringeren Ermüdung.

dolomit
17.09.2011, 20:34
Ich sehe auch nicht, wieso gefederte Sattelstützen mehr Energieverlust bedeuten sollen.


zwischen pedal und sattel, also dort wo der motor ist . . . . .

big-foot
17.09.2011, 20:36
Ich sehe auch nicht, wieso gefederte Sattelstützen mehr Energieverlust bedeuten sollen.
Ich dachte immer, es ist egal, ob nun der gesamte Radlerkörper durch die Unebenheit hochgehoben wird oder ob die Feder zusammengedrückt wird.
Letzteres hat wahrscheinlich den Vorteil der geringeren Ermüdung.

Die Frage ist schon berechtigt, man kann sich auch vorstellen, dass mit jedem festen Tritt z.b. die Stütze aus- und einfedert und dann wäre es schon ein Energieverlust (durch Reibung) aber noch bedeutender die verzögerte Kraftübertragung, weil ja beim Antritt die Stütze erstmal ausfedern würde, oder?

Bursar
17.09.2011, 20:59
Nein, ich glaube nicht.

big-foot
17.09.2011, 21:16
Warum dann Lockout beim MTB?

PAYE
17.09.2011, 21:18
Die Frage ist schon berechtigt, man kann sich auch vorstellen, dass mit jedem festen Tritt z.b. die Stütze aus- und einfedert und dann wäre es schon ein Energieverlust (durch Reibung) aber noch bedeutender die verzögerte Kraftübertragung, weil ja beim Antritt die Stütze erstmal ausfedern würde, oder?

Das wäre aber nur der Fall wenn du auf einer Gummikuh sitzen würdest.
Bei einer anständigen Federsattelstütze pedalierst du ganz normal und nur die groben Stöße werden etwas abgemildert, wobei du auf ruppigem Untergrund besser weitertreten kannst, da du weniger Stöße mit dem Körper abfangen musst.

Dies sage ich aus Erfahrung mit einem komplett starren MTB, welches im Winterbetrieb mit einer gefederten Sattelstütze bewegt wird, im Sommerbetrieb mit einer starren.
wurde natürlich nicht wissenschaftlich gemessen, sondern mit dem Popometer ermittelt. ;)

Bursar
17.09.2011, 21:58
Warum dann Lockout beim MTB?
Weil da die Federgabel einfedert, wenn man kräftig in das Pedal tritt, besonders im Wiegetritt.
Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass das bei der Federsattelstütze genauso ist.

big-foot
17.09.2011, 22:02
Weil da die Federgabel einfedert, wenn man kräftig in das Pedal tritt, besonders im Wiegetritt.
Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass das bei der Federsattelstütze genauso ist.

Nicht nur die Federgabel, auch beim Fully hat die Hinterradfederung ein Lockout - und den Unterschied merkt man.

big-foot
17.09.2011, 22:07
Aber wie gesagt, bei einer "Rennradstütze" ist es vielleicht nicht so krass, aber der Energieverlust (auch wenn relativ klein) ist vorhanden.

Bursar
17.09.2011, 22:09
Auch bei der Hinterradfederung sitzt eine Feder/Dämpfungselement (nämlich der gefederte Rahmen) zwischen Krafteinleitung und -ausleitung, also zwischen Kurbel und Hinterrad.
Die Federsattelstütze sitzt aber außerhalb, zwischen Kurbel und Hinterrad (und Vorderrad) wäre ohne Federgabel und Hinterbaufederung alles starr.

big-foot
17.09.2011, 22:21
trotzdem, wer bringt die Energie auf, die durch die Dämpfung in Wärme umgewandelt wird? Beim Spinning oder Wiegetritt geht diese "Arbeit" nicht verloren.

Bursar
17.09.2011, 22:30
Na der Fahrer.
Und ohne Federsattelstütze muss er auch die Dämpfung übernehmen.

Rücktritt
17.09.2011, 22:56
habe fast keine Ahnung von Physik, aber actio und reactio

wenn man reintritt ins Pedal, dann wirkt der Kraft die aufs Pedal einwirkt die Gegenkraft nach oben und die
Sattelstütze wird entlastet.

Wenn ich das Pedal hoch ziehe, dann wird Kraft auf die Sattelstütze übertragen. Die Kraft die der gewöhnliche Forumisti aufbringt in der Zugphase und der Anteil der dabei durch "flexende" Stützen verloren geht, ist zu vernachlässigen.

big-foot
17.09.2011, 23:02
Na der Fahrer.
Und ohne Federsattelstütze muss er auch die Dämpfung übernehmen.

ja der Fahrer.
Nein, ohne Federstütze gibt es keine Dämpfung. Dämpfung ist der Teil der beim Einfedern in Wärme umgewandelt wird, sonst würde man ständig auf- und abwippen. Diese Energie wird vom Fahrer aufgebracht und steht ihm für die Vortriebsarbeit nicht zur Verfügung (theoretisch)

big-foot
17.09.2011, 23:06
...und der Anteil der dabei durch "flexende" Stützen verloren geht, ist zu vernachlässigen.

wenn Du ganz gleichmäßig "rund" trittst, dann ja, aber spätestens beim Beschleunigen nicht.

dolomit
17.09.2011, 23:20
Das wäre aber nur der Fall wenn du auf einer Gummikuh sitzen würdest.
Bei einer anständigen Federsattelstütze pedalierst du ganz normal und nur die groben Stöße werden etwas abgemildert, wobei du auf ruppigem Untergrund besser weitertreten kannst, da du weniger Stöße mit dem Körper abfangen musst.


Stichwort ungefederte und gefederte masse?

Bursar
18.09.2011, 10:08
ja der Fahrer.
Nein, ohne Federstütze gibt es keine Dämpfung. Doch, dafür bist du dann zuständig, deine Muskeln, Sehnen und Knochen.
Deswegen ermüdest du auch schneller auf ruppigem Untergrund.

big-foot
18.09.2011, 10:22
Doch, dafür bist du dann zuständig, deine Muskeln, Sehnen und Knochen.
Deswegen ermüdest du auch schneller auf ruppigem Untergrund.

Da hast du Recht - aber nur bei "ruppigem" Untergrund.

Also muss man zwei Fälle unterscheiden:

1. "glatter" Untergrund: wie setzt der Fahrer seine Energie komplett in Vortrieb um?
2. "ruppiger" Untergrund: wieviel verliert er durch Haltearbeit?

Beides arbeitet in einer Federung gegensätzlich zueinander , daher haben die Techniker für 1. sich was überlegt: Lockout

Orfitinho
18.09.2011, 10:30
Ist es nicht so, daß je weniger der Körper aus seiner horizontalen Vorwärtsbewegung abgelenkt wird, desto weniger Kraft aufgewendet werden muss um die Vorwärtsgeschwindigkeit zu erhalten oder zu erhöhen?

Je mehr die federnde Sattelstütze dafür sorgt, daß der Körper (also der schwere Teil des Systems) weniger vertikale Ablenkung erfährt , desto schneller kann man fahren. Schließlich kostet die vertikale Ablenkung durch Fahrbahnunebenheiten auch Kraft, die irgendwo herkommen muss, beim Fahrrad also vom Fahrer.

Was ist eigentl. der funktionale Unterschied zw. einer Federsattelstütze und einem flexenden Sattel? Kann ein flexender Sattel eine Federsattelstütze ersetzen?

big-foot
18.09.2011, 10:44
Ist es nicht so, daß je weniger der Körper aus seiner horizontalen Vorwärtsbewegung abgelenkt wird, desto weniger Kraft aufgewendet werden muss um die Vorwärtsgeschwindigkeit zu erhalten oder zu erhöhen?

Je mehr die federnde Sattelstütze dafür sorgt, daß der Körper (also der schwere Teil des Systems) weniger vertikale Ablenkung erfährt , desto schneller kann man fahren. Schließlich kostet die vertikale Ablenkung durch Fahrbahnunebenheiten auch Kraft, die irgendwo herkommen muss, beim Fahrrad also vom Fahrer.

Das ist richtig, deshalb gibt Räder/Reifen mit größerem Durchmesser, die besser über Unebenheiten rollen und somit den Fahrer/Rad weniger "hoch"- und runterheben.





Was ist eigentl. der funktionale Unterschied zw. einer Federsattelstütze und einem flexenden Sattel? Kann ein flexender Sattel eine Federsattelstütze ersetzen?

Eine ideale Stütze fängt Unebenheiten ab und verformt sich bei "Arbeit" des Fahrers nicht, ein flexender Sattel wippt zu stark nach (schlechte Dämpfeigenschaften) und bewirkt immer wieder einen verzögerte Kraftübertragung.

LINN
18.09.2011, 11:16
Kann ein flexender Sattel eine Federsattelstütze ersetzen?

Ja, ich behaupte, dass die Komfort-Diskussionen wesentlich mit immer noch leichteren, meist härteren, Sattelkonstruktionen zusammenhängen. Leichte und dämpfende Sättel sind eher die (clevere) Ausnahme.

LINN
18.09.2011, 11:24
trotzdem, wer bringt die Energie auf, die durch die Dämpfung in Wärme umgewandelt wird?

Die Energie ist Lageenergie, die wirkende Kraft die Gewichtskraft als Reactio auf die nach oben wirkende Beschleunigungskraft durch die Fahrbahnunebenheit. Der Radfahrer muss zunächst keine Kraft aufbringen.
Bei einem gelungenen Feder- oder Pendelsystem geht die verlorene Energie gegen Null, weil nahezu keine Reibung entsteht. Siehe Pendel, mechanische Armbanduhr, ...
Federsysteme an Gabel oder Hinterbau beim Mounti sind mit Sicherheit nicht annähernd verlustfrei!

dolomit
18.09.2011, 13:05
Ist es nicht so, daß je weniger der Körper aus seiner horizontalen Vorwärtsbewegung abgelenkt wird, desto weniger Kraft aufgewendet werden muss um die Vorwärtsgeschwindigkeit zu erhalten oder zu erhöhen?

Je mehr die federnde Sattelstütze dafür sorgt, daß der Körper (also der schwere Teil des Systems) weniger vertikale Ablenkung erfährt , desto schneller kann man fahren. Schließlich kostet die vertikale Ablenkung durch Fahrbahnunebenheiten auch Kraft, die irgendwo herkommen muss, beim Fahrrad also vom Fahrer.



Haben vertikal federnde Sattelstützen nicht auch ein horizontal Bewegung?
Wenn die Sattelstütze aus carbon ist könnte das verhalten elasto - plastisch sein. Oder?

Alpenmonster
18.09.2011, 15:57
Wer mehr Komfort am RR haben will, der sollte sich Gedanken über die Reifenwahl und den Reifendruck machen. Für die auf normalen Strassen auftretenden Erschütterungen ist das die beste Dämpfung, die es gibt. Bis Federungen ansprechen, braucht es schon Schlaglöcher von der Sorte, die man wirklich umfahren sollte. Nebenbei bemerkt: Wenn solche Federungen keinerlei negative Wirkung auf den Vortrieb hätten, warum haben sie sich dann nicht einmal für ein Rennen wie Paris-Roubaix durchgesetzt?

Bursar
18.09.2011, 17:51
Bis Federungen ansprechen, braucht es schon Schlaglöcher von der Sorte, die man wirklich umfahren sollte. Kommt auf die Federung an.



Nebenbei bemerkt: Wenn solche Federungen keinerlei negative Wirkung auf den Vortrieb hätten, warum haben sie sich dann nicht einmal für ein Rennen wie Paris-Roubaix durchgesetzt?
Das kommt ja wieder das beste Argument von allen: Warum Profis etwas fahren oder nicht fahren.
Erstens ist es bloß ein Rennen und nicht deren gesamte Jahres km. Zweitens besteht Paris-Roubaix nicht komplett aus Pflasterstraßen. Soweit ich weiß, soll sogar der überwiegende Teil asphaltiert sein.

Alpenmonster
18.09.2011, 18:06
Kommt auf die Federung an.


Das kommt ja wieder das beste Argument von allen: Warum Profis etwas fahren oder nicht fahren.
Erstens ist es bloß ein Rennen und nicht deren gesamte Jahres km. Zweitens besteht Paris-Roubaix nicht komplett aus Pflasterstraßen. Soweit ich weiß, soll sogar der überwiegende Teil asphaltiert sein.


Klar, Du kannst die Federung auch so einstellen, dass sie bei jedem Steinchen anspricht - dürfte dann aber ein ziemliches Geschaukel geben.
Bei Paris-Roubaix sind es gute 50km Kopfsteinpflaster, über 200km sind normale Strassen. Bekanntlich sind es aber die 50km, welche das Rennen entscheiden, die Maschinen werden jedenfalls voll darauf ausgerichtet (man sehe sich mal die Bereifung an, würde man in einem normalen Strassenrennen nie fahren). Was Du mit den Jahreskilometern meinst, verstehe ich nicht. Ich sage ja, nicht einmal bei einem extremen Rennen wie P-R macht Federung am RR Sinn - also erst recht nicht auf den üblichen Pisten für den Rest des Jahres.
Ich kann es nur wiederholen: Experimentiert mal mit verschiedenen Reifen(-breiten) und unterschiedlichem Luftdruck - zumindest das Zweite kostet nichts. Heute wird oftmals viel zu hart gepumpt; ob da die Lösung dann Federung am Rad heisst?

Bursar
18.09.2011, 18:12
Ich meine damit, dass man für 50km mal leiden und dem Körper die Dämpfung überlassen kann.
Wenn ich aber das ganze Jahr fast nur auf solchen Pisten fahren müsste, wäre sicher eine Federstütze an meinem Rad.
Und breitere Reifen mit weniger Druck.

Alpenmonster
18.09.2011, 18:28
Es hat eher damit zu tun, dass man das Rad bei diesen "Strassen"verhältnissen überhaupt noch kontrollieren kann (ich weiss mittlerweile, wovon ich da spreche). Aber eigentlich sagst Du es ja selber: Etwas weniger Druck in die Reifen, dann wird es sofort bequemer (und wegen späterer Ermüdung bzw. besserer Strassenlage des Rades vielleicht sogar schneller). Insgesamt gibt es deshalb wohl kaum einen vernünftigen Grund, sich eine gefederte Sattelstütze ans RR zu schrauben - die Vorteile kann man billiger, leichter und optisch gefälliger auch bekommen.

dolomit
08.10.2011, 18:55
Wenn ich aber das ganze Jahr fast nur auf solchen Pisten fahren müsste, wäre sicher eine Federstütze an meinem Rad.

Da haben sie ja gerade eine erfunden bei C.....n :Applaus:
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?236877-Neue-Canyon-St%FCtze-%28gefedert%29-wer-hat-sie-in-Friedrichshafen-gesehen/page3

williwinzig3
08.10.2011, 21:55
Es ist bekannt das Profi Rahmen sehr steife Spezialkonstruktionen sind um den Energieverlust zu reduzieren.
Meine frage:
Wie groß ist der Energieverlust durch federnde:5bike: Sattelstützen

Quelle?
woher hast du diese weisheit, und tour-magazin o.ä. zählt nicht

dolomit
11.10.2011, 21:16
Quelle?
woher hast du diese weisheit, und tour-magazin o.ä. zählt nicht

von hier
http://www.sanpatrignano.org/?q=node/5300

westzind
11.10.2011, 22:30
... Je mehr die federnde Sattelstütze dafür sorgt, daß der Körper (also der schwere Teil des Systems) weniger vertikale Ablenkung erfährt, desto schneller kann man fahren. Schließlich kostet die vertikale Ablenkung durch Fahrbahnunebenheiten auch Kraft, die irgendwo herkommen muss, beim Fahrrad also vom Fahrer.


Hier noch ein zitat - google 'gefederte sattelstützen' hat Folgendes zutage gebracht: http://pdf.velocam.com/1199398975.pdf
'...der Fahrer bekommt den Erstschlag voll mit und wird nach oben aus dem Sattel geschubst.'
und '...die Parallelogramm (Stützen) setzen klar die Maßstäbe. Hintergrund: Die Stoßrichtung des Hinterrades verläuft beim Überfahren eines Hindernisses nach schräg vorne. Das Parallelogramm reagiert exakt in diese Richtung und filtert den Ruck....'.
Hat Ernst Brust bereits 2003 im Bike geschrieben. Geändert hat sich nichts an der zugrundeliegenden Physik.

Beiden meine Zustimmung:

Beispiel: ..sagen wir mal der Teerflicken auf der Strasse ist 8 mm hoch...: Sobald also das Hinterrad darüberfährt federt der GP 4000 oder der Ultremo (je nach Luftdruck) so ca. die Hälfte davon einfach weg. Die andere Hälfte der 'Auslenkung' - kommt via Felge und Speichen bis zur Hinterradachse...und an dieser Stelle wird 'das Ganze' also glattweg noch um 4 mm angehoben. Ist im Prinzip eine Drehbewegung um die Vorderradachse. Je nachdem wie steif oder wie gebogen die hinteren Streben des Rahmens sind federn diese auch nochmal einen Millimeter weg. Ja und der Rest -? das sind (in diesem Beispiel) immer noch 3 mm um die meine bescheidenen 80 kg nach vorne/oben angehoben werden --> Hubarbeit.! Um genau dieses bisschen ! Hubarbeit reduziert sich dann die kinetische Energie die in dem ganzen bewegten System drinsteckt (vulgo: du wirst langsamer. ..zwar nur minimal ! aber immerhin). Jetzt nur noch mit 150 km Strecke und der entsprechenden Anzahl der kleinen Hubarbeiten multiplizieren bitte. Im Detail lass ich mich gerne korrigieren. Die Zahlen sind auch nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Aber das Prinzip bleibt einleuchtend. Und wenn eine gefederte oder flexible Sattelstütze dazu beiträgt dass dieses kleine bisschen Hubarbeit weiter reduziert wird - (und wenn sie dann noch ordentlich aussieht und ohne weight penalty daherkommt und bezahlbar bleibt) - dann bitte her damit. Mich überzeugt diese Überlegung mehr als jedes noch so steife Fahrrad welches die Profis angeblich bevorzugen. Melde mich hiermit freiwillig als Testfahrer für eine flexible 'flat spring' Sattelstütze - passt prima für die nächste Ausgabe des Amstel Gold Race (ToerVersie/Tour(isten)Version, wohlgemerkt). http://www.amstelgoldrace.nl/index.php?pageId=42&languageId=11

medias
11.10.2011, 22:33
Du hast wohl recht, nur gibt es eben Fahrer die nicht so steif auf dem Bock sitzen und das ausfedern. Spezielle Strecken seine ausgenommen.

dolomit
11.10.2011, 22:49
http://de.wikipedia.org/wiki/Federung

Ungefederte und gefederte Masse [Bearbeiten]

Die Radlastschwankungen und in geringerem Maß die Aufbaubeschleunigungen werden umso besser, je kleiner die ungefederte Masse im Verhältnis zur gefederten Masse des Fahrzeugs ist [1]. Zu den ungefederten Massen zählen Räder, Radbefestigung, Bremsanlage und Teile der Aufhängung (Schwingungsdämpfer, Federn, Stabilisator, Achswelle).

Um ein möglichst günstiges Verhältnis von ungefederter zu gefederter Masse zu erreichen, werden an Sport- und Rennfahrzeugen besonders leichte Felgen aus Aluminiumlegierungen, Magnesiumlegierungen oder CFK, sowie leichte Bremsanlagen beispielsweise mit Kohlenstofffaser-Keramik-Bremsscheiben eingesetzt. Aufgrund ihrer Elastizität sind an Geländemotorrädern nach wie vor Speichenräder üblich.

RR
Ungefederte Masse Teil vom Reifen
gefederte Masse der rest

canyon ... nicht mehr der ganze rest

dolomit
11.10.2011, 22:55
http://www.sportautos24.de/nascar/item/63-nascar-aufh%C3%A4ngung

Die Dämpfung ist die Geschwindigkeit, bei der die vertikalen Oszillationsbewegungen aufhören; diese wiederum werden durch die Federbeine kontrolliert. Die Dämpfung einer Aufhängung wird damit erreicht, Bewegungsenergie in Wärme umzuwandeln

horst2206
12.10.2011, 00:05
Mich würde nicht der Energieverlust interessieren, sondern vielmehr das ständige ändern der Sitzhöhe?

dolomit
12.10.2011, 09:46
sondern vielmehr das ständige ändern der Sitzhöhe?

Und mich würde sich nerven:(

Will man Komfort::)
Breitere Reifen =) querfeldein:D

vinzenz
12.10.2011, 10:58
Jürgen Zäck hat das Radfahren im Triathlon jahrelang dominiert und war dabei mit Softride-Rädern unterwegs.

Da federt der Sattel im cm-Bereich.

Mein Fazit: Der Energieverlust ist vernachlässigbar oder wird von anderen, positiven Effekten überlagert.

wir trias könne ja nicht radfahren... da ist das anderes :D

imho.. ein gewissens mass an komfort und bequem sitzen (auch mit.. oh gott, energieverlust duch sattelstütze, oder evtl gar noch 1cm weniger überhöhung) spart energie ein.. durch weniger verkrampfes sitzen oder weniger stösse mit der muskulatur abfedern müssen.. just my 2 cents

dolomit
12.10.2011, 12:49
imho.. ein gewissens mass an komfort und bequem sitzen

Oder es wird einem schlecht weil es so schaukelt:D

fitting12
12.10.2011, 18:21
Bei einer anständigen Federsattelstütze pedalierst du ganz normal und nur die groben Stöße werden etwas abgemildert, wobei du auf ruppigem Untergrund besser weitertreten kannst, da du weniger Stöße mit dem Körper abfangen musst.



Du schreibst das als sei das eine völlige Selbstverständlichkeit.

Bei mir in der Familie gibt es einen sogenannten Fernradler. Das ist ein Verrückter der mit dem Rad durch Vietnam oder in Afrika unterwegs ist/war. Der fährt ein vollgefedertes. Preis irgendwo um die 5.000 €. Jeder Reiseradler wird von einem vollgefederten abraten. Aber möglich ist das. Das ist aber ein anderes Thema. Ich weiss nicht wie viele Hinterbaudämpfer und Federgabel der bereits auf seinem 17 kg Boliden getestet hat. Der fährt keine Federsattelstütze weil die nichts taugen. Es gibt da einfach nichts auf dem Markt. Wenn Du jetzt hier erzählst das es da tolle Exemplare gibt, dann ist das Blödsinn.

Sein jetziger Hinterbaudämpfer kostet um die 900 € und Du wirst es nicht glauben, der lässt den Fahrer beim "pedalieren" immer noch hüpfen. Ganz minimal, aber in bestimmten Fahrsituation ist das zu spüren. Dafür kann er mit 35 Sachen über Kopfsteinpflaster radeln und der merkt nichts vom Kopfsteinpflaster. Der kann über unsere schlechte Dorfstrasse radeln und der merkt keine Löcher oder Risse. Aber das Wippen beim "Pedalieren" bekommt der nicht weg. Und Du schreibst jetzt das:



Bei einer anständigen Federsattelstütze ...



Oder missverstehe ich Dich?

PAYE
12.10.2011, 18:30
...
Oder missverstehe ich Dich?

Ich fahre selbst ein Fully wie auch ein Starrbike. An letzterem im Sommer eine starre Stütze, im Winterbetrieb meist eine Rock Shox Stütze mit Elastomer (wg. Einsatz im Wald).

Sicherlich ist so eine Teleskopstütze in keinster Weise mit einem Fully zu vergleichen, jedoch mildert diese Stütze auf ruppigem Untergrund die Stöße doch etwas nach meinem Empfinden. Sozusagen "besser als nix" bei moderatem Gewicht und ohne spürbare Fahrdynamikveränderung (wie bei Fully im Wiegetritt zum Beispiel).

Soweit meine eigenen Erfahrungen mit dieser Materie.
Wenn du daraus eine Wissenschaft machen willst: bitte! Ich bin allerdings mit dem Thema hier zu Ende.

westzind
27.11.2011, 13:39
Thema zuende..? Schade. Wann gibt's endlich den ersten Test hiervon: http://www.canyon.com/service/news_termin.html?nt=2709

Monti
28.11.2011, 09:58
Da haben sie ja gerade eine erfunden bei C.....n :Applaus:
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?236877-Neue-Canyon-St%FCtze-%28gefedert%29-wer-hat-sie-in-Friedrichshafen-gesehen/page3

Jau, ich hab mal vor ein paar Jahren bei denen im Showroom eine Studie gesehen, bei der sowohl das Sattelrohr als auch der Gabelschaft gefedert und durch kleine Hebel am Lenker arretierbar waren. Dazu haben die eine Aufzeichnung eines rauen Streckenabschnitts mit und ohne Federung laufen lassen, bei der meiner Erinnerung nach das Profil des Untergrunds der erforderlichen Wattzahl bei gleichbleibender Geschwindigkeit gegenübergestellt wurde. Das sollte wohl zeigen, dass man bei entsprechender Federung auf einem solchen Untergrund weniger Watt treten muss um den selben Vortrieb zu erzeugen.

Patrice Clerc
28.11.2011, 10:56
Jau, ich hab mal vor ein paar Jahren bei denen im Showroom eine Studie gesehen, bei der sowohl das Sattelrohr als auch der Gabelschaft gefedert und durch kleine Hebel am Lenker arretierbar waren. Dazu haben die eine Aufzeichnung eines rauen Streckenabschnitts mit und ohne Federung laufen lassen, bei der meiner Erinnerung nach das Profil des Untergrunds der erforderlichen Wattzahl bei gleichbleibender Geschwindigkeit gegenübergestellt wurde. Das sollte wohl zeigen, dass man bei entsprechender Federung auf einem solchen Untergrund weniger Watt treten muss um den selben Vortrieb zu erzeugen.

Solche Tests sind allerdings enorm schwer durchzuführen, da kleine, aber normale Änderungen von Fahrt zu Fahrt das Ergebnis stark beeinflussen können und damit die durch die Federung eingeführten Änderungen unterzugehen drohen.

coopera
28.11.2011, 12:25
Nicht nur die Federgabel, auch beim Fully hat die Hinterradfederung ein Lockout - und den Unterschied merkt man.

Naja.... teilweise richig...

da mann beim Fully den Faktor "Traktion" dazurechnen muss, ist es des öfferten gscheiter man "verhärtet" den Dämpfer, sofern das mit dem Anlenksystem zusammenpasst (Vpp zb), und mann hat Ruhe, wenn mann nicht besonders wüst im Wiegetritt fährt...

in allen andesn Fällen als einer Asphaltstraße oder wirklich fester Schotterstraße ist der Trakionsvorteil des offenen Dämpfers (sodern er darauf ausgelegt ist) signifikant höher als der Verlust durchs wippen....

Bei angelenkten Eingelenkern ist allerdings........................................ ......Neverending Storry... könnte man ein Forum damit füllen..


Fazit:

das Wippen eines Fullys hat nichts mit einem Rennrad zu tun...:Angel:

Roli

Monti
28.11.2011, 17:34
Solche Tests sind allerdings enorm schwer durchzuführen, da kleine, aber normale Änderungen von Fahrt zu Fahrt das Ergebnis stark beeinflussen können und damit die durch die Federung eingeführten Änderungen unterzugehen drohen.

Denke ich auch, weshalb es wohl bisher bei einem Experiment blieb. Ich kann mir auch vorstellen, dass es nicht UCI-konform wäre und daher im Rennradsport nicht zum Einsatz kommt (kenne das Reglement nicht im Detail). Ansonsten wird ja auch jeder andere Unsinn ausprobiert ;)

westzind
23.12.2011, 22:48
hier, ein paar fotos gefunden, ähm 'gegoogelt' : http://www.facebook.com/media/set/?set=a.252112494822110.68821.190241427675884&type=1
aber immer noch kein datum oder preis..