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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Seitenschlag des Kettenblattes ?



LKG
29.05.2004, 06:34
Moin,
jetzt habe ich auch mal wieder `ne Frage:

Vorinfos: Kettenblatt Ultegra ist jetzt 12.000 alt, Ritzel ebenso, Kette immer nach 2.500 gewechselt, Schaltung perfekt eingestellt, schaltet auch alles perfekt, alles sauber, alle Schrauben fest angezogen (!), Rahmen OCLV mit Shimano-Innenlager, Hinterradnabe Hügi - Kettenlinie stimmt.

Vor zwei Monaten hörte ich nicht nur in dem einen kritischen Gang, sondern in insgesamt zwei-drei Gängen in Kurbelstellung ca. 01.00-Uhr-Position immer ein Ratschen der Kette am Umwerfer. Dachte schon, der Rahmen sei weich geworden (ok, lassen wir das an dieser Stelle :D ). Also alles mal auseinander genommen, sauber gemacht und wieder montiert. Alles perfekt eingestellt. Soweit so gut. Das Ratschen ist immer noch da... dann erst festgestellt, daß das Kettenblatt eiert. Ungefähr 1 mm Seitenschlag maximal, das gesamte Ausmaß des Schlags erstreckt sich ungefähr auf 1/3 des Blattes.
Maximum in der 01.00-Uhr-Position !? Das finde ich eher ungewöhnlich, denn meine maximale Kraft habe ich natürlich auf 03.00 Uhr, beherrsche den perfekten runden Tritt nicht. Und es eiert nach innen !?

Ist das normal ? Kenne ich so nicht.

Kann es sein, daß die Octalink-Kurbel leicht schief auf die Welle aufgerutscht ist ?

Vorteil TA gegenüber Ultegra ? Ändert sich das Schaltverhalten, welches ich bei Ultegra schon als perfekt bezeichnen möchte ?

Besten Dank,
Gruß LKG

Frank Schmidt
29.05.2004, 07:23
Hallo,
Du kannst natürlich nochmal nachprüfen, ob die Kurbel gerade sitzt. Gerade
bei Octalink ist das aber kaum denkbar. Deswegen gehe ich davon aus, daß sich tatsächlich das Kettenblatt verformt hat und das kommt durchaus vor.
In einem solchen Fall wäre ein Tausch die einzige Lösung, mit Gewalt zu biegen ist nicht ratsam. Eventuell kann Dein Händler die Sache als Reklama-tion bearbeiten. Die Kettenblätter von Shimano sind m.E. von sehr guter Qua-
lität, andere Hersteller sind da nicht besser. Einfach als Rekla beim Händler einreichen.

Gruß FRANK

Richie392
29.05.2004, 09:11
Hallo,

ich habe diverse Retro-Rennräder aus den 60er Jahren mit Stahlkettenblättern. Als ich diese Räder bekam, war es die Regel, daß die Blätter zum Teil wahnsinnigen Schlag aufwiesen (bis zu 5mm!, so unglaublich das auch scheint), keine Ahnung wie die Vorbesitzer das angestellt haben.
Das "Zentrieren" dieser Schläge stellte insofern kein größeres Problem da, daß
1. es sich um Stahlblätter handelt
2. die Präzision bei 10-Gang-Schaltungen nicht so hohe Anforderungen stellt, wie bei 18 oder 20 Gängen.
Jedenfalls habe ich bei keinem dieser Räder die Blätter getauscht, sondern vorsichtig zurück"gehämmert", z.B. mit einem Gummihammer, oder wenn der Schlag sehr punktuell ist - mit einem Holzstab in Verb. mit normalem Hammer. Ergebnis: Hat immer einwandfrei funktioniert. Falls der Schlag sehr derb ist, kann man das Blatt auch ausbauen und separat zentrieren, indem man es immer mit einer geraden Ebene vergleicht (z.B. Tischoberfläche).
Soweit so gut.
Letzten Herbst hatte ich auf einmal selbes Problem an meinem MTB (27 Gang LX, großes Kettenblatt). Verfahren: siehe oben, ist wieder einwandfrei zentriert: Kosten 0 EUR, Zeitaufwand minimal. Also bevor ich das Blatt tausche, würde ich das erstmal so probieren. Wenn es wirklich scheitern sollte, kannst du dir (für viel Geld) schließlich doch noch ein neues Blatt kaufen.

Gruß, Richard

tyler h.
29.05.2004, 10:56
Hallo,

ich hab gerade gestern das selbe bei meiner Ultegra festgestellt.
Ein Sturz oder sonst was ist mir nicht passiert aber mach das
mal dem Händler und Shimano glaubhaft...
Man könnte sicher einfach den Umwerfer etwas weiter nacht Rechts
einstellen.

Gruss Tyler H.

Maulwurf
29.05.2004, 14:33
habe auch das Problem bei meiner CPI Kurbel, die ich aber auf dem RR habe. etwa 1mm , bei harten Antritten sogar mehr. Als ich das Blatt abmontiert habe, fand ich kein Seitenschlag, habe sogar den Verdacht, dass es die Kurbel selbst ist. Meim MTB von Vater ist auch das Problem. Beim alten RR habe ich aber das Kettenblatt zertreten, also beim Anstieg einen zu hohen Gang und schon war das Blatt so sehr verbogen, dass ich damit nicht mehr fahren konnte. Ein Hammer hat das wieder gerichtet.

K,-
29.05.2004, 15:26
Hallo,
Du kannst natürlich nochmal nachprüfen, ob die Kurbel gerade sitzt.
Genau; Blattabbauen und auf eine ebene Fläche (Tisch) legen.


In einem solchen Fall wäre ein Tausch die einzige Lösung, mit Gewalt zu biegen ist nicht ratsam.
Ich habe vor Jahren nach einer kleinen Karambolage eine Delle im Blatt gehabt. Mit Schraubstock und Gummihammer hab ich sie raus bekommen und das Blatt bis an sein natürliches Lebensende weiter gefahren.

LKG
29.05.2004, 22:20
Erstmal besten Dank für die Antworten !
Habe heute nochmal gemessen. Also das Blatt liegt plan auf einer ebenen Fläche auf, Meßfehler insoweit kann ich theoretisch nicht ausschließen, aber ich bin mir schon recht sicher. Ein Arm der Kurbel scheint auch ganz minimal, so ca. 0,5mm "aus der Reihe zu tanzen", ist der Arm an besagter Stelle. Da könnte allerdings schon eher ein Meßfehler drinstecken, denn das so genau zu messen ist schwierig bis unmöglich - kann mir mit Hausmitteln aber auch keinen Aufbau basteln, der Meßfehler ausschließt. Kann das sein, Kurbelarm verbogen ? Könnte oben am (großen !) Blatt dann ja schnell 1 mm sein... Der Arm ist aus Alu und nicht sehr dick...
Kann das aber irgendwie nicht glauben. Bin so weit, daß ich wohl nach dem Ausschlußverfahren weitersuchen muß.
Gruß LKG

Schnellster
29.05.2004, 23:13
Hi,

kleinere Dellen können, wie auf der Zeichnung zu sehen, gerichtet werden.

An LKg's Stelle würde ich den Kurbelarm abbauen, die betroffene Stelle(n) in einen Schraubstock spannen und mit Handkraft (ziehend oder drückend)
richten.

S.

Richie392
29.05.2004, 23:17
Kann das sein, Kurbelarm verbogen ? Könnte oben am (großen !) Blatt dann ja schnell 1 mm sein... Der Arm ist aus Alu und nicht sehr dick...
Kann das aber irgendwie nicht glauben. Bin so weit, daß ich wohl nach dem Ausschlußverfahren weitersuchen muß.
Gruß LKG

Das kann schon passieren. Wenn Du das Blatt dann festschraubst, wird das Blatt an besagter Stelle gezwungenermaßen an die Kurbel rangedrückt und somit der Schlag hervorgerufen. Wäre äußerst unschön... :(

LKG
30.05.2004, 09:14
Aber wie könnte der Arm sich verzogen haben ???? Kann es einfach nicht glauben, muß ein Meßfehler sein. Aber an der Kurbel biege ich nicht rum, denn wenn es wirklich ein Meßfehler ist :eek:
Nochmals besten Dank !
Gruß LKG

Gerolf
30.05.2004, 11:18
Aber wie könnte der Arm sich verzogen haben ????

Du bist einfach zu stark, sieh es endlich ein!

Gerolf

Schnellster
30.05.2004, 12:39
Mahlzeit!

@Lkg

Du sochst ja auch nicht anne Kubbel rumbiegen, sondern die Kettenblädder raechten. ;-))

Aber um festzustellen, ob das Blatt auch wirklich keinen Schlag hat (Du scheinst Dir ja nicht sicher zu sein) Kette aufs kleine Blatt. Dann das Rad so fixieren, das es nicht wackelt. Filzer, am besten für CD, da abwischbar, nehmen, mit dem
Filzer vorichtig dem Blatt nähern, dabei hin.- und herdrehen (Kurbelarm!).
Da, wo der F. Spuren hinterläßt, ist es zu weit in Deine Richtung, bzw. dort wo keine sind, ist es zu weit weg.

Du kannst das ganze natürlich auch mit einer Meßuhr mit Halter veranstalten, aber ich gehe davon aus, das Du die nicht hast. :roken:

S.

LKG
01.06.2004, 10:57
Also zu stark bin ich wohl eher nicht :o

Meßuhr habe ich, suche jetzt mal nach `nem flexiblen Stativ und kann das hoffentlich iregndwie befestigen. Eure anderen Ideen sind mir auch schon gekommen, habe auch genauso gemessen, nur kann ich ein gewisses Wackeln einfach nicht unterbinden, weshalb die Meßeinrichtung fest mit dem Rahmen verbunden sein muß. Naja, leider zur Zeit wenig Zeit, aber wenn ich was rausgefunden habe melde ich mich wieder.

Gruß LKG

fighterplane
01.06.2004, 23:11
Tschuldigung,aber nach 12000Km könnten eventuell auch die Kettenblätter abgenutzt sein,dass die Blätter ungenau gefertigt sind ,ist eher unwahrscheinlich und den mm spürst du auch nicht,der ist dazu da ,um die Schalt-und Kletterfähigkeit auf das große Blatt zu verbessern.
Das wäre meine These dazu.

hotwheel
02.06.2004, 14:04
Hallo,

mal ne Frage: Ist vor dem Montieren des Octalink-Innenlagers die dafuer vorgesehene Bohrung plangefraest worden?

Gruss Michael

K,-
02.06.2004, 21:10
Langsam glaube ich dieses Thema ist ein Fake.Das Kettenblatt eiert :eek: , mittlerweile sind es noch (wahrscheinlich) 0,5mm. Mein Gott, im Wiegetritt bewegt sich da mehr.
Und wenn mans genau wissen will: Kurbel runter, Blätter ab, Blätter und Kurbelstern auf eine Ebene gelegt. BEIDES kann Mann nacharbeiten, vorausgesetzt das Material ist frei von Rissen. Trotz meiner damals schon knappen 0,1t hatte die gerichtete Ultegrakurbel noch ewig gehalten und wenn ich mich nicht täusche läuft sie heut noch an dem Rad von meinem Mädel.

LKG
03.06.2004, 08:51
Hallo,

mal ne Frage: Ist vor dem Montieren des Octalink-Innenlagers die dafuer vorgesehene Bohrung plangefraest worden?

Gruss Michael

Das kann ich Dir nicht sagen, ist ein OCLV, der hat die eingeklebte Aluhülse.
Da ich das beschriebene Problem aber anfangs nicht hatte dürften Innenlager und Rahmen nicht die Ursache sein.

@haus-klaus: Am Kettenblatt ist es mehr als 0.5 mm. Es ist soviel, daß es mich stört, weil die Kette in drei Gängen periodisch am Umwerfer schleift. Normal ist es jedenfalls nicht. Natürlich kann ich damit noch fahren, nur ist es nicht optimal und ich bin halt genau. Leben und leben lassen ;)

Gruß LKG

K,-
04.06.2004, 15:36
Ich krieg nur langsam das Gefühl,das Kettenblatt soll grade geredet werden.
Wenn an meinem Rad was krumm ist, wird ausgetauscht oder, was eher der Fall ist, repariert.