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Hollywood
30.03.2012, 11:52
Hallo zusammen,

ich habe mir überlegt für diese Rennradsaison ein Naiv zu kaufen. Habe mich bis jetzt nur etwas belesen. Momentan habe ich das edge 800 von Garmin und das neue Gerät von Falk Lux 30 im Blick. Wollte euch mal nach euren Erfahrungen fragen.
Wichtig ist das das Gerät eine gute Fahrradhalterung hat. Ein Radcomputer (Geschwindigkeit usw. ) muss nicht unbedingt verfügbar sein. Die Navigation sollte einfach von der Hand gehen.

Vielen Dank im Voraus für eure Erfahrungen

Gruß Jan

los vannos
30.03.2012, 12:18
Ich fahr den Edge 705, ist die eierlegende Wollmilchsau unter den Radcomputern Der 800er ist der nachfolger mit mehr Leistung und Touchscreen. Bei mir ist die Menüführung und damit die Navifunktion etwas gewöhnungsbedüftig, aber wenn man sich damit länger beschäftigt und dran gewöhnt hat, ist das Teil ne super Sache.
Da Du aber wenig Wert auf die Fahradspezifischen Funktionen legst, ist ein Garmin für Dich nicht nötig.
Da tuts dann auch ein IPhone o.ä. mit Fahrradhalter. Der übrigens auch mit Sensoren für Geschw. und Trittfreq. ausgestattet werden kann. Hat mein Trainingskumpel und mit der entsprechenden Halterung spielt Regen auch keine Rolle mehr. Die Smartphones können heute so einiges und solang die Fahradtechnik nur eine unbtergeordnete Rolle spielt, ist ein Garmin ein teures Spielzeug.

Cilli
30.03.2012, 12:27
M.M. nach ist ein iphone für solche Zwecke nicht geeignet, da die Akkulaufzeit einfach nicht ausreicht. Allein das wäre für mich schon ein K.O.-Kriterium.

F4B1
30.03.2012, 13:01
Die Frage ist ja erstmal: Was willst du mit den Navi machen? Wenn es wirklich ums reine navigieren geht ist das Edge meiner Meinung nach völlig übertrieben. Da reichen auch die teils erheblich günstigeren Outdoornavis.
Wenn du was mit den Trainingsfunktionen anfangen kannst oder auch einfach nur Spaß an der Technik vorhanden ist will ich nichts gesagt haben.

zwanzich
30.03.2012, 13:35
Habe ein Garmin 60CSx und auch mit Android-Smartphone navigiert: Garmin ist um Längen präziser, robuster und schneller.
Allerdings habe ich keinen Radcomputer, sondern ein "echtes" GPS. Sind da die Akkus (AA) alle (nach 30 h Dauerbetrieb), kommen zwei neue rein und weiter geht's. Sog. "Outdoor-Geräte", die dank festverbautem Akku ohne Steckdose nicht mehr zu gebrauchen sind, kann ich nicht gebrauchen.
Und ein Smartphone mit aktivem GPS ist nach 8-10 h spätestens schlapp - also genau auf solchen Strecken, für die ich überhaupt ein GPS benötige. Die Hausrunde gehört ja eher typischerweise nicht dazu.
Ebenso bedenkenswert: kann es mit OSM-Karten umgehen? Mein Garmin kann das.

Wie weiter oben schon gefragt: was genau brauchst du?

F4B1
30.03.2012, 16:04
Zählt die Etrex Serie ebenso wie dein 60 CSx nicht auch zu den Outdoorgeräten? Hät mir mein Etrex 30 nie gekauft, wenn da keine AA Akkus reinpassen würden. Nicht nur um unterwegs wechseln zu können sondern auch, weil Akkus ja grundsätzlich nicht ewig halten. Und da mutmaße ich jetzt einfach mal, dass ich mit meinen genormten Akkus wesentlich günstiger wegkomme. 15€ für 8 Eneloops (also in meinen Fall 80 Stunden Betrieb des Navis)sind halt nur schwer zu toppen.

zwanzich
30.03.2012, 16:10
Zählt die Etrex Serie ebenso wie dein 60 CSx nicht auch zu den Outdoorgeräten? Hät mir mein Etrex 30 nie gekauft, wenn da keine AA Akkus reinpassen würden. Nicht nur um unterwegs wechseln zu können sondern auch, weil Akkus ja grundsätzlich nicht ewig halten. Und da mutmaße ich jetzt einfach mal, dass ich mit meinen genormten Akkus wesentlich günstiger wegkomme. 15€ für 8 Eneloops (also in meinen Fall 80 Stunden Betrieb des Navis)sind halt nur schwer zu toppen.

Exakt. ;)

Itsme
31.03.2012, 09:51
Wuerde da auch eher den etrex 30 kaufen. Die Karten fuer den lux sind recht teuer und du kannst nicht einfach ne openstreetmap drauftun.

Hollywood
31.03.2012, 13:39
Hey vielen Dank für die schnellen Antworten.

Merke schon das wird keine einfache Entscheidung. Also was will ich?? Habe jetzt ein Polar CS 400 am Rad und bin damit eig super zufrieden. Such jetzt ein Naiv fürs Rennrad wenn ich mal längere Touren fahre. Was natürlich super wäre, wenn ich nicht jede Tour erst zuhause planen muss sondern auch einfach mal losfahren kann und dann von irgendwo nach hause navigieren kann. Sollte also im besten fall beides möglich sein. Kartendarstellung finde ich auch nicht verkehrt. Mit OSM kenne ich mich bis jetzt noch gar nicht aus. Aber die karten stören mich bei Falk auch. Da gibt es nicht so viel Auswahl und de sind teuer.

MFG Jan

F4B1
31.03.2012, 14:03
Das Navigieren ist so eine Sache. http://www.velomap.org/ Karten (auf Basis der OSM)funktionieren da noch ganz ok. Besser ist es als Radfahrer da schon die Strecke vorher zu erstellen. Ist halt wirklich ganz stark abhängig vom Kartenmaterial.
Im Notfall ist das Routing (das meinst du übrigens)aber eine schöne Sache. Findet man mal schnell den nächsten Bankautomaten, Supermarkt, Bahnhof usw. Auf dauer sollte man als Radfahrer aber auf Tracks (also vorher erstellte Strecken)setzen.

nguelk
31.03.2012, 15:56
Hab mit einem Garmin die Alpen überquert.

Erstmal braucht man reichlich Batterien (im Sparmodus reicht ein Satz so 4-5 Stunden); hinzu kommt, dass das automatische Routing so eine Sache ist, macht er auch, wenn er eigentlich einen Track benutzen soll. Dann kann das System nicht besonders gut Kilometer ausrechnen, plötzlich sind es noch 895 km bis zum Ziel und zuguterletzt ist die Garmin-Defintion einer Alpenkarte sehr eigenwillig, die französischen Alpen gehören z.B. nicht dazu, also mitten auf der Strecke die Karte wechseln (wenn man sie denn geladen hat). Tracks bringt er auch gerne mal durcheinander, weil die Software auf dem PC nicht gerade bedienerfreundlich ist (oder besser gesagt, mich als EDV-Menschen intellektuell überfordert hat).

Bis man dann herausgefummelt hat, wie man abiegen soll, hat man auch locker eine Karte gezückt und wieder eingepackt.

Daheim benutzte ich das Teil überhaupt gar nie - mein Pferd kennt den Weg in den Stall. Heute würde ich nur eine Karte und/oder ein Iphone nehmen. Die Karte hilft und mit dem Iphone finde ich raus, wo ich bin.

Gut, ein Garmin misst den Puls, wenn man einen funktionierenden Brustgurt hat, aber letztlich kann Polar das besser.

Summa summarum viel Geld und viel Aufwand für begrenzten Effekt! Mutmaße mal, dass das nicht nur für Garmins gilt.

zwanzich
31.03.2012, 18:13
Hab mit einem Garmin die Alpen überquert.

Erstmal braucht man reichlich Batterien (im Sparmodus reicht ein Satz so 4-5 Stunden)

Hmm.
Habe mit dem 60CSx mit einem Satz NiMH-2200er Akkus 30 Stunden Dauerbetrieb - reproduzierbar.

Das Handling von GPS-Geräten ist natürlich sehr speziell, das stimmt. Bei Geocachern kann man Geräte auch tageweise mieten und experimentieren. Ist vielleicht eine gute Idee, falls man die Ausgabe noch scheut.
(Aber _vorher_ in das Gerät einlesen! ;) )