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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hypertrophie



Bautræger®
13.12.2002, 18:34
In der Trainingswissenschaft wird davon ausgegangen, daß ein genügend hoher Spannungsreiz im Muskel hypertrophieauslösend wirkt. Wie sieht es beim Kraftttaining aus? !Theorie! Der Reiz müsste doch auch (in gewissem Umfang)gesetzt werden, wenn ich das Gewicht nicht anhebe, sondern nur langsam und kontrolliert wieder absetze, oder? Was meint ihr?

Best regards

orca800
13.12.2002, 21:54
Hallo!
Meinst du hypertrophieauslösend im Skelettmuskel oder im Herzen? Gruß, Henning

Mondwanderer
13.12.2002, 21:56
ich meine auch, dass der Reiz beim Absenken des Gewichtes ebenfalls vorhanden ist - vorausgesetzt man setzt es langsam ab. Deswegen sind Durchgänge in "Zeitlupentempo" auch schwieriger. Ist irgendwie logisch
@ orca
ich meine er meint skelettmuskeln... zumindest habe ich mich darauf bezogen :D

bißchenrumrolln
13.12.2002, 22:01
kann mir mal ganz kurz einer erklären worum es hier geht? habe nämlich nicht wirklich ahnung wovon ihr redet

quälix
16.12.2002, 20:39
@ bikergod:

Hypertrophie = Wachstum durch Zellvergrößerung

Es geht also um Muskelvergößerung durch Training und wie man die entsprechende Reize setzt.

@ Bautraeger:

Natürlich sind 1. abbremsende und 2. spannungshaltende "Bewegungen" hypertrophieauslösend!

zu 1.: eine sehr effektive einarmige Bizepsübung besteht darin, ein für die Kontraktion zu schweres Gewicht mit Unterstützung der freien Hand zu beugen und die Streckung ohne Unterstützng zu vollziehen. Hintergrund: Muskeln können mehr Gewicht abfangen als zur Hochstrecke bringen (die Abwärtsbewegung im Liegestütz fällt immer leichter als das Stemmen, ebenso Klimmzüge usw. usw.)
zu 2.: sind isometrische Übungen, die ebenfalls sehr effektiv sind, was die Muskelreizungen angeht!

Empfehlenswertes Buch für Muckijünger: Boeckh-Behrens/Buskies: Fitness-Krafttraining (rororo, 15€). Erstmals werden dort unterschiedliche Übungen in ihrer Wirkung auf die elektrische Muskelaktivierung und damit auch Trainingseffektivität verglichen

Gruß

quälix

Mondwanderer
16.12.2002, 20:53
quälix, Respekt! Dein Wissen ist wirklich unschlagbar ;)

indicator
17.12.2002, 07:50
Frage? Ist Hypertrophie für Radsportler nicht kontraproduktiv?
Bzw. - was soll ein Ausdauersportler mit Muskelpakete?
Wie kann ich als Radfahrer also Hypertrophie vermeiden?

Camby
17.12.2002, 12:24
Original geschrieben von quälix


Empfehlenswertes Buch für Muckijünger: Boeckh-Behrens/Buskies: Fitness-Krafttraining (rororo, 15€). Erstmals werden dort unterschiedliche Übungen in ihrer Wirkung auf die elektrische Muskelaktivierung und damit auch Trainingseffektivität verglichen

Gruß

quälix

dieses buch kann ich wirklich empfehlen. allerdings sollte man auch etwas an der materie interessiert sein.

Camby
17.12.2002, 12:27
Original geschrieben von indicator
Frage? Ist Hypertrophie für Radsportler nicht kontraproduktiv?
Bzw. - was soll ein Ausdauersportler mit Muskelpakete?
Wie kann ich als Radfahrer also Hypertrophie vermeiden?

um es mal laienhaft auszudrücken: durch den größeren muskeldurchmesser steht dir mehr muskelkraft zur verfügung. dies ist auch für den radler sehr wichtig, denn ein mehr an kraftausdauer setzt auch ein mehr an muskelmasse voraus (@ quälix: ich weiss, sehr laienhaft ausgedrückt).

quälix
18.12.2002, 12:44
quote:
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Original geschrieben von indicator

Frage? Ist Hypertrophie für Radsportler nicht kontraproduktiv?
Bzw. - was soll ein Ausdauersportler mit Muskelpakete?
Wie kann ich als Radfahrer also Hypertrophie vermeiden?
--------------------------------------------------------------------------------

Es gibt ja auch Bereiche im Radsport, in denen es auf Kraft und Schnelligkeit ankommt: Sprint und Berg!

Man muss hier unterscheiden zwischen den unterschidlichen Typen von Muskelfasern: den schnell zuckenden hellen, die einen hohen Anteil an Glykogen und Kreatinphosphat enthalten (anaerober Stiffwechsel; und da Glykogen Wasser bindet, sind sie auch im Durchmesser größer!) und den dunklen langsam zuckenden mit einem hohen Gehalt an Mitochondrien (aerober Stoffwechsel), Fett-Tröpfchen und Myoglobin.

Der Anteil der hellen Fasern ist weitgehend genetisch festgelegt (zum Sprinter muss man "geboren" sein, vor allem beim Laufen), während es noch einen Intermediären Typ Muskelfasern gibt, der durch Ausdauertraining in den dunklen Typ umgewandelt werden kann (der Anteil kann auf über 80% steigen!) und so die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit und den Anteil der Fettverbrennung steigert!


Also - entweder Sprintkönig oder Zeitfahrer!

Gruß

quälix

indicator
19.12.2002, 11:56
Danke Meister Gequälter für deine Antwort.
Schon klar, dass Sprinter mehr Masse benötigen als reine Ausdauerradler.
Im allgemeinen glaube ich jedoch, dass die Mehrheit hier reinen Ausdauersport (in welcher Form auch immer) betreiben. Dabei meine ich, dass auch schon ein Pantani ein super Zeitfahren abgeliefert hat (bitte jetzt nicht auf dessen Doping eingehen).
Meine Frage ist, durch welches Training ich in Hypertrophie geraten kann. Bzw. wie lässt sie sich vermeiden.

Gruß

quälix
19.12.2002, 13:43
Hallo indicator,

wenn du Hypertrophie vermeiden willst, musst du dich auf Ausdauerleistungen spezialisieren und alles vermeiden, was irgendwie nach Schnellkraft- oder Maximalkrafttraining aussieht. Kraftausdauer kannst (und solltest) du trotzdem machen, ohne dass du gleich Zabel-Obeschenkel bekommst.

Gruß

quälix

quälix
20.12.2002, 16:57
http://www.fitness.com/phpapps/ubbthreads/showthreaded.php?Cat=&Board=de_fitness&Number=67241&page=2&view=collapsed&sb=5&o=0

von "Über-Doc" Kurt Moosburger

Zitat:"ich halte sehr viel von exzentrischer muskelarbeit als hypertrophietraining. die maximalkraft kann man anders effizienter steigern"

Gruß

quälix