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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kurzer Erfahrungsbericht Vittoria Randonneur Hyper



niconj
22.12.2011, 19:31
Ich habe diesen Reifen nun ca. 2000km gefahren und wollte mal kurz meine Meinung kundtun.

Fakten:

Größe: 37-622 / 700x35C (mit 6 Bar definitiv breiter als angegeben)
Gewicht: 390gr. selbstgewogen
Faltreifen

Die Montage auf den Racing 7 ist sehr einfach und man braucht keinen Reifenheber dafür. Liegt wahrscheinlich daran, dass es ein Faltreifen ist.

Bei der ersten Fahrt kam Rennradfeeling auf. Er rollt mit max. Luftdruck wirklich gut und hat in den Kurven sehr guten Grip. Der Triple Shield hat mich auf den ersten ca. 1500km nicht im Stich gelassen und ich war äußerst zufrieden mit diesem Reifen. Die letzten ca. 500km waren dann nicht mehr so toll. Ich hatte 4 Platten wobei beim letzten 3!!! Löcher im Vorderradschlauch zu finden waren. Mir war auch nicht bewusst, dass ich irgendwo durch einen Scherbenhaufen gefahren bin und im Mantel steckte auch nix drin. Nun möchte ich nicht die gesamte Schuld auf den Reifen schieben, da ich die Ultralite Schläuche (http://www.roseversand.de/produkte/detail/aid:49647/) von Vittoria montiert hatte. Da kann es natürlich sein, dass kleine Einstiche gleich zu einem Platten führen. Dennoch müssen diese ja erstmal durch den Reifen kommen.

Beim Betrachten der Reifen ist zwar kein Nennenswerter Abrieb festzustellen aber viele kleine und mittelgroße Schnitte in der Oberfläche. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie so 10.000km halten. Klar ist es ein Randonneur reifen und hat im Kurierbetrieb nur wenig zu suchen aber gerade durch die guten Berichte ob der Pannensicherheit habe ich ihn gekauft. Womit wir beim Preis wären, der mit 30€ pro Reifen auch nicht gerade ein Schnäppchen ist.

Den von Vittoria propagierten Nässegrip kann ich nicht bestätigen. Ich hatte öfters das Gefühl, dass ich in den Kurven wegrutschen würde. Einmal ist er mir bei starken Regen auf asphaltierter Straße im Sitzen ohne nennenswerten Antritt durchgedreht. Das ist mir beim Marathon nie passiert.

Für den Preis würde ich ihn nicht mehr kaufen. Die viel gelesene Haltbarkeit beschränkt sich wahrscheinlich wirklich auf Trekkingradreisen und ist im Stadtbetrieb nicht zu erreichen. Nungut, was will man bei einem Reifen von 390gr. auch schon an Haltbarkeit erwarten.

Nico.

855
22.12.2011, 19:50
Danke Nico für deinen Bericht!
Deckt sich mit den anderen Erfahrungen aus diversen Foren.

Wie schaut deine Alternative aus? Marathon Supreme?

niconj
22.12.2011, 20:17
Naja... vorher bin ich den Marathon gefahren, war aber von der 28ger Version auch nicht so angetan. Beim MTB scheint der länger zu halten und pannensicherer zu sein. Den Marathon Plus hatte ich auch kurz drauf aber der ist so schwer und vor allem hart (bei gleichem Druck), dass ich ihn schnell wieder verkauft habe.

Marathon Supreme wäre wohl eine Alternative aber da habe ich noch schlechtere Erfahrungsberichte gelesen als über den Randonneur Hyper.

Ich bin mal einen Sommer lang den Vittoria Rubino Pro gefahren und hatte nicht einen Platten auf ca. 4000km. Für 2012 kommt der auf jeden Fall wieder drauf. Rollt auch wunderbar.

Für den Winter wird es schon eng, wenn ich an Pannensicherheit denke. Das Problem ist ja noch nicht mal ein Platten sondern, dass bei der Kälte der Reifen nicht von der Felge geht. Da habe ich mir beim Marathon schon mehrmals den Reifenheber zerbrochen.

Nico.

855
22.12.2011, 20:54
meine Dauerläufer heissen Marathon Supreme in 32 und Conti 4Season in 28mm.
der Conti etwas sportlicher, dafür hin und wieder mal ein Plattfuß, der Supreme bisher ohne Platten (Stadt, Alltag, Touren, Cross).
Montage war bei allen Reifen nie ein Problem.

am Stadt- und Arbeits-MTB fahre ich den Dureme in 2.0 ohne Probleme (Achtung, fällt schmal aus)...