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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mit dem Rad im Winter zur Arbeit?



Jan_94469
06.12.2011, 20:18
Servus,

bin Student und hab kein Geld.
Trotzdem muss ich jeden Tag in der Früh 25km Einfachweg, am Randgebiet des bayrischen Waldes, bewältigen.
Retour auch wieder 25km und Arbeitszeit von 7-16 Uhr, also Dunkel-Dunkel.

1. Wer von euch hat ähnliche Strecken?

2. Welches Rad(MTB oder Crosser), Schuhe, Hosen, Lampen und Handschuhe etc. nehmt ihr her?

3. Wie trocknet ihr die Kleidung?

4. Fahrt ihr auch bei +1°C und Regen?

sportlichst, Jan

3Gang Muli
06.12.2011, 20:30
Na aber hallo Leiden(schafts)genosse,
bin in einer ähnlichen Situation (fahre aber nicht aus Geldmangel).
Zum Bike: stabiler Crosser mit festen Schutzblechen und Lappen, Nabendynamo und guter Lampe B&M Lumotec (hier niemals sparen), Reifen Schwalbe unplattbar
Zum Wetter: nur Eis und Schnee auf der Fahrbahn stoppen wirklich alles andere Regen, Wind, Nacht sind reine Kopf, Klamottensache, kleiner Tipp: warmer Tee, Müsliriegel, Inforadio im Ohr fühlt sich fast wie am Frühstückstisch mit Zeitung an:D

Minifutzi
06.12.2011, 20:30
Lässt Du ca. 15km mitten durch Innenstadt auch gelten?

Ich fahre ein ATB, also ein MTB mit 28" Reifen. Als Kostendämpfungsmaßnahme habe ich sie auf Eingang umgebaut da die Strecke flach ist und ich im Winter Trittfrequenz trainieren will.
Außerdem ist es mit Schutzblechen und Licht mit Nabendynamo (Shimano Billigteil) ausgestattet. Hell genug ist es in der Stadt immer und zum gesehen werden reicht es dicke.

Oben nach Zwiebelprinzip bis zu vier Schichten übereinander, unten eine Thermohose. Je nach Temperatur verschiedene Handschuhe, weil ich es nicht leiden kann wenn meine Hände zu warm werden. Halbhohe MTB Schuhe.

Hänge die Sachen an den Fenstergriff über der Heizung.

Wenn es zu doll regnet lasse ich es sein. Ebenso bei 20cm Schnee oder überfrierende Nässe. Sonst fahre ich den ganzen Winter bis auf vielleicht zehn Tage durch.

Ich war in Versuchung etwas schnelles auch für den Winter aufzubauen aber dann habe ich mich gerade noch rechtzeitig an die vielen Stürze im Winter erinnert die bisher zum Glück mehr oder weniger folgenlos ausgegangen sind. Bei etwas mehr Tempo hätte es auch durchaus anders ausgehen können.

pinguin
06.12.2011, 20:43
bin Student und hab kein Geld.
Trotzdem muss ich jeden Tag in der Früh 25km Einfachweg, am Randgebiet des bayrischen Waldes, bewältigen.
Retour auch wieder 25km und Arbeitszeit von 7-16 Uhr, also Dunkel-Dunkel.


Bei dir in der Gegend wohnt doch dieser Narrische, der täglich und Jahr für Jahr 70 km einfach absolviert, um nach Dingolfing zu kommen. War mal nen TV-Bericht wert, der Freak. Kennste den evtl.? Dürfte eimerweise gute Tipps haben.

Ansonsten kann ich dir nicht viel empfehlen, ich habe nur knappe 7 km und fahre täglich, egal wie das Wetter ist.

Allerdings, ein Kollege hat über 40 km einfach (zwar ganz flach, aber immer eine Richtung ordentlich Wind) und der fährt auch jetzt noch. Tria und nutzt diese Fahrten natürlich entsprechend zielgerichtet. Wir haben Duschen zur Verfügung, Platz für Wechselkleidung usw. - da geht sowas ganz locker.

docmartin
06.12.2011, 20:45
[B]1. Wer von euch hat ähnliche Strecken?

Ich, 22 Km am Rande des Schwarzwaldes




2. Welches Rad(MTB oder Crosser), Schuhe, Hosen, Lampen und Handschuhe etc. nehmt ihr her?

3. Wie trocknet ihr die Kleidung?

Noch Rennrad, demnächst aber MTB wohl mit 28er LRS, mit Goretex - Jacke und Hose (ggfls. mit Merino Unterwäsche) und Diadora Winterschuhen und Skisocken, wasserdichte, gefütterte Handschuhe von Gonso (?). Lampe ist eine Lupine Nachbau für 75€ aus Hongkong, superhell, als Ersatz hab ich eine einfache LEuchte dabei, falls der Scheinwerfer mal ausfallen sollte. Dazu noch Reflex-Reifen und Warnweste.
Getrocknet wird in der Dusche überm Bügel.



4. Fahrt ihr auch bei +1°C und Regen?

Das ist hart, lieber -5 Grad und trocken! Ich wechsel, ÖPV, Auto, wenn ich noch Nachtdienst mache. Alles in allem so 3x Rad, 1x Auto, 1xÖPV pro Woche, so vergeht die Lust aufs radeln nicht.

mgabri
06.12.2011, 20:47
Bei mir sinds zur Zeit nur 10km einfach. Allerdings fahr ich schon seit den 90-ern den Winter durch.
1. An Regen gewöhnt man sich irgendwann. Klar ist er eklig, aber nicht gefährlich. Gute Regenklamotten und Schuhgamaschen helfen da gut.
2. Licht: Erstmal was taugliches mit Nady '(Philips LBL oder Cyo) und dazu ne Akkufunzel für die dunklen einsamen Ecken.
3. Wechselklamotten mitnehmen. Du bist Studi, da gibts doch sicher irkndwo ne Sporthalle oder Werkstätten. In dessen Umkleide rein, duschen und das nasse Zeux zum trocknen aushängen. Trocknen geht auch in einer Abstellkammer, dazu muß man sich gut mit dem Bodenpersonal verstehen (Ist auch sonst immer vom Vorteil).
4. Neuschnee ist bis zu einer gewissen höhe kein Problem. Bis ca 5cm machts mir sogar spass, man braucht aber zwingend etwas Profil am Reifen. Verharschter Schnee ist Shizze. Schneeverwehungen lassen dich aufschwimmen und du segelst recht früh vom Rad. Dafür fällst du weich :ü
5. Eis. Geht auch, aber gut nur mit Spikes. Eisrillen sind eklig, Eisplaten mit Spikes kein Problem. Spikes bremsen aber ziemlich, es fährt sich so als würde deine kleine Schwester am Gepäckträger ziehen ;)

Ich hab mir ein ungefedertes MTB für Suddelwetter aufgebaut und spikes aufgezogen. Vorne 240n, hinten 120.

Frühaufsteher
06.12.2011, 21:35
Fahren.

Austauschen was nicht passt

Aber die wichtigsten Sachen sind bereits geschrieben: Alles was sich bewegt, kann festgehen. Ich hab auch schon überlegt, auf starr zu wechseln, aber da sind mir die Berge zu steil und im Winter zu anstrengend. Aktuell ist vorne 45er Alfine Kurbel mit Hosenschutzring, und hinten Deore Schaltung und mittelhohe Kassette (bis 27er?)

Gamaschen, Die SH-MT91, und vernünftige Jacken. Wenn man losfährt und leicht friert, passt es von der Kleidung.

Nady und Cyo.

bernhard67
06.12.2011, 21:46
Ich würde mir das wegen der Dunkelheit und schlechter Sicht echt überlegen. Das ist leider ziemlich gefährlich, auch wenn Du gut beleuchtet bist. Es gibt genügend nachtblinde Autofahrer, die deswegen aber nicht langsam fahren. Und gerade die ländlichen Gebiete sind da gefährlich. Wenn ich in der Früh um vor 6 Uhr mit dem Auto in die Arbeit fahre, werde ich trotz Tacho 110 auf der Landstraße andauernd überholt.

Jan_94469
06.12.2011, 22:29
Danke für eure Antworten :)

Ich könnte auch 21 km fahren, da ist aber zu viel schnellbefahrene Landstraße dabei, das ist mir zu gefährlich und deswegen sinds auch 25km. Also bin ich relativ alleine auf Nebenstraßen unterwegs, was dann aber ungeräumte Straßen bedeutet.
Der Streckenverlauf ist im ersten Drittel ziemlich bergig und dann total flach. Leider erlauben mir die Berge kein Singlespeed. Wenn dann lediglich ohne Umwerfer, ohne Schaltwerk geht aber nix.

Der Versuch das tag-täglich durchzuziehen wäre sicher interessant.

Wenn ich da blos an das ganze gezwungene Training denke ;)

Optimus
06.12.2011, 23:16
Ich hab momentan einfach 28km mit ca. 250 Hm. Wird mein erster Winter auf der Strecke. Bin gespannt :Applaus:

Material: In der kalten Jahreszeit ungefedertes MTB mit festen Schutzblechen, Gepäckträger, Scheibenbremsen, Nabendynamo, momentan noch Schwalbe Marathon Cross, bei Eis dann Spikes. Würde Alfine fahren, wenn ich die Wahl hätte. Berge kann man zur Not knieschonend auch mit 3/5-Gangnabe fahren, wenn die Sprünge groß genug sind.

Verschleiß: Hält sich in Grenzen wie ich finde, da auf Asphalt kaum richtiger Dreck spritzt. Kette halt oft genug ölen und wechseln, dann halten auch die Ritzel länger.

Sicherheit: Auch Nebenstraßen können gefährlich sein. Fahre selbst STVZO-konform, was im Zweifel auch vor Gericht standhält, zusätzliche Reflexaufkleber (die mit Prismen nach ECE-104), Warnweste (finde das auch nicht bescheuert, obwohl noch keine 30 Jahre alt... wenn bald die Warnweste mit PBP-Aufdruck nimmt, flößt das dann vielleicht Respekt ein ;) ), auf dem Kopf ne Lupine. Habe die Erfahrung gemacht, dass man ohne zusätzliche(!) Lampe auf dem Kopf (die China-Lampen funktionieren i.d.R. auch zufriedenstellend) doch etwas blind ist bei Regen und 60 km/h, vor allem, wenn der Gegenverkehr blendet. Habe schon fast einen Läufer über den Haufen gefahren.

Kleidung:
unten rum: 3/4 Hose + Windstopper Beinlinge drüber (Knie dadurch doppelt) + ab <8°C noch Laufhose drüber, alternativ auch 3/4 Hose + lange Radhose ohne Polster aber mit gefütterten Knien, Option für kälter: lange winddichte Unterhose und weitere Schichten.., wenn es stärker regnet noch Regenhose
oben rum: Kurzarmtrikot + Armlinge oder Kurzarmtrikot + Langarmtrikot, darüber Windstopper Jacke, wenn es ganz fies schifft (für normalen Regen reichts) ist als Backup Regenjacke im Gepäck
Extremitäten: beschichtete Neoprenüberschuhe (Wasser kommt aber doch meist irgendwo rein), dünne Windstopperhandschuhe, die je nach Temperatur wohl bald gegen dickere Goretex-HS getauscht werden.
Kopf: Brille, Stirnband / Mütze ggf. Sturmmaske :D

Trocknen: Wichtig ist für mich die Dusche am Ziel. Handtuch trocknet über der Lehne, der Rest in einem halb offenen Schrank, zur Not noch ein Bügel. Der Fahrradkram trocknet echt schnell! Wenn du täglich Trikot wechselst und alle 2-3 Tage die Hose, sollten auch keine Düfte den Ärger von Kollegen erregen.

Jeden Tag fahren dürfen ist doch toll. Wenn du irgendwann das vollständige Equipment an Klamotten hast, ist auch Mistwetter ein Genuss... (bald ist ja Weihnachten. Was meinst du, was deine Eltern sparen, da du kein Auto hast :D )

optimus

kap0ttnik
06.12.2011, 23:51
Ich habe für die normal-schmuddeligen Tage einen Cyclocrosser mit festen Schutzblechen (SKS Bluemels), reichlich Licht (2x IQ Speed) und Reflektoren.
Und für Eis und Schnee ein Hardtail MTB mit Spikereifen.

Wichtig find ich gute Winterschuhe, die auch bei Nässe und Kälte die Füße warm und trocken halten und entsprechende Handschuhe.
Bei unter 0 setz ich zusätzlich ne Sturmhaube auf.

Was man sonst so trägt, hängt wohl vom individuellen Kälteempfinden ab.
Ich trage bei -10° dasselbe wie bei +10°, da ich sonst anfange zu schwitzen.

grüner Sphinx
07.12.2011, 01:24
Trocknen: Wichtig ist für mich die Dusche am Ziel. Handtuch trocknet über der Lehne, der Rest in einem halb offenen Schrank, zur Not noch ein Bügel. Der Fahrradkram trocknet echt schnell! Wenn du täglich Trikot wechselst und alle 2-3 Tage die Hose, sollten auch keine Düfte den Ärger von Kollegen erregen.

Veto! Im Büro, haben die Klamotten IMHO nix verloren.
Wenn es eine Dusche gibt, können die Klamotten auch dort trocknen.

Der Syntetikkram (insbesondere, wenn er nass wurde) ist üblicherweise nicht geruchlos!
Das mag für die Rosenwasserschwitzenden anders sein :Angel:;
grundsätzlich sollte der "Schwachkopf, der bei dem Wetter nicht mit dem Auto kommt,:raar:" dieses Konfliktpotential aber m.E. nicht auch noch anbieten.

Gruß
gS

bernhard67
07.12.2011, 07:59
Ich hab das ja früher während meiner Uni-Zeit auch gemacht (Diplomarbeit usw.). Allerdings nur im Sommerhalbjahr und nicht täglich. Da hatte ich einfach knapp 70 km zu fahren. Ich bin teilweise im Dunkeln mit Batteriefunzeln los (damals gab es noch keine Lupinie), um noch vor dem Berufsverkehr da zu sein. Einmal ist mir folgendes passiert. Ich fahr da so gegen 4 Uhr auf einer einsamen Landstraße und plötzlich schießt ein Reh über die Straße. Ich habe es gerade noch mit den Vorderrad gestreift. Das hatte eine Richtungsänderung meinerseits zur Folge: Volldampf die Straßenböschung runter und ab ins angenzende Maisfeld. Dort kam ich nach 20 oder 30 Meter zum Glück sanft zum Stillstand, sprich, ich habe ein Schlammbad im vom tagelangen Regen aufgeweichten Boden genommen. Hätte auch blöd ausgehen können. Wenn ich da verletzt liegen geblieben wäre, hätte man mich garantiert erst bei der Maisernte gefunden. Ihr könnt Euch sicher denken, wie man mich mit großen Augen angeschaut hat, als ich dann im Institut eingetroffen bin. Seitdem bin ich dann nicht mehr vor Tagesanbruch los. Also vorsichtig sein!

Minifutzi
07.12.2011, 08:25
Aus meiner eigenen Erfahrung würde ich in Richtung Trainingseffekt nicht zu viel versprechen es sei denn Du bist extrem diszipliniert und Dein Tempo wird nicht vom Verkehr diktiert.

Ich persönlich mache es nur weil ich sehr gerne Rad fahre und ich mir nicht mehr vorstellen kann in die Schlange an einer Ampel einzureihen und hoffen, dass ich die 100 m in drei Ampelphasen bewältige.

Da Wechselklamotten angesprochen wurde, in meinen Büros deponiere ich immer Schuhe und Klamotten, so muss ich sie nicht jeden Tag durch die Gegend schleppen. Hat aber den Nachteil, dass ich gefühlt mehr Schuhe besitze als Frau Hilton aus Paris. :)

rumplex
07.12.2011, 08:32
Aus meiner eigenen Erfahrung würde ich in Richtung Trainingseffekt nicht zu viel versprechen es sei denn Du bist extrem diszipliniert und Dein Tempo wird nicht vom Verkehr diktiert.

Ich persönlich mache es nur weil ich sehr gerne Rad fahre und ich mir nicht mehr vorstellen kann in die Schlange an einer Ampel einzureihen und hoffen, dass ich die 100 m in drei Ampelphasen bewältige.

Da Wechselklamotten angesprochen wurde, in meinen Büros deponiere ich immer Schuhe und Klamotten, so muss ich sie nicht jeden Tag durch die Gegend schleppen. Hat aber den Nachteil, dass ich gefühlt mehr Schuhe besitze als Frau Hilton aus Paris. :)

Jo, ne? Allerdings möchte ich beim "Trainingseffekt" widersprechen. Natürlich kann das kein wie auch immer strukturiertes Training sein. Trotzdem kommt da einiges zusammen und ist beileibe nicht wirkungslos.

Ich hatte lange Zeit täglich 40km, waren schon mal 200km unter der Woche, sprichwörtlich "by the way". Macht rund 800 im Monat und über 10.000km im Jahr.

Gut, ziehen wir 2000 ab für vollkommen beschissenes Wetter und Feiertage und andere Ausfälle.

Patrice Clerc
07.12.2011, 08:48
Jo, ne? Allerdings möchte ich beim "Trainingseffekt" widersprechen. Natürlich kann das kein wie auch immer strukturiertes Training sein. Trotzdem kommt da einiges zusammen und ist beileibe nicht wirkungslos.

Ich hatte lange Zeit täglich 40km, waren schon mal 200km unter der Woche, sprichwörtlich "by the way". Macht rund 800 im Monat und über 10.000km im Jahr.

Gut, ziehen wir 2000 ab für vollkommen beschissenes Wetter und Feiertage und andere Ausfälle.

Es kommt halt darauf, auf welchem Niveau man sich bewegt. Grundsätzlich ist jenes Training am besten, das mit dem tiefsten Aufwand den grössten Nutzen erzielt, u.a. weil dabei die meiste Zeit für Erholung bleibt. Ein Brauereipferd wird auch eine eindrückliche Jahreskilometerleistung aufweisen. An einem Rennen wäre das gleiche Pferd durch Rennpferd-Training trotzdem besser.

2x20 km pro Tag erzeugen ein Grundrauschen, dank dem mit zusätzlichem Training relativ leicht eine mittlere Fitness erzielt wird. Auch ist der Energiebedarf spürbar, so dass man nur schon mit minimaler Disziplin auf relativ leichte Weise schlank bleiben oder werden sollte. Mehr würde ich mir davon aber nicht versprechen.

rumplex
07.12.2011, 08:53
Ach, da mag ich auch gar nicht mehr drüber diskutieren, dafür hab ich hier schon vor zehn Jahren Zorres gekriegt.:D

Für minderbemittelte Freizeitsportler ist das prima. Feddich.

REIZEND
07.12.2011, 09:25
Es kommt halt darauf, auf welchem Niveau man sich bewegt. Grundsätzlich ist jenes Training am besten, das mit dem tiefsten Aufwand den grössten Nutzen erzielt, u.a. weil dabei die meiste Zeit für Erholung bleibt. Ein Brauereipferd wird auch eine eindrückliche Jahreskilometerleistung aufweisen. An einem Rennen wäre das gleiche Pferd durch Rennpferd-Training trotzdem besser.

2x20 km pro Tag erzeugen ein Grundrauschen, dank dem mit zusätzlichem Training relativ leicht eine mittlere Fitness erzielt wird. Auch ist der Energiebedarf spürbar, so dass man nur schon mit minimaler Disziplin auf relativ leichte Weise schlank bleiben oder werden sollte. Mehr würde ich mir davon aber nicht versprechen.

Man kann ja auch den Weg zur Arbeit strukturieren. Ich mache das so (28 km einfach), dass ich je nach dem, was der Trainingsplan vorgibt, die eine Hälfte der Intervalle morgens fahre, die andere auf dem Heimweg.

Patrice Clerc
07.12.2011, 10:19
Man kann ja auch den Weg zur Arbeit strukturieren. Ich mache das so (28 km einfach), dass ich je nach dem, was der Trainingsplan vorgibt, die eine Hälfte der Intervalle morgens fahre, die andere auf dem Heimweg.

Können tut man schon, auch wenn das nicht immer einfach ist: 6x5' L5 stelle ich mir bspw. mühsam vor. Ich warne einfach vor dem Brauereipferd-Syndrom.

Litening2004
07.12.2011, 13:09
Veto! Im Büro, haben die Klamotten IMHO nix verloren.
Wenn es eine Dusche gibt, können die Klamotten auch dort trocknen.

Der Syntetikkram (insbesondere, wenn er nass wurde) ist üblicherweise nicht geruchlos!
Das mag für die Rosenwasserschwitzenden anders sein :Angel:;
grundsätzlich sollte der "Schwachkopf, der bei dem Wetter nicht mit dem Auto kommt,:raar:" dieses Konfliktpotential aber m.E. nicht auch noch anbieten.

Gruß
gS

Duschen am Arbeitsplatz sind wohl ehr nicht geeignet, Klamotten zum trocknen aufzuhängen (zumindest, wenn diese von mehr als 2 oder 3 Kollegen verwendet wird ;)).

Ob die Klamotten ins Büro kommen oder nicht, muss man mit den Kollegen ausmachen. ich sitze in einem 2er Büro und men gegenüber fährt auch ab und an mit dem Rd, also kein Problem.

Und zu guter letzt: Ich glaube nicht, das Radfahrer als Schwachköpfe angesehen werden. Das sollte aschon mal gar nicht bei den Kollegen der Fall sein, mit denen man im gleichen Büro sitzt.

Ist aber letztlich alles seeehr individuell. :rolleyes:

PiratPilot
07.12.2011, 16:46
2x20 km pro Tag erzeugen ein Grundrauschen, dank dem mit zusätzlichem Training relativ leicht eine mittlere Fitness erzielt wird.:heulend: :heulend: :heulend:

Das Brauereipferdsyndrom kann ich bestätigen. Morgens und abends jeweils 23km Arbeitsweg sorgt dafür, dass ich bei flotten Ausfahrten ca. 2-3h schnell mitfahren kann. Danach muss ich rausnehmen. Aber deshalb in Intervallen zur Arbeit radeln?

lighthouse
07.12.2011, 17:42
Moin,

ich habe auch exakt 25km Einfachstrecke zur Arbeit, und das auch nur durch die Wallachei. Ich könnte auch die direkte Strecke Radweg an der Landstraße nehmen, dann wären es 22 km und mehrere Ortschaften. Aber der radweg ist mies und die vielen Autos blenden, da der Radweg genialerweise etwa 1 m tiefer las die Straße verläuft.
Die Strecke fahre ich mit einem eigens dafür gekauften MTB, Hardtail, da einige Passagen unbefestigt oder sehr sandig sind, sodass sogar ein Crosser arge Probleme bekommt.
Als Beleuchtung fahre ich die BM Ixon IQ, 40 Lux über ungefähr 6 Stunden, das reicht für 6 Nachtfahrten, danach ungefähr 7 Stunden Ladezeit.
Bei den Klamotten halte ich mich an das Zwiebelprinzip: Sportunterhemd, Kurzarmtrikot, Langarmtrikot, Softshelljacke. Das reicht für 0 Grad, darunter ersetze ich das Langarmtrikot gegen ein Fleece.
Ich habe allerdings auch den Vorteil eines Umkleideraumes mit Spinden für die Dienstklamotten, Dusche und alles, was ich nach der Tour brauche.
Einziger Nachteil: Viele Sachen werden durchgeschwitzt, und speziell im Winter gibt es Haufen von Wäschebergen.

Bei leichtem Regen und bis 0 Grad Lufttemperatur habe ich keine Probleme, bei Frostlagen oder Schnee fahre ich nicht, da ich keine Lust habe, auf Waldwegen zu liegen, auf denen die nächsten 8 Stunden keiner mehr vorbeikommt.

Ansonsten mit voller Leidenschaft!

Grüße,

lighthouse

sixtyfour
07.12.2011, 21:02
...
Bei den Klamotten halte ich mich an das Zwiebelprinzip: Sportunterhemd, Kurzarmtrikot, Langarmtrikot, Softshelljacke. Das reicht für 0 Grad, darunter ersetze ich das Langarmtrikot gegen ein Fleece.
Ich habe allerdings auch den Vorteil eines Umkleideraumes mit Spinden für die Dienstklamotten, Dusche und alles, was ich nach der Tour brauche.
Einziger Nachteil: Viele Sachen werden durchgeschwitzt, und speziell im Winter gibt es Haufen von Wäschebergen.

...

Ansonsten mit voller Leidenschaft!

Grüße,

lighthouse

Meine Radsachen hängen tagsüber im Heizungsraum und sind für die Rückfahrt knochentrocken. Bei den Anziehsachen kann man, so wie "lighthouse" es aufgezählt hat, kaum etwas verkehrt machen, wahrscheinlich wirst Du Dich am Anfang eher zu warm anziehen?

Habe ebenfalls 25 km einfach und überwiegend Radwege. Ich fahre Rennrad bis der Schnee liegt und dann MTB. Im Sommer absolviere ich auf dem Rückweg meist einen Zusatzkringel von 5 bis 15 km. Da kann man es dann auch mal richtig krachen lassen, oder ein paar geplante Intervalle absolvieren.

Meine schönsten Fahrten im vergangenen Winter waren bei -5 bis -10 Grad, sternenklarem Himmel, trockener Luft und fester Schneedecke. Das ist das geilste Wetter überhaupt.

Stay tuned!

pinguin
08.12.2011, 06:29
Für minderbemittelte Freizeitsportler ist das prima. Feddich.

So sieht's aus. Dieses Mini-Max-Prinzip kann mir pers. auch herzerfrischend den Buckel sonstwohin rutschen. Fahren, weils a Freud' is'. Und keine Rennen. Kinderkram... :D Das Leistungsprinzip langt im Job schon aus.

zwanzich
08.12.2011, 08:38
1. Wer von euch hat ähnliche Strecken?

2. Welches Rad(MTB oder Crosser), Schuhe, Hosen, Lampen und Handschuhe etc. nehmt ihr her?

3. Wie trocknet ihr die Kleidung?

4. Fahrt ihr auch bei +1°C und Regen?


1. :)

2. Kommt auf Strecke, Witterung und persönliche Wetterfühligkeit an.
Crosser mit breiten Strassenreifen ist universell. Damit fährst du Asphalt ebenso gut wie geschotterte Feldwege. Crosser-Stollen radieren sich auf Asphalt in kürzester Zeit weg, das geht ordentlich ins Geld.
Licht ist bei Dauereinsatz am besten über 'nen Nabendynamo erzeugt. Zu hell gibt es nicht, Kaliber E3, Ixon oder SON Edelux sollte es schon sein.
Klamotten nach Wetter und Wetterhärte, ausprobieren. Basis Zwiebel und Modulbauweise, also kurz, kurz mit zusätzlichen Windstopper- und ggfs. Regenschichten, Armlinge, Knielinge, Beinlinge, Überschuhe, Handschuhe und Sturmkappe. Ein kurze Überziehhose mit Windstopperfront aber ohne Polster macht jede Sommerhose wintertauglich und lässt den persönlichen Beitrag zur Bevölkerungsexplosion noch offen. ;)

3. Habe bei der Arbeit Dusche, Spind 'nen Trockenraum, wo die Sachen bis Feierabend hängen und trocknen.

4. Jupp. Auch drüber und drunter und sogar, wenn es trocken ist. ;) Regen ist eigentlich nur richtig doof, wenn du bei Gepladder los musst. Fährst du rein, isses eben so. Regenpelle nehm ich nur, wenn es richtig schüttet oder sehr kalt ist. Leichtes Nieseln, nasser Nebel oder ein paar Schauer sind trockener als die Ölerei unter einer Regenjacke. Ich bin Gewohnheitsmensch. Bis ich freiweillig in die S-Bahn wechsle, muss schon richtig was sein.
Bei passenden Klamotten ist knackige Kälte nur noch im Gesicht ein Problem. Hilfe bringt "Coldcream" von Weleda, die hebt die Qual so um 5 Grad.
Ende ist ab 5 Grad minus und Ostwind, in den ich morgens dann rein muss oder wenn Schlittschuhe besser gehen als Rad.


Jo, ne? Allerdings möchte ich beim "Trainingseffekt" widersprechen. Natürlich kann das kein wie auch immer strukturiertes Training sein. Trotzdem kommt da einiges zusammen und ist beileibe nicht wirkungslos.

Ich hatte lange Zeit täglich 40km, waren schon mal 200km unter der Woche, sprichwörtlich "by the way". Macht rund 800 im Monat und über 10.000km im Jahr.
:jaaaaaa:
Die km hat man im Sack. Zwei Reize pro Tag und schnell gefahren bringt das so einiges an Grundform und Härte.
Damit kann man auch locker 'nen Marathon auf Ansage mitfahren, falls man sonst nur am WE mal was drauflegen kann. Für 'nen goldenen Blumenpott reicht das sicher nicht, für Spaß Dampf bei jedem km schon.


2x20 km pro Tag erzeugen ein Grundrauschen, dank dem mit zusätzlichem Training relativ leicht eine mittlere Fitness erzielt wird. Auch ist der Energiebedarf spürbar, so dass man nur schon mit minimaler Disziplin auf relativ leichte Weise schlank bleiben oder werden sollte. Mehr würde ich mir davon aber nicht versprechen.
Naja, schlank, fit und schnell ist doch schon mal 'ne Latte, die nicht jeder Mitbürger nimmt. ;)

Toxxi
08.12.2011, 13:20
Wer von euch hat ähnliche Strecken?

Bei mir sind es nur 17 km, ist das ähnlich genug?

Welches Rad(MTB oder Crosser), Schuhe, Hosen, Lampen und Handschuhe etc. nehmt ihr her?

Wenns richtig dunkel ist, dann MTB, denn nur da habe ich einen Nabendynamo. Alles andere ist unefriedigend. Lampen vorn Bumm Cyo 40 Lux mit Nahfeldausleuchtung, hinten Bumm Toplight Line Plus, bei beiden ist das Standlicht abschaltbar. Ansonsten Starrgabel, Reifen 50x559 (wegen Straßenbahnschiene), Schutzbleche, 3x9 Deore, Ergon-Griffe, Gepäckträger Tubus Logo, damit mir nicht der Rücken vom Rucksack durchschwitzt, Ortlieb Backroller Plus (zu 100% wasserdicht).

Als Hose habe ich eine Jeans an, wenn es trocken ist, ansonsten entweder gleich Radfahrklamotten oder eine billige Regenhose drüber. Obenrum Unterhemd, Langarmtikot, Windtex-Jacke.

Wenn es nicht komplett im Dunkeln ist, dann fahre ich mit dem Crosser. Schwalbe CX Pro 35x622, Schutzbleche und als Gepäckträger den leichteren Tubus Vega. An dem Rad habe ich nur Batterielichter, vorn die Sigma Lightster 20 Lux, hinten das Toplight Flat S. ich muss jedoch dazu sagen, dass Batterielichter bei häufigen und langen Dunkelfahrten nicht mehr als nur eine Notlösung sind. Da geht nichts über den Nabendynamo.

Schuhe entweder meine dicken Wanderschuhe oder die Rose RWS 01.

Wie trocknet ihr die Kleidung?

Die Jacken kommt über den Kleiderbügel, Unterhemd und Trikot landen im Regal im Büro. Durchgeschwitzt bin ich in der Regel nicht. Einfach ein bischen Tempo rausnehmen und sich nicht zu warm anziehen.

Fahrt ihr auch bei +1°C und Regen?

Erwischt.... wenn ich es vorher weiß, dann nicht. Auf dem Nachhauseweg stört es mich nicht zu sehr, da gehe ich gleich unter die Dusche.

Tschipollini
08.12.2011, 19:14
Wer von euch hat ähnliche Strecken?

Bei mir sind es nur 17 km, ist das ähnlich genug?

Welches Rad(MTB oder Crosser), Schuhe, Hosen, Lampen und Handschuhe etc. nehmt ihr her?

Wenns richtig dunkel ist, dann MTB, denn nur da habe ich einen Nabendynamo. Alles andere ist unefriedigend. Lampen vorn Bumm Cyo 40 Lux mit Nahfeldausleuchtung, hinten Bumm Toplight Line Plus, bei beiden ist das Standlicht abschaltbar. Ansonsten Starrgabel, Reifen 50x559 (wegen Straßenbahnschiene), Schutzbleche, 3x9 Deore, Ergon-Griffe, Gepäckträger Tubus Logo, damit mir nicht der Rücken vom Rucksack durchschwitzt, Ortlieb Backroller Plus (zu 100% wasserdicht).

Als Hose habe ich eine Jeans an, wenn es trocken ist, ansonsten entweder gleich Radfahrklamotten oder eine billige Regenhose drüber. Obenrum Unterhemd, Langarmtikot, Windtex-Jacke.

Wenn es nicht komplett im Dunkeln ist, dann fahre ich mit dem Crosser. Schwalbe CX Pro 35x622, Schutzbleche und als Gepäckträger den leichteren Tubus Vega. An dem Rad habe ich nur Batterielichter, vorn die Sigma Lightster 20 Lux, hinten das Toplight Flat S. ich muss jedoch dazu sagen, dass Batterielichter bei häufigen und langen Dunkelfahrten nicht mehr als nur eine Notlösung sind. Da geht nichts über den Nabendynamo.

Schuhe entweder meine dicken Wanderschuhe oder die Rose RWS 01.

Wie trocknet ihr die Kleidung?

Die Jacken kommt über den Kleiderbügel, Unterhemd und Trikot landen im Regal im Büro. Durchgeschwitzt bin ich in der Regel nicht. Einfach ein bischen Tempo rausnehmen und sich nicht zu warm anziehen.

Fahrt ihr auch bei +1°C und Regen?

Erwischt.... wenn ich es vorher weiß, dann nicht. Auf dem Nachhauseweg stört es mich nicht zu sehr, da gehe ich gleich unter die Dusche.


Was bitte soll dir der 50er Reifen bei einer Straßenbahnschiene helfen?

Minifutzi
08.12.2011, 19:28
Was bitte soll dir der 50er Reifen bei einer Straßenbahnschiene helfen?

Er fädelt nicht ein?

Kjuh
08.12.2011, 23:05
29km einfach über die schwäbische Alb (ca. 300hm einfach). Mach' ich nur mit dem Rennrad und wenn's schneit oder Eis auf der Straße droht, dann fahr' ich mit'm Auto oder Zug und Faltrad.
Auf Arbeit kann ich mich dann duschen, was g'scheites anziehen und knall' mir hinter meiner Tastatur erst mal 1,5l Tee 'rein.
Gegen Nebel und Dunkelheit helfen eine IXON IQ und zwei Smart Superflash.
Im Jahr mach' ich das dann so 130mal und im Sommer bei tollem Wetter wird auch mal noch 'was drangehängt. Trockene -5° bis -10° sind zwar 'ne Heldentat und tun dem Ego gut, sind vielleicht auch mal von der Stimmung her toll, aber richtig Laune macht das Radfahren halt' bei um die 20°.
Bei Kälte zieh' ich mir 'ne knallgelbe Softshell von VauDe über, Winterstiefel von SIDI, Handschuhe und 'n Buff unter'n Helm (das ist dann auf der Alb oben schon nass). Wichtig ist vor allem bei Kälte, dass die Klamotten am Abend wieder trocken sind, sonst ist's richtig doof, da 'reinzusteigen. Deshalb seit diesem Jahr dei Crud's (MK2), da bleiben dann in Kombination mit Gamaschen die Schuhe fast trocken.

Profiamateur
08.12.2011, 23:31
(...)
Zum Wetter: nur Eis und Schnee auf der Fahrbahn stoppen wirklich alles andere Regen, Wind, Nacht sind reine Kopf, Klamottensache, kleiner Tipp: warmer Tee, Müsliriegel, Inforadio im Ohr fühlt sich fast wie am Frühstückstisch mit Zeitung an:D

Einspruch, bei Schnee und Eis macht's mit Spikes doppelt Spaß! Bin aber in der glücklichen Lage, zwei Laufradsätze für den Crosser zu haben, so daß ich schnell und unkompliziert wechseln kann.


(...)
Gegen Nebel und Dunkelheit helfen eine IXON IQ und zwei Smart Superflash.
(...)

Gute Empfehlung, wobei ich vorne lieber den Nabendynamo mit B&M Cyo im Einsatz habe. Da bin ich vor bösen Überraschungen (leere Akkus) gewappnet. Das ständige Aufladen als Im-Dunkel-Vielfahrer macht mich einfach kirre...

grüner Sphinx
09.12.2011, 01:31
Das ständige Aufladen als Im-Dunkel-Vielfahrer macht mich einfach kirre...
Mein Fahrrad parkt neben einer Steckdose und um die DX zu laden, brauche ich nur eine Steckverbindung umzustöpseln. Das macht mich auch im 2-Tagesrhythmus nicht kirre. :bluesbrot

Gruß
gS

5,78
09.12.2011, 06:02
Mit 14 bin ich in die Schule den ersten Winter durch gefahren. Heute, unzählige Rahmen und Teile später, gibt es 2-3 Dinge auf die ich nicht mehr verzichten würde:
Der SON-Nabendynamo, den ich seit 1997 habe (zur Zeit die 3.Felge), für das andere Rad eine Lupine und eine starre Nabe auf Schnee weil man auch mal kontern kann und immer ein Gefühl für den Untergrund hat.
Was ich mal ausprobieren würde wären Scheibenbremsen und Spikes für extreme Verhältnisse, erinnert ihr euch an den 10.Dezember letztes Jahr mit 30 cm Neuschnee?:D
Kleidung findet man im Standardprogramm alles was man braucht, nur mal ausprobieren.
Kleiderschrank ist klasse, Dusche seltener Luxus...

sixtyfour
09.12.2011, 07:45
...
Gute Empfehlung, wobei ich vorne lieber den Nabendynamo mit B&M Cyo im Einsatz habe. Da bin ich vor bösen Überraschungen (leere Akkus) gewappnet. Das ständige Aufladen als Im-Dunkel-Vielfahrer macht mich einfach kirre...

Eine geht immer :)

REIZEND
09.12.2011, 09:53
Einspruch, bei Schnee und Eis macht's mit Spikes doppelt Spaß! Bin aber in der glücklichen Lage, zwei Laufradsätze für den Crosser zu haben, so daß ich schnell und unkompliziert wechseln kann.

Welche Spikereifen fährst Du denn am Crosser? Bei meinem "Crosser" passen maximal 32 mm breite Reifen, da bin ich bisher noch nicht fündig geworden.

Waldoblau
10.12.2011, 19:32
Es kommt halt darauf, auf welchem Niveau man sich bewegt. Grundsätzlich ist jenes Training am besten, das mit dem tiefsten Aufwand den grössten Nutzen erzielt, u.a. weil dabei die meiste Zeit für Erholung bleibt. Ein Brauereipferd wird auch eine eindrückliche Jahreskilometerleistung aufweisen. An einem Rennen wäre das gleiche Pferd durch Rennpferd-Training trotzdem besser.

2x20 km pro Tag erzeugen ein Grundrauschen, dank dem mit zusätzlichem Training relativ leicht eine mittlere Fitness erzielt wird.

Grundsätzlich einverstanden! Ich denke, du siehst das Ganze alternativ: Also entweder 2x20 km oder differenzierteres Training? Also in derselben Zeit etwas anderes machen? Ändert sich bei folgenden Gegebenheiten deine Einschätzung:

Die 2x20 km unterschiedlich fahren, z. B. die ersten 20 teilweise im mittleren bis oberen (langer Anstieg) Entwicklungsbereich (könnte L3-L4 entsprechen) und zurückfahren im Grundlagenbereich, etwa L2.

Zusätzlich an zwei bis drei Tagen das "richtige" Rennradfahren.

Bringt der Weg zur Arbeit (bei mir sind es seit September 2x22) dann mehr als nur Gewicht halten?

Interessieren würde mich auch, was du mit einem mittleren Fitnessniveau meinst. Was von einem höheren Level aus betrachtet, geringschätzig klingen mag, könnte von einem niedrigeren Level aus dann doch eine positive Wirkung versprechen. (Auch wenn ich kein Brauereipferd sein möchte).

stadelober
11.12.2011, 10:49
Ich finde es toll, wenn jemand mit Spikes seine 18 km und zurück zum Arbeitsplatz absolviert. Vor allem bei Schnee der überfroren ist. Dann wird Fahrrad fahren zum puren Kraftakt. Ich musste das mal machen. Nur 4 km, aber mir liefen die Schweissperlen den Rücken runter und das Fahrrad war wegen der niedrigen Geschwindigkeit kaum zu kontrollieren. Und das machen welche von Euch 18 km x2. RESPEKT!

Patrice Clerc
11.12.2011, 12:29
Grundsätzlich einverstanden! Ich denke, du siehst das Ganze alternativ: Also entweder 2x20 km oder differenzierteres Training? Also in derselben Zeit etwas anderes machen? Ändert sich bei folgenden Gegebenheiten deine Einschätzung:

Die 2x20 km unterschiedlich fahren, z. B. die ersten 20 teilweise im mittleren bis oberen (langer Anstieg) Entwicklungsbereich (könnte L3-L4 entsprechen) und zurückfahren im Grundlagenbereich, etwa L2.

Zusätzlich an zwei bis drei Tagen das "richtige" Rennradfahren.

Bringt der Weg zur Arbeit (bei mir sind es seit September 2x22) dann mehr als nur Gewicht halten?

Interessieren würde mich auch, was du mit einem mittleren Fitnessniveau meinst. Was von einem höheren Level aus betrachtet, geringschätzig klingen mag, könnte von einem niedrigeren Level aus dann doch eine positive Wirkung versprechen. (Auch wenn ich kein Brauereipferd sein möchte).

Ich wollte eigentlich sagen, dass man
a) meist auf dem Arbeitsweg doch nicht strukturiert trainiert
b) das enorm regelmässige Training, zehnmal die Woche auf Morgen und Abend verteilt, viel zu wenig Abwechslung erzeugt

Selbstverständlich kann man sich das so schlau wie möglich organisieren, mit den richtigen Intervallen, Regenerationsfahrten und einzelnen grossen Umwegen abends (oder morgens). Aber faktisch wird man doch primär einfach den Arbeitsweg hinter sich bringen und meist doch irgend etwas in der Mitte tun, was die Intensität betrifft.
Ich bin definitiv nicht dagegen, den Arbeitsweg mit dem Rad zurück zu legen. Aber man sollte ehrlich zu sich sein und sich bewusst sein, was man auf dem Arbeitsweg wirklich tut. Es ist nicht einfach, mit ggf. Rucksack, suboptimalen Strecken (Agglo-Verkehr, winklige Abkürzungsstrecken, usw.) und mit der Restmüdigkeit von gestern Abend vernünftig zu trainieren. Das Problem, das bleibt, ist der Umstand, dass auch mittel-zügig gefahrene Strecken Müdigkeit erzeugen, aber nicht unbedingt Trainingseffekte. Friel spricht in diesem Zusammenhang von "junk miles".

Mit dem mittleren Niveau meinte ich, dass man ohne besonders Talent nicht 4 w/kg FTP ("Schwelle") erreichen wird, wenn man einfach ständig ein bisschen fährt. Und 4 w/kg wären halt für Leute, die zielgerichtet trainieren, schon mal ein erstes Minimalziel.

Patrice Clerc
11.12.2011, 12:31
Ich finde es toll, wenn jemand mit Spikes seine 18 km und zurück zum Arbeitsplatz absolviert. Vor allem bei Schnee der überfroren ist. Dann wird Fahrrad fahren zum puren Kraftakt. Ich musste das mal machen. Nur 4 km, aber mir liefen die Schweissperlen den Rücken runter und das Fahrrad war wegen der niedrigen Geschwindigkeit kaum zu kontrollieren. Und das machen welche von Euch 18 km x2. RESPEKT!

Um das einfach wiedermal klar zu stellen: alles, das länger als ein paar Dutzend Sekunden dauert, kann im Sinne der Trainingsmethodik kein Kraftakt sein. Was du wahrscheinlich meist, wird mit dem Ausdruck "Murks" am besten umschrieben. :Angel:

Das ist weitgehend, was ich oben kritisiere: man wird zwar müde, aber nicht wirklich ausdauernder oder gar schneller.

Blueser
11.12.2011, 15:05
alles eine Frage der Disziplin und der persönlichen Ansprüche, ich fahre seit Jahren täglich 29 Km zur Arbeit hin und wieder zurück; mir ist es zunehemend gut gelungen, gezieltes Intervalltraining in den Arbeitsweg zu integrieren, fahre Sprints, Kraftausdauer, EB und 30/30 Intervalle insbesondere im Frühjahr ab Januar und komme mit einer Bombenform in die Saison, die ausreicht, mich bei Sen. 2 Rennen mal zu platzieren und auch mal eins zu gewinnen; allerdings sollte man sich einen verbindlichen Trainingsplan machen, sonst überwindet man den inneren Schweinehund oft nicht und rollt dann doch irgendie nur sinnlos durch die Gegend......

knippkopp
11.12.2011, 20:37
alles eine Frage der Disziplin und der persönlichen Ansprüche, ich fahre seit Jahren täglich 29 Km zur Arbeit hin und wieder zurück; mir ist es zunehemend gut gelungen, gezieltes Intervalltraining in den Arbeitsweg zu integrieren, fahre Sprints, Kraftausdauer, EB und 30/30 Intervalle insbesondere im Frühjahr ab Januar und komme mit einer Bombenform in die Saison, die ausreicht, mich bei Sen. 2 Rennen mal zu platzieren und auch mal eins zu gewinnen; allerdings sollte man sich einen verbindlichen Trainingsplan machen, sonst überwindet man den inneren Schweinehund oft nicht und rollt dann doch irgendie nur sinnlos durch die Gegend......

...dazu kommt.
ich kann mich beim besten willen nicht an meine letzte erkältung erinnern.
es gibt auch nichts schöneres als die ersten spuren in frischgefallenen schnee zu ziehen.
s.

Profiamateur
11.12.2011, 22:20
Welche Spikereifen fährst Du denn am Crosser? Bei meinem "Crosser" passen maximal 32 mm breite Reifen, da bin ich bisher noch nicht fündig geworden.

Continental NordicSpike, ist aber breiter. Bei mir passt's am Crosser problemlos.